Dienstag, März 31, 2026
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G20-Dokument – Geopolitische Spannungen großes Risiko für Weltwirtschaft

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Jakarta/Berlin, 17. Feb (Reuters) – Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer bezeichnen geopolitische Spannungen als signifikantes Risiko für die Weltwirtschaft.

Im Reuters am Donnerstag vorliegenden Entwurf der Abschlusserklärung zum G20-Treffen in Jakarta ist allerdings noch offen, ob auf „aktuelle“ geopolitische Spannungen verwiesen wird. Das wäre ein noch klarerer Verweis auf den Ukraine-Konflikt, in dem der Westen Russland vorwirft, eine Invasion vorzubereiten. In Washington sagte US-Präsident Joe Biden gerade, die Bedrohung durch einen Einmarsch sei sehr hoch.

Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft schreite voran, heißt es im G20-Dokument weiter. Neue Infektionswellen in der Pandemie würden aber das Tempo verlangsamen. Die Erholung von der Corona-Krise falle zudem sehr ungleich von Land zu Land aus, was zum Teil mit dem Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten zusammenhänge. Die G20-Staaten verweisen auch auf die deutlich gestiegene Inflation. Sie sei ebenso ein Risiko für die Weltwirtschaft. Ziel müsse sein, die globalen Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.

Das G20-Abschlussdokument soll am Freitag zum Ende des Treffens in Jakarta veröffentlicht werden. Bis dahin können Formulierungen noch geändert werden.

Die G20-Länder bekennen sich in dem Entwurf zudem zur geplanten globalen Steuerreform. Es solle sichergestellt werden, dass die neuen Regeln bereits ab 2023 greifen könnten. Das gilt aber als sehr ambitioniert.

Der deutsche Industrieverband BDI hatte diese Woche betont, 2024 würde mehr Sinn machen, um genug Zeit zu haben, sich vorbereiten zu können. Knapp 140 Staaten haben sich unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD auf die Steuerreform mit zwei Säulen geeinigt.

Kernstück ist eine Mindeststeuer für internationale Konzerne in Höhe von 15 Prozent. Dies soll die Verlagerung von Aktivitäten in Steueroasen zumindest eingrenzen. Die neuen Regeln sehen auch eine Besserstellung von Schwellenländern vor. Sie sollen deutlich mehr Steuereinnahmen von den größten Konzernen der Welt abbekommen.

SCHULDENKRISE IN AFRIKA?

Experten warnten zu Beginn des G20-Treffens vor einer Schuldenkrise besonders armer Länder. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge sind rund 60 Prozent der Entwicklungsländer – vor allem aus Afrika – bereits wegen ihrer Schulden in einer Notlage oder davon akut bedroht. Nach Berechnungen der Weltbank müssen 74 Entwicklungsländer dieses Jahr zusammen 35 Milliarden Dollar an ihre Gläubiger zurückzahlen – in einer Zeit, in der die Zinsen wieder steigen und die Finanzierungskosten besonders für riskantere Anlagen teurer werden.

In den ersten beiden Corona-Krisenjahren 2020 und 2021 wurden den ärmsten Ländern alle Zins- und Tilgungszahlungen noch gestundet, damit sie Geld haben, gegen die Pandemie anzukämpfen. Diese Hilfen sind mittlerweile ausgelaufen, weswegen der Druck jetzt steigt.

Die G20-Länder hatten sich in der Krise auf einen Rahmen verständigt, wie künftig mit Fällen umgegangen werden soll, wenn ganze Länder vor der Pleite stehen. Viele Länder fürchten aber, am Kapitalmarkt abgestraft zu werden, wenn sie sich für Hilfen im Rahmen des sogenannten Common Frameworks anmelden. „Es gibt ihnen keinen Anreiz“, sagte Daouda Sembene vom Washingtoner Zentrum für globale Entwicklung zu Reuters. Andere Länder wie Sambia, Äthiopien oder der Tschad warten trotz Anträgen beim Common Framework noch auf Hilfen.

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Nestle – Wollen kein breites Gesundheits-Portfolio aufbauen

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Zürich, 17. Feb (Reuters) – Nestle peilt keine deutliche Ausweitung seines Gesundheitsgeschäfts an. „Ein breit gefächertes Portfolio im Bereich Consumer Health Care ist etwas, an dem wir von Anfang an ein geringes Interesse signalisiert haben, und daran halten wir fest“, erklärte Konzernchef Mark Schneider am Donnerstag auf einer Analystenkonferenz.

Nestle

Dies zahle sich aus. „Wir wollen kein Suppe-bis-Dessert-Portfolio mit allen Arten von Gesundheitsprodukten für Verbraucher aufbauen.“ Nestle peile stattdessen weiteres Wachstum in den Bereichen Ernährung und Stoffwechsel an.

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline will sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten wie Sensodyne-Zahnpasta abspalten und hatte erst kürzlich eine 50 Milliarden Pfund schwere Offerte für das Geschäft von Unilever zurückgewiesen. 

Nestle – Wollen kein breites Gesundheits-Portfolio aufbauen

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Ukraine-Krise und maue Firmenbilanzen ziehen Wall Street ins Minus

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New York/Berlin, 17. Feb (Reuters) – Die Ukraine-Krise und enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen haben die Wall Street am Donnerstag zum Auftakt ins Minus gedrückt. Kurz vor Handelsbeginn wurde bekannt, dass Russland den Vize-US-Botschafter Bartle Gorman ausgewiesen hat.. Wie zuvor in Europa lasteten zudem Berichte über Kämpfe im Osten der Ukraine auf die Stimmung der Anleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete ein Prozent tiefer bei 34.595 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 4441 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 14.008 Punkte.

Im Blick der Anleger blieb weiter die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank angesichts der anhaltenden hohen Teuerung. „Ich glaube, der Krieg gegen die Inflation wird größere Auswirkungen haben als ein Krieg in der Ukraine“, sagte der Investment-Stratege Sam Stovall von CFRA Research zu der Entwicklung am Markt. Die Fed stehe unter Druck, die Zinsen möglicherweise mit dem ersten Schritt um einen halben Prozentpunkt anzuheben und damit mehr als zunächst erwartet.

Bei den Einzelwerten stachen DoorDash mit einem Plus von gut 22 Prozent heraus. Der Essenslieferant – Mutter des deutschen Lieferdienstes „Wolt“ – hatte einen überraschen großen Umsatzsprung vorgelegt.

Die Aktien von Tripadvisor fielen dagegen rund neun Prozent. Die Hotel-Suchmaschine wies überraschend einen Verlust statt eines von Experten erwarteten Gewinnes aus.

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Russland fordert Abzug von US-Truppen aus Mittel- und Osteuropa

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Moskau/Washington, 17. Feb (Reuters) – Russland besteht im Streit über Sicherheitsgarantien auf den vollständigen Abzug von US-Truppen aus Mittel- und Osteuropa. Dies geht aus dem Antwortschreiben der Regierung in Moskau auf ein US-Angebot hervor, wie die russische Nachrichtenagentur RIA am Donnerstag berichtete.

Zudem erwarte Russland von den USA und der Nato konkrete Vorschläge dazu, dass sich das transatlantische Bündnis nicht weiter nach Osten ausdehne. Fragen der Rüstungskontrolle könnten nicht getrennt von anderen Punkten betrachtet werden.

Zugleich verschärften sich die Spannungen zwischen beiden Militärmächten durch die Ausweisung des stellvertretenden US-Botschafters in Moskau, Bartle Gorman. Die Begründung für die scharfe diplomatische Maßnahme blieb zunächst offen.

Eine Deeskalation erfordere, dass die Ukraine sich an das Minsker Abkommen halte und keine weiteren Waffen mehr geliefert bekomme, zitierte RIA weiter aus dem Schreiben. Die Forderung Russlands nach einer Garantie, dass die Ukraine nicht der Nato beitreten werde, haben die USA und die Allianz bereits abgelehnt. Dialogbereitschaft zeigte Russland in der Frage der gegenseitigen Rüstungskontrolle. So könnte es gegenseitige Inspektionen von Raketenstellungen geben, zitierte RIA das Außenministerium in Moskau.

Russland fordert Abzug von US-Truppen aus Mittel- und Osteuropa

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Schärfste Waffe des Westens – Sanktionen gegen Russlands Banken

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London, 17. Feb (Reuters) – Im Falle eines Einmarsches in die Ukraine haben die USA und Europa Russland mit drastischen Sanktionen gedroht. Das stärkste Mittel des Westens wären Maßnahmen, die die staatlich kontrollierten Banken des Landes vom Dollar abschnitten, heißt es bei russischen Führungskräften und westlichen Finanz- und Sicherheitsexperten, mit denen Reuters gesprochen hat.

Ohne die Möglichkeit, Transaktionen in Dollar abzuwickeln, wären praktisch alle auf Dollar lautenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten der Banken eingefroren. „Banksanktionen sind die wirksamste Maßnahme, die die USA kurzfristig ergreifen können“, sagt etwa Brian O’Toole, ein ehemaliger leitender Berater des Stabes im US-Finanzministerium, der Sanktionen entwirft und umsetzt.

Nach der Ansicht von Elina Ribakowa, stellvertretende Chefökonomin des Institute of International Finance in Washington, könnten solche Sanktionen zu einem Ansturm auf die Einlagen in Russland führen. „Es wird definitiv starke Auswirkungen auf das lokale Finanzsystem geben.“ Die Folgen wären finanzielle Instabilität und ein Ausverkauf des Rubels. Teilweise würden Sanktionen gegen Banken auch darauf abzielen, die russische Zentralbank zu zwingen, ihre Hartwährungsreserven anzugreifen, um die Banken über Wasser zu halten, sagte Experte O’Toole. Die russische Notenbank wollte sich nicht dazu äußern.

GROSSE GESCHÜTZE

Die möglichen Sanktionen haben die Aktien der größten russischen Bank Sberbank und der kleineren VTB in der vergangenen Woche bereits auf Talfahrt geschickt. Die Sberbank hält fast die Hälfte der russischen Einlagen in Höhe von 21 Billionen Rubel. Gemeinsam mit dem staatlichen Kreditgeber VTB, der Gazprombank und der Rosselkhozbank kontrolliert das Institut 60 Prozent des Bankvermögens des Landes. Sberbank und VTB lehnten eine Stellungnahme ab. Gazprombank und Rosselkhozbank antworten nicht auf Anfragen.

Die Art der Sanktionen könnte auch vom Ausmaß einer russischen Invasion abhängen. Sollte sich Russland etwa auf einen Einmarsch in die von Rebellen gehaltene Donbass-Region in der Ostukraine beschränken, könnte die USA Sanktionen gegen den Marktführer Sberbank zurückhalten, um eine weitere Abschreckung zu haben, sagt Daniel Fried, ehemaliger Koordinator des Außenministeriums für Sanktionspolitik in der Regierung unter Ex-US-Präsident Barack Obama.

„Wenn der Kreml große Geschütze auffährt, können wir das auch. Und wir machen das vielleicht so oder so.“ Die USA haben bei Bankensanktionen eine große Macht. Denn sie könnten auch sekundäre Sanktionen gegen Banken verhängen, die weiterhin mit russischen Instituten Geschäfte machten, erläutert Tom Keatinge, Finanz- und Sicherheitsexperte bei der Londoner Denkfabrik Royal United Services Institute. Das Weiße Haus wollte sich nicht zu sekundären Sanktionen äußern.

RUSSLAND SIEHT MÖGLICHKEIT VON ABWEHRMAßNAHMEN

In Russland ist man sich der Gefahr bewusst. Man bereite sich „auf unvorhersehbare Aktionen“ der USA vor, indem man sich gegen alle Risiken absichere, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zu Reuters. „Man könnte den Eindruck bekommen, dass all diese Behauptungen, Russland wolle die Ukraine angreifen, nur gemacht werden, um Russland einzudämmen und einen Grund für weitere Sanktionen zu haben.“

Russlands Finanzminister Anton Siluanow bezeichnete Sanktionen gegen russische Banken als „unangenehm“. Sie würden zu einem Anstieg der Volatilität führen. Russland werde aber sicherstellen, dass alle Einlagen bei den Banken und alle Transaktionen, auch in Fremdwährungen, gesichert seien. Russlands habe reichlich Hartwährungsreserven – aktuell 635 Milliarden Dollar – und werde sich damit gegen einen möglichen Schlag schützen, sagte Siluanow.

Russland besitzt tatsächlich einige Abwehrmechanismen, um einen Angriff auf die Finanzstabilität standzuhalten. Die Hartwährungsreserven, die hohen Ölpreise und eine niedrige Schuldenquote von 18 Prozent im Jahr 2021 versetzten das Land in eine gute Position, um eine weitere Verschärfung der Sanktionen zu überstehen, sagt Chris Weafer, Direktor von MacroAdvisory, einem in Moskau ansässigen Beratungsunternehmen.

Außerdem haben russische Staatsbanken ihr Engagement auf den westlichen Märkten eingeschränkt, nachdem die USA und die EU Sanktionen gegen VTB und Sberbank als Vergeltung für die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 verhängten.

Unklarheit herrscht darüber, welche Handlungsspielräume die russischen Banken selbst hätten. Sberbank-Chef German Gref wies Berichte zurück, wonach US-Sanktionen Moskau daran hindern könnten, Rubel in Dollar umzutauschen. Zwei hochrangige russische Banker sagten zu Reuters, betroffene Institute könnten durch eine Umwandlung ihrer Dollarbestände in Euro den schlimmsten Auswirkungen von Sanktionen entgegen wirken.

Das sieht der frühere Sanktionsberater O’Toole anders. Die Dollar müssten letztendlich immer noch durch eine US-Clearingbank gehen, um sie umzutauschen, erläutert er seine Sicht. „Alles, was auf Dollar lautet, muss durch die USA verzollt werden, und wenn Sie das tun, bleibt es stecken.“ 

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US-Investmentbank Goldman Sachs erhöht wichtiges Profitabilitätsziel

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New York, 17. Feb (Reuters) – Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im Rahmen einer Strategie-Überprüfung ihr zentrales mittelfristiges Ertragsziel angehoben. Das Geldhaus strebe nun eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von 15 bis 17 Prozent an statt der bislang angepeilten 14 Prozent an, teilte Goldman Sachs am Donnerstag mit.

„Wir glauben, dass wir den richtigen Plan haben, der uns ermöglicht, den Kunden zu dienen, die Renditen voranzutreiben und erheblichen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen“, erklärte Konzernchef David Solomon in einer Präsentation beim Credit Suisse Financial Services Forum in Florida.

Die Investmentbank will zudem bis 2024 erreichen, dass ihre Konsumentensparte auf jährliche Einnahmen von mehr als vier Milliarden Dollar kommt. 2021 erzielte sie Erträge von annähernd 1,5 Milliarden Dollar – ein Plus von 23 Prozent binnen Jahresfrist. 

US-Investmentbank Goldman Sachs erhöht wichtiges Profitabilitätsziel

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Scholz warnt vor Naivität im Umgang mit Russland

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Berlin/Brüssel, 17. Feb (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz hat vor Naivität im Umgang mit Russland gewarnt. Es stünden unverändert viele russische Soldaten entlang der Grenze zur Ukraine, sagte Scholz am Donnerstag in Brüssel. „Das ist bedrohlich. Da darf man nicht naiv sein“, betonte er.

Die EU stehe zusammen, fügte der Kanzler nach einer Beratung der EU-27-Regierungschefs zur Ukraine-Krise hinzu. Dabei hatten er und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über ihre Gespräche in Moskau, Kiew und Washington berichtet.

Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass Russland sich offen für weitere Gespräche gezeigt hatte. Dann habe es den Hinweis auf Truppenbewegungen gegeben. Aber man müsse sehr vorsichtig sein. Es sei nicht zu übersehen, dass Russland entlang der ukrainischen Grenze weiter so viel Militär aufgebaut habe, dass dies für eine Invasion reiche. „Solange das nicht anders ist, werden wir vorsichtig bleiben müssen“, sagte Scholz.

Scholz warnt vor Naivität im Umgang mit Russland

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Mehr Arbeitslosen-Erstanträge in USA als erwartet

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Washington, 17. Feb (Reuters) – In den USA haben in der vergangenen Woche überraschend viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Insgesamt stellten 248.000 Amerikanerinnen und Amerikaner einen Erstantrag auf Geld vom Staat, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit 219.000 Anträgen gerechnet, nach revidiert 225.000 in der Woche davor.

In den USA gibt es derzeit einen Mangel an Arbeitskräften, mit rekordverdächtigen 10,9 Millionen offenen Stellen Ende Dezember. Dies hat dazu geführt, dass Arbeitgeber an ihrem Personal festhalten, was wiederum die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unter das Niveau vor der Corona-Krise treiben.

Arbeitslose

Nach Ausbruch der Virus-Pandemie schnellten die Anträge im April 2020 noch auf den Rekordwert von 6,149 Millionen. Auch wenn es kurzfristig noch Schwankungen am Jobmarkt geben dürfte, sollten die Anträge auf Stütze in den kommenden Monaten noch weiter unter das Niveau vor der Pandemie sinken, sagte Veronica Clark, Analystin bei der Citigroup in New York.

„Dies würde ein insgesamt niedriges Niveau an Entlassungen widerspiegeln.“ Denn Firmen hätten Probleme, das gewünschte Beschäftigungsniveau überhaupt zu erreichen.

Nach Einschätzung der US-Zentralbank Fed hat der Arbeitsmarkt deutlich an Schwung gewonnen. Notenbankchef Jerome Powell hat eine Zinswende für März angedeutet und die Finanzmärkte auf weitere Zinserhöhungen vorbereitet. 

Mehr Arbeitslosen-Erstanträge in USA als erwartet

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Geywitz – Für Sozialwohnungen deutlich mehr als zwei Mrd Euro nötig

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Berlin, 17. Feb (Reuters) – Zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus wird der Bund nach Worten von Bauministerin Klara Geywitz weitaus mehr Geld einsetzen müssen als derzeit geplant.

Bei einem Wohnungsbautag von Verbänden der Bau- und Immobilienbranche verwies die SPD-Politikerin am Donnerstag darauf, dass derzeit zwei Milliarden Euro vorgesehen seien. „Das ist natürlich viel Geld.

Aber wenn wir 100.000 Sozialwohnungen in Deutschland jährlich bauen wollen, werden wir deutlich mehr als diese zwei Milliarden brauchen“, sagte Geywitz. Sie stehe darüber in Verhandlungen mit Finanzminister Christian Lindner (FDP). Sie spreche „erst mal mit ihm über die Summe, die ich brauche, und werde das dann entsprechend kommunizieren“.

Geywitz

Für den sozialen Wohnungsbau sind die Länder zuständig. Der Bund zahlt aber für die Jahre 2020 bis 2024 jeweils eine Milliarde Euro als Finanzhilfe. Eine weitere Milliarde will Geywitz als „Klimamilliarde“ für Neubau und energiesparende Sanierung von Sozialwohnungen bereitstellen.

Damit sollten Wohnungen mit dem Energieeffizienzstandard 55 gefördert werden. Sie hoffe, darüber mit den Ländern bald eine Einigung zu erzielen, damit das Geld auf den Weg gebracht werden könne.

Geywitz – Für Sozialwohnungen deutlich mehr als zwei Mrd Euro nötig

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MAN-Chef – Sind bei Renditeziel auf Kurs

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München, 17. Feb (Reuters) – Der Nutzfahrzeughersteller MAN kommt nach den Worten seines Chefs Alexander Vlaskamp bei seiner Sanierung gut voran. „Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele für die nächsten Jahre zu erreichen“, sagte Vlaskamp der Nachrichtenagentur Reuters.

MAN hat sich selbst unter anderem ein Renditeziel von acht Prozent über den Geschäftszyklus hinweg verordnet, lag zuletzt aber weit darunter. Zudem hinkt MAN der konzerneigenen Schwestermarke Scania hinterher, die auf zweistellige Renditen kommt. Dennoch reichten die acht Prozent aus, um den Wandel hin zu emissionsfreien Antrieben zu finanzieren, sagte Vlaskamp: „Wir können damit für die Traton-Gruppe einen sehr guten Beitrag liefern.“

Unter dem Dach der börsennotierten Traton-Gruppe hat der Volkswagen-Konzern seine Lkw- und Busmarken gebündelt. Traton-Chef Christian Levin hatte zuletzt in einem Interview gesagt, die derzeit laufende Restrukturierungsrunde sei die letzte Chance für MAN. Im Zuge des Umbaus werden 3500 Stellen abgebaut, zwei Werke wurden verkauft. Er soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Levin ist in Personalunion auch Chef von Scania. Vlaskamp hatte ebenfalls zuletzt bei dem schwedischen Lkw-Bauer gearbeitet. Er betonte die enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Traton-Marken. So werde in Nürnberg an gemeinsamen Batteriezellen geforscht, zudem würden Brennstoffzellen für Wasserstoff-Lkw gemeinsam getestet.

MAN RECHNET MIT SPRUNG IN DER BATTERIETECHNOLOGIE

In Nürnberg stellte das Unternehmen am Donnerstag einen seriennahen Prototyp eines schweren Elektro-Lastwagens vor. Anfang 2024 und damit fast ein Jahr früher als bislang geplant solle mit der Auslieferung von zunächst 200 Exemplaren begonnen werden.

Vlaskamp sagte, der Hochlauf der Technologie könnte schneller kommen als ursprünglich angenommen. So sei in der Batterietechnologie mit einem größeren Sprung zu rechnen. In den kommenden Jahren seien Reichweiten von 1000 Kilometern bei Sattelzugmaschinen möglich. Bis 2030 dürfte auf Elektro-Lastwagen in der Europäischen Union ein Marktanteil von rund 20 bis 30 Prozent entfallen, sagte Vlaskamp.

Die Elektromobilität sei die energieeffizienteste Form für den Schwerlastverkehr, sagte Vlaskamp: Wasserstoff-Antriebe kämen im Vergleich dazu auf einen Wirkungsgrad von rund 33 Prozent, wenn man den ganzen Prozess von der Produktion des grünen Wasserstoffs bis zum Einsatz in der Brennstoffzelle betrachte. Im Rahmen eines Förderprojekts entwickelt MAN einen Brennstoffzellen-Truck.

Die Technologie spiele aber wohl erst frühestens in der kommenden Dekade eine Rolle im Verkehrsbereich, sagte Vlaskamp. Hauptgrund sei die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff. „Wir müssen als Gesellschaft über den richtigen und sinnvollen Einsatz von grünem Wasserstoff entscheiden“, sagte er. In der Chemie- und Stahlindustrie sei etwa grüner Wasserstoff die einzige Möglichkeit, CO2-neutral zu produzieren. 

MAN-Chef – Sind bei Renditeziel auf Kurs

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