Dienstag, März 31, 2026
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Adidas – Wir werden in China auch 2022 wachsen

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Frankfurt, 17. Feb (Reuters) – Adidas will sein China-Geschäft trotz der Boykott-Aufrufe gegen westliche Marken schnell wieder in die Spur bringen. „Wir sind in China 2021 gewachsen, und wir werden in China auch 2022 wachsen“, sagte eine Sprecherin des weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzerns am Donnerstag im fränkischen Herzogenaurach.

Sie reagierte damit auf einen Bericht des „Manager Magazins“, wonach Adidas intern für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang auf seinem größten und lukrativsten Markt um rund 400 Millionen Euro rechne. Über soziale Medien war in China zum Boykott westlicher Marken aufgerufen worden, weil die USA und die Europäische Union (EU) Sanktionen gegen das Land wegen des Umgangs mit der uigurischen Minderheit beschlossen hatten.

Adidas hatte in China im dritten Quartal währungsbereinigt ein Umsatzminus um 15 Prozent hinnehmen müssen, in den ersten neun Monaten des Jahres stand aber noch ein Plus von 15 Prozent zu Buche. Zahlen für das Gesamtjahr liegen noch nicht vor. Der Sportartikelkonzern hatte nach eigenen Angaben ein Projektteam gebildet, das sich der Probleme dort annehmen sollte.

Dem Team gehört dem „Manager Magazin“ zufolge auch Vertriebsvorstand Roland Auschel an. Unter anderem wurden zehn Millionen Artikel aus den vollen chinesischen Lagern in andere Regionen umgeleitet.

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Wohnungsbaubündnis fordert geringere Energiesparauflagen

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Berlin, 17. Feb (Reuters) – Für mehr Klimaschutz und den Bau Hunderttausender zusätzlicher Wohnungen jährlich zu vertretbaren Kosten muss der Staat aus Sicht von Verbänden der Bau- und Immobilienbranche tief in die Tasche greifen.

Um den Klimaschutz etwa für Mieter bezahlbar zu gestalten, würden jährlich acht bis 14 Milliarden Euro an Fördermitteln benötigt, erklärte das Verbändebündnis Wohnungsbau am Donnerstag. Beim Neubau dürften zudem die Anforderungen an die Energieeffizienz nicht weiter verschärft werden. „Es ist nur maximal teuer und bringt herzlich wenig“, sagte der Präsident des GdW-Bundesverbandes von Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko.

Eine von den Verbänden beauftragte Studie empfiehlt zudem neben dem Neubau deutlich mehr Umbau im Gebäudebestand. Allein durch den Umbau nicht mehr benötigter Büros könnten so rund 1,9 Millionen neue Wohnungen entstehen.

Bau

ZIEL VON 400.000 WOHNUNGEN JÄHRLICH „SEHR AMBITIONIERT“

Sieben Verbände wie GdW, Mieterbund, Gewerkschaft BAU und Zentralverband des Baugewerbes (ZDB) richteten ihren jährlichen Wohnungsbautag aus. Das von der Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP genannte Ziel von 400.000 zusätzlichen Wohnungen jährlich hält der ZDB für machbar. Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa vermisste aber die erforderlichen Rahmenbedingungen.

Im vergangenen Jahr seien etwa 310.000 Wohnungen fertiggestellt worden, mit Hilfe von Baukindergeld, degressiver Abschreibung im Mietwohnungsbau und der KfW-Förderung für Effizienzhäuser-55.

Diese Fördermittel fielen weg. „Von daher ist es sehr, sehr ambitioniert zu glauben, man kann ohne eine staatliche Förderung jetzt 30 Prozent mehr Wohnungen bauen“, sagte Pakleppa. „Technisch ist das möglich von den Kapazitäten her. Aber wir brauchen eben auch Rahmenbedingungen und Förderung, die diese Investitionen auslösen, und die sehen wir im Moment nicht.“

Der Deutsche Mieterbund (DMB) forderte von der Regierung einen konkreten Plan, wie 100.000 neue Sozialwohnungen jedes Jahr erreicht werden sollten. Dies bedeute eine Verdreifachung der zuletzt jährlich fertiggestellten Zahl von weniger als 30.000 geförderten Wohnungen. „Hierzu ist die Ampel einen Plan noch schuldig“, erklärte DMB-Präsident Lukas Siebenkotten.

Bau

„NUR FÖRDERN, WAS SINNVOLL IST“

Die Verbände forderten ein Umdenken bei der Förderung für mehr Klimaschutz. „Wir wollen nur das fördern, was sinnvoll ist“, sagte GdW-Präsident Gedaschko. Es dürfe nicht länger eine theoretisch mögliche maximale Energieeffizienz im Neubau gefördert werden. Bei der Gebäudeeffizienz müssten Kosten und Nutzen gründlich abgewogen werden. Eine neue Fördersystematik müsse auf den CO2-Ausstoß pro Quadratmeter abzielen.

Eine vom Bündnis bei der Kieler „ARGE für zeitgemäßes Wohnen“ beauftragte Studie empfiehlt für Sanierungen im Bestand als Zielmarke den Standard eines Energiehauses-115 und im Neubau EH-70. Dies sei ein machbarer Mittelweg.

Selbst dann würden laut Studie für die Energiespar-Sanierung gut 30 Milliarden Euro jährlich an Fördermitteln benötigt, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Die Gesamtkosten für „machbaren Klimaschutz“ in Altbauten lägen bei etwa 3600 Milliarden Euro bis 2045.

Bei der Förderbank KfW werden derzeit bei Neuanträgen für Neubau Effizienzhäuser-40 gefördert, die mit höheren Auflagen versehen sind. Die Förderung für Energiesparhäuser-55 hatten KfW und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am 24. Januar gestoppt, weil das Antragsvolumen die geplanten Milliarden-Fördermittel bei weitem überstieg. Allerdings werden bis zum Förderstopp eingereichte Anträge noch genehmigt.

Wohnungsbaubündnis fordert geringere Energiesparauflagen

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Airbus verdient so gut wie nie – Herausforderung Rampup

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Paris/München, 17. Feb (Reuters) – Der europäische Flugzeugbauer Airbus spürt beim Hochfahren der Produktion die Folgen der Corona-Krise. Airbus-Chef Guillaume Faury sprach am Donnerstag von einer „Post-Covid-Krise“, weil Rohmaterial knapp sei, die Preise stiegen und viele Zulieferer Schwierigkeiten hätten, das nötige Personal einzustellen. „Das ist die Herausforderung des Jahres.“ Das Unternehmen strebt an, im laufenden Jahr mit 720 Maschinen ein Fünftel mehr Flugzeuge an die Kunden auszuliefern und verspricht ein Plus beim Gewinn.

Schon 2021 verdiente Airbus so gut wie nie zuvor; der Nettogewinn verbesserte sich auf 4,2 Milliarden Euro und lag damit rund eine Milliarde über den Erwartungen der Analysten. „2021 war ein Jahr des Übergangs, wo unsere Aufmerksamkeit von der Pandemie hin zu Erholung und Wachstum wechselte“, sagte Faury. „Die starken Zahlen spiegeln die höheren Auslieferungen bei Zivilflugzeugen, die gute Entwicklung bei Hubschraubern, im Rüstungsgeschäft und in der Raumfahrt sowie unsere Bemühungen bei Kostenkontrolle und Wettbewerbsfähigkeit wider.“ Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 52,1 Milliarden Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn – die Kerngröße für das Unternehmen – verdreifachte sich in etwa auf 4,9 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr sagte Airbus 5,5 Milliarden Euro auf dieser Basis voraus. Damit sei der Flugzeugbauer zurückhaltender als viele Marktbeobachter, schrieb Stifel-Analyst Harry Breach. „Wir schätzen das als die typische Zurückhaltung von Airbus ein.“ Auch im vergangenen Jahr sei letztlich deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet worden als ursprünglich angekündigt. Das Delta – der Unterschied zwischen der ersten Prognose und dem Endergebnis – werde 2022 nicht mehr so groß ausfallen wie 2021, aber dennoch sei damit zu rechnen, dass der Gewinn auch 2022 über der Prognose liege.

Airbus

DIVIDENDE KEHRT ZURÜCK

Erstmals seit zwei Jahren zahlt Airbus wieder eine Dividende. Je Aktie sollten 1,5 Euro ausgeschüttet werden, lautet der Vorschlag des Unternehmens. Die Pandemie hatte die Luftfahrt besonders schwer getroffen, weil weltweit Reisebeschränkungen verhängt wurden. Inzwischen normalisiert sich die Lage aber wieder schrittweise.

Einen Boom erleben derzeit Frachtflugzeuge. Airbus will mit der Frachterversion des A350 dem Erzrivalen Boeing Konkurrenz machen. Inzwischen gingen die ersten Vorbestellungen für das Flugzeug ein. Insgesamt erhielt Airbus im abgelaufenen Jahr unter dem Strich Aufträge über 507 Flugzeuge, fast doppelt so viele wie im ersten Corona-Jahr 2020. Der Auftragseingang summierte sich auf 62 Milliarden Euro, nach 33,3 Milliarden vor Jahresfrist.

Airbus will die Produktion des Kassenschlagers A320 bis Sommer 2023 auf monatlich 65 Maschinen steigern und sieht sich bei diesem Plan auf Kurs. Wie es danach weitergeht, ist offen. Faury kündigte eine Entscheidung bis zur Jahresmitte an. Der Flugzeugbauer erklärte, mit den Zulieferern daran zu arbeiten, die Rate auf mehr als 65 Maschinen zu steigern. Zulieferer und Kunden bremsen Airbus vor allem bei dem Plan, die Produktion anschließend auf 70 oder 75 Maschinen pro Monat hochzufahren. Triebwerksbauer haben Bedenken, damit Schritt halten zu können, Leasinggesellschaften warnen vor einem Überangebot, das die Preise kaputtmachen könnte.

Airbus verdient so gut wie nie – Herausforderung Rampup

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Nestle will mit Preiserhöhungen Ergebnis schützen

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Zürich, 17. Feb (Reuters) – Verbraucher müssen im laufenden Jahr mit weiter steigenden Preisen für Produkte des Nahrungsmittelriesen Nestle rechnen. Der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat reagiert damit auf die steigenden Kosten für Rohstoffe, Verpackung, Energie und Transport. „Es gibt fast keinen Bereich im Unternehmen, der von der Inflation ausgenommen ist“, sagte Konzernchef Mark Schneider am Donnerstag bei der Veröffentlichung des Jahresergebnisses. Die Einkaufskosten dürften 2022 stärker steigen als im Vorjahr. „Das ist etwas, was wir in unserer Preisgestaltung widerspiegeln müssen.“

Erhöhen große Anbieter wie Nestle ihre Preise, dürfte dies der globalen Inflation weitere Nahrung geben. In der größten Volkswirtschaft, den USA, kletterten die Verbraucherpreise zu Jahresbeginn so rasant wie seit 40 Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Januar 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bezeichnete Inflation kürzlich als „signifikantes Risiko“ für die Weltwirtschaft.

Nestle beschleunigte die Preiserhöhungen im vierten Quartal 2021 auf 3,1 Prozent. Diese Maßnahme wirkt sich allerdings nur verzögert auf das eigene Ergebnis aus. Angesicht der stärker steigenden Einkaufskosten sank die bereinigte operative Marge leicht auf 17,4 Prozent. Für das laufende Jahr stellte das Schweizer Unternehmen einen Wert zwischen 17,0 und 17,5 Prozent in Aussicht. „Ist das konservativ?“, frage Schneider. „Ja, denn in einem volatilen Umfeld mit erheblicher Inflation um uns herum und der Ungewissheit, was im weiteren Verlauf des Jahres passieren wird, ist es richtig, konservativ zu sein.“

NESTLE EILT KONKURRENZ DAVON

Nestle

Stabile Margen sind gemessen an anderen Branchenvertretern bereits ein Erfolg. Die britische Unilever hatte kürzlich gewarnt, dass die Margen 2022 schrumpfen dürften, weil der Hersteller von Langnese-Eis oder Knorr-Suppen den Preisanstieg nicht komplett auf die Konsumenten abwälzen könne. Nestle schlägt sich unter anderem deshalb besser, weil Schneider das Portfolio seit Jahren auf Wachstum und höhere Margen trimmt. Alleine 2021 vollzog der Konzern aus Vevey am Genfersee Käufe und Verkäufe von Unternehmensteilen im Wert von insgesamt fast zehn Milliarden Franken. Während Nestle das nordamerikanische Wassergeschäft abstieß, übernahm die Firma etwa den Vitaminhersteller The Bountiful Company.

Die Konzentration auf Wachstumsgeschäfte schlug sich auch im Abschluss für 2021 nieder. Getrieben vom Verkauf eines Pakets am Kosmetikkonzern L’Oreal kletterte der Gewinn um 38,2 Prozent auf 16,9 Milliarden Franken. Der Umsatz zog auf 87,1 Milliarden Franken an, in der Pandemie griffen die Kunden besonders oft zu Kaffee oder Heimtiernahrung. Damit erreichte Nestle ein um Zukäufe, Verkäufe von Sparten und Währungseinflüsse bereinigtes Plus von 7,5 Prozent, den höchsten Wert seit 2011. Schneider sagte, 2022 sei gut angelaufen. Für das Gesamtjahr peilt er ein organisches Wachstum von rund fünf Prozent an.

„Die Fundamentaldaten waren selten so stark und haben den Abstand zur Konkurrenz vergrößert, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat, wie wir in den letzten Wochen gesehen haben“, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Berschy. „In Anbetracht der anhaltenden Marktunsicherheiten sind wir der Meinung, dass Nestle ein Muss ist.“ 

Nestle will mit Preiserhöhungen Ergebnis schützen

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Mittelständler plädieren bei Klimaschutz für Flexibilität

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Berlin, 17. Feb (Reuters) – Deutsche Mittelständler können einer Studie zufolge beim Klimaschutz am besten mit flexiblen Instrumenten leben. Die Betriebe favorisieren etwa Maßnahmen wie die CO2-Steuer oder den Emissionsrechtehandel, die ihnen individuellen Gestaltungsspielraum geben, wie aus einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) hervorgeht, die Reuters am Donnerstag vorlag.

„Auf den ersten Blick hat es uns überrascht, dass mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen auch ordnungsrechtliche Ge- und Verbote gutheißen“, erklärte Studienleiter Hans-Jürgen Wolter. „Allerdings bieten solche tendenziell ineffizienten Vorgaben den Unternehmen weitgehende Planungssicherheit, weil einmal genehmigte Anlagen üblicherweise Bestandsschutz genießen.“

Die Ampelkoalition von SPD, Grünen und FPD will den Klimaschutz deutlich vorantreiben. Die meisten Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe sind laut IfM für die Risiken sensibilisiert, die sich durch den Klimawandel ergeben. Deshalb fließen Aspekte des Umweltschutzes in ihre unternehmerischen Entscheidungen ein. So gaben mehr als die Hälfte der Firmen bei einer Umfrage des IfM Bonn 2021 an, bereits in den drei vorangegangenen Jahren umweltrelevante Innovationen umgesetzt zu haben.

Schutz

„Aufgrund ihrer besseren personellen und finanziellen Ressourcenausstattung fällt es den großen Unternehmen naturgemäß leichter als kleinen und mittleren Unternehmen, Umweltproduktinnovationen zu initiieren“, erläuterte Wolter. Im Vergleich mittelständischer und nicht-mittelständischer Firmen mit ähnlicher Ressourcenausstattung zeige sich, dass mehr Familienunternehmen Umweltprozessinnovationen umgesetzt hätten.

Nach Ansicht der Familienunternehmen wären auf lokaler Ebene aber auch informelle Lösungen wie verbindliche Selbstverpflichtungen und Kooperationsabkommen erwägenswert, um das umweltpolitische Engagement von Firmen zu fördern.

Skeptisch geben sich laut Studie Mittelständler und Vertreter von managergeführten Unternehmen mit Blick auf sogenannte informationelle Lösungen – wie Labels etwa in der Lebensmittelindustrie oder Veröffentlichungspflichten. Dies favorisiert nur rund jede zehnte Firma. Das IfM betonte, die Politik sollte umweltpolitische Maßnahmen generell so einfach wie möglich halten, „damit auch kleine Unternehmen ohne hoch spezialisiertes Personal gut damit zurechtkommen“.

Mittelständler plädieren bei Klimaschutz für Flexibilität

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Versicherer R+V erreicht Ziel vorzeitig – 1,1 Mrd Euro Katastrophenschaden

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Frankfurt, 17. Feb (Reuters) – Deutschlands zweitgrößter Versicherer R+V hat sein Umsatzziel ein Jahr früher erreicht als geplant und einen Milliardenschaden aus Naturkatastrophen gut weggesteckt. Die Beitragseinnahmen seien im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte der genossenschaftliche Versicherungskonzern am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Die 20-Milliarden-Marke hatte die R+V eigentlich erst für ihr Jubiläumsjahr 2022 angepeilt. Vor allem in der Krankenversicherung legten die Beiträge kräftig zu. In der Lebensversicherung schrumpfte das Neugeschäft um 1,9 Prozent, weil die R+V das Geschäft mit Einmalbeiträgen drosselte. Das Volumen der Neuabschlüsse gegen laufenden Beitrag schnellte dagegen um 22 Prozent nach oben.

Versicherer

Vorstandschef Norbert Rollinger bezifferte die Belastung aus Naturkatastrophen im Interview mit der „Börsen-Zeitung“ auf fast 1,1 Milliarden Euro. Vor allem die Überflutungen an der Ahr und Erft im Westen des Landes trieben die Schadenbilanz nach oben.

„Das war das schadenträchtigste Jahr unserer 100-jährigen Geschichte“, sagte er der Zeitung. Durch die Absicherung über Rückversicherungskonstruktionen sei die Schadenlast aber abgemildert worden. Die R+V habe „noch ein recht ordentliches Netto-Ergebnis“ erreicht. Der Gewinn nach dem internationalen IFRS-Standard sei durch die gute Entwicklung an den Börsen sogar etwas besser ausgefallen als erwartet. Konkrete Ergebnisse will die R+V am 5. April nennen.

Versicherer R+V erreicht Ziel vorzeitig – 1,1 Mrd Euro Katastrophenschaden

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Britische Exporteure – EU-Handelsabkommen bringt keinen Aufschwung

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London/Berlin, 17. Feb (Reuters) – Mehr als zwei Drittel der britischen Exporteure ziehen keinen Nutzen aus dem vor gut einem Jahr in Kraft getretenen Handelsabkommen mit der Europäischen Union. 71 Prozent gaben an, dass die nach dem Brexit vereinbarten Regelungen keinen Effekt auf ihren Umsatz haben, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der britischen Handelskammer unter mehr als 1000 Unternehmen hervorgeht. Nur zwölf Prozent sagten, dass das am 1. Januar 2021 in Kraft getretene Abkommen ihr Geschäft beflügelt habe.

„Viele Unternehmen haben weder die Zeit, noch das Personal oder das Geld, um den zusätzlichen Papierkram und die steigenden Kosten im Zusammenhang mit dem EU-Handel zu bewältigen“, sagte William Bain von der Handelskammer. „Sie können es sich auch nicht leisten, eine neue Basis in Europa zu errichten oder Vermittler zu bezahlen, die sie dort vertreten.“

Großbritannien ist 2020 nach fast 50-jähriger Mitgliedschaft aus der EU ausgetreten, nachdem sich eine knappe Mehrheit bei dem Brexit-Referendum 2016 dafür ausgesprochen hatte. Der britische Handel mit der EU unterliegt zwar keinen Zöllen, aber es gibt zusätzliche Bürokratie – etwa für Zollerklärungen. Zudem sind viele Dienstleistungsexporte eingeschränkt.

Die britischen Exporte nach Deutschland sind im vergangenen Jahr wegen der Brexit-Hürden auf das Niveau von 2003 zurückgefallen. Aus dem Vereinigten Königreich wurden nur noch Waren im Wert von rund 32 Milliarden Euro importiert, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Britische

Sie brachen damit um 8,5 Prozent ein, während die gesamten deutschen Einfuhren wegen der Erholung von der Corona-Flaute um 17,1 Prozent zulegten. Noch weniger britische Importe gab es zuletzt 2003 mit 31,7 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte auf die Insel fielen mit 65,4 Milliarden Euro so niedrig aus wie seit 2010 nicht mehr. Seit dem Brexit-Referendum 2016 sind sie von dem zuvor erreichten Rekordwert von gut 89 Milliarden Euro Jahr für Jahr gesunken, 2021 noch einmal um 2,6 Prozent.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet mit anhaltenden Einbußen. „Für das laufende Jahr 2022 ist ein weiterer Rückgang der Im- und Exporte zu erwarten“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu Reuters. „Das Vereinigte Königreich könnte dann in der Liste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands sogar ganz aus den Top 10 herausfallen.“ Vor dem Brexit-Referendum lag es noch auf dem fünften Platz. 

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Commerzbank-Chef – Stehen jeden Tag auf für die Eigenständigkeit der Bank

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Frankfurt, 17. Feb (Reuters) – Die Commerzbank ist nach den Worten ihres Vorstandschefs Manfred Knof gut in das erste Quartal des neuen Jahres gestartet. „Wir haben gut losgelegt, wir müssen natürlich abwarten, wie sich das weiter entwickelt“, sagte er am Donnerstag auf der virtuellen Bilanzpressekonferenz.

Er machte zudem deutlich, dass die Bank weiterhin unabhängig bleiben will. „Wir und alle hier stehen jeden Tag dafür auf, dass die Commerzbank eigenständig bleibt.“

Chef

Von allen ihren Kunden höre die Commerzbank, dass eine zweite Privatbank in Deutschland gebraucht werde. „Das nehmen wir auf, und das ist das, was uns alle hier jeden Tag antreibt“, sagte Knof. Darüber hinaus würden Gerüchte grundsätzlich nicht kommentiert.

Die Commerzbank war im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 430 Millionen Euro nach einem Verlust von fast 2,9 Milliaren Euro 2020.

Commerzbank-Chef – Stehen jeden Tag auf für die Eigenständigkeit der Bank

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Europas Anleger bleiben alarmiert – Ukraine und Inflation belasten

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Frankfurt, 17. Feb (Reuters) – Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten bleibt angeschlagen. „Im Moment kehrt an den Börsen einfach keine Ruhe ein“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Der Risiko-Cocktail aus Zinswende und Russland-Konflikt ist weiterhin präsent.“ Etwas Unterstützung bekamen die Indizes am Donnerstag durch solide Firmenergebnisse. Dennoch kamen Dax und EuroStoxx50 am Vormittag kaum vom Fleck und pendelten mit 15.348 und 4135 Punkten mehr oder weniger um ihre Vortagesstände.

Anleger zweifelten angesichts widersprüchlicher Aussagen an dem von Moskau angekündigten Truppenabzug aus dem Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine. Nach Darstellung der OSZE-Beobachter vor Ort kam es am Donnerstag zu Gefechten. „Angesichts der aktuellen Risikosituation gibt es im Moment kaum Anlegerinnen und Anleger, die bereit sind, Aktien zu kaufen und dann langfristig zu halten“, sagte Altmann. „Diejenigen, die in die Rückschläge hinein kaufen, nehmen in Erholungen schnell Gewinne mit.“ Auch der russische Rubel geriet unter Druck. Im Gegenzug stieg der Dollar um rund ein Prozent auf 75,96 Rubel.

Europas Anleger

KURS AUF SICHERE HÄFEN – ZINSWENDE BLEIBT THEMA

Auch die Mitschriften der vergangenen US-Notenbanksitzung konnten nicht nachhaltig für Beruhigung an den Börsen sorgen. Wie daraus hervorging, sind sich die US-Währungshüter einig, dass es bald angebracht sein wird, die Zinsen zu erhöhen. Doch dabei wollen sie von Sitzung zu Sitzung über den angemessenen Kurs entscheiden und somit quasi auf Sicht fahren. Sichere Anlagehäfen waren gefragt. Der Goldpreis schwang sich auf ein Acht-Monats-Hoch von 1890 Dollar je Feinunze. Auch die Kurse von Staatsanleihen zogen an, im Gegenzug fiel die Rendite der US-Treasuries um mehr als zwei Basispunkte.

Rohstoff-Anleger befürchteten, dass ein Krieg zu Sanktionen gegen russisches Öl führen und die weltweite Versorgung mit dem Rohstoff einschränken würde, sagte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Das könnte zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise führen und die Verbraucher dort treffen, wo sie es am meisten spüren – bei den Energiekosten und damit im Portemonnaie.“ Positive Signale von den Verhandlungen über das Atomabkommen mit dem Iran schürten indes die Spekulationen auf ein bald wieder höheres Angebot an den Ölmärkten. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 93,76 Dollar je Fass.

COBA MACHT WIEDER GEWINN

Mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen im Jahr 2021 erfreute die Commerzbank ihre Anleger. Die Papiere stachen mit einem Kursplus von 6,9 Prozent hervor. Mit 9,17 Euro waren sie so teuer wie seit knapp dreieinhalb Jahren nicht mehr. Der Ausblick sei besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Für 2022 werden ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro und eine Dividendenzahlung angestrebt. „Die richtigen Schritte sind eingeleitet, und in naher Zukunft steigende Zinsen könnten die Ertragsaussichten weiter aufhellen“, sagte Marktanalyst Oldenburger. „Den Sprint hat die Bank unter schmerzlichen Einschnitten also gemeistert, aber es bleibt ein langer Marathon zurück zum alten Glanz.“

Für Schwung sorgte auch ein Bericht des „Manager Magazins“, wonach der Autozulieferer Continental in vier Teilbereiche aufgespalten werden soll. Das vor zwei Jahren von Strategen erdachte Szenario sehe vor, das Reifengeschäft, den Lösungsanbieter Conti-Tech, das autonome Fahren und das restliche Autozuliefergeschäft einzeln zu verkaufen oder in Teilen an die Börse zu bringen. Ein Sprecher wollte das nicht kommentieren. Die Aktien zogen in der Spitze um 5,3 Prozent auf 91,96 Euro an und standen zeitweise an der Dax-Spitze.

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Lieferkettenprobleme könnten Industrie auch 2023 noch bremsen

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Washington/Berlin, 17. Feb (Reuters) – Die Lieferkettenprobleme der Industrie haben die Wirtschaft in der Euro-Zone im vergangenen Jahr deutlich gebremst. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Industrieproduktion hätte bei normalen Lieferungen von Bauteilen und Rohstoffen rund sechs Prozent höher ausfallen können, das Bruttoinlandsprodukt zwei Prozent höher. Deutschland sei als Industriestaat überdurchschnittlich stark getroffen gewesen, ebenso Tschechien, wo viele Autobauer produzieren und Zulieferer angesiedelt sind.

Die Omikron-Welle sorge für neue Unsicherheit, betonten die IWF-Experten am Donnerstag. Es sei möglich, dass sich die Lieferkettenprobleme dadurch bis ins Jahr 2023 auswirken könnten. Bislang erwarten viele Experten, dass sich die Probleme im Laufe des Jahres 2022 erledigen sollten.

Viele Ursachen dürften aber befristeter Natur sein – Shutdowns, Unwetter oder Unfälle in Fabriken. Problematischer sei der Fachkräftemangel, der sich auf Jahre auswirken werde. Er erkläre aber nur zehn Prozent der Lieferkettenschwierigkeiten, so der IWF. Der Staat sollte Jobs sichern, die wichtig seien, sobald die derzeitigen Probleme überwunden seien.

Die Hälfte der zuletzt sprunghaft gestiegenen Erzeugerpreise hätte bei einem reibungslosen Handel vermieden werden können, berechnete der IWF. Der Rest gehe überwiegend auf die gestiegene Nachfrage zurück. In Deutschland waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte zuletzt um durchschnittlich 24,2 Prozent nach oben geschossen – das stärkste Plus seit Beginn der Erhebung 1949.

Lieferkettenprobleme könnten Industrie auch 2023 noch bremsen

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