Düsseldorf, 03. Feb (Reuters) – Der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Maschinen- und Anlagenbau startet mit vollen Orderbüchern in das Jahr 2022.
Der hohe Auftragsbestand von 10,9 Monaten gebe Sicherheit, auch wenn die bestehenden Lieferengpässe noch eine ganze Weile andauern und die Abarbeitung der Aufträge erschweren werde, erklärte der Experte des Branchenverbandes VDMA, Olaf Wortmann, am Donnerstag.
2021 sei den Unternehmen eine „außerordentlich starke Aufholjagd“ gelungen, nachdem im ersten Coronajahr 2020 noch deutliche Rückgänge verbucht wurden.
So stiegen die Bestellungen 2021 um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lagen damit preisbereinigt sogar um sieben Prozent über dem hohen Niveau von 2018. Im Inland legten im vergangenen Jahr die Auftragseingänge um 18 Prozent und aus dem Ausland um 39 Prozent zu. Die Branche erwartet 2022 infolge der vollen Auftragsbücher ein Produktionsplus von sieben Prozent.
Volle Orderbücher sorgen im deutschen Maschinenbau für Sicherheit
Spectrum Markets, der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Unternehmenssitz in Frankfurt, hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Er zeigt das anhaltende überproportionale Wachstum des Unternehmens.
Das Handelsvolumen für 2021 stieg um 96 % auf 848 Millionen gehandelte verbriefte Derivate. Im Jahr 2020 waren es noch 432 Millionen. Dieses Volumen wurde über nahezu drei Millionen Transkationen umgesetzt, von denen 35 % außerhalb der traditionellen Handelszeiten (d. h. zwischen 17:30 und 9:00 Uhr MEZ) stattfanden. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,35 Mrd. EUR, was einem Anstieg von 93 % gegenüber 2020 entspricht.
In 2021, dem zweiten vollen Geschäftsjahr seit Gründung im Jahr 2019, konnte das Unternehmen mehrere wichtige Initiativen und Meilensteine umsetzen, darunter die Einführung seiner regelmäßigen SERIX-Daten über die Stimmung der europäischen Kleinanleger, Partnerschaften mit den Unternehmen LIST und SIA (jetzt Teil der Nexi Group) sowie die Aufnahme ausgewählter Turbos auf Einzelaktien in sein Produktangebot. Spectrum wurde zudem Hauptsponsor der einflussreichen deutschen ZertifikateAwards. Außerdem wurden weitere Handelsteilnehmerverträge und Partnerschaften unterzeichnet, die in diesem Jahr abgeschlossen und bekannt gegeben werden.
Das Unternehmen schloss darüber hinaus eine Partnerschaft mit der weltweiten Wohltätigkeitsorganisation für SehbehinderteSightsavers ab.
„Es war ein unglaublich intensives Jahr, in dem wir viel erreicht haben – sowohl in Bezug auf wichtige Meilensteine als auch auf unser Wachstum. Die Stärke unseres Geschäfts bis heute ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement unseres Teams“, erklärt Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets.
„Wir haben uns im vergangenen Jahr vor allem darauf konzentriert, eine exzellente Grundlage für unser künftiges Wachstum zu schaffen. Außerdem haben wir sichergestellt, dass wir in unseren verschiedenen lokalen Märkten optimal vertreten sind und die richtigen Technologie-, Konnektivitäts- und Infrastrukturpartner haben, um den Anschluss an die Handelsplattform und die Zusammenarbeit mit Spectrum so einfach und problemlos wie möglich zu gestalten. In diesem Jahr werden wir die ersten Früchte dieser Arbeit sehen, wenn wir neue Handelsteilnehmer begrüßen und neue Produkte auf den Markt bringen werden.“
Im Jahr 2021 entfielen 84,5 % der gehandelten verbrieften Derivate auf Indizes, 8,8 % auf Währungspaare, 6,2 % auf Rohstoffe sowie 0,5 % auf Aktien, die im September eingeführt wurden. Die meistgehandelten Underlyings waren im vergangenen Jahr der DAX 40 (22,3%), der OMX 30 (21,6%) und der NASDAQ 100 (15,2%).
Spectrum Markets erzielt 1,35 Mrd. EuroUmsatz in 2021
Madrid/Düsseldorf, 03. Feb (Reuters) – Der Energietechnikkonzern Siemens Energy will mit Vorstand Jochen Eickholt das Ruder bei der Verluste schreibenden spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa rumreißen. „Er hat mehrfach seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, schwächelnde Geschäfte wieder erfolgreich zu machen“, begründete Siemens-Energy-Aufsichtsratschef Joe Kaeser den für Anfang März angekündigten Chefwechsel bei Gamesa. Die Spanier legten am Donnerstag tiefrote Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 vor. Unter dem Strich stand ein Verlust von 403 Millionen Euro. Der scheidende Gamesa-Chef Andreas Nauen zeigte Verständnis für den angekündigten Führungswechsel.
Er sei am Mittwoch über die Pläne informiert worden und die Logik sei offensichtlich, sagte Nauen in einer Analystenkonferenz. Gamesa habe zu oft für negative Überraschungen gesorgt. Dadurch sei Vertrauen verspielt worden. Die Entscheidung für den Führungswechsel gefalle ihm zwar nicht, er könne sie aber absolut nachvollziehen. Nauen hatte erst im Juni 2020 den Chefposten übernommen.
Die Aktien von Siemens Gamesa legten am Donnerstag zeitweise um drei Prozent zu, Papiere von Siemens Energy um 0,8 Prozent. Gamesa hatte kürzlich zum dritten Mal innerhalb von neun Monaten Abstriche bei den Prognosen machen müssen, wodurch auch Siemens Energy immer mehr unter Druck gerät. Siemens Energy hält zwei Drittel der Anteile an Siemens Gamesa.
INSIDER – VERSTÄRKTE BEMÜHUNGEN FÜR EINE KOMPLETTÜBERNAHME
Nun soll Eickholt die Kohlen aus dem Feuer holen. „Jochen Eickholt ist ein ausgewiesener Experte, wenn es um die Sanierung von Unternehmen in schwierigen Situationen geht“, betonte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. Der 60-Jährige Eickholt ist seit April 2020 Vorstandsmitglied bei Siemens Energy. Er ist dort unter anderem für die Geschäftsbereiche Stromerzeugung und Industrial Applications zuständig. Der Diplom-Ingenieur hatte 1999 beim Siemens-Konzern angeheuert und seitdem mehrere Führungsposten im In- und Ausland inne.
Gamesa ist immer mehr zum Bremsklotz geworden. Zwischen Oktober und Dezember fuhren die Spanier einen operativen Verlust von 309 Millionen Euro vor Sondereffekten ein. Auch im Gesamtjahr 2021/22 (per Ende September) rechnet Gamesa mit Verlusten, weil der Hochlauf der neuen Generation von Windturbinen an Land (onshore) Probleme macht. Wegen Schwierigkeiten in der Lieferkette laufen dem Unternehmen zudem die Kosten davon.
Siemens-Energy-Chef Bruch legt in der kommenden Woche Zahlen für das erste Quartal vor, das erneut von Gamesa belastet wird. Ihm fehlt bei der Tochter der Durchgriff, weil das Unternehmen mit Sitz in Zamudio im Baskenland selbst an der Madrider Börse gelistet ist. Insidern zufolge verstärkt Siemens Energy Überlegungen für eine Komplettübernahme der Tochter. Das Unternehmen spiele mit Beratern Möglichkeiten durch, wie sich die restlichen 33 Prozent der Gamesa-Anteile am besten und bilanzschonendsten übernehmen ließen, hatten mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Bis zum Sommer könnte eine Lösung gefunden werden.
Siemens Gamesa mache gute Fortschritte beim Verkaufsprozess für die Entwicklung von Windprojekten in Südeuropa, berichtete Nauen am Donnerstag. Gamesa bestätigte die kürzlich gesenkten Prognosen, wonach im Gesamtjahr 2021/22 der Umsatz um zwei bis neun Prozent sinken wird. Die Ebit-Marge vor Sonderfaktoren dürfte zwischen minus vier und plus ein Prozent liegen.
Sanierer soll bei Problemtochter von Siemens Energy aufräumen
Ein Kommentar von von Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income zur bevorstehenden Zinsentscheidung der Bank of England:
„Die immer noch niedrigen Zinssätze, die zunehmende Beliebtheit von Hypotheken mit festem Zinssatz und die guten Rahmenbedingungen für das Abschließen von Hypotheken deuten darauf hin, dass die Haushalte höhere Zinssätze verkraften können.
Die Inflation wird in Großbritannien diesem Jahr hoch bleiben, bevor sie wieder in Richtung des 2 %-Ziels fallen wird, mit Risiken nach oben. Ein großer Teil der Inflation ist global bedingt – z.B. durch die steigenden Energiepreise und die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten.
Die britischen Haushalte und Unternehmen werden relativ höhere Preise für Energie und bestimmte Güter zahlen müssen. Die Bank of England kann das nicht verhindern.
Zudem wird die Inflation nur vorübergehend sein. Starke institutionelle Grundlagen und die Erfahrung mit einer hohen und lang anhaltenden Inflation nach 2008 sollte Großbritannien dabei helfen, diese Zeit zu überstehen und zur Preisstabilität zurückzukehren. Starke Fundamentaldaten im britischen Arbeitsmarkt sowie eine ausreichende Flexibilität sollten außerdem die Schaffung von Arbeitsplätzen vorantreiben.“
Bank of England tritt auf die Bremse – vermeidet aber Vollbremsung
Berlin, 03. Feb (Reuters) – Das Bundesfinanzministerium will mit dem vierten Corona-Steuerhilfegesetz zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie verlängern und zum Teil noch ausweiten.
Die Maßnahmen werden die Steuereinnahmen des Staats zunächst um einen einstelligen Milliardenbetrag drücken, wie aus einem Referentenentwurf aus dem Finanzministerium hervorgeht, der Reuters am Donnerstag vorlag und der in der Ampel-Koalition noch diskutiert wird. Geplant ist, einen abgestimmten Gesetzentwurf am 16. Februar ins Kabinett zu bringen.
Nicht enthalten in dem jetzigen Entwurf sind die sogenannten Superabschreibungen, mit denen die neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP die Konjunktur anschieben will. Sie sollen 2022 und 2023 Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung forcieren.
Teil des Corona-Steuerhilfegesetzes sind Corona-Boni von Arbeitgebern, etwa in Krankenhäusern. Sie sollen bis zu einem Betrag von 3000 Euro steuerfrei bleiben. Steuerliche Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld dürften um drei Monate bis Ende März 2022 verlängert werden. Die Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer soll ein Jahr länger bis Ende 2022 gelten. Außerdem sollen frühere Gewinne besser mit aktuellen Verlusten verrechnet werden können.
Dies soll bis Ende 2023 verlängert werden. „Für 2022 und 2023 wird der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag auf zehn Millionen Euro beziehungsweise auf 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung angehoben.“
Auf einen Zeitraum von zwölf Monaten gerechnet entgehen dem Staat durch die geplanten Maßnahmen 2,6 Milliarden Euro. Der größte Teil entfällt dabei auf den Bund mit 963 Millionen Euro. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 kalkulieren die Experten des Finanzministeriums mit zusammen knapp elf Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen.
Die größten Batzen werden dabei auf die Jahre 2023 und 2024 entfallen. Im Jahr 2026 werden erstmals positive Effekte der Maßnahmen auf die Einnahmen erwartet. Die Konjunktur wurde seit Ausbruch der Pandemie mit solchen Steuerentlastungen gestützt.
Finanzministerium will zahlreiche Corona-Steuerhilfen verlängern
Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat im vergangenen Jahr mehr neue Kunden angelockt als erwartet. 2021 stieg die Zahl der Vertragskunden um 5,5 Millionen, ein Rekordanstieg, wie die US-Tochter der Deutschen Telekom am Mittwochabend mitteilte. Im November hatte das Unternehmen noch ein Plus von 5,1 bis 5,3 Millionen angepeilt. Insgesamt kommt der Mobilfunker nun auf 108,7 Millionen Kunden, ebenfalls ein Höchststand.
„Das war das bisher stärkste Jahr für T-Mobile“, sagte T-Mobile-US-Chef Mike Sievert. „Wir haben nicht nur die ehrgeizigen Ziele erreicht, die wir uns für 2021 in Bezug auf Kundenwachstum, Rentabilität, Fusionssynergien und Netzausbau gesetzt haben – wir haben sie alle übertroffen.“ Das bereinigte operative Ergebnis (Core Adjusted Ebitda) stieg im vergangenen Jahr auf 23,6 Milliarden Dollar.
Das war mehr als T-Mobile US im November angepeilt hatte mit 23,4 bis 23,5 Milliarden Dollar. Die Fusion mit dem kleineren Wettbewerber Sprint zahlte sich weiter aus: T-Mobile US verbuchte Synergien von rund 3,8 Milliarden Dollar unter anderem wegen Kostensenkungen in der Verwaltung und im Service.
Für das laufende Jahr zeigt sich Sievert zuversichtlich. „Wir haben noch viel Spielraum und sind in der besten Position aller Zeiten, um weiterhin erfolgreich zu sein“, sagte der T-Mobile-US-Chef. Er erwartet erneut zwischen 5,0 und 5,5 Millionen neue Vertragskunden, das bereinigte operative Ergebnis solle zwischen 25,6 und 26,1 Milliarden Dollar liegen. Die Synergien aus der Fusion mit Sprint taxiert er auf 5,0 bis 5,3 Milliarden Dollar.
T-Mobile US setzt beim Wachstum auch auf die neue 5G-Technologie. Ende 2021 habe der Mobilfunkriese 310 Millionen Menschen mit 5G über 1,8 Millionen Quadratmeilen versorgt, das sei mehr Fläche als bei den Konkurrenten Verizon und AT&T, hieß es. Man setze den Ausbau von 5G fort, um das Kundenwachstum anzukurbeln.
Am 24. Februar berichtet der Mutterkonzern Deutsche Telekom über sein Geschäftsjahr 2021. Für die Bonner, die knapp die Hälfte der Aktien an T-Mobile US halten, ist die US-Tochter eine wichtige Säule. Am Donnerstagvormittag führten die Deutsche Telekom mit einem Plus von 2,7 Prozent die Gewinnerliste im Leitindex Dax an.
Telekom-Tochter T-Mobile US mit mehr Kunden und Gewinn
Hamburg, 03. Feb (Reuters) – Der Autoabsatz in Deutschland ist zu Jahresanfang einem Insider zufolge gestiegen. Im Januar seien gut 184.000 Neuwagen registriert worden, acht bis neun Prozent mehr als vor einem Jahr, sagte eine mit den Zulassungszahlen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Der Zuwachs bedeute allerdings nicht, dass sich die Nachfrage erholt habe, schränkte der Insider ein. „Das ist zwar ein kräftiges Plus, aber der Markt ist nach wie vor schwach.“ Vor einem Jahr war der Automarkt inmitten des Lockdowns um fast ein Drittel eingebrochen, weil viele Autohäuser wegen der Bekämpfung der Pandemie geschlossen hatten.
Außerdem hatten viele Privatkunden ihre Autokäufe wegen der bis Ende Dezember 2020 befristeten Mehrwertsteuersenkung vorgezogen. Entsprechend niedrig ist die Vergleichsbasis Anfang 2021.
Der Pkw-Absatz leidet außerdem nach wie vor darunter, dass Halbleiter knapp sind und die Autobauer nicht so viele Fahrzeuge liefern können, wie bestellt werden. Die Kunden müssen zum Teil monatelang auf einen Neuwagen warten. Die offiziellen Zulassungszahlen für Januar will das Kraftfahrt-Bundesamt gegen Mittag veröffentlichen.
Die Wiener Talent-Management-Plattform Bonrepublic sichert sich ein 750.000 Euro Investment. Mit ihrer Lösung können Unternehmen die Mitarbeiterbindung stärken und die Organisationsentwicklung fördern. Renommierte Investoren rund um GoStudent-Gründer Felix Ohswald und Gregor Müller, das Investment-Konsortium Founders of Europe, HR-Tech Seriengründer und Interim-Managing Director bei XING Stefan Menden, das Investment-Kollektiv venturecake, weitere Business Angels aus dem HR-Bereich sowie der Bestandsinvestor APX sind von der Lösung von Bonrepublic überzeugt und haben sich beteiligt. Mit dem Investment plant das Unternehmen zu wachsen und in die Produktentwicklung zu investieren.
Halten von Talenten hat Priorität
Laut Statistischem Bundesamt in Deutschland könnten 2030 bis zu fünf Millionen Fachkräfte fehlen. „Viele Branchen entwickeln sich dadurch noch mehr zum Arbeitnehmermarkt – das Halten von Talenten wird für Unternehmen zur Priorität“, informiert Bonrepublic Co-Founder und CEO Jakob Feigl. Auch eine Studie der Strategieberatung McKinsey zeichnet ein düsteres Bild: 40 Prozent aller weltweit befragten Mitarbeiter wollen in den kommenden drei bis sechs Monaten ihr derzeitiges Unternehmen verlassen.
Bonrepublic hilft Unternehmen hier gegenzusteuern. Mit ihrer Lösung lässt sich nicht nur die Mitarbeitermotivation messen, sondern diese auch nachhaltig verbessern. Mitarbeiter können sich für Erfolge gegenseitig anerkennen, „etwa, wenn Kollegen bei der Zielerreichung geholfen oder persönliches Feedback gegeben wird. Es besteht ebenso die Möglichkeit kreative Ideen ins Unternehmen einzubringen und die Mitarbeiter dafür direkt zu belohnen. Anerkennungen und Erfolge können für verschiedene Angebote in einem Benefits Marktplatz eingelöst, oder an wohltätige Organisationen gespendet werden“, konkretisiert Feigl. Bonrepublic hilft dadurch nachhaltig die Mitarbeiterbindung zu stärken und Nachbesetzungskosten zu reduzieren.
Ganzheitlicher Ansatz
Seit letztem Jahr unterstützt das Tool zusätzlich Unternehmen bei der Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung. Es erkennt, die individuelle und Unternehmensweite Zielerreichung, misst über 360° Feedback wo bei Mitarbeitern weitere Potenziale liegen und empfiehlt individuelle Entwicklungspläne sowie Weiterbildungskurse.
“Der ganzheitliche Ansatz unterscheidet uns von anderen Lösungen. Bonrepublic ist ein essenzieller Bestandteil der HR-Strategie in Unternehmen, um die Organisation zu entwickeln, MitarbeiterInnen zu motivieren und zu halten, aber vor allem Entwicklung sichtbar zu machen und nachhaltig zu fördern”, so Feigl weiter.
Zu den Kunden von Bonrepublic zählen namhafte Unternehmen wie die Styria Group oder Planradar. Mit dem neuen Investment plant das Unternehmen in weiteres Wachstum und in die Produktentwicklung zu investieren.
Neuinvestor Felix Ohswald von Bonrepublic überzeugt
„Es wird immer schwieriger die besten Talente früh zu identifizieren und diese ans Unternehmen zu binden. Wir glauben, dass Bonrepublic einen einzigartigen Ansatz liefert”, sagt Felix Ohswald, Neuinvestor und Juror von 2 Minuten 2 Millionen.
Finanzierungsschub für die Mitarbeiter-App der Zukunft
Das Start-up Flip, führender Anbieter für Mitarbeiter-Apps, konnte sich eine Series-A-Finanzierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar sichern. Neben den Bestandsinvestoren Cavalry Ventures und LEA Partners investieren nun auch der Berliner Fonds HV Capital und die Londoner Investoren Notion Capital. Weiterhin sind namhafte Business Angels beteiligt, darunter der ehemalige VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller sowie Roland Berger, Kurt Lauk und Jürgen Hambrecht. Mit der Finanzierungsrunde soll das Wachstum des Unternehmens beschleunigt und die geografische Expansion in neue Märkte forciert werden.
Mit der Mitarbeiter-App von Flip gelingt es erstmals, alle Beschäftigten zeit- und ortsunabhängig zu informieren und zu vernetzen. Speziell auf die Bedürfnisse der operativen Mitarbeitenden zugeschnitten, ermöglicht Flip so einen mobilen, einfachen und vor allem schnellen Austausch. Die Mitarbeiter-App ist damit für Unternehmen mit einer operativen Belegschaft die Chance, tatsächlich alle Mitarbeitenden aktiv in das Unternehmensgeschehen einzubinden. Dies birgt erhebliche Einsparungspotenziale durch verkürzte Kommunikationswege, erweiterte Feedbackmöglichkeiten und begünstigt eine nie dagewesene Vernetzung im Unternehmen.
Mit diesem Konzept gelang es dem Stuttgarter Start-up nicht nur von bestehenden, sondern auch von neuen Investoren Kapital einzusammeln. Jüngst konnte so der Londoner Fonds Notion Capital hinzugewonnen werden, der für Investitionen im B2B SaaS-Bereich steht und seit Gründung im Jahr 2009 bereits über 60 Investments in diesem Bereich getätigt hat. Auch der international anerkannte Berliner Fonds HV Capital beteiligte sich erstmalig.
„Eine starke Vision und eine klare Produktstrategie – zwei grundlegende Kriterien für erfolgreiche Unternehmen. Flip konnte uns mit der Vision, alle Mitarbeitenden gleichermaßen zu vernetzen und zu verbinden, gepaart mit einer einfachen und technisch herausragenden Produktstrategie, überzeugen. So war es im Endeffekt eine leichte Entscheidung zu investieren“, erklärt Christian Saller von HV Capital.
„Die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie- und Handelsunternehmen ist maßgeblich abhängig von der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der operativen Beschäftigten. Sie bestimmen in der Produktion die Effizienz und im Handel sind sie der erste Kontaktpunkt des Kunden. Unternehmen tun deshalb gut daran, in die Vernetzung der Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur zu investieren”,sagt Matthias Müller, ehemaliger VW-Vorstandsvorsitzender und Angel Investor. Neben ihm konnten auch weitere namhafte Angel Investoren wie der deutsche Unternehmens- und Politikberater Roland Berger, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Celesio AG Fritz Österle sowie die Flixbus-Gründer Daniel Krauss und Jochen Engert hinzugeholt werden.
„Wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Investoren und sind stolz auf so namhafte Unterstützung“, soBenedikt Ilg, Gründer und CEO von Flip.
Seit der Gründung im Jahr 2018 konnte Flip durch eine Seed-Finanzierung von 4 Millionen US-Dollar seine Marktpräsenz bereits stark ausbauen und Unternehmen wie McDonald’s, Rossmann, Edeka, Magna und Mahle für sich gewinnen. Besonders im Handel konnten so grundlegende Informations- und Abstimmungszeiten reduziert und die Flächeneffizienz nachweislich gesteigert werden. Die Besonderheit: Flip entwickelt die App gemeinsam mit seinen Kunden weiter. Das nötige Know-How hierfür bringen die rund 100 Mitarbeitenden der Flip GmbH mit. Seit der ersten Finanzierungsrunde konnte ein Mitarbeiterwachstum von 400 % verzeichnet werden. Ursprünglich wurde 2018 mit 20 Angestellten gestartet.
Expansion 2022 geplant
Neben dem Ausbau des Kundenstamms im DACH-Raum sowie der Expansion in weitere europäische Märkte sind also insbesondere die Themen Personalentwicklung und Recruiting ein wichtiger Baustein für das Wachstum des Unternehmens.
„Flip ist die Chance für jeden operativen Mitarbeitenden, um wirklich am Kommunikationsprozess des eigenen Unternehmens teilzuhaben. Es besteht ein riesiges Potenzial darin, diese Mitarbeitenden aktiv einzubinden. Wir freuen uns darauf, Flip mit unserer Expertise und Erfahrung bei der Expansion auf dem englischsprachigen Markt zu unterstützen“, erzähltJos White vonNotion Capital.
Benedikt Ilg fasst zusammen: „Wir haben uns zu einem der am schnellsten wachsenden Unternehmen am Markt entwickelt. Unseren Umsatz konnten wir versechsfachen und unsere Mitarbeiteranzahl vervierfachen. Das ist uns vor allem aufgrund unseres starken Fokus auf operative Beschäftigte gelungen. Unsere App ist vor allem eines: Einfach. Für viele Beschäftigte ist sie so zum essenziellen Bestandteil ihres Arbeitsalltages geworden. Die Finanzierungsrunde wollen wir daher vor allem dazu nutzen, den Wachstumsprozess des Produktes und des Unternehmens zu beschleunigen sowie um unser Team weiter auszubauen.“
Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.13 Uhr – Der Rekord-Kurssturz von Meta verringert die Börsenwert der Facebook-Mutter um knapp 240 Milliarden Dollar. Das entspricht in etwa der zusammengerechneten Marktkapitalisierung des deutschen Software-Konzerns SAP und der Deutschen Telekom. Meta-Aktien fallen nach enttäuschenden Geschäftszahlen um 26,6 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 237,07 Dollar.
15.58 Uhr – Ein optimistischer Ausblick hievt Hershey auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Süßwaren-Herstellers steigen an der Wall Street um 2,8 Prozent auf 204,02 Dollar. Der Anbieter von „KitKat“ und „Rolo“ stellt dank Preiserhöhungen für 2022 einen Gewinn über Markterwartungen von 7,84 bis 7,98 Dollar je Aktie in Aussicht. Mit einem Umsatz von 2,33 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 1,62 Dollar je Aktie im abgelaufenen Quartal habe das Unternehmen ebenfalls positiv überrascht, sagt Analyst Rob Dickerson von der Investmentbank Jefferies.
12.14 Uhr – Gewinnmitnahmen lassen den Ölpreis abrutschen. Brent verbilligt sich um bis zu 1,6 Prozent auf 88,02 Dollar je Fass. Der Preis für das US-Öl WTI gibt in der Spitze 1,7 Prozent auf 86,75 Dollar je Barrel nach. Auf die Stimmung drückt laut Börsianern der überraschende Stellenabbau in den USA. Unter dem Strich fielen im Januar 301.000 Stellen dem Rotstift zum Opfer, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine monatliche Unternehmensumfrage mitgeteilt hatte. Die Ölpreise haben seit Jahresbeginn rund 15 Prozent zugelegt.
10.37 Uhr – Der Gewinnsprung und eine höhere Dividende lassen Anleger bei Shell zugreifen. Die Aktien des britisch-niederländischen Ölkonzerns steigen an der Londoner Börse um bis zu 2,1 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Titel fast 50 Prozent zugelegt.
10.31 Uhr – Trotz eines höheren Gewinns machen Anleger um Infineon einen großen Bogen. Die Aktien des Halbleiterkonzerns rutschen um mehr als vier Prozent auf 35,02 Euro ab. Sie halten damit die rote Laterne im Dax. Die Analysten der Credit Suisse schreiben, der angehobenen Ausblick könnte sich als konservativ erweisen. Ein Händler sagte, teilweise gebe es Sorgen, „die Zyklus-Spitze könnte bei Infineon bald erreicht werden“.
09.45 Uhr – Ein Quartalsergebnis über den Erwartungen und eine höhere Prognose schieben Siemens Healthineers zeitweise an die Dax-Spitze. Die Aktien klettern in der Spitze um 3,4 Prozent auf 61,44 Euro. Das Geschäft mit Corona-Schnelltests beflügelt den Erlanger Medizintechnik-Konzern.
09.25 Uhr – Gewinnmitnahmen drücken die Aktien von Teamviewer deutlich ins Minus. Die Titel des schwäbischen Softwareunternehmens rutschen um bis zu 5,5 Prozent auf 14,68 Euro ab und sind damit schwächster MDax-Wert. Am Mittwoch hatten die Papiere rund 16 Prozent zugelegt. Teamviewer hatte einen großen Aktienrückkauf angekündigt.