Donnerstag, August 13, 2026
Start Blog Seite 4770

TCC Seed-Finanzierungsrunde im mittleren siebenstelligen Bereich

0
tcc

Telemedizin 2.0: HealthTech TCC bietet Fernbetreuung von Intensivstationen

TCC, ein junges HealthTech-Unternehmen aus Hamburg, geht mit seinem Service der Fernbetreuung von Intensivpatienten (Intensive Care Units – ICUs) an den Start. TCC steht für „Telehealth Competence Center“ und ist ein mit Fachärzten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, besetztes Kompetenzzentrum, das ärztliche Beratungsleistungen aus der Entfernung übernimmt.

Bereits drei deutsche Kliniken konnte das Technologie-Start-up als Kunden gewinnen, künftig sollen fünf bis zehn Krankenhäuser pro Jahr hinzu kommen. TCC wurde 2020 gegründet und hat 2021 eine Seed-Finanzierungsrunde im mittleren siebenstelligen Bereich erfolgreich abgeschlossen. Zu den Investoren zählen Ärzte und Branchenexperten aus dem Gesundheitswesen. 

„Aufgrund des Mangels an gut ausgebildeten Fachkräften können es sich Krankenhäuser gar nicht leisten, Fachärzte rund um die Uhr zur Patientenversorgung bereitzustellen. Zudem gibt es signifikante Qualitätsunterschiede zwischen Kliniken in Deutschland. Genau hier ist unser Ansatzpunkt. Mit dem TCC können Ärzte und Pflegepersonal in Krankenhäusern mit höchster fach- und intensivmedizinischer Qualität beraten werden – rund um die Uhr. Diesen Service zu bieten, fällt selbst großen Klinken schwer. Zudem ersetzen wir die bislang fehleranfällige Patienten-Dokumentation mit Stift und Papier durch eine sichere digitale Variante“, erklärt Prof. Dr. Christian Storm, Gründer und Geschäftsführer von TCC. 

Frühwarnsystem: KI-gestützte Analysen erhöhen Behandlungsqualität

Durch den Einsatz von telemedizinischen Leistungen im ICU-Bereich lassen sich die Patienten-Versorgung und -Sicherheit steigern, da kompetente Fachärzte und Intensivmediziner, ausgelagert im TCC, rund um die Uhr als Ansprechpartner für Klinikpersonal zur Verfügung stehen. Im TCC werden diese Fachärzte zudem durch KI-gestützte Methoden unterstützt: Auf Dashboards sehen die TCC-Ärzte Hinweise zur Medikation, erhalten Frühwarnungen bei sich verschlechternden Parametern oder können sogar präzise Vorhersagen treffen.

“Neben der fachärztlichen Betreuung aus der Ferne tragen wir mit unserer Plattform zudem dazu bei, die digitale Dokumentation für die Klinik aufzubauen und zu betreiben. Regelmäßige Reports und immer aktuelle, digitale Patientenakten bringen einen erheblichen Digitalisierungs-Schub im klinischen Alltag. Telemedizin ist eben nicht nur die Videosprechstunde mit dem Hausarzt, sondern bietet unfassbare Möglichkeiten. In den USA sind bereits mehr als zehn Prozent der Intensivbetten mit telemedizinischen ICUs ausgerüstet”, so David Barg, Gründer und Geschäftsführer von TCC.

Die ökonomischen Vorteile für das Krankenhaus liegen dabei auf der Hand: Durch die digitale Unterstützung der 24/7 fachärztlichen Betreuung und der permanenten Analyse der Patientendaten wird eine ICU grundsätzlich effizienter und bei wesentlichen Strukturen (zum Beispiel Personal) entlastet. Das medizinische Personal erhält wieder mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Patienten und durch die höhere Therapie-Qualität ist eine kürzere Verweildauer des Patienten möglich.

Dadurch lassen sich zusätzlich die Erlöse ohne Erhöhung von personellen Ressourcen oder IT-Kapazitäten steigern. Im Januar 2022 hat der GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss) die Prüfung der Übernahme intensivmedizinischer Telekonsile in die Regelversorgung empfohlen.

Für die Implementierung von TCC ist lediglich die Ausstattung der Intensivbetten mit einer sogenannten “IoT Konnektorbox” und ein Internetanschluss nötig. Anschließend wird das PDMS (Patient Data Monitoring System) von TCC als SaaS-Applikation, ohne wesentliche lokale IT-Strukturen des Krankenhauses zu belasten, umgehend zur Verfügung gestellt.

TCC kann über Schnittstellen alle gängigen Systeme einbinden. Sind die Intensivbetten einer Klinik mit der TCC-Hard- und Software ausgestattet und die Schnittstellen angebunden, laufen alle Daten der jeweiligen Klinik im TCC zusammen. Unter Einhaltung aller Vorgaben des Datenschutzes (alle Services laufen streng DSGVO-konform) findet im TCC eine permanente Analyse des Patientenzustandes statt. TCC ist aktives Mitglied im Cybersicherheitsrat Deutschland e.V., um stets höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Zum Marktstart bereits drei Kliniken als Kunden gewonnen

TCC hat nach der erfolgreichen Seed-Runde 2021 viele Ressourcen in die Entwicklung der medizinischen Services gesteckt. Zum Marktstart konnten bereits drei Kliniken (darunter die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau mit ihren beiden Standorten, gefördert durch das KHZG) als Kunden gewonnen werden. Künftig sollen zwischen fünf und zehn Krankenhäuser pro Jahr hinzukommen.

Den Markt schätzt TCC auf 1.000 Kliniken, das Unternehmen strebt einen Marktanteil von etwa 15 Prozent an. Erlöse erzielt TCC durch eine Gebühr pro Intensivbett, welches mit der TCC-Lösung  ausgestattet ist und telemedizinisch betreut wird sowie mit Beratungsleistungen. 

Gegründet wurde TCC 2020 von Prof. Dr. Christian Storm und David Barg. Beide wissen aus eigener, langjähriger Erfahrung, wo die Möglichkeiten der Digitalisierung in der kritischen Infrastruktur von Krankenhäusern liegen: Christian Storm ist habilitierter Intensivmediziner an der Berliner Charité. David Barg ist als ausgebildeter Gesundheitspfleger und studierter Betriebswirt bestens mit dem Klinikalltag vertraut und bringt zudem bereits Erfahrung aus der Managementtätigkeit eines internationalen Gesundheitsdienstleisters (Falck) sowie eines Digital-Unternehmens (MOIA / Volkswagen) mit. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild: TCC-Gründer und Geschäftsführer David Barg (links) und Christian Storm bieten mit TCC digitale Facharzt-Betreuung 24/7 für Intensivpatienten. (c) TCC GmbH

Quelle TCC GmbH

Kohle-Importe nach Europa steigen wegen Ukraine- und Gas-Krise rasant

0

London/Berlin, 03. Feb (Reuters) – Wegen der auch im Zuge der Ukraine-Krise rasant gestiegenen Gas-Preise nimmt der Import von Kohle nach Europa erheblich zu. Nach Berechnungen des Schiffsmakler Braemar ACM stiegen die Einfuhren um über 55 Prozent im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hauptgrund ist, dass Kohle im Vergleich zu Gas günstiger geworden ist.

In der Folge produzieren mehr Kohle-Kraftwerke Strom während der Einsatz von Gas-Kraftwerken reduziert wird. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass der Gas-Verbrauch in diesem Jahr in Europa um 4,5 Prozent zurückgeht. Dabei könnte auch der bislang vergleichsweise milde Winter eine Rolle spielen.

Der Kohle-Einsatz in Kraftwerken hatte sich in den vergangenen Jahren in Deutschland eigentlich reduziert. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und auch der Anstieg des Preises für CO2-Rechte wirkte sich dabei aus. Kohlekraftwerke brauchen etwa doppelt so viele Rechte wie Gas-Anlagen. Der rasante Anstieg des Gaspreises macht dies jedoch mehr als wett.

Europa

Zudem produzierten im vergangenen Jahr vor allem die Windräder weniger Energie, da häufig Flaute herrschte. Dies hatte 2021 dann wiederum einen negativen Einfluss auf die Klimabilanz, der CO2-Ausstoß Deutschland stieg gegenüber 2020 nach ersten Studien um 4,5 Prozent.

Den Experten von Braemar zufolge trifft die wachsende Nachfrage nach Kohle auch wegen der Angst vor einem kompletten Lieferstopp Russlands nun aber auf einen engen Markt. Kolumbien und auch die USA könnten nicht so liefern wie gewünscht. Im Zuge der Energiewende ist auch die Kohleförderung in Europa wie etwa in Tschechien eingeschränkt worden. Die Preise für die Lieferung im März sind so im Vergleich zum September um rund 80 Prozent gestiegen. 

Kohle-Importe nach Europa steigen wegen Ukraine- und Gas-Krise rasant

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Kennt ihr schon die aktuellen Marktentwicklungen von heute?

Stiko ebnet Weg für vierte Impfung – 236.120 Neuinfektionen

0

Berlin/Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – Vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen hat sich die Ständige Impfkommission (Stiko) für eine vierte Impfung für bestimmte Risikogruppen ausgesprochen. Die Stiko empfiehlt eine zweite Auffrischimpfung für Menschen ab 70 Jahren, Personen in Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen sowie Menschen mit Immunschwächen. Gesundheitlich gefährdete Personengruppen sollten die vierte Impfung frühestens drei Monate nach der dritten bekommen, das Personal frühestens nach sechs Monaten, erklärte die Stiko am Donnerstag. Unterdessen meldete das Robert-Koch-Institut neue Rekordstände bei den Infektionszahlen, der Sieben-Tages-Inzidenz und den Personen in Isolation.

Die Stiko begründete die Empfehlung mit Forschungsergebnissen aus Israel, die eine zusätzliche Schutzwirkung durch eine vierte Impfung zeigen. Die Kommission empfiehlt zudem neben den bisherigen Covid-19-Impfstoffen nun auch den Impfstoff Nuvaxovid von Novavax zur Grundimmunisierung von Personen ab 18 Jahren. Dass die Stiko eine Empfehlung für eine vierte Dosis nur auf Grundlage der Daten aus Israel empfiehlt, ist eher ungewöhnlich. Bislang war die Kommission bei ihren Corona-Impfempfehlungen eher zurückhaltend war.

Die Experten der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hatten vor kurzem erklärt, noch lägen keine Erkenntnisse darüber vor, ob auch eine vierte Dosis verabreicht werden müsse. Bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem könnte es sinnvoll sein, diese in Betracht zu ziehen. In Israel wird eine vierte Dosis für Hochrisiko-Gruppen und Menschen über 60 Jahren seit Jahresbeginn angeboten.

Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums sind Personen, die eine vierte Impfung erhalten haben, im Vergleich zu dreimal Geimpften drei- bis fünfmal so gut vor schweren Erkrankungen und doppelt so gut vor Infektionen geschützt. Auch andere Länder wie Belgien, Dänemark, Schweden und Ungarn haben den Weg für eine vierte Impfung freigemacht.

Stiko

DEBATTE ÜBER ÖFFNUNGSSCHRITTE

Trotz steigender Corona-Zahlen hat Bundesfinanzminister Christian Lindner bereits eine Abschaffung der 2G-Regeln im Handel gefordert. In mehreren Bundesländern haben die Gerichte bereits 2-G-Regeln im Handel gekippt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt sich für Öffnungsschritte ein, über die Bund und Länder bisher am 16. Februar entscheiden wollen.

Der Regierungssprecher der Ampel-Regierung hatte am Mittwoch betont, es sei angesichts steigender Zahlen zu früh für einen Fahrplan für Corona-Lockerungen. Genau diesen fordern aber die Bundesärztekammer und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). „Wenn sich das Infektionsgeschehen so entwickelt, wie von Epidemiologen prognostiziert, werden die Fallzahlen von Ende Februar an allmählich sinken“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch Länder wie Schweden beschlossen wieder die Rücknahme von Corona-Maßnahmen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag mit 236.120 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1283,2 von 1227,5 am Vortag – auch das ist ein Rekord. 164 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Das am stärksten betroffene Bundesland ist Berlin mit einer Inzidenz von 1790,2. Derzeit infiziert und damit in Isolation sind laut RKI 2.435.300 Personen – so viele wie noch nie. Den Höhepunkt der Omikron-Welle erwartet das Gesundheitsministerium Mitte Februar mit mindestens 400.000 Neuinfektionen täglich. 

Stiko ebnet Weg für vierte Impfung – 236.120 Neuinfektionen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Kennt ihr schon die aktuellen Marktentwicklungen von heute?

Fiverr – Deutsche Freelancer aktiv in Sachen Web3-Technologien, NFT, Metaverse

0
Fiverr

Erst im Januar hat das Handelsvolumen für nicht-fungible Token (NFTs) ein Allzeithoch erreicht. Die Krypto-Sammlerobjekte erzielen weltweit Milliarden, virtuelle Marktplätze schießen wie Pilze aus dem Boden und das Metaverse wird zum Megatrend. Das Web 3.0 ist aber nicht nur für Anleger interessant, die deutschen Freiberufler:innen erkennen hier bereits echte Karrierechancen. 

Die Freelancer-Plattform Fiverr (NYSE: FVRR) hat in einer aktuellen Umfrage unter 1.000 Freiberufler:innen in Deutschland herausgefunden, dass viele bereits mit digitalen Services rund um Web 3.0-Anwendungen Einkommen erzielt haben – rund 43 % mit NFT und knapp 47 % im Bereich Metaverse. In der Freelancer-Hauptstadt Berlin setzen sogar bereits 50 % auf Dienstleistungen rund um NFT. Die Zukunftstechnologien scheinen in der deutschen Freelancer-Szene angekommen.

„Es ist bewundernswert, wie schnell sich Freiberufler:innen an neue Trends anpassen“, sagt Peggy de Lange, Vice President International Expansion bei Fiverr. „Sie können mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt halten. Dazu zählt der Boom um NFTs und Plattformen wie Metaverse, aber auch Technologien wie KI, Augmented Reality und Virtual Reality.“ 

Raum für berufliche Weiterentwicklung

Immer mehr digitale Dienstleistungen werden im Bereich der Zukunftstechnologien nachgefragt. So stieg die Zahl der Suchanfragen auf Fiverr nach dem Begriff „NFT“ innerhalb eines Jahres weltweit um 875 %. Auch die Anzahl der Suchanfragen nach Begriffen wie „Virtual Reality“ oder „Augmented Reality“ ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 

Für Freiberufler:innen mit entsprechenden Technologiekenntnissen entsteht hier gerade ein riesiger Wachstumsmarkt. In der aktuellen Umfrage gaben 59 % an, ihre derzeitigen Dienstleistungen an das Wachstum des Web 3.0 anpassen zu wollen. 30 % der Befragten möchten sich noch innerhalb dieses Jahres neue professionelle Fähigkeiten aneignen, um Web 3.0 bezogene Dienstleistungen anbieten zu können. Ihre Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich beziffert die Mehrheit der Befragten mit 1.200 bis 3.600 Euro pro Monat.

Trotz Bedenken neue Chancen ergreifen

Das Web 3.0 ist nicht ganz unumstritten. Rund 36 % der Befragten hegen Bedenken in Hinblick auf mögliche Cyber-Bedrohungen oder Datenlecks. Trotzdem haben viele bereits den Einstieg gewagt. „Flexibel zu sein, neue Chancen zu erkennen und zu ergreifen – das ist, was Freelancer:innen auszeichnet. Tatsächlich ist diese Eigenschaft oft der Grund dafür, warum sich Menschen für eine Selbstständigkeit entscheiden. Ich freue mich zu sehen, dass sie mit ihrem unternehmerischen Tatendrang auch die Zukunft im Blick haben“, so Peggy de Lange.

Über die Umfrage

Im Auftrag von Fiverr hat das unabhängige Marktforschungsunternehmen Censuswide die Befragung unter 1.000 Freelancer:innen in Deutschland im Zeitraum vom 20.01.2022 bis 31.01.2022 durchgeführt. Die Teilnehmenden stammen aus allen Bundesländern Deutschlands, sind diversen Altersgruppen zugehörig und in unterschiedlichen Branchen tätig. Censuswide hält sich an die ESOMAR-Grundlagen und beschäftigt Mitglieder der Market Research Society.

Die Mission von Fiverr ist es, die Art und Weise zu verändern, wie die Welt zusammenarbeitet. Die Fiverr-Plattform verbindet seit mehr als 10 Jahren Unternehmen aller Größen mit qualifizierten Freiberufler:innen, die digitale Dienstleistungen in mehr als 500 Kategorien in 9 vertikalen Bereichen wie Grafikdesign, digitales Marketing, Programmierung, Video und Animation anbieten. In den zwölf Monaten bis zum 30. September 2021 kauften 4,1 Millionen Kund:innen vielfältige Dienstleistungen von Freiberufler:innen in mehr als 160 Ländern. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle s.immer communications GmbH

Facebook-Konzern enttäuscht mit Nutzerzahlen – Tech-Aktien im Minus

0

New York, 03. Feb (Reuters) – Der Facebook-Eigner Meta verprellt Anleger mit gedämpften Wachstumsaussichten und zieht weltweit Technologie-Aktien nach unten. Wachsende Konkurrenz von Rivalen wie TikTok und die neuen Datenschutzregeln von Apple setzen dem weltgrößten Internet-Netzwerk schwer zu. Im vierten Quartal sank die weltweite Zahl der täglichen aktiven Nutzer von Facebook erstmals, und zwar um rund eine Million Menschen auf 1,929 Milliarden.

Im laufenden Quartal erwartet Konzernchef Mark Zuckerberg ein schwächeres Umsatzwachstum wegen des zunehmenden Wettbewerbs um die Zeit der Nutzer auch für die zum Konzern gehörenden Dienste Instagram und WhatsApp. Der Musikstreaming-Anbieter Spotify enttäuschte ebenfalls mit der Entwicklung der Nutzerzahlen.

Die Aktien von Meta verloren im nachbörslichen Handel an der Wall Street fast 20 Prozent – 200 Milliarden Dollar Börsenwert verpufften damit auf einen Schlag. Spotify-Aktien brachen in der Spitze um bis zu 22 Prozent ein.

Auch andere Techwerte wurden in Mitleidenschaft gezogen: So gaben die Aktien von Pinterest und Twitter um zehn Prozent und die des Snapchat-Betreibers Snap um ein Fünftel nach. Die gedämpften Wachstumsaussichten schlugen sowohl in Asien als auch in Europa auf die Stimmung an den Börsen. Der Index der europäischen Tech-Werte verlor am Donnerstag fast zwei Prozent.

Meta hatte bereits gewarnt, dass sein Werbegeschäft im vierten Quartal mit erheblicher Unsicherheit zu kämpfen habe. Die Auswirkungen von Apples Datenschützänderungen in diesem Jahr bezifferte Finanzchef Dave Wehner nun auf rund zehn Milliarden Dollar.

Das neue Betriebssystem für iPhones schränkt das Tracking persönlicher Nutzerdaten ein und macht es dadurch schwerer, Werbung zu personalisieren, wodurch sie als weniger wirksam gilt. Das hält Unternehmen davon ab, auf den Social-Media-Seiten des Netzwerkes zu werben. Auf die Einnahmen drückt auch die steigende Beliebtheit von Kurzvideos, sogenannten Reels, mit denen das Unternehmen aber weniger verdient.

Facebook

INVESTITIONEN INS METAVERSUM DRÜCKEN GEWINN

Für das erste Quartal rechnet Meta mit einem Umsatzplus von drei bis elf Prozent auf 27 bis 29 Milliarden Dollar. Analysten hatten jedoch mehr erwartet und waren bislang von einem Anstieg auf bis zu 30,15 Milliarden ausgegangen. Im vierten Quartal erhöhte sich der Umsatz von Meta, der überwiegend aus Werbeeinnahmen stammt, noch um 20 Prozent auf 33,67 Milliarden Dollar.

Damit lag er leicht oberhalb der Analystenschätzungen. Der Nettogewinn sank indes wegen eines höheren Verlusts im Geschäfts mit virtuellen Realitäten, in das Meta viel Geld investiert, um acht Prozent auf 10,29 Milliarden Dollar.

„Es ist klar, dass viele große Hindernisse vor Meta liegen, dass das Unternehmen mit harter neuer Konkurrenz wie TikTok um Werbeeinnahmen konfrontiert ist und mit anhaltenden Herausforderungen beim Ad Targeting und durch Apples iOS-Änderungen zu kämpfen hat“, sagte Analystin Debra Aho Williamson von Insider Intelligence. Der Tech-Riese, der seinen Namen im Oktober von Facebook in Meta geändert hat, setzt darauf, dass die virtuelle Welt Metaverse der Nachfolger des mobilen Internets sein wird.

„Investoren, die sich mit Meta befassen, beginnen zu erkennen, dass der Kauf dieser Aktien nicht mehr in erster Linie eine Investition in deren Werbeplattform ist“, sagte Flynn Zaiger, Chef der Social-Media-Agentur Online Optimism.

„Eine Investition in Meta sieht jetzt eher wie ein Bekenntnis aus, dass man daran glaubt, dass das Metaverse einen Großteil der heutigen Interneterfahrung der Verbraucher ersetzen wird.“ Erstmals soll es 2022 Metaverse-Erlebnisse wie Live-Veranstaltungen oder Shopping-Möglichkeiten mit Freunden – verbunden über Datenbrillen oder Headsets – geben.

Bisher wird das Metaverse von Facebook, der Spieleplattform Roblox und Fortnite-Entwickler Epic Games dominiert.

Facebook-Konzern enttäuscht mit Nutzerzahlen – Tech-Aktien im Minus

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Kennt ihr schon die aktuellen Marktentwicklungen von heute?

spaciv erhält Seed-Finanzierung in siebenstelliger Höhe

0
spaciv

spaciv sichert sich erste Finanzierungsrunde für Wachstum und weiteren Teamaufbau

Das Münchener PropTech-Startup spaciv erhält Wachstumskapital in Millionenhöhe. Kapitalgeber sind der main incubator (Early-Stage-VC der Commerzbank-Gruppe) als Lead-Investor sowie GRAEF, CSMM – architecture matters und ein weiterer Co-Investor. Der main incubator engagiert sich bereits seit mehreren Jahren im BayStartUP Netzwerk und bringt vielfältige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Tech-Startups ein.

spaciv richtet sich mit seiner cloudbasierten Web-Applikation an Unternehmen, die damit erstmals Personal- und Flächendaten zur Ermittlung des Flächenbedarfs ganzheitlich analysieren und die Planung vorausschauend optimieren können. Durch intensive Betreuung des Gründungsteams und die Vorstellung im Investorennetzwerk unterstützte BayStartUP spaciv bei der Finanzierungsrunde. 

Die richtige Büroplanung ist für Unternehmen inzwischen zu einem erfolgskritischen Thema geworden: Arbeitsplatzkosten gehören für viele Unternehmen mit bürobasierten Tätigkeiten zu den größten Kostenblöcken. Gleichzeitig steigen die Quadratmeterpreise für Gewerbe an vielen Orten, während die Pandemie den Trend zum flexiblen Arbeiten einschließlich Homeoffice noch einmal verstärkt hat. Unternehmen müssen den richtigen Flächenbedarf ermitteln, um daraus den optimalen Flächenmix zu berechnen und so die Flächenproduktivität zu erhöhen.

Ulf Seekamp

Mit spaciv können sie nun erstmals ein detailliertes Modell ihrer Organisationseinheiten und ihrer Anforderungen erstellen. Sie simulieren Zukunftsszenarien und mögliche Veränderungen und berechnen automatisch ihr optimales Flächenprogramm. Das erleichtert den Umgang mit der Komplexität und Dynamik des tatsächlichen Flächenbedarfs und ermöglicht die Entwicklung von effizienten Flächenstrategien für die Arbeitswelt der Zukunft. 

spaciv ist Startup und Familienunternehmen in einem: Gründer sind der Architekt und Workplace-Berater Malte Koeditz und sein Vater, der Softwareentwickler Ulf Seekamp. Seit 2020 arbeiten beide zusammen mit Kunden und Partnern am Produkt. Malte Koeditz kümmert sich um Strategie und Produktvision, während Ulf Seekamp die technische Umsetzung verantwortet. spaciv überzeugte die Investoren vor allem durch den ganzheitlichen Ansatz und die Granularität der Daten, die bei der Berechnung des Flächenbedarfs berücksichtigt werden. Zu den ersten Kunden von spaciv gehören Serviceplan Gruppe, die Versicherungskammer Bayern und die CommerzReal. 

Malte Koeditz, Co-Gründer von spaciv, sagt: „Viele Unternehmen verstehen inzwischen, wie wichtig die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Büroflächen für die Unternehmenskultur und letztlich für den Geschäftserfolg ist. Allerdings sind die vorhandenen Werkzeuge, wie individuell angefertigte Excel-Tabellen, oft nicht geeignet, Bedarfe dynamisch, flexibel und vorausschauend abzubilden. Mit unserer cloudbasierten Web-Applikation können wir das ändern und den Flächenverbrauch in Unternehmen optimieren. Initial fokussieren wir uns auf Branchen primär mit bürobasierter Tätigkeit. Perspektivisch wollen wir unsere Lösung auch in weiteren Bereichen einsetzen, zum Beispiel für Produktionsstätten oder im Städtebau.“ 

Christoph Osburg, Senior Investment Manager bei main incubator, sagt: „New Work und die damit verbundene Neuausrichtung von Arbeitsplatzmodellen ist eine Entwicklung, mit der wir uns im main incubator schon seit längerer Zeit beschäftigen. Aufgrund der Beschleunigung dieses Trends durch die Covid-19-Pandemie sind wir überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um mit einer entsprechenden Lösung in den Markt zu gehen.

spaciv hat das Potenzial, der Commerzbank und ihren Unternehmenskunden dabei zu helfen, ihre Flächennutzung maßgeblich zu optimieren. Wir freuen uns darauf, spaciv bei dieser Mission zu unterstützen.“ 

Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartUP, sagt: „spaciv ist ein schönes Beispiel für das Erkennen von Marktbedürfnissen und dem systematischen Aufbau eines passenden Geschäftsmodells. Die Investoren in unserem Netzwerk von Business Angels und institutionellen Investoren schätzen eine transparente Darstellung der Startup-Planungen.

Im BayStartUP-Team sind wir hier Sparringspartner für die Gründungsteams und stellen die Startups gezielt Investoren vor, um die Finanzierung effizient zu gestalten.“ Mit dem eingesammelten Kapital werden die Gründer von spaciv in die Weiterentwicklung des Produkts und die Professionalisierung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten investieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle BayStartUp GmbH

Nokia sieht sich nach Konzernumbau auf Wachstumskurs

0

Helsínki, 03. Feb (Reuters) – Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat seine Kosten inzwischen im Griff und kann nun die Früchte seines Konzernumbaus ernten. „Das Jahr des Neustarts liegt hinter uns, jetzt geben wir Gas“, sagte Vorstandschef Pekka Lundmark am Donnerstag.

2022 peile er einen Umsatzzuwachs auf 22,6 bis 23,8 Milliarden Euro an und eine operative Marge von elf bis 13,5 Prozent. „Unser langfristiges Ziel ist es, schneller als der Markt zu wachsen und eine vergleichbare operative Marge von mindestens 14 Prozent zu erreichen“, so Lundmark.

Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz des Ericsson-Konkurrenten um drei Prozent auf 22,2 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um 144 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro schnellte. Die Marge lag bei 9,7 Prozent. „Alle unsere Geschäftsbereiche haben in diesem Jahr erhebliche Fortschritte gemacht“, so Lundmark.

Nokia

Sie seien wettbewerbsfähiger geworden. Mit Blick auf den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards sagte Lundmark: „Wir haben die Konkurrenz bei 5G inzwischen weitgehend aufgeholt.“

Eine Reihe von technologischen Fehltritten in der Anfangsphase der 5G-Einführung ließ Nokia hinter seine Konkurrenten zurückfallen und führte zu einem Wechsel im Management. Der seit Sommer 2020 amtierende Konzernchef Lundmark hatte Nokias Geschäfte gestrafft, dem Unternehmen eine neue Organisationsstruktur verpasst und den Abbau von bis zu 10.000 der rund 90.000 Stellen auf den Weg gebracht. Die Sanktionen einiger Länder gegen den chinesischen Konkurrenten Huawei haben Nokia dabei geholfen, Marktanteile zurückzugewinnen. Doch erlebte der Netzwerkausrüster auch einen Rückschlag, als der langjährige US-Kunde Verizon Samsung einen Multi-Milliarden-Dollar-Auftrag erteilte.

Nokia sieht sich nach Konzernumbau auf Wachstumskurs

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Kennt ihr schon die aktuellen Marktentwicklungen von heute?

Klingbeil – Putin stärkt Nato mit seinem Eskalationskurs

0

Berlin, 03. Feb (Reuters) – Russlands Präsident Wladimir Putin gefährdet nach Ansicht von SPD-Co-Chef Lars Klingbeil mit seinem Eskalationskurs gegenüber der Ukraine seine eigenen Ziele. „Ich kann nicht sagen, was Putins Interesse für diese Eskalation ist – er erreicht auf jeden Fall das Gegenteil dessen, was er vorgibt zu wollen“, sagte Klingbeil der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Putin sage zwar, Russland sorge sich, dass die Nato näher an die russische Grenze rückt. „Aber durch das russische Verhalten bewirkt er, dass die Nato gestärkt wird.“

„Unsere Haltung ist einhellig: Russland ist verantwortlich für die Eskalation und trägt deshalb auch die Hauptverantwortung für eine Deeskalation“, sagte der SPD-Co-Chef zur Position der SPD. Beim Angriff auf die territoriale Integrität der Ukraine werde Russland einen hohen Preis zahlen müssen. „Bei möglichen Sanktionen liegt wirklich alles auf dem Tisch – das versteht jeder, der es verstehen will“, sagte Klingbeil in Anspielung auch auf die Gaspipeline Nord Stream 2. Man dürfe sich von Russland aber nicht in die Karten schauen lassen – das mache Putin auch nicht.

Nato

Zugleich äußerte er sich skeptisch über eine positive Agenda der Zusammenarbeit mit Russland. „Diese ist leider derzeit in weite Ferne gerückt.“ Es gebe zwar „wahnsinnig viele Potenziale der Zusammenarbeit“, sagte Klingbeil. „Aber die Wahrheit ist, dass all das angesichts der Eskalation gerade sehr weit weg ist: Putin hat es selbst in der Hand, ob wir zu einer engeren Zusammenarbeit finden können“, betonte der SPD-Politiker. „Wenn er deeskaliert, werden solche Kooperationen perspektivisch wieder stärker möglich sein.“ 

Klingbeil – Putin stärkt Nato mit seinem Eskalationskurs

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Kennt ihr schon die aktuellen Marktentwicklungen von heute?

Fünf Millionen Euro Investment für AI-Gendiagnostik

0
nostos genomics

So will Nostos Genomics die Patienten-Odyssee beenden

Mehr als 400 Millionen Menschen weltweit leben mit einer genetischen Krankheit – das sind rund 5 % der Weltbevölkerung. Die Mehrheit von ihnen erhält jedoch nie oder erst spät Gewissheit und eine auf ihre spezifische Situation zugeschnittene medizinische Versorgung. Denn nur 30 % der Patient*innen, die sich genetisch untersuchen lassen, erhalten überhaupt eine konkrete Diagnose der 10.000 weltweit bekannten Erbkrankheiten, die von Epilepsien über Autismus, Muskel- und Skeletterkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen reichen.

Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose vergehen daher im Durchschnitt sechs bis acht Jahre. Jahre voller Ungewissheit, Ängste, Fehldiagnosen und zum Teil ins Leere führender Heilversuche. Neben der großen Anzahl und Vielfalt von Erbkrankheiten erschwerte bislang vor allem der hohe manuelle Arbeitsaufwand, den Labore und Krankenhäuser für klinische Gentests betreiben müssen, die Diagnose. 

Schnelle Gewissheit statt schwieriger und langwieriger Diagnose

Nostos Genomics möchte diese Odyssee für Patient*innen mit “AION”, seiner KI-gesteuerten Plattform für die Interpretation von Genvariationen, endlich beenden und setzt dabei bei der Entlastung von Laboren und Krankenhäusern an. Das Ziel: Die Genauigkeit, Geschwindigkeit und Zugänglichkeit von Gentests weltweit zu verbessern, Patient*innen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen und sie in die Lage zu versetzen, fundierte Gesundheitsentscheidungen zu treffen.

Statt der sonst üblichen zwölf Stunden identifiziert die Plattform dank künstlicher Intelligenz Genvarianten und krankheitsverursachende Mutationen innerhalb von zwei Minuten. Dafür nutzt die Nostos Technologie phänotypbasierte Priorisierung.

Für diesen Meilenstein in der Genomik hat das Berliner Unternehmen heute fünf Millionen Euro (5,7 Millionen US-Dollar) unter Führung von 42CAP (Deutschland) und Frontline Ventures (Irland) eingesammelt. Zu den weiteren Investoren der Runde zählen im Healthtech Markt bekannte Größen wie Konstantin Mehl (Kaia Health), Robert Fenton (Qualio) sowie internationale Geldgeber wie Mark Evans (Kindred Capital), Acequia Capital, Entrepreneurs First und Amino Collective.

Nostos Genomics wurde 2018 von David Gorgan (CEO) und Dr. Rocío Acuña Hidalgo (CTO) gegründet. Dr. Ansgar Lange vervollständigt das Führungsteam als COO. Darüber hinaus arbeitet ein internationales Team von fast 20 Expert*innen in den Bereichen KI, Genetik und Software an der Weiterentwicklung der Plattform. Hinter der Idee zu Nostos Genomics steckt eine ganz persönliche Krankheitsgeschichte aus dem privaten Umfeld der Gründer*innen, durch die sie aus erster Hand wissen, wie belastend und langwierig die Diagnose-Odyssee für die Patient*innen selbst, aber auch ihre Angehörigen ist. 

Entlastung für Labore und Krankenhäuser 

Die als Varianteninterpretation bekannte Analyse eines Gentests, mit der krankheitsverursachende Mutationen in der DNA von Patient*innen gefunden werden können, ist ein entscheidender Schritt in der Genetik. Sie wird bislang  manuell, von einem spezialisierten Variantenwissenschaftler durchgeführt. Es ist zwar wichtig, dass ein*e geschulte*r Expert*in jeden Fall überprüft, aber die derzeit für die eigentliche Interpretation verwendeten Hilfsmittel machen die Varianteninterpretation zeitaufwändig, kostspielig und anfällig für Schwankungen in den Ergebnissen. Dies hat zur Folge, dass Labore überlastet sind, die Patient*innen lange auf die Ergebnisse warten müssen und Ärzt*innen keine Behandlung einleiten können. Ein für alle schnelleres und kostengünstigeres Verfahren wie das von Nostos Genomics könnte daher wesentlich dazu beitragen,  genetische Risikofaktoren in die medizinische Grundversorgung einzubeziehen und dem  Versprechen der individuell auf jeden Menschen zugeschnittenen Präzisionsmedizin näherzukommen.

Nach Einsatz in Europa – US-Expansion von Unternehmen und Technologie geplant

Das CE-IVD zertifizierte Verfahren von Nostos Genomics kam bereits europaweit zum Einsatz, in den USA ist ein Patentverfahren für Nostos Technologie anhängig. Aktuell werden Daten von Genomics England für eine groß angelegte Validierungsstudie genutzt. Mit dem  eingesammelten Geld möchte Nostos Genomics weitere Engpässe in der schnellen Erbgut-Diagnostik schließen und zeitnah über 100.000 Patientenakten analysieren und diagnostizieren. Nostos Genomics plant das eigene Team deutlich auszubauen und noch 2022 mit seiner Technologie auf den US-Markt zu expandieren. 

„Genetische Krankheiten beeinträchtigen das Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt. Es ist schockierend, dass die meisten von ihnen ihr ganzes Leben damit verbringen, von einem Arzt zum anderen zu laufen, ohne eine klare Antwort auf die Ursache ihrer Symptome zu erhalten. Dies führt dazu, dass sie keine adequate Behandlung erhalten. Aus diesem Grund haben wir Nostos Genomics gegründet. Wir wollten einen Weg finden, Menschen mit genetisch bedingten Krankheiten zu helfen, indem wir Labors in die Lage versetzen, den mit Gentests verbundenen Zeit- und Arbeitsaufwand erheblich zu reduzieren, um sie für alle zugänglich zu machen.

Mit dieser Seed-Runde werden wir unser Team erweitern, eine Reihe neuer Märkte, einschließlich der USA, erschließen und weitere Studien durchführen, um unsere Plattform weiterzuentwickeln“, erklärt Dr. Rocío Acuña Hidalgo, CTO und Mitgründerin von Nostos Genomics.

Thomas Wilke, General Partner von 42CAP, ergänzt: „Nostos Genomics hat eine unglaublich spannende Lösung entwickelt, die Gentests grundlegend verändern wird. Sie zeigt, wie modernste KI-Techniken praktisch angewandt werden, um einen echten Mehrwert zu schaffen. Labore auf der ganzen Welt werden von schnelleren, einfacheren und genaueren Tests profitieren, was wiederum die Versorgung vieler Patient*innen erheblich verbessern wird. Diese Finanzierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg von Nostos, und 42CAP wird das Team bei jedem weiteren Meilenstein begleiten.“

Will Prendergast, Partner Frontline Ventures, fügt dem hinzu: „Seltene Erbkrankheiten sind nach wie vor extrem schwer zu erkennen. Nostos Genomics Technologie kann schon heute dabei helfen, sie schneller, früher und genauer zu diagnostizieren. In einem Bereich des Gesundheitswesens, in dem so viele Patient*innen um Antworten ringen, wird die schnellere Interpretation genetischer Varianten nicht nur die Diagnoseergebnisse, sondern auch das Wohlbefinden vieler Menschen verbessern. Wir freuen uns darauf, mit 42CAP, Amino Collective und David, Rocio, Ansgar sowie dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um die genomische Medizin voranzubringen.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Laika Communications GmbH

SmartNanotubes Technologies erhält 2,4 Mio. € in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 

0
SmartNanotubes

SmartNanotubes Technologies, ein deutsches Start-up-Unternehmen, das den weltweit ersten hoch energieeffizienten Multikanal-Gasdetektorchip für den Massenmarkt entwickelt hat, erhält in seiner Serie-A-Finanzierungsrunde 2,4 Millionen Euro. Hauptinvestoren sind der Cottonwood Technology Fund und die duotec GmbH. 

* Game Changer im Gassensor-Markt 

SmartNanotubes Technologies mit Sitz in der Nähe von Dresden arbeitet an der Technologie einer elektronischen Nase, die der Anordnung von Rezeptoren in der menschlichen Nase ähnelt. Derzeitige Gassensor-Arrays sind teuer, groß und zeichnen sich durch geringe Empfindlichkeit und hohen Stromverbrauch aus. Die Kohlenstoffnanoröhren-Chips von SmartNanotubes hingegen sind hochempfindlich, energieeffizient, kompakt und kostengünstig. SmartNanotubes Technologies ist ein Game Changer auf dem Markt für Gassensoren, da die Chips mehrere Gase messen können, während die meisten bestehenden Technologien nur ein Gas auf einmal erkennen können. 

* Produktqualität, Sicherheit und Schutz 

In einem vierköpfigen Team gründeten Dr. Viktor Bezugly und Dr. Birte Sönnichsen im Sommer 2020 nach einem dreijährigen Know-how-Transferprojekt am Life Science Inkubator (LSI) das Unternehmen SmartNanotubes mit. Bezugly begann vor zwölf Jahren an der Technischen Universität Dresden mit der Forschung an Kohlenstoff-Nanoröhren. „Ich freue mich, dass ich mit der Gründung dieses Unternehmens meine Forschung der Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Unsere Zielmärkte sind ab sofort die Produktqualität in den Bereichen Materialien, Lebensmittel und Medizin“, so Viktor Bezugly. „Weitere Bereiche sind die Sicherheit im Transportwesen, bei Konsumgütern und in der Produktion durch die frühzeitige Erkennung und Identifizierung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und gefährlichen Gasen. Außerdem ist SmartNanotubes Technologies in der Lage die Luftqualität zu kontrollieren, zum Beispiel in industriellen Umgebungen wie Reinräumen.“ 

* Mehrere Produktlinien und Märkte 

In der vergangenen Seed-Finanzierungsrunde erhielt SmartNanotubes Technologies Unterstützung vom LSI Pre-Seed-Fonds, dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), der TUDAG TU Dresden Aktiengesellschaft und einem privaten Investor. Die aktuelle Investitionsrunde wird von Cottonwood Technology Fund und dem deutschen Unternehmen duotec GmbH angeführt und von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen ergänzt. 

„Wir haben SmartNanotubes zum ersten Mal vor zwei Jahren auf den High-Tech Venture Days in Dresden getroffen. Zur gleichen Zeit erhielten wir von einem großen Unternehmen eine Empfehlung für seine herausragende Technologie“, sagte Alain le Loux, General Partner des Cottonwood Technology Fund. „SmartNanotubes ist das perfekte Beispiel für ein Deeptech- Unternehmen mit einer bahnbrechenden Innovation. Es ist wirklich lohnend, sie in dieser Phase bei der Kundengewinnung sowie bei der Erzielung erster Umsätze in der Markteinführung ihrer Technologie auf dem globalen Markt zu unterstützen. Insbesondere, weil SmartNanotubes die Möglichkeit bietet, die Technologie in mehreren Märkten und Produktlinien zu verkaufen.“ 

Für duotec ist die Investition in SmartNanotubes eine Fortführung der Innovationsstrategie des Unternehmens. „Wir erweitern unser Kompetenzportfolio durch innovative und bahnbrechende Technologien“, sagt Arthur Rönisch, Geschäftsführer und CIO von duotec. „Mit dieser neuartigen Sensortechnologie sind wir dem Wettbewerb im wahrsten Sinne des Wortes mehr als nur eine Nasenlänge voraus. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir dieses Know-how in Produkte einfließen lassen.“ 

Wir freuen uns sehr, sowohl Cottonwood als auch duotec als unsere neuesten Investoren an Bord zu haben“, sagt Mitgründerin Dr. Birte Sönnichsen. „duotec ist als sehr professioneller Partner in der Elektronikproduktion bekannt. Cottonwood bringt neben seiner Erfahrung in der Startup- Branche auch ein globales Netzwerk relevanter Unternehmen aus Asien und den Vereinigten Staaten mit. 


 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Agentur Frische Fische