Samstag, März 28, 2026
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Dax zur Eröffnung kaum verändert erwartet

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Frankfurt, 18. Mrz (Reuters) – Am Freitag wird der Dax<.GDAXI> Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Zuletzt waren die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe von russischer Seite aus gedämpft worden. Der Dax war am Donnerstag 0,4 Prozent tiefer bei 14.388 Punkten aus dem Handel gegangen. Hier lesen. An der Wall Street ging es erneut bergauf. Hier lesen.

Die japanische Notenbank (BOJ) entschied dagegen, weiter an ihrer massiven Stimulierung festzuhalten, warnte jedoch im gleichen Atemzug vor Risiken für die wirtschaftliche Erholung infolge der Ukraine-Krise. Der Nikkei-Index legte 0,7 Prozent zu.

Am Freitag stehen die US-Frühindikatoren auf dem Terminplan. Experten erwarten für Februar einen Anstieg um 0,3 Prozent. Daneben hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Investoren auf Trab. Zudem verfallen am Freitag in einem sogenannten Hexensabbat Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>14.388,06
Dax-Future<FDXc1>14.397,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.885,32
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.889,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>34.480,76+1,2 Prozent
Nasdaq<.IXIC>13.614,78+1,3 Prozent
S&P 500<.SPX>4.411,67+1,2 Prozent
Asiatische Indizes am FreitagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.848,26+0,7 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.252,49+1,2 Prozent
Hang Seng<.HSI>21.403,68-0,5 Prozent
Dax Vorbericht 11 3 22

Dax zur Eröffnung kaum verändert erwartet

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

USA drohen China mit Konsequenzen bei Militärhilfen für Russland

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Washington, 17. Mrz (Reuters) – Die USA drohen China mit Konsequenzen im Falle militärischer Hilfen für Russland im Krieg in der Ukraine. Regierungssprecherin Jen Psaki kündigte an, US-Präsident Joe Biden werde bei seinem am Freitag stattfindenden Telefonat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping beurteilen, wo dieser stehe.

„Präsident Biden wird morgen mit Präsident Xi sprechen und deutlich machen, dass China die Verantwortung für alle Maßnahmen tragen wird, die die russischen Aggression untersrützen“, sagte Außenminister Antony Blinken. Die USA würden nicht zögern, China gegebenenfalls Kosten aufzuerlegen.

China stehe in der Verantwortung, seinen Einfluss auf Putin geltend zu machen und die Einhaltung internationaler Regeln einzufordern, sagte Blinken. Es scheine aber, dass China das Gegenteil tue. Bislang hat die US-Regierung keinen Beweis dafür vorgelegt, dass China Russland helfen will. Chinas Außenministerium wertete die Vorhalte aus den USA als Desinformation. Psaki sagte, dass China das Vorgehen Russlands nicht verurteile, spreche Bände. In der UN-Generalversammlung hatte eine große Mehrheit der Staaten die Invasion der Ukraine missbilligt.

USA drohen China mit Konsequenzen bei Militärhilfen für Russland

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

US-Index Dow Jones schließt im Plus

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New York, 17. Mrz (Reuters) – An der Wall Street hat der Dow Jones<.DJI> am Donnerstag zugelegt. Der US-Leitindex gewann 1,2 Prozent auf 34.480,76 Punkte. Der technologielastige Nasdaq<.IXIC> rückte 1,3 Prozent auf 13.614,78 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500<.SPX> legte 1,2 Prozent auf 4.411,67 Punkte zu.

US-Staatsanleihen

T-BondsKursaktuellVeränderungabsolutRenditeaktuellRenditeVortag
10-jährige<US10YT=RR>97,1563-0,07812,1962,187
30-jährige<US30YT=RR>95,0938-0,51562,4832,458

Statistik für Nyse und Nasdaq

NyseNasdaq
Anzahl der gehandelten Aktien in Mio.1.1605.401
Anzahl der Werte mit Kursgewinnen3.4843.512
Anzahl der Werte mit Kursverlusten8501.206
Anzahl der unveränderten Werte239466

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Asiatische Börsen legen nach Kursgewinnen Verschnaufpause ein

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Singapur, 18. Mrz (Reuters) – Die asiatischen Börsen haben am Freitag nach mehrtägigen kräftigen Kursgewinnen eine Verschnaufpause eingelegt, nachdem die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ins Stocken geraten sind.

„Es ist sehr schwierig, das Vertrauen zu gewinnen, dass man in der Lage sein wird, Rohstoffe zuverlässig aus Russland oder der Ukraine zu beziehen“, sagte Tobin Gorey, ein Rohstoffstratege bei der Commonwealth Bank of Australia in Sydney. Man werde sich anderweitig umsehen müssen und das verteuere die Preise, so Gorey.

Asiatische

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 lag im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 26.703 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index.TOPX stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1902 Punkten. 

Die Börse in Shanghai.SSEC lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen.CSI300 verlor 0,6 Prozent. 

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 118,72 YenJPY= und legte 0,1 Prozent auf 6,3546 YuanCNY= zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9363 FrankenCHF=. Parallel dazu blieb der EuroEUR= fast unverändert bei 1,1087 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0381 FrankenEURCHF= nach. Das Pfund SterlingGBP= gewann 0,1 Prozent auf 1,3159 Dollar. 

Asiatische Börsen legen nach Kursgewinnen Verschnaufpause ein

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Japans Notenbank hält weiter an ultralockerer Geldpolitik fest

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Tokio, 18. Mrz (Reuters) – Die japanische Notenbank (BOJ) hat entschieden, weiter an ihrer massiven Stimulierung festzuhalten, warnte jedoch im gleichen Atemzug vor Risiken für die wirtschaftliche Erholung infolge der Ukraine-Krise. Sie beließ am Freitag ihr kurzfristiges Zinsziel bei minus 0,1 Prozent und die Zielrendite für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent.

„Japans Wirtschaft zieht im Trend an“, erklärte die BOJ nach ihrer zweitägigen Sitzung. Die Einschätzung war weniger optimistisch als bei der letzten Sitzung im Januar, als es hieß, die Wirtschaft zeige „deutlichere Anzeichen eines Aufschwungs“. Obwohl die Inflation in den kommenden Monaten ihr Zwei-Prozent-Ziel erreichen oder sogar überschreiten könnte, will die japanische Notenbank ihre Stimulierungsmaßnahmen nicht zurückzunehmen.

Die BOJ warnte auch vor neuen Risiken durch die Ukraine-Krise, die die Finanzmärkte destabilisiere und die Rohstoffkosten drastisch in die Höhe treibe. „Es besteht eine sehr große Unsicherheit darüber, wie sich die Entwicklungen in der Ukraine auf die japanische Wirtschaft und die Preise über die Märkte, die Rohstoffpreise und die Volkswirtschaften in Übersee auswirken könnten“, hieß es in der Erklärung. 

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch mit der ersten Zinserhöhung seit Jahren auf die hoheInflation reagiert und will dieses Jahr kräftig nachlegen. Sie hievte den Leitzins um einen Viertel Punkt auf die neue Zielspanne von 0,25 bis 0,50 Prozent. Laut Fed-Chef Jerome Powell ist die US-Wirtschaft trotz der Folgen des Ukraine-Krieges stark genug, auch eine Reihe weiterer Zinserhöhungen wegzustecken.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Japans Verbraucherpreise steigen so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr

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Tokio, 18. Mrz (Reuters) – Japans Verbraucherpreise sind im Februar so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr gestiegen. Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI), der die volatilen Preise für frische Lebensmittel ausschließt, aber die Kraftstoffkosten einschließt, stieg im Februar um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die von der Regierung erhobenen Daten am Freitag zeigten.

Der weltweite Anstieg der Brennstoff- und Rohstoffkosten, der sich seit dem Krieg in der Ukraine beschleunigt hat, erhöht den Inflationsdruck in Japan, das seit Jahren ein geringes Wirtschafts- und Preiswachstum verzeichnet. Analysten zufolge gilt es als unwahrscheinlich, dass der Anstieg des VPI die Bank of Japan (BOJ) dazu veranlassen könnte, ihre geldpolitischen Impulse in absehbarer Zeit zurückzunehmen, da die Inflation trotz steigender Energiekosten noch weit von dem Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank entfernt ist.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Bulgariens Ex-Ministerpräsident Borissow wegen Korruptionsverdacht inhaftiert

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Sofia, 18. Mrz (Reuters) – Der ehemalige bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow ist offenbar wegen des Verdachts auf den Missbrauch von EU-Geldern am späten Donnerstagabend festgenommen worden. Wie das bulgarische Innenministerium mitteilt, erfolgte die Festnahme im Rahmen einer Polizeiaktion im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO). „Borissow ist vorerst nicht angeklagt worden. Die Polizei hat eine Hausdurchsuchung bei ihm durchgeführt.

Er wurde in das Hauptquartier der nationalen Polizei gebracht, wo er wahrscheinlich 24 Stunden lang festgehalten werden wird“, erklärte sein Anwalt Menko Menkow gegenüber Reportern. Drei weitere Mitglieder von Borissows Mitte-Rechts-Partei GERB sollen ebenfalls festgenommen worden sein, darunter der ehemalige Finanzminister Wladislaw Goranow. 

Die EPPO, die von der ehemaligen rumänischen Chefanklägerin für Korruptionsbekämpfung Laura Kovesi geleitet wird, konzentriert sich auf schwere Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Missbrauch von EU-Geldern. Kovesi, die am Donnerstag einen zweitägigen Besuch in Bulgarien beendete, sagte, ihre Behörde habe eine Rekordzahl von Beschwerden aus Bulgarien erhalten und 120 Untersuchungen eingeleitet.

Der 62-jährige Borissow, ein ehemaliger Leibwächter des verstorbenen kommunistischen Diktators Todor Schiwkow, hat das Balkanland mit kurzen Unterbrechungen von 2009 bis April vergangenen Jahres geführt. Kritiker werfen ihm ein Versagen im Kampf gegen Korruption und mangelnden Erfolg bei der Justizreform vor.

Auch soll er EU-Gelder an Unternehmungen weitergeleitet haben, die der GERB nahestehen – was Borissow zurückweist. 2020 gab es wegen des Unmuts der Bevölkerung monatelang Straßenproteste. Borissow musste nach den Massenprotesten seinen Hut nehmen. Nach verzögerten Neuwahlen ist Kiril Petkow seit Dezember 2021 Bulgariens neuer Regierungschef.

Bulgariens Ex-Ministerpräsident Borissow wegen Korruptionsverdacht inhaftiert

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Australische Aufsichtsbehörde verklagt Meta wegen falscher Kryptowährungsanzeigen

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Bangalore, 18. Mrz (Reuters) – Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat ein Verfahren gegen den Facebook-Eigentümer Meta eingeleitet. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, soll das Social-Media-Unternehmen in Australien falsche oder irreführende Werbung für Kryptowährungen gemacht haben.

Facebook habe Anzeigen mit prominenten australischen Persönlichkeiten veröffentlicht, die für Investitionen in Kryptowährungen warben, was laut der Regulierungsbehörde als Betrug gelte. „Der Vorwurf ist, dass Meta wusste, dass die Werbung für Kryptowährungsbetrug mit prominenter Unterstützung auf Facebook angezeigt wurde, aber keine ausreichenden Schritte unternahm, um das Problem zu lösen“, so die ACCC.

Meta

Laut der Aufsichtsbehörde seien Facebook-Nutzer auf einen gefälschten Medienartikel umgeleitet worden, der Zitate von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens enthielt und die Leser aufforderten, sich anzumelden. Die Nutzer seien anschließend von Betrügern gezwungen worden, Geld in gefälschte Systeme einzuzahlen.

„Wir behaupten, dass die Technologie von Meta es ermöglicht, Anzeigen auf die Nutzer auszurichten, bei denen die Wahrscheinlichkeit am größten war, dass sie sich darauf einlassen werden“, sagte der ACCC-Vorsitzende Rod Sims. Die Behörde will mit der Klage nun unter anderem Unterlassungsanordnungen und Strafzahlungen erwirken. Meta reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Australische Aufsichtsbehörde verklagt Meta wegen falscher Kryptowährungsanzeigen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Ukraine aktuell 18.03.22

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Update: 21:28 Uhr

18. Mrz (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.42 Uhr – Ukraine – Freitag konnten 9145 Menschen evakuiert werden

Ein Vertreter der ukrainischen Regierung erklärt, am Freitag seien 9145 Menschen über Fluchtkorridore aus umkämpften Städten evakuiert worden. Knapp 5000 davon seien aus Mariupol entkommen. Am Donnerstag gelang den Angaben nach nur 3810 Menschen die Flucht aus belagerten Städten.

19.35 Uhr – Italienische Behörden sollen vor dem Hintergrund des Krieges Virenschutzprogramme russischer Herkunft von ihrem Computern löschen, um mögliche Sicherheitsrisiken auszuschließen. Das geht aus einem Regierungsentwurf hervor, den Reuters einsehen konnte. Die italienische Datenschutzbehörde prüft bereits mögliche Verstöße gegen Datenschutz bei dem Antivirenprogramm des Herstellers Kaspersky Lab. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Reuters, die Behörde habe bestimmte Informationen angefordert, man sei bereit, auf alle Anfragen zu antworten. Kaspersky versichert, ein privatwirtschaftliches Unternehmen zu sein, das keine Verbindungen zur russischen Regierung habe.

19.00 Uhr – Italien plant die Aufnahme von 175.000 Flüchtlingen aus der Ukraine. Das geht aus einem Beschluss-Entwurf vor, den Reuters einsehen konnte. Es wird damit gerechnet, dass der Beschluss noch am Freitag vom Kabinett in Rom gefasst wird. Nach Angaben des Innenministeriums sind seit Beginn der Invasion rund 53.600 Ukrainer, darunter 27.000 Frauen und 21.600 Kinder, nach Italien geflohen. 

18.30 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach russischen Angaben in einem Telefonat versichert, russische Truppen würden alles unternehmen, um das Leben von Zivilisten zu schonen. Nach französischen Angaben hat Macron erklärt, er sei extrem besorgt über die Lage in Mariupol. Die eingekesselte Stadt wurde in den vergangenen Tagen wiederholt beschossen. Nach russischen Angaben informierte Putin Macron darüber, wie eine Einigung mit der Ukraine aussehen könnte. Details dazu wurden nicht genannt.

18.25 Uhr – Ukraine – Russland hat sich bei Gesprächen nicht bewegt

Russland hat sich bei den Verhandlungen mit der Ukraine nach Angaben eines ukrainischen Unterhändlers nicht bewegt. Russland habe seine Forderungen wiederholt, twittert Mychailo Podoljak. Er wirft der russische Seite vor, mit ihren Stellungnahmen in den Medien Spannungen zu schüren. Er bekräftigt die ukrainischen Forderungen nach einer Waffenruhe, den Abzug russischer Truppen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

18.20 Uhr – Russlands größte Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr setzt wegen der westlichen Sanktionen alle Flüge mit BoeingBA.N-Maschinen aus. Die Gesellschaft stoppt nach eigenen Angaben den Betrieb der Tochterfirmen AirBridgeCargo und Atran, die 18 Boeing-747-Maschinen und sechs Boeing-737-Maschinen nutzen. Das Unternehmen setze weiterhin russische Frachtflugzeuge ein. Russische Airlines können im Ausland geleaste Maschinen als ihr Eigentum eintragen lassen und russische Betriebslizenzen erhalten. Das sieht ein von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz zur Übereignung ausländischer Leasingflugzeuge vor. Russland reagiert damit auf die Sanktionen des Westens, die Leasingfirmen verpflichten, Verträge mit russischen Airlines bis Ende März zu beenden. Das führt dazu, dass ein Großteil der Flugzeugflotten in Russland am Boden steht.

17.05 Uhr – Russischer Unterhändler – Annäherung in Nato-Frage und Neutralität

Russlands Verhandlungsführer bei den Gesprächen mit Vertretern der Ukraine über ein Ende der Kämpfe, Wladimir Medinski, erklärt, in der Frage einer Neutralität und eines Verzichts der Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft habe man sich am meisten angenähert. Geredet werde über Nuancen bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine, sollte diese nicht Nato-Mitglied werden. Bei der von Russland geforderten Entmilitarisierung der Ukraine sei man auf halbem Weg.

16.27 Uhr – Deutsche nicht so offen für Flüchtlinge wie andere EU-Staaten

Die Deutschen sind einer Zeitung zufolge weniger bereit als Bürger anderer EU-Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen. Laut einer Umfrage des Instituts Insa-Consulere hätten sich 37 Prozent der Bundesbürger dafür ausgesprochen, deutlich mehr Flüchtlinge als bisher aufzunehmen, berichtet die „Welt am Sonntag“ vorab. In Frankreich seien es 46 Prozent, in Spanien 43 Prozent.

16.10 Uhr – Ukraine – Keine russischen Geländegewinne am Freitag

Die russische Armee hat nach Darstellung der Ukraine am Freitag keine Geländegewinne erzielt. Ukrainische Truppen hätten sie daran gehindert, sagt Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar im Fernsehen. Die russischen Einheiten kämpften mit logistischen Schwierigkeiten bei Treibstoff und Lebensmitteln sowie Kommunikationsproblemen. Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

15.30 Uhr – Chinas Präsident Xi Jinping hat im Gespräch mit seinem US-Kollegen Joe Biden chinesischen Staatsmedien zufolge erklärt, dass niemand Interesse an Konflikten wie in der Ukraine haben könne. „So etwas wie die Ukraine-Krise wollen wir nicht sehen“, wird Xi zitiert. Die USA und China sollten ihre internationale Verantwortung akzeptieren und sich für den Weltfrieden einsetzen.

14.44 Uhr – Selenskyj – Russland blockiert humanitäre Korridore nach Mariupol

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, weiter humanitäre Korridore in die belagerte Stadt Mariupol zu blockieren. Dort gingen die Rettungsarbeiten an einem Theater weiter, das nach ukrainischer Darstellung von Russland angegriffen worden war. Bislang seien 130 Menschen aus den Trümmern gerettet worden, sagt Selenskyj. Russland bestreitet den Angriff.

14.38 Uhr – Die Regie des russischen Staatsfernsehens schaltet mitten in einer Rede von Präsident Wladmir Putin um auf eine andere Kamera-Einstellung, in der zu sehen ist, wie patriotische Lieder auf derselben Veranstaltung abgespielt werden. Putin war zuvor im voll besetzten Moskauer Luschniki Stadion zu sehen gewesen, in dem der achte Jahrestag der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim gefeiert wird. 

14.36 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin erlaubt der Zentralbank des Landes, den Umfang von Devisengeschäften mit Ausländern zu bestimmen. Dazu gehöre auch die Begrenzung von Devisenkäufen durch Ausländer in Russland, wie aus einem Erlass hervorgeht. Zudem dürfen demnach Einwohner Russlands bis zum Jahresende ohne die Erlaubnis der Zentralbank keine Anteile an Unternehmen erwerben, die nicht in Russland ansässig sind. Dem Erlass zufolge können russische Banken, die von westlichen Sanktionen getroffen werden, bis zum 1. September Deviseneinlagen an Unternehmen in Rubel gemäß dem aktuellen Rubel-Wechselkurs auszahlen. 

14.28 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin lobt den „Sondereinsatz“ in der Ukraine. Putin ist auf der Bühne eines Stadions zu sehen. Tausende sind dort versammelt und schwenken Russland-Flaggen.

14.23 Uhr – UN – Bislang mindestens 816 zivile Opfer

In der Ukraine sind seit Anfang des Krieges am 24. Februar bis einschließlich Donnerstag mindestens 816 Zivilisten getötet worden. Das teilt der UN-Menschenrechtsrat in Genf mit. Demnach wurden bis zum 17. März 1333 weitere Menschen verletzt. Die meisten Opfer seien wegen schwerem Artillerie- und Raketenbeschuss zu beklagen gewesen. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings weit höher liegen. Die Beobachter des Hohen Kommissariats der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) sind in der Ukraine zwar zahlreich vertreten, Opferzahlen aus besonders umkämpften Gebieten wie etwa Mariupol liegen aber noch nicht vor.

14.14 Uhr – Die drei baltischen Staaten und Bulgarien weisen insgesamt zwanzig russische Diplomaten aus. Lettland und Estland hätten je drei Diplomaten ausgewiesen, teilen die Außenministerien mit. In Litauen betrifft der koordinierte Schritt vier Diplomaten. Grund seien Aktivitäten, die dem diplomatischen Status der Betroffenen zuwiderliefen, und die anhaltende russische Aggression in der Ukraine, schreibt der lettische Außenminister Edgars Rinkevics auf Twitter. Auch Litauen spricht von Solidarität mit der Ukraine. Estland erklärt, die Diplomaten hätten direkt und aktiv seine Sicherheit untergraben und Propaganda verbreitet, die Russlands Militäreinsatz rechtfertige. Bulgarien erklärt zehn russische Diplomaten zu unerwünschten Personen und begründet dies mit Aktivitäten, die dem diplomatischen Status nicht angemessen seien. Die russische Botschaft in Sofia bezeichnet dies als weiteren aggressiven Schritt, auf den angemessen reagiert werde.

13.55 Uhr – Russland verdreifacht Autogas-Lieferungen nach China

Russland wird nach Daten von Refinitiv Eikon seine Güterzug-Lieferungen von Autogas (LPG) nach China im März verdreifachen. In diesem Monat sollen demnach etwa 72.000 Tonnen LPG ins Nachbarland geschickt werden nach 24.000 Tonnen im Februar. Üblicherweise wird der größte Teil des russischen Autogases über per Schiff nach Europa transportiert.

13.40 Uhr – Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi verlangt von der EU mehr Mut bei der Ausformulierung einer gemeinsamen Energiepolitik. Bei Kauf und Speicherung müsse vereint vorgegangen werden, sagt er nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Spanien, Portugal und Griechenland. „Eine gemeinsame Verwaltung des Energiemarkts würde allen zugute kommen.“

13.30 Uhr – Die Ukraine will nach eigenen Angaben in den Verhandlungen mit Russland ihren Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union nicht aufgeben. Man werde nicht darauf verzichten, um einen Kompromisses als Teil einer Vereinbarung mit Russland zur Beendigung des Krieges zu erreichen, sagt der stellvertretende Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Sybiha. „Ich werde kategorisch sagen, dass dies absolut inakzeptabel ist. Es ist unsere Entscheidung, der Antrag auf EU-Mitgliedschaft wurde eingereicht und wird nun in die Tat umgesetzt“, sagt Sybiha im ukrainischen Fernsehen. Die Verhandlungen mit Russland seien im Gange, aber schwierig, ergänzt er.

13.00 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten Fortschritte beim Antrag seines Landes für einen Beitritt zur Europäischen Union. Selenskyj verweist auf Twitter auf ein Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Wir bewegen uns gemeinsam auf unser strategisches Ziel zu“, schreibt er.

12.50 Uhr – Stadtverwaltung – 222 Menschen in Kiew seit Kriegsbeginn getötet

In Kiew sind nach Angaben der Hauptstadtverwaltung seit Beginn des Krieges 222 Menschen getötet worden. 889 weitere Menschen seien zudem verletzt worden. 

12.45 Uhr – Wirtschaftsminister Robert Habeck nimmt nach Angaben einer Ministeriumssprecherin 22 Unternehmensvertreter mit auf seine Reise nach Katar. Viele seien aus dem Energiebereich. Ein wichtiges Thema der Reise am Wochenende soll die mögliche Lieferung von Flüssiggas nach Deutschland sein.

12.01 Uhr – Papst verurteilt Ukraine-Krieg als „perversen Machtmissbrauch“

Papst Franziskus hat seine indirekte Kritik an Russland verschärft und den Krieg in der Ukraine als „perversen Machtmissbrauch“ bezeichnet. Dieser Krieg werde aus einseitigen Interessen geführt und setze wehrlose Menschen Gewalt aus, erklärte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. „Die Tragödie des Krieges, der sich im Herzen Europas abspielt, hat uns fassungslos gemacht“, sagt Franziskus in einer Botschaft an eine Kirchenkonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. „Einmal mehr ist die Menschheit durch einen perversen Machtmissbrauch und parteiische Interessen bedroht, die wehrlose Menschen dazu verurteilen, jede Form brutaler Gewalt zu erleiden“, sagt er. Der Papst hat Russland bei seiner Kritik bislang nicht namentlich genannt, wohl aber Formulierungen wie „unannehmbare bewaffnete Aggression“ verwendet, um seinen Standpunkt deutlich zu machen.

11.58 Uhr – Aus den Trümmern des beschossenen Theaters in Mariupol sind nach ukrainischen Angaben bislang 130 Menschen gerettet worden. Die Suche nach Überlebenden gehe weiter, sagt die ukrainische Menschenrechtsbeauftragte, Ljudmyla Denissowa, im Fernsehen. Das Theater, in dem zahlreiche Zivilisten Schutz gesucht hatten, war am Mittwoch aus der Luft angegriffen worden. Die Ukraine macht dafür russische Truppen verantwortlich, Russland bestreitet den Angriff. Denissowa sagt weiter, bislang seien aus den unter Beschuss stehenden Städten an der Frontlinie 173.500 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Auch die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer steht unter Beschuss und ist eingekesselt. 

11.48 Uhr – In Deutschland sind bislang mehr als 197.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert worden. Dies teilt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagt beim Besuch eines Ankunftszentrums in Berlin, sie arbeite „engstens mit den Ländern und Kommunen zusammen, um schnell für Entlastung und Verteilung zu sorgen“. Zugleich betont die SPD-Politikerin: „Die Versorgung, Unterbringung und Verteilung der Geflüchteten ist ein großer Kraftakt, den wir alle gemeinsam stemmen.“

11.44 Uhr – Die deutsche G7-Präsidentschaft hat für kommenden Donnerstag zu einem G7-Gipfel in Brüssel eingeladen. Das kündigt eine Regierungssprecherin an. Am Donnerstag finden in Brüssel auch ein Nato- und EU-Gipfel statt.

11.42 Uhr – Die russische Zentralbank belässt nach der massiven Zinserhöhung Ende Februar diesmal den Leitzins unverändert. Die mit Sanktionen belegte Notenbank behält auf ihrer Zinssitzung den Schlüsselsatz zur Versorgung der Finanzinstitute mit Geld bei 20 Prozent. Die Währungshüter hatten den Leitzins wenige Tage nach der russischen Invasion der Ukraine unter dem Eindruck der Sanktionen des Westens von 9,5 Prozent auf 20 Prozent erhöht.

11.25 Uhr – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen WFP warnt, die Lieferkette bei Lebensmitteln in der Ukraine bricht zusammen. Zahlreiche Infrastrukturen seien zerstört, Geschäfte und Lagerhäuser leer. Besonders bedrohlich sei die Lage in eingekesselten Städten wie Mariupol, sagt der WFP-Koordinator für die Ukraine, Jakob Kern. Konvois des Programms seien nicht in der Lage, in die Stadt zu gelangen.

11.22 Uhr – UN – Flüchtlingszahlen nach Polen sinken

Die Zahl der täglichen Grenzübertritte aus der Ukraine nach Polen ist nach Angaben der UN-Flüchtlingsbehörde UNHCR gesunken. Allerdings könnten sie wieder steigen, wenn die Lage in Lwiw eskaliere.

11.15 Uhr – Mehr als zwei Millionen Menschen sind bislang aus der Ukraine ins Nachbarland Polen geflohen. Es seien vor allem Frauen und Kinder, teilt der polnische Grenzschutz per Twitter mit.

10.48 Uhr – Polen kündigt formellen Antrag für Nato-Friedensmission an

Die polnische Regierung will formell einen Friedenseinsatz der Nato in der Ukraine beantragen. Eine entsprechende Vorlage werde beim nächsten Gipfel eingereicht, kündigt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki an. 

10.44 Uhr – Russland verwahrt sich gegen Einmischungen von außen. Es sei nicht am deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz zu entscheiden, wer Russland führen sollte, erklärt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. Das entscheide das russische Volk. Nach einem Telefonat zwischen Putin und Scholz sei für diesen Freitag auch ein Telefongespräch Putins mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geplant.

10.40 Uhr – Russische Agenturen – Putin und Scholz haben wegen Ukraine telefoniert

Der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Olaf Scholz haben russischen Nachrichtenagenturen zufolge am Telefon über das Thema Ukraine gesprochen. Das melden RIA, Interfax und Tass. Putin habe Scholz gesagt, dass die Ukraine versuche, die Gespräche mit Russland zu verlangsamen. Die Regierung in Kiew habe unrealistische Vorschläge unterbreitet. Die russische Führung sei bereit, nach Lösungen zu suchen, die ihren grundsätzlichen Einstellungen entsprechen.

10.15 Uhr – Polen will seine Wirtschaft von Russland unabhängiger machen. Man werde versuchen, sie zu „entrussifizieren“, sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Dazu sollten neue Pipelines gebaut werden. Morawiecki kündigt zudem Maßnahmen an, um dem Anstieg der Lebensmittelpreise zu begegnen. Bauern sollen für die höheren Düngerpreise entschädigt werden.

10.06 Uhr – Lawrow – Haben keine Illusionen über Verlässlichkeit des Westens

Russland hat nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow jegliche Illusion verloren, dass es sich auf den Westen verlassen könnte. Die Regierung in Moskau werde niemals eine Weltanschauung akzeptieren, die von den USA dominiert ist. Die USA wollten, dass die Welt wie ein Saloon aussehe, in dem die Amerikaner das Sagen haben. „Es gibt viele Länder, die nicht die Anweisungen von ‚Uncle Sam‘ entgegennehmen wollen.“ Nicht Russland schlage die Tür zum Westen zu, der Westen tue das.

10.00 Uhr – Russland wird seine Wirtschaft an die von zahlreichen Ländern verhängten Strafmaßnahmen wegen der Invasion der Ukraine anpassen. „Wir werden die Sanktionen überleben“, sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow. „Sanktionen machen uns stärker.“

09.57 Uhr – Die britische Medienaufsicht Ofcom entzieht dem russischen Fernsehsender RT mit sofortiger Wirkung die Sendelizenz. Ofcom-Chefin Dame Melanie Dawes erklärt, man sei nicht überzeugt, dass RT ein verantwortungsvoller Sender sei. „Die Meinungsfreiheit ist etwas, das wir in diesem Land streng schützen, und die Messlatte für Maßnahmen gegenüber Rundfunkanstalten liegt zu Recht sehr hoch.“ Nach einem unabhängigen Regulierungsverfahren sei die Behörde aber zu dem Schluss gekommen, dass RT nicht geeignet sei, eine Lizenz im Vereinigten Königreich zu besitzen. RT ist derzeit in Großbritannien aufgrund von EU-Sanktionen nicht auf Sendung. RT erklärt zu dem Beschluss, die Behörde habe sich als Werkzeug der britischen Regierung erwiesen.

09.40 Uhr – Norwegen bereitet sich auf die Aufnahme von bis zu 100.000 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine vor. Derzeit rechne die Regierung mit rund 30.000 Flüchtlingen aus der Ukraine in diesem Jahr, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Störe im Parlament in Oslo. Man bereite sich aber darauf vor, dass bis zu 100.000 Menschen Zuflucht in Norwegen vor der russischen Invasion suchen könnten. Bislang zählt Norwegen rund 2000 Flüchtlinge aus der Ukraine. Ingesamt sind laut den Vereinten Nationen bislang etwa 3,2 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet, die meisten nach Polen und andere Nachbarländer.

09.30 Uhr – In der ostukrainischen Region Luhansk verhindert den Behörden zufolge häufiger und weit verbreiteter Beschuss durch russische Streitkräfte eine sichere Evakuierung von Städten und Dörfern an der Front. Seit Beginn des Krieges am 24. Februar seien 59 Zivilisten in der Region getötet und mehrere Wohngebiete vollständig zerstört worden, sagt der Gouverneur von Luhansk, Serhij Gaidai. „Es gibt keine einzige Gemeinde, die nicht unter Beschuss geraten ist“, sagt er im staatlichen Fernsehen und nannte die Städte Sewerodonezk, Rubischne und Popasna als besondere Brennpunkte. Die Behörden hofften, dass für Samstag eine zeitweilige Waffenruhe vereinbart werden könne, damit Lastwagen Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter zu den notleidenden Menschen bringen könnten. Luhansk liegt in der Region Donbass, die teils von Russland unterstützten Separatisten kontrolliert wird.

09.20 Uhr – Im Norden der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist ein Mensch durch herabstürzende Trümmer einer russischen Rakete getötet worden. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilen die Rettungsdienste mit. Aus einem fünfstöckigen Wohngebäude seien 98 in Sicherheit gebracht worden, zwölf Menschen seien gerettet worden.

08.42 Uhr – Die pro-russischen Separatisten ziehen nach Darstellung Russlands die Schlinge um die Hafenstadt Mariupol immer enger. Sie erhielten dabei Unterstützung der russischen Truppen, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Im Zentrum der Hafenstadt gebe es Kämpfe. 

08.23 Uhr – Die ukrainische Regierung hofft nach eigenen Angaben, heute neun Fluchtkorridore einrichten zu können, um Zivilisten aus umkämpften Städten zu bringen. Dies teilt Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk mit.

07.50 Uhr – In der westukrainischen Stadt Lwiw sind nach Behördenangaben mehrere Raketen in einem Werk für Flugzeugwartungen eingeschlagen. Das Gebäude sei zerstört worden, teilt Bürgermeister Andrej Sadowi mit. Es habe keine Opfer gegeben. Der Betrieb in dem Werk sei gestoppt worden. Zuvor hatte der Bürgermeister mitgeteilt, dass mehrere russische Raketen in der Nähe des Flughafens eingeschlagen seien. 

07.42 Uhr – Russland hat einem heimischen Medienbericht zufolge eine Flugverbotszone über die ostukrainische Donbass-Region verhängt. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Vertreter der dortigen Separatistenregion Donezk.

07.40 Uhr – Explosion erschüttert nördlichen Teil von Kiew

Im nördlichen Teil der Hauptstadt Kiew ist eine Explosion zu hören. Es steigt Rauch auf, wie ein Reuters-Mitarbeiter von vor Ort berichtet. Offizielle Angaben dazu lagen zunächst nicht vor. 

07.20 Uhr – In einem Gebiet in der Nähe des Flughafens der westukrainischen Stadt Lwiw sind nach Angaben des Bürgermeisters mehrere russische Raketen eingeschlagen. Der Flughafen selbst sei nicht angegriffen worden. Die Behörden seien noch dabei, die Lage zu prüfen. Das ukrainische Fernsehen hatte zuvor berichtet, es seien mindestens drei Explosionen in der Stadt zu hören gewesen.

05.55 Uhr – Mehrere Explosionen in der ukrainischen Stadt Lwiw

In der westukrainischen Stadt Lwiw sind am Freitagmorgen mindestens drei Explosionen zu hören gewesen. Dies berichtet der Fernsehsender „Ukraine 24“ über den Messenger-Dienst Telegram.

05.15 Uhr – Blinken – „Besorgt, dass China Russlands Krieg direkt unterstützen wird“

US-Präsident Joe Biden und Chinas Präsident Xi Jinping werden heute um 14 Uhr deutscher Zeit miteinander telefonieren, um über den Krieg in der Ukraine zu sprechen. US-Außenminister Antony Blinken zufolge wollen die USA deutlich machen, dass China die Verantwortung für alle Maßnahmen trage, die es zur Unterstützung der russischen Aggression ergreife. „Wir sind besorgt, dass China erwägt, Russland direkt mit militärischer Ausrüstung für den Einsatz in der Ukraine zu unterstützen“, so Blinken. China hat solche Pläne bisher dementiert. Washington ist auch besorgt darüber, dass China Russland dabei helfen könnte, die von den westlichen Staaten verhängten Wirtschaftssanktionen zu umgehen.

02.10 Uhr –Japan und Australien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland

Japan will weitere Sanktionen gegen 15 russische Einzelpersonen und neun Organisationen verhängen. Darunter soll auch der staatliche Waffenexporteur Rosoboronexport fallen. Australien verhängt weitere Sanktionen gegen das russische Finanzministerium und elf weitere Banken und Regierungsorganisationen. „Mit der kürzlich erfolgten Einbeziehung der russischen Zentralbank hat Australien nun alle russischen Regierungsstellen ins Visier genommen, die für die Emission und Verwaltung der russischen Staatsschulden verantwortlich sind“, erklärt Außenministerin Marise Payne.

00.45 Uhr – PayPal erweitert seine Dienste, um ukrainischen Bürgern und Flüchtlingen den Empfang von Zahlungen aus dem Ausland zu ermöglichen. Wie Dan Schulman, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine, Mychajlo Fedorow, in einem Brief mitteilt, werden Ukrainer in der Lage sein, Geldbeträge von ihren PayPal-Konten auf geeignete Kredit- und Debitkarten zu überweisen. PayPal hat dafür die Gebühren für solche Transaktionen bis zum 30. Juni ausgesetzt. Dies soll allen Ukrainern ermöglichen, Geld von Freunden und Familienmitgliedern in den Vereinigten Staaten und anderswo zu erhalten und könnte in Zukunft auch für die Überweisung von Sozialleistungen durch Regierungen genutzt werden.

00.30 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußert sich in seiner täglichen Videoansprache über ausländische Kämpfer, die das russische Militär angeworben haben soll: „Wir haben Informationen darüber, dass die russischen Streitkräfte Söldner aus verschiedenen Ländern anwerben. Sie versuchen durch Täuschung, so viele junge Rekruten wie möglich in ihre Reihen zu bringen.“ Selenskyj warnt davor, sich den Russen anzuschließen und erklärt, es sei besser ein langes Leben zu führen, statt Geld zu nehmen, was nur kurzfristig angeboten werde.

Ukraine aktuell 18.03.22

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Fed-Rally an US-Börsen geht weiter – Energiesektor fester

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Frankfurt/New York, 17. Mrz (Reuters) – Einen Tag nach dem Einläuten der Zinswende haben sich die US-Börsen weiter nach oben gearbeitet. Der Dow-Jones-Index.DJI und der S&P 500.SPXlagen am Donnerstag bei 34.364 und 4399 Punkten je 0,9 Prozent im Plus. Die Technologiebörse Nasdaq.IXIC gewann 1,1 Prozent auf 13.579 Punkte. Die Anleger waren mit der Nachlese des Fed-Zinsentscheids beschäftigt. Die Notenbank hatte wie erwartet den Leitzins im Kampf gegen die hohe Inflation um einen Viertel Punkt auf die neue Zielspanne von 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben.

Zudem signalisierte die Fed einen aggressiveren Zinserhöhungszyklus, als es viele Experten erwartet hatten. „Der Markt versucht immer noch, ein Gefühl dafür zu bekommen, was diese neuesten Nachrichten der Fed für die Zukunft bedeuten“, sagte Portfolio-Manager Adam Phillips vom Vermögensverwalter EP Wealth Advisors. Momentan sehe es so aus, dass es immer noch Vertrauen in die Fähigkeit der Fed gebe, eine Rezession zu vermeiden. Es gebe aber auch einiges in der Fed-Erklärung, was der Erleichterung der Anleger und der Höhe der unmittelbaren Kursanstiege entgegenstehe, sagte Aktienstratege Philip Marey von der Rabobank. 

Im Fokus der Anleger blieben auch die Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen. „Es bleibt abzuwarten, ob der Optimismus hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses übertrieben ist.“ Nach Angaben des Kreml laufen die Gespräche inmitten der Kämpfe auf Hochtouren, Darstellungen über deutliche Fortschritte seien aber nicht wahr.

BOE TRITT AUFS BREMSPEDAL – KRIEG TRÜBT KONJUNKTURAUSSICHTEN

Der Konflikt und seine wirtschaftlichen Folgen bringen die Notenbanken weltweit im Kampf gegen die Teuerung in die Bredouille. Die Bank of England (BoE) hob am Donnerstag wie zwar erwartet den Schlüsselsatz um einen Viertel Prozentpunkt auf 0,75 Prozent an. Die Notenbanker deuteten für die kommenden Monate aber behutsamere Erhöhungen als bislang erwartet an. Der Krieg verkompliziere auch für die BoE die eigentlich immer noch fest angestrebte und notwendige rasche geldpolitische Neuausrichtung, urteilten die Analysten der NordLB.

Am Ölmarkt bestimmte die Angst vor Versorgungsengpässen durch den Ukraine-Krieg das Marktgeschehen. Die Warnung der Internationalen Energieagentur IEA vor Ausfällen russischer Lieferungen trieb den Preis für das Nordseeöl BrentLCOc1 wieder über die 100-Dollar-Marke. Es verteuerte sich um bis zu 9,4 Prozent auf 107,26 Dollar. Spekulationen auf Konjunkturhilfen in China beflügelten indes die Preise von Metallen wie AluminiumCMAL3= und PalladiumXPD=.

KRIEGSTHEMEN DOMINIEREN IM UNTERNEHMENSSEKTOR

Angesichts der steigenden Ölpreise zählten Aktien aus dem Energiesektor zu den Gewinnern. Titel des Schieferöl-Produzenten Occidental PetroleumOXY.N kletterten um mehr als sieben Prozent. Auch die Papiere von Devon EnergyDVN.N, APAAPA.O, Marathon OilMRO.N und Diamondback EnergyFANG.O zogen an. Aktien der schwergewichtigen Öl-Konzerne ChevronCVX.N und ExxonMobilXOM.N legten 1,5 und zwei Prozent zu.

Anleger von Düngemittel-Herstellern setzten auf eine erfolgreiche Kompensierung von ausbleibenden Rohstofflieferungen aus Osteuropa. Aktien von NutrienNTR.TO und CF IndustriesCF.N gewannen 4,8 und 2,8 Prozent. Nutrien will seine Kali-Produktion im zweiten Halbjahr hochfahren. Die Preise für Kali, ein wichtiges Ausgangsmaterial für stickstoffhaltige Düngemittel, sind in die Höhe geschossen, seit Wirtschaftssanktionen gegen Russland nach dessen Einmarsch in die Ukraine verhängt wurden. Auch die Titel der Dünge- und Salzunternehmen MosaicMOS.N und Intrepid PotashIPI.N zogen um 5,5 und 13,6 Prozent an.

Die Aussicht auf ein Gesamtjahresergebnis über Markterwartungen versetzte Anleger bei Dollar GeneralDG.N in Kauflaune. Die Aktien des Discounters stiegen um 3,3 Prozent. Da immer mehr Amerikaner bei ihren Einkäufen aufs Geld schauen, rechnet das Unternehmen für 2022 mit einem Umsatzplus von etwa zehn Prozent. Der Gewinn werde zwölf bis 14 Prozent zulegen.

Fed-Rally an US-Börsen geht weiter – Energiesektor fester

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.