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Marktentwicklungen 11. Januar 2022

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Update: 12:36 Uhr

11. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

APTIV – Bangalore: Der irische Automobilzulieferer will die amerikanische Softwarefirma Wind River von der Beteiligungsfirma TPG Capital kaufen. Der Kaufpreis belaufe sich auf 4,3 Milliarden Dollar und solle in bar beglichen werden, teilte Aptiv mit. Wind River stellt Software für Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Telekommunikation, Industrie und Automobilbau her. Der Umsatz der kalifornischen Firma lag 2021 bei 400 Millionen Dollar.

TESLA – Peking: Der US-Elektroautobauer hat zum Jahresschluss in China einen Verkaufsrekord aufgestellt. Im Dezember verkaufte Tesla 70.847 in China hergestellte Fahrzeuge, die höchste monatliche Rate seit Start der Produktion in Shanghai im Jahr 2019, wie der Chinesische Verband für Personenkraftwagen (CPCA) mitteilte. Damit langen die Verkäufe im Dezember, einschließlich 245 für den Export bestimmte Fahrzeuge, fast dreimal so hoch wie im Vorjahresmonat und 34 Prozent höher als im November. Der US-Konzern hat nach Reuters Berechnungen damit im vergangenen Jahr 473.078 in China produzierte Fahrzeuge abgesetzt. Insgesamt seien im vergangenen Jahr in China 2,14 Millionen Autos verkauft worden, 7,7 Prozent weniger als noch 2020.

MAN – München: Der Lkw- und Bus-Hersteller hat im vergangenen Jahr wieder mehr Fahrzeuge verkauft. Der Absatz stieg auf knapp 94.000 Stück von 82.000 im ersten Corona-Jahr, wie die Traton-Tochter mitteilte. Vor Ausbruch der Krise waren es noch 105.000 Fahrzeuge. Aufwärts ging es insbesondere bei Lkws und Lieferwagen. Das Geschäft mit Bussen leidet dagegen weiterhin unter der Corona-Pandemie, der Absatz sank hier um 13 Prozent.

NOKIA – Helsinki: Der finnische Netzwerkausrüster hat seine eigene Prognose im vergangenen Jahr dank erfolgreicher Wagniskapital-Investitionen übertroffen. Die operative Marge habe bei 12,4 bis 12,6 Prozent gelegen, teilte Nokia mit. Es waren 10 bis 12 Prozent in Aussicht gestellt worden. Die Aktie kletterte zum Handelsstart mehr als drei Prozent. Nokia setzte 2021 rund 22,2 Milliarden Euro um, was im Rahmen der Erwartungen ist. Der Ericsson-Konkurrent will am 3. Februar seine Gesamtjahreszahlen veröffentlichen. Konzern-Chef Pekka Lundmark hat Nokias Geschäfte gestrafft, dem Unternehmen eine neue Organisationsstruktur verpasst und den Abbau von bis zu 10.000 der rund 90.000 Stellen auf den Weg gebracht.

SHOP APOTHEKE – Düsseldorf: Die Online-Apotheke hat dank eines 21-prozentigen Wachstumssprungs im vierten Quartal ihre Jahresziele fast erreicht. Nach ersten Berechnungen stiegen die Erlöse 2021 um 9,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro, wie Shop Apotheke mitteilte. Prognostiziert war ein Plus von zehn Prozent. Allerdings hatten Kapazitätsengpässe im Zeitraum Mai bis Mitte September die Versand-Apotheke ausgebremst und im dritten Quartal zu einen Umsatzrückgang um 0,3 Prozent geführt.

VW – Der Wolfsburger Autokonzern hat im vergangenen Jahr einen Absatzeinbruch in China hinnehmen müssen. Insgesamt seien 2021 in der Region „Greater China“ 3,3 Millionen Fahrzeuge abgesetzt worden, ein Rückgang zum Jahr davor von 14 Prozent, wie der für China bei Volkswagen zuständige Manager mitteilte. Für das laufende Jahr rechnet Volkswagen in der Region mit einem Absatz-Zuwachs von rund 15 Prozent.

DAX 110122 Vorbericht

SIKA – Zürich: Der Schweizer Bauchemiekonzern ist 2021 kräftig gewachsen. Der Umsatz kletterte um 17,3 Prozent auf den Rekordwert von 9,24 Milliarden Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Sika sei in allen Regionen stärker als der Markt gewachsen. Die größten Zuwächse verbuchte der Konzern in der Region Amerika. In den USA habe die Gesellschaft von Instandsetzungs- und Neubauprojekte bei Distributions- und Rechenzentren profitiert. Auch in Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Peru und Chile hätten die Geschäfte floriert. Konzernweit erwartet Sika für 2021 eine operative (Ebit) Marge von 15 Prozent. Das Management bestätigte zudem die Ziele bis 2023 und geht weiter davon aus, die Übernahme des früheren Bauchemiegeschäft von BASF in der zweiten Hälfte 2022 abschließen zu können.

HOLCIM – Zürich: Der Schweizer Zementkonzern stemmt einen weiteren Zukauf. Holcim übernimmt die französische PRB Group mit einem Umsatz von rund 340 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. PRB produziere Beschichtungen, Dämmstoffe, Klebstoffe sowie Bodenbeläge und decke mit rund 700 Mitarbeitern den gesamten französischen Markt ab. Der Kaufpreis wurde nicht offengelegt. Die Transaktion, die der behördlichen Genehmigung und der Anhörung des Betriebsrats in Frankreich unterliege, dürfte im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen werden. Holcim sei gut in das neue Jahr gestartet.

TURO – Bangalore: Der von Daimler unterstützte US-Car-Sharing-Anbieter hat seinen Antrag auf einen Börsengang in den Vereinigten Staaten eingereicht und damit erstmals seine Finanzen offengelegt. Das Unternehmen meldete in den neun Monaten bis September vergangenen Jahres einen Nettoumsatz von 330,5 Millionen Dollar, gegenüber 107,8 Millionen Dollar im Vorjahr. Das entspricht einem Umsatzsprung von 207 Prozent. Die Plattform ermöglicht es Autobesitzern in 5500 Städten in den USA, Kanada und Großbritannien, ihre Fahrzeuge zu vermieten. Das Angebot umfasst über 450.000 Fahrzeuge, von Pick-ups und Minivans bis hin zu Luxusfahrzeugen wie Lamborghini, Rolls-Royce und Porsche. 

Marktentwicklungen 11. Januar 2022

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Dax nach schwachem Wochenstart wieder höher erwartet

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Frankfurt, 11. Jan (Reuters) – Der Dax wird am Dienstag Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zins- und Inflationssorgen hatten den deutschen Börsenleitindex zum Wochenstart um 1,1 Prozent auf 15.768 Punkte gedrückt. „Eines steht fest, das Thema Inflation bleibt derzeit ganz oben auf der Risikoliste der Anleger“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst des Handelshaus CMC Markets. Hinweise zum Zeitrahmen für die geplante Zinswende in den USA erhoffen sich Investoren von der Befragung von US-Notenbankchef Jerome Powell, der im Tagesverlauf vom Bankenausschuss des Senats zu seiner Nominierung für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve angehört wird. Immer mehr Anleger erwarten bereits für März eine erste Zinserhöhung. Angesichts der steigenden Inflation wächst der Druck auf die Währungshüter, die geldpolitischen Zügel schneller anzuziehen.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.768,27
Dax-Future 15.871,00
EuroStoxx50 4.239,52
EuroStoxx50-Future 4.261,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 36.068,87 -0,5 Prozent
Nasdaq 14.942,83 +0,1 Prozent
S&P 500 4.670,29 -0,1 Prozent

Asiatische Indizes am Dienstag Stand Veränderung

Nikkei 28.214,66 -0,9 Prozent
Shanghai 3.573,01 -0,6 Prozent
Hang Seng 23.774,46 +0,1 Prozent

Dax nach schwachem Wochenstart wieder höher erwartet

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Airbus fliegt bei Auslieferungen Erzrivalen Boeing davon

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Update: 19:59

Paris/Berlin, 10. Jan (Reuters) – Airbus hat das dritte Jahr in Folge seine Position als weltgrößter Flugzeugbauer verteidigt. Der europäische Konzern lieferte 2021 deutlich mehr Verkehrsflugzeuge aus als der Erzrivale Boeing. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 611 Flugzeuge an 88 Kunden übergeben, wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Airbus habe damit sein selbstgestecktes Ziel erreicht. „Auch wenn noch Unsicherheiten bestehen, sind wir auf dem richtigen Weg, die Produktion im Laufe des Jahres 2022 zu steigern, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen“, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury.

Zugleich sammelte der Konzern 771 Aufträge ein, doppelt so viele wie vor Jahresfrist. Stornierungen herausgerechnet, lag der Auftragseingang bei 507 Maschinen, im Orderbuch stehen damit insgesamt 7082 Flugzeuge. Insbesondere zu Jahresende habe sich eine deutliche Erholung gezeigt, sagte Faury. Die Aufträge zeigten, dass die Nachfrage real ist. Faury ließ offen, wie viele Flugzeuge im laufenden Jahr ausgeliefert werden sollen. Sein Unternehmen strebe an, alle Maschinen an Kunden zu übergeben, die es produziere.

Gefragt bei Kunden sind derzeit vor allem Kurzstreckenflugzeuge: So bestellte die US-Leasinggesellschaft Azorra 22 Maschinen aus der A220-Familie. Die Flugzeuge bieten Platz für 100 bis 150 Passagiere. Eine längere Version der A220 wäre ein logischer nächster Schritt, sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Christian Scherer; kurzfristig stehe das Thema aber nicht auf der Agenda.

Airbus strebt an, die Produktion des Kassenschlagers A320 bis Sommer 2023 auf monatlich 65 Maschinen zu steigern, nachdem es zum Höhepunkt der Pandemie gerade einmal 40 Maschinen pro Monat waren. Umstritten zwischen Airbus und seinen Geschäftspartnern ist, wie es danach weitergeht: Zulieferer und Kunden bremsen Airbus vor allem bei dem Plan, die Produktion anschließend auf 70 oder 75 Maschinen pro Monat hochzufahren. Triebwerksbauer haben Bedenken, damit Schritt halten zu können, Leasinggesellschaften warnen vor einem Überangebot, das die Preise kaputtmachen könnte. Faury kündigte an, eine Entscheidung zu einem weiteren Hochfahren der Produktion Mitte des Jahres zu treffen.

Mit den Auslieferungen verfügt Airbus über einen satten Vorsprung vor Boeing: Der US-Hersteller hatte in den ersten elf Monaten gerade einmal 302 Flugzeuge an die Kunden übergeben. 

Airbus fliegt bei Auslieferungen Erzrivalen Boeing davon

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BurdaPrincipal Investments setzt auf Münchner Startup Arive

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BurdaPrincipal Investments (BPI) investiert in das Münchner Startup Arive. Der Wachstumskapitalarm von Hubert Burda Media hat sich an der aktuellen Finanzierungsrunde des Express-Lieferdienstes beteiligt. Kund:innen können über Arive schnell und einfach hochwertige Konsumgüter bestellen und sich diese innerhalb einer halben Stunde nach Hause liefern lassen. Knapp vier Monate nach dem Launch ihres Services hat Arive in der Series A Runde, 20 Millionen US Dollar eingesammelt. Die Runde wurde von Balderton Capital zusammen mit den anderen Bestandsinvestoren 468 Capital und La Famiglia angeführt.

Schnelle Lieferung für den durchgetakteten Großstädter

Während klassische Lieferdienste bislang primär auf Lebensmittel setzen, können Konsument:innen bei Arive über die App Produkte aus Kategorien wie Technik, Schmuck, Kosmetik, Selfcare und Home kaufen. Zu den Marken, die bereits in der App zu finden sind, gehören namhafte Unternehmen wie Bose, Apple, Lululemon, Lego und Dr. Barbara Sturm. Kriterien für die Aufnahme einer Marke sind deren Nachhaltigkeit und Markenwerte. Geliefert werden die Produkte innerhalb von 30 Minuten per Fahrradkurier bis an die Haustüren der Kund:innen – bislang in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Mit dem frischen Kapital aus der Finanzierungsrunde will Arive in neue Städte in Deutschland, aber auch international expandieren. Außerdem sollen die App und der Lieferservice weiterentwickelt werden, um das Einkaufserlebnis weiter zu optimieren.

„Arive schließt eine Lücke im Markt, da Premium-Marken endlich die Möglichkeit haben, ihren Kund:innen auch in der Online-Welt ein exklusives und hochwertiges Shopping-Erlebnis zu bieten. Das Konzept ist ein Novum und hat uns absolut überzeugt. Wir freuen uns, die Gründer Linus und Max auf ihrem Weg zu Europas führender Experience-Commerce-Plattform zu unterstützen.“ Julian von Eckartsberg, Managing Director Europe bei BPI

Verbraucher und Marken profitieren von der Plattform

Arive wurde im Sommer 2021 von Linus Fries und Maximilian Reeker gegründet, mit dem Ziel, Konsument:innen in Städten ein Einkaufserlebnis zu bieten, das zu ihrem Leben passt: Bei Arive können Produkte bestellt und innerhalb kürzester Zeit aus städtischen Lagern per Fahrradkurier an die Haustür geliefert werden. Die Kund:innen profitieren nicht nur von einer kurzfristigen Lieferung, sondern vermeiden auch, dass diese nicht zugestellt werden kann, wenn die Lieferung ein bis drei Tage nach Bestellung erfolgt und sie dann nicht zuhause sind. Gleichzeitig bietet Arive seinen Unternehmerkunden viele Vorteile: Marken und lokale Geschäfte profitieren von einer großen Reichweite – bisher wurde die App rund 100.000 Mal heruntergeladen – redaktionellen Inhalten, Zugang zu Daten aus der App und Angeboten wie exklusive Influencer-Kooperationen.

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Quelle Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

wearonize erreicht 90 % Überperformance bei Companisto-Investment-Runde

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wearonize

FinTech für wearable Payment-Lösungen sammelt über 1,6 Millionen Euro für Ausbau des Produktportfolios und des Teams ein

Die Schweizer wearonize AG startet ins neue Jahr mit dem Push aus einer mehr als erfolgreichen Investment-Runde: Von September bis Dezember 2021 beteiligten sich über die Investment- und Crowdfunding-Plattform Companisto Angel Investor:innen sowie gewerbliche und Privatinvestor:innen mit über 1,6 Millionen Euro an dem Fintech-Start-up für zukunftsweisende wearable-Payment-Lösungen (für Banken und Produzenten gleichermaßen). Damit erreichte wearonize eine Überperformance von 90 % zum ursprünglich angestrebten Investment-Ziel.

Am 21. Dezember 2021 endete die von wearonize im September gestartete Investment-Runde auf Companisto final mit der Gesamtsumme von 1.613.856 Euro – nach zweifacher Verlängerung.

90 % Überperformance – auch dank erfolgreicher Geschäftsentwicklung während Investment-Phase

Ursprüngliches Ziel des FinTech wearonize, das sich seit Markteintritt im August 2020 bereits zum weltweit führenden „Fulfillment-as-a-Service“-Anbieter für wearable Payment-Lösungen (für Produzenten und Banken) entwickelt hat, waren 850.000 Euro gewesen – sowie ein Proof Point, wie das wearonize-Geschäftsmodell auch und gerade bei privaten Investor:innen ankommt:

“Für uns bietet Equity Crowdfunding, neben dem monetären Aspekt, einen weiteren Beleg hinsichtlich der Marktakzeptanz unserer Idee. Als B2B-Partner, der Banken und Produzenten dabei unterstützt, ihren Konsument:innen Payment Wearables anzubieten, sehen wir in der Anzahl von überzeugten Investor:innen einen weiteren Proof Point unserer Geschäftsidee”, so Thorsten Röske, Co-Founder und CEO der wearonize AG.

Zum Investment-Erfolg hatten maßgeblich auch die im Herbst 2021 neu geschlossenen Partnerschaften mit Curve Ltd, USA, und BrilliantTS, Südkorea, beigetragen, die die Führungsposition von wearonize auf dem globalen Markt weiter festigen: wearonize verfügt über Europas größtes Netzwerk an Banken (aktuell 75 Bankhäuser und Kartenausgeber, Stand: Januar 2022), ist zudem in den USA und Asien aktiv und realisiert für renommierte Produzenten wie z. B. die Swatch AG, Schweiz, deren wearable-Payment-Lösungen in Uhren u. ä.

„Dass über 950 Privatanleger:innen in unser Business Model investiert haben, ist eine Bestätigung unserer Idee“

In der ersten Phase, die bei Companisto ausschließlich dem Angel Investors Club offen steht, hatten sich 20 Angel Investor:innen (davon fünf gewerbliche Investor:innen) beteiligt – in der öffentlichen Runde beteiligten sich dann neben weiteren gewerblichen Investor:innen wie Stiftungen und Family Offices mehr als 900 Privatanleger:innen an der wearonize AG.

„Für uns ist die Tatsache, dass über 950 Privatanleger:innen an unser Business Model glauben und investiert haben, eine unglaubliche Bestätigung unserer Idee – aber gleichermaßen auch eine große Verantwortung, die uns bei unseren geschäftlichen Entscheidungen leiten wird. Dieses Investment ist unsere Verpflichtung, besonnene Entscheidungen im Bezug auf das weitere Wachstum und den Ausbau unseres Angebots zu treffen“, resümiert Thorsten Röske.

Die wearonize AG baut mit dem Investment zum einen das Team zur Produktentwicklung und Kundenbetreuung weiter aus, zum anderen entwickelt sie den wearonize-Marktplatz für Banken und Produzenten weiter – ein notwendiger Schritt für neue, internationale Partnerschaften, die bereits in der Vorbereitung zur Bekanntgabe sind.


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Quelle pi creative

Ostrom sammelt 4,4 Millionen Euro in Seed-Runde ein

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ostrom

468 Capital, J12 Ventures, Global Founders Capital und Übermorgen Ventures investieren mit Angel-Investoren in Ostrom, um Produkt, Team und Technologie weiterzuentwickeln und zu skalieren.

Ostrom hat ingesamt 4,4 Millionen Euro Pre-Seed und Seed-Funding eingesammelt um so den Wechsel zu grünem Strom noch transparenter und fairer zu gestalten. Das von Matthias Martensen und Karl Villanueva gegründete Startup will sein Energieproduktportfolio sowie die Super-App nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und später auch global skalieren.

Energieversorger unvorbereitet für die Digitalisierungswelle

Deutschlands Stromlieferanten und Versorger stecken noch in der Vergangenheit fest und bestehen weiterhin auf manuelle, interne Prozesse, postalische Kund:innenkommunikation, irreführende Tarifstrukturen mit langen Mindesvertraglaufzeiten und einem schwer zu erreichenden Kund:innenservice. Die Folge: Hohe Servicekosten und ein schlechtes Nutzer:innenerlebnis! Ostrom ist überzeugt davon, dass der Wechsel zu grünem Strom und ein Vorantreiben der Energiewende auch in Kombination mit ausgezeichnetem Kund:innenservice auf Marktpreisniveau umzusetzen ist.

Wir sehen ganz klar, dass der Energiemarkt reif für einen Umbruch ist. Um die Energiewende vorranzutreiben haben wir deshalb ausgewählte Investitionen in diesem Bereich getätigt. Der Aufbau eines vollständig digitalen Stromanbieters ist eine davon. Wir haben bereits ab dem ersten Tag in Ostrom investiert, da der Markt des Geschäftsmodells sehr groß ist, die Kundenvorteile offensichtlich sind und die Qualität der Gründer stimmt.“ Alexander Kudlich, General Partner beim Hauptinvestor 468 Capital (übersetzt aus dem Englischen)

Phänomenales Wachstum und Traction seit Launch

Seit Ostrom im Mai 2021 gelauncht wurde konnte nach sechs Monaten bereits eine 7-stellige ARR-Rate überschritten werden, bei monatlichem Wachstum von mehr als 100% und vernachlässigbarer Kündigungsrate. Ostrom ist deutschlandweit verfügbar und hat bereits Kund:innen in über 400 Städten und Gemeinden und von über 150 anderen Energieversorgern aufgenommen. Damit gehört Ostrom bereits zu einem der Top 25 Stromlieferanten in Deutschland.

Der Abschluss unserer Seed-Runde mitten in der Energiekrise, in der skrupellose Discounter und träge traditionelle Anbieter reihenweise in Konkurs gehen, zeigt das fortschrittliche Denken unserer Investoren, und ihr Vertrauen in die Zukunft der Energie und in Ostrom als einen wichtigen Akteur der Zukunft. Wir haben Ostrom von Anfang an sehr schlank und automatisierungsorientiert aufgebaut, um die niedrigsten Servicekosten auf dem Markt zu erzielen.“ Matthias Martensen, Mitbegründer und CEO von Ostrom

„Die etablierten Energieversorger mussten nie für ihre Kund:innen arbeiten. Unser Technologie- und Marketing-Stack bei Ostrom lässt jedoch mittlerweile jedes B2C-Startup vor Neid erblassen. Statt Preiskampf und Greenwashing wollen wir Strom einfach, transparent und interessant machen. Beispielsweise haben wir gerade eine neue App released, sodass Nutzer:innen ihren CO2-Ausstoß und Weiterempfehlungen tracken können. Das ist bereits der zweite App-Release in nur sieben Monaten.” Karl Villanueva, Mitbegründer und CMO/CPO bei Ostrom (übersetzt aus dem Englischen)

Top Angels investieren in Ostrom

Neben institutionellen Investoren haben auch mehrere Angels aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Operations und Kund:innenakquise in Ostrom investiert. Dazu gehören:

Philip Klöckner, Advisor & Early-Stage Investor, Gastgeber des Doppelgänger TechTalk Podcast
Eric Quidenus-Wahlforss, Co-Founder & CEO von Dance und Co-Founder von SoundCloud
Jörg Kattner, Co-Founder von Gorillas
Maximilian Backhaus, Global CMO bei HelloFresh
Julian Weselek, Co-Founder & CEO bei Tourlane
Moss-Gründerteam (Ante Spittler, Anton Rummel, Ferdinand Meyer & Stephan Haslebacher)
Diana Zur Löwen, Creator und Influencerin
Ostroms Partner erklären, warum sie investiert haben

Trotz der gerade schwierigen energiewirtschaftlichen Situation in Deutschland glauben Ostroms Investor:innen an das langfristige Potential der Energiewende. Denn gerade jetzt zeigt sich deutlich, dass frischer Wind durch digitale Disruption in der Energiewirtschaft benötigt wird.

Die Umsetzungsstärke von Matthias und Karl beeindruckt uns sehr. Beide haben einen tiefen Einblick in den Markt und ein extrem starkes Konzept für die Kundenakquise entwickelt. Das zeigt auch das bisher beeindruckende Wachstum! Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ostrom die Vision grüner Energie endlich einfach zu machen und weiter zu verfolgen. Emmet King, Partner bei J12 Ventures (übersetzt aus dem Englischen)

„GFC hat Ostrom von Beginn an genau verfolgt. Im Laufe des Jahres 2021 waren wir beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der Matthias, Karl und ihr Team das Produkt implementiert und den Product-Market-Fit erreicht haben. Wir freuen uns darauf, das Team dabei zu unterstützen, den kundenorientiertesten, mobilfreundlichsten und transparentesten Ökostromanbieter in Deutschland und darüber hinaus aufzubauen.“ Dr. Jan Ossenbrink, Partner bei Global Founders Capital

„Wir haben in Ostrom investiert, weil wir glauben, dass das Unternehmen ein sehr skalierbares Geschäftsmodell hat, das den Energiesektor umkrempeln und den Verbraucher stärken wird, während der deutsche Energiemix wesentlich grüner wird. Auf diese Weise wird Ostrom sowohl einen hohen Dekarbonisierungseffekt als auch hohe Einnahmen erzielen. Genau diese Kombination ist es, die wir in einem Portfoliounternehmen suchen.“ Adrian Bührer, Partner bei Übermorgen Ventures

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Quelle Ostrom ist eine Marke der Aplus Energy GmbH

Lindner – Erholung der Wirtschaft wichtiger als EU-Schuldenregeln

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Lindner

Berlin, 10. Jan (Reuters) – Impulse zur Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise sind laut Bundesfinanzminister Christian Lindner das Top-Thema für die Euro-Länder in diesem Jahr. Europa könne mit dem Wiederaufbaufonds 750 Milliarden Euro investieren. „Wir stehen in der Verantwortung, daraus einen Erfolg zu machen“, sagte der FDP-Vorsitzende am Montag in Berlin vor Gesprächen mit Eurogruppenchef Paschal Donohoe, der zugleich irischer Finanzminister ist. Dies sei auch wichtiger als eine Reform der europäischen Schuldenregeln. Der Stabilitätspakt, der Schuldenobergrenzen setzt, in der Pandemie aber ausgesetzt wurde, habe seine Flexibilität bewiesen.

Donohoe sagte, momentan sehe es so aus, als ob die Wirtschaft der Euro-Zone etwa acht Quartale brauche, um ihr Vorkrisenniveau wieder zu erreichen. Nach der globalen Finanzkrise seien dies 29 Quartale gewesen. Donohoe ist der erste ausländische Besucher beim neuen Bundesfinanzminister. Es werde bei den Gesprächen mit Lindner auch um die deutsche G7-Präsidentschaft 2022 gehen, also den Vorsitz bei den Beratungen der sieben führenden Industrienationen. Auch über einen digitalen Euro werde gesprochen.

Lindner
Christian Lindner Foto:© Laurence Chaperon

Lindner zeigte sich offen, die europäische Bankenunion weiterzuentwickeln. Nach der Finanz- und Staatsschuldenkrise hat Europa bereits die Aufsicht über die großen Banken verstärkt und Möglichkeiten zur Abwicklung maroder Institute geschaffen. Im Konzept eines einheitlichen Bankenmarktes fehlt aber noch eine gemeinsame Einlagensicherung. Als strittig gilt in diesem Zusammenhang der Umgang mit hohen Anteilen von Staatsanleihen in den Bilanzen bestimmter Banken. Das ist vor allem in Italien ein Problem.

Die Ampel-Koalition im Bund kann sich vorstellen, eine europäische Rückversicherung für nationale Einlagensicherungssysteme von Banken zu schaffen. Es dürfe aber keine übermäßige Konzentration von Staatsanleihen in den Bankbilanzen geben. Es gebe hier viel zu diskutieren. „Wir werden keine Krise verschwenden“, so Lindner in Anspielung auf ein berühmtes Zitat des früheren britischen Premierministers Winston Churchill, man dürfe eine Krise nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Lindner – Erholung der Wirtschaft wichtiger als EU-Schuldenregeln

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Fotoquelle: Pressefoto Christian Lindner, www.fdp.de, Copyright © Laurence Chaperon

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Ankorstore: neues Einhorn durch 250 Millionen EUR Finanzierung

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Ankorstore

Ankorstore – der am schnellsten wachsende europäische B2B-Marktplatz –avanciert in nur zwei Jahren zum Einhorn

Nur zwei Jahre nach seinem erfolgreichen Start erreicht Ankorstore – der Großhandelsmarktplatz mit 200.000 Einzelhändlern und 15.000 Marken in ganz Europa – den Einhorn-Status mit einer Bewertung von 1,75 Milliarden Euro: Die jüngste 250 Millionen Euro Serie-C-Finanzierungsrunde wurde angeführt durch die Investmentfirmen BOND und Tiger Global; daran beteiligten sich Eurazeo und Coatue und die bestehenden Investoren Index Ventures, Bain Capital Ventures, GFC, Alven und Aglae.

Ankorstore – dessen Mission es ist, den Großhandelsmarkt für unabhängige Marken und Einzelhändler neu zu erfinden – hat in kürzester Zeit die Marktführerschaft in ganz Europa übernommen. Dabei ist die Markenbasis von Ankorstore um mehr als das 50-fache und die Menge der zum Verkauf stehenden Produkte um 950 Prozent gewachsen. Kunden haben inzwischen Zugriff auf über eine Million verschiedener Waren.

„Unsere Mission ist es, ein globales Großhandelsgeschäft zu erschaffen und so die unabhängigen Händler zu stärken“, erklärt Nicolas Cohen, Co-CEO und Mitgründer von Ankorstore: „Wir möchten es Marken und freien Einzelhändlern leicht und einfach machen, miteinander ins Geschäft zu kommen. Wir wollen ihren Alltag prägen und so die überholte Art und Weise verändern, wie Einzelhandel funktioniert – hin zum Besseren. Die aktuelle Finanzierung ermöglicht es uns, weiter geografisch zu expandieren und die Aktivitäten in unseren europäischen Kernmärkten zu beschleunigen. Heute sind wir in 23 Ländern präsent und unterhalten Büros in Paris, London, Berlin, Amsterdam und Stockholm. In 2022 werden wir Niederlassungen in Italien und Spanien eröffnen, so dass wir so nah wie möglich bei den Marken und Einzelhändlern sein können.“

Nicolas d’Audiffret, ebenfalls Co-CEO und Mitgründer, ergänzt: „Wir brauchten ein außergewöhnliches Team, um so schnell zu skalieren, wie es Ankorstore getan hat. Daher möchte ich dem gesamten Team danken. Es hat engagiert daran mitgewirkt, dass wir in nur zwei Jahren von null auf 400 Mitarbeiter und 15.000 Marken gewachsen sind und eine Einhorn-Bewertung erreicht haben. Das haben weltweit nur wenige Unternehmen in so kurzer Zeit geschafft.

Dabei ist das nur der Anfang unserer Mission, nämlich die Wettbewerbsbedingungen für freie Einzelhändler zu verbessern. Daher stellen wir weiterhin europaweit neue Talente ein, um die Zusammenarbeit von Marken und Einzelhändlern zu stärken und unseren lokalen Vertrieb und Kundensupport weiterzuentwickeln. Alles mit dem Ziel, dass Einzelhändler problemlos und risikofrei bestellen können und so das bestmögliche Kundenerlebnis erhalten. Zudem werden wir unser Geschäftsmodell nicht nur horizontal, sondern auch vertikal skalieren, indem wir unserem Kernangebot mit fünf Produktkategorien neue Sparten und Funktionen hinzufügen; so etwa erst jüngst mit ‚Sport & Wellbeing‘ und ‚Haustieren‘. Daneben werden wir einen Teil des frischen Kapitals in die Produkt- und Technologieentwicklung investieren und so das Kundenerlebnis unserer Gemeinschaft weiter verbessern.“

Constantin Langholz-Baikousis /// Ankorstore Berlin. Foto: Steffen Roth

Constantin Langholz-Baikousis, Country Manager Deutschland, betont: „Der dezentrale Ansatz von Ankorstore – nah an den Marken und Händlern zu sein – ist eines der Erfolgsgeheimnisse. Seit 2021 besteht unser Büro in Berlin. Von dort aus kümmern sich 31 Mitarbeiter – inklusive Vor-Ort-Vertretern bundesweit – aktiv um die Bedürfnisse der deutschen Einzelhändler und Marken. Und dank der frischen Kapitalspritze und des starken Wachstums können wir weitere Talente in Deutschland einstellen.“

„Ankorstore baut das Betriebssystem für die nächste Generation des Einzelhandels. Mit seinem schnell wachsenden, grenzüberschreitenden Großhandels-Netzwerk bietet das Unternehmen eine erstklassige Infrastruktur für Tausende von Marken und unabhängigen Geschäften weltweit. Wir sind begeistert vom Ankorstore-Führungsteam und seiner kühnen Vision: den Handel zu transformieren und starke neue Möglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Einzelhandels zu erschließen“, sagt Mood Rowghani, General Partner der Investmentfirma BOND und demnächst Director im Aufsichtsrat von Ankorstore.

„Wie wir es bei unserer ersten Investition erwartet hatten, war Ankorstore in den letzten Monaten maßgeblich an der Wiedereröffnung unabhängiger Geschäfte und Einzelhandelsgeschäfte in ganz Europa beteiligt. Das starke Wachstum kombiniert mit einer mutigen Vision und einem erfahrenen Team ist sehr vielversprechend für die Zukunft. Tiger Global ist stolz darauf, Ankorstore weiterhin auf seinem Weg zu einem weltweit führenden Unternehmen zu unterstützen und die Zukunft des unabhängigen Einzelhandels mit aufzubauen“, sagt John Curtius, Partner bei Tiger Global.

Etliche Meilensteine in den vergangenen zwei Jahren: Ankorstore

  • hat 365 Millionen Euro Kapital eingesammelt,
  • mehr als 400 Mitarbeiter eingestellt,
  • ist in 23 Ländern tätig,
  • bedient 200.000 Einzelhändler,
  • verfügt über 15.000 Marken,
  • hat 2,5 Millionen Kontakte zwischen Marken und Einzelhändlern hergestellt und
  • listet eine Million Produkte auf seiner Plattform.

Die Vorteile von Ankorstore auf einen Blick:

  • Kostenlose Lieferung in Europa ab einem Mindesteinkaufswert von 300 Euro
  • Mindestbestellwert von 100 Euro pro Marke im Gegensatz zu den meist hohen Mindestbeträgen
  • Risikominimierung für Händler und Marken durch ein 60 Tage Zahlungsziel für Händler – die Marken werden von Ankorstore direkt bei Lieferung bezahlt
  • Kauf von mehreren Marken in einer einzigen Bestellung
  • Online-Filtermöglichkeit zum Auffinden von Marken und Produktionsorten, die es den Händlern ermöglicht, eine für ihre Kunden optimierte Auswahl an Produkten anzubieten
  • Eine Auswahl authentischer Marken in 5 wichtigen Einzelhandelskategorien: Haushalt, Lebensmittel, Mode, Beauty und Kinderartikel

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Quelle: BETTERTRUST GmbH

Österreichs Ex-Kanzler Kurz unterstützt europäischen Anti-Rassismusrat

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Kurz Sebastian
Sebastian Kurz Foto:© Parlamentsdirektion / Thomas Topf www.parlament.gv.at

Zürich/Berlin, 09. Jan (Reuters) – Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz wird Mitglied des Europäischen Rats für Toleranz und Versöhnung (ECTR). Er fühle sich geehrt, dem Rat zuzugehören, erklärte Kurz am Sonntag auf Twitter nach der offiziellen Ankündigung des ECTR. Der ECRT kämpfe seit Langem gegen Extremismus, Antisemitismus und für größere Toleranz in Europa. „Anliegen, die mir sehr am Herzen liegen.“ Kurz‘ Ernennung könnte jedoch auf Kritik stoßen. Als Kanzler führte er ab 2017 zunächst eine Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ. Kurz stand zudem für eine harte Asylpolitik.

Kurz war Anfang Oktober als Österreichs Bundeskanzler wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe zurückgetreten und hatte sich Anfang Dezember aus allen politischen Ämtern zurückgezogen. Österreichischen Medien zufolge arbeitet Kurz künftig für den deutsch-amerikanischen Technologie-Investor Peter Thiel. Die Aufgabe beim Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung ist ehrenamtlich. „Sebastian Kurz ist weithin für seinen Kampf gegen alle Arten von Antisemitismus, Terrorismus, Extremismus und Radikalisierung bekannt“, erklärte der ECTR. Er habe sich auch mit der Aufarbeitung der Rolle Österreichs während des Holocausts befasst.

Präsident des ECTR ist der russische Unternehmer Mosche Kantor. Dem Board des Rats sitzt der frühere britische Premierminister Tony Blair vor. Zu den Mitgliedern gehört auch die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU).

Kurz Sebastian
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Österreichs Ex-Kanzler Kurz unterstützt europäischen Anti-Rassismusrat

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Kühnert – Arbeiten „mit Hochdruck“ an Entlastung wegen hoher Energiekosten

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Energiekosten:

Berlin, 09. Jan (Reuters) – Die Bundesregierung arbeitet nach Angaben von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert an Hilfen für von hohen Energiekosten in Bedrängnis geratene Haushalte. Kriterien dafür seien der Energieträger und die Zahl der Menschen in einem Haushalt, sagte Kühnert in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. „Unser Versprechen war immer, dass wir insbesondere Menschen mit schmalem Budget davor schützen, wenn sie unvermittelt von gesellschaftlichen, teils globalen Entwicklungen überfahren werden“, fügte er hinzu.

Ziel sei, dass in Deutschland bezahlbar gewohnt werden könne, wozu auch Nebenkosten gehörten. „Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen für die Haushalte, die jetzt in Bedrängnis geraten.“ Hintergrund sind die gestiegenen Gaspreise, aber auch die Kündigung vieler Verträge durch Billigstrom- und Gasanbieter, wodurch viele Kunden auf die teure Grundversorgung zurückfallen.

„Ich werde jetzt nicht irgendeine Zahl raushauen, das wäre unseriös“, sagte Kühnert. Er erinnerte daran, dass das Bauministerium ohnehin an einem Heizkostenzuschuss für Hunderttausende Haushalte arbeite, die Wohngeld beziehen. „Wir werden keine Zeit verplempern. Ich appelliere an die Versorger, Gas- und Stromsperren unter allen Umständen zu vermeiden.“ Der SPD-Bundestagsabgeordnete erinnerte daran, dass die Politik bereits zu Beginn der Corona-Pandemie mit dem Leistungsverweigerungsrecht Instrumente geschaffen habe, die notfalls auch Stundungen ermöglichen. Am besten seien aber unbürokratische und umsichtige Lösungen im Einzelfall.

„Wir beobachten die erheblichen Steigerungen der Gasrechnungen sehr genau – und sind ja als Bürger selbst betroffen“, sagte Kühnert. Leider vermischten sich Debatten, und es entstehe bei manchen der falsche Eindruck, dass die hohen Öl- und Gaspreise auf die Klimapolitik und CO2-Bepreisung zurückzuführen seien. Die Ursachen wie globale Konflikte bis zur Einkaufspolitik mancher Versorger seien aber vielfältig. 

Kühnert – Arbeiten „mit Hochdruck“ an Entlastung wegen hoher Energiekosten

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Foto: SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, Fotograf: Maximilian Neudert Quelle: spd.de