10. Januar: Der Börsen Vormittag

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UPDATE: 17:01

Frankfurt, 10. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.50 Uhr – Bitcoin rutscht vorübergehend unter die Marke von 40.000 Dollar und zieht Titel aus dem Kryptowährungsektor nach unten. Die in den USA gelisteten Firmen Bit Digital, Hut 8 Mining, Marathon Digital und Riot Blockchain geben zwischen 2,2 und 5,7 Prozent nach. Die Blockchain-Firma Ebang bricht rund zehn Prozent ein. Bitcoin fällt in der Spitze auf 39.558,70 Dollar und damit auf den niedrigsten Wert seit fünf Monaten. Im Handelsverlauf klettert die Cyber-Devise wieder über die psychologische Marke von 40.000 Dollar.

13.55 Uhr – Eine insgesamt 1,45 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Owens & Minor beschert Apria den größten Kurssprung seit dem Börsengang vor einem Jahr. Die Aktien des Krankenpflegedienstes steigen im vorbörslichen US-Geschäft um etwa 25 Prozent auf 37 Dollar. Owens & Minor bietet 37,50 Dollar je Aktie. Die Papiere der Medizintechnikfirma stehen mit einem vorbörslichen Minus von gut elf Prozent vor dem größten Tagesverlust seit eineinhalb Jahren.

13.00 Uhr – Eine Prognosesenkung brockt Lululemon den größten Kursrutsch seit fast zwei Jahren ein. Die Aktien des Anbieters von Yogabekleidung fallen im vorbörslichen US-Geschäft um fast neun Prozent. Dem Unternehmen zufolge hat die Omikron-Variante des Coronavirus das Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt. Umsatz und Gewinn für das abgelaufene Quartal würden daher am unteren Ende der angepeilten Spannen von 2,13 bis 2,17 Milliarden Dollar beziehungsweise 3,25 bis 3,32 Dollar je Aktie liegen.

12.20 Uhr – Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der Bank von England (BoE) geben dem Pfund Sterling erneut Auftrieb. Die britische Währung steigt um 0,1 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 1,3603 Euro. Die britische Wirtschaft sei im November voraussichtlich um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, prognostizieren die Analysten der ING Bank. Dies werde die Erwartung einer Zinserhöhung Anfang Februar untermauern.

12.00 Uhr – Ein Bieterwettstreit um Banca Carige gibt den Aktien des italienischen Geldhauses Auftrieb. Sie steigen um 5,4 Prozent auf 0,933 Euro. Insidern zufolge besserte BPER Banca ihre Offerte auf ein Euro je Carige-Aktie nach, um den Konkurrenten Credit Agricole Italia auszustechen. Medienberichten zufolge ist Finanzinvestor Cerberus ebenfalls an Carige interessiert.

11.53 Uhr – Der vorläufige Verkaufsstopp für den Coronavirus-Schnelltest von Avacta brocken der Biotech-Firma einen der größten Kursverluste der Firmengeschichte ein. Die Titel brechen in London um etwa 30 Prozent ein. Das Unternehmen nimmt seine Tests vorübergehend vom Markt, um die darin enthaltenen Antikörper zu erneuern, da die bisherigen nur bedingt auf die Omikron-Variante des Coronavirus ansprechen.

09.57 Uhr – Milliardenschwere Sanierungskosten setzen britischen Hausbauern zu. Die Aktien von Persimmon, Berkeley, Barrat und Taylor Wimpey fallen um jeweils rund drei Prozent. Die Branche muss auf Anordnung der britischen Regierung umgerechnet 4,8 Milliarden Euro für den Austausch feuergefährlicher Hausverkleidungen zahlen. Dies ist eine Reaktion auf den Großbrand im Londoner Grenfell Tower, bei dem 2017 mehr als 70 Menschen ums Leben kamen.

09.50 Uhr – Angesichts von Spekulationen auf Leitzins-Erhöhungen steigen Anleger bei Finanzwerten ein. Der europäische Banken-Index legt um 0,7 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 155,93 Punkten zu. Bei steigenden Zinsen winken Geldhäusern höhere Gewinne.

09.47 Uhr – In Erwartung einer nahenden Zinserhöhung der US-Notenbank Fed trennen sich Anleger von Staatsanleihen. Dies treibt die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries auf ein Zwei-Jahres-Hoch von plus 1,808 Prozent. Ihre deutschen Pendants rentieren mit minus 0,027 Prozent so hoch wie zuletzt vor gut zweieinhalb Jahren.

09.43 Uhr – Der Dax bricht seinen Erholungsversuch ab. Er fällt nach anfänglichen Gewinnen um 0,6 Prozent auf 15.855 Punkte. Der EuroStoxx50 dreht ebenfalls ins Minus und büßt ebenfalls gut ein halbes Prozent auf 4282 Zähler ein. Anleger spekulierten bereits für März mit einer ersten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Die Märkte sind bereits dabei, bis Ende des Jahres vielleicht sogar vier statt drei Leitzinsanhebungen als Basis-Szenario einzupreisen.“

09.10 Uhr – Eine Gewinnwarnung brockt Atos den größten Kursrutsch seit einem halben Jahr ein. Die Aktien der IT-Firma stürzen in Paris um mehr als 14 Prozent ab. Wegen Verzögerungen bei einigen Geschäften und geringeren Margen wird das Unternehmen seine Ziele den eigenen Angaben zufolge verfehlen.

08.24 Uhr – Optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten ermuntern Anleger zum Einstieg bei Vitesco. Die Aktien des Autozulieferers steigen im Frankfurter Frühhandel um knapp drei Prozent. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ sagte Firmenchef Andreas Wolf unter anderem, sein Unternehmen werde in drei bis fünf Jahren einen Drittel des Umsatzes mit Produkten für Elektroautos machen.

07.45 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar hievt BMW an die Spitze des Dax. Die Aktien des Autobauers steigen am Montag vorbörslich um ein Prozent auf etwa 96,60 Euro. Die Experten von Goldman Sachs haben die Titel auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 123 von 110 Euro angehoben.

10. Januar: Der Börsen Vormittag

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