Donnerstag, Mai 14, 2026
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1. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update 17:19 Uhr

01. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.40 Uhr – Der höchste Quartalsgewinn seit sieben Jahren beflügelt Exxon Mobil. Die Aktien des US-Ölkonzerns steigen um 5,3 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 80 Dollar. Neben dem Überschuss liege auch der Barmittel-Zufluss über den Erwartungen, kommentiert Analyst Giacomo Romeo von der Investmentbank Jefferies. Vor allem das Raffinerie- und Vertriebsgeschäft habe positiv überrascht.

16.17 Uhr – In Erwartung einer strafferen Geldpolitik der großen Notenbanken ziehen sich Investoren aus Bundesanleihen zurück. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf plus 0,041 Prozent, den höchsten Stand seit fast drei Jahren.

15.49 Uhr – Ermutigende Geschäftszahlen ermuntern Anleger zum Einstieg bei AMC. Die Aktien der Kinokette steigen an der Wall Street um fast 14 Prozent. Unter anderem Dank des Kassenschlagers „SpiderMan: No Way Home“ vervielfachte sich der Quartalsumsatz vorläufigen Berechnungen zufolge auf 1,17 Milliarden von 162,5 Millionen Dollar. Der Verlust habe sich auf 114,8 bis 194,8 Millionen Dollar verringert. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus bei fast einer Milliarde Dollar gelegen.

15.22 Uhr – Starke Geschäftszahlen hieven UPS auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Paketdienstes steigen im vorbörslichen US-Geschäft um neun Prozent auf 220,40 Dollar. Das Quartalsergebnis habe ihre Erwartungen übertroffen, lobt Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. Gleiches für die angehobene Dividende. Im Windschatten von UPS gewinnen die Titel der Rivalen FedEx und Deutsche Post bis zu 3,3 Prozent.

13.38 Uhr – Wetten auf eine schnellere Erhöhung der Fördermenge durch die OPEC+ sorgen für leichte Entspannung beim Ölpreis. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 88,67 Dollar je Barrel (159 Liter). Anleger spekulieren darauf, dass die Fördermenge bei einem Treffen der erdölexportierenden Länder und ihrer Verbündeten am Mittwoch die Produktion stärker als erwartet erhöht werden könnte. „Angesichts des Tempos der jüngsten Rally und des wahrscheinlichen Drucks seitens der Importländer sehen wir ein wachsendes Potenzial für eine schnellere Erhöhung bei diesem Treffen“, teilten die Experten von Goldman Sachs mit.

12.21 Uhr – Angesichts der Bemühungen zur Lösung der Ukraine-Krise erholt sich die russische Landeswährung. Im Gegenzug fällt der Dollar auf knapp 77 Rubel. Der Euro gibt auf 86,44 Rubel nach. In die festgefahrenen Verhandlungen wollen westliche Staaten mit einer Serie von Gesprächen mit Russland neuen Schwung bringen. Die Analysten von BCS Global Markets warnten jedoch davor, dass die Sanktionsrhetorik weiter anhalte und die jüngsten Marktgewinne im Handumdrehen wieder wegbrechen könnten.

10.26 Uhr – Die Aussicht auf einen weiteren Stellenabbau bei Stellantis lässt Anleger auf einen steigenden Aktienkurs hoffen. Die Anteilsscheine des Opel-Mutterkonzerns legen rund zwei Prozent zu. Drei Gewerkschafts-Insidern zufolge könnte der Autohersteller in Frankreich bis zu 1400 Arbeitsplätze abbauen.

09.45 Uhr – Die UBS punktet bei Anlegern mit dem besten Ergebnis seit 15 Jahren. Die Titel der größten Schweizer Bank ziehen in der Spitze um 7,5 Prozent an und klettern damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren. „Wir finden die Ergebnisse des vierten Quartals 2021 stark“, teilten die Analysten von Jefferies mit. Bei weiterhin guter Umsatzdynamik sei auch die Kostenkontrolle beeindruckend.

08.14 Uhr – Die Aktien von Vantage Towers ziehen im Frankfurter Frühhandel knapp ein Prozent an. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr sei wie erwartet bestätigt worden, sagte ein Händler. Dagegen habe der Umsatz der börsennotierten Vodafone-Funkturmtochter im dritten Quartal leicht unter den Schätzungen von Analysten gelegen. 

1. Februar: Der Börsen Vormittag

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Kennt ihr schon die heutigen Marktentwicklungen?

Marktentwicklungen: 1. Februar 2022

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Update 15:40 Uhr

01. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

Deka – Frankfurt: Das Sparkassen-Fondshaus Deka hat eine Blockchain-Tochter gegründet. Die Software-Plattform der Swiat GmbH, auf der Wertpapierprozesse digitalisiert werden können, solle zu einem Marktkonsortium aufgebaut werden, teilte die Deka mit. Banken, Vermögensverwaltern und Infrastrukturfirmen werde angeboten, Teil der Plattform zu werden und Schnittstellen zu nutzen. Ziel sei es, gemeinsame Standards für die internationale Wertpapierabwicklung zu schaffen.

EXXON MOBIL – Houston: Der US-Energieriese profitiert von den steigenden Ölpreisen. Der Gewinn kletterte im Schlussquartal auf 8,87 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 20 Milliarden im Vorjahr, wie der Konzern mitteilte. Dies ist das beste Quartalsergebnis in den letzten sieben Jahren. Der Umsatz verdoppelte sich nahezu auf knapp 85 Milliarden Dollar. Exxon will nun ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von zehn Milliarden Dollar starten.

UPS – Bangalore: Der US-Paketriese hat im Weihnachtsgeschäft weiter vom boomenden Online-Handel profitiert. UPS habe im vierten Quartal vor allem aufgrund florierender Geschäfte im US-Heimatmarkt den Umsatz um 11,5 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar gesteigert, teilte der Deutsche-Post-Rivale mit. Der operative Ertrag kletterte auf 3,9 Milliarden Dollar. UPS will nun weiter auf Wachstumskurs steuern: Der US-Riese kündigte an, seine eigentlich erst für 2023 ausgerufenen Ziele eines Umsatzes von 102 Milliarden Dollar und einer bereinigten Umsatzrendite von 13,7 Prozent bereits im laufenden Jahr zu erreichen. Damit will UPS trotz steigender Lohn- und Treibstoffkosten auch leicht profitabler arbeiten.

TESLA – Washington: Der US-Elektroautobauer muss wegen Sicherheitsrisiken mehrere zehntausend Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen seien insgesamt 53.822 Autos mit einer Software, die sogenannte rollende Stopps ermögliche und an Kreuzungen nicht vollständig den Wagen stoppe, teilte die US-Sicherheitsbehörde NHTSA mit. Dies stelle ein Risiko für die Sicherheit auf den Straßen dar. Tesla werde ein Software-Update vornehmen, das die Funktion „Rolling Stop“ deaktiviere. Von Tesla war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

TESCO – London: Wegen betrieblicher Veränderungen sind 1600 Stellen bei Großbritanniens größtem Einzelhändler bedroht. Das Unternehmen wolle in 36 Großmärkten und 49 Mini-Märkten die Auffüllung der Bestände über Nacht in den Tag verlegen, teilte Tesco mit. Zudem solle in 36 Geschäften das Zahlen an Tankstellen über Nacht direkt an der Zapfsäule ermöglicht werden. Die Supermarktkette habe jedoch 3000 offene Stellen und wolle betroffenen Mitarbeitern helfen, Alternativen innerhalb des Konzerns zu finden.

VODAFONE – London: Der Großinvestor Abrdn stellt sich hinter die Expansionspläne des Mobilfunkkonzerns. Das Vodafone-Management habe in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, Möglichkeiten zur Wertschöpfung durch Konsolidierung von Sparten und dem Funkturmgeschäft zu prüfen, sagte Andrew Millington, Leiter des britischen Zweigs der Investmentfirma Abrdn. „Obwohl ich keinen Einblick in die Pläne von Cevian habe, denke ich, dass dieser Ansatz die breite Unterstützung der Aktionäre hat.“ Der aktivistische Finanzinvestor Cevian Capital ist vor kurzem bei Vodafone eingestiegen.

NOMURA – Tokio: Infolge eines schwachen Handelsgeschäftes hat die japanische Investmentbank im Zeitraum Oktober bis Dezember einen Gewinneinbruch verbucht. Das Ergebnis des dritten Geschäftsquartals sank um knapp 39 Prozent auf 60,3 Milliarden Yen (467,1 Millionen Euro), wie Nomura mitteilte. Das Investmentbanking florierte dank des weltweiten Fusions- und Übernahmefiebers und habe teilweise die Einbußen im Handelsgeschäft kompensiert, hieß es.

NEW YORK TIMES – Bangalore: Die US-Zeitung erweitert mit dem Kauf des beliebten Online-Wortspiels „Wordle“ sein digitales Angebot. „Wordle wird nun eine Rolle in der täglichen Unterhaltung spielen und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt einen weiteren Grund geben, sich an die Times zu wenden, um ihre täglichen Nachrichten und Ansprüche zu befriedigen“, teilte das Blatt mit. Das Unternehmen habe für die Übernahme einen Betrag im niedrigen siebenstelligen Bereich auf den Tisch gelegt. Spiele und Rätsel sind Teil der Strategie der New York Times (NYT), Leser über ihre Apps und Websites an sich zu binden. Bei dem täglich neuen digitalen Rätsel gilt es, mit maximal sechs Versuchen ein Wort mit fünf Buchstaben zu erraten. Entwickelt wurde das Spiel vom ehemaligen Reddit-Software-Ingenieur Josh Wardle. Es werde weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen und es soll keine Änderungen am Spielablauf geben, so die NYT

Marktentwicklungen: 1. Februar 2022

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Kennt Ihr schon unsere Top Performer?

Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Frankfurt, 01. Feb (Reuters) – Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zum Wochenanfang hatte der deutsche Leitindex ein Prozent auf 15.471 Punkte zugelegt. Die jüngsten Kursrücksetzer hatten Schnäppchenjäger auf den Plan gerufen. Die bevorstehende Zinswende in den USA mache Anleger dennoch nach wie vor vorsichtig, konstatierten Börsianer. „Die Investoren dürften noch eine Weile damit beschäftigt sein, die Folgen des bevorstehenden Zinserhöhungszyklus und einer Bilanzverkürzung der US-Notenbank für den Aktienmarkt abzuschätzen und entsprechend ihre Portfolios anzupassen“, sagte Konstantin Oldenburger, Analyst beim Handelshaus CMC Markets. Bei den Einzelwerten stehen die Schweizer Großbank UBS, sowie die Google-Mutter Alphabet, General Motors und PayPal im Vordergrund, die Zahlen zum Schlussquartal vorlegen. Die UBS fuhr dank des Börsenbooms 2021 das beste Ergebnis seit 15 Jahren ein. Der Baustoffkonzern HeidelbergCement überraschte am Vorabend mit einem Gewinnsprung.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.471,20
Dax-Future 15.527,00
EuroStoxx50 4.174,60
EuroStoxx50-Future 4.185,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.131,86 +1,2 Prozent
Nasdaq 14.239,88 +3,4 Prozent
S&P 500 4.515,55 +1,9 Prozent

Asiatische Indizes am Dienstag Stand Veränderung

Nikkei 27.078,48 +0,3 Prozent
Shanghai Kein Handel
Hang Seng Kein Handel

Dax zur Eröffnung höher erwartet

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CPI bessert Immofinanz-Gebot nach – Einigung mit Rivalen S Immo

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Wien, 31. Jan (Reuters) – Im Übernahmerennen um den österreichischen Immobilienkonzern Immofinanz zieht sich der Rivale S Immo nach einer Einigung mit dem Gegenspieler CPI Property Group zurück. Die in Frankfurt gelistete Immobilliengesellschaft erhöhe erneut ihre Offerte und biete nun 23 Euro je Aktie, wie das Unternehmen am Montag bekannt gab. Das ist exakt so viel, wie bisher die S Immo geboten hat. Der Wiener Rivale ziehe sich nun aber aus dem Bieterrennen zurück und übertrage der CPI ihr Immofinanz-Aktienpaket in Höhe von rund 12,7 Prozent sowie alle möglicherweise durch ihre Offerte erworbenen Aktien.

Erst in der Vorwoche hatte die CPI ihr Übernahmeangebot für die Immofinanz auf 22,70 Euro je Aktie erhöht. Zeitgleich übernahm sie das Immofinanz-Aktienpaket des Hedgefonds Petrus Advisers und erlangte damit insgesamt rund 35,5 Prozent der Anteile. Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot läuft noch bis 23. Februar. Danach gibt es eine dreimonatige Nachfrist. Der Vorstand der Immofinanz hatte bisher sowohl das Angebot der CPI als auch jenes der S Immo als zu niedrig abgelehnt. 

S Immo

CPI bessert Immofinanz-Gebot nach – Einigung mit Rivalen S Immo

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BaFin erlässt Verfügung – Banken müssen mehr Krisenpolster anlegen

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Frankfurt, 31. Jan (Reuters) – Banken müssen wegen zunehmender Risiken im Finanzsystem mehr Krisenpolster anlegen. Nach Ablauf einer Anhörungsfrist erließen die Finanzaufseher der BaFin dazu eine Allgemeinverfügung, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag mitteilte. Wie bereits angekündigt wird der sogenannte antizyklischen Kapitalpuffer von null Prozent auf 0,75 Prozent angehoben. „Ziel ist, die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems präventiv zu stärken“, erklärten die Aufseher. Dabei geht es um einen Aufschlag auf andere Reserven, der zur Abfederung von Konjunkturabschwüngen dient.

Die Quote werde mit Wirkung zum 1. Februar erhöht, teilte die BaFin mit. Banken müssen dann bis zum 1. Februar 2023 die Vorgabe vollständig umsetzen. Laut Finanzaufsicht beträgt die Gesamtkapitalanforderung für den antizyklischen Kapitalpuffer 17,09 Milliarden Euro, was rund 10,2 Prozent des Überschusskapitals der Banken entspreche. Die Aufseher gehen nicht davon aus, dass durch den Schritt die Kreditvergabe der Geldhäuser gebremst wird. Jedes Vierteljahr soll überprüft werden, ob der Puffer noch angemessen ist. Dies gilt laut den Aufsehern auch in der zwölfmonatigen Einführungsphase.

Die Finanzaufsicht hatte zudem angekündigt, von Banken zusätzlich zu diesem Krisenpuffer noch einen Systemrisikopuffer für Immobilienkredite zu verlangen. Die BaFin will die Europäische Zentralbank (EZB) und den Europäischen Systemrisikorat (ESRB) in Kürze dazu informieren. Diese können sich dann innerhalb eines Monats dazu äußern. Der zusätzliche sektorale Puffer soll nach früheren Angaben bei zwei Prozent liegen. Eine Allgemeinverfügung dazu soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Die Bundesbank warnt schon seit längerer Zeit vor Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt. Aus ihrer Sicht sind Wohnimmobilien mittlerweile zwischen zehn und 30 Prozent überbewertet, wobei die Übertreibungen inzwischen nicht mehr nur die großen Ballungsräume betreffen.

BaFin erlässt Verfügung – Banken müssen mehr Krisenpolster anlegen

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Meinungen: Volkswirte zum leichten Rückgang der Inflation im Januar

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Update 14:49 Uhr

Frankfurt/Berlin, 31. Jan (Reuters) – Die Inflation lag im Januar um 4,9 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Angetrieben von den stark steigenden Energiepreisen hatte sie im Dezember noch bei 5,3 Prozent gelegen. Auch wenn es nach sechs Monaten mit anziehender Teuerung nach der Jahreswende nun etwas bergab ging, blieb der Rückgang hinter den Erwartungen zurück. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für Januar nur mit einer Inflationsrate von 4,3 Prozent gerechnet.

Das sagen die Volkswirte und Analysten dazu:

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:

„Bei aller Freude über die gesunkene Inflationsrate überwiegt die Enttäuschung. Nach wie vor ist der Energiepreisdruck so hoch, dass die Inflationsrate nicht deutlicher fällt. Ob der Inflationsgipfel tatsächlich hinter uns liegt, ist nun weniger klar geworden. Im ersten Halbjahr 2022 dürfte die Inflationsrate auf jeden Fall eine Vier vor dem Komma behalten.“

NILS JANNSEN, IFW KIEL:

„Treiber sind deutlich höhere Rohstoffpreise und die wegen Lieferengpässen steigenden Erzeugerpreise, die nach und nach an die Verbraucher weitergereicht werden. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage der Verbraucher trotz zuletzt kräftig steigender Preise hoch. Mangels Konsummöglichkeiten während der Pandemie haben sie ein Finanzpolster aufgebaut, das sie für Preisanstiege weniger empfindlich macht.“

ULRICH KATER, DEKABANK:

„Die Serie an negativen Inflationsüberraschungen reißt nicht ab. Erst wurde der Anstieg der Inflation unterschätzt, jetzt wird der Rückgang überschätzt. Die Inflationsraten in Deutschland werden zwar im Jahresverlauf weiter sinken, sie werden aber wohl das ganze Jahr über zwei Prozent bleiben. Je länger sich diese hohen Inflationsraten festsetzen, desto stärker werden sich Wirtschaft und Finanzmärkte an ihnen orientieren und die Inflation dauerhaft machen.“

FRITZI KÖHLER-GEIB, KFW:

„Nach den rasanten Preisanstiegen im vergangenen Jahr ist die weitere Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland mit großer Unsicherheit behaftet. So wirken einerseits das Wegfallen von Sonder- und Basiseffekten aus dem Jahr 2020, aber auch die mit der Omikron-Variante einhergehende Abkühlung der Wirtschaftsaktivität einem weiteren Preisanstieg zunächst entgegen. Den Rückgang begrenzt haben andererseits Faktoren wie die weiterhin ungelösten Angebotsengpässe und steigende Energiepreise, die geopolitischen Spannungen mit Russland und die strikte ‚No-Covid-Politik‘ der chinesischen Regierung. In Anbetracht aller Unsicherheiten ist es entscheidend, dass die EZB die Zinswende im Blick behält, verlässlich kommuniziert und diese unter Berücksichtigung der weiteren Inflationsentwicklung konsequent verfolgt.“

FRIEDRICH HEINEMANN, ZEW:

„Die Hoffnung auf ein deutliches Absacken der Inflation zum Jahresbeginn hat sich nicht erfüllt. Der Preisdruck wird anhalten, weil Unternehmen die viel höheren Beschaffungskosten nun kontinuierlich über Preisanpassungen an die Endverbraucher weitergeben werden. Das Jahr 2022 hat inflationär begonnen und wird es bleiben. Wenig inflationär sind demgegenüber die aktuellen Lohnabschlüsse. Für die Inflationsperspektive ist das vorteilhaft, weil eine Lohn-Preis-Spirale derzeit noch nicht erkennbar ist. Für die Arbeitnehmer/innen bedeutet das aber, dass es auch 2022 für viele Menschen zu Kaufkraftverlusten kommen wird.“

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Mit dem Wegfall des Effektes aus der Wiederanhebung der Mehrwertsteuer hätte der Rückgang eigentlich ausgeprägter sein müssen. Aber durch den Anstieg der Preise für Haushaltsenergie gab es nur einen vergleichsweise moderaten Rückgang der Inflation. Betrachtet man dazu die Ölpreisentwicklung am aktuellen Rand, wird zusehends unwahrscheinlicher, dass die Inflation bis Ende des Jahres auf ein für die Geldpolitik akzeptables Niveau fällt. Diese Zahlen werden im EZB-Rat in der anstehenden Sitzung für Diskussionen sorgen, zumal auch die Daten aus Spanien und Belgien deutlich höher lagen als gedacht.“

MICHAEL HEISE, HQ TRUST:

„Eine 3 vor dem Komma ist vorerst nicht in Sicht. Sie könnte allenfalls im zweiten Halbjahr wieder möglich sein, wenn die Lieferengpässe und damit die Erzeugerpreise zurückgehen und wenn sich die Energie- und Rohstoffpreise nicht weiter deutlich verteuern. Eine geldpolitische Wende sollte angesichts der Inflationszahlen für Deutschland und andere EWU Staaten nicht länger hinausgezögert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die längerfristigen Inflationserwartungen weiter erhöhen und sich die Inflation damit selbst verstärkt.“

MARCO WAGNER, COMMERZBANK:

„Vor allem die Energiepreise haben kräftig zugelegt. Der Rückgang der Teuerungsrate ist alleine darauf zurückzuführen, dass der Effekt der temporären Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 den Vorjahresvergleich nicht mehr wie in den Vormonaten nach oben verzerrt. Ohne diesen Effekt hätten sowohl die Gesamt- wie auch die Kernrate im Januar weiter zugelegt.“

RALF UMLAUF, HELABA:

„Die Zahlen liegen insgesamt deutlich höher als erwartet. Die Teuerung erscheint damit hartnäckiger als zunächst gedacht und so steht die EZB unter Druck, doch noch schneller zu reagieren. Auf jeden Fall dürften die Notenbanker am Donnerstag in Erklärungsnöte kommen.“

THOMAS GITZEL, VP BANK:

„EZB-Chefin Christine Lagarde dürfte heute ein Stein vom Herzen fallen. Der Rückgang der Inflationsraten wird innerhalb der EZB flehentlich herbeigesehnt. Zwar fällt der Teuerungsrückgang etwas geringer aus als Volkswirte erwartet hatten, doch immerhin stimmt die Richtung. Letzteres ist entscheidend. Die fallende deutsche Inflationsrate ist deshalb reine Labsal für die Währungshüter. Christine Lagarde darf guter Dinge sein, dass sich die These eines nur temporären Inflationsanstieges bewahrheitet. Vermutlich sehen wir deshalb am Donnerstag in der EZB-Pressekonferenz eine gutgelaunte Notenbank-Präsidentin.“ 

Meinungen: Volkswirte zum leichten Rückgang der Inflation im Januar

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Operations1 schließt Series A-Finanzierungsrunde über 12,5 Mio. Dollar ab

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Operations1, das Cloud-Softwareunternehmen für adaptive, mitarbeitergeführte Produktionsprozesse, schließt seine Series A-Finanzierungsrunde mit über 12,5 Millionen Dollar erfolgreich ab. Die Finanzierungsrunde, die von OpenOcean, einem europäischen Venture Capital Fonds, angeführt wurde, wird Operations1 dabei unterstützen, die Teamgröße zu verdoppeln, international zu expandieren und weiter in die Produktentwicklung zu investieren.

Die Operations1-Software bietet produzierenden Unternehmen eine Lösung, um ihre Resilienz in einem zunehmend komplexen Wettbewerbsumfeld nachhaltig zu steigern. Die Plattform stellt Prozesswissen bereit, sammelt Echtzeitdaten und automatisiert zeitaufwändige, administrative Prozesse im gesamten Produktionsumfeld. 

Eine lang ersehnte Lösung zur Steigerung der Resilienz des industriellen Mittelstands und von Großkonzernen

Covid-19 hat gezeigt, dass Unternehmen mehr denn je auf Veränderungen reagieren müssen. Produzierende Unternehmen sehen sich allerdings mit fundamentalen Trends konfrontiert, welche ihre Resilienz und Wandlungsfähigkeit weit über Covid-19 hinaus erfordern. 

Während der Druck auf Industrieunternehmen durch steigende Anforderungen nach Produktindividualisierung, höchster Qualität und lückenloser Dokumentation steigt, wird der Zugang zu Fachkräften immer schwieriger. Durch stetig komplexer werdende Prozesse und einen akuten Mangel an Fachkräften laufen produzierende Unternehmen Gefahr, bei fundamentalen Veränderungen nicht in der Lage zu sein, sich flexibel anzupassen, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Während bei Operations1 zeitaufwändige administrative Tätigkeiten automatisiert werden, hilft das cloudbasierte Prozesswissen bei der Durchführung von operativen Tätigkeiten. Die vor Ort bei der Prozessausführung in Echtzeit gesammelten Daten aus Wartungs-, Qualitäts-, Montage- oder Auditprozessen können wiederum genutzt werden, um Prozesse datenbasiert und flexibel zu optimieren.

Die Kunden von Operations1 profitieren neben der gesteigerten Resilienz zudem auch unmittelbar von sicheren und effizienten Prozessen. So konnten Kunden wie Bosch, ThyssenKrupp oder Trumpf von Effizienzsteigerungen von bis zu 20% und einer Reduktion der Fehlerrate um bis zu 55% profitieren.

Benjamin Brockmann, CEO von Operations1, kommentiert:

„In vielen produzierenden Unternehmen wird auch heute noch in der Produktion mit Papier gearbeitet, daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich gegen digital versierte Wettbewerber zu behaupten. Die papierbasierte Arbeitsweise ist nicht nur aufwändig und lästig, sondern versperrt auch die Möglichkeit, datenbasierte Entscheidungen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung zu treffen. Bei Operations1 stärken wir operative Mitarbeiter und das Unternehmen durch eine intuitive, hochflexible Software, die dabei hilft, die turbulenten und sich ständig ändernden Herausforderungen zu meistern.

Wir freuen uns, das Jahr mit einer so spannenden Ankündigung zu beginnen und können heute auf das vergangene Jahr erfolgreich zurückblicken, in dem wir den Umsatz verdreifacht und neben einer Vielzahl an Mittelständlern auch zwei DAX-Unternehmen als Großkunden gewonnen haben, die langfristig auf Operations1 setzen werden“. 

Tom Henriksson, General Partner bei OpenOcean, erklärt:

„In den kommenden Jahren wird der Industriesektor der nächste sein, der Wettbewerbsvorteile durch die Digitalisierung erfährt. Operations1 ist ein Pionier in diesem Bereich, indem es kontinuierliche, datenbasierte Prozessinnovationen ermöglicht. Wir freuen uns sehr, die Gründer und das fantastische Team bei ihrer Mission zu unterstützen.“

Neben OpenOcean konnte das Operations1-Team auch hochkarätige Business Angels gewinnen. Unter anderem unterstützen Kulpreet Singh, ehemaliger Managing Director bei UiPath, und Michael Füllemann, ehemaliger President und Chairman bei Schindler und Senior Partner bei BCG, das Team als Berater. Auch die bisherigen Investoren Cherry Ventures aus Berlin und 42cap aus München haben sich ebenfalls an der Runde beteiligt.

Christian Meermann, Founding Partner bei Cherry Ventures, ergänzt:

„Der Softwaremarkt für die ‚Deskless Workforce‘ ist gigantisch. Allein in der DACH-Region schätzen wir den Markt auf rund 10 Millionen potenzielle Software-Nutzer. Das Team von Operations1 ist bestens aufgestellt, um sich zu einem globalen Marktführer zu entwickeln.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Bild und Text: cioplenu GmbH

Wintershall-Investor will kurzfristig keinen IPO

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Frankfurt, 31. Jan (Reuters) – Der Wintershall-Miteigner Letter One will einem Zeitungsbericht zufolge keinen kurzfristigen Börsengang des Öl- und Gasunternehmens.

Letter One werde dem „zunehmenden Druck jetzt zu handeln“ widerstehen, berichtete die „Financial Times“ (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Erklärung der Investorengruppe gegenüber der Zeitung. Für einen Börsengang sei angesichts der Marktstimmung gegenüber Vermögenswerten in Russland, wo Wintershall einen Teil seines Gases und Öls fördert, derzeit kein guter Zeitpunkt. Er würde sehr wahrscheinlich zu einer Bewertung führen, die das Potenzial des Unternehmens nicht widerspiegelt.

Die Konzentration auf den Börsengang und die Ausschüttung von Dividenden drohe zudem Investitionen zu verhindern.

Der Börsengang von Wintershall Dea ist bereits zweimal verschoben worden, zuletzt war er eigentlich für die zweite Hälfte des vergangenen Jahres geplant. Im Juni hatten die Anteilseigner BASF und Letter One diesen aber wegen der damaligen Marktbedingungen auf Eis gelegt und erklärt, ein Börsengang werde erst nach 2021 angestrebt.

Investor

Ein konkreter Zeitpunkt war seitdem nicht mehr genannt worden. „Wir sind nach wie vor fest entschlossen, unseren Anteil an der Wintershall Dea zu veräußern, und wir halten einen Börsengang weiterhin für den besten Weg, unseren Anteil zu vermarkten“, erklärte ein BASF-Sprecher mit Blick auf den Zeitungsbericht.

Wintershall Dea entstand 2019 aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea. Der Ludwigshafener Chemieriese BASF ist mit 67 Prozent beteiligt. Die Investorengruppe Letter One des russischen Milliardärs Mikhail Fridman, die ehemalige Dea-Eignerin, hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 33 Prozent.

Letter One erklärte laut „FT“, dass der „ausschließliche Fokus von BASF auf einen Börsengang“ Wintershall daran hindert, wertsteigernde Aktivitäten wie etwa Zukäufe zu verfolgen. BASF habe angedeutet, diese nicht zu unterstützen. Letter One werde wiederum einen Börsengang unterstützen, wenn dieser wirtschaftlich sinnvoll sei. 

Wintershall-Investor will kurzfristig keinen IPO

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Lindner will EEG-Umlage „schon in wenigen Wochen“ abschaffen

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EEG

Berlin, 31. Jan (Reuters) – Bundesfinanzminister Christian Lindner will als Reaktion auf die gestiegenen Stromkosten die sogenannte EEG-Umlage so schnell wie möglich abschaffen. „Jetzt konkret muss gehandelt werden“, sagte der FDP-Vorsitzende am Montag in der ARD. Die Menschen spürten die Inflation, die auf die teure Energie zurückgehe. Die EEG-Umlage ist der Strompreis-Aufschlag für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Diesen will die neue Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP spätestens 2023 abschaffen. Zuletzt mehrten sich aber Stimmen, es bereits 2022 zu tun. „Wenn es nach mir geht, schon in ganz wenigen Wochen“, sagte Lindner nun. Dies reiche aber nicht aus. „Weitere Maßnahmen müssen folgen.“ Als Beispiel nannte er steuerliche Erleichterungen, etwa bei der Einkommenssteuer.

Am Montag werden neue Januar-Daten zur Inflation in Deutschland erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Anstieg um 4,3 Prozent zum Vorjahr. Lindner sagte, es müsse jetzt zwar gehandelt werden, er stelle aber infrage, ob es eine dauerhafte Inflation sei. 

Lindner will EEG-Umlage „schon in wenigen Wochen“ abschaffen

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Foto: Christian Lindner Copyright © Laurence Chaperon

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Regierung und SPD-Führung in Russland-Frage geschlossen

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Berlin, 31. Jan (Reuters) – SPD-Co-Chef Lars Klingbeil hat den Eindruck der Zerstrittenheit in Regierung und SPD in der Russland-Politik zurückgewiesen. „Es ist völlig klar für uns: Wir erleben eine Eskalation, die von Russland ausgeht“, sagte Klingbeil am Montag in der ARD auf die Frage, ob es nicht Differenzen in seiner Partei und der Ampel-Regierung gebe. „Da sind wir sehr deutlich, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, sollte Russland die Ukraine angreifen“, fügte er mit Blick auf mögliche Sanktionen hinzu. Seit Wochen gibt es eine Debatte, ob es dann auch Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 geben sollte. Klingbeil reagierte auch auf umstrittene Äußerungen des früheren Kanzlers Gerhard Schröder (SPD), der der Ukraine Säbelrasseln vorgeworfen hatte. „Äußern können sich viele, aber entscheiden tun wir als aktuelle SPD-Führung gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz.“

Regierung

Der SPD-Co-Chef hat für den Nachmittag eine parteiinterne Runde einberufen, um über die Russland-Politik zu diskutieren. Dabei handele es sich nach Parteiangaben um einen länger angesetzten Prozess, um die verschiedenen Pole in der größten Regierungspartei bei der Russland-Politik zusammenzubringen. Klingbeil verwies auf einen doppelten Ansatz aus Entschiedenheit und Dialog. „Wir sind auch klar darin, dass es jetzt darum geht, Frieden zu organisieren. Ich möchte nicht, dass wir jetzt durch Drohung, durch Taten in eine Situation hineingeraten, in der auf einmal – vielleicht ungewollt – eine Kriegssituation in Europa entsteht“, sagte er. Der SPD-Co-Chef hatte zuvor Waffenlieferungen an die Ukraine abgelehnt. Es sei richtig, dass Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) nun vorangingen, um diplomatische Initiativen aus der Mitte Europas heraus zu entwickeln. „Da hat Olaf Scholz die volle Rückendeckung.“ 

Regierung und SPD-Führung in Russland-Frage geschlossen

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