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2. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 14:21 Uhr

Frankfurt, 02. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.12 Uhr – Die Absage der Opec+ an eine deutlichere Anhebung der Erdöl-Fördermengen treibt die Preise für die Sorten Brent und WTI um jeweils etwa 1,5 Prozent auf von 90,49 beziehungsweise 89,72 Dollar je Barrel. Für Letztere ist das der höchste Stand seit Siebeneinhalb Jahren. Insidern zufolge wollen die großen Exportstaaten die Quoten wie in den vergangenen Monaten um 400.000 Barrel pro Tag anheben.

13.33 Uhr – In der Hoffnung auf sprudelnde Gewinne steigen Anleger bei Finanzwerten ein. Der europäische Banken-Index steigt um 1,3 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 161,52 Punkte. Genährt werden diese Spekulationen von der Aussicht auf Zinserhöhungen, die den Geldhäusern höhere Einnahmen aus dem klassischen Kreditgeschäft versprechen.

11.53 Uhr – Enttäuschende Geschäftszahlen lösen einen Ausverkauf bei Paypal aus. Die Aktien des Online-Zahlungsabwicklers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 17 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 145,76 Dollar. Das Quartalsergebnis werfe Fragen über die kurzfristigen Geschäftsaussichten auf, kommentiert Analyst Mark Palmer vom Brokerhaus BTIG. Außerdem blieben die Ziele für 2022 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Er stufe die Titel daher auf „Neutral“ von „Buy“ herunter.

11.44 Uhr – Ein optimistischer Ausblick beflügelt AMD. Die Aktien des Chip-Herstellers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 11,5 Prozent und stehen vor dem größten Tagesgewinn seit eineinhalb Jahren. Das Unternehmen peilt für 2022 einen überraschend hohen Umsatz von 21,5 Milliarden Dollar an. Dank wettbewerbsfähigerer Produkte werde AMD dem Erzrivalen Intel, der mit Fertigungsproblemen zu kämpfen habe, weitere Marktanteile abnehmen, prognostiziert Analyst Abhinav Davuluri vom Research-Haus Morningstar. Intel-Titel geben 0,2 Prozent nach.

11.35 Uhr – Enttäuschende Quartalsergebnisse setzen Telenor zu. Die Aktien der Telekomfirma fallen in Oslo um knapp sechs Prozent, so stark wie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Wegen gestiegener Kosten bleibe der operative Gewinn mit umgerechnet 1,2 Milliarden Euro erneut hinter den Erwartungen zurück, moniert Analyst Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies. Enttäuschend sei auch die Aussicht auf ein Betriebsergebnis 2022 knapp über Vorjahresniveau.

11.22 Uhr – Anleger zeigen sich von der Novartis-Bilanz enttäuscht. Mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 79,10 Franken setzt sich der Pharmawert ans Ende sowohl der Schweizer Standardwerte als auch der europäischen Gesundheitswerte. Analysten verweisen auf das eher verhaltene vierte Quartal. Auch die gedämpften Aussichten für die Generika-Sparte Sandoz kommen nicht gut an. „Insgesamt ein etwas schwächeres Quartal mit einem Ausblick, der die Erwartungen noch gerade erfüllen sollte“, erklärt ZKB-Analyst Laurent Flamme.

11.06 Uhr – Der überraschende Anstieg der Inflation in der Euro-Zone schürt Spekulationen auf eine nahende Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Dies gibt dem Euro Auftrieb, der sich auf 1,1305 Dollar verteuert.

10.50 Uhr – Dank eines optimistischen Ausblicks schieben Anleger die enttäuschenden Quartalsergebnisse von Novo Nordisk beiseite. Die Aktien des weltgrößten Anbieters von Diabetes-Medikamenten steigen in Kopenhagen um vier Prozent. Das Unternehmen peilt für 2022 ein Umsatzplus von sechs bis zehn Prozent und einen Anstieg des operativen Ergebnisses von vier bis acht Prozent an. „Das spiegelt die anhaltende Wachstumsdynamik wider“, kommentiert Analyst Sören Lontoft von der Sydbank. Im abgelaufenen Quartal blieb das Betriebsergebnis aber mit umgerechnet 1,8 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück.

10.28 Uhr – Dank zuversichtlicher Aussagen zu den Geschäftsaussichten greifen Anleger bei den Aktien von Vodafone zu. Sie steigen in London um drei Prozent. Der Mobilfunker sieht sich auf Kurs, seine Gesamtjahresziele zu erreichen. Außerdem habe das Ergebnis des abgelaufenen Quartals über den Erwartungen gelegen, kommentiert Analyst Jerry Dellis von der Investmentbank Jefferies.

2 Februar 22

09.38 Uhr – Julius Bär kann einen Rekord-Nettogewinn und eine Dividendenanhebung nicht in Kursgewinne ummünzen. Die Aktien des Vermögensverwalters steuern in Zürich mit einem Minus von mehr als sechs Prozent auf den größten Tagesverlust seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu. Die Analysten der Credit Suisse monieren, dass das Vorsteuerergebnis wegen hoher Kosten hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

09.30 Uhr – Ein Rekord-Quartalsergebnis ermuntert Anleger zum Einstieg bei Hexagon. Die Aktien des Messtechnik- und Software-Konzerns steigen in Stockholm um fünf Prozent. Das Unternehmen verdiente im abgelaufenen Quartal operativ 373 Millionen Euro, mehr als von Analysten erwartet.

09.25 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen der Swedbank. Die Aktien des Geldhauses fielen in Stockholm um vier Prozent. Das Netto-Ergebnis liege mit umgerechnet 465 Millionen Euro zwar leicht über seinen Erwartungen, schreibt Analystin Sofie Peterzens von JPMorgan. Die Zinseinnahmen hätten dagegen enttäuscht.

09.11 Uhr – Ein Umsatz- und Gewinnsprung beflügelt Alphabet. Die in Frankfurt notierten Aktien der Google-Mutter steigen um 9,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 2675 Euro. Das ist der größte Kurssprung seit zweieinhalb Jahren.

08.23 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar hieft SGL Carbon an die Spitze des SDax. Die Aktien des Grafitelektroden-Anbieters steigen am Mittwoch im Frankfurter Frühhandel um knapp vier Prozent auf 6,41 Euro. Die Experten der HSBC haben die Titel auf „Hold“ von „Reduce“ hochgestuft und das Kursziel auf 6,50 von 6,20 Euro angehoben. 

2. Februar: Der Börsen Vormittag

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Kennt ihr schon die heutigen Marktentwicklungen?

Marktentwicklungen 2. Februar 2022

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Update: 17:02 Uhr

02. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BAWAG – Wien: Die österreichische Bank kauft in den USA zu. Die Peak Bancorp, Holdinggesellschaft der Idaho First Bank, werde vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden für 65 Millionen Dollar (58 Millionen Euro) vollständig übernommen, teilte die Bawag mit. Damit könne die Bawag ihre Präsenz in den USA ausbauen und sich für künftiges Wachstum in einem der Kernmärkte in Österreich, Deutschland und der Schweiz besser positionieren. Idaho First Bank ist den nach Angaben zufolge eine landesweit operierende Community Bank mit Sitz in McCall im Bundesstaat Idaho im Nordwesten der USA. Die Transaktion sei vom Verwaltungsrat der Peak Bancorp genehmigt worden und stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aktionäre.

ABBVIE – Bangalore: Der US-Pharmakonzern erwartet dank gestiegener Verkäufe bei Botox und seinem Schuppenflechte-Medikament Skyrizi einen kräftigen Gewinnanstieg im laufenden Jahr. Für 2022 werde mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 14,00 und 14,20 Dollar gerechnet nach 12,70 Dollar 2021, teilte AbbVie mit. Im vierten Quartal 2021 verbesserte sich der Umsatz um 7,4 Prozent auf 14,89 Milliarden Dollar, der Nettogewinn betrug 4,04 Milliarden Dollar. Davon brachten allein Botox und Skyrizi 626 Millionen Dollar beziehungsweise 895 Millionen Dollar Umsatz ein. Das Krebsmedikament Humira, dessen Patent 2023 in den USA ausläuft, steigerte seinen Umsatz im Schlussquartal um 3,5 Prozent auf 5,33 Milliarden Dollar, lag damit aber unter den Schätzungen der Analysten.

CAPRI – Bangalore: Die anhaltende Erholung der Nachfrage nach Luxusmode von der Corona-Flaute stimmen den US-Modeanbieter zuversichtlicher. Capri erwartet nun für das Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 5,56 Milliarden Dollar nach einem starken Geschäft im dritten Quartal (per 25. Dezember), wie das Unternehmen mitteilte. Bislang war ein Jahresumsatz von etwa 5,4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt worden. Der Eigentümer von etablierten Edelmarken wie Michael Kors, Versace und Jimmy Choo rechnet für das laufende Jahr auch mit einem Gewinn von sechs Dollar je Aktie (zuvor: 5,30 Dollar). Capri sei eine der wenigen Marken, die gesünder aus der Pandemie herauskämen, sagte Simeon Siegel, Analyst bei BMO Capital Markets. Die höheren Preise hätten dazu beigetragen, die Gewinnmargen des Unternehmens inmitten steigender Versand- und Produktionskosten zu erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 geht Capri davon aus, einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 6,60 Dollar pro Aktie zu erzielen.

THERMO FISHER – Bangalore: Der US-Laborausrüster und größter Anbieter von Corona-Tests hat dank der Omikron-Variante im vierten Quartal 2021 mehr umgesetzt und verdient als von Analysten erwartet. Dank steigender Nachfrage nach Covid-19-Tests vor allem in den USA stieg der Nettoumsatz auf 10,7 Milliarden Dollar von 10,55 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten lediglich 9,68 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Umsatz durch andere Produkte im Zusammenhang mit dem Coronavirus kletterte auf 2,45 Milliarden Dollar von 2,05 Milliarden im dritten Quartal. Pro Aktie erzielte Thermo Fisher aus Massachusetts ohne Einmaleffekte einen Gewinn von 6,54 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 5,62 Dollar.

FERRARI – Mailand: Der italienische Sportwagenbauer sieht sich auf Wachstumskurs. Der Vorstand erwartet 2022 einen Anstieg des bereinigten operatives Ergebenisses (Ebitda) auf 1,65 bis 1,7 Milliarden Euro. 2021 verbuchte Ferrari wie angekündigt ein Ebitda von rund 1,53 Milliarden Euro.

VOLVO CARS – Stockholm: Der Umsatz des schwedischen Autobauers ist im Januar wegen des weltweiten Mangels an Bauteilen eingebrochen. Im Januar verkaufte Volvo Cars rund 20 Prozent weniger Autos, obwohl die Nachfrage hoch geblieben sei, teilte das Unternehmen mit. In Europa brach der Umsatz um 24,8 Prozent ein, in den USA rutschte er um 12,8 Prozent. „Die Versorgungslage erholt sich weiter, jedoch wird die Knappheit an Komponenten Volvo Cars und die Autoindustrie weiterhin einschränken“, teilte der Autohersteller mit. Die Mehrheit an Volvo Cars hält die chinesische Geely Holding.

PANASONIC – Tokio: Die gesunkene Nachfrage nach Haushaltsgeräten und gestiegene Materialkosten haben beim japanischen Elektronikkonzern für einen Gewinnrückgang gesorgt. Im dritten Geschäftsquartal 2021/22 sei der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 73 Milliarden Yen (565,12 Millionen Euro) gesunken, teilte Panasonic mit. Analysten waren von 106,9 Milliarden Yen ausgegangen. Dennoch hält der Zulieferer von Autobatterien für Tesla an seiner Gesamtjahresgwinnprognose von 370 Milliarden Yen fest.

CLARIANT – Zürich: Das Schweizer Spezialchemieunternehmen verkauft seine Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Scientific Design Company an die saudiarabische Sabic. Im Rahmen der Transaktion werde die 50 Prozent-Beteiligung von Clariant mit 130 Millionen Dollar bewertet. Dazu komme eine Gewinnbeteiligungsvereinbarung für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum Abschluss der Transaktion, der Mitte des laufenden Jahres erwartet werde. Der endgültige Betrag werde mit dem Verkaufsabschluss fällig. Die US-Firma Scientific Design Company entwickelt und lizensiert firmeneigene Prozesse für die Herstellung von unter anderem Ethylenoxid und Bioethylen und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 121 Millionen Franken. Sabic ist Großaktionär von Clariant.

DIC ASSET – München: Der Immobilieninvestor stößt mit seinem Kaufangebot für den bayerischen Logistikimmobilien-Entwickler VIB Vermögen bei dessen Führung auf Widerstand. „Das beabsichtigte Übernahmeangebot reflektiert nur unzureichend die starke Geschäftsentwicklung, die positive Marktentwicklung für Logistikimmobilien und das damit verbundene mittelfristige Wertpotenzial für unser Unternehmen“, erklärte VIB-Vorstandschef Martin Pfandzelter in Neuburg an der Donau. „Darüber hinaus sehen wir keine zusätzlichen Synergien aus einer Mehrheitsbeteiligung durch die DIC.“ DIC will die Beteiligung von zehn bis auf 51 Prozent aufstocken und bietet dafür 51 Euro je VIB-Aktie.

SANTANDER – Madrid: Die spanische Großbank hat dank florierender Geschäfte in den USA und Großbritannien sowie der Auflösung von Rückstellungen im vierten Quartal 2021 den Gewinn vervielfacht. Netto schnellte das Ergebnis auf 2,28 Milliarden Euro nach 277 Millionen im Jahr zuvor. Die Bank löste 750 Millionen Euro an Rückstellungen auf, da sich die Geschäfte deutlich verbesserten. „In allen unseren Regionen und Geschäftsbereichen haben wir ein solides und beständiges Umsatzwachstum verzeichnet, wobei die USA und Großbritannien 2021 herausragende Performer und Brasilien und Chile die profitabelsten Banken in ihrer Vergleichsgruppe sind“, sagte Bank-Chefin Ana Botin.

CREDIT SUISSE – Zürich: Die Schweizer Großbank hat vor einem US-Gericht eine Niederlage erlitten. Eine Bezirksrichterin in Manhattan lehnte es ab, eine Sammelklage von Anlegern abzuweisen. Die Kläger werfen Credit Suisse vor, Kurse am Devisenmarkt manipuliert zu haben. Die Richterin erklärte, sie halte es für verfrüht, die Behauptung der Credit Suisse zu akzeptieren, dass sie nicht Teil einer Verschwörung zur Ausweitung von Devisen-Handelsspannen gewesen sei. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab. Die Anwälte der Anleger reagierten vorerst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Credit Suisse ist die letzte verbleibende Bank in dem 2013 begonnenen Kartellverfahren, nachdem 15 andere Institute Vergleiche in Höhe von 2,31 Milliarden Dollar geschlossen hatten.

SONY – Tokio: Der japanische Elektronikkonzern hat im dritten Geschäftsquartal dank der Spielelkonsole Playstation 5 einen Gewinnsprung verzeichnet und seine Prognose für das Gesamtjahr nochmals angehoben. Im Zeitraum Oktober bis Dezember stieg das Betriebsergebnis um 32 Prozent auf 465 Milliarden Yen (3,6 Milliarden Euro). Experten hatten lediglich mit rund 352 Milliarden Yen gerechnet. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand nun ein Ergebnis von 1,2 Billionen Yen statt 1,04 Billionen an. Der Vorstand kündigte zudem an, den Hersteller des Videospiels „Halo“ für 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) zu kaufen.

SOFTBANK/GENERAL MOTORS: Der Vision Fund des japanischen Investors pumpt weitere 1,35 Milliarden Dollar in die Roboterwagenfirma Cruise von General Motors. Mit der Beteiligung soll ein selbstfahrender Ride-Hailing-Service in San Francisco auf die Straße gebracht werden, teilte der Hersteller autonomer Fahrzeuge mit. Cruise plane nicht, in naher Zukunft weitere Mittel auf den Kapitalmärkten aufzunehmen, sagte GM-Chefin Mary Barra. Im Jahr 2018 investierte der SoftBank Vision Fund bereits 900 Millionen US-Dollar in das in San Francisco ansässige Start-up und verpflichtete sich, weitere 1,35 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, sobald die Cruise-Fahrzeuge für einsatzfähig sind.

Marktentwicklungen 2. Februar 2022

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Dax höher erwartet – Inflation und US-Jobs im Blick

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Frankfurt, 02. Feb (Reuters) – In Erwartung zahlreicher Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am heutigen Tag höher starten. Am Dienstag hatte er ein Prozent im Plus bei 15.619,39 Punkten geschlossen. Ihre Haupt-Aufmerksamkeit richten Börsianer auf die europäischen Inflationsdaten. Experten rechnen für Januar mit einem Rückgang der Teuerungsrate auf 4,4 von fünf Prozent im Jahresvergleich. Einige Investoren erwarten aber vor dem Hintergrund des überraschend hohen Preisdrucks in Deutschland einen höheren Wert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) werde zwar bei ihrer Sitzung am Donnerstag noch nicht an ihrer Geldpolitik rütteln, prognostizierte Sandra Holdsworth, leitende Analystin beim Vermögensverwalter Aegon. Allerdings würden Investoren die Stellungnahme und die Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf Hinweise für eine anstehende Straffung der Geldpolitik abklopfen. In den USA stehen die Jobdaten der privaten Arbeitsagentur ADP auf dem Terminplan, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Zahlen am Freitag liefern. Analysten sagen für Januar den Aufbau von 207.000 Stellen voraus, nur etwa ein Viertel so viel wie im Vormonat.

Daneben rollt erneut eine Welle von Firmenbilanzen auf die Anleger zu. In den USA öffnen unter anderem der Autobauer Ford, die Facebook-Mutter Meta und der Mobilfunker T-Mobile ihre Bücher. Parallel dazu beraten die großen Erdöl-Exporteure über ihre Förderpolitik. Börsianer rätseln, ob die „Opec+“, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, die Quoten erneut um 400.000 Barrel pro Tag oder deutlicher anheben wird.

Dax höher erwartet – Inflation und US-Jobs im Blick

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Inflation in der Eurozone übertrifft Erwartungen – hält die EZB dem Inflationsdruck stand?

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Eurozone

Ein aktueller Marktkommentar von Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income:

„Mit fünf Prozent ist die aktuelle Inflation in der Eurozone höher als erwartet. Die neuesten Daten zeigen, dass die Inflation im vergangenen Jahr immer wieder für „Überraschungen“ sorgte. Manche Investoren meinen daher, die EZB müsste einen strengeren Kurs einschlagen. Unsere Analyse bestätigt jedoch, dass die EZB gut beraten ist, Vorsicht walten zu lassen.

Die aktuelle Inflation in der Eurozone bewegt sich auf einem Niveau, das wir seit den frühen 1990er-Jahren so nicht mehr gesehen haben. Die EZB geht aktuell davon aus, dass das noch bis mindestens Mitte 2022 so bleiben dürfte. Wenn die Energiepreise weiter steigen sollten – nicht unwahrscheinlich angesichts der fragilen Situation zwischen Russland und der Ukraine – könnte die kurzfristige Entwicklung sogar noch deutlich höhere Werte mit sich bringen. In Zahlen: Verteuern sich die Gaspreise im ersten Quartal um weitere 25 Euro pro Megawattstunde und der Ölpreis um weitere zehn Euro pro Barrel, könnte das einen Inflationsanstieg um rund 0,5 Prozentpunkte nach sich ziehen.

Zahlreiche Warenkorb-basierte Untersuchen bleiben unter der EZB-Zielmarke

Was bei der Diskussion um die Inflation allerdings oft ausgeblendet wird: Die unerwartet angestiegenen Energiepreise sowie höhere Kosten für Waren und Dienstleistungen, die von den pandemiebedingt gestörten Lieferketten betroffen waren – etwa Autos oder Haushaltselektronik – haben die Inflationsnachrichten im vergangenen Jahr massiv getrieben. Dahinter wird ein freundlicheres Bild sichtbar, das auf anderen ökonomischen Daten beruht. So hat zum Beispiel das BIP der Eurozone gerade erst Ende 2021 sein Vor-Pandemie-Niveau erreicht, und das Tariflohnwachstum befindet sich auf einem Mehrjahrzehnte-Tief. Mehr noch: Der durchschnittliche Beitrag der Dienstleistungsinflation als Indikator für die Verbraucherinflation (DGI) war 2021 tatsächlich niedriger als in den drei wirtschaftlich robusten Jahren vor der Pandemie. Nicht zuletzt bleiben viele Warenkorb-basierte Untersuchungen in ihren mittelfristigen Inflationserwartungen unterhalb der Zielmarke der EZB.

Kein Zweifel: Die hohe Inflation belastet die Reallöhne; das ist schmerzhaft für die Haushalte und wird sich auf die wirtschaftliche Erholung auswirken. Doch auch die EZB kann eine Pandemie nicht einfach wegzaubern. Ebenso wenig können Zentralbanken die Geopolitik nicht beeinflussen, die globale Chip-Knappheit lösen oder die Tatsache ändern, dass die Energiepreise in Europa während des Übergangs zu Erneuerbaren Energien steigen werden

Was sollte die EZB also tun?

Die EZB ist gut beraten, trotz der aktuell hohen Zahlen an ihrem mittelfristigen Inflationsziel von zwei Prozent festzuhalten. Eine weitere Stützung der Wirtschaft durch eine Ausweitung der Anleihekäufe ist aktuell eher geboten als ein Drehen an der Zinsschraube.“

Inflation in der Eurozone übertrifft Erwartungen – hält die EZB dem Inflationsdruck stand?

Foto von Katharine Neiss (Quelle: PGIM Fixed Income)

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EZB-Sitzung: Anleger erwarten hawkishe Wende

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Sitzung Gesamtinflationsrate EZB Aktien Großbritannien

1. Februar 2022 – Sandra Holdsworth, Head of Rates UK bei Aegon Asset Management, erläutert ihre Erwartungen für die kommende EZB-Sitzung:

Ein Marktkommentar von Sandra Holdsworth, Head of Rates UK bei Aegon Asset Management:

„Der EZB-Rat kommt diese Woche zusammen, um über die Geldpolitik zu beraten. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die EZB auf dieser Sitzung ihre Geldpolitik ändern wird, auch wenn die Stellungnahme und die anschließende Pressekonferenz sehr genau analysiert werden, um festzustellen, ob eine hawkishe Wende bevorsteht.

Die Januarsitzung ist für die EZB in der Regel ein ruhiger Termin. Auf der letzten Sitzung im Dezember kündigte die EZB das Ende des PEPP, aber eine weitere Verlängerung des APP an. In der Zwischenzeit kämpfte die Eurozone mit den Auswirkungen der Omicron-Variante des Coronavirus, die Energiepreise blieben stabil, und die Besorgnis über die Ereignisse in der Ukraine wächst weiter.  

Sitzung
Foto von Sandra Holdsworth (Quelle: Aegon AM)

Die Inflation bereitet Sorgen. Der Chefvolkswirt Philip Lane hat jedoch kürzlich bestätigt, dass die EZB davon ausgeht, dass die Inflation in den Jahren 2023 und 2024 wieder unter 2 % liegen wird, auch wenn sie im Jahr 2022 über dem Zielwert bleibt. Vor diesem Hintergrund wird die EZB nicht dem Beispiel des US-amerikanischen Zentralbankrates folgen und auf dieser Sitzung eine Anhebung der Zinssätze signalisieren.  

Die Markterwartungen konzentrieren sich darauf, dass dies im Laufe des Jahres geschieht und die Zinsen bis zum Jahresende um 0,2 % angehoben werden. Dies wäre die erste Zinserhöhung der EZB seit mehr als zehn Jahren, einem Zeitraum mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,3 %, was einen ziemlichen Kontrast zu den derzeitigen Aussichten darstellt. Eine frühere Zinserhöhung wird immer wahrscheinlicher, trotz des Zeitplans der EZB für die Ankäufe von Vermögenswerten und der Inflationsprognosen.“

EZB-Sitzung: Anleger erwarten hawkishe Wende

Titelfoto und Foto von Sandra Holdsworth (Quelle: Aegon AM)

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Blocktrade ernennt Christian Niedermüller zum neuen Chief Executive Officer

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Blocktrade

Digital Assets Exchange Blocktrade ernennt Christian Niedermüller zum neuen Chief Executive Officer

Niedermüller wird in erster Linie das Wachstum vorantreiben und die operative Exzellenz von Blocktrade weiter ausbauen. Er ist ein erfahrener Fintech-Manager mit umfassendem Hintergrund im Bankwesen und einem starken Pedigree in der Finanzindustrie.

Niedermüller war in leitender Position bei verschiedenen internationalen Finanzinstituten tätig, darunter UniCredit und HCOB. Nach langjähriger Erfahrung im Bankensektor gründete er DAIC Capital und Smape Capital mit, bei letzterem ist er weiterhin als Geschäftsführer tätig.

Niedermüller ist regelmäßiger Pre-Seed/Seed-Investor, Mitgründer und Vorstandsmitglied der DAAA (Digital Asset Association Austria) und engagiert sich seit über sechs Jahren intensiv im Digital Assets Ökosystem. Sein tiefes Verständnis des Blockchain-Sektors wird entscheidend dazu beitragen, Blocktrade zu einer modernen Digital Asset Exchange auszubauen, die Produkte und Dienstleistungen für verschiedenste Zielgruppen anbietet.

Bei Blocktrade wird Niedermüller eine klare Mission definieren, die sich sowohl an erfahrene Krypto-Nutzer als auch an Menschen richtet, die zum ersten Mal mit Digital Assets in Berührung kommen. Darüber hinaus wird er den Aufbau der Lernplattform leiten und die Zusammenarbeit mit dem eCredits-Ökosystem und anderen globalen Partnern weiter fördern.

Bernhard Blaha

„Ich kenne Christian seit Jahren und freue mich, Blocktrade in die Hände eines äußerst fähigen Finanzexperten zu geben. Ich bin stolz auf das, was wir mit Blocktrade erreichen konnten und freue mich, auch in Zukunft eine enge Partnerschaft mit Blocktrade zu pflegen.“, sagt der scheidende CEO Bernhard Blaha.

Bei Blocktrade hat Blaha die geerbte Struktur optimiert und ausgebaut. Er konnte im Securities Offering eine Finanzierung über 22 Mio. Euro abschliessen, stellte ein hochqualifiziertes Kernteam ein, verbesserte die betriebliche Effizienz durch den Aufbau von Dienstleistungszentren in Estland und Luxemburg und trieb die Aufnahme wichtiger Listings sowie den Aufbau einer modernen Dienstleistungsstruktur (Fiat-Gateways, Market Making, Compliance-Prozesse u. v. m.) voran. Darüber hinaus wurde Blocktrade unter seiner Führung ein von der Aufsichtsbehörde registrierter Anbieter von virtuellen Vermögenswerten und eMoney (EMI) Distributor.

Der Schweizer Venture Builder Cryptix, der Blocktrade als Start-up aufgebaut hat, begleitete die Rekrutierung der beiden Führungskräfte und griff dabei auf sein umfangreiches Netzwerk zurück.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle RLYL für Cryptix

waterdrop® sammelt 60 Millionen Euro in Series-B unter der Führung von Temasek ein

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waterdrop

Das österreichische Unternehmen waterdrop® gibt eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro (70 Millionen US-Dollar) bekannt. Die Investitionsrunde wurde von der in Singapur ansässigen globalen Investmentgesellschaft Temasek angeführt, mit zusätzlicher Beteiligung von bestehenden Gesellschaftern Bitburger Ventures sowie Founders Future. Das Kapital wird für die weitere globale Expansion sowie für kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung verwendet.

waterdrop® wurde 2016 in Wien, Österreich, gegründet und hat sich schnell als Pionier auf dem innovativen Getränkemarkt etabliert, indem es mit dem „Microdrink“ eine völlig neue Produktkategorie geschaffen hat. Gerade ist waterdrop® mit dem innovativen UV-C Deckel LUCY®, der Wasser reinigt und in Kombination mit der Hydration App, ans regelmäßige Trinken erinnert und den Wasserkonsum trackt, in die Drink-Tech-Branche eingestiegen.

Da sich die Öffentlichkeit zunehmend der ökologischen Auswirkungen ihres Wasser- und Getränkekonsums bewusst wird, muss sich die Branche verändern. Führende Getränkehersteller sind auf der Suche nach gesünderen und sauberen Alternativen. Zuckerhaltige und künstlich aromatisierte Getränke mit ihrem massiven CO2-Fußabdruck und übermäßigem Plastikverbrauch werden in naher Zukunft veraltet und überflüssig sein, da neue Produktkategorien wie „Microdrinks“ zusammen mit einer stärkeren Leitungswasser-Filtrationsindustrie zum neuen Standard werden. Dieser Trend wird dadurch bestätigt, dass waterdrop® im Jahr 2021 einen Umsatz von 100 Millionen Dollar erreicht hat.

„Unser Ansatz ist es, ökologische Lösungen zu entwickeln, um den verantwortungsvollen Konsum von Leitungswasser zu fördern und die veraltete Idee zu überwinden, dass nicht nachhaltige und meist ungesunde Getränke in Flaschen abgefüllt und weit transportiert werden müssen. Leitungswasser ist eine sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Trinkwasserquelle“, so Martin Murray, Gründer und CEO von waterdrop®. „Nachhaltigkeit ist heute kein Privileg mehr, sondern ein Muss! Es ist sehr motivierend, mit einer der weltweit führenden Investmentfirmen zusammenzuarbeiten, um unsere Vision für eine neue, revolutionäre Ära in der Getränkeindustrie zu unterstützen.“

Heute werden jährlich mehr als 500 Milliarden Plastikflaschen hergestellt, und es wird geschätzt, dass allein in Europa jedes Jahr mehr als 52 Milliarden Liter Wasser in Flaschen abgefüllt und transportiert werden. Das entspricht bis zu 1 Million Tonnen Plastik pro Jahr, allein in Europa. Ein Microdrink, der von waterdrop® entwickelte kleine Würfel, wiegt weniger als 3 g und kann je nach Geschmack des Verbrauchers bis zu etwa 1000 ml Wasser anreichern. Im Vergleich zu Getränken in Flaschen tragen Microdrinks dazu bei, transportbedingte Emissionen (CO2) und den Plastikverbrauch zu reduzieren. Diese Veränderung der Trinkgewohnheiten bedeutet eine Reduzierung der CO2-Emissionen und des Plastikverbrauchs bis zu 98%.

„Wir sind sehr stolz und freuen uns, den revolutionären Weg von waterdrop® in dieser Wachstumsphase weiter zu unterstützen“, sagt Friedrich Droste von Bitburger Ventures. „Seit unserer ersten Investition vor drei Jahren hat sich waterdrop® von einem sehr disruptiven Konzept zu einem globalen Marktführer mit einem 9-stelligen Umsatzvolumen entwickelt, der den Verbrauchern ein hochinnovatives, praktisches und umfassendes Trinkportfolio bietet.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Produkte und Dienstleistungen von waterdrop® die Art und Weise, wie Menschen in Zukunft Wasser trinken, verändern und einen wesentlichen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren und gesünderen Konsum leisten werden. Wir freuen uns, dass wir erneut einen bedeutenden Beitrag zu dieser Finanzierungsrunde leisten konnten, und sind besonders erfreut, einen der weltweit führenden Investoren, Temasek, in unserem internationalen Shareholder-Kreis begrüßen zu dürfen.“

Die Finanzierungsankündigung zeigt, dass die Vision von waterdrop®, die Getränkeindustrie grundlegend zu verändern, Wirklichkeit wird. Neben Temasek wird waterdrop® bereits von namhaften Investoren unterstützt, darunter Alexandre Arnault, Familie Wöhrl, die Döhler GmbH, Founders Future, der Venture-Arm von Bitburger, die Suzuki-Familie aus Japan und der französische Investor Pierre Kosciusko-Morizet.

„Wir wollen waterdrop® zur weltweit führenden Trinkwassermarke machen und unsere Kernbotschaft „Drink More Water“ weltweit verbreiten. Unsere DTC-Kanäle machen mehr als 70 % unseres Umsatzes aus, und das ist wahrscheinlich eine unserer größten Stärken:

Wir kennen unsere Verbraucher sehr gut, so dass wir ihre Bedürfnisse und Erwartungen erfüllen können, und wir lernen jeden Tag dazu“, sagte Martin Murray, Gründer und CEO. „Wir wachsen in ganz Europa stark und sind seit Mitte letzten Jahres auch in den USA erhältlich. In den nächsten Jahren werden wir unsere Expansion hauptsächlich in den USA und dann über Südostasien nach China fortsetzen. Wir sind stolz darauf, ein österreichisches Unternehmen zu sein, aber mittelfristig werden wir Büros in den USA, Paris, London, Brünn und Singapur haben. Wir sind bereits ein plastik-positives Unternehmen, und wir wollen in unseren Bemühungen noch viel weiter gehen. Es ist an der Zeit, dass wir global an umweltverträglichen Lösungen arbeiten.“

Eine breite internationale Aufmerksamkeit wird seit Januar 2022 für mindestens 5 Jahre u.a. durch das Premium Sponsoring des legendären Hahnenkammrennens unterstützt. Seiner österreichischen Herkunft und seinen unternehmerischen Werten folgend, unterstützt waterdrop® eines der anspruchsvollsten und spektakulärsten alpinen Skirennen der Welt. Eine kühne Partnerschaft für ein so junges Unternehmen, das entschlossen ist, ein wesentlicher Akteur im Getränkemarkt zu werden.

J.P. Morgan AG war der alleinige Platzierungsagent für waterdrops jüngste Finanzierungsrunde.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle STILGEFLÜSTER GmbH

Haaland-NFT erzielt Rekordpreis auf Sorare

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haaland

Am Sonntagabend erreichte eine Karte von Erling Haaland, dem Weltklasse-Stürmer von Borussia Dortmund, bei der Versteigerung auf Sorare einen Verkaufswert von über 609.000 €. 

Der alte Rekord von Cristiano Ronaldo, der im vergangenen Jahr einen Preis von 245.000 € erzielte, wurde damit pulverisiert. Erling Haaland zählt mit seinen 21 Jahren zu den besten Stürmern des Weltfußballs und besticht mit überragender Quote: In bisher 79 Spielen für den BVB erzielte der Norweger 80 Tore. Der Verkaufspreis ist Beleg für die steigende Bedeutung von NFTs im Sportentertainment: Fans können mit ihren Lieblingsvereinen auf innovative Weise interagieren, Vereine erreichen weltweit neue Fangruppen und erschließen neue Einnahmequellen. 

Obwohl die Preise für Sorare-NFTs in der Spitze weiter steigen, will das Unternehmen vor allem ein für alle zugängliches Spiel für die breite Masse bauen – verschiedene Seltenheitsstufen garantieren, dass ganze Teams bereits für 50 € zusammengestellt und im Managerspiel eingesetzt werden können. Der Verkaufserlös des Haaland-NFTs repräsentiert weniger als 1 Prozent des Unternehmensumsatzes. Physische Sammelkarten erreichen indes regelmäßig siebenstellige Erlöse – eine Marke, die ob der breiteren Anwendungsfälle von NFTs auch für Sorare-Karten im Bereich des Möglichen liegt.

Auf Sorare können digitale Sammelkarten in Form NFTs von Fußballspielern gehandelt und im integrierten Managerspiel eingesetzt werden, dabei können Preise wie seltene Karten, Tickets zu Fußballspielen oder Geldpreise gewonnen werden. Bereits über eine Million Nutzer*innen sind auf Sorare registriert, davon über 70.000 aus Deutschland. Insgesamt sind mehr als 230 Vereine und Ligen Partner von Sorare, darunter die Bundesliga, die spanische LaLiga, Paris St. Germain und der FC Liverpool.

Eine Erklärung zum Spiel von Sorare und weitere nützliche Informationen zu Blockchain und NFTs finden Sie im verlinkten Q&A.

Quelle Openers

3 wichtige ETF Trends in 2022

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ETF
Xavier, Jason

Ein Kommentar von Jason Xavier, Head of EMEA ETFs Capital Markets bei Franklin Templeton:

ESG-Trend befeuerte ETF-Rekordjahr 2021 – Asien wird weiter an Bedeutung zunehmen

„Globale ETFs haben 2021 mit einem verwalteten Vermögen von annähernd 10 Billionen USD und über 1 Billion USD an neuen Nettozuflüssen ein Rekordjahr erlebt.[1] Auch im Vorjahr wurden bereits Rekordwerte erreicht, als sich ETFs wohl durch den Volatilitätstest der Corona-Pandemie als geeignetes Instrument für eine effiziente Risikoübertragung auf volatilen Märkten etablierten. Wie geht es dieses Jahr weiter?

  1. ETFs auf kurzlaufende Anleihen werden 2022 den größten relativen Zuwachs verzeichnen

Der März des Jahres 2020 und die erhöhte Volatilität durch den Beginn der Corona-Pandemie gelten weithin als die letzte Bewährungsprobe, die für die breite Akzeptanz des ETF-Instruments noch erforderlich war. Die volatile Phase warf ein positiveres Licht auf Anleihen und zeigte, wie die ETF-Struktur erfolgreich von Anlegern eingesetzt werden kann, die in angespannten Zeiten Liquidität suchen.

Diese Eigenschaft war für viele Anleger während der jüngsten pandemiebedingten Volatilitätsschübe entscheidend. Und aus unserer Sicht verstärken die Rekordzuflüsse in ETFs in den letzten beiden Jahren die Argumente für den Einsatz der ETF-Struktur als Kern-, Liquiditäts- und taktisches Instrument, das vielen Anlegern hilft, ihre Anlageziele im Anleihenbereich zu erreichen.

Während sich das wirtschaftliche Umfeld ändert und die Volkswirtschaften sich wieder öffnen, positionieren sich viele Anleger offenbar in Erwartung der Zentralbankreaktionen auf die Inflationsspitzen. Da der Markt für 2022 steigende Zinsen erwartet, dürften sich viele Anleger also weiterhin am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve positionieren.

Daher sind wir der Meinung, dass ETFs mit kurzer Duration sich dieses Jahr wahrscheinlich besser entwickeln werden als breiter angelegte Produkte auf langlaufende Anleihen.

  1. Für ETFs im ESG-Bereich werden sich die Zuflüsse erneut verdoppeln

Letztes Jahr wies fast jeder neu aufgelegte ETF einen ESG-Schwerpunkt auf und die Dynamik der ESG-Anlagen in Europa beherrscht weiterhin viele Diskussionen. Es war erneut ein Rekordjahr für die Mittelzuflüsse in europäische ESG-ETFs: Die Nettozuflüsse verdoppelten sich von 43 Milliarden USD im Jahr 2020 auf 87 Milliarden USD im Jahr 2021.

Die Einführung der neuen Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR) der Europäischen Union (EU) gab der Entwicklung Aufwind und ich sehe keinen Grund für ein Ende dieses Trends.

Wir erwarten jedoch ein steigendes Interesse der Anleger an ETFs, die als Fonds nach Artikel 9 der SFDR klassifiziert sind. Ebenso dürften ESG-ETFs, die messbare Wirkungen anbieten, einen größeren Anteil der diesjährigen Zuflüsse ausmachen.

Im Anleihenbereich erwartet die EU in den nächsten vier Jahren die Emission von grünen Anleihen im Umfang von mehr als 200 Milliarden EUR – eine gute Gelegenheit für Anleger, die mit ihrem Investment etwas bewirken möchten. Im Aktienbereich gehen wir derweil davon aus, dass Produkte mit einem Fokus auf Qualität dieses Jahr den Löwenanteil der Zuflüsse ausmachen werden.

ETF
Foto von Jason Xavier (Quelle: Franklin Templeton)
  1. Schwellenländer, welche die Lieferkettenprobleme durch die aufgestaute Nachfrage angehen, werden einen Aufschwung erleben

Die globalen Lieferkettenprobleme sind weiterhin das beherrschende Thema für viele von Importen aus Übersee abhängige Unternehmen und die wesentliche Ursache der steigenden Frachtkosten weltweit. Von Halbleitern bis Industrieanlagen – die Probleme betreffen Verbraucher wie Unternehmen auf der ganzen Welt.

Dieses Szenario ist so selten, dass selbst der Markt für Gebrauchtwagen in Großbritannien aufgrund der Knappheit an Neufahrzeugen zum ersten Mal in meinem Leben nach oben tendiert.

Die Fertigungszentren der Welt liegen weiterhin vor allem in den Schwellenländern. Deutschland einmal ausgeklammert, ist die globale Lieferkette in hohem Maße von China, Südkorea und Taiwan abhängig. 

Während einige glauben, dass sich dieses Problem über mehrere Jahre hinziehen wird, erwarten andere eine Normalisierung gegen Ende des Jahres.

Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass ETFs für einzelne Export-Schwellenländer dieses Jahr jene überflügeln werden, die weniger auf wichtige Exportgüter ausgerichtet sind, und dass das verwaltete Vermögen der entsprechenden ETFs steigen wird.“

3 wichtige ETF Trends in 2022

Titelfoto und Foto von Jason Xavier (Quelle: Franklin Templeton)

Kennt Ihr schon unsere Top Performer?

Andreas Billmeier kommentiert die italienischen Wahlergebnisse:

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EZB

„Der amtierende Präsident Mattarella wurde mit großer Mehrheit als Italiens Staatsoberhaupt wiedergewählt. Damit wurde eine politische Pattsituation beendet und die Fortsetzung der derzeitigen Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi ermöglicht.

Kurzfristig ist dies ein positives Ergebnis für Italien und mindert die Gefahr erhöhter Marktschwankungen aufgrund der Situation in Italien. Tatsächlich fallen die italienischen Anleihen-Spreads heute etwas geringer aus. 

Mittelfristig ist Mattarellas Alter (81 Jahre) vor allem in Anbetracht der bevorstehenden Parlamentswahlen (2023H1) ein Problem. Ein jüngerer Kandidat (einschließlich Draghi) wäre der allgemeinen Situation wohl zuträglicher gewesen. Durch die die Bestätigung Mattarellas können sich die Draghi-Gegner aber Hoffnung machen, dass sie nach einem Sieg bei den kommenden Wahlen möglicherweise in der Lage sein werden, den nächsten Präsidenten zu wählen.

Andreas Billmeier
Foto von Dr. Andreas Billmeier (Quelle: Western Asset / Franklin Templeton)

Der missglückte Wahlkampf warf auch ein Schlaglicht auf die erheblichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Mitte-Rechts- und Mitte-Links-Koalitionen und sogar innerhalb einiger der größeren Parteien.

In vielerlei Hinsicht war diese Präsidentschaftswahl der Startschuss für die Parlamentswahlen im nächsten Jahr, und bis dahin dürfte es noch zu erheblichen politischen Umwälzungen kommen. Wir gehen davon aus, dass die Reformdynamik nach dem Sommer ins Stocken geraten wird, da die Parteien ihr Profil wieder aufbauen müssen, anstatt die politisch schwierigen Reformen zu unterstützen, die unter der technokratischen „Sündenbock“-Regierung unter Draghi möglich sind.

Da die EZB ihre Ankäufe von Anleihen schrittweise reduziert, gehen wir davon aus, dass sich die Spreads italienischer Staatsanleihen wieder ausweiten werden, sobald die unmittelbare Aufregung vorbei ist.“

Andreas Billmeier, europäischer Volkswirt bei Western Asset Management, Teil von Franklin Templeton, kommentiert die italienischen Wahlergebnisse:

Titelfoto und Foto von Dr. Andreas Billmeier (Quelle: Western Asset / Franklin Templeton)

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