Augsburg, 31. Jan (Reuters) – Die Ampel-Koalition will laut FDP den Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger angesichts der stark steigenden Energiekosten spätestens Anfang März im Bundestag in Gesetzesform gießen. „Das wird wahrscheinlich das erste komplett durch die Ampel beschlossene Gesetz sein“, sagte der Wohnpolitik-Experte der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Föst, der Zeitung „Augsburger Allgemeinen“ (Montagausgabe). Die Zeit dränge. „Es werden noch juristische Feinheiten geklärt, aber der Heizkostenzuschuss kommt definitiv noch in diesem Quartal.“ Im Februar oder in der ersten Märzwoche soll es laut Föst beschlossen werden.
Nach einem ersten Gesetzentwurf von Bauministerin Klara Geywitz (SPD) sollen Wohngeldempfänger, die alleine leben, wegen der hohen Energiepreise im Sommer einen Zuschuss von 135 Euro bekommen. Für Zwei-Personen-Haushalte sind 175 Euro vorgesehen, für jeden weiteren Mitbewohner je 35 Euro mehr.
Koalition will Heizkostenzuschuss spätestens Anfang März beschließen
Frankfurt, 31. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
12.55 Uhr – Die Spekulationen um das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen brocken den europäischen Aktien den schwächsten Jahresauftakt seit sechs Jahren ein. Dax und EuroStoxx50 haben im Januar bislang jeweils rund 3,5 Prozent eingebüßt.
12.22 Uhr – Dank eines verdoppelten Vorsteuergewinns steuern die Aktien von SThree auf den größten Tagesgewinn seit drei Jahren zu. Die Papiere des Personalvermittlers steigen in London um fast zwölf Prozent. Da Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern suchen, stieg der Überschuss 2021 auf umgerechnet 72 Millionen Euro. Auf Basis des starken Auftakts könne auch für das Gesamtjahr 2022 mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet werden, prognostiziert Analyst Sanjay Vidyarthi von der Investmentbank Liberum.
11.23 Uhr – Spekulationen auf Verzögerungen beim geplanten Börsengang des Öl- und Gasförderers Wintershall setzen dem Mutterkonzern BASF zu. Die Aktien des Chemiekonzerns fallen gegen den Trend um rund ein Prozent. Der „Financial Times“ zufolge plädiert Wintershall-Miteigner LetterOne für Geduld, weil er wegen der Spannungen zwischen Russland und dem Westen geringere Einnahmen bei einem Börsengang befürchtet. Wintershall fördert Öl und Gas unter anderem in Russland. BASF werde sich nun wohl auf Dividendenzahlungen oder den Schuldenabbau des Öl- und Gaskonzerns konzentrieren, prognostiziert Analyst Chris Counihan von der Investmentbank Jefferies.
10.08 Uhr – Wegen kassierter Geschäftsziele und enttäuschender Zahlen steuern die Aktien von Saipem auf den größten Tagesverlust seit achteinhalb Jahren zu. Die Titel des Ölindustrie-Dienstleisters fallen in Mailand um mehr als 22 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 1,50 Euro. Vorläufigen Berechnungen zufolge machte das Unternehmen wegen gestiegener Kosten im zweiten Halbjahr 2021 statt des erhofften operativen Gewinns einen Verlust von rund einer Milliarde Euro.
09.59 Uhr – Der Rauswurf des Firmenchefs Yves Le Masne lockt Anleger zu Orpea zurück. Die Aktien des Seniorenheim-Betreibers steuern in Paris mit einem Plus von knapp zehn Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zwei Jahren zu. In der vergangenen Woche waren sie wegen des Vorwurfs der Misshandlung von Heimbewohnern um 50 Prozent eingebrochen.
09.48 Uhr – Wegen gesenkter Gewinnziele droht den Aktien von Studio Retail der größte Tagesverlust seit mehr als elf Jahren. Die Titel des Modehändlers und Einrichtungshauses fallen in London um 39 Prozent auf ein Neuneinhalb-Jahres-Tief von 97 Pence. Wegen Lieferketten-Problemen rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftjahr nur noch mit einem Vorsteuergewinn von umgerechnet 34 bis 36 Millionen Euro. Sie gehe zwar davon aus, dass Studio Retail profitabel bleibe, sagt Analystin Caroline Gulliver vom Brokerhaus Stifel, Nicolaus & Co. Wegen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs stufe sie die Papiere aber auf „Hold“ zurück und senke das Kursziel auf 120 von 300 Pence.
09.35 Uhr – In der Hoffnung auf häufigere Siege steigen Anleger bei Juventus Turin ein. Die Aktien des italienischen Fußball-Erstligisten steigen um 6,2 Prozent. Der Verein warb den Stürmer Dusan Vlahovic beim Rivalen AC Florenz ab.
09.22 Uhr – Nach einer Gewinnwarnung droht den Aktien von Casino der größte Tagesverlust seit eineinhalb Jahren. Die Papiere der Supermarktkette fallen in Paris um fast acht Prozent. Vorläufigen Berechnungen zufolge ist der operative Gewinn 2021 nicht wie erhofft gestiegen, sondern um 1,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro gefallen. Dies sei nur ein Vorgeschmack auf ein schwieriges Jahr 2022, warnt Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen sei hoch verschuldet und verliere seit Jahren Marktanteile. Im Sog von Casino büßen die Titel des Rivalen Carrefour drei Prozent ein.
09.10 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Continental. Die Aktien des Autozulieferers steigen um 3,4 Prozent auf 86,18 Euro. Die Experten der HSBC stuften die Titel auf „Buy“ von „Hold“ hoch und hoben das Kursziel auf 115 von 105 Euro an.
07.49 Uhr – Mit Käufen reagieren Anleger auf die Geschäftszahlen von Stabilus. Die Titel des Autozulieferers steigen vorbörslich um knapp drei Prozent. Der operative Gewinn liege zwar leicht unter den Erwartungen, sagt ein Börsianer. „Die Aktien sind letzte Woche aber recht schnell gefallen.“ Sie waren um insgesamt 14 Prozent eingebrochen.
31. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:
TWITTER – Düsseldorf: Der US-Onlineriese geht vor Gericht gegen das erweiterte deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) vor. Twitter habe vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage gegen das NetzDG eingereicht, sagte eine Sprecher. Auch Google und Facebook gehen bereits vor dem Kölner Gericht juristisch gegen Verpflichtungen aus dem neuen Regelwerk vor, das sich gegen Hassbotschaften aus dem Internet richtet.
TRATON – Hamburg: Der zu Volkswagen gehörende Lkw- und Bus-Hersteller baut eine Geschäftseinheit für Finanzdienstleistungen auf. Ein wichtiger Teil der ab 1. April unter dem Namen Traton Financial Services geplanten Leistungen sei die Finanzierung von Kunden beim Wechsel in die Elektromobilität und den damit zusammenhängenden Geschäftsmodellen, teilte das Unternehmen mit den Marken MAN, Scania, Navistar und der Südamerika-Tochter VWCO mit. Durch die weltweite Präsenz sollten Skaleneffekte und die bei der Finanzierung großer Flottenunternehmen nötige kritische Masse erreicht werden. Geleitet werde der Absatzfinanzierer von Scania-Finanzchef Johan Haeggman. Details wie die Struktur der neuen Geschäftseinheit sollten in den kommenden Wochen erarbeitet werden.
VODAFONE – Malaga: Der Mobilfunkanbieter kooperiert mit dem Mikrochiphersteller Intel und anderen Konzernen aus dem Silicon Valley bei der Produktion von Halbleitern für die sogenannte OpenRan-Technologie. Dabei handelt es sich um offene Funkzugangsnetze. Hardware-Komponenten einer Basisstation und die notwendige Software brauchen bei OpenRan nicht mehr von einem Anbieter zu kommen. Die Kooperation mit Intel werde Vodafone ermöglichen, neue digitale Dienste einzuführen und die Funknetze mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu optimieren, sagte Santiago Tenorio, Direktor für Netzarchitektur bei Vodafone zu Reuters.
PORSCHE – Frankfurt: Der Finanzchef des Sportwagenbauers, Lutz Meschke, ist für weitere fünf Jahre bis 2027 bestellt. Der 55-Jährige ist seit 2009 bei der Volkswagen-Tochter der Herr der Zahlen. Meschke treibe Digitalisierung und Übernahmen entschlossen voran und stelle Porsche im Finanzbereich zukunftsorientiert auf, erklärte Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche. „Damit leistet er einen zentralen Beitrag dafür, dass Porsche zu den profitabelsten Automobilherstellern der Welt gehört.“ Porsche hat eine Zielrendite von 15 Prozent, die in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres trotz Chip-Mangel übersprungen wurde. Zahlen zum Gesamtjahr veröffentlicht Porsche am 18. März.
KPN – Amsterdam: Der niederländische Telekom-Konzern will nach einem starken Geschäftsjahr mehr Geld an die Aktionäre ausschütten. KPN peile 2022 eine um 5,1 Prozent erhöhte Dividende von 0,14 Euro je Aktie an, teilte KPN mit. Zudem werde ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 300 Millionen Euro aufgelegt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) wuchs 2021 dank höherer Mobilfunkeinnahmen um 1,2 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro. „Obwohl die Kosteneinsparungen moderat ausfielen, konnte die Produktivität erheblich gesteigert werden, und die verbesserten Service-Einnahmen unterstützten das Wachstum“, erklärte Konzernchef Joost Farwerck. Der Reingewinn ging im Schlussquartal allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 17 Millionen Euro auf 157 Millionen zurück, was auf eine höhere Einkommensteuer zurückzuführen sei. Für 2022 rechne KPN mit einem bereinigten Ebitda in Höhe von 2,4 Milliarden Euro.
ATOSS SOFTWARE – München: Der Münchner Anbieter von Personalplanungs-Software hat seine Erwartungen übertroffen und schraubt die Ziele für 2022 nach oben. Der Umsatz stieg 2021 um 13 Prozent auf 97,1 Millionen Euro, wie Atoss mitteilte. Das sei das 16. Rekordjahr in Folge. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich auf 27,2 (2020: 26,2) Millionen Euro, die angestrebte operative Rendite (Ebit-Marge) von 27 Prozent wurde damit übertroffen. Atoss will die Dividende für das abgelaufene Jahr auf 1,82 (1,67) Euro je Aktie anheben. Für 2022 geht der Vorstand nun von 110 (bisher 106) Millionen Euro Umsatz bei einer Ebit-Marge von mindestens 25 Prozent aus. Bis 2025 seien Wachstumsraten von 13 bis 17 Prozent pro Jahr drin.
TUI – Frankfurt: Der Reisekonzern hat den angekündigten Fonds zur Finanzierung von Hotels auf den Markt gebracht. Angestrebt sei ein Volumen von 500 Millionen Euro, von denen schon mehr als 40 Prozent eingesammelt seien, erklärte TUI-Strategiechef Peter Krüger in einer internen Information. Der Fonds habe eine Laufzeit von zwölf Jahren. Das Geld solle in neue Hotels fließen, die von den TUI-Hotelmarken TUI Blue, Robinson Club und TUI Magic Life betrieben werden sollen. Zu den ersten Anlegern gehöre einer der größten deutschen Pensionsfonds, hatte Krüger der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ https://www.faz.net/aktuell/reise/thema/tui und der „Financial Times“ gesagt.
STABILUS – Frankfurt: Der Gasdruckfedern-Hersteller will seinen Umsatz in den nächsten acht Jahren verdoppeln. Für das Geschäftsjahr 2030 (per Ende September) strebt Stabilus Erlöse von zwei Milliarden Euro an, wie der Konzern mitteilte. Die operative Umsatzrendite soll bei 15 Prozent liegen. Das wäre nur marginal über dem Zielwert für das laufende Geschäftsjahr (2021/22) von 14 bis 15 Prozent. Im ersten Quartal erzielte Stabilus einen Umsatz von 243,7 Millionen Euro, ein Zuwachs von 3,5 Prozent. Das operative Ergebnis ging um neun Prozent auf 29,3 Millionen Euro zurück.
RYANAIR – Dublin: Die irische Billigfluggesellschaft rechnet trotz eines Verlusts im abgelaufenen Quartal nicht damit, die Preise anheben zu können. Die Buchungen hätten sich zwar dank der Lockerung der Reisebeschränkungen verbessert, doch die Buchungskurve verlaufe nach wie vor sehr spät und sehr eng, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Der Flugverkehr im vierten Geschäftsquartal (bis 31. März) erfordere eine deutliche Preisstimulierung zu niedrigeren Preisen, fügte er hinzu. Die Aussichten für das aktuelle Quartal seien nach wie vor „äußerst unsicher“. Der Verlust im dritten Geschäftsquartal 2021/22 lag den Angaben zufolge bei 96 Millionen Euro nach einem Gewinn von 88 Millionen im Vor-Coronajahr 2019.
VULCAN ENERGY – Bangalore: Der australische Lithiumkonzern hat mit der Batterieeinheit des südkoreanischen Unternehmens LG Chem einen Vertrag über den Verkauf von Lithiumhydroxid aus seinem Projekt in Deutschland geschlossen. Die Vereinbarung sehe vor, dass LG Energy Solution ab 2025 über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 50.000 Tonnen Lithium in Batteriequalität kauft, teilte Vulcan mit. Es bestehe die Option, die Vereinbarung um weitere fünf Jahre zu verlängern. LG Energy will mit der Chemikalie seine Batterie-Kapazitäten ausbauen, um die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu bedienen. Vulcan hat für das Lithiumhydroxid aus dem deutschen Oberrheintal bereits Lieferverträge unter anderem mit Volkswagen und Stellantis geschlossen.
Frankfurt, 31. Jan (Reuters) – Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Belastet von Zins- und Konjunktursorgen hatte er am Freitag 1,3 Prozent auf 15.318,95 Punkte nachgegeben. Daher richten Anleger ihre Aufmerksamkeit wenige Tage vor den geldpolitischen Beratungen der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die deutschen Inflationsdaten. Experten erwarten für Januar einen Rückgang der Teuerungsrate auf 4,3 von 5,3 Prozent im Jahresvergleich. In den USA steht unter anderem der Chicagoer Einkaufsmanager-Index auf der Agenda. Daneben halten Firmenbilanzen Börsianer auf Trab. So öffnen der Billig-Flieger Ryanair, der Autozulieferer Stabilus und Atoss Software ihre Bücher.
Schlusskurse europäischer Indizes Stand am vorangegangenen Handelstag Dax 15.318,95 Dax-Future 15.522,00 EuroStoxx50 4.136,91 EuroStoxx50-Future 4.183,50
Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung vorangegangenen Handelstag Dow Jones 34.725,47 +1,7 Prozent Nasdaq 13.770,57 +3,1 Prozent S&P 500 4.431,85 +2,4 Prozent
Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung
Nikkei 27.047,08 +1,2 Prozent Shanghai Kein Handel Hang Seng 23.802,26 +1,1 Prozent
Berlin, 30. Jan (Reuters) – Die Atommacht Nordkorea hat am Sonntag offenbar eine Mittelstreckenrakete getestet und damit den grössten Raketentest seit 2017 durchgeführt. Der Generalstabschef Südkoreas teilte mit, um 7.52 Ortszeit sei eine einzelne ballistische Rakete aus der nordkoreanischen Jaqang-Provinz in Richtung Meer vor der Ostküste Koreas abgeschossen worden.
Der südkoreanische Generalstabsrat und der japanische Kabinettschef Hirokazu Matsuno erklärten unabhängig voneinander, dass die Rakete eine Höhe von schätzungsweise 2.000 km erreicht habe und 30 Minuten lang bis zu einer Entfernung von 800 Kilometern geflogen sei.
Südkoreas Nationaler Sicherheitsrat (NSC)hat eine seltene Dringlichkeitssitzung unter Leitung von Präsident Moon Jae-in einberufen. Der Sicherheitsrat erklärte, bei dem Projektil habe es sich um eine ballistische Mittelstreckenrakete (IRBM)gehandelt. Präsident Moon sagte, mit dem Test habe Nordkorea einen weiteren Schritt unternommen, sein selbstauferlegtes Moratorium für den Test von Interkontinentalraketen mit höchster Reichweite (ICBM) zu beenden. Die hohe Zahl von Raketentests im Januar erinnere an die erhöhten Spannungen im Jahr 2017, als Nordkorea mehrere Atomtests veranstaltete und einige seiner größten Raketen über Japan fliegen ließ.
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat erklärt, er sei nicht länger an das Moratorium gebunden, das auch einen Stopp von Atomwaffentests beinhaltet. Das Moratorium war 2018 inmitten einer Flut von diplomatischen Gesprächen und Gipfeltreffen mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump verkündet worden.
Die nordkoreanische Führung hatte im Januar angedeutet, dass sie diese Tests wieder aufnehmen könnte, weil die USA und ihre Verbündeten keine Anzeichen dafür gezeigt hätten, ihre „feindliche Politik“ aufzugeben.
„Die Vereinigten Staaten verurteilen diese Aktionen und fordern Nordkorea auf, von weiteren destabilisierenden Handlungen abzusehen“, teilte das indopazifische Kommando des US-Militärs nach dem Start am Sonntag mit.
Nordkorea hat offenbar eine Mittelstreckenrakete getestet
Berlin, 29. Jan (Reuters) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck stellt eine Verlängerung von Corona-Hilfen für Unternehmen in Aussicht. „Ich hoffe, dass wir Ende März in einer anderen Situation sind. Sollte es aber nötig sein, die Hilfen erneut zu verlängern, um das Überleben hart betroffenen Betriebe zu sichern, dann werden wir in der Bundesregierung die Gelder hierfür bereitstellen“, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe den Grünen-Politiker am Samstag.
Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante sei eine neue Belastungsprobe für viele Unternehmen und ihre Beschäftigten. „Wir greifen mit den Corona-Wirtschaftshilfen daher weiter unterstützend unter die Arme.“
Die aktuellen Hilfen seien gut angelaufen, sagte Habeck. Erste Teilzahlungen – sogenannte Abschlagszahlungen – flössen seit dem 18. Januar und seien auf den Konten der Betroffenen angekommen.
Seit 7. Januar seien 4370 Anträge auf Überbrückungshilfe IV mit einem Volumen von rund 222 Millionen Euro gestellt worden, berichtete Funke unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium. Dazu kämen 28.847 Anträge auf Neustarthilfe mit einem Fördervolumen von 130 Millionen Euro. Bei der Neustarthilfe handele es sich um ein Programm für Soloselbständige. Pro Monat würden bis 1.500 Euro zur Verfügung gestellt.
Etwa die Hälfte aller Anträge komme aus den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. Über die Hälfte der Antragssumme stamme aus den Branchen Gastronomie und Hotellerie.
Habeck stellt Verlängerung von Corona-Finanzhilfen in Aussicht
Research-gestützte Strategie erschließt den sogenannten „Credit’s Sweet Spot“ und bietet Anlegern risikoadjustierte Renditen über den gesamten Zyklus hinweg
Lombard Odier Investment Managers („LOIM“) hat sein Angebot an festverzinslichen Wertpapieren mit der Lancierung der Fallen Angels Recovery-Strategie erweitert. Diese High Conviction-Strategie investiert in Unternehmen, die im Ratingspektrum zurückgefallen sind, jedoch gute Aussichten auf eine Erholung haben und eine attraktive Bewertung aufweisen.
Die Strategie wurde am 30. November 2021 aufgelegt und verfügte Ende Dezember 2021 über ein verwaltetes Vermögen von 86 Mio. USD.
Fallen Angels sind Anleihen, die von Investment Grade auf High Yield herabgestuft wurden, aber im Vergleich zu ihren Ratingkollegen stark unterbewertet sind. Die Fallen Angels Recovery-Strategie, die auf einem researchbasierten High Conviction-Ansatz beruht, bietet den Anlegern attraktive risikobereinigte Renditen über den gesamten Zyklus hinweg und ermöglicht ein starkes Marktengagement bei einer Erholung, während das Engagement bei einer Korrektur begrenzt wird.
Die Strategie baut auf LOIMs marktführendem Research zu Fallen Angels auf, die in den letzten sechzehn Jahren anhaltend überdurchschnittliche Renditen geliefert hat. In diesem Zeitraum haben Fallen Angels die höchsten Renditen aller Rating-Kategorien erzielt, sowohl in Bezug auf den Total Return als auch den Credit Excess Return.
Der Anlageansatz kombiniert Alpha- und Beta-Management, um Risiken und Drawdowns zu mindern und gleichzeitig Bottom up-Chancen zu nutzen. Die rund 100 Beteiligungen, von denen etwa 90 % mit BB bewertet sind, werden auf der Grundlage einer Fundamentalanalyse des Emittenten ausgewählt, wobei Nachhaltigkeit in den gesamten Anlageprozess einbezogen wird.
Der Fallen Angels Recovery wird von Yannik Zufferey, CIO für den Bereich Fixed Income, beaufsichtigt und von Ashton Parker, Lead Portfolio Manager und Head of Credit Research, verwaltet. Zufferey und Parker werden von einem spezialisierten Investmentteam unterstützt, das aus Jerome Collet, Anando Maitra und Denise Yung besteht.
Yannik Zufferey, CIO, Fixed Income bei LOIM, kommentiert: „Bei LOIM können wir auf eine langjährige Erfolgsbilanz bei der Erzielung robuster Renditen mit Crossover-Kreditstrategien zurückblicken. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Fallen Angels Recovery-Strategie eine ähnlich attraktive Anlagemöglichkeit darstellt. Ein erster Blick auf die historische Performance von Fallen Angels im Vergleich zu anderen Unternehmenskreditsegmenten ist äußerst vielversprechend, und unsere Untersuchungen zeigen, dass die risikobereinigten Renditen für Fallen Angels in den letzten sechzehn Jahren anhaltend besser waren. Unser marktführendes Investmentteam, das fundamentale Kreditanalysen, systematische Fähigkeiten und Crossover-Erfahrung kombiniert, ist bestrebt, diese Chancen zu nutzen und attraktive Renditen für unsere Kunden zu erzielen.“
Lombard Odier Investment Managers lanciert neue Fallen Angels Recovery-Strategie
WALLIX will organisch wachsen und greift dazu auf 10 Millionen Euro an eigenfinanzierten Investitionen zurück
WALLIX (Euronext ALLIX), ein europäisches Unternehmen für Cybersicherheitssoftware und Experte für Zugangs- und Identitätssicherheit, stellt seinen Strategieplan für den Zeitraum 2022-2025 vor und bekräftigt dabei sein Ziel, ein führender Akteur bei der Schaffung einer sicheren digitalen Welt zu werden. Ein entscheidender Ansatz soll hierbei der Unicorn 25- Plan sein.
Die Firma hat im Jahr 2020 einen Umsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet und will das starke Wachstum des ersten Halbjahres 2021 auch im Gesamtjahr fortsetzen. Dank des technologischen Know-hows wurde WALLIX von der Unternehmensberatung Kuppingercole als „Overall Leader“ unter den internationalen Akteuren im Privileged Access Management (PAM)-Sektor identifiziert und als Challenger und einziger europäischer Anbieter unter den zehn weltweit führenden Unternehmen im Gartner PAM Magic Quadrant 2021 genannt.
Neben der Fortsetzung der Expansion in Deutschland und der Eröffnung von Niederlassungen in Spanien, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurden im letzten Jahr vielversprechende Sektoren wie das Gesundheitswesen und die Fertigungsindustrie erschlossen. Das Unternehmen hat ein Netzwerk von ca. 300 Partnern (bestehend aus Resellern und Distributoren) aufgebaut und mobilisiert, wodurch die Vertriebsmannschaft 80 % des globalen Marktes abdecken kann. WALLIX verfügt heute über ein umfassendes PAM-Angebot, das auf verschiedene Marktsegmente ausgeweitet wurde wie WALLIX Bastion, WALLIX BestSafe, WALLIX Trustelem. Unternehmen können so allen Arten von Bedrohungen begegnen.
PAM-Marktwachstum von über 20 % pro Jahr
Die Sicherheit des Zugriffs auf Informationen und Daten gilt mehr denn je als eine der größten Herausforderungen für eine erfolgreiche digitale Transformation. Gleichzeitig führt die rasante Zunahme digitaler Zugänge und Ressourcen zu einem Anstieg der Cyberrisiken, da die Zahl der Angriffe zunimmt.
Dieser Trend hin zu einer immer größeren Mobilität und einer wachsenden Zahl von Identitäten, die sowohl für Personen als auch für Objekte verwaltet werden müssen, wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Die zunehmende Zahl von Zugängen ist demnach ein starker Wachstumstreiber für die Zugangs- und Identitätsschutzbranche. Kuppingercole geht davon aus, dass sich der PAM-Markt bis 2025 auf 3,1 Milliarden Dollar verdoppeln wird, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 21 % im Zeitraum 2021-2025 entspricht.
Eine definierte Vision: PAM für alle
Als Antwort auf die wachsende Zahl von Zugriffen und die steigende Nachfrage von Unternehmen, ihre digitalen Assets zu sichern, hat WALLIX eine Vision entwickelt, die als „PAM for all“ bezeichnet wird. Dieser Ansatz soll den Kunden eine sichere digitale Transformation ermöglichen. Diese Strategie stützt sich auf drei Hauptpfeiler:
PAM-Führung: WALLIX zielt darauf ab, Sicherheitstechnologien wie Bastion und BestSafe für alle – und nicht nur für Benutzer mit privilegierten Konten – einzuführen. Dies geschieht nach dem Prinzip der geringsten Privilegien (principle of least privilege), um alle gefährdeten Benutzer und Workstations eines Unternehmens zu schützen. Diese Erweiterung beinhaltet auch die Einführung von vollständigen Cloud-Lösungen (Bastion for Cloud), um die Bedürfnisse von Cloud- oder SaaS-Anbietern wie dem Einzelhandel und der Medienbranche zu erfüllen.
Die Ausweitung des WALLIX-Angebots auf Identitiy Access Management (IAM): Mit Hilfe der Entwicklung zusätzlicher Angebote rund um Identitäten (Multi-Faktor-Identifikation, IDaaS, IGA, SSO), möchte WALLIX seine Kunden bei ihren Identitäts- und Zugriffsmanagement- und Governance-Themen unterstützen.
Eingebettete Cybersicherheit: Um den zukünftigen Herausforderungen der IT/OT-Vernetzung und dem Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) zu begegnen, verfolgt das Unternehmen die Entwicklung von eingebetteten Cybersicherheitslösungen, einschließlich WALLIX Inside und der Oscar-Plattform, die mit dem Grand Défi Cyber ausgezeichnet wurde.
Internationale Expansion und Verbesserung der Vertriebsmodelle wird fortgeführt
Die internationale Expansion bleibt eine der Säulen des Wachstums für WALLIX. Ziel ist es, die Führungsposition der Gruppe in Europa zu festigen und die Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt deutlich zu erweitern (hier vor allem durch Partnerschaft mit Arrow Electronics, einem führenden IT-Distributor).
Neben der geografischen Abdeckung ist geplant, das derzeitige „Channel“-Modell (300 Reseller und Value-Added-Distributoren) durch neue Vermarktungsmodelle zu ergänzen. Dies wird in erster Linie durch die Entwicklung eines direkten Management-Ansatzes für strategische Großkunden (Global Account Management) geschehen, wobei ein spezielles Team als Cyber-Experte vor Ort an der Seite der großen Integratoren operiert. Damit der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen, die WALLIX-Technologien integrieren, möglichst viele Nutzer erreicht, plant die Gruppe eine Allianzstrategie mit Playern aus dem Bereich Industrie 4.0, Managed Shared Service Providern (MSSP) oder Technologiepartnern. WALLIX Inside bietet bereits die Grundlage für dieses OEM-Modell, das im Laufe des Unicorn 25-Plans deutlich expandieren soll.
WALLIX arbeitet daher daran, ein echtes Cybersecurity-Ökosystem zu fördern, indem es nicht nur seine Verbindungen zu seinen kommerziellen Partnern stärkt, sondern auch Allianzen mit technologischen Akteuren, Forschungslabors und Integratoren von Unternehmenslösungen eingeht.
Ziel: 100 Millionen Euro Umsatz & eine operative Marge von über 15% bis 2025
WALLIX schätzt die notwendigen Investitionen, die zur Erreichung dieser organischen Wachstumsziele anfallen, auf rund 10 Millionen Euro. Diese Investitionen, von denen 40 bis 50 % im Jahr 2022 realisiert werden sollen, werden von der Gruppe selbst finanziert. Sie werden sich auf Produktinnovation und F&E sowie auf den Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten konzentrieren.
Der Unicorn 25-Plan soll das Unternehmen in die Lage versetzen, seinen Umsatz bis 2025 auf 100 Millionen Euro zu steigern, bei einer angestrebten Betriebsmarge von über 15 %. Ein starkes organisches Wachstum von durchschnittlich 30 % pro Jahr – über die Dauer des gesamten Plans – wird der Schlüssel zur Erreichung dieser Ziele sein. Ergänzt wird dieses Vorhaben durch eine externe Wachstumskomponente.
Jean-Noël de Galzain; CEO von Wallix erklärt hierzu: „Diese ehrgeizige Strategie, unter unserem neuen „UNICORN 25“-Plan, zielt darauf ab, auf die modernen Sicherheitsherausforderungen zu reagieren, die mit der digitalen Transformation, dem Bedarf an Offenheit und der exponentiell wachsenden Anzahl von Zugängen zu digitalen Systemen, sei es in Organisationen oder in der Gesellschaft, verbunden sind.
Dies ist eine großartige Gelegenheit für WALLIX, sich zu einem weltweit führenden Anbieter von Sicherheitslösungen für die digitale Transformation zu entwickeln, mit dem Ziel, bis 2025 einen Umsatz von 100 Millionen Euro zu erzielen und eine Betriebsmarge am oberen Ende der Branchenstandards zu erreichen. Als Vorreiter im Bereich der digitalen Unternehmensverantwortung will WALLIX eine vertrauenswürdige digitale Welt aufbauen und ein strukturierender Akteur im Bereich der Cybersicherheit in Europa werden.“
Ein aktueller Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist, G10 Economies, Global Macroeconomic Research Team und Robert Tipp, Chief Investment Strategist und Head of Global Bonds
„Auf der jüngsten FOMC-Sitzung der US-Notenbank signalisierte die Fed, dass die Anhebung der Zinssätze im März ansteht. Im selben Zeitraum wird ebenfalls das Quantitative Easing auslaufen. Zudem ist eine quantitative Straffung im weiteren Verlauf dieses Jahres in Sicht.
Nach fast zwei Jahren aggressiver Lockerung schwenkte die Fed Ende letzten Jahres von einer extrem lockeren, auf lange Sicht ausgerichteten Leitlinie zu der Aussage über, dass der Zyklus für Zinserhöhungen unmittelbar bevorstehe. Allerdings werde der geldpolitische Kurs von nun an viel stärker von den Wachstums- und Inflationsbedingungen abhängen. Hinsichtlich der Inflation erklärte Powell, dass sich die Wirtschaft in einer ganz anderen Lage befinde als bei der letzten Zinserhöhung, da das Wirtschaftswachstum derzeit über dem normalen Niveau liege, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Inflation hoch sei. Er betonte jedoch den Wunsch, die Geldpolitik „langsam“ von einer außerordentlichen Lockerung zu einer geringeren Lockerung zu führen. Das heißt, die Geldpolitik soll mit dem Wirtschaftsaufschwung in Einklang gebracht werden – und nicht, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, mit einer aggressiven Straffung im Vorfeld einer anhaltenden Erholung.
Die Entscheidung der Fed für eine schärfere Geldpolitik in diesem Jahr wird ein schwieriger Balanceakt sein, da die wirtschaftlichen Aussichten für 2022 mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden sind. Die Entwicklung des Virus, die Auswirkungen einer Rücknahme der fiskalischen Anreize, das Ausmaß der Linderung der Störungen auf der Angebotsseite und das Potenzial geopolitischer Entwicklungen könnten die politischen Entscheidungen der Fed in Zukunft erschweren.
Vor diesem schwierigen Hintergrund wird die Fed jedoch zweifellos versuchen, die Finanzmärkte nicht allzu sehr zu verunsichern. Zu diesem Zweck versucht die Fed offenbar, ihre Absichten so offen und transparent wie möglich darzulegen, indem sie unerwartet eine Erklärung zu den Grundsätzen veröffentlichte, die sie bei der Umsetzung der quantitativen Straffung in diesem Zyklus zu befolgen gedenkt. Powell betonte, dass die Fed wahrscheinlich weitere Sitzungen abhalten wird, um die Details der Straffung auszuarbeiten. Unterm Strich möchte die Fed jedoch, dass sie so stetig und vorhersehbar wie möglich verläuft und dass Zinserhöhungen der Fed das aktive politische Instrument bleiben.
Die Straffung im Jahr 2022 könnte viel früher erfolgen als sie es vor dem Hintergrund der Finanzkrise getan hat. Sollte die Fed jedoch tatsächlich im Spätsommer oder Frühherbst damit beginnen, wie sie zu signalisieren scheint, gehen wir in unserem Basisszenario davon aus, dass sie den Leitzins bis dahin auf etwa 0,75 % angehoben haben wird – nur geringfügig unter dem Zielbereich von 1,0 % bis 1,25 %, der bei der letzten Zinserhöhung der Fed im Jahr 2017 vorherrschte. Was den Konjunkturzyklus betrifft, so betonte Powell, dass die Wirtschaft in ihrer Erholung weiter fortgeschritten ist.
In unserem Basisszenario gehen wir nach wie vor davon aus, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr insgesamt dreimal anheben und im dritten Quartal 2022 mit der QT beginnen wird. Sollte sich die Inflation jedoch nicht wie erwartet abschwächen, hat Powell angekündigt, dass die Fed zu einer aggressiveren Erhöhung bereit ist. Dies würde höchstwahrscheinlich zu möglichen Zinserhöhungen auf zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen führen, obwohl Powell eine mögliche Zinserhöhung um 50 Basispunkte nicht ausschloss.
Märkte bereits gut gerüstet?
Können die Märkte den Kurswechsel der Fed überleben? Die risikoreicheren Märkte waren zuletzt schwächer (d.h. die Kreditspreads sind gestiegen, die Aktienkurse gesunken), aber nicht schlechter als zu Beginn der Woche, was darauf hindeutet, dass sich die Risikomärkte angemessen auf die bevorstehende Straffung vorbereitet haben und sich nun, da die Fed ihre Pläne dargelegt hat, stabilisieren könnten.
ABBILDUNG 1: CDX HIGH YIELD SPREADS UND S&P 500 FIRST FUTURES KONTRAKT – SCHWÄCHER AM TAG, ABER OHNE NEUE HÖCHSTSTÄNDE BEI SPREADS ODER TIEFSTSTÄNDE BEI AKTIEN
Quelle: PGIM Fixed Income und Bloomberg
Darüber hinaus kam Powells Hinweis, dass die Fed bei der Umsetzung ihrer Politik flexibel sein würde – ja, sie könnte eine restriktivere Haltung einnehmen, aber andererseits könnte sie sich bei nachlassender Inflation und/oder nachlassendem Wachstum an die Seitenlinie zurückziehen – bei den Anlegern wahrscheinlich gut an. Das mag wie eine Spitzfindigkeit erscheinen, aber tatsächlich steht die flexible, bescheidene Haltung in krassem Gegensatz zur Haltung der Fed während des letzten Zinserhöhungszyklus, als sie immer wieder betonte, dass ihr restriktiver Kurs noch nicht abgeschlossen sei – auch nachdem die Daten und Märkte das Gegenteil vermuten ließen.
Während sich die Kurve der Staatsanleihen angesichts der jüngsten Entwicklungen abflachte und die kurzfristigen Zinssätze auf neue zyklische Höchststände stiegen, erreichten die langfristigen Zinssätze keine neuen Höchststände. Vor allem der Wechsel der Fed auf die hawkishe Seite wurde vom langen Ende des Anleihemarktes gut aufgenommen, da die 30-jährige Rendite deutlich unter dem im Frühjahr 2021 festgelegten Niveau blieb. Darüber hinaus blieben die langfristigen Inflationserwartungen des Marktes (gemessen an den 5-Jahres-Terminkursen für 5-jährige Staatsanleihen) zunächst relativ unverändert auf einem Niveau, das mit der von der Fed langfristig angestrebten Inflation vereinbar ist. Die Stabilisierung der langfristigen Renditen und der Inflationserwartungen sowie die in der Renditekurve eingepreisten erheblichen Erhöhungen stehen im Einklang mit unserer These, dass die langfristigen Renditen nahe ihrem Höchststand in diesem Zyklus sind.“
ABBILDUNG 2: 5-JAHRES-BREAKEVEN-INFLATION, ZWEI-, 10- UND 30-JÄHRIGE TREASURY-RENDITEN
Überleben die Märkte den Kurswechsel der Fed?
Fotos der Autorin Ellen Gaske und Titelfoto Robert Tipp (Quelle für beide: PGIM Fixed Income)
Ein Marktkommentar von Nick Chatters, Fixed Income Manager bei Aegon AM:
«Ausgehend von dem, was Powell gestern gesagt hat, besteht eine begründete Wahrscheinlichkeit, dass es in diesem Jahr sieben Zinserhöhungen geben wird, eine bei jeder Sitzung.
Das könnte die Anleger von ihren Stühlen kippen lassen.
Entscheidend bei der Fed-Sitzung war, wie Powell die aktuelle Situation im Vergleich zu dem langsamen und schrittweisen Zyklus, der Ende 2015 begann, charakterisierte.
Wenn die Inflationsrisiken weiterhin nach oben zeigen, wie Powell persönlich erwartet, gibt es keinen Grund, warum dieser Zinserhöhungszyklus nicht steiler und schneller ausfallen kann als beim letzten Mal.
Die Bekanntgabe von Einzelheiten zur Bilanzverkürzung war ebenfalls keine Selbstverständlichkeit, aber die Notenbanker haben sich freundlicherweise bereit erklärt, eine Reihe von Grundsätzen zu nennen. Die Sitzung im Juni oder Juli wird wahrscheinlich im Frühsommer stattfinden, wobei das Tempo auf einer Verlangsamung der Reinvestitionen und nicht auf dem tatsächlichen Verkauf von Anleihen beruhen wird. Das bedeutet, dass wir wahrscheinlich weniger als 100 Mrd. pro Monat abbauen werden, da die Fed ihre „substanzielle“ Reduzierung „im Hintergrund“ vornimmt.
Anleger fürchten steilere Zinserhöhungskurve für 2022