Sonntag, August 9, 2026
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Baerbock betont in Moskau Bedeutung der Beziehungen zu Russland

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Kiew/Moskau, 18. Jan (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat zum Auftakt ihres Antrittsbesuchs bei Russlands Ressortchef Sergej Lawrow die Bedeutung der Beziehungen beider Länder hervorgehoben. „Mit meiner Reise möchte ich deutlich machen, dass die Beziehungen zu Russland der neuen deutschen Bundesregierung oder auch mir persönlich sehr wichtig sind“, sagte Baerbock am Dienstag im Gästehaus des Moskauer Außenministeriums. „Es gibt keine Alternative zu stabilien Beziehungen zwischen Moskau und Berlin.“

Aber es gebe auch unterschiedliche Ansichten, sagte die Ministerin offenbar auch in Anspielung auf die Ukraine-Krise. Sie freue sich „auf einen ehrlichen und offenen Austausch“. Baerbock und der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hatten bei einem Treffen am Montag in Kiew betont, sie wollten eine Wiederbelebung des sogenannten Normandie-Formats bestehend aus Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine erreichen. Damit soll der aufgeheizte Konflikt mit der Regierung in Moskau auf diplomatischem Weg entschärft werden.

Baerbock kündigte an, dieses Ziel sei auch Gegenstand ihres Gesprächs mit Lawrow. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion. Die Regierung in Moskau streitet solche Pläne ab. Stattdessen gehe es ihr um Sicherheitsgarantien. So fordert Russland unter anderem eine Zusage der Nato, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Dies lehnt die Allianz kategorisch ab. Trotz dieser Spannungen hatte Baerbock vor ihrer Abreise aus Berlin aber betont: „Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen mit Russland.“ 

Baerbock betont in Moskau Bedeutung der Beziehungen zu Russland

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Habeck kündigt Gesetzesänderung für Verbraucher an Energiemärkten an

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Grenzausgleich Energie Uniper

Berlin, 18. Jan (Reuters) – Angesichts hoher Gas- und Strompreise und den Reaktionen von Energie-Discountern will Wirtschaftsminister Robert Habeck gesetzlich eingreifen. Menschen hätten zunächst im guten Glauben ein vermeintlich günstiges Angebot angenommen, dass sich jetzt erheblich verteuert hätte, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer Energiekonferenz in Berlin. „Das kann nicht einfach so ohne Konsequenzen bleiben. Es werden rechtliche Änderungen kommen.“ Der stark liberalisierte Strom- und Gasmarkt müsse hier zumindest transparenter werden. Menschen die sparen wollten, dürften am Ende nicht die geprellten sein. Der Winter mit den hohen Heizkosten sei eine echte Belastung für viele Menschen. „Das muss man ganz klar sagen.“

Auf dem Energiemarkt hatten viele Discounter günstige Preise angeboten, die meist zunächst für ein Jahr garantiert wurden. Die Unternehmen spekulieren zum einen darauf, dass die Kunden auch bei einer Preisanhebung danach bei ihnen bleiben. Zum anderen kaufen sie kurzfristig am Spotmarkt Strom- oder Gas, um die Kunden beliefern zu können. Dort sind die Preise zuletzt aber besonders extrem gestiegen. Discounter haben so die Belieferung ihrer Kunden teils einfach eingestellt und die Verträge gekündigt, was rechtlich als fragwürdig gilt. Die Kunden fallen dann auf die Grundversorger zurück, die für sie aber ihrerseits zu hohen Preisen Strom kaufen müssen und dies an die Neukunden weitergeben.

Habeck
Quelle: www.gruene.de Foto Robert Habeck © Urban Zintel

Der Minister betonte, mittel- und langfristig würde der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien zumindest den Strom günstiger machen. Das sei schon jetzt an den Börsen zu beobachten: „Immer dann wenn der Wind stark weht, gehen die Preise runter.“ Kurzfristig werde der Strompreis gedämpft, in dem ab 2023 die Umlage zur Ökostrom-Förderung komplett abgeschafft werde. Im vergangenen Jahr hatte diese noch mehr als ein Fünftel des Preises für die Verbraucher ausgemacht.

Habeck räumte ein, dass der Preissprung auch für Unternehmen schwer zu verkraften sei. Auch da müsse man helfen, sagte er ohne weitere Details zu nennen. Der richtige Weg sei aber, raus aus den fossilen Energien zu kommen. Bestimmten Branchen werden man etwa bei der Umstellung auf Wasserstoff mit sogenannten Klimaverträgen helfen. Solange der Wasserstoff-Einsatz teurer als etwa der von Gas sei, gleicht der Staat die Differenz aus. Irgendwann über die Laufzeit der Verträge werde sich dies umdrehen und die Unternehmen zahlten so Beträge zurück. Grundsätzlich werde man den Firmen über dies sogenannten Carbon Contracts for Difference das zur Verfügung stellen, was gebraucht werde, sagte der Minister auf die Frage nach der Finanzierung.

Habeck kündigt Gesetzesänderung für Verbraucher an Energiemärkten an

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Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland nicht ausschließen

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Düsseldorf, 18. Jan (Reuters) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth, hat die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland ins Spiel gebracht. „Wir setzen auf eine diplomatisch-politische Lösung und zum diplomatischen Instrumentenkasten gehören auch Sanktionen“, sagte der SPD-Poltiker am Dienstag im ARD Morgenmagazin. Sollte es zu einer weiteren „russischen Aggression“ gegenüber der Ukraine kommen, könne nichts ausgeschlossen werden. „Wenn wir wirklich zu Sanktionen kommen sollten, und ich hoffe nach wie vor, dass wir das werden vermeiden können, dann können wir nicht im Vorhinein Dinge ausschließen, die möglicherweise von unseren Partnern in der Europäschen Union eingefordert werden.“

Die bereits fertiggestellte, aber für den Betrieb noch nicht genehmigte Pipeline soll mehr russisches Gas nach Westeuropa bringen. Durch die rund 1200 Kilometer lange Doppelröhre soll Erdgas von Russland nach Deutschland und in weitere europäische Länder transportiert werden. Gegner der Leitung etwa in der Ukraine argumentieren, dass Europa sich damit in eine zu große Abhängigkeit von Russland begibt.

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Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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Update 16:56 Uhr

18. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

WINTERSHALL DEA – Frankfurt: Der Öl- und Gaskonzern hat sieben neue Förderlizenzen in Norwegen erhalten. Bei vier von diesen sei Wintershall Dea Betriebsführer, teilte das Unternehmen mit. Die Lizenzen, die fünf neue und zwei Gebietserweiterungen umfassen, befinden sich alle in gut erschlossenen Gebieten des norwegischen Kontinentalschelfs. Dort betreibt Wintershall Dea bereits Projekte und verfügt über bestehende Infrastruktur. „Wir sind davon überzeugt, dass wir durch die Ausrichtung auf diese Gebiete weitere Funde mit kurzen Vorlaufzeiten entwickeln können“, erklärte Technologiechef Hugo Dijkgraaf.

PRADA – Mailand: Das italienische Modehaus hat im vergangenen Jahr dank einer großen Nachfrage nach exklusiven Handtaschen und Luxusmode einen Umsatz über dem Niveau vor der Corona-Pandemie erzielt. Der Jahresumsatz kletterte bei konstanten Wechselkursen um 41 Prozent gegenüber 2020 auf 3,36 Milliarden Euro, wie Prada mitteilte. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lag das Plus bei acht Prozent. „Die Prada-Gruppe verfügt über die Fähigkeiten und Ressourcen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihre zukünftigen Wachstumsziele zu erreichen“, sagte Konzernchef Patrizio Bertelli. Auch der Kerngewinn des in Familienbesitz befindlichen Modehauses habe auch dank der Vollpreispolitik in der zweiten Jahreshälfte einen „signifikanten Anstieg“ verzeichnet. Im November hatte sich Prada ein mittelfristiges Umsatzziel von 4,5 Milliarden Euro pro Jahr gesetzt.

MASTERCARD – London: Die britische Marktaufsicht hat dem US-Kreditkartenanbieter und vier seiner Konkurrenten eine Kartellstrafe von ingesamt 33 Millionen Pfund auferlegt. Der Großteil entfällt auf Mastercard mit 31,56 Millionen Pfund. Der Rest verteile sich auf allpay, Advanced Payment Solution, Prepaid Financial Services und Sulion. Die Unternehmen hätten sich abgesprochen, bei Prepaid-Karten für Empfänger von öffentlichen Hilfszahlungen nicht miteinander zu konkurrieren. Dadurch seien den Karteninhabern mögliche Vorteile vorenthalten worden.

SHOP APOTHEKE – Düsseldorf: Die Versandapotheke treibt ihre Auslandsexpansion voran. Im dritten Quartal solle ein Logistikzentrum in Norditalien eröffnet werden, teilte die deutsch-niederländische Firma mit. Der neue Standort bei Mailand sei darauf ausgelegt, mit dem stetig wachsenden Auftragsvolumen von Shop Apotheke in Italien Schritt zu halten. Firmenchef Stefan Feltens betonte, das neue Logistikzentrum in Italien sei ein wichtiger Schritt, die Wachstumspläne für die nächsten Jahre zu erfüllen. „Tatsächlich war 2021 bereits ein sehr erfolgreiches Jahr für Shop Apotheke Europe in Italien mit einem dreistelligen Wachstum.“

COVESTRO – Frankfurt: Der Kunststoffkonzern übernimmt das Gemeinschaftsunternehmen Japan Fine Coatings komplett. Vom bisherigen Miteigentümer JSR Corporation kauft Covestro dessen Anteil von 30 Prozent für einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Covestro hielt bislang 70 Prozent und will mit dem Schritt seine Position im Geschäft mit Glasfaserbeschichtungen weiter stärken. Covestro hatte seinen Anteil an Japan Fine Coatings im Frühjahr letzten Jahres im Zuge der Übernahme des Geschäftsbereichs Resins & Functional Materials (RFM) vom niederlänischen Chemiekonzern DSM übernommen.

NORDEX – Düsseldorf: Die rege Nachfrage nach Windturbinen in vielen Ländern hat dem norddeutschen Konzern 2021 eine kräftigen Anstieg des Auftragseingangs beschert. So erreichten die 1636 (Vorjahr: 1331) bestellten Anlagen eine Gesamtkapazität von 7,95 (6,02) Gigawatt (GW). 58 Prozent der Order entfielen auf Europa, auf Lateinamerika 21 Prozent, Australien zwölf und Nordamerika neun Prozent. „Vorausgesetzt, dass das Makro-Umfeld sich so erfreulich entwickelt wie erwartet, gehen wir auch weiterhin von einer guten Nachfrage nach unseren Produkten aus,“ erklärte Nordex-Chef José Luis Blanco.

LINDT & SPRÜNGLI – Zürich: Der Schweizer Hersteller von Edelschokolade hat 2021 die Corona-bedingte Delle aus dem Jahr davor wettmachen können. Der Umsatz stieg um 14,2 Prozent auf 4,59 Milliarden Franken und übertraf damit das Vorkrisenniveau. Wichtige Wachstumstreiber waren Produkte für den Heimkonsum sowie die Erholung von Produkten, die verschenkt werden. Lindt & Sprüngli sei zuversichtlich, 2021 das Ziel einer operativen Gewinnmarge (Ebit) von rund 14 Prozent zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2022 plane das Unternehmen ein Umsatzwachstum im Rahmen der mittelfristigen Zielsetzung von jährlich fünf bis sieben Prozent bei einer operativen Gewinnmarge von 15 Prozent.

AUTO1 – Berlin: Der Online-Autohändler hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Fahrzeugen zu einem neuen Besitzer verholfen. Insgesamt seien 617.235 Autos verkauft worden und damit 39 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Berliner Unternehmen mit. Dabei profitierte Auto1 von einem Jahresendspurt und der dynamischen Entwicklung des Autohero-Geschäfts – dem Verkauf von Autos an Privatkunden. Das legte im Gesamtjahr um 254 Prozent auf 58.109 Wagen zu. Das Quartalsergebnis wie auch die Zahlen des Gesamtjahres will Auto1 am 23. März veröffentlichen.

GAM – Zürich: Das Fondshaus rechnet für 2021 mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses. Nach Steuern dürfte ein Verlust von rund 30 Millionen Franken resultieren nach einem Fehlbetrag von 388,4 Millionen Franken im Vorjahr, wie die Firma mitteilte. Den operativen Verlust vor Steuern bezifferte GAM auf rund zehn (Vorjahr 14,9) Millionen Franken. Die Gesellschaft wolle das Jahresergebnis am 17. Februar bekannt geben.

VOLKSWAGEN – Peking: Der Autobauer gibt eine Wiederaufnahme der Arbeit in dem chinesischen Werk in Tianjin bekannt. Seit Donnerstag würden wieder einige Schichten absolviert, teilte die Volkswagen Group China mit. Die Autofabrik etwa 100 Kilometer von Peking entfernt hatte am Montag vergangener Woche wegen eines Corona-Ausbruchs den Betrieb eingestellt. An dem Standort betreibt VW zusammen mit seinem chinesischen Partner FAW ein Komponentenwerk und einen Betrieb für Automatikgetriebe.

Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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18. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 17:08 Uhr

18. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.01 Uhr – Eine mögliche Übernahme ermuntert Anleger zum Einstieg bei Kohl’s. Die Aktien der US-Kaufhauskette steigen um knapp sieben Prozent. Insidern zufolge hat der Finanzinvestor Acacia bei dem Unternehmen vorgefühlt und Interesse signalisiert.

16.57 Uhr – Schwindende Hoffnung auf eine baldige Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Valneva schickt die Aktien der Pharmafirma auf Talfahrt. Sie rutschen in Paris um sieben Prozent ab. Die Gesundheitsbehörde EMA wartet nach eigenen Angaben auf zusätzliche Daten, um über eine Zulassung des Vakzins entscheiden zu können.

15.57 Uhr – Die geplante fast 70 Milliarden Dollar schwere Offerte von Microsoft für Activision Blizzard schürt Übernahmefantasien bei europäischen Videospiele-Anbietern. Die Aktien von Ubisoft („Far Cry“), Rovio („Angry Birds“) und CD Projekt („Cyberpuntk 2077“) steigen um bis zu zwölf Prozent.

15.53 Uhr – Die fast 70 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Microsoft beschert Activision Blizzard den größten Kurssprung seit mehr als 27 Jahren. Die Aktien des Anbieters von Videospielen wie „Call of Duty“ oder „Candy Crush“ steigen an der Wall Street um 33 Prozent auf ein Sechs-Monats-Hoch von 86,90 Dollar.

14.38 Uhr – Nach einer Verschnaufpause nimmt Zinn seine Rekordjagd wieder auf. Das unter anderem für Lebensmittel-Dosen benötigte Industriemetall gewinnt 2,3 Prozent und ist mit 42.235 Dollar je Tonne so teuer wie nie. „Viele Marktteilnehmer erachten den Zinnmarkt als chronisch unterversorgt“, sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. „Die Unterversorgung wird durch die anhaltenden Logistikprobleme verschärft.“

13.37 Uhr – Nach einem Gewinneinbruch im Schlussquartal geben Goldman Sachs-Aktien vor Start des US-Handels um zwei Prozent nach. Wie zuvor die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup verfehlte auch Goldman Sachs die Markterwartungen, weil ein schwaches Handelsgeschäft ein Rekordergebnis bei Fusionen und Übernahme von der führenden US-Investmentbank überschattete.

08.05 Uhr – Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nähert sich der schwarzen Null. Sie rentiert bei minus 0,013 Prozent, nach minus 0,024 Prozent am Vortag. Im Sog des Ausverkaufs bei den US-Bonds werfen Investoren auch deutsche Titel aus ihren Depots.

07.36 Uhr – Siemens-Aktien legen nach dem Verkauf der Straßenverkehrstechnik-Tochter im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um knapp ein halbes Prozent zu. Der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia übernimmt Yunex Traffic für 950 Millionen Euro.

07.20 Uhr – Spekulationen auf eine mögliche geldpolitische Überraschung der US-Notenbank Fed treiben die Renditen von US-Staatsanleihen weiter an. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentieren mit plus 1,855 Prozent und legen damit um mehr als sechs Basispunkte zu. „Es scheint eine geringe Chance zu bestehen, dass die Fed zu Beginn des Straffungszyklus etwas aggressiver vorgehen will“, sagte Eugene Leow, Stratege bei der DBS Bank in Singapur. Die Fed tritt nächste Woche zusammen, nachdem sie zuvor in recht aggressiven Äußerungen die Bereitschaft der Zentralbank unterstrichen hat, angesichts der hartnäckig hohen Inflation zu handeln. 

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Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

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Frankfurt, 18. Jan (Reuters) – Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Zum Wochenanfang war der deutsche Leitindex nach den jüngsten Verlusten um 0,3 Prozent auf 15.934 Punkte gestiegen. Anleger richten ihren Blick zunehmend auf Unternehmenszahlen. Ergebnisse legen in dieser Woche unter anderen Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley und Netflix vor. Im Fokus stehe insbesondere, wie stark sich die gestiegenen Kosten durch höhere Preise und Arbeitskräftemangel auf die Unternehmensgewinne ausgewirkt haben, sagte Marija Veitmane, Strategin bei State Street Global Markets. Im Tagesverlauf gibt zudem der ZEW-Index, die Stimmung der deutschen Börsenprofis wieder. Experten sagen für Januar eine Verbesserung auf 32 Punkte von 29,9 Zählern voraus.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.933,72
Dax-Future 15.889,00
EuroStoxx50 4.302,14
EuroStoxx50-Future 4.275,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones Kein Handel
Nasdaq Kein Handel
S&P 500 Kein Handel

Asiatische Indizes am Dienstag Stand Veränderung

Nikkei 28.282,47 -0,2 Prozent
Shanghai 3.562,88 +0,6 Prozent
Hang Seng 24.094,17 -0,5 Prozent

Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

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Siemens verkauft Yunex für 950 Mio Euro

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München, 17. Jan (Reuters) – Siemens verkauft seine Straßenverkehrstechnik-Tochter Yunex an den italienischen Infrastruktur-Konzern Atlantia. Das von der Unternehmerfamilie Benetton beherrschte Unternehmen zahlt 950 Millionen Euro für Yunex, wie der Münchner Technologiekonzern am Montag mitteilte. Das ist deutlich mehr als Siemens intern erwartet hatte. Das Unternehmen hatte Yunex mit Blick auf einen Verkauf ausgegliedert, weil die Tochter nicht recht zum Portfolio der Bahntechnik-Sparte Siemens Mobility passte.

Atlantia hatte 2018 mit dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua, die zum Netz ihrer Autobahn-Tochter Autostrade per l’Italia (ASPI) gehörte, Negativschlagzeilen gemacht. Nach dem erzwungenen Verkauf von ASPI will sich das Unternehmen künftig verstärkt in verwandten Geschäftsfeldern wie intelligenten Verkehrslösungen tummeln. 

Siemens verkauft Yunex für 950 Mio Euro

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Robotik-Pionier Exotec erhält 335 Millionen US-Dollar-Investment

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Robotik-Pionier Exotec erhält 335 Millionen US-Dollar-Investment zur Weiterentwicklung seiner Supply-Chain-Lösungen-Goldman Sachs Asset Management führt Serie-D-Finanzierung an

Exotec, führender Anbieter von Lagerrobotern, hat eine Serie-D-Finanzierung in Höhe von 335 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen wird derzeit mit 2 Milliarden Dollar bewertet. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde durch den Growth Equity-Geschäftsbereich von Goldman Sachs Asset Management. Die bestehenden Investoren 83North, Dell Technologies Capital und Iris Capital haben sich ebenfalls beteiligt.  

Expansion in Nordamerika, Europa und Asien fortsetzen

Exotec will die Mittel dazu nutzen, um seine Expansion in Nordamerika, Europa und Asien fortzusetzen. Das Unternehmen plant außerdem, bis 2025 500 neue F&E-Ingenieure einzustellen, um die Entwicklung seiner Hochleistungs-Lagerautomatisierungstechnologie zu beschleunigen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Lieferkette für das tägliche Leben ist. Unter den negativen Auswirkungen von Lieferkettenunterbrechungen haben insbesondere die Endverbraucher, aber auch Unternehmen zu leiden. Nach einem kürzlich von Resilinc veröffentlichten Bericht nahmen Lieferkettenausfälle im Vergleich zum Vorjahr sogar um 67 % zu. 

Innovationsgetriebener Logistiksektor interessant für Investoren 

„Wir erleben gerade die größten Lieferkettenausfälle der Neuzeit. Um dieses Problem zu lösen, bleibt nur noch Raum für Innovation, sagt Romain Moulin, Mitbegründer und CEO von Exotec. „Der gesamte Logistiksektor zeichnet sich durch eine extreme Unsicherheit aus. Eine der größten Herausforderungen ist etwa der anhaltende Mangel an Arbeitskräften. Hier gehen wir einen neuen Weg. Durch die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern steigern wir die Produktivität in der Logistik auf eine dauerhafte und weitaus nachhaltigere Weise. 

exotec
Romain Moulin

„Exotec ist bestens positioniert, um die enormen Marktchancen im Bereich der Lagerautomatisierung zu nutzen. Das liegt einerseits an der globalen Präsenz als auch am Erfolg, den Exotec-Lösungen im täglichen Einsatz bei branchenführenden Einzelhändlern und Marken verbuchen, sagte Christian Resch, Managing Director im Bereich Growth Equity bei Goldman Sachs Asset Management. „Exotec entwickelt skalierbare Lösungen, die den Wandel beschleunigen und Unternehmenswachstum, trotz Marktstörungen, fördern. 

„Die Exotec-Lagerrobotik hat unsere Logistikabläufe in mehreren Märkten auf der ganzen Welt verändert, zuletzt in unserem Fulfillment-Center in Montreal, sagt Richard Tremblay, Logistikmanager bei Decathlon Kanada. „Wir wissen die einzigartige Kombination aus Geschwindigkeit, Leistung und Flexibilität sehr zur schätzen. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden einen Service zu bieten, der Maßstäbe setzt.

Positive Geschäftsentwicklung

Seit dem Abschluss der 90-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde der Serie C im Herbst 2020 verdoppelte Exotec seinen Umsatz. Verantwortlich dafür ist auch der Kundenstamm, der um das Dreifache gewachsen ist. Weitere Indikatoren belegen den durchweg positiven Trend: 

Kundenwachstum in Nordamerika und Europa: 

Exotec überzeugte viele neue Großkunden von der Qualität seiner Lösungen, darunter Digitec Galaxus, Bestseller, Gap und Geodis. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden in neuen Märkten ausgebaut. Nach der erfolgreichen Implementierung in Europa setzt der größte Sporthändler der Welt, Decathlon, das Skypod-System nun auch in seinem Fulfillment Center in Montreal ein.

Neues Skypicker-System erweitert Kerntechnologie Skypod: 

Beim Skypicker handelt es sich um ein Robotik-System, das 600 Artikel pro Stunde bewegen kann. Der vollautomatisierte Gelenkarm eignet sich für den schnellen Umschlag großer Mengen an Waren und versteht sich als Erweiterung des Kommissionier-Systems Skypod.

Vergrößerung des globalen Teams: 

Bis heute beschäftigt Exotec mehr als 300 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Bis 2023 strebt das Unternehmen eine Verdoppelung der weltweiten Mitarbeiterzahl an.

Weitere Informationen über Exotec und das Skypod-System unter www.exotec.com.

Quelle ELEMENT C GmbH

trive studio: Erfahrene GründerInnen und InvestorInnen setzen auf Startup Studio Ansatz

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trive studio

Zum Start stehen 7 Mio. Euro für bis zu acht Startups in den nächsten vier Jahren in den Bereichen New Work, Urbanisation und Mobility zur Verfügung

Das Konzept des Startup Studios wurde erstmals von Idealab im Jahr 1996 angewandt. Seither haben sich zahlreiche erfolgreiche Unternehmen – etwa Atomic, Rocket Internet oder eFounders – den Startup Studio Ansatz zunutze gemacht, um mit einem erfahrenen Kernteam Startups in Serie nach einem klar definierten Auswahl- und Evaluierungsprozess innerhalb kurzer Zeit zu gründen und zu skalieren.

Genau mit diesem Startup Studio Modell wurde trive studio in Wien gegründet, um in vier Jahren bis zu acht Jungunternehmen in den Bereichen New Work, Urbanisation und Mobility zu gründen. Mit Martin Sirlinger steht ein bekannter Gründer und Geschäftsführer am Start, der als Mitgründer von Sclable in der Innovations- und Digitalisierungsbranche über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist. In der Erstbesetzung mit an Bord sind Lena Hödl, ehemalige Geschäftsführerin und Head of Accelerator von Female Founders und Andre Schweighofer, vormals in führenden Positionen im Software Engineering bei Runtastic und XING. Mit Alina Regal hat das Startup Studio auch eine Juristin, die sich unter anderem auf M&A und Venture Capital spezialisiert hat. Weitere Kernpositionen sind noch zu besetzen.

Die insgesamt 7 Millionen Euro, die trive studio nun zur Verfügung hat, stammen neben Martin Sirlinger selbst unter anderem von Dominik Greiner, Mathias Hüttenrauch, Werner Becher, Ralph Harreiter, Jörg Schönbacher, Andreas Ludwig und Hansi Hansmann. Insgesamt sind über 15 InvestorInnen mit dabei.

Martin Sirlinger sieht in seiner Neugründung das erste Vollblut-Startup-Studio Österreichs: „Im Kern unserer Studioarbeit steht das Neudenken, wie Menschen in Zukunft leben und arbeiten. Haben wir ein relevantes und validiertes Geschäftsfeld identifiziert, setzen wir ein Startup auf, das von der Idee bis zur Seed-Runde von uns gemanagt wird. Nach vier Jahren wird unser Portfolio bis zu acht Unternehmen umfassen, die sich mit globalen Trends beschäftigen, die in zehn Jahren noch stärker ausgeprägt sein werden als heute.“

Die statistische Erfolgsbilanz von Startup Studios spricht für sich. Studio Startups werfen eine höhere Rendite als traditionelle Startups ab. Die Internal Rate of Return (IRR) ist hier mit  53 % mehr als doppelt so hoch.  Gleichzeitig wachsen Startup im Studio-Umfeld durchschnittlich doppelt so schnell. Die durchschnittliche Zeitspanne von der Gründung bis zur Series A beträgt bei Studio Startups 25,2 Monate versus 56 Monate bei traditionellen Startups.

Klare Auswahlkriterien

Vor der Gründung eines Studio Startups müssen drei zentrale Kriterien validiert werden. Erstens braucht es ein klar erkennbares und relevantes Problem, das durch ein neues Plattform- oder Marktplatzangebot bedient werden kann. Zweitens kommen in erster Linie „Software First Companies“ in Frage, die eine entsprechende Skalierung ermöglichen. Drittens müssen die Gründungen einen positiven Impact auf Menschen und Umwelt haben. „Unsere Unternehmen denken Systeme neu und gehen dabei auf Grundbedürfnisse ein. Wir müssen davon überzeugt sein, dass unsere Lösungen auch in mehr als 10 Jahren noch relevant sein werden“, so Sirlinger.

Als erstes trive Studio Startup ist Emma Wanderer im Aufbau. Dabei handelt es sich um eine europaweite Plattform, die bestens ausgestattete Arbeitsplätze und Wohnräume in der Natur anbietet. Zielgruppe sind Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen naturnahes und flexibles Arbeiten ermöglichen wollen.

Ausbau des Kernteams und Auswahl neuer Entrepreneurs in Residence

Im nächsten Schritt plant trive studio den Ausbau seines Kernteams, um noch dieses Jahr zwei weitere Studio Startups aus der Taufe zu heben. „Gleichzeitig heißen wir Entrepreneurs in Residence willkommen, die an unseren Projekten arbeiten wollen. Gemeinsam können wir schneller und zielsicherer Firmen bauen, die nicht nur höhere Erfolgsaussichten haben, sondern auch die relevanten Trends von morgen mitprägen werden“, spricht Martin Sirlinger seine Einladung an Interessierte aus.

Bildtext: v.l.n.r.: Alina Regal, Martin Sirlinger, Andre Schweighofer und Lena Hödl Bildquelle: Marcella Ruiz Cruz

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Thomas Reiter, Reiter PR

LINUS Digital Finance verdoppelt Investmentvolumen im Jahr 2021

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LINUS schließt 2021 nach vorläufigen Zahlen mit einer annähernden Verdoppelung des Investmentvolumens auf knapp EUR 500 Mio. ab und erreicht damit den Meilenstein von mehr als EUR 1 Mrd. Gesamtinvestmentvolumen seit Gründung

Die Linus Digital Finance AG (LINUS), das börsennotierte Real Estate FinTech, hat das Geschäftsjahr 2021 nach vorläufigen Zahlen äußerst erfolgreich abgeschlossen. Durch eine annähernde Verdoppelung (+ 82 % gegenüber Vorjahr) des Investmentvolumens von knapp EUR 500 Mio. im Jahr 2021 ist es gelungen, den Meilenstein von mehr als EUR 1 Mrd. Gesamtinvestmentvolumen seit der Gründung von LINUS zu erreichen. Auch die Anzahl der abgeschlossenen Transaktionen in Deutschland und UK konnte mit 25 nahezu verdoppelt werden (+ 93 % gegenüber Vorjahr).

„Wir freuen uns besonders, dass wir unseren 2021 eingeschlagenen Wachstumspfad so erfolgreich beschreiten konnten“, kommentiert David Neuhoff, Gründer und CEO von LINUS, die starken Zahlen. „2021 war ein wegweisendes Jahr für uns. Nach dem erfolgreichen Listing im Mai und dem Abschluss der strategischen Partnerschaft mit Bain Capital Credit sind wir zuversichtlich, 2022 noch schnelleres Wachstum auf dem Weg zum führenden Real Estate FinTech in Europa zeigen zu können.“ 

Auch beim vorläufigen Umsatz kann die Gesellschaft einen neuen Rekord vermelden. Insgesamt sind hier über EUR 11 Mio. (EUR 8,9 Mio. im Vorjahr) aufgelaufen. Dies entspricht einem Wachstum von fast 25 %.

Das Co-Investmentvolumen, das sich aus Mitteln der institutionellen LINUS-Partner und den Anlegern über die proprietäre LINUS-Plattform zusammensetzt, konnte auf fast EUR 380 Mio. nahezu verdoppelt werden. An diese Co-Investoren wurden 2021 insgesamt EUR 18,2 Mio. Zinszahlungen ausgeschüttet. Neben Real Estate Debt-Investments haben die Investoren seit Mitte 2021 über die LINUS-Plattform auch Zugang zu Real Estate Equity-Investments. Auf der LINUS-Plattform haben sich bis zum Jahresende 2021 insgesamt über 1.500 qualifizierte Nutzer registriert. Qualifizierte Nutzer wurden von LINUS als semiprofessionelle oder professionelle Investoren eingestuft und haben konkretes Interesse geäußert, als Co-Investor neben LINUS investieren zu wollen.

Im Geschäftsjahr 2022 plant LINUS das dynamische Wachstum fortzusetzen und strebt ein Investmentvolumen von EUR 750 Mio. und Co-Investmentvolumen von EUR 600 Mio. an. Die Anzahl neuer, qualifizierter Nutzer soll dabei erheblich um mehr als 2.500 gesteigert werden.

„Um unser starkes Wachstum auch langfristig auf diesem Niveau nicht nur halten, sondern noch steigern zu können, werden wir auch 2022 weiter in Personal, Marketing und den Ausbau unserer Technologieplattform investieren,“ erläutert Frederic Olbert, CFO von LINUS. „Eine essenzielle Rolle werden hierbei auch neue Investmentlösungen sowie mögliche weitere Kooperationen spielen.“ Investoren sollen daher über die LINUS-Plattform auch Zugang zu Real Estate Private Equity Fonds führender Asset Manager erhalten. Zudem ist eine geografische Erweiterung der der Geschäftsaktivitäten über die DACH-Region und das Vereinigte Königreich hinaus geplant.

In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten sowie der weiteren Geschäftsentwicklung prüft LINUS zur Finanzierung des angestrebten Wachstums sowie insbesondere zur Erhöhung der Liquidität in der Aktie auch die Durchführung möglicher Kapitalmaßnahmen. Eine Entscheidung, ob sowie möglicherweise wann und in welcher Form derartige Maßnahmen durchgeführt werden, ist noch nicht getroffen worden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle PB3C GmbH/ Linus Digital Finance AG