Sonntag, August 9, 2026
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EstateGuru erreicht 500-Millionen-Euro-Finanzierungsvolumen in Rekordzeit

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EstateGuru: Plattform für Immobilienfinanzierung und -investitionen setzt starken Wachstumskurs fort

EstateGuru, die führende paneuropäische Plattform für Immobilieninvestitionen und -finanzierung, hat mit Stand heute Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro finanziert. Das Wachstum des vergebenen Kreditvolumens beschleunigt sich seit Gründung des estnischen Unternehmens im Jahr 2013 kontinuierlich: Sein erstes Darlehen vergab EstateGuru offiziell im Januar 2014. Fünf Jahre später, im März 2019, erreichte die vergebene Kredithöhe 100 Millionen Euro. Dieses exponentielle Wachstum setzte sich fort, als EstateGuru im Jahr 2021 Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro finanzierte. Jetzt hat das Unternehmen die Marke von einer halben Milliarde finanzierter Darlehen geknackt.

„Der Erfolg unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie in den letzten Jahren sowie die inzwischen mehr als 110.00 Investoren auf unserer Plattform inspirieren und motivieren uns, unsere Vision konsequent weiter zu verfolgen und Immobilienfinanzierungen und Immobilieninvestition für jedermann zugänglich zu machen. Das Erreichen dieses wichtigen Meilensteins ist der perfekte Start in das Jahr 2022 und gibt die Richtung für das kommende Jahr vor.

Wir werden unseren Wachstumskurs fortsetzen und streben an, bis 2025 die größte Immobilienfinanzierungs- und Investmentplattform in Europa zu werden. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Die Nachfrage nach alternativen Finanzierungen in ganz Europa steigt und vor allem mittelständische Unternehmen suchen professionelle, verlässliche Finanzierungspartner mit Branchenexpertise“, sagt Marek Pärtel, CEO und Mitgründer von EstateGuru. „Und nicht nur unser Kreditvolumen wächst in einem beeindruckenden Tempo. Wir haben im vergangenen Jahr zudem viele talentierte Mitarbeiter für unser Team gewonnen. Während im Januar 2021 noch 50 Mitarbeiter in acht verschiedenen Ländern arbeiteten, sind es inzwischen 110 Fachleute mit 17 verschiedenen Nationalitäten.“

EstateGuru finanzierte im Jahr 2021 Darlehen in Höhe von 203 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (120 Millionen Euro). Die derzeitigen Assets under Management (AUM) belaufen sich mit Stand Ende 2021 auf 220,3 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Ein Jahr mit Gegenwind

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Industriezykliker Cyber

Geopolitische Spannungen vom Markt noch nicht eingepreist

Ein Marktkommentar von Zehrid Osmani, Leiter für globale und langfristige Aktienstrategien bei Martin Currie, Teil von Franklin Templeton:

„Der Aufschwung in 2021 fiel letztendlich stärker aus als erwartet. Kurz- bis mittelfristig dürfte also die wirtschaftliche Dynamik auch weiter anhalten. Dies liegt vor allem an den unterstützenden politischen Initiativen, insbesondere die großen Infrastrukturprogrammen, die weltweit gestartet sind. Da diese Programme zudem langfristig angelegt sind, sollte ein länger anhaltender Wirtschaftsaufschwung bevorstehen, der die Aktienmärkte weiterhin unterstützen sollte. Angesichts hoher Aktienbewertungen und eines starken Jahres 2021 für Aktien sollten Anleger mit niedrigeren Renditen und höherer Volatilität rechnen.

Ein elementares Gesprächsthema bleibt die Inflation. Das Bullen-Bären-Tauziehen könnte bis zum Sommer andauern, wenn der Inflationsdruck unserer Meinung nach nachlassen wird. Die Lohninflation spielt dabei nach wie vor die wichtigste Rolle. Diese Messgröße gilt es zu beobachten.  Denn sie hat das Potenzial, sich längerfristig auszuwirken. Wir halten eine Stagflation angesichts des günstigen wirtschaftlichen Umfelds für wenig wahrscheinlich, wenn auch die Omikron-Variante dieses Risiko erhöhen könnte.

Nach der starken Erholung im Jahr 2021 ist 2022 ein geringeres Gewinnwachstum zu erwarten. Die steigende Inflation könnte den Margendruck erhöhen. Für Anleger bedeutet dies, sich auf Unternehmen mit konsistenten Wachstumsprofilen zu konzentrieren: Sie verfügen über eine höhere Preissetzungsmacht und sehen sich daher einem geringeren Margenrisiko gegenüber.

Gegenwind Marktkommentar
Foto von Zehrid Osmani (Quelle: Martin Currie / Franklin Templeton)

Es gibt noch weitere Risiken, die Anleger berücksichtigen sollte. Eine nachlassende Dynamik bei den Infrastrukturausgaben stellt ein beträchtliches Risiko dar, da diese Ausgaben eng mit dem Wirtschaftswachstum zusammenhängen. Ein weiteres Risiko sind geldpolitische Fehlentscheidungen, die die Anleger verunsichern und zu mehr Volatilität führen können, sofern sich Renditekurven verschieben und sich die bisherige Balance zwischen Growth- und Value-Aktien ändert.

Weitere Faktoren, die sich auswirken können, sind mögliche steigende Unternehmenssteuersätze, welche die Gewinne unter Druck setzen würden. Und schließlich geopolitische Risiken, darunter die Spannungen zwischen China und dem Rest der Welt, die sich verschärfen könnten. Aktuelles Beispiel sind die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer, die zunehmend in den Mittelpunkt rücken. In der zweiten Jahreshälfte liegt der Fokus auf der voraussichtlichen dritten Amtszeit von Chinas Präsident Xi Jinping, die ihm den Weg zu einer noch längeren Amtszeit ebnen könnte. Dies könnte ein ausgeprägteres territoriales Streben um Taiwan auslösen, was wiederum zu einem Aufflammen der grenzüberschreitenden Spannungen und einer Zunahme der geopolitischen Risiken führen könnte. All dies preist der Markt bisher nicht ein.“

Ein Jahr mit Gegenwind

Foto von Zehrid Osmani (Quelle: Martin Currie / Franklin Templeton)

Ein Marktkommentar von Zehrid Osmani, Leiter für globale und langfristige Aktienstrategien bei Martin Currie, Teil von Franklin Templeton.

Börsenmantel GFJ will Thermostat-Hersteller Tado schlucken

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München, 17. Jan (Reuters) – Der Münchner Heizungs-Thermostathersteller Tado soll durch die Hintertür an die Börse gebracht werden. Das Unternehmen soll in den leeren Firmenmantel GFJ ESG Acquisition schlüpfen, den der ehemalige KlöCo-Chef Gisbert Rühl im Oktober an die Börse gebracht hatte. Tado werde dabei mit 450 Millionen Euro bewertet, teilte GFJ am Montag mit. Rühl hatte für die Unternehmenshülle (Special Purpose Acquisition Company, SPAC) 150 Millionen Euro eingesammelt und sich damit auf die Suche nach einer jungen Firma im Wert von 500 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro gemacht, die sich mit nachhaltigen Technologien („Green Tech“) beschäftigt. Die Aktionäre von GFJ müssen der Übernahme noch zustimmen.

Tado galt bereits seit längerem als Börsenkandidat. Das Unternehmen mit 180 Mitarbeitern sieht sich als „europäischer Marktführer für intelligentes Raumklima-Management“. Mit den Thermostaten und Reglern lassen sich Heizung und Klimaanlage so steuern, dass sie Energie sparen. Nach Unternehmensangaben sind sie inzwischen in 400.000 Gebäuden installiert. Doch in den USA dominieren den Markt Konkurrenten wie Nest und Ecobee.

Zu den Initiatoren von GFJ gehören neben Rühl der Investor Florian Fritsch und der frühere Chef der heute zur Münchener Rück gehörenden Software-Firma Relayr, Josef Brunner. Der Manager Oliver Kaltner, der für Fritschs Investmentfirma arbeitet, soll Tado künftig führen, Rühl will Aufsichtsratschef werden. 

Börsenmantel GFJ will Thermostat-Hersteller Tado schlucken

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Arzneifirma Cheplapharm soll mit Börsengang „Eisbrecher“ werden

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München, 17. Jan (Reuters) – Der nordostdeutsche Arzneimittel-Hersteller Cheplapharm steht vor einem voraussichtlich milliardenschweren Börsengang. Das Familienunternehmen aus Greifswald will in den nächsten Wochen 750 Millionen Euro mit der Platzierung neuer Aktien einnehmen, wie Cheplapharm am Montag mitteilte.

Darüber hinaus wollen die Eigentümer, die Geschwister Sebastian Braun und Bianca Juha, Aktien verkaufen. Der Börsenaspirant will damit den Kauf weiterer Pharmaprodukte finanzieren und einen Teil seiner 2,45 Milliarden Euro Schulden zurückzahlen.

Cheplapharm betreibt keine eigene Arzneimittel-Forschung, sondern hat sich in 25 Jahren für mehr als drei Milliarden Euro ein Portfolio von mehr als 100 am Markt eingeführten Produkten zusammengekauft, deren Patentschutz ausgelaufen ist.

Cheplapharm ist der ersten Börsengang des Jahres an der Frankfurter Börse. Die Erstnotiz ist nach dem üblichen Zeitplan für Februar zu erwarten, das Unternehmen legt sich nur auf das erste Quartal fest. Organisiert wird die Neuemission von den Investmentbanken Credit Suisse, Deutsche Bank und JPMorgan.

Cheplapharm

Eigentlich hatte Cheplapharm den Gang an den Aktienmarkt bereits für den Herbst 2021 angepeilt, wegen der wackligen Börsen hatten sich die Pläne aber verzögert. Nun soll Cheplapharm als „Eisbrecher“ für das Börsengangsjahr 2022 dienen, in dem eine Vielzahl von Emissionen erwartet wird.

Zu den größten könnten der Prothesenhersteller Ottobock und das Stellenanzeigen-Portal von Springer, Stepstone, gehören. Einschließlich Schulden könnte Cheplapharm mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden, wie Insider zu Reuters sagten.

Cheplapharm erwirtschaftet durch den Verzicht auf eigene Forschung hohe Margen. In den ersten neun Monaten 2021 lag der Umsatz mit 793 Millionen Euro 60 Prozent über Vorjahr, bis zum Jahresende dürfte daraus mehr als eine Milliarde (2020: 640 Millionen) Euro geworden sein. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag nach neun Monaten bei 481 Millionen Euro. Produktion und Vertrieb hat Cheplapharm an andere Unternehmen ausgelagert.

Allein im vergangenen Jahr übernahm Cheplapharm Produkte für 920 Millionen Euro, darunter ein Portfolio von Mitteln gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen des japanischen Pharmakonzerns Takeda.

„Wir glauben, dass wir der Partner der Wahl für führende globale Pharmaunternehmen sind, die sich von patentfreien pharmazeutischen Produkten trennen wollen“, sagte Co-Vorstandschef Braun. Auch 2022 soll die Einkaufstour bei Arzneimittelkonzernen wie AstraZeneca, Novartis, Roche oder Sanofi weitergehen. Die Übernahme weiterer Assets für mehr als 1,8 Milliarden Euro würden „kurzfristig geprüft“, teilte Cheplapharm mit. 

Arzneifirma Cheplapharm soll mit Börsengang „Eisbrecher“ werden

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Dax auf Erholungskurs – Siltronic stürzen ab

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Frankfurt, 17. Jan (Reuters) – Nach den jüngsten Kursverlusten nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt. Der Dax stieg zur Eröffnung am Montag um 0,3 Prozent auf 15.932 Punkte.

„Für nachhaltige Kursgewinne ist die Nachrichtenlage nicht gut genug“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Für einen Ausverkauf ist sie dagegen nicht schlecht genug.“ Der Mangel an klaren Impulsen spiegele sich unter anderem in den Zahlen zum chinesischen Wirtschaftswachstum wider. „Pessimisten sagen, die chinesische Wirtschaft wächst deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Optimisten sagen, die Wirtschaft wächst trotz aller Belastungen aus dem Immobilienmarkt.“

Bei den Aktienwerten stach Siltronic mit einem Kurssturz von 10,8 Prozent heraus. Dem Chipindustrie-Zulieferer zufolge droht die 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahme durch den taiwanischen Rivalen GlobalWafers am Widerstand der Bundesregierung zu scheitern. Dessen Titel gaben in Taipeh 2,2 Prozent nach. Die Papiere des Siltronic-Großaktionärs Wacker Chemie büßten 2,8 Prozent ein.

Dax auf Erholungskurs – Siltronic stürzen ab

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Wirtschaftsweiser Wieland – EZB soll bereits 2022 Zinsen erhöhen

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Berlin, 17. Jan (Reuters) – Der Wirtschaftsweise Volker Wieland fordert die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Zinserhöhung bereits im laufenden Jahr auf. „Der Ausschluss einer möglichen Zinserhöhung 2022 ist schwer zu begründen und unnötig“, sagte Wieland dem Magazin WirtschaftsWoche einem Vorabbericht zufolge.

Vor allem erstaune ihn, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihren expansiven Kurs damit rechtfertige, man werde 2023 und 2024 wieder unter dem Inflationsziel von zwei Prozent liegen.

EZB

„Angesichts der Fehleinschätzungen zur Inflationsentwicklung ist es sehr gewagt, die aktuelle Geldpolitik an Prognosen zu koppeln, die derart weit in die Zukunft reichen“, erklärte Wieland. Die Inflation im Euro-Raum war im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. 

Wirtschaftsweiser Wieland – EZB soll bereits 2022 Zinsen erhöhen

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17. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 16:44 Uhr

Frankfurt, 17. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.23 Uhr – Die Furcht vor einer Invasion Russlands in der Ukraine setzt die russische Währung unter Druck. Im Gegenzug steigt der Dollar auf knapp 77 Rubel. Der Euro zieht bis auf 87,78 Rubel an. Das geopolitische Risiko Russlands sei nach dem Scheitern der Gespräche in der vergangenen Woche auf einem Höchststand, sagten die Analysten von BCS Global Markets. „Der Verlauf zukünftiger Ereignisse ist schwer vorherzusagen, aber internationale Investoren werden wahrscheinlich erst einmal zögern.“

11.19 Uhr – Optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten ermuntern Anleger zum Einstieg bei Taylor Wimpey. Die Aktien des drittgrößten britischen Eigenheimbauers steigen um 3,3 Prozent. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind nach eigenen Angaben prall gefüllt. Im abgelaufenen Jahr seien 14.087 Einheiten fertiggestellt worden, 47 Prozent mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen seien ermutigend, lobt Analyst Charlie Campbell von der Investmentbank Liberum. Die geplanten Aktienrückkäufe kämen früher als gedacht.

11.05 Uhr – Der Milliardenpoker um die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline kommt bei Unilever-Anlegern nicht gut an. Die Aktien des „Domestos“-Anbieters steuern in London mit einem Minus von 7,3 Prozent auf den größten Tagesverlust seit 13-1/2 Jahren zu. „Wir sehen kaum Rechtfertigung für einen derartigen Deal, weder strategisch, noch operativ oder finanziell“, kritisiert Analyst James Edwardes Jones von der Investmentbank RBC Capital Markets. „Die ernsthafte Überlegung einer solchen Offerte stellt die Zuversicht des Managements in das aktuelle Geschäftsmodell infrage.“

10.40 Uhr – Die wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine machen Anleger nervös. Sie werfen Staatsanleihen der beiden Länder aus ihren Depots. Dies treibt die Rendite der bis 2024 laufenden ukrainischen Dollar-Bonds und der bis 2043 laufenden russischen Titel auf 15,42 beziehungsweise 4,206 Prozent. Das ist jeweils der höchste Stand seit dem Börsen-Crash vom Frühjahr 2020.

09.45 Uhr – Die anhaltende Ölpreis-Rally gibt den europäischen Öl- und Gaswerten Auftrieb. Ihr Index steigt um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 304,74 Punkten. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee kostet mit 86,71 Dollar je Barrel so viel wie zuletzt vor etwa dreieinhalb Jahren.

09.30 Uhr – In der Hoffnung auf eine nachgebesserte Offerte von Unilever für die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline steigen Anleger bei dem Pharmakonzern ein. Die Aktien klettern in London um 5,6 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 1733 Pence. Unilever-Titel rutschen dagegen um 6,6 Prozent ab und sind mit 3677,5 Pence so billig wie zuletzt vor zwei Jahren. Unilever ist nach eigenen Aussagen weiter an Sparte interessiert, obwohl Glaxo ein umgerechnet 60 Milliarden Euro schweres Angebot zurückgewiesen hat.

07.36 Uhr – Eine Anteilsaufstockung durch Goldman Sachs ermuntert Anleger zum Einstieg bei Varta. Die Aktien des Batterie-Herstellers steigen vorbörslich um 1,6 Prozent. Einer Pflichtmitteilung zufolge hält die US-Investmentbank nun 5,02 Prozent an dem Unternehmen. 

17. Januar: Der Börsen Vormittag

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Marktentwicklungen: 17. Januar 2022

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Update: 15:00

17. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

CITIGROUP – Mumbai: Die indische Axis Bank ist Insidern zufolge die Favoritin für eine Übernahme des Privatkundengeschäfts der US-Großbank in Indien. Die Citigroup-Sparte werde mit rund 1,5 Milliarden Dollar bewertet, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein weiteres indisches Geldhaus, die Kotak Mahindra Bank, sei zwar auch noch im Rennen, habe aber im Vergleich zur Axis Bank ein geringes Angebot eingereicht. Die Citigroup hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich im Privatkundengeschäft aus 13 Märkten zurückzuziehen. Die US-Bank ist schon seit Jahrzehnten in Indien aktiv. Sie gehörte 1987 zu den ersten Banken, die in Indien Kreditkarten eingeführt hatten. Am Freitag hatte der Finanzkonzern mitgeteilt, sein Privatkundengeschäft in Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam für 3,7 Milliarden Dollar an den in Singapur ansässigen Rivalen United Overseas Bank zu verkaufen.

PFIZER – Paris: Der Pharmakonzern investiert in Frankreich mehr als eine halbe Milliarde Euro und will damit die Produktion seiner Anti-Corona-Pille beschleunigen. Unter anderem will das US-Unternehmen ab dem dritten Quartal in einer Fabrik des französischen Pharmakonzerns Novasep Wirkstoffe herstellen, die für die Anti-Covid-Pille verwendet werden, wie Pfizer mitteilte. Ein Teil der 520 Millionen Euro schweren Investition solle auch in Forschung und Entwicklung fließen. Die Anti-Corona-Tablette zeigte in Studien eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten. In den USA hat Pfizer dafür bereits eine Notfallzulassung bekommen, in der EU wird dies gerade noch geprüft.

AMAZON – London: Der Onlinehändler will nun doch weiterhin britische Visa-Kreditkarten für Bezahlvorgänge akzeptieren. Kunden könnten die in Großbritiannien ausgestellten Kreditkarten auch nach dem 19. Januar auf der Internetseite von Amazon.co.uk benutzen, teilte Amazon am Montag mit. Man arbeite derzeit mit Visa an einer Lösung. Amazon hatte im November angekündigt, ab dem 19. Januar wegen anhaltend hoher Gebühren keine britischen Visa-Karten mehr für Zahlungen anzunehmen. Seit dem Brexit gilt für Großbritannien die in der EU vorherrschende Obergrenze für Kreditkartengebühren nicht mehr.

RENAULT – Paris: Der französische Autobauer hat vor allem wegen der Chipkrise 2021 das dritte Jahr in Folge einen Absatzrückgang hinnehmen müssen. Insgesamt wurden mit knapp 2,7 Millionen Autos 4,5 Prozent weniger verkauft als im ersten Corona-Jahr 2020, wie das Unternehmen mitteilte. Abwärts ging es vor allem für die Marke Renault, während die Billigtöchter Dacia und Lada ein Plus meldeten.

FRAPORT – Berlin: Das Fracht-Aufkommen am Frankfurter Flughafen ist im vergangenen Jahr auf ein zuvor nie erreichtes Niveau gestiegen. Es habe sich um 18,7 Prozent auf rund 2,32 Millionen Tonnen erhöht, gab der Betreiber Fraport bekannt. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 entspreche dies einem Plus von 8,9 Prozent. „Das unterstreicht: Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben wir eines der führenden Fracht-Drehkreuze in Europa“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Der Zuwachs sei auf das Wachstum bei der Luftfracht zurückzuführen, während die Luftpost weiterhin von den fehlenden Beilade-Kapazitäten in Passagiermaschinen betroffen sei. Die Zahl der Fluggäste stieg zwar 2021 um 32,2 Prozent auf 24,8 Millionen, allerdings war dies immer noch ein Minus von 64,8 Prozent zu 2019.

STADLER RAIL – Zürich: Der Schweizer Zugbauer hat nach eigenen Angaben den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte an Land gezogen. Für bis zu vier Milliarden Euro sollen bis zu 504 Straßenbahnen an ein deutsch-österreichisches Projektkonsortium geliefert werden. Die unter „VDV-Tram-Train“ agierenden und von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe koordinierten sechs Verkehrsunternehmen haben in einem ersten Los 246 Tram-Garnituren mit einem Auftragsvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro fest bestellt. Für weitere bis zu 258 Fahrzeuge besteht eine Kaufoption. Der Rahmenvertrag umfasst zudem einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag. 

Marktentwicklungen: 17. Januar 2022

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Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Frankfurt, 17. Jan (Reuters) – Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Gewinneinbußen bei großen US-Banken zu Beginn der Bilanzsaison hatten die Anleger am Freitag verstimmt. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 15.883,24 Zähler. Die Wall Street bleibt diesen Montag wegen des Feiertags Martin Luther King Day geschlossen, US-Konjunkturdaten stehen nicht auf dem Terminplan. Das Augenmerk dürfte sich um so mehr auf die Zahlen zum chinesischen Wachstum richten. Es fiel mit vier Prozent höher aus als erhofft.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.883,24
Dax-Future 15.905,00
EuroStoxx50 4.272,19
EuroStoxx50-Future 4.271,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.911,81 -0,6 Prozent
Nasdaq 14.893,75 +0,6 Prozent
S&P 500 4.662,85 +0,1 Prozent

Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung

Nikkei 28.333,52 +0,7 Prozent
Shanghai 3.543,53 +0,6 Prozent
Hang Seng 24.147,65 -1,0 Prozent

Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Bundesjustizminister – Digitalpläne für Gerichtsverhandlungen

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Berlin, 16. Jan (Reuters) – Zeugenaussagen per Video und Klagewege per Online sollen in Zukunft Gerichtsverhandlungen in Deutschland erleichtern und beschleunigen. „Videoverhandlungen sollten zum gerichtlichen Alltag gehören“, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann der „Bild am Sonntag“. Wer nicht mehr von Hamburg nach München zu einer Gerichtsverhandlung anreisen müsse, spare nicht nur Zeit, sondern tue auch etwas für den Klimaschutz. Für die Gerichte werde es dadurch zudem deutlich einfacher, Termine zu vereinbaren.

Erste Erfahrungen hätten Zivilgerichte coronabedingt bereits in den vergangenen Monaten gesammelt. Gemeinsam mit den Bundesländern werde jetzt an der Entwicklung eines bundeseinheitlichen Systems für Videoverhandlungen an den Gerichten gearbeitet.

Damit könne ein Zeuge von jedem Ort im Inland zugeschaltet werden. Derzeit werde geprüft, ob sich das auch in Arbeitsgerichtsverfahren sowie in den Verfahren der Verwaltungs-, Finanz- und Sozialgerichtsbarkeit umsetzen lasse. Für Strafverfahren seien die Digitalpläne nicht vorgesehen.

Zusätzlich plane das Justizministerium, dass Bürger bei Geldforderungen ihre Klagen künftig über ein Online-Tool der Justiz einreichen könnten. Das solle etwa bei Fluggastrechten, Mietstreitigkeiten oder Telefonverträgen möglich sein. 

Gerichtsverhandlung

Bundesjustizminister – Digitalpläne für Gerichtsverhandlungen

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