Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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Update 16:56 Uhr

18. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

WINTERSHALL DEA – Frankfurt: Der Öl- und Gaskonzern hat sieben neue Förderlizenzen in Norwegen erhalten. Bei vier von diesen sei Wintershall Dea Betriebsführer, teilte das Unternehmen mit. Die Lizenzen, die fünf neue und zwei Gebietserweiterungen umfassen, befinden sich alle in gut erschlossenen Gebieten des norwegischen Kontinentalschelfs. Dort betreibt Wintershall Dea bereits Projekte und verfügt über bestehende Infrastruktur. „Wir sind davon überzeugt, dass wir durch die Ausrichtung auf diese Gebiete weitere Funde mit kurzen Vorlaufzeiten entwickeln können“, erklärte Technologiechef Hugo Dijkgraaf.

PRADA – Mailand: Das italienische Modehaus hat im vergangenen Jahr dank einer großen Nachfrage nach exklusiven Handtaschen und Luxusmode einen Umsatz über dem Niveau vor der Corona-Pandemie erzielt. Der Jahresumsatz kletterte bei konstanten Wechselkursen um 41 Prozent gegenüber 2020 auf 3,36 Milliarden Euro, wie Prada mitteilte. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lag das Plus bei acht Prozent. „Die Prada-Gruppe verfügt über die Fähigkeiten und Ressourcen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihre zukünftigen Wachstumsziele zu erreichen“, sagte Konzernchef Patrizio Bertelli. Auch der Kerngewinn des in Familienbesitz befindlichen Modehauses habe auch dank der Vollpreispolitik in der zweiten Jahreshälfte einen „signifikanten Anstieg“ verzeichnet. Im November hatte sich Prada ein mittelfristiges Umsatzziel von 4,5 Milliarden Euro pro Jahr gesetzt.

MASTERCARD – London: Die britische Marktaufsicht hat dem US-Kreditkartenanbieter und vier seiner Konkurrenten eine Kartellstrafe von ingesamt 33 Millionen Pfund auferlegt. Der Großteil entfällt auf Mastercard mit 31,56 Millionen Pfund. Der Rest verteile sich auf allpay, Advanced Payment Solution, Prepaid Financial Services und Sulion. Die Unternehmen hätten sich abgesprochen, bei Prepaid-Karten für Empfänger von öffentlichen Hilfszahlungen nicht miteinander zu konkurrieren. Dadurch seien den Karteninhabern mögliche Vorteile vorenthalten worden.

SHOP APOTHEKE – Düsseldorf: Die Versandapotheke treibt ihre Auslandsexpansion voran. Im dritten Quartal solle ein Logistikzentrum in Norditalien eröffnet werden, teilte die deutsch-niederländische Firma mit. Der neue Standort bei Mailand sei darauf ausgelegt, mit dem stetig wachsenden Auftragsvolumen von Shop Apotheke in Italien Schritt zu halten. Firmenchef Stefan Feltens betonte, das neue Logistikzentrum in Italien sei ein wichtiger Schritt, die Wachstumspläne für die nächsten Jahre zu erfüllen. „Tatsächlich war 2021 bereits ein sehr erfolgreiches Jahr für Shop Apotheke Europe in Italien mit einem dreistelligen Wachstum.“

COVESTRO – Frankfurt: Der Kunststoffkonzern übernimmt das Gemeinschaftsunternehmen Japan Fine Coatings komplett. Vom bisherigen Miteigentümer JSR Corporation kauft Covestro dessen Anteil von 30 Prozent für einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Covestro hielt bislang 70 Prozent und will mit dem Schritt seine Position im Geschäft mit Glasfaserbeschichtungen weiter stärken. Covestro hatte seinen Anteil an Japan Fine Coatings im Frühjahr letzten Jahres im Zuge der Übernahme des Geschäftsbereichs Resins & Functional Materials (RFM) vom niederlänischen Chemiekonzern DSM übernommen.

NORDEX – Düsseldorf: Die rege Nachfrage nach Windturbinen in vielen Ländern hat dem norddeutschen Konzern 2021 eine kräftigen Anstieg des Auftragseingangs beschert. So erreichten die 1636 (Vorjahr: 1331) bestellten Anlagen eine Gesamtkapazität von 7,95 (6,02) Gigawatt (GW). 58 Prozent der Order entfielen auf Europa, auf Lateinamerika 21 Prozent, Australien zwölf und Nordamerika neun Prozent. „Vorausgesetzt, dass das Makro-Umfeld sich so erfreulich entwickelt wie erwartet, gehen wir auch weiterhin von einer guten Nachfrage nach unseren Produkten aus,“ erklärte Nordex-Chef José Luis Blanco.

LINDT & SPRÜNGLI – Zürich: Der Schweizer Hersteller von Edelschokolade hat 2021 die Corona-bedingte Delle aus dem Jahr davor wettmachen können. Der Umsatz stieg um 14,2 Prozent auf 4,59 Milliarden Franken und übertraf damit das Vorkrisenniveau. Wichtige Wachstumstreiber waren Produkte für den Heimkonsum sowie die Erholung von Produkten, die verschenkt werden. Lindt & Sprüngli sei zuversichtlich, 2021 das Ziel einer operativen Gewinnmarge (Ebit) von rund 14 Prozent zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2022 plane das Unternehmen ein Umsatzwachstum im Rahmen der mittelfristigen Zielsetzung von jährlich fünf bis sieben Prozent bei einer operativen Gewinnmarge von 15 Prozent.

AUTO1 – Berlin: Der Online-Autohändler hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Fahrzeugen zu einem neuen Besitzer verholfen. Insgesamt seien 617.235 Autos verkauft worden und damit 39 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Berliner Unternehmen mit. Dabei profitierte Auto1 von einem Jahresendspurt und der dynamischen Entwicklung des Autohero-Geschäfts – dem Verkauf von Autos an Privatkunden. Das legte im Gesamtjahr um 254 Prozent auf 58.109 Wagen zu. Das Quartalsergebnis wie auch die Zahlen des Gesamtjahres will Auto1 am 23. März veröffentlichen.

GAM – Zürich: Das Fondshaus rechnet für 2021 mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses. Nach Steuern dürfte ein Verlust von rund 30 Millionen Franken resultieren nach einem Fehlbetrag von 388,4 Millionen Franken im Vorjahr, wie die Firma mitteilte. Den operativen Verlust vor Steuern bezifferte GAM auf rund zehn (Vorjahr 14,9) Millionen Franken. Die Gesellschaft wolle das Jahresergebnis am 17. Februar bekannt geben.

VOLKSWAGEN – Peking: Der Autobauer gibt eine Wiederaufnahme der Arbeit in dem chinesischen Werk in Tianjin bekannt. Seit Donnerstag würden wieder einige Schichten absolviert, teilte die Volkswagen Group China mit. Die Autofabrik etwa 100 Kilometer von Peking entfernt hatte am Montag vergangener Woche wegen eines Corona-Ausbruchs den Betrieb eingestellt. An dem Standort betreibt VW zusammen mit seinem chinesischen Partner FAW ein Komponentenwerk und einen Betrieb für Automatikgetriebe.

Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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