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Starker Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen – Meinungen von Ökonomen

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ZEW Konjunkturerwartung

Berlin, 18. Jan (Reuters) – Trotz der Omikron-Welle blicken Börsenprofis wieder überraschend optimistisch auf die Konjunktur in Deutschland. Das Barometer für die Einschätzung der nächsten sechs Monate stieg im Januar unerwartet deutlich um 21,8 auf 51,7 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Analysten und Anlegern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem kleinen Anstieg auf 32,0 Zähler gerechnet. In ersten Reaktionen hieß es dazu:

CHRISTOPH SWONKE, DZ BANK:

„Damit blicken die Befragten trotz Omikron-Unsicherheiten und der hohen Inflation mit großem Optimismus in die nähere Zukunft. Offenbar schätzen die Finanzmarktakteure die wirtschaftlichen Auswirkungen der Gemengelage als nicht so schwerwiegend und zeitlich begrenzt ein. Das liegt vor allem daran, dass die Politik jetzt auf ausgeprägte Lockdowns verzichtet. Die bisherige Pandemie-Erfahrung hat zudem gezeigt, dass nach einer Corona-Welle schnell kräftige konjunkturelle Nachholeffekte einsetzen können. Die Marktteilnehmer setzen somit auf einen etwas lockereren Umgang mit dem Virus und auf den Sommer. Trotzdem schätzen die Befragten die aktuelle Lage pessimistischer als im Vormonat ein.“

THOMAS GITZEL, VP BANK:

„Von den ZEW-Konjunkturerwartungen geht ein klares Aufschwungsignal aus. Der Anstieg ist umso erfreulicher, ist es doch die erste Konjunkturindikation im frisch begonnenen Jahr. Der Blick geht nun in Richtung Frühjahrsmonate. Werden die Tage länger und die Temperaturen milder, ist mit einem Rückgang des Infektionsgeschehens zu rechnen. Auch die Lieferkettenschwierigkeiten vieler Produkte werden sich dann zwar nicht in Wohlgefallen auflösen, aber zumindest verbessern. Vor allem, weil dann China weniger restriktiv Werke und Häfen schließen wird.

Es gibt also durchaus Anlass zur Hoffnung, dass sich die konjunkturelle Situation nach der Winterdelle merklich bessert. Vorausschauend kann es nur besser werden. Sind Rohstoffe und Materialien wieder in ausreichendem Maße verfügbar und geht das Infektionsgeschehen zurück, wird die deutsche Wirtschaft kräftig nach oben ziehen. Die deutliche Verbesserung der ZEW-Konjunkturerwartungen kann als zartes Zeichen eines Trendwechsels verstanden werden.“ 

Starker Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen – Meinungen von Ökonomen

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ZEW-Index steigt kräftig – Mehr Konjunkturoptimismus bei Börsianern

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Berlin, 18. Jan (Reuters) – Trotz der Omikron-Welle blicken Börsenprofis wieder überraschend optimistisch auf die Konjunktur in Deutschland. Das Barometer für die Einschätzung der nächsten sechs Monate stieg im Januar unerwartet deutlich um 21,8 auf 51,7 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Analysten und Anlegern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem kleinen Anstieg auf 32,0 Zähler gerechnet. Die Lage wurde allerdings schlechter bewertet als zuletzt und als erwartet.

„Der Konjunkturausblick verbessert sich mit Beginn des neuen Jahres ganz erheblich“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die befragten Fachleute gingen mehrheitlich davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden halben Jahr verbessern werde. „Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal 2021 dürfte bald überwunden sein“, erläuterte Wambach. Denn die Corona-Inzidenzen dürften sich bis Frühsommer deutlich abschwächen. Die positiveren Konjunkturerwartungen betreffen demnach mit den konsumnahen und den exportorientierten Sektoren einen großen Teil der deutschen Wirtschaft. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank sprach von einem klaren Aufschwungsignal und setzt auf Besserung im Frühjahr: „Auch die Lieferkettenschwierigkeiten vieler Produkte werden sich dann zwar nicht in Wohlgefallen auflösen, aber zumindest verbessern.“

Im Gesamtjahr 2021 war die deutsche Wirtschaft zwar um 2,7 Prozent gewachsen. Aber zwischen Oktober und Dezember ließ die Konjunktur nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zwischen 0,5 bis 1,0 Prozent zum Sommer-Quartal nach. Für 2022 erwarten die meisten Fachleute insgesamt wieder mehr Wachstum als im Vorjahr, allerdings dürfte die Corona-Variante Omikron zu Jahresanfang Firmen und Verbraucher noch belasten. 

ZEW-Index steigt kräftig – Mehr Konjunkturoptimismus bei Börsianern

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Privatanleger flüchten aus britischen Aktien und dem Pfund

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Spectrum Markets, der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate, hat seine SERIX-Stimmungsdaten für europäische Privatanleger für Dezember veröffentlicht (weitere Informationen zur Methodik siehe unten). Daraus geht hervor, dass von allen investierbaren Aktienindizes der britische FTSE 100 die meisten Verkäufe in Long-Instrumenten und Käufe in Short-Instrumenten verzeichnete.

Nachdem der SERIX-Wert für den FTSE 100 im September 2021 noch bei 100 lag, was einem ausgeglichenen Verhältnis von Käufen und Verkäufen entsprach, ging die Kurve in den darauffolgenden Monaten stark nach unten und erreichte schließlich im Dezember einen Wert von 87, den niedrigsten Monatswert für den Index seit Einführung des SERIX als Benchmark.

Eine positive Anlegerstimmung lässt sich dagegen beim italienischen MIB 40 (101), dem spanischen IBEX 35 (104) und dem amerikanischen NASDAQ 100 (103) beobachten. 

Gleichzeitig verlor auch das britische Pfund das Vertrauen der Anleger. Hier fiel der SERIX-Wert für das Währungspaar GBP/USD von 112 im November auf 97 im Dezember, was ebenfalls auf eine rückläufige Anlegerstimmung hinweist. Ein ähnlicher Trend ist für die Stimmung bei den Währungspaaren GBP/JPY und GBP/EUR zu beobachten.

100, GBPUSD und GBPJPY (Quelle: Spectrum Markets)

Betrachtet man die SERIX-Daten für die drei wichtigsten Basiswerte, so blieben der NASDAQ 100 und der DAX 40 mit 103 bzw. 99 relativ unverändert. Der S&P 500 stieg dagegen leicht von 97 auf 98, blieb aber insgesamt in der Baissezone.

In Großbritannien sind viele Dinge als mögliche Faktoren zusammengekommen: Der Brexit, der 2021 in Kraft trat, erhöhte die Handelskosten, was wiederum zu einem Rückgang des Handelsvolumens und zur Verlagerung von Unternehmenssitzen führte. Der Verlust der EU-Freiheiten zog Arbeitnehmer ab, was die Produktions- und Vertriebskosten weiter erhöhte.

Es gibt einen landesweiten Mangel an Lkw-Fahrern, aber auch an Pflegekräften und an Arbeitskräften in der Lebensmittelindustrie, welches zu Versorgungsengpässen führt. Darüber hinaus wurde Großbritannien auch von der weltweiten Krise der Lieferkette und den damit verbundenen Preissteigerungen hart getroffen, und schließlich dämpfte Omikron die Hoffnungen auf eine Erholung. 

„Insgesamt scheinen die Privatanleger zum Jahresende einfach keine ermutigenden Anzeichen auf dem britischen Markt gesehen zu haben und ihn im Gegenteil sogar für überbewertet zu halten, was sich an den zahlreichen bärischen Positionen im FTSE 100-Index zeigt.

Die Anleger scheinen auch die leichte Erholung des FTSE nicht als langfristig tragfähig oder als ausreichenden Grund für eine positive Stimmung zu sehen. Alternativen wie der spanische IBEX oder der italienische MIB scheinen die Indexanleger derzeit mehr zu überzeugen“, erklärt Michael Hall, Head of Distribution bei Spectrum Markets.

Im Dezember wurden 72,5 Millionen verbriefte Derivate auf Spectrum Markets gehandelt, wobei 37,2 % der Abschlüsse außerhalb der traditionellen Handelszeiten (d.h. zwischen 17:30 und 9:00 MEZ) stattfanden. 83,2 % der gehandelten Derivate bezogen sich auf Indizes, 9,8 % auf Währungspaare, 5,4 % auf Rohstoffe und 1,6 % auf Aktien, wobei die drei meistgehandelten Basiswerte der DAX 40 (24,1 %), der NASDAQ 100 (17,8 %) und der S&P 500 (14,6 %) waren.

Privatanleger flüchten aus britischen Aktien und dem Pfund

SERIX 2021 für FTSE100, GBPUSD und GBPJPY (Quelle: Spectrum Markets)

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Baerbock betont in Moskau Bedeutung der Beziehungen zu Russland

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Kiew/Moskau, 18. Jan (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat zum Auftakt ihres Antrittsbesuchs bei Russlands Ressortchef Sergej Lawrow die Bedeutung der Beziehungen beider Länder hervorgehoben. „Mit meiner Reise möchte ich deutlich machen, dass die Beziehungen zu Russland der neuen deutschen Bundesregierung oder auch mir persönlich sehr wichtig sind“, sagte Baerbock am Dienstag im Gästehaus des Moskauer Außenministeriums. „Es gibt keine Alternative zu stabilien Beziehungen zwischen Moskau und Berlin.“

Aber es gebe auch unterschiedliche Ansichten, sagte die Ministerin offenbar auch in Anspielung auf die Ukraine-Krise. Sie freue sich „auf einen ehrlichen und offenen Austausch“. Baerbock und der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hatten bei einem Treffen am Montag in Kiew betont, sie wollten eine Wiederbelebung des sogenannten Normandie-Formats bestehend aus Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine erreichen. Damit soll der aufgeheizte Konflikt mit der Regierung in Moskau auf diplomatischem Weg entschärft werden.

Baerbock kündigte an, dieses Ziel sei auch Gegenstand ihres Gesprächs mit Lawrow. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion. Die Regierung in Moskau streitet solche Pläne ab. Stattdessen gehe es ihr um Sicherheitsgarantien. So fordert Russland unter anderem eine Zusage der Nato, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Dies lehnt die Allianz kategorisch ab. Trotz dieser Spannungen hatte Baerbock vor ihrer Abreise aus Berlin aber betont: „Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen mit Russland.“ 

Baerbock betont in Moskau Bedeutung der Beziehungen zu Russland

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Habeck kündigt Gesetzesänderung für Verbraucher an Energiemärkten an

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Grenzausgleich Energie Uniper

Berlin, 18. Jan (Reuters) – Angesichts hoher Gas- und Strompreise und den Reaktionen von Energie-Discountern will Wirtschaftsminister Robert Habeck gesetzlich eingreifen. Menschen hätten zunächst im guten Glauben ein vermeintlich günstiges Angebot angenommen, dass sich jetzt erheblich verteuert hätte, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer Energiekonferenz in Berlin. „Das kann nicht einfach so ohne Konsequenzen bleiben. Es werden rechtliche Änderungen kommen.“ Der stark liberalisierte Strom- und Gasmarkt müsse hier zumindest transparenter werden. Menschen die sparen wollten, dürften am Ende nicht die geprellten sein. Der Winter mit den hohen Heizkosten sei eine echte Belastung für viele Menschen. „Das muss man ganz klar sagen.“

Auf dem Energiemarkt hatten viele Discounter günstige Preise angeboten, die meist zunächst für ein Jahr garantiert wurden. Die Unternehmen spekulieren zum einen darauf, dass die Kunden auch bei einer Preisanhebung danach bei ihnen bleiben. Zum anderen kaufen sie kurzfristig am Spotmarkt Strom- oder Gas, um die Kunden beliefern zu können. Dort sind die Preise zuletzt aber besonders extrem gestiegen. Discounter haben so die Belieferung ihrer Kunden teils einfach eingestellt und die Verträge gekündigt, was rechtlich als fragwürdig gilt. Die Kunden fallen dann auf die Grundversorger zurück, die für sie aber ihrerseits zu hohen Preisen Strom kaufen müssen und dies an die Neukunden weitergeben.

Habeck
Quelle: www.gruene.de Foto Robert Habeck © Urban Zintel

Der Minister betonte, mittel- und langfristig würde der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien zumindest den Strom günstiger machen. Das sei schon jetzt an den Börsen zu beobachten: „Immer dann wenn der Wind stark weht, gehen die Preise runter.“ Kurzfristig werde der Strompreis gedämpft, in dem ab 2023 die Umlage zur Ökostrom-Förderung komplett abgeschafft werde. Im vergangenen Jahr hatte diese noch mehr als ein Fünftel des Preises für die Verbraucher ausgemacht.

Habeck räumte ein, dass der Preissprung auch für Unternehmen schwer zu verkraften sei. Auch da müsse man helfen, sagte er ohne weitere Details zu nennen. Der richtige Weg sei aber, raus aus den fossilen Energien zu kommen. Bestimmten Branchen werden man etwa bei der Umstellung auf Wasserstoff mit sogenannten Klimaverträgen helfen. Solange der Wasserstoff-Einsatz teurer als etwa der von Gas sei, gleicht der Staat die Differenz aus. Irgendwann über die Laufzeit der Verträge werde sich dies umdrehen und die Unternehmen zahlten so Beträge zurück. Grundsätzlich werde man den Firmen über dies sogenannten Carbon Contracts for Difference das zur Verfügung stellen, was gebraucht werde, sagte der Minister auf die Frage nach der Finanzierung.

Habeck kündigt Gesetzesänderung für Verbraucher an Energiemärkten an

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Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland nicht ausschließen

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Düsseldorf, 18. Jan (Reuters) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth, hat die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland ins Spiel gebracht. „Wir setzen auf eine diplomatisch-politische Lösung und zum diplomatischen Instrumentenkasten gehören auch Sanktionen“, sagte der SPD-Poltiker am Dienstag im ARD Morgenmagazin. Sollte es zu einer weiteren „russischen Aggression“ gegenüber der Ukraine kommen, könne nichts ausgeschlossen werden. „Wenn wir wirklich zu Sanktionen kommen sollten, und ich hoffe nach wie vor, dass wir das werden vermeiden können, dann können wir nicht im Vorhinein Dinge ausschließen, die möglicherweise von unseren Partnern in der Europäschen Union eingefordert werden.“

Die bereits fertiggestellte, aber für den Betrieb noch nicht genehmigte Pipeline soll mehr russisches Gas nach Westeuropa bringen. Durch die rund 1200 Kilometer lange Doppelröhre soll Erdgas von Russland nach Deutschland und in weitere europäische Länder transportiert werden. Gegner der Leitung etwa in der Ukraine argumentieren, dass Europa sich damit in eine zu große Abhängigkeit von Russland begibt.

Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland nicht ausschließen

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Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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Update 16:56 Uhr

18. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

WINTERSHALL DEA – Frankfurt: Der Öl- und Gaskonzern hat sieben neue Förderlizenzen in Norwegen erhalten. Bei vier von diesen sei Wintershall Dea Betriebsführer, teilte das Unternehmen mit. Die Lizenzen, die fünf neue und zwei Gebietserweiterungen umfassen, befinden sich alle in gut erschlossenen Gebieten des norwegischen Kontinentalschelfs. Dort betreibt Wintershall Dea bereits Projekte und verfügt über bestehende Infrastruktur. „Wir sind davon überzeugt, dass wir durch die Ausrichtung auf diese Gebiete weitere Funde mit kurzen Vorlaufzeiten entwickeln können“, erklärte Technologiechef Hugo Dijkgraaf.

PRADA – Mailand: Das italienische Modehaus hat im vergangenen Jahr dank einer großen Nachfrage nach exklusiven Handtaschen und Luxusmode einen Umsatz über dem Niveau vor der Corona-Pandemie erzielt. Der Jahresumsatz kletterte bei konstanten Wechselkursen um 41 Prozent gegenüber 2020 auf 3,36 Milliarden Euro, wie Prada mitteilte. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lag das Plus bei acht Prozent. „Die Prada-Gruppe verfügt über die Fähigkeiten und Ressourcen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihre zukünftigen Wachstumsziele zu erreichen“, sagte Konzernchef Patrizio Bertelli. Auch der Kerngewinn des in Familienbesitz befindlichen Modehauses habe auch dank der Vollpreispolitik in der zweiten Jahreshälfte einen „signifikanten Anstieg“ verzeichnet. Im November hatte sich Prada ein mittelfristiges Umsatzziel von 4,5 Milliarden Euro pro Jahr gesetzt.

MASTERCARD – London: Die britische Marktaufsicht hat dem US-Kreditkartenanbieter und vier seiner Konkurrenten eine Kartellstrafe von ingesamt 33 Millionen Pfund auferlegt. Der Großteil entfällt auf Mastercard mit 31,56 Millionen Pfund. Der Rest verteile sich auf allpay, Advanced Payment Solution, Prepaid Financial Services und Sulion. Die Unternehmen hätten sich abgesprochen, bei Prepaid-Karten für Empfänger von öffentlichen Hilfszahlungen nicht miteinander zu konkurrieren. Dadurch seien den Karteninhabern mögliche Vorteile vorenthalten worden.

SHOP APOTHEKE – Düsseldorf: Die Versandapotheke treibt ihre Auslandsexpansion voran. Im dritten Quartal solle ein Logistikzentrum in Norditalien eröffnet werden, teilte die deutsch-niederländische Firma mit. Der neue Standort bei Mailand sei darauf ausgelegt, mit dem stetig wachsenden Auftragsvolumen von Shop Apotheke in Italien Schritt zu halten. Firmenchef Stefan Feltens betonte, das neue Logistikzentrum in Italien sei ein wichtiger Schritt, die Wachstumspläne für die nächsten Jahre zu erfüllen. „Tatsächlich war 2021 bereits ein sehr erfolgreiches Jahr für Shop Apotheke Europe in Italien mit einem dreistelligen Wachstum.“

COVESTRO – Frankfurt: Der Kunststoffkonzern übernimmt das Gemeinschaftsunternehmen Japan Fine Coatings komplett. Vom bisherigen Miteigentümer JSR Corporation kauft Covestro dessen Anteil von 30 Prozent für einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Covestro hielt bislang 70 Prozent und will mit dem Schritt seine Position im Geschäft mit Glasfaserbeschichtungen weiter stärken. Covestro hatte seinen Anteil an Japan Fine Coatings im Frühjahr letzten Jahres im Zuge der Übernahme des Geschäftsbereichs Resins & Functional Materials (RFM) vom niederlänischen Chemiekonzern DSM übernommen.

NORDEX – Düsseldorf: Die rege Nachfrage nach Windturbinen in vielen Ländern hat dem norddeutschen Konzern 2021 eine kräftigen Anstieg des Auftragseingangs beschert. So erreichten die 1636 (Vorjahr: 1331) bestellten Anlagen eine Gesamtkapazität von 7,95 (6,02) Gigawatt (GW). 58 Prozent der Order entfielen auf Europa, auf Lateinamerika 21 Prozent, Australien zwölf und Nordamerika neun Prozent. „Vorausgesetzt, dass das Makro-Umfeld sich so erfreulich entwickelt wie erwartet, gehen wir auch weiterhin von einer guten Nachfrage nach unseren Produkten aus,“ erklärte Nordex-Chef José Luis Blanco.

LINDT & SPRÜNGLI – Zürich: Der Schweizer Hersteller von Edelschokolade hat 2021 die Corona-bedingte Delle aus dem Jahr davor wettmachen können. Der Umsatz stieg um 14,2 Prozent auf 4,59 Milliarden Franken und übertraf damit das Vorkrisenniveau. Wichtige Wachstumstreiber waren Produkte für den Heimkonsum sowie die Erholung von Produkten, die verschenkt werden. Lindt & Sprüngli sei zuversichtlich, 2021 das Ziel einer operativen Gewinnmarge (Ebit) von rund 14 Prozent zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2022 plane das Unternehmen ein Umsatzwachstum im Rahmen der mittelfristigen Zielsetzung von jährlich fünf bis sieben Prozent bei einer operativen Gewinnmarge von 15 Prozent.

AUTO1 – Berlin: Der Online-Autohändler hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Fahrzeugen zu einem neuen Besitzer verholfen. Insgesamt seien 617.235 Autos verkauft worden und damit 39 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Berliner Unternehmen mit. Dabei profitierte Auto1 von einem Jahresendspurt und der dynamischen Entwicklung des Autohero-Geschäfts – dem Verkauf von Autos an Privatkunden. Das legte im Gesamtjahr um 254 Prozent auf 58.109 Wagen zu. Das Quartalsergebnis wie auch die Zahlen des Gesamtjahres will Auto1 am 23. März veröffentlichen.

GAM – Zürich: Das Fondshaus rechnet für 2021 mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses. Nach Steuern dürfte ein Verlust von rund 30 Millionen Franken resultieren nach einem Fehlbetrag von 388,4 Millionen Franken im Vorjahr, wie die Firma mitteilte. Den operativen Verlust vor Steuern bezifferte GAM auf rund zehn (Vorjahr 14,9) Millionen Franken. Die Gesellschaft wolle das Jahresergebnis am 17. Februar bekannt geben.

VOLKSWAGEN – Peking: Der Autobauer gibt eine Wiederaufnahme der Arbeit in dem chinesischen Werk in Tianjin bekannt. Seit Donnerstag würden wieder einige Schichten absolviert, teilte die Volkswagen Group China mit. Die Autofabrik etwa 100 Kilometer von Peking entfernt hatte am Montag vergangener Woche wegen eines Corona-Ausbruchs den Betrieb eingestellt. An dem Standort betreibt VW zusammen mit seinem chinesischen Partner FAW ein Komponentenwerk und einen Betrieb für Automatikgetriebe.

Marktentwicklungen: 18. Januar 2022

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18. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 17:08 Uhr

18. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.01 Uhr – Eine mögliche Übernahme ermuntert Anleger zum Einstieg bei Kohl’s. Die Aktien der US-Kaufhauskette steigen um knapp sieben Prozent. Insidern zufolge hat der Finanzinvestor Acacia bei dem Unternehmen vorgefühlt und Interesse signalisiert.

16.57 Uhr – Schwindende Hoffnung auf eine baldige Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Valneva schickt die Aktien der Pharmafirma auf Talfahrt. Sie rutschen in Paris um sieben Prozent ab. Die Gesundheitsbehörde EMA wartet nach eigenen Angaben auf zusätzliche Daten, um über eine Zulassung des Vakzins entscheiden zu können.

15.57 Uhr – Die geplante fast 70 Milliarden Dollar schwere Offerte von Microsoft für Activision Blizzard schürt Übernahmefantasien bei europäischen Videospiele-Anbietern. Die Aktien von Ubisoft („Far Cry“), Rovio („Angry Birds“) und CD Projekt („Cyberpuntk 2077“) steigen um bis zu zwölf Prozent.

15.53 Uhr – Die fast 70 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Microsoft beschert Activision Blizzard den größten Kurssprung seit mehr als 27 Jahren. Die Aktien des Anbieters von Videospielen wie „Call of Duty“ oder „Candy Crush“ steigen an der Wall Street um 33 Prozent auf ein Sechs-Monats-Hoch von 86,90 Dollar.

14.38 Uhr – Nach einer Verschnaufpause nimmt Zinn seine Rekordjagd wieder auf. Das unter anderem für Lebensmittel-Dosen benötigte Industriemetall gewinnt 2,3 Prozent und ist mit 42.235 Dollar je Tonne so teuer wie nie. „Viele Marktteilnehmer erachten den Zinnmarkt als chronisch unterversorgt“, sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. „Die Unterversorgung wird durch die anhaltenden Logistikprobleme verschärft.“

13.37 Uhr – Nach einem Gewinneinbruch im Schlussquartal geben Goldman Sachs-Aktien vor Start des US-Handels um zwei Prozent nach. Wie zuvor die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup verfehlte auch Goldman Sachs die Markterwartungen, weil ein schwaches Handelsgeschäft ein Rekordergebnis bei Fusionen und Übernahme von der führenden US-Investmentbank überschattete.

08.05 Uhr – Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nähert sich der schwarzen Null. Sie rentiert bei minus 0,013 Prozent, nach minus 0,024 Prozent am Vortag. Im Sog des Ausverkaufs bei den US-Bonds werfen Investoren auch deutsche Titel aus ihren Depots.

07.36 Uhr – Siemens-Aktien legen nach dem Verkauf der Straßenverkehrstechnik-Tochter im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um knapp ein halbes Prozent zu. Der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia übernimmt Yunex Traffic für 950 Millionen Euro.

07.20 Uhr – Spekulationen auf eine mögliche geldpolitische Überraschung der US-Notenbank Fed treiben die Renditen von US-Staatsanleihen weiter an. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentieren mit plus 1,855 Prozent und legen damit um mehr als sechs Basispunkte zu. „Es scheint eine geringe Chance zu bestehen, dass die Fed zu Beginn des Straffungszyklus etwas aggressiver vorgehen will“, sagte Eugene Leow, Stratege bei der DBS Bank in Singapur. Die Fed tritt nächste Woche zusammen, nachdem sie zuvor in recht aggressiven Äußerungen die Bereitschaft der Zentralbank unterstrichen hat, angesichts der hartnäckig hohen Inflation zu handeln. 

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Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

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Frankfurt, 18. Jan (Reuters) – Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Zum Wochenanfang war der deutsche Leitindex nach den jüngsten Verlusten um 0,3 Prozent auf 15.934 Punkte gestiegen. Anleger richten ihren Blick zunehmend auf Unternehmenszahlen. Ergebnisse legen in dieser Woche unter anderen Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley und Netflix vor. Im Fokus stehe insbesondere, wie stark sich die gestiegenen Kosten durch höhere Preise und Arbeitskräftemangel auf die Unternehmensgewinne ausgewirkt haben, sagte Marija Veitmane, Strategin bei State Street Global Markets. Im Tagesverlauf gibt zudem der ZEW-Index, die Stimmung der deutschen Börsenprofis wieder. Experten sagen für Januar eine Verbesserung auf 32 Punkte von 29,9 Zählern voraus.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.933,72
Dax-Future 15.889,00
EuroStoxx50 4.302,14
EuroStoxx50-Future 4.275,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones Kein Handel
Nasdaq Kein Handel
S&P 500 Kein Handel

Asiatische Indizes am Dienstag Stand Veränderung

Nikkei 28.282,47 -0,2 Prozent
Shanghai 3.562,88 +0,6 Prozent
Hang Seng 24.094,17 -0,5 Prozent

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Siemens verkauft Yunex für 950 Mio Euro

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München, 17. Jan (Reuters) – Siemens verkauft seine Straßenverkehrstechnik-Tochter Yunex an den italienischen Infrastruktur-Konzern Atlantia. Das von der Unternehmerfamilie Benetton beherrschte Unternehmen zahlt 950 Millionen Euro für Yunex, wie der Münchner Technologiekonzern am Montag mitteilte. Das ist deutlich mehr als Siemens intern erwartet hatte. Das Unternehmen hatte Yunex mit Blick auf einen Verkauf ausgegliedert, weil die Tochter nicht recht zum Portfolio der Bahntechnik-Sparte Siemens Mobility passte.

Atlantia hatte 2018 mit dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua, die zum Netz ihrer Autobahn-Tochter Autostrade per l’Italia (ASPI) gehörte, Negativschlagzeilen gemacht. Nach dem erzwungenen Verkauf von ASPI will sich das Unternehmen künftig verstärkt in verwandten Geschäftsfeldern wie intelligenten Verkehrslösungen tummeln. 

Siemens verkauft Yunex für 950 Mio Euro

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