Samstag, Mai 9, 2026
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Robotik-Pionier Exotec erhält 335 Millionen US-Dollar-Investment

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Robotik-Pionier Exotec erhält 335 Millionen US-Dollar-Investment zur Weiterentwicklung seiner Supply-Chain-Lösungen-Goldman Sachs Asset Management führt Serie-D-Finanzierung an

Exotec, führender Anbieter von Lagerrobotern, hat eine Serie-D-Finanzierung in Höhe von 335 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen wird derzeit mit 2 Milliarden Dollar bewertet. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde durch den Growth Equity-Geschäftsbereich von Goldman Sachs Asset Management. Die bestehenden Investoren 83North, Dell Technologies Capital und Iris Capital haben sich ebenfalls beteiligt.  

Expansion in Nordamerika, Europa und Asien fortsetzen

Exotec will die Mittel dazu nutzen, um seine Expansion in Nordamerika, Europa und Asien fortzusetzen. Das Unternehmen plant außerdem, bis 2025 500 neue F&E-Ingenieure einzustellen, um die Entwicklung seiner Hochleistungs-Lagerautomatisierungstechnologie zu beschleunigen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Lieferkette für das tägliche Leben ist. Unter den negativen Auswirkungen von Lieferkettenunterbrechungen haben insbesondere die Endverbraucher, aber auch Unternehmen zu leiden. Nach einem kürzlich von Resilinc veröffentlichten Bericht nahmen Lieferkettenausfälle im Vergleich zum Vorjahr sogar um 67 % zu. 

Innovationsgetriebener Logistiksektor interessant für Investoren 

„Wir erleben gerade die größten Lieferkettenausfälle der Neuzeit. Um dieses Problem zu lösen, bleibt nur noch Raum für Innovation, sagt Romain Moulin, Mitbegründer und CEO von Exotec. „Der gesamte Logistiksektor zeichnet sich durch eine extreme Unsicherheit aus. Eine der größten Herausforderungen ist etwa der anhaltende Mangel an Arbeitskräften. Hier gehen wir einen neuen Weg. Durch die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern steigern wir die Produktivität in der Logistik auf eine dauerhafte und weitaus nachhaltigere Weise. 

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Romain Moulin

„Exotec ist bestens positioniert, um die enormen Marktchancen im Bereich der Lagerautomatisierung zu nutzen. Das liegt einerseits an der globalen Präsenz als auch am Erfolg, den Exotec-Lösungen im täglichen Einsatz bei branchenführenden Einzelhändlern und Marken verbuchen, sagte Christian Resch, Managing Director im Bereich Growth Equity bei Goldman Sachs Asset Management. „Exotec entwickelt skalierbare Lösungen, die den Wandel beschleunigen und Unternehmenswachstum, trotz Marktstörungen, fördern. 

„Die Exotec-Lagerrobotik hat unsere Logistikabläufe in mehreren Märkten auf der ganzen Welt verändert, zuletzt in unserem Fulfillment-Center in Montreal, sagt Richard Tremblay, Logistikmanager bei Decathlon Kanada. „Wir wissen die einzigartige Kombination aus Geschwindigkeit, Leistung und Flexibilität sehr zur schätzen. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden einen Service zu bieten, der Maßstäbe setzt.

Positive Geschäftsentwicklung

Seit dem Abschluss der 90-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde der Serie C im Herbst 2020 verdoppelte Exotec seinen Umsatz. Verantwortlich dafür ist auch der Kundenstamm, der um das Dreifache gewachsen ist. Weitere Indikatoren belegen den durchweg positiven Trend: 

Kundenwachstum in Nordamerika und Europa: 

Exotec überzeugte viele neue Großkunden von der Qualität seiner Lösungen, darunter Digitec Galaxus, Bestseller, Gap und Geodis. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden in neuen Märkten ausgebaut. Nach der erfolgreichen Implementierung in Europa setzt der größte Sporthändler der Welt, Decathlon, das Skypod-System nun auch in seinem Fulfillment Center in Montreal ein.

Neues Skypicker-System erweitert Kerntechnologie Skypod: 

Beim Skypicker handelt es sich um ein Robotik-System, das 600 Artikel pro Stunde bewegen kann. Der vollautomatisierte Gelenkarm eignet sich für den schnellen Umschlag großer Mengen an Waren und versteht sich als Erweiterung des Kommissionier-Systems Skypod.

Vergrößerung des globalen Teams: 

Bis heute beschäftigt Exotec mehr als 300 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Bis 2023 strebt das Unternehmen eine Verdoppelung der weltweiten Mitarbeiterzahl an.

Weitere Informationen über Exotec und das Skypod-System unter www.exotec.com.

Quelle ELEMENT C GmbH

trive studio: Erfahrene GründerInnen und InvestorInnen setzen auf Startup Studio Ansatz

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trive studio

Zum Start stehen 7 Mio. Euro für bis zu acht Startups in den nächsten vier Jahren in den Bereichen New Work, Urbanisation und Mobility zur Verfügung

Das Konzept des Startup Studios wurde erstmals von Idealab im Jahr 1996 angewandt. Seither haben sich zahlreiche erfolgreiche Unternehmen – etwa Atomic, Rocket Internet oder eFounders – den Startup Studio Ansatz zunutze gemacht, um mit einem erfahrenen Kernteam Startups in Serie nach einem klar definierten Auswahl- und Evaluierungsprozess innerhalb kurzer Zeit zu gründen und zu skalieren.

Genau mit diesem Startup Studio Modell wurde trive studio in Wien gegründet, um in vier Jahren bis zu acht Jungunternehmen in den Bereichen New Work, Urbanisation und Mobility zu gründen. Mit Martin Sirlinger steht ein bekannter Gründer und Geschäftsführer am Start, der als Mitgründer von Sclable in der Innovations- und Digitalisierungsbranche über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist. In der Erstbesetzung mit an Bord sind Lena Hödl, ehemalige Geschäftsführerin und Head of Accelerator von Female Founders und Andre Schweighofer, vormals in führenden Positionen im Software Engineering bei Runtastic und XING. Mit Alina Regal hat das Startup Studio auch eine Juristin, die sich unter anderem auf M&A und Venture Capital spezialisiert hat. Weitere Kernpositionen sind noch zu besetzen.

Die insgesamt 7 Millionen Euro, die trive studio nun zur Verfügung hat, stammen neben Martin Sirlinger selbst unter anderem von Dominik Greiner, Mathias Hüttenrauch, Werner Becher, Ralph Harreiter, Jörg Schönbacher, Andreas Ludwig und Hansi Hansmann. Insgesamt sind über 15 InvestorInnen mit dabei.

Martin Sirlinger sieht in seiner Neugründung das erste Vollblut-Startup-Studio Österreichs: „Im Kern unserer Studioarbeit steht das Neudenken, wie Menschen in Zukunft leben und arbeiten. Haben wir ein relevantes und validiertes Geschäftsfeld identifiziert, setzen wir ein Startup auf, das von der Idee bis zur Seed-Runde von uns gemanagt wird. Nach vier Jahren wird unser Portfolio bis zu acht Unternehmen umfassen, die sich mit globalen Trends beschäftigen, die in zehn Jahren noch stärker ausgeprägt sein werden als heute.“

Die statistische Erfolgsbilanz von Startup Studios spricht für sich. Studio Startups werfen eine höhere Rendite als traditionelle Startups ab. Die Internal Rate of Return (IRR) ist hier mit  53 % mehr als doppelt so hoch.  Gleichzeitig wachsen Startup im Studio-Umfeld durchschnittlich doppelt so schnell. Die durchschnittliche Zeitspanne von der Gründung bis zur Series A beträgt bei Studio Startups 25,2 Monate versus 56 Monate bei traditionellen Startups.

Klare Auswahlkriterien

Vor der Gründung eines Studio Startups müssen drei zentrale Kriterien validiert werden. Erstens braucht es ein klar erkennbares und relevantes Problem, das durch ein neues Plattform- oder Marktplatzangebot bedient werden kann. Zweitens kommen in erster Linie „Software First Companies“ in Frage, die eine entsprechende Skalierung ermöglichen. Drittens müssen die Gründungen einen positiven Impact auf Menschen und Umwelt haben. „Unsere Unternehmen denken Systeme neu und gehen dabei auf Grundbedürfnisse ein. Wir müssen davon überzeugt sein, dass unsere Lösungen auch in mehr als 10 Jahren noch relevant sein werden“, so Sirlinger.

Als erstes trive Studio Startup ist Emma Wanderer im Aufbau. Dabei handelt es sich um eine europaweite Plattform, die bestens ausgestattete Arbeitsplätze und Wohnräume in der Natur anbietet. Zielgruppe sind Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen naturnahes und flexibles Arbeiten ermöglichen wollen.

Ausbau des Kernteams und Auswahl neuer Entrepreneurs in Residence

Im nächsten Schritt plant trive studio den Ausbau seines Kernteams, um noch dieses Jahr zwei weitere Studio Startups aus der Taufe zu heben. „Gleichzeitig heißen wir Entrepreneurs in Residence willkommen, die an unseren Projekten arbeiten wollen. Gemeinsam können wir schneller und zielsicherer Firmen bauen, die nicht nur höhere Erfolgsaussichten haben, sondern auch die relevanten Trends von morgen mitprägen werden“, spricht Martin Sirlinger seine Einladung an Interessierte aus.

Bildtext: v.l.n.r.: Alina Regal, Martin Sirlinger, Andre Schweighofer und Lena Hödl Bildquelle: Marcella Ruiz Cruz

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Thomas Reiter, Reiter PR

LINUS Digital Finance verdoppelt Investmentvolumen im Jahr 2021

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LINUS schließt 2021 nach vorläufigen Zahlen mit einer annähernden Verdoppelung des Investmentvolumens auf knapp EUR 500 Mio. ab und erreicht damit den Meilenstein von mehr als EUR 1 Mrd. Gesamtinvestmentvolumen seit Gründung

Die Linus Digital Finance AG (LINUS), das börsennotierte Real Estate FinTech, hat das Geschäftsjahr 2021 nach vorläufigen Zahlen äußerst erfolgreich abgeschlossen. Durch eine annähernde Verdoppelung (+ 82 % gegenüber Vorjahr) des Investmentvolumens von knapp EUR 500 Mio. im Jahr 2021 ist es gelungen, den Meilenstein von mehr als EUR 1 Mrd. Gesamtinvestmentvolumen seit der Gründung von LINUS zu erreichen. Auch die Anzahl der abgeschlossenen Transaktionen in Deutschland und UK konnte mit 25 nahezu verdoppelt werden (+ 93 % gegenüber Vorjahr).

„Wir freuen uns besonders, dass wir unseren 2021 eingeschlagenen Wachstumspfad so erfolgreich beschreiten konnten“, kommentiert David Neuhoff, Gründer und CEO von LINUS, die starken Zahlen. „2021 war ein wegweisendes Jahr für uns. Nach dem erfolgreichen Listing im Mai und dem Abschluss der strategischen Partnerschaft mit Bain Capital Credit sind wir zuversichtlich, 2022 noch schnelleres Wachstum auf dem Weg zum führenden Real Estate FinTech in Europa zeigen zu können.“ 

Auch beim vorläufigen Umsatz kann die Gesellschaft einen neuen Rekord vermelden. Insgesamt sind hier über EUR 11 Mio. (EUR 8,9 Mio. im Vorjahr) aufgelaufen. Dies entspricht einem Wachstum von fast 25 %.

Das Co-Investmentvolumen, das sich aus Mitteln der institutionellen LINUS-Partner und den Anlegern über die proprietäre LINUS-Plattform zusammensetzt, konnte auf fast EUR 380 Mio. nahezu verdoppelt werden. An diese Co-Investoren wurden 2021 insgesamt EUR 18,2 Mio. Zinszahlungen ausgeschüttet. Neben Real Estate Debt-Investments haben die Investoren seit Mitte 2021 über die LINUS-Plattform auch Zugang zu Real Estate Equity-Investments. Auf der LINUS-Plattform haben sich bis zum Jahresende 2021 insgesamt über 1.500 qualifizierte Nutzer registriert. Qualifizierte Nutzer wurden von LINUS als semiprofessionelle oder professionelle Investoren eingestuft und haben konkretes Interesse geäußert, als Co-Investor neben LINUS investieren zu wollen.

Im Geschäftsjahr 2022 plant LINUS das dynamische Wachstum fortzusetzen und strebt ein Investmentvolumen von EUR 750 Mio. und Co-Investmentvolumen von EUR 600 Mio. an. Die Anzahl neuer, qualifizierter Nutzer soll dabei erheblich um mehr als 2.500 gesteigert werden.

„Um unser starkes Wachstum auch langfristig auf diesem Niveau nicht nur halten, sondern noch steigern zu können, werden wir auch 2022 weiter in Personal, Marketing und den Ausbau unserer Technologieplattform investieren,“ erläutert Frederic Olbert, CFO von LINUS. „Eine essenzielle Rolle werden hierbei auch neue Investmentlösungen sowie mögliche weitere Kooperationen spielen.“ Investoren sollen daher über die LINUS-Plattform auch Zugang zu Real Estate Private Equity Fonds führender Asset Manager erhalten. Zudem ist eine geografische Erweiterung der der Geschäftsaktivitäten über die DACH-Region und das Vereinigte Königreich hinaus geplant.

In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten sowie der weiteren Geschäftsentwicklung prüft LINUS zur Finanzierung des angestrebten Wachstums sowie insbesondere zur Erhöhung der Liquidität in der Aktie auch die Durchführung möglicher Kapitalmaßnahmen. Eine Entscheidung, ob sowie möglicherweise wann und in welcher Form derartige Maßnahmen durchgeführt werden, ist noch nicht getroffen worden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle PB3C GmbH/ Linus Digital Finance AG

EstateGuru erreicht 500-Millionen-Euro-Finanzierungsvolumen in Rekordzeit

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EstateGuru: Plattform für Immobilienfinanzierung und -investitionen setzt starken Wachstumskurs fort

EstateGuru, die führende paneuropäische Plattform für Immobilieninvestitionen und -finanzierung, hat mit Stand heute Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro finanziert. Das Wachstum des vergebenen Kreditvolumens beschleunigt sich seit Gründung des estnischen Unternehmens im Jahr 2013 kontinuierlich: Sein erstes Darlehen vergab EstateGuru offiziell im Januar 2014. Fünf Jahre später, im März 2019, erreichte die vergebene Kredithöhe 100 Millionen Euro. Dieses exponentielle Wachstum setzte sich fort, als EstateGuru im Jahr 2021 Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro finanzierte. Jetzt hat das Unternehmen die Marke von einer halben Milliarde finanzierter Darlehen geknackt.

„Der Erfolg unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie in den letzten Jahren sowie die inzwischen mehr als 110.00 Investoren auf unserer Plattform inspirieren und motivieren uns, unsere Vision konsequent weiter zu verfolgen und Immobilienfinanzierungen und Immobilieninvestition für jedermann zugänglich zu machen. Das Erreichen dieses wichtigen Meilensteins ist der perfekte Start in das Jahr 2022 und gibt die Richtung für das kommende Jahr vor.

Wir werden unseren Wachstumskurs fortsetzen und streben an, bis 2025 die größte Immobilienfinanzierungs- und Investmentplattform in Europa zu werden. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Die Nachfrage nach alternativen Finanzierungen in ganz Europa steigt und vor allem mittelständische Unternehmen suchen professionelle, verlässliche Finanzierungspartner mit Branchenexpertise“, sagt Marek Pärtel, CEO und Mitgründer von EstateGuru. „Und nicht nur unser Kreditvolumen wächst in einem beeindruckenden Tempo. Wir haben im vergangenen Jahr zudem viele talentierte Mitarbeiter für unser Team gewonnen. Während im Januar 2021 noch 50 Mitarbeiter in acht verschiedenen Ländern arbeiteten, sind es inzwischen 110 Fachleute mit 17 verschiedenen Nationalitäten.“

EstateGuru finanzierte im Jahr 2021 Darlehen in Höhe von 203 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (120 Millionen Euro). Die derzeitigen Assets under Management (AUM) belaufen sich mit Stand Ende 2021 auf 220,3 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Ein Jahr mit Gegenwind

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Industriezykliker Cyber

Geopolitische Spannungen vom Markt noch nicht eingepreist

Ein Marktkommentar von Zehrid Osmani, Leiter für globale und langfristige Aktienstrategien bei Martin Currie, Teil von Franklin Templeton:

„Der Aufschwung in 2021 fiel letztendlich stärker aus als erwartet. Kurz- bis mittelfristig dürfte also die wirtschaftliche Dynamik auch weiter anhalten. Dies liegt vor allem an den unterstützenden politischen Initiativen, insbesondere die großen Infrastrukturprogrammen, die weltweit gestartet sind. Da diese Programme zudem langfristig angelegt sind, sollte ein länger anhaltender Wirtschaftsaufschwung bevorstehen, der die Aktienmärkte weiterhin unterstützen sollte. Angesichts hoher Aktienbewertungen und eines starken Jahres 2021 für Aktien sollten Anleger mit niedrigeren Renditen und höherer Volatilität rechnen.

Ein elementares Gesprächsthema bleibt die Inflation. Das Bullen-Bären-Tauziehen könnte bis zum Sommer andauern, wenn der Inflationsdruck unserer Meinung nach nachlassen wird. Die Lohninflation spielt dabei nach wie vor die wichtigste Rolle. Diese Messgröße gilt es zu beobachten.  Denn sie hat das Potenzial, sich längerfristig auszuwirken. Wir halten eine Stagflation angesichts des günstigen wirtschaftlichen Umfelds für wenig wahrscheinlich, wenn auch die Omikron-Variante dieses Risiko erhöhen könnte.

Nach der starken Erholung im Jahr 2021 ist 2022 ein geringeres Gewinnwachstum zu erwarten. Die steigende Inflation könnte den Margendruck erhöhen. Für Anleger bedeutet dies, sich auf Unternehmen mit konsistenten Wachstumsprofilen zu konzentrieren: Sie verfügen über eine höhere Preissetzungsmacht und sehen sich daher einem geringeren Margenrisiko gegenüber.

Gegenwind Marktkommentar
Foto von Zehrid Osmani (Quelle: Martin Currie / Franklin Templeton)

Es gibt noch weitere Risiken, die Anleger berücksichtigen sollte. Eine nachlassende Dynamik bei den Infrastrukturausgaben stellt ein beträchtliches Risiko dar, da diese Ausgaben eng mit dem Wirtschaftswachstum zusammenhängen. Ein weiteres Risiko sind geldpolitische Fehlentscheidungen, die die Anleger verunsichern und zu mehr Volatilität führen können, sofern sich Renditekurven verschieben und sich die bisherige Balance zwischen Growth- und Value-Aktien ändert.

Weitere Faktoren, die sich auswirken können, sind mögliche steigende Unternehmenssteuersätze, welche die Gewinne unter Druck setzen würden. Und schließlich geopolitische Risiken, darunter die Spannungen zwischen China und dem Rest der Welt, die sich verschärfen könnten. Aktuelles Beispiel sind die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer, die zunehmend in den Mittelpunkt rücken. In der zweiten Jahreshälfte liegt der Fokus auf der voraussichtlichen dritten Amtszeit von Chinas Präsident Xi Jinping, die ihm den Weg zu einer noch längeren Amtszeit ebnen könnte. Dies könnte ein ausgeprägteres territoriales Streben um Taiwan auslösen, was wiederum zu einem Aufflammen der grenzüberschreitenden Spannungen und einer Zunahme der geopolitischen Risiken führen könnte. All dies preist der Markt bisher nicht ein.“

Ein Jahr mit Gegenwind

Foto von Zehrid Osmani (Quelle: Martin Currie / Franklin Templeton)

Ein Marktkommentar von Zehrid Osmani, Leiter für globale und langfristige Aktienstrategien bei Martin Currie, Teil von Franklin Templeton.

Börsenmantel GFJ will Thermostat-Hersteller Tado schlucken

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München, 17. Jan (Reuters) – Der Münchner Heizungs-Thermostathersteller Tado soll durch die Hintertür an die Börse gebracht werden. Das Unternehmen soll in den leeren Firmenmantel GFJ ESG Acquisition schlüpfen, den der ehemalige KlöCo-Chef Gisbert Rühl im Oktober an die Börse gebracht hatte. Tado werde dabei mit 450 Millionen Euro bewertet, teilte GFJ am Montag mit. Rühl hatte für die Unternehmenshülle (Special Purpose Acquisition Company, SPAC) 150 Millionen Euro eingesammelt und sich damit auf die Suche nach einer jungen Firma im Wert von 500 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro gemacht, die sich mit nachhaltigen Technologien („Green Tech“) beschäftigt. Die Aktionäre von GFJ müssen der Übernahme noch zustimmen.

Tado galt bereits seit längerem als Börsenkandidat. Das Unternehmen mit 180 Mitarbeitern sieht sich als „europäischer Marktführer für intelligentes Raumklima-Management“. Mit den Thermostaten und Reglern lassen sich Heizung und Klimaanlage so steuern, dass sie Energie sparen. Nach Unternehmensangaben sind sie inzwischen in 400.000 Gebäuden installiert. Doch in den USA dominieren den Markt Konkurrenten wie Nest und Ecobee.

Zu den Initiatoren von GFJ gehören neben Rühl der Investor Florian Fritsch und der frühere Chef der heute zur Münchener Rück gehörenden Software-Firma Relayr, Josef Brunner. Der Manager Oliver Kaltner, der für Fritschs Investmentfirma arbeitet, soll Tado künftig führen, Rühl will Aufsichtsratschef werden. 

Börsenmantel GFJ will Thermostat-Hersteller Tado schlucken

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Arzneifirma Cheplapharm soll mit Börsengang „Eisbrecher“ werden

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München, 17. Jan (Reuters) – Der nordostdeutsche Arzneimittel-Hersteller Cheplapharm steht vor einem voraussichtlich milliardenschweren Börsengang. Das Familienunternehmen aus Greifswald will in den nächsten Wochen 750 Millionen Euro mit der Platzierung neuer Aktien einnehmen, wie Cheplapharm am Montag mitteilte.

Darüber hinaus wollen die Eigentümer, die Geschwister Sebastian Braun und Bianca Juha, Aktien verkaufen. Der Börsenaspirant will damit den Kauf weiterer Pharmaprodukte finanzieren und einen Teil seiner 2,45 Milliarden Euro Schulden zurückzahlen.

Cheplapharm betreibt keine eigene Arzneimittel-Forschung, sondern hat sich in 25 Jahren für mehr als drei Milliarden Euro ein Portfolio von mehr als 100 am Markt eingeführten Produkten zusammengekauft, deren Patentschutz ausgelaufen ist.

Cheplapharm ist der ersten Börsengang des Jahres an der Frankfurter Börse. Die Erstnotiz ist nach dem üblichen Zeitplan für Februar zu erwarten, das Unternehmen legt sich nur auf das erste Quartal fest. Organisiert wird die Neuemission von den Investmentbanken Credit Suisse, Deutsche Bank und JPMorgan.

Cheplapharm

Eigentlich hatte Cheplapharm den Gang an den Aktienmarkt bereits für den Herbst 2021 angepeilt, wegen der wackligen Börsen hatten sich die Pläne aber verzögert. Nun soll Cheplapharm als „Eisbrecher“ für das Börsengangsjahr 2022 dienen, in dem eine Vielzahl von Emissionen erwartet wird.

Zu den größten könnten der Prothesenhersteller Ottobock und das Stellenanzeigen-Portal von Springer, Stepstone, gehören. Einschließlich Schulden könnte Cheplapharm mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden, wie Insider zu Reuters sagten.

Cheplapharm erwirtschaftet durch den Verzicht auf eigene Forschung hohe Margen. In den ersten neun Monaten 2021 lag der Umsatz mit 793 Millionen Euro 60 Prozent über Vorjahr, bis zum Jahresende dürfte daraus mehr als eine Milliarde (2020: 640 Millionen) Euro geworden sein. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag nach neun Monaten bei 481 Millionen Euro. Produktion und Vertrieb hat Cheplapharm an andere Unternehmen ausgelagert.

Allein im vergangenen Jahr übernahm Cheplapharm Produkte für 920 Millionen Euro, darunter ein Portfolio von Mitteln gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen des japanischen Pharmakonzerns Takeda.

„Wir glauben, dass wir der Partner der Wahl für führende globale Pharmaunternehmen sind, die sich von patentfreien pharmazeutischen Produkten trennen wollen“, sagte Co-Vorstandschef Braun. Auch 2022 soll die Einkaufstour bei Arzneimittelkonzernen wie AstraZeneca, Novartis, Roche oder Sanofi weitergehen. Die Übernahme weiterer Assets für mehr als 1,8 Milliarden Euro würden „kurzfristig geprüft“, teilte Cheplapharm mit. 

Arzneifirma Cheplapharm soll mit Börsengang „Eisbrecher“ werden

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Dax auf Erholungskurs – Siltronic stürzen ab

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Frankfurt, 17. Jan (Reuters) – Nach den jüngsten Kursverlusten nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt. Der Dax stieg zur Eröffnung am Montag um 0,3 Prozent auf 15.932 Punkte.

„Für nachhaltige Kursgewinne ist die Nachrichtenlage nicht gut genug“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Für einen Ausverkauf ist sie dagegen nicht schlecht genug.“ Der Mangel an klaren Impulsen spiegele sich unter anderem in den Zahlen zum chinesischen Wirtschaftswachstum wider. „Pessimisten sagen, die chinesische Wirtschaft wächst deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Optimisten sagen, die Wirtschaft wächst trotz aller Belastungen aus dem Immobilienmarkt.“

Bei den Aktienwerten stach Siltronic mit einem Kurssturz von 10,8 Prozent heraus. Dem Chipindustrie-Zulieferer zufolge droht die 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahme durch den taiwanischen Rivalen GlobalWafers am Widerstand der Bundesregierung zu scheitern. Dessen Titel gaben in Taipeh 2,2 Prozent nach. Die Papiere des Siltronic-Großaktionärs Wacker Chemie büßten 2,8 Prozent ein.

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Wirtschaftsweiser Wieland – EZB soll bereits 2022 Zinsen erhöhen

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Berlin, 17. Jan (Reuters) – Der Wirtschaftsweise Volker Wieland fordert die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Zinserhöhung bereits im laufenden Jahr auf. „Der Ausschluss einer möglichen Zinserhöhung 2022 ist schwer zu begründen und unnötig“, sagte Wieland dem Magazin WirtschaftsWoche einem Vorabbericht zufolge.

Vor allem erstaune ihn, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihren expansiven Kurs damit rechtfertige, man werde 2023 und 2024 wieder unter dem Inflationsziel von zwei Prozent liegen.

EZB

„Angesichts der Fehleinschätzungen zur Inflationsentwicklung ist es sehr gewagt, die aktuelle Geldpolitik an Prognosen zu koppeln, die derart weit in die Zukunft reichen“, erklärte Wieland. Die Inflation im Euro-Raum war im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. 

Wirtschaftsweiser Wieland – EZB soll bereits 2022 Zinsen erhöhen

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17. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 16:44 Uhr

Frankfurt, 17. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.23 Uhr – Die Furcht vor einer Invasion Russlands in der Ukraine setzt die russische Währung unter Druck. Im Gegenzug steigt der Dollar auf knapp 77 Rubel. Der Euro zieht bis auf 87,78 Rubel an. Das geopolitische Risiko Russlands sei nach dem Scheitern der Gespräche in der vergangenen Woche auf einem Höchststand, sagten die Analysten von BCS Global Markets. „Der Verlauf zukünftiger Ereignisse ist schwer vorherzusagen, aber internationale Investoren werden wahrscheinlich erst einmal zögern.“

11.19 Uhr – Optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten ermuntern Anleger zum Einstieg bei Taylor Wimpey. Die Aktien des drittgrößten britischen Eigenheimbauers steigen um 3,3 Prozent. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind nach eigenen Angaben prall gefüllt. Im abgelaufenen Jahr seien 14.087 Einheiten fertiggestellt worden, 47 Prozent mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen seien ermutigend, lobt Analyst Charlie Campbell von der Investmentbank Liberum. Die geplanten Aktienrückkäufe kämen früher als gedacht.

11.05 Uhr – Der Milliardenpoker um die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline kommt bei Unilever-Anlegern nicht gut an. Die Aktien des „Domestos“-Anbieters steuern in London mit einem Minus von 7,3 Prozent auf den größten Tagesverlust seit 13-1/2 Jahren zu. „Wir sehen kaum Rechtfertigung für einen derartigen Deal, weder strategisch, noch operativ oder finanziell“, kritisiert Analyst James Edwardes Jones von der Investmentbank RBC Capital Markets. „Die ernsthafte Überlegung einer solchen Offerte stellt die Zuversicht des Managements in das aktuelle Geschäftsmodell infrage.“

10.40 Uhr – Die wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine machen Anleger nervös. Sie werfen Staatsanleihen der beiden Länder aus ihren Depots. Dies treibt die Rendite der bis 2024 laufenden ukrainischen Dollar-Bonds und der bis 2043 laufenden russischen Titel auf 15,42 beziehungsweise 4,206 Prozent. Das ist jeweils der höchste Stand seit dem Börsen-Crash vom Frühjahr 2020.

09.45 Uhr – Die anhaltende Ölpreis-Rally gibt den europäischen Öl- und Gaswerten Auftrieb. Ihr Index steigt um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 304,74 Punkten. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee kostet mit 86,71 Dollar je Barrel so viel wie zuletzt vor etwa dreieinhalb Jahren.

09.30 Uhr – In der Hoffnung auf eine nachgebesserte Offerte von Unilever für die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline steigen Anleger bei dem Pharmakonzern ein. Die Aktien klettern in London um 5,6 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 1733 Pence. Unilever-Titel rutschen dagegen um 6,6 Prozent ab und sind mit 3677,5 Pence so billig wie zuletzt vor zwei Jahren. Unilever ist nach eigenen Aussagen weiter an Sparte interessiert, obwohl Glaxo ein umgerechnet 60 Milliarden Euro schweres Angebot zurückgewiesen hat.

07.36 Uhr – Eine Anteilsaufstockung durch Goldman Sachs ermuntert Anleger zum Einstieg bei Varta. Die Aktien des Batterie-Herstellers steigen vorbörslich um 1,6 Prozent. Einer Pflichtmitteilung zufolge hält die US-Investmentbank nun 5,02 Prozent an dem Unternehmen. 

17. Januar: Der Börsen Vormittag

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