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Digitalpakt-Hilfen müssen schneller abfließen

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Düsseldorf, 19. Jan (Reuters) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will mit den Ländern neue Wege der Zusammenarbeit finden, um Schulschließungen in der Pandemie zu verhindern. „Wir sehen, dass die Digitalisierung ein großes Thema ist und der Bund ist hier bereit zu unterstützen“, sagte die FDP-Politkerin am Mittwoch in der ARD. „Da ist das Angebot, dass wir hier nochmal eine gute Aufgabenteilung finden.“ Es gehe nicht darum, die Länder aus ihrer Verantwortung für Bildung zu entlassen. „Es geht darum, besser zusammenzuarbeiten.“ Die Milliardenhilfen aus dem Digitalpakt müssten schneller abfließen, die Mittel endlich vor Ort ankommen.

Bildung ist gemäß dem Grundgesetz in weiten Teilen Ländersache. Der 2019 vereinbarte Digitalpakt Schule sah einen Bundeszuschuss von fünf Milliarden Euro für eine bessere digitale Ausstattung der Schulen vor. Das Geld konnte erst nach einer Änderung des Grundgesetzes ausgezahlt werden, fließt aber nur zögerlich ab.

Digitalpakt-Hilfen müssen schneller abfließen

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PreOmics erhält 13,5 Millionen Euro von Bruker Corporation

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PreOmics

PreOmics erhält 13,5 Millionen Euro von Bruker Corporation im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde

PreOmics GmbH, ein im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München ansässiger Entwickler innovativer Automatisierungs- und Probenvorbereitungstechnologien und -verbrauchsmaterialien für die hocheffiziente und benutzerfreundliche proteomische Analyse mittels Massenspektrometrie, hat im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde 13,5 Mio. Euro von der Bruker Corporation (Nasdaq: BRKR) erhalten. PreOmics wurde 2016 von Dr. Garwin Pichler und Dr. Nils A. Kulak als Spin-Out-Unternehmen aus dem Labor des führenden Proteomik-Forschers Professor Matthias Mann am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried gegründet. Das Start-up bietet einzigartige Technologien, innovative Automatisierungslösungen und hochleistungsfähige Verbrauchsmaterialien für die Homogenisierung, Anreicherung und proteomische Probenvorbereitung von Biopsie-, Gewebe-, Zelllinien- und Plasmaproben an, um ein hocheffiziente proteomische Analyse in der pharmazeutischen und klinischen Forschung zu ermöglichen.

Innovative Plattform für die Massenspektrometrie-basierte Proteinanalyse

Die innovativen Probenverarbeitungstechnologien von PreOmics für die Massenspektrometrie-basierte Proteinanalyse sind komplementär zu den wissenschaftlichen Hochleistungsinstrumenten von Bruker sowie zu Systemen anderer führender Proteomik-Unternehmen. Es wird erwartet, dass die engen Synergien die Marktchancen sowohl für die BeatBox-Plattformtechnologien von PreOmics als auch für die timsTOF 4D-Proteomik-Plattform von Bruker mit vollständigeren, automatisierten Workflow-Lösungen für akademische und klinische Forscher, für Biomarker-Entdeckungs- und Diagnostikunternehmen sowie für CROs und biopharmazeutische Unternehmen erweitern werden. 

Bruker Corporation wird Hauptinvestor bei PreOmics

Dr. Garwin Pichler, Mitbegründer und Geschäftsführer von PreOmics, kommentierte: „Wir freuen uns, unsere Investitionen in F&E, Marketing und Vertrieb zu erhöhen und Bruker als Kooperationspartner und Hauptinvestor zu gewinnen. Bruker teilt unsere Vision fortschrittliche Technologien für die proteomische Analyse jedermann zur Verfügung zu stellen und durch die Finanzierung unser Wachstum zu beschleunigen. Unsere bestehenden und zukünftigen Kunden und Partner werden von den Investitionen bei PreOmics und von den Synergien bei den Proteomik-Lösungen profitieren, um unser Produktangebot und unsere globale Präsenz zu erweitern.“

Verbesserte Technologie für hocheffiziente proteomische Analyse

Dr. Nils A. Kulak, Mitbegründer und Geschäftsführer von PreOmics, fügte hinzu: „Wir sehen eine vielversprechende Zukunft für die Forschungs-, Entwicklungs- und Kommerzialisierungsaktivitäten von PreOmics, die durch die Serie-B-Finanzierung und Bruker als Partner beschleunigt werden. Unsere neuartige BeatBox-Technologie ist nahtlos mit den Proteomik-Probenvorbereitungstechnologien von PreOmics kompatibel und bietet in Kombination mit dem timsTOF Pro komplette Arbeitsabläufe für die Prozessierung großer Gewebebiobanken. Unser Ziel ist es komplette, benutzerfreundliche und automatisierte BeatBox-basierte Arbeitsabläufe für jeglichen Durchsatz zu entwickeln und damit Lösungen für eine hocheffiziente proteomische Analyse zu bieten.“

Bildrechte PreOmics GmbH

Seed-Investoren steigen schon nach fünf Jahren aus

In Verbindung mit der Serie-B-Finanzierung haben mehrere frühe Investoren in PreOmics, wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Think.Health Ventures, sowie einige Business Angels ihre PreOmics-Anteile in einer parallelen Sekundärtransaktion erfolgreich an Bruker verkauft, so dass Bruker nun Mehrheitsinvestor von PreOmics ist. Finanzielle Einzelheiten zu den Sekundärtransaktionen wurden nicht bekannt gegeben. Dr. Bernd Goergen, Partner beim High-Tech Gründerfonds, kommentiert den Exit: „Dass unsere Zeit als Seed-Investor bei Preomics bereits nach 5 Jahren zu Ende geht, ist ein Beweis für die fantastische Leistung sowohl des Managements als auch der äußerst innovativen Technologie. Vielen Dank an Garwin und Nils, dass wir ein Teil eurer Reise sein durften. Der Zusammenschluss mit eurem Partner Bruker Inc. ebnet nun den Weg, um Goldstandards in der Proteinpräparation zu setzen und wird damit die Proteomanalyse einfacher und zuverlässiger denn je machen.“

Visionäre Unternehmer

Dr. Michael Ruoff von Think.Health Ventures, sagte: „Bei Think.Health sind wir dankbar, dass wir einen wichtigen Teil der Erfolgsgeschichte von PreOmics mitgestalten durften, die dank der großartigen Unterstützung durch Bruker auch nach unserer Beteiligung fortgeschrieben wird. Wir schätzen Garwin und Nils als außergewöhnliche Wissenschaftler und visionäre Unternehmer – eine seltene Kombination, die ich mir in Deutschland definitiv öfter wünsche.“

Bruker erweitert seine Proteomik-Vision um die einzigartigen PreOmics-Probenvorbereitungstechnologien

Dr. Frank H. Laukien, Präsident und CEO der Bruker Corporation, erklärte: „Wir freuen uns sehr, mit dieser Serie-B-Finanzierung in PreOmics, ein führendes Unternehmen für Probenvorbereitung, Automatisierung und Verbrauchsmaterialien für die Proteomik, zu investieren. Durch die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an PreOmics erweitert Bruker seine Proteomik-Vision um die einzigartigen PreOmics-Probenvorbereitungstechnologien sowie um komplette, automatisierte, robuste und reproduzierbare Arbeitsabläufe für die translationale Biomarker- und Biopharma-Proteomik-Forschung.“

Über das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) 

Die Fördergesellschaft IZB mbH, im Jahre 1995 gegründet, ist die Betreibergesellschaft der Innovations- und Gründerzentren Biotechnologie in Planegg-Martinsried und Freising-Weihenstephan und hat sich zu einem renommierten Biotechnologiezentrum entwickelt, das zu den größten Hubs in Europas gehört. Auf 26.000 m2 sind derzeit über 50 Biotechunternehmen mit über 700 Mitarbeiter:innen angesiedelt. Hier wird an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwerste Erkrankungen, wie etwa Krebs, Alzheimer und diversen Autoimmunerkrankungen gearbeitet – und es gibt schon viele Erfolge.

Im IZB Freising-Weihenstephan – 15 Minuten vom Flughafen entfernt – befassen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Entwicklungen im Bereich Life Science. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der IZBs ist die räumliche Nähe zur Spitzenforschung auf dem Campus Martinsried/Großhadern. Vor allem die neuen Infrastrukturmaßnahmen wie der Faculty Club G2B (Gateway to Biotech), die IZB Residence CAMPUS AT HOME, die Chemieschule Elhardt, die zwei Kindergärten Bio Kids und Bio Kids2sowie die beiden Restaurants SEVEN AND MORE und The Bowl sind zum wichtigen Standortfaktor geworden.

Erfolgreiche Unternehmen, die aus dem IZB hervorgegangen sind, sind zum Beispiel die Medigene AG, die Morphosys AG, die Micromet GmbH (heute Amgen AG), Octapharma GmbH, Corimmun (heute Janssen-Cilag), die Proteros GmbH, die Coriolis Pharma Research GmbH, Rigontec (heute MSD) und Exosome Diagnostics (heute Bio-Techne). Auf dem Campus Martinsried sind derzeit zwei Nobelpreisträger tätig: Prof. Robert Huber am MPI für Biochemie, (Nobelpreis für Chemie 1988) und Prof. Theodor Häntsch (Nobelpreis für Physik 2005), der im IZB die Menlo Systems GmbH gründete. Weitere Informationen unter: www.izb-online.de

Über den High-Tech Gründerfonds

Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 mehr als 650 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Mehr als 3,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.800 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 150 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Unternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Dräger, 1+1 AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

Weitere Informationen finden Sie hier

Titelbild: Dr. Garwin Pichler, Geschäftsführer PreOmics GmbH, Russel Golson, COO PreOmics GmbH Bildrechte PreOmics GmbH

Quelle High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Marktentwicklungen: 19. Januar 2022

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Update 16:33 Uhr

19. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DEUTSCHE TELEKOM – Brüssel: Die EU-Kommission muss Europas größtem Telekomkonzern eine Entschädigung in Höhe von 1,8 Millionen Euro zahlen. Das entschied das Gericht der Europäischen Union. Die EU-Kommission hatte sich geweigert, Verzugszinsen auf eine zuvor verhängte Strafe zu bezahlen. Die Wettbewerbshüter hatten die Deutsche Telekom 2014 wegen Ausnutzung ihrer Marktmacht in der Slowakei zu einer Geldbuße in Höhe von 31 Millionen Euro verdonnert. Diese Strafe wurde vier Jahre später um zwölf Millionen Euro reduziert. Die Restsumme wurde zwar erstattet, jedoch lehnten es die Aufseher ab, Verzugszinsen zu zahlen. Das Gericht bezeichnete dies nun als ernsthaften Verstoß gegen EU-Regeln.

ASML – Amsterdam: Der niederländische Chipausrüster hat nach eigenen Angaben noch keine Lizenz zur Lieferung von neusten Versionen bestimmter Geräte zur Halbleiterherstellung nach China erhalten. Unter dem Druck der US-Regierung verweigern die niederländischen Behörden ASML bisher die Exporterlaubnis für Anlagen, deren Anwendungsgebiete auch als militärisch eingestuft werden – darunter auch für Fotolitographie-Systeme. Der Konzern, der den Markt für diese Technologie weitgehend beherrscht, darf aber ältere Geräte in die Volksrepublik liefern. ASML-Chef Peter Wennink hält es für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass die Chinesen die Top-Technologie nachbilden können. „Sie werden es mit Sicherheit versuchen.“

PROCTER & GAMBLE – Bangalore: Der US-Konsumgüterkonzern erwartet nach starken Verkaufszahlen im zweiten Quartal einen höheren Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22. Das Management rechne nun mit einem Umsatzplus von vier bis sechs Prozent, statt wie bisher von zwei bis vier Prozent, teilte Procter & Gamble (P&G) mit. Der Konzern, zu dem Marken wie Gillette, Pampers und Oral B gehören, profitiert wegen steigender Corona-Infektionszahlen von einer erhöhten Nachfrage nach Reinigungsmitteln. Zudem hatte P&G bereits vergangenes Jahr wegen gestiegener Rohstoff- und Frachtkosten seine Preise erhöht. Der Nettoumsatz lag im abgelaufenen Quartal bei 20,95 Milliarden Dollar (rund 18,5 Milliarden Euro) und damit über den Erwartungen von Analysten, die rund 20,34 Milliarden Dollar prognostiziert hatten.

ÖSTERREICHISCHE POST – Wien: Österreichs Marktführer hat im vergangenen Jahr konzernweit so viele Pakete ausgeliefert wie noch nie. Insgesamt wurde fast eine halbe Milliarde Pakete zugestellt, ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Jahr davor, teilte das Unternehmen mit. Die meisten Sendungen transportierte die türkische Tochter Aras Kargo. In Österreich wurden im Vorjahr 184 Millionen Pakete transportiert – ein Plus von elf Prozent. Im laufenden Jahr will die Österreichische Post in der Türkei die Sortierkapazität in den Logistikzentren um weitere 30 Prozent erhöhen sowie die Zustellflotte ausbauen und erneuern.

PEARSON – London: Der britische Fachverlag hat aufgrund einer steigender Nachfrage nach Online-Lernmaterialien seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2021 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun einen bereinigten Betriebsgewinn von 385 Millionen Pfund, zehn Millionen Pfund über dem bisherigen Ausblickk, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz solle organisch um acht Prozent wachsen, zuvor hatte Pearson ein Plus von 6,7 Prozent angepeilt. Der Umsatz im US-Hochschulbereich werde jedoch um sechs Prozent niedriger erwartet. Die Aktien von Pearson stiegen am Mittwoch um über sechs Prozent.

BURBERRY – London: Der Anstieg des Umsatzes und ein starkes Geschäft bei Oberbekleidung und Lederwaren stimmen den britischen Luxusmodekonzern optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr (bis zum 3. April) erwarte Burberry nun ein Wachstum des bereinigten Betriebsgewinns bei konstanten Wechselkursen um etwa 35 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 19 Prozent auf 472 Millionen Pfund (rund 566 Millionen Euro) gerechnet. Die starke Nachfrage aus Asien und Europa kurbelte das Geschäft des für seine Trenchcoats und Karomuster bekannten Modehauses im dritten Quartal an. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 723 Millionen Pfund.

ASML – Berlin: Der Chipausrüster will im laufenden Jahr um ein Fünftel wachsen. In dieser Prognose sei der jüngste Feuerschaden im Berliner Werk bereits berücksichtigt, gab der niederländische Konzern bekannt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz noch um 33 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte sogar um 65 Prozent auf 5,88 Miliarden Euro. ASML ist der größte Produzent von Lithografie-Systemen, die für die Belichtung von Siliziumwafern benötigt werden und damit für die Entstehung von Schaltkreisen und bis zu 150 Millionen Euro kosten können. Zu den Kunden des Konzerns gehören nahezu alle Chipkonzerne – darunter auch Intel und TSMC. Angesichts der hohen Chipnachfrage ist ASML derzeit komplett ausgelastet. 

Marktentwicklungen: 19. Januar 2022

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Dax-Talfahrt dürfte anhalten – Britische Inflation im Blick

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Frankfurt, 19. Jan (Reuters) – Zur Wochenmitte dürfte es für den Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut nach unten gehen. Am Dienstag hatte er wegen Zinserhöhungsspekulationen ein Prozent tiefer bei 15.772,56 Punkten geschlossen. Die steigende Inflation und die Reaktion der Notenbanken darauf bleiben die beherrschenden Themen auf dem Börsenparkett. Daher richten Investoren besondere Aufmerksamkeit auf die britischen Inflationsdaten. „Sie könnten den Auslöser für eine Zinserhöhung im Februar sein“, prognostizierte Kunal Sawhney, Chef des Research-Hauses Kalkine. Die Bank von England (BoE) berät am 3. Februar über ihre Geldpolitik. Experten rechnen für Dezember mit einem Anstieg der britischen Verbraucherpreise um 5,2 Prozent im Jahresvergleich, etwas mehr als im Vormonat. Daneben rollt eine erneute Welle von Firmenbilanzen auf die Börsianer zu. Sie warten gespannt auf die Zahlen der US-Geldhäuser Bank of America, Morgan Stanley und US Bancorp. Ihre Rivalen Citigroup, JPMorgan und Goldman Sachs hatten zuletzt enttäuscht.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.772,56
Dax-Future 15.705,00
EuroStoxx50 4.257,82
EuroStoxx50-Future 4.229,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.368,47 -1,5 Prozent
Nasdaq 14.506,90 -2,6 Prozent
S&P 500 4.577,11 -1,8 Prozent

Asiatische Indizes am Mittwoch Stand Veränderung

Nikkei 27.379,93. -3,1 Prozent
Shanghai 3.543,38 -0,7 Prozent
Hang Seng 23.956,66. -0,7 Prozent

Dax-Talfahrt dürfte anhalten – Britische Inflation im Blick

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19. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 19:12

19. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

19.00 Uhr – Anleger reagieren erleichtert auf das Bekenntnis von Unilever zur Kosten-Disziplin bei der geplanten Übernahme der Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline. Die in den USA notierten Aktien des „Domestos“-Anbieters steigen um zehn Prozent, so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. Unilever will seine umgerechnet 60 Milliarden Euro schwere Offerte nicht aufstocken.

18.45 Uhr – Eine Vertriebsvereinbarung mit der Supermarkt-Kette Ralph’s Grocery beschert Splash Beverage einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des Getränke-Herstellers steigen an der Wall Street um fast 60 Prozent auf ein Rekordhoch von 5,08 Dollar. Splash verkauft künftig seinen „Pulpoloco Sangria“ über die Ralph’s-Filialen.

17.18 Uhr – Die Freude der Anleger über starke Firmenbilanzen hält nicht lange. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 drehen nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verlieren bis zu 0,4 Prozent. Die Spekulationen um raschere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed verunsicherten Anleger, sagten Börsianer.

14.45 Uhr – Die Hoffnung auf staatliche Konjunkturhilfen beim weltgrößten Kupfer-Abnehmer China treibt die Preise dieses Industriemetalls. Es verteuert sich um 1,4 Prozent auf 9812 Dollar je Tonne. Börsianer rechnen fest mit einer Leitzins-Senkung der People’s Bank of China (PBoC) am Donnerstag. „Zusammen mit weiteren Maßnahmen sollte sich das Wirtschaftswachstum stabilisieren“, prognostizieren die Analysten der ANZ Bank.

14.35 Uhr – Mit Erleichterung aufgenommene Geschäftszahlen geben Bank of America und Morgan Stanley Auftrieb. Die Aktien der beiden Geldhäuser steigen im vorbörslichen US-Geschäft um jeweils etwa drei Prozent. Nach enttäuschenden Ergebnissen der Konkurrenz gab Bank of America einen Gewinnsprung bekannt. Morgan Stanley steigerte den Überschuss stärker als gedacht.

09.30 Uhr – Die Ölpreise steigen den vierten Tag in Folge. Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um bis zu 1,8 Prozent auf 89,05 Dollar je Barrel (159 Liter) und steht damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2014. Neben geopolitischen Spannungen verschärft ein Ausfall bei einer Pipeline aus dem Irak in die Türkei die Spekulationen auf Lieferausfälle. Anleger sind auch angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine nervös.

01.33 Uhr – Anleger quittieren Toyotas Aufgabe des Produktionsziels in der Chipkrise mit Verkäufen: Die Toyota-Aktie fällt in Tokio zunächst gut drei Prozent.

01.21 Uhr – Microsofts Übernahme des Spiele-Herstellers Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar setzt der Aktie des Rivalen Sony zu. Sie liegt kurz nach der Börseneröffnung in Tokio neun Prozent im Minus.

19. Januar: Der Börsen Vormittag

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Lindner – Globale Mindeststeuer soll zum Jahresanfang 2023 greifen

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Berlin/Brüssel, 18. Jan (Reuters) – Der neue Bundesfinanzminister Christian Lindner hofft auf eine planmäßige Umsetzung der globalen Mindeststeuer für Konzerne in Höhe von 15 Prozent. Das sei in Europa für Frankreich und auch Deutschland eine Priorität, sagte der FDP-Vorsitzende am Dienstag in Brüssel nach Beratungen der EU-Finanzminister. „Wir wollen die effektive, globale Mindestbesteuerung zum 1. Januar 2023 umsetzen.“ Dafür habe er geworben. Das gilt als ambitioniert. Die Schweiz hatte zuletzt angekündigt, die Mindeststeuer erst ab 2024 zu erheben. Sie soll bei international tätigen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro greifen.

Fortschritte bei der Umsetzung würden auch den Verhandlungsprozess der anderen Säule der Steuerreform beschleunigen, ergänzte Lindner. Knapp 140 Staaten haben sich unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD auf die Reform mit zwei Säulen geeinigt. Die neuen Regeln sehen neben der Mindeststeuer auch eine Besserstellung von Schwellenländern vor. Sie sollen deutlich mehr Steuereinnahmen abbekommen, hier sind die Details aber umstrittener.

Bislang verschieben große Konzerne gerne Gewinne etwa aus Patenten oder Software-Lizenzen in Niedrigsteuerländer und drücken so ihre Steuerlast deutlich. Vor allem Internet-Riesen zahlen oft kaum Steuern in den Ländern, in denen sie die meisten Kunden haben.

Lindner – Globale Mindeststeuer soll zum Jahresanfang 2023 greifen

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Baerbock pocht in Moskau auf Einhaltung grundlegender Regeln in Europa

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Moskau, 18. Jan (Reuters) – Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock hat Russland gemahnt, auf Drohungen gegen das Nachbarland Ukraine zu verzichten und grundlegende Werte in Europa einzuhalten. „Wir haben keine andere Wahl, als unsere gemeinsamen Regeln zu verteidigen, auch wenn dies einen hohen wirtschaftlichen Preis hat“, sagte Baerbock am Dienstag in Moskau nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Sie verwies auf die russische Truppenkonzentration in der Nähe der ukrainischen Grenze. Der Westen fürchtet, sie könnten der Invasion der Ukraine dienen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Zugleich betonte die Grünen-Politikerin, dass Deutschland zu Vereinbarungen bereit sei, die allen Sicherheit bringen müssten. Baerbock hatte zu Beginn ihrer Ausführungen betont, dass es in vielen Themen große, fundamentale Meinungsverschiedenheiten mit der russischen Regierung gebe. Sie verwies aber auch auf die Chancen einer Zusammenarbeit, sowohl bei der Umsetzung des Atomabkommen mit dem Iran als auch beim Kampf gegen den Klimawandel. Deutschland werde zudem noch einige Jahren Gas aus Russland brauchen. 

Baerbock pocht in Moskau auf Einhaltung grundlegender Regeln in Europa

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Das Metaversum bietet neue Chancen

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Metaversum Roboter Apple

Ein Megatrend, an dem man 2022 nicht vorbei kommt

Ein Kommentar von Henk Grootveld, Head of Trends Investing bei Lombard Odier Investment Managers:

„Im neuen Jahr werden wir viel mehr über das Metaversum hören. Nicht im Zusammenhang mit dem neuen Namen von Facebook, sondern in Bezug auf den technologischen Nachfolger des Internets und der Mobilfunk- und Cloud-Computing-Ära. Im Metaversum können wir unser reales und unser analoges Leben mit unseren virtuellen Avataren kombinieren. Geräte für virtuelle und erweiterte Realität werden es uns ermöglichen, in einer programmierten und entwickelten Welt per Video zu interagieren. Bisher war dies nur ein Phänomen der Generation Z. Wir erwarten jedoch, dass auch andere Generationen im Jahr 2022 ins Metaversum einsteigen. Technologieplattformen und Hardware-Hersteller werden offensichtlich davon profitieren. Doch andere Unternehmen beginnen ebenfalls bereits, die Chancen zu erkennen, die das Metaversum bietet – zumal einige Enthusiasten der Generation Z jetzt schon virtuelle Produkte als wertvoller ansehen als physische Güter.

Die Online-Spiele-Plattform Roblox ist ein gutes Fallbeispiel aus dem Jahr 2021. Sie hat über 200 Millionen aktive Nutzer pro Monat – ungefähr die Hälfte davon unter 13 Jahren – und bietet Hundertausende virtueller Spiele. Das Gucci Garden Experience, ein virtueller Erlebnispark, der nur für zwei Wochen im Mai geöffnet ist, bietet ein Umfeld, im dem die Nutzer ihre Konsumfreude ausleben und bereits ab USD 1.20 sammelbare, in begrenzter Auflage verfügbare virtuelle Accessoires der Luxusmarke erwerben können.“

Das Metaversum bietet neue Chancen

Foto von Henk Grootveld (Quelle: LOIM)

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CO2-Grenzausgleich in Europa darf keinen neuen Handelskrieg auslösen

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Grenzausgleich Energie Uniper

Berlin, 18. Jan (Reuters) – Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck hält Pläne für einen CO2-Grenzausgleichsmechanismus für richtig, sieht aber noch praktische Probleme bei der Umsetzung.

Das Konzept sei gut, es gebe aber noch eine ziemliche Kluft zur Umsetzung, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Hamburg.

„Mal sehen, ob wir sie im Laufe dieses Jahres schließen können.“ Die französische EU-Ratspräsidentschaft werde das Thema im ersten Halbjahr 2022 stark vorantreiben. „In der tatsächlichen Umsetzung stellen sich Fragen.“ Die deutsche Industrie müsse wettbewerbsfähig bleiben. „Es darf nicht als versteckter Zoll einen neuen Handelskrieg auslösen. Das ist die Sorge der Unternehmen.“

Grenzausgleich
Quelle: www.gruene.de Foto Robert Habeck © Urban Zintel

Um dies zu vermeiden, müssten möglichst viele Länder mitziehen, ergänzte Habeck. Deutschland habe dieses Jahr die Präsidentschaft der sieben führenden Industrienationen (G7) inne. Ziel müsse es sein, hier Verbündete zu finden, danach im Kreis der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20).

Die EU-Kommission will nach den bislang bekannten Plänen verhindern, dass es eine Verschiebung von CO2-Verschmutzung von der EU in andere Regionen gibt.

Die Brüsseler Behörde schlägt deswegen ab 2026 eine CO2-Grenzabgabe vor, die zum Beispiel Importeure von Stahl für jede Tonne CO2 zahlen müssen.

Dies soll sicherstellen, dass europäische Emissionssenkungen auch zu einem weltweiten Emissionsrückgang beitragen – und CO2-intensive Produktionskapazitäten nicht aus Europa abwandern.

CO2-Grenzausgleich in Europa darf keinen neuen Handelskrieg auslösen

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Quelle: wwww.gruene.de Foto Robert Habeck © Urban Zintel

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Deutschland exportiert 2021 deutlich mehr Rüstungsgüter

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Berlin, 18. Jan (Reuters) – Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Rüstungsgüter ins Ausland geliefert. Die genehmigten Exporte summierten sich auf einen Wert von 9,35 Milliarden Euro, nachdem es im Corona-Krisenjahr 2020 nur 5,82 Milliarden waren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mit.

Das seit Dezember von den Grünen geführte Ministerium betonte, die Vorgängerregierung aus SPD und CDU/CSU trage dafür die Verantwortung. „Diese Bundesregierung sieht einen restriktiven Umgang mit Rüstungsexporten vor und wird entsprechend den im Koalitionsvertrag vereinbarten Leitplanken ein Rüstungsexportkontrollgesetz erarbeiten.“ Seit der Amtsübernahme am 8. Dezember seien Genehmigungen im Wert von 309 Millionen Euro erteilt worden.

Rüstungsexporte im Volumen von 3,4 Milliarden Euro seien in EU-Länder, an Nato-Partner oder gleichgestellte Länder gegangen, so das Wirtschaftsministerium weiter. In sogenannte Drittländer gingen Lieferungen im Wert von 5,95 Milliarden Euro. Hauptabnehmer dabei war Ägypten mit 4,34 Milliarden Euro. Hier geht es vor allem um Rüstungsexporte im maritimen Bereich und zur Luftverteidigung.

Deutschland exportiert 2021 deutlich mehr Rüstungsgüter

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