Dienstag, August 11, 2026
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Grüne Anleihen-ETF-Studie: Diese Energieunternehmen haben den größten Impact

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Ein aktueller Kommentar von Marcus Weyerer, Senior ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton Investments:

„Pro 10 Mio. Euro Investitionssumme führt der im Bereich Energie investierte Anteil grüner Anleihen-ETFs zu Emissionseinsparungen in Höhe von 898 Tonnen CO2-Äquivalent, was dem jährlichen Stromverbrauch von 653 europäischen Haushalten entspricht.

Die CO2-Emissionen im Stromsektor sanken im Jahr 2019 um 1,3 %, machen jedoch nach wie vor 41 % aller energiebezogenen CO2-Emissionen und somit die Hauptquelle dieser Emissionen aus (Quelle: Tracking Power 2020 – Analyse der IEA). Obwohl die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zunimmt, sind zusätzliche Anstrengungen und Investitionen vonnöten, um eine anhaltende Aus­richtung am Ziel des Übereinkommens von Paris, die durchschnittliche Erderwär­mung bis 2100 auf 2 °C oder weniger zu begrenzen, sicherzustellen.

Eine Analyse der Mittelverwendungen bei Anleihen-ETFs verglich die Teilsektoren innerhalb des Energiebereichs – erneuerbare Energien, Übertragung und Verteilung sowie Ener­gieeffizienz. Als Bereich, auf den die meisten Investitionen im Fonds entfallen, trugen genug Anleihen zu den einzelnen Teilsektoren bei, sodass zuverlässige Erkenntnisse aus den Daten abgeleitet werden konnten.

ETF
Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

Jeder Teilsektor wurde in Bezug auf dessen Kohlenstoff-Auswirkungsgrad (Carbon Impact Ratio, CIR) beurteilt – d.h. die für jede ausgestoßene Tonne an CO2-Emissi­onen vermiedenen Emissionen. Diese Zahlen zeichnen ein klares Bild darüber, wie unterschiedlich die CO2-Einsparungen ausfallen können, und zwar je nachdem, in welcher Phase des Energieerzeugungsprozesses die Mittel investiert werden. Erneuerbare Energien wiesen mit 10,2 Tonnen den mit Abstand höchsten CIR auf. Dies entspricht 10,2 Tonnen an vermiedenen Emissionen für jede Tonne an CO2, die bei einem erneuerbaren Energieprojekt anfällt. Dies ist der im Rahmen der Analysen mit Abstand wirkungsstärkste Teilsektor. An zweiter Stelle standen Energieeffizienzprojekte, die Emissionseinsparungen von 1,9 Tonnen aufwiesen. Im Bereich Übertragung und Verteilung wurden dagegen 0,1 Tonnen an Kohlenstoff eingespart.

Es ist nicht sehr überraschend, dass der Ausbau der erneuerbaren Energiekapazitä­ten hier den klaren Gewinner darstellt, und es ist wichtig, anzumerken, wie bedeutend dieser Kapazitätsausbau ist. Investoren, die Investitionen in Unternehmen mit hohem Impact anstreben, sollten sich bei Firmen engagieren, die in großem Umfang Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energien aufbauen, wobei die Vorge­hensweise der Unternehmen einer sorgfältigen Due Diligence zu unterziehen ist. Dieser Ansatz hebt den Grenzertrag jeder vermiedenen Tonne CO2 in dem Land hervor, in dem das Projekt angesiedelt ist. Andererseits wird dadurch die relative Bedeutung der Stromer­zeugung aus erneuerbaren Energien in Ländern mit kohlenstoffintensiveren Stromnetzen stärker hervorgehoben.

Die Elektrifizierung ist ein wichtiger Trend zur Unterstützung der Emissionsre­duzierung in anderen Sektoren und erfordert eine Stärkung des Stromnetzes. Während erneuerbare Energien in der Regel kohlenstoffarm sind, sollten auch die Lebenszyklus-Emissionen aus dem Bau und dem Betrieb sowie die Frage berücksichtigt werden, wie widerstandsfähig die Technologie gegenüber dem Klimawandel ist. Einblicke in die Planung bezüglich Überschwemmungen oder Dürren sowie die Laufzeit der Anlage seitens Emittenten wären wünschens­wert. Die installierte Gesamtkapazität an erneuerbaren Energieanlagen ist ein nützlicher Anhaltspunkt für den Gesamtbeitrag zu sauberer Energie.

In ihren Impact Reports unterscheiden Emittenten jedoch nicht immer zwi­schen verschiedenen Arten erneuerbarer Energien. Dadurch könnten einige der wichtigen Erwägungen in Bezug auf den Lebenszyklus und die lokale Umwelt außer Acht gelassen werden, vor allem bei Biokraftstoffen und Wasserkraft. Auch die Planung zur Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Kli­mawandel wird in den Berichten nicht abgedeckt. Obwohl es schwieriger ist, diese Faktoren zu erfassen, sollten Nutzer von Impact-Daten darauf drängen, mehr Einblick in diesen Bereich zu erhalten.

Best Practice

Die Auswirkungen des Aufbaus neuer erneuerbarer Energiekapazitäten kön­nen nicht stark genug hervorgehoben werden, und Investoren sollten die Emittenten zu hohen Standards anhalten. Investoren müssen versuchen, sicherzustellen, dass die erneuerbaren Energiekapazitäten tatsächlich aus­gebaut und nicht einfach nur bestehende Anlagen refinanziert werden.

Die lokale Umwelt und der lokale Stromnetzfaktor müssen berücksichtigt werden, um ein akkurates Bild der Emissionseinsparungen zu erhalten. Die Lebenszyklus-Emissionen aus dem Bau, dem Betrieb und den Bio­kraftstoff-Rohmaterialien sowie die Auswirkungen auf die lokale Umwelt sind für Anleger wichtig zu verstehen und müssen daher von den Emit­tenten offengelegt werden. Die Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur gegenüber dem Klimawandel muss eingeplant werden. Sind Energieanlagen in der Lage, Dürren und extremen Temperaturen standzuhalten? Sollen diese Anlagen die nächsten 30 bis 40 Jahre bestehen, müssen diese Punkte berücksichtigt werden.

Spitzenreiter:  Iberdrola, EDF, ERG, EDP und Ørsted

Iberdrola, EDF, ERG und EDP schnitten im Hinblick auf ihre Umweltauswirkungen am bes­ten ab. Zudem glänzten sie durch eine äußerst transpa­rente Berichterstattung. Der dänische Energiekonzern Ørsted weist ein Rahmenwerk für grüne Finanzierungen auf, das den Übergang des Unter­nehmens von fossilen Brennstof­fen zu erneuerbarer Energie för­dert. Ørsted legt den Fokus auf Offshore-Windkraft und arbeitet zusammen mit Lieferanten an der Emissionsreduzierung und Berichterstattung zu Lebenszyk­lus-Emissionen.“

Grüne Anleihen-ETF-Studie: Diese Energieunternehmen haben den größten Impact

Titelfoto & Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

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Dax im Plus – Anleger setzen auf solide Firmenbilanzen

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Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – In Erwartung steigender Firmengewinne haben Anleger am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt zugegriffen. Der Dax kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 15.840 Punkte. „Die Anleger an der Frankfurter Börse hoffen jetzt auf positive Signale von der Berichtssaison und vielleicht auch auf ein Licht am Ende des Tunnels der gerade rapide ansteigenden Infektionszahlen in Deutschland“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets.

Das Thema Inflation blieb an den Börsen indes ein heißes Eisen. Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Dezember wegen teurer Energie und Vorprodukte so stark angehoben wie noch nie. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Aktien von Puma kletterten im 2,7 Prozent, nachdem der Sportartikelhersteller den Umsatz im Quartal um 14 Prozent steigerte. Ein optimistischer Ausblick trieb die Aktien von Suse um mehr als acht Prozent nach oben. Der Linux-Softwareanbieter will in diesem Jahr kräftiger wachsen. 

Dax im Plus – Anleger setzen auf solide Firmenbilanzen

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Marktstudie: Rekordemissionen und höchster Anstieg an verwaltetem Kapital in CAT Bond Fonds (UCITS) für 2021 registriert

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Fonds Plenum CAT

Zürich: Das Emissionsvolumen von Katastrophenanleihen erreichte im Jahr 2021 mit knapp USD 14 Mrd. erneut ein Rekordniveau (Quelle: artemis.bm).

Diese Entwicklung spiegelt sich eindrücklich im stark gestiegenen Wachstum verwalteter Vermögen von CAT Bond Fonds wider. Im Jahr 2021 ist das verwaltete Fondsvermögen (AuM) um 28 % auf einen neuen Höchststand von 8,6 Mrd. US-Dollar gestiegen. In den letzten beiden Jahren sind die verwalteten Fondsvermögen sogar um 58 % gewachsen.

„Für das stark gestiegene Interesse bei CAT Bonds sind mehrere Faktoren verantwortlich“, erklärt Dirk Schmelzer, Partner und Senior Portfoliomanager bei Plenum Investments AG. „Zum einen sind CAT Bonds vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und durch ihre besonders stabil niedrigen Korrelationseigenschaft zu herkömmlichen Finanzanlagen sehr attraktiv.

Zum anderen profitieren CAT Bonds bei steigenden Zinsen von ihrer Floating-Eigenschaft, die angesichts des herausfordernden Inflationsszenarios zusätzliche Nachfrage erzeugt. Schlussendlich erscheinen CAT Bonds zunehmend auf dem Rader von ESG-Investoren, wenn es um das um das Thema Resilienz und Klimawandel geht“, so Schmelzer.

Fonds
Foto von Dirk Schmelzer (Quelle: Plenum)

Das europäische UCITS Format (OGAW-Richtlinie) hat sich zu einer bedeutenden Struktur auf dem Markt für CAT Bond Fonds entwickelt. So decken UCITS Fonds Ende 2021 ca. 24 % der ausstehenden Naturkatastrophenrisiken im CAT Bondmarkt. 2020 waren es noch ca. 20 %.

Es ist davon auszugehen, dass der kapitalmarktbasierte Transfer von Versicherungsrisiken weiter wachsen wird. Abzulesen ist diese Entwicklung auch durch das Verhalten der klassischen Rückversicherer, die zunehmend neben ihrem traditionellen Rückversicherungsgeschäft vermehrt kapitalmarktgestützte Risikodeckung anbieten.

Marktstudie: Rekordemissionen und höchster Anstieg an verwaltetem Kapital in CAT Bond Fonds (UCITS) für 2021 registriert

Titelfoto & Foto von Dirk Schmelzer (Quelle: Plenum)

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Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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Update 11:52 Uhr

20. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BYTEDANCE – Peking/Hongkong: Der chinesische TikTok-Eigner ist im vergangenen Jahr Insidern zufolge langsamer gewachsen. Der Umsatz sei 2021 um 70 Prozent auf rund 58 Milliarden Dollar geklettert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. 2020 hätten die Erlöse noch um mehr als 100 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar zugelegt. ByteDance war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die chinesische Regierung hat im vergangenen Jahr die Daumenschrauben im Technologiesektor deutlich angezogen und neue Regeln aufgestellt, wie Firmen Geschäfte machen und mit Nutzern interagieren sollen. Marktbeobachtern zufolge ist ByteDance weiterhin Nummer zwei auf dem chinesischen Online-Werbemarkt hinter Alibaba und vor Tencent.

FLIXMOBILITY – Düsseldorf: Der Fernbuslinien-Betreiber will einem Medienbericht zufolge Züge im Wert von rund einer Milliarde Euro kaufen. Das Unternehmen befinde sich mit Banken in frühen Gesprächen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der angedachte Kauf stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die in der Pandemie geschrumpfte Reisenachfrage wieder erholt. Zum anderen müsse die Trassengebühr sinken, die in der Pandemie ausgesetzt war und nun wieder auf Normal-Niveau steigen soll.

CHINA EVERGRANDE – Hongkong: Eine Gruppe von ausländischen Anleiheinvestoren will ihre Rechte gegenüber dem in Zahlungsschwierigkeiten steckenden chinesischen Immobilienentwickler notfalls juristisch durchsetzen. Bislang sei von Evergrande kein wirkliches Engagement für eine Restrukturierung zu erkennen, obwohl der Baukonzern dies bereits mehrfach in Aussicht gestellt habe, erklärte die Investorengruppe, die von Rechtsanwälten der Kanzlei Kirkland & Ellis und der Investmentbank Moelis & Company beraten wird. Man sehe daher keine andere Möglichkeit, als juristische Schritte in Erwägung zu ziehen. Evergrande hat mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden bei chinesischen und ausländischen Investoren. Zuletzt verschob der Konzern mehrfach Zahlungsfristen für Anleihezinsen oder Kredite.

ALSTOM – Der französische Zughersteller hat seinen Umsatz im dritten Quartal gestützt auf gute Geschäfte in Europa gesteigert. Der Umsatz kletterte auf 3,92 Milliarden Euro nach 3,71 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. „Unsere Verkäufe haben sich wie angekündigt entwickelt, dank des Hochlaufs der Produktion, der Stabilisierung unserer Schienenfahrzeugprojekte und einer starken Leistung im Dienstleistungsbereich“, erklärte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Für Auftrieb habe auch der Kauf der Zugsparte von Bombardier für 5,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gesorgt. So habe man die Angebotspalette erweitern können. Die Integration laufe wie geplant.

DELIVEROO – Berlin: Der britische Essenslieferdienst profitiert von der gestiegenen Nachfrage. Der Bruttotransaktionswert (GTV) stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 70 Prozent auf 6,63 Milliarden Pfund, wie das Unternehmen mitteilte. Damit landete Deliveroo am oberen Ende der im Oktober angehobenen Prognose. Die 2013 gegründete Firma, an der auch der Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt ist, kam im vierten Quartal auf rund acht Millionen monatliche Nutzer, ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr verspricht Firmengründer und -chef William Shu „weitere Fortschritte“. Details will Deliveroo am 17. März veröffentlichen. Im Gegensatz zu Delivery Hero verfügen die Briten nicht über eigene Lager, um auch Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs auszuliefern, sondern setzen auf Kooperationen mit Supermarktketten.

SUSE – Berlin: Der Linux-Softwareanbieter will in diesem Jahr kräftiger wachsen. Es werde ein Umsatzplus im mittleren bis hohen Zehnerbereich angepeilt und mittelfristig würden rund 20 Prozent anvisiert, teilte das international tätige Unternehmen aus Nürnberg mit. Dazu soll auch der jüngste Zukauf NeuVector, ein Anbieter von Container-Sicherheitsanwendungen, beitragen. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um 15 Prozent auf knapp 576 Millionen Dollar zu und lagen damit über der Prognose von Suse. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 22 Prozent auf 212,1 Millionen Dollar. Auch da will Suse noch eins drauf packen und in diesem Jahr im mittleren Dreißigerbereich liegen. Suse, dessen Firmenname für „Software und System-Entwicklung“ steht, ist im vergangenen Jahr an die Frankfurter Börse gegangen.

Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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20. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 15:56 Uhr

Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

15.53 Uhr – Dank einer Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz winkt den Aktien von Luminar der größte Tagesgewinn seit zweieinhalb Monaten. Sie steigen an der Wall Street um fast 13 Prozent. Die Produkte des Sensor-Anbieters sollen der nächsten Fahrzeug-Generation des Autobauers autonomes Fahren auf Autobahnen ermöglichen.

15.20 Uhr – Ermutigende Geschäftszahlen geben Signet Auftrieb. Die Aktien der Juwelier-Kette steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fünf Prozent. Das Unternehmen machte vorläufigen Zahlen zufolge dank eines starken Weihnachtsgeschäfts im vierten Quartal einen Umsatz von 2,77 Milliarden Dollar statt der angepeilten 2,4 bis 2,48 Milliarden.

10.20 Uhr – Die Aktien von Valneva liegen mehr als 20 Prozent im Plus. In der Spitze waren die Titel um bis zu 30,2 Prozent auf 17,98 Euro gestiegen. Der vor einer möglichen Zulassung stehende Corona-Impfstoff des französisch-österreichischen Biotechunternehmens wirkt einer Studie zufolge auch gegen die Omikron-Variante. Der Konzern rechnet im ersten Quartal mit grünem Licht für sein Vakzin von der europäischen Gesundheitsbehörde EMA.

09.15 Uhr – Anleger folgen einer Kaufempfehlung für Auto1. Die Papiere steigen um 5,6 Prozent auf 16,33 Euro und stehen damit an der MDax-Spitze. Die Analysten von Goldman Sachs nahmen die Bewertung der Titel mit „Buy“ wieder auf und setzten ein Kursziel von 27 Euro.

08.20 Uhr – Angetrieben von einer starken Nachfrage bei schwindendem Angebot ist der Nickel-Preis im asiatischen Handel auf ein Rekordhoch geklettert. Der meistgehandelte Februar-Nickel-Kontrakt an der Shanghai Futures Exchange steigt um acht Prozent auf 176.280 Yuan pro Tonne. An der Londoner Metallbörse verteuert sich das zur Stahlherstellung benötigte Metall um 5,4 Prozent auf 24.410 Dollar pro Tonne.

07.15 Uhr – Einen Tag, nachdem die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Marke von null Prozent geklettert war, notiert sie wieder im negativen Bereich. Der Zins liegt aktuell bei minus 0,007 Prozent. Der Höchststand am Mittwoch hatte bei plus 0,025 Prozent gelegen.

20. Januar: Der Börsen Vormittag

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Dax höher erwartet – Inflation bleibt Thema

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Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – Vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über die Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag höher starten. Am Mittwoch hatte er 0,2 Prozent auf 15.809,72 Punkte zugelegt. Einen Tag, nachdem die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Marke von null Prozent geklettert war, blicken Börsianer vor allem auf die Daten zur Teuerung in Europa.

Experten erwarten für Dezember wie im Vormonat einen Preisanstieg um fünf Prozent im Jahresvergleich. Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed und zur Bank von England (BoE), die in den kommenden Wochen ihre Zinsen wohl anheben werden, lockerte die People’s Bank of China (PBoC) ihre Geldpolitik. Wegen einer drohenden Abkühlung der Konjunktur in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft senkte die Zentralbank einen wichtigen Schlüsselsatz. Aufmerksam werden Investoren auch den Zinsentscheid der türkischen Zentralbank verfolgen. Diese hatte die Geldpolitik in den vergangenen Monaten trotz anziehender Inflation mehrfach gelockert. Auch einige Firmenbilanzen stehen auf dem Terminplan. Unter anderem öffnet die Online-Videothek Netflix ihre Bücher.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.809,72
Dax-Future 15.818,00
EuroStoxx50 4.268,28
EuroStoxx50-Future 4.263,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.028,65 -1,0 Prozent
Nasdaq 14.340,26 -1,2 Prozent
S&P 500 4.532,76 -1,0 Prozent

Asiatische Indizes am Stand Veränderung
Donnerstag
Nikkei 27.759,26 +1,1 Prozent
Shanghai 3.556,92 +0,0 Prozent
Hang Seng 24.745,76 +2,6 Prozent

Dax höher erwartet – Inflation bleibt Thema

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Umfrage – CSU und Söder verlieren Zuspruch in Bayern

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München, 19. Jan (Reuters) – Die Koalition aus CSU und Freien Wählern hätte in Bayen bei der Landtagswahl nach einer Umfrage im Auftrag des des Bayerischen Rundfunks (BR) keine Mehrheit mehr. Die von Ministerpräsident Markus Söder geführte CSU könnte nach der Befragung von 1171 Wahlberechtigten durch das Forschungsinstitut Infratest Dimap nur mit 36 Prozent rechnen, teilte der BR am Mittwoch mit.

Bei der Umfrage im Januar 2021 waren es noch 48 Prozent. Bei der Bundestagswahl im September war die CSU im Freistaat auf 31,7 Prozent gekommen. Die Freien Wähler könnten bei einer Landtagswahl wie vor einem Jahr mit acht Prozent rechnen. Großer Gewinner wäre die SPD, die ihren Stimmenanteil auf 14 (Vorjahr: sieben) Prozent verdoppeln würde. Die Grünen blieben mit 16 (19) Prozent aber zweitstärkste Kraft.

Der Abwärtstrend der CSU deckt sich mit Sympathieverlusten für Ministerpräsident Söder. 55 Prozent der bayerischen Wähler bewerten seine Arbeit positiv, vor Jahresfrist waren es noch 72 Prozent. Damals hatte sich der CSU-Chef mit harten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie profiliert. Seinen Stellvertreter und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sehen nur noch 36 (54) Prozent positiv.

Umfrage

Zugleich geben die Wähler dem Krisenmanagement der Landesregierung schlechtere Noten: Mit dem Kurs in der Pandemie sind der Umfrage zufolge nur noch 47 Prozent zufrieden, 52 sind es nicht. Zum ersten Mal seit Ausbruch des Virus überwögen damit die kritischen Stimmen, berichtete der BR. Dabei seien sich die Wähler uneins: 48 Prozent bezeichneten die Beschränkungen als angemessen, 22 Prozent wünschten sich noch strengere Vorgaben, 28 Prozent hielten sie für zu weitgehend. Fast zwei Drittel der Befragten sind aber für eine Impfpflicht für Erwachsene ab 18 Jahren.

Mit der neuen Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen sind die Wähler in Bayern überwiegend zufrieden: 48 Prozent geben ihr bisher gute Noten, 44 Prozent üben Kritik. Auch bei Wählern der CSU, die im Bund nun in der Opposition ist, halten sich Zuspruch und Ablehnung (46 zu 44 Prozent) in etwa die Waage. 

Umfrage – CSU und Söder verlieren Zuspruch in Bayern

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BaFin haftet nicht für Verluste von Wirecard-Anlegern

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München, 19. Jan (Reuters) – Wirecard-Aktionäre können die Finanzaufsicht BaFin nach einem Gerichtsurteil nicht für ihre Verluste mit den Papieren des insolventen Zahlungsdienstleisters haftbar machen. Die für Amtshaftungsklagen zuständige 4. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt wies die Schadenersatzklagen von vier Anlegern über Beträge von 3000 bis 60.000 Euro am Mittwoch ab. (Aktenzeichen 2-04 O 65/21, 2-04 O 531/20, 2-04 O 561/20, 2-04 O 563/20) Sie hatten argumentiert, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe Marktmanipulationen von Wirecard nicht verhindert und sei Hinweisen auf Straftaten nicht ausreichend nachgegangen.

Die Behörde arbeite laut ihren Aufgaben nur im öffentlichen Interesse und nicht im Interesse einzelner Aktionäre, hielt der Vorsitzende Richter dem entgegen. Selbst wenn die BaFin ihre Amtspflichten verletzt hätte, hafte sie deshalb nicht gegenüber den Anlegern. „Es besteht kein sogenannter Drittschutz“, sagte der Richter. Kritiker hatten der BaFin nach der Insolvenz von Wirecard vorgeworfen, die Wertpapieraufsicht habe dem Treiben dort trotz kritischer Medienberichte und Warnungen zu lange untätig zugesehen und das Unternehmen – etwa mit einem Leerverkaufsverbot – sogar vermeintlich in Schutz genommen.

Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Eigentlich sollte am Mittwoch vor dem Landgericht über 60 weitere Amtshaftungsklagen gegen die BaFin in Sachen Wirecard verhandelt werden. Doch die Verhandlung platzte, nachdem das Gericht einen Antrag der Klägeranwälte auf Verlegung des Termins abgelehnt hatte. Die Anwälte hätten daraufhin einen Befangenheitsantrag gegen die Richter gestellt, hieß es in der Mitteilung.

Eine andere Kammer des Landgerichts hatte im November schon die Amtshaftungsklage eines Wirecard-Aktionärs gegen die Finanzaufsicht zurückgewiesen. Dagegen hat der Kläger Berufung eingelegt. 

BaFin haftet nicht für Verluste von Wirecard-Anlegern

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Baerbock in „unfreundlichem Umfeld“ – Rendez-vous mit Lawrow

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Moskau/Kiew, 19. Jan (Reuters) – Einige Worte und Taten von Annalena Barbock in Kiew konnten ganz subtil als kleine diplomatische Spitzen gegen ihre nächste Verabredung verstanden werden: den russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Zunächst einmal wählte die immer noch neue deutsche Außenministerin als Tag für ihren Antrittsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt das 30-jährige Jubiläum der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Dann legte Baerbock in einem symbolischen Akt einen Strauß roter Rosen am Mahnmal zum Gedenken an die gut 100 Toten bei den pro-europäischen Demonstrationen auf dem Maidan-Platz in Kiew im Februar 2014 nieder.

Im Anschluss ließ sich Baerbock am Montag bei grau-kaltem Wetter von der deutschen Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, ausführlich die Zusammenhänge der damaligen dramatischen Geschehnisse erklären. Dabei hätte es in Kiew sicher noch andere Mahnmale gegeben, aber Baerbock wählte jenes, das auch als Symbol für das Unbehagen der Ukraine gegenüber Russland gilt.

Und schließlich betonte Baerbock bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba, wie jung beide doch seien. Dies sei auch Ausdruck eines Aufbruchs beider Länder und nach 30 Jahren diplomatischer Beziehungen Grund, auf die nächsten 30 Jahre zu blicken. Kaum vorstellbar, dass Baerbock Ähnliches zu ihrem russischen Kollegen Lawrow sagen würde, der mittlerweile seit knapp 18 Jahren im Amt ist und im März 72 Jahre alt wird.

Lawrow

„UND DAS MEINEN WIR ERNST“

Gut 24 Stunden später wurde Baerbock von Lawrow im Gästehaus des russischen Außenministeriums in Moskau empfangen. In ihrer Eingangserklärung betont die Außenministerin die Bedeutung der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Deutschland sei „nach den Schrecken der Nazi-Diktatur“ den Menschen in Russland auf ewig dankbar. Um dies deutlich zu machen, habe sie am Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau einen Kranz niedergelegt, erläutert Baerbock. „Es gibt keine Alternative zu stabilen Beziehungen zwischen Moskau und Berlin.“

Lawrow nahm Baerbocks Worte mit steinerner Miene zur Kenntnis. Er dürfte wohl geahnt haben, was danach kommen würde. Denn Baerbock findet mit Blick auf die aktuellen Spannungen mit der Ukraine-Krise im Mittelpunkt ebenso deutliche Worte. „Wir haben keine andere Wahl, als unsere gemeinsamen Regeln zu verteidigen, auch wenn dies einen hohen wirtschaftlichen Preis hat“, sagt sie auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Lawrow nach den rund zweieinhalbstündigen Beratungen. In Kiew hatte sie am Montag gewarnt, es hätte „einen hohen Preis“, sollte Russland in die Ukraine einmarschieren. „Und das meinen wir sehr ernst.“

„UM EIN ZEICHEN ZU SETZEN“

Baerbocks Termin in Moskau war der erste, der die 41-jährige Ministerin in ein „unfreundliches Umfeld“ führte. Bislang hatte die Grünen-Politikerin ausschließlich mit Verbündeten zu tun: Paris, Brüssel, Warschau, Stockholm, Rom, Washington und die G7 standen in ihrem Kalender – für eine Novizin in diesem Amt sicherlich ein sanfter Einstieg. Allenfalls in Polen waren leichte Spannungen zu spüren, doch die lächelte Baerbock souverän weg. Nun also Moskau, nun also Lawrow – der sich in all den Jahren den Ruf eines harten Gesprächspartners erarbeitet hat.

Dass sich Baerbock davon nicht abschrecken ließ, zeigte allein die Dauer der Unterredung im Gästehaus des russischen Außenministeriums. Geplant war eine Stunde, zusammen saßen die Delegationen schließlich zweieinhalb Stunden. Bei der anschließenden Pressekonferenz ließ sich Baerbock nicht aus der Ruhe bringen, machte den Standpunkt der Bundesregierung mit Blick auf die Ukraine noch einmal sehr deutlich und ließ sich auch von einer russischen Journalistin nicht beirren, die einen Mangel an Pressefreiheit in Deutschland beklagte.

Baerbocks Reise sei „in beiden Teilen ein Erfolg“ gewesen, bilanzierte Alexander Graf Lambsdorff, der Außenpolitik-Experte der FDP, am Mittwochmorgen. „Russland bleibt ein wichtiger internationaler Akteur“, betonte er. „Wir wissen um die Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen.“ Dies habe Baerbock zum Ausdruck gebracht. Aber: „Es war wichtig, dass sie zuerst die Ukraine besucht hat, um ein Zeichen zu setzen.“ 

Baerbock in „unfreundlichem Umfeld“ – Rendez-vous mit Lawrow

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Deutsche Börse kooperiert im Emissionshandel mit Börse GFEX in China

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Frankfurt, 19. Jan (Reuters) – Die Deutsche Börse kooperiert mit der chinesischen Futures-Börse GFEX. Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen beide den Emissionshandel in China voranbringen, wie die Deutsche Börse am Mittwoch mitteilte. Vertreter beider Unternehmen unterzeichneten dazu eine entsprechende Absichtserklärung.

kooperiert

Unter anderem sei geplant, die Entwicklung grüner Finanzprodukte und -dienstleistungen auszuloten. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. China hat inzwischen ein nationales Emissionshandelssystem eingeführt.

Die Guangzhou Futures Exchange (GFEX) war im vergangenen April gegründet worden und plant beispielsweise Futures und Optionen auf Kohlenstoffemissionen, Strom, bestimmte Metalle, chinesische Rohstoffindizes sowie Kaffee.

Deutsche Börse kooperiert im Emissionshandel mit Börse GFEX in China

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