Berlin, 19. Jan (Reuters) – Die erstmals seit 2019 wieder positive Rendite bei zehnjährigen Bundesanleihen erhöht den Druck auf Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Erstmal sei zwar nur eine symbolische Marke geknackt worden, sagte der haushaltspolitische Sprecher der FDP, Otto Fricke, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Der zusätzliche Puffer im Haushalt, den es in den letzten Jahren immer gegeben hat, fällt jetzt aber weg.“ Das werde sich im Jahresverlauf immer stärker auswirken. „Ich erwarte, dass sich die Zinsausgaben 2022 mindestens verdoppeln werden, allerdings von niedrigem Niveau kommend.“
Der Bund hat zuletzt mit der Ausgabe von Schulden sogar noch Geld verdient. Weil Bundesanleihen dank ihrer Top-Bonität als besonders sicher gelten, waren viele Investoren bereit, negative Renditen zu akzeptieren, zahlten also drauf. Das ändert sich nun Schritt für Schritt. Der Bund will sich in diesem Jahr etwa 403 Milliarden Euro von Investoren leihen, davon etwa 56 Milliarden über konventionelle Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit.
„Politisch bedeutet dies, dass das Argument, Deutschland müsse sich jetzt stark verschulden, nicht mehr greift“, sagte Fricke. „Man kann nicht alles nur über 30-jährige Anleihen finanzieren.“ Das habe Auswirkungen auf die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, die sich mehr Investitionen auf die Fahne geschrieben hat. Neue Ausgabenwünsche müssten durch Umschichtungen im eigenen Ressort ausgeglichen werden. Die Frage müsse stets lauten, worauf sei man bereit zu verzichten? Auch das Bundesfinanzministerium hat bereits die anderen Ministerien zu Sparsamkeit ermahnt.
FDP – Mit Renditeanstieg bei Bundesanleihen fällt Puffer im Haushalt weg
Das Lorscher Start up SCOPEWISE GmbH blickt auf ein erstes erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.
Seit dem Produkt-Launch am 1.7.21 verkaufte die junge Company bereits 15 Lizenzen seiner Planungs-Software PLANNINGSCOPE 30. Über Engineering-Leistungen erzielte SCOPEWISE eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 50 Prozent. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 12 Mitarbeiter:innen an den drei Standorten Lorsch, Berlin und Augsburg.
Die Software bietet derzeit sechs Bauwerksvorlagen wie etwa eine Produktionsstätte, verschiedene Schultypen oder Gebäude mit einer Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten. Mit den über 2.000 Qualitätsanforderungen kann sich ein Bauherr in zwei Minuten schnell und einfach ein Gebäude zusammenklicken. Für die Entwicklung der Software erhöhte sich beim Team von SCOPEWISE der Kaffee-Konsum auf stolze 300 Kg.
Mit PLANNINGSCOPE 30 können Städte und Kommunen noch vor dem Bau Ziele, gewünschte Nutzerfunktionen, Qualitäten und Anforderungen definieren. Die künstliche Intelligenz hinter der Software ermittelt vor dem Hintergrund von Umsetzungsvorgaben und Anforderungsalternativen die Auswirkungen und Kosten der Planungen. Diese sogenannte Leistungsphase Null kostet vorne etwas Zeit – aber spart beim Kunden hinten eine Menge Geld und Nerven. Neueste Studien zeigen, dass der Anteil der Fehlerkosten am Bau mittlerweile 19 Prozent beträgt. Die Integration der Leistungsphase Null hilft, einen Großteil dieser Fehlerkosten einzusparen.
„Wir rennen offene Türen bei Bauherren in Kommunen ein, wenn wir unser Konzept der Voraus-Planung erläutern. Im schnellen plug&play Verfahren erzeugen wir vollständige Lastenhefte im Handumdrehen“, erklärt Christian Winterhalder, Founder und Geschäftsführer von SCOPEWISE. „Werden zum Beispiel im Vorfeld eines Schul-Neubaus die Lehrer:innen und deren pädagogische Konzepte in die Planungen integriert, kann auf eine Menge Anpassungs-Arbeiten nach Fertigstellung der Schule verzichtet werden .“
Die SCOPEWISE GmbH ist ein Start up Unternehmen aus Lorsch, mit Hauptsitz in Hessen sowie Betriebsstätten in Bayern und Berlin. Mit der in Deutschland entwickelten Software „PLANNINGSCOPE 30“ hat sich das junge innovative Unternehmen auf die digitale Bewertung von bevorstehenden Bauvorhaben spezialisiert. Kunden finden mit einer Zeitersparnis von etwa 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Methoden heraus, was beim Bauprojekt berücksichtigt werden muss, welche Kosten auf einen zukommen und welche Anforderungen definiert werden müssen, um ein nachhaltiges Gebäude zu kreieren. Erfahrungswissen aus vergleichbaren Projekten und Künstliche Intelligenz sind die besonderen Stärken der Software „PLANNINGSCOPE 30“.
E-Commerce-Trends: 54 Prozent prüfen vor Einkauf Nachhaltigkeit, 49 Prozent vertrauen Influencern nicht
Checkout.com hat heute seinen Report zu den wichtigsten Trends im E-Commerce im neuen Jahr veröffentlicht. Demnach kann sich der elektronische Handel auf ein weiteres Wachstumsjahr freuen, das durch neue, digitale Geschäftsmodelle beschleunigt wird. So erwarten 56 Prozent der befragten Händler 2022 ein deutliches Wachstum – unter anderem durch personalisierte Einkauferlebnisse und Social Shopping. Checkout.com hat dafür 1.000 E-Commerce-Händler in ganz Europa nach ihrer Meinung zu den größten Chancen, Prioritäten, Herausforderungen und Risiken im neuen Jahr befragt.
Von den Möglichkeiten, die neue Technologien bieten, bis hin zu den Herausforderungen der Klimakrise: Neben der Händlerumfrage hat Checkout.com mehr als 8.500 europäische Verbraucher befragt und so fünf gemeinsame E-Commerce-Trends herausgearbeitet, die den Sektor im Jahr 2022 prägen werden. „Bei unserer Befragung haben wir mehr als 55 mögliche Chancen, Herausforderungen und Bedrohungen berücksichtigt, um die wichtigsten Trends im E-Commerce herauszufinden. Anhand dieser Daten haben wir nun die fünf überzeugendsten Trends herausgefiltert – länderübergreifend gab es kaum Unterschiede. Die Antworten weisen bei den Megatrends in eine eindeutige Richtung“, sagt Ralph Piater-Frankenfeld, Country Manager DACH bei Checkout.com. Die folgenden Trends haben sich dabei herausgestellt:
1. Nachhaltigkeit: 54 Prozent der Verbraucher prüfen Kriterien vor dem Kauf
54 Prozent der Verbraucher vergewissern sich vor dem Kauf, dass die Unternehmen ihren Beitrag leisten.Da die Mehrheit der Millennials (73 Prozent) unter den Verbrauchern am liebsten bei nachhaltigen Marken einkauft, agieren die Händler im eigenen Interesse, wenn sie der Nachhaltigkeit im neuen Jahr Priorität einräumen.Die E-Commerce Branche ist sich deshalb bei diesem Punkt recht einig: 41 Prozent der Händler setzen ökologische Nachhaltigkeit und 30 Prozent ethische Lieferketten ganz oben auf ihre Prioritätenliste für 2022.
2. Social Shopping: 49 Prozent der Verbraucher vertrauen Influencern nicht
Käufer werden zunehmend über soziale Medien auf Händler aufmerksam – sei es durch Anzeigen oder andere kreative Inhalte. Die Verkäufer erkennen mittlerweile, dass sich die Art und Weise, wie Menschen einkaufen, verändert: 63 Prozent der Verbraucher hoffen, in den nächsten 12 Monaten häufiger über soziale Kanäle einkaufen zu können. 40 Prozent der Händler geben daher an, dass sie im kommenden Jahr in die Verbesserung ihres Social-Commerce-Angebots investieren werden. Ein anderer Teil fürchtet hier jedoch das Reputationsrisiko im Zusammenhang mit sozialen Medien: So gaben 27 Prozent der Händler an, dass die mit sozialen Plattformen verbundenen Reputationsrisiken eine wichtige Bedrohung für ihr Unternehmen im Jahr 2022 darstellen – auch viele Verbraucher stimmen dieser Aussage zu. Und: 49 Prozent der Verbraucher vertrauen den Empfehlungen von Influencern in sozialen Medien nicht.
3. Optimierung von digitalen Zahlungen: 68 Prozent der Händler investieren
Die Aufgabe, Zahlungen zu optimieren und zu diversifizieren, wird dieses Jahr ebenfalls viele Verkäufer betreffen. Fast ein Drittel (31 Prozent) der Unternehmen gab an, dass sie im Jahr 2021 Umsatzeinbußen aufgrund von schlecht optimierten Zahlungslösungen hinnehmen mussten. Ein Fünftel (20 Prozent) sieht die Optimierung ihre Zahlungssysteme folglich als eine der wichtigsten Herausforderungen an, die es im neuen Jahr zu bewältigen gilt. Generell investieren 68 Prozent der Unternehmen aktiv in neue und verbesserte Zahlungstechnologien. Da zudem 60 Prozent der Verbraucher ihren Einkauf abbrechen, wenn sie nicht mit ihrer bevorzugten Zahlungsmethode bezahlen können, bleibt die Lokalisierung von Zahlungen zentral. Das stetige Hinzufügen neuer Bezahlmethoden wird damit zum wichtigen Element der Expansionspläne von Online-Händlern. Neben lokalen Zahlungsmethoden setzen sie zunehmend auf Buy now, pay later (BNPL)-Optionen, die Integration von Digital Wallets und sogar Kryptowährungen (20 Prozent).
4. Cybersicherheit: Für 41 Prozent der Händler eine große Herausforderung
Ein weiterer wichtiger Trend wird im neuen Jahr eine höhere Cybersicherheit und ein stärkerer Betrugsschutz sein. Insgesamt nannten 41 Prozent der E-Commerce-Anbieter Betrug und Cyber-Risiken als eine der größten Herausforderungen im kommenden Jahr. Es überrascht nicht, dass sie diesem Thema Priorität einräumen: Im Jahr 2020 kostete Kreditkartenbetrug E-Commerce-Unternehmen weltweit schätzungsweise 35,5 Milliarden Dollar. Diese Art von Betrug nahm bereits vor der Pandemie rapide zu, seitdem hat sich die Entwicklung weiter beschleunigt. So haben in den letzten 12 Monaten 25 Prozent der Shopbetreiber einen erheblichen Anstieg der kostspieligen Betrugsversuche erlebt.
5. Marktplätze: 65 Prozent der Verbraucher kaufen hier am liebsten ein
Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Verbraucher setzen Marktplätze auf Platz 1 der Orte, an denen sie am liebsten einkaufen. Plattform-Modelle werden damit auch 2022 immer beliebter. 25 Prozent der Einzelhändler fürchten daher, Marktanteile an Marktplätze zu verlieren. Aber vielleicht erweist sich die Herausforderung in Wirklichkeit auch als eine Chance. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen plant, 2022 einen größeren Teil ihrer Produkte auf Marktplätzen von Drittanbietern zu verkaufen.
Der Checkout.com-Report zeigt: Mit der fortschreitenden Digitalisierung rücken Zahlungen immer mehr in den Mittelpunkt der E-Commerce-Akteure und werden zum Schlüssel für Wachstum. „Von Digital Wallets beim mobilen Handel bis hin zu digitalen Währungen im Metaverse – die Art und Weise, wie Verbraucher bezahlen können, begleitet das gesamte Einkauferlebnis. Immer mehr Unternehmen begreifen dies und entwickeln kreative neue Geschäftsmodelle, die auf einem strategischen Verständnis des digitalen Zahlungsverkehrs basieren“, so Piater-Frankenfeld.
Die Rückkehr der Reflation erhielt zu Beginn des Jahres 2022 viel Aufmerksamkeit. Das lag vor allem daran, dass Value Aktien im Dezember 2021 eine starke Kurserholung verzeichneten (siehe Abbildung 1). Eine ähnliche Entwicklung gab es schon im Vorjahr. Auch damals legten Value-Aktien bis zum Jahresende 2020 und bis ins erste Quartal 2021 deutlich zu. Anleger fragen sich nun, wie lange die derzeitige Reflationsbewegung noch anhalten wird. Um diese Frage zu beantworten, muss sich nun auf den wichtigsten Katalysator konzentriert werden, der die diesjährige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr ausgelöst hat.
Abbildung 1: Brinson Attribution nach Sektor (Portfolio vs. Markt Benchmark)
Ende 2020 wurde die Konjunkturerholung durch die Nachricht angetrieben, dass die ersten COVID-Impfstoffe im Jahr 2021 zur Verfügung stehen würden. Somit wurden Wertaktien, die in der Anfangsphase der Pandemie stark abgewertet worden waren, wieder stark nach oben getrieben. Der Glaube war groß, dass die Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2021 wieder anziehen würde. Dies geschah zwar, jedoch stagnierte die wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte ein wenig. Grund dafür waren die Delta- und dann die Omicron-Variante, die die wirtschaftliche Reflation bedrohten.
Was ist dieses Mal anders?
Die Federal Reserve (Fed) hat festgestellt, dass die Wirtschaftsdaten auf eine Fortsetzung der Reflationierung im Jahr 2022 hindeuten. Außerdem hat die Fed einen klaren Plan für eine Normalisierung der Zinspolitik für dieses Jahr angekündigt. Darunter fallen die Reduzierung der Anleihekäufe und eine Erhöhung der „Fed Funds Target Rate“. Eine solche Maßnahme dürfte Value-Titeln im Vergleich zu Wachstumswerten zugutekommen. Denn so reagieren Bewertungen weniger empfindlich auf die Abzinsung von Cashflows, bei steigenden langfristigen Zinssätzen.
Das letzte Mal, als die Fed einen solchen Plan zur Normalisierung der Zinssätze verfolgte, war im Jahr 2016. Damals erlebten Value-Aktien einen starken Kursanstieg, wie die Renditen des MSCI Value Exposure Select Index im letzten Halbjahr zeigen (siehe Abbildung 2).
Abbildung 2: Fed Funds Rate und Indexrenditen (nachlaufende 6-Monats-Renditen)
Wir sind der Meinung, dass Anleger im ersten Quartal 2022 von einer Rallye bei Value-Aktien profitieren könnten. Angesichts der erwarteten grundlegenden Änderung der Fed-Politik, könnte sich die Gelegenheit bei Value-Aktien das ganze Jahr über fortsetzen. Wir möchten Anleger darauf hinweisen, dass dieser Handel wahrscheinlich nicht ohne Kursschwankungen stattfinden wird. Daher empfehlen wir einen selektiven Ansatz, um ein starkes Engagement in Wertaktien anzustreben. Zum Beispiel mit dem SPDR® MSCI USA Value UCITS ETF.
Wie kann eine Exposure-Select-Strategie Anlegern helfen, Value zu spielen und gleichzeitig Fallen zu vermeiden?
Anleger, die Value-Strategien nutzen, um von günstigen Aktien zu profitieren, müssen ihre Portfolios vor Aktien schützen, die nicht ohne Grund günstig sind. Value-Exposure-Select-Strategien, wie der SPDR® MSCI USA Value UCITS ETF können Anlegern zu einem starken Engagement in Wertfaktoren verhelfen – gleichzeitig aber auch Value-Fallen vermeiden, indem sie eine leichte Qualitätskontrolle anwenden. Um mehr darüber zu erfahren und die vollständige Performancehistorie einzusehen, klicken Sie einfach auf den Namen des ETFs.
SPDR® ETFs bieten eine Reihe von Value Exposure Select Strategien in den Bereichen Welt, USA und Europa, die den MSCI Value Exposure Select Indizes entsprechen.
Bild Stefan Kuhn, Head of SPDR ETFs Deutschland
Value-Aktien sind wieder im Trend und diesmal könnte das von Dauer sein
Was Investoren über die Plattform mit Millionen-Community wissen sollten
Das Jahr 2022 hat gerade erst begonnen und schon jetzt wird einigen Unternehmen, die kurz vor ihrem Börsengang stehen, ein Höhenflug vorausgesagt. Von besonderem Interesse ist dabei eine der meistbesuchten Online-Plattformen weltweit – und das aus verschiedenen Gründen. Reddit wird nicht nur täglich von über 50 Millionen Usern genutzt, sondern gilt auch bei Investoren als baldiger Shootingstar an der Börse.
Das Unternehmen wird mit 10 Milliarden Dollar bewertet, plant aber, bis zum Börsengang einen Wert von 15 Milliarden Dollar zu erreichen. Warum Reddits IPO für Investoren interessant sein könnte und was bei einer Kapitalanlage wichtig zu beachten ist, weiß die Investmentgesellschaft Freedom Finance.
Die Online-Plattform Reddit bereitet sich auf ihren Börsengang vor. Der Antrag dafür wurde bereits bei der US-Wertpapieraufsicht SEC eingereicht. Schon jetzt sind viele Investoren und Kapitalanleger der Meinung, dass der IPO vielversprechend sein wird. Durch ihre Diskussionsgemeinschaften populär geworden, handelt es sich bei Reddit um eine der 20 meistbesuchten Webseiten der Welt. Täglich hinterlassen über 50 Millionen Nutzer anonyme Nachrichten, diskutieren verschiedene Themen und stimmen über beliebige Kommentare ab.
„Viele jüngere Anleger informieren sich über soziale Netzwerke und Online-Plattformen. Da die Reddit-Community eine hohe Affinität zu ihrer Plattform aufweist, kann davon ausgegangen werden, dass der IPO auch bei den Usern auf Interesse stößt und von ihnen gepusht werden könnte“ erklärt Dmitry Ivanov, Geschäftsführer von Freedom Finance Germany.
Reddit – der neue Social Media Gigant an der Börse?
Reddit wurde im Jahr 2005 von Steve Huffman und Alexis Ohanian gegründet. Registrierte Nutzer können dort Inhalte einstellen und sie von anderen kommentieren und bewerten lassen. Diskussionen finden in thematisch sortierten Untergruppen statt, sogenannten Subreddits. Über 100.000 solcher Interessens-Communities werden von Moderatoren beaufsichtigt. Weil das Unternehmen sich bei der Regulierung von Inhalten zurückhält, war es zuletzt immer wieder in die Kritik geraten. Bereits vor dem geplanten IPO sorgte Reddit auch am Finanzmarkt für Aufsehen, nachdem sich Hobby-Anleger über die Plattform verbündet haben und so für Kursturbulenzen sorgten.
Die Investmentgesellschaft Freedom Finance geht jedoch nicht davon aus, dass der Reddit-IPO für große Veränderungen auf dem Finanzmarkt sorgen wird. „Das Aufkommen von Meme-Stocks erfolgt vor dem Hintergrund hoher Liquidität, null Handelsgebühren und niedriger Zinssätze. Es ist unwahrscheinlich, dass die Popularität der Meme-Aktien in Zukunft die Größenordnung von beispielsweise GameStop oder AMC überschreiten wird“, so Ivanov.
Zahlen- und Faktencheck
Eine Umfrage des Pew Research Center ergab, dass 18 Prozent der Amerikaner Reddit nutzen. Im Vergleich dazu waren es 2019 erst 11 Prozent. Dieser Anstieg des Nutzerengagements hat zusätzlich zu einem Anstieg der Werbeeinnahmen geführt. Reddit erwirtschaftete im zweiten Quartal 2021 mehr als 100 Millionen US-Dollar an Einnahmen, das sind fast 200 % mehr als im Vorjahr. Im August hatte Reddit bei einer Finanzierungsrunde eine Bewertung von rund 10 Milliarden US-Dollar (8,9 Milliarden Euro) erzielt. Nach Konzernangaben lagen die Werbeeinnahmen im zweiten Quartal bei rund 100 Millionen Dollar – ein Plus von 300 Prozent zum Vorjahreszeitraum.
Derzeit wird das Unternehmen mit 10 Milliarden Dollar bewertet, plant aber, bis zum Börsengang einen Wert von 15 Milliarden Dollar zu erreichen. Ivanov findet: „Insgesamt könnte die Entwicklung des Unternehmens interessant sein. Allerdings hängt alles von der finanziellen Leistung ab, die in seinem Prospekt veröffentlicht wird. Anleger sollten wissen, dass Reddit große Konkurrenten wie Facebook, Twitter oder Snapchat hat und mögliche staatliche Regulierungen sich auf den Aktienkurs auswirken können.“
Risiko und Chancen für Anleger
Ein klarer Vorteil, den Reddits IPO bietet, ist das hohe Mobilisierungspotential. Innerhalb der Online-Community herrscht eine hohe Affinität und das Unternehmen weist eine weite Nutzerbasis auf, aus der das Unternehmen bisher beachtliches Kapital schlagen konnte. Um das Risiko bei der Investition allerdings möglichst klein zu halten, rät Ivanov Folgendes: „Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, die offiziellen Zahlen, bezüglich der Einnahmen, der Gewinnspanne und der Bilanz von Reddit zu studieren. Erst danach sollten weitere Entscheidungen getroffen werden.“ Es sei wichtig, auf die Wachstumsrate des Unternehmens und die Gewinnspannen des Geschäfts zu achten.
Anhand dieser beiden Kennzahlen kann nachvollzogen werden, wo Reddit wirtschaftlich steht und wie gut die Mittel eingesetzt werden. Eine weitere wichtige Kennzahl sei die Monetarisierung der Nutzerbasis. Während Reddit etwa 50 Millionen aktive Nutzer pro Tag hat, nutzen beispielweise über 200 Millionen Menschen Twitter täglich. Da Reddit somit nicht zu den Branchenführern gehöre, wäre ein sehr wichtiger Indikator das Engagement der Nutzer und wie schnell die Einnahmen pro Nutzer auf vierteljährlicher oder jährlicher Basis wachsen.
Wann genau im Jahr 2022 Reddit sein Börsendebüt hat, hält das Unternehmen noch geheim. Auch weitere Details zum Börsengang, wie Angaben zum Preis, der Anzahl der Aktien oder der angestrebten Bewertung ist noch nicht bekannt. Laut eigener Aussage wolle Reddit nach der Genehmigung des Antrags durch die Regulierungsbehörde den richtigen Zeitpunkt für sein IPO abwarten.
Freedom Finance ist eine internationale und international geprüfte Investmentgesellschaft mit mehr als 340.000 Kunden. Freedom Finance ist Teil der amerikanischen Freedom Holding Corp. mit einer Kapitalisierung von über 4,1 Milliarden US-Dollar. Sie beschäftigt weltweit über 2.500 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in sieben Ländern. Die Freedom Finance ist als einziger europäischer Broker an der NASDAQ, einer führenden US-Börse, gelistet. Freedom Finance bietet direkten Zugang zum Handel an den größten Börsenplätzen: an amerikanischen, europäischen und asiatischen Märkten.
RISIKOHINWEIS Die Pressemitteilung dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten. Weiterhin stellt die vergangene Performance eines Finanzprodukts keine Vorhersage für die zukünftige Entwicklung dar. Eine Haftung ist ausgeschlossen.
KPMG Venture Pulse: weltweit 671 Milliarden Dollar investiert / ESG- und HR-Themen ziehen Geldgeber an / Ausblick 2022 positiv
Die weltweiten Risikokapital Investitionen sind im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. So wurden 2021 insgesamt 671 Milliarden Dollar in Start-ups gesteckt – das ist fast doppelt so viel Geld wie im Jahr zuvor (+ 93,5 Prozent). Ein erheblicher Teil der VC-Investitionen entfiel erneut auf „Einhörner“ (Unternehmen mit einer Marktbewertung von über 1 Milliarde Dollar). Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen ausgewertet werden.
Einer Reihe bestehender Einhörner gelang es noch im letzten Quartal 2021, große Finanzierungsrunden abzuschließen, darunter J&T Express (Indonesien, 2,5 Mrd. USD), Lacework (USA, 1,3 Mrd. USD), Thrasio (USA, 1 Mrd. USD) und N26 (Deutschland, 900 Mio. USD). Ashkan Kalantary, Leiter des Bereichs Venture Services bei KPMG: „Viele Einhörner dürften zum möglicherweise letzten Mal große Summen aufgebracht haben, bevor sie ihren Exit angehen.
Es entstehen aber in erheblichem Tempo auch immer wieder neue Einhörner, was zu einer bemerkenswerten Konzentration von VC-Investitionen in die bestehenden großen Player führt. So ist die Zahl der neuen Einhörner im letzten Quartal 2021 mit weltweit 126 geradezu explodiert. Interessanterweise stammt eine ganze Reihe aus noch weniger reifen VC-Märkten wie Vietnam, Brasilien, Mexiko, Indonesien oder den Philippinen. Das beweist eine zunehmende Vielfalt des globalen VC-Marktes.“
Deutschland und Europa mit überdurchschnittlichem Wachstum
Mit 19,6 Milliarden beziehungsweise 122,6 Milliarden Dollar ist auch die in Deutschland und Europa 2021 investierte Summe im Vergleich zum Vorjahr massiv gestiegen (+158 bzw. +128 Prozent). Alleine im 4. Quartal 2021 entstanden in sieben europäischen Ländern 17 neue Einhorn-Unternehmen, die unterschiedlichste Branchen repräsentieren – von Fintech über Healthtech bis hin zu Travel und HRtech.
In Deutschland übten in den letzten drei Monaten des Jahres unterschiedlichste Anwendungen Künstlicher Intelligenz einen großen Reiz auf Investoren aus. Begehrt waren auch die Bereiche Fintech und Delivery, wie die Kapitalerhöhung von N26 (900 Millionen Dollar) und die Kapitalerhöhung von Gorilla (rund 1 Milliarde Dollar) zeigen. Aber auch Themen wie Agtech und ESG standen 2021 in Deutschland ganz oben auf der Liste der VC-Investoren.
Ashkan Kalantary: „Der Fokus auf ESG hat sich im letzten Jahr erheblich weiterentwickelt, da der Druck der Verbraucher auf die Unternehmen gestiegen ist. Auch VC-Investoren ziehen ESG-Kennzahlen inzwischen zunehmend als Grundlage für ihre Investitionsentscheidungen heran. Freilich liegt eine Herausforderung nach wie vor darin, dass es keine Standards für die einheitliche Bewertung von ESG-Aktivitäten gibt. Auch deshalb dürfte es wahrscheinlich vermehrt Investitionen in ESG-Lösungen und Messinstrumente geben, die dabei helfen, Geschäftsaktivitäten zu verfolgen, zu messen und zu melden.“
Auch HR-Technologien im Kommen
Die entscheidende Bedeutung von Talentgewinnung und Personalwesen für den Erfolg sowohl von Start-ups als auch von traditionellen Unternehmen hat zu einem deutlichen Anstieg der VC-Investitionen eine breite Palette von HR-Lösungen geführt. Diese reichen von KI-gestützten Rekrutierungstechnologien bis hin zu Lösungen für das Leistungsmanagement. Im vierten Quartal 2021 konnten so die Gehaltsabrechnungs- und Compliance-Plattform Deelraa (USA) 425 Millionen Dollar, der deutsche Anbieter von automatisierten Personal-Workflows Personiora 270 Millionen und das Unternehmen für die Automatisierung von Backgroundchecks Chekrraa (USA) 250 Millionen Dollar einwerben.
Ausblick 2022
Ashkan Kalantary: „Mit dem Aufkommen der Omikron-Variante und der verstärkten Rückkehr zum Home working dürfte der anhaltende Druck zur Verbesserung digitaler Angebote und hybrider Arbeitsumgebungen sowie in in HR- und Personaltechnologien branchenübergreifend fest auf dem Radar der Investoren bleiben. Ein starkes Investitionsumfeld und das anhaltende Streben nach Digitalisierung dürfte dazu beitragen, dass die VC-Investitionen auch im ersten Quartal 2022 hoch bleiben.“
Die vom amerikanischen VC Tiger Global Management angeführte Series B-Runde erhöht die Gesamtfinanzierung des FinTechs auf über 130 Millionen Euro
Moss, die technologiegetriebene Plattform für ein ganzheitliches Ausgabenmanagement, hat eine erfolgreiche Series B-Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen Euro abgeschlossen. Durch die bisherige Entwicklung des Unternehmens konnte Moss nun ein halbes Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde, mit unter anderem Peter Thiels VC Valar Ventures, auch Tiger Global und A-Star von sich überzeugen. Das Berliner Start-up ist somit nicht einmal zweieinhalb Jahre nach der offiziellen Gründung mit einer Unternehmensbewertung von einer halben Milliarde Euro und einem Gesamtkapital von 130 Millionen Euro auf Einhornkurs.
Moss: Eine Berliner Erfolgsstory
Das FinTech ging Mitte 2020 mit der ersten echten Firmenkreditkarte für Start-ups und Digital-Unternehmen in Deutschland an den Markt. Inzwischen ist das Team um die Gründer nicht nur erfolgreich in den Mittelstandsmarkt eingestiegen, sondern hat auch das Produktportfolio maßgeblich erweitert. Kund:innen haben künftig die Wahl, Moss als Komplettlösung für ihr Ausgabenmanagement zu nutzen oder sich modular eine individuelle Lösung zusammenzustellen. So können Unternehmen mit Moss (1) flexibel virtuelle und physische Kreditkarten ausgeben, (2) ihre Eingangsrechnungen erfassen und zur Zahlung freigeben, (3) Mitarbeiterauslagen wie z. B. Reisekosten abrechnen und (4) ihre Liquidität zuverlässig steuern.
Alle vier Module profitieren von einer starken Buchhaltungsautomatisierung mit verlässlicher Schnittstelle zu Buchhaltungssoftwares wie beispielsweise DATEV und gängigen ERP-Systemen. Die Kreditkarten von Moss zeichnen sich durch besonders hohe Verfügungsrahmen aus und kommen wahlweise mit Zahlungszielen von bis zu 60 Tagen oder attraktivem Cashback. Seit der Gründung wurden bisher mehr als 20.000 physische und virtuelle Kreditkarten ausgegeben und über 250.000 Transaktionen abgewickelt. Zudem konnte Moss ein enormes Wachstum verzeichnen. So hat sich seit der letzten Finanzierungsrunde im August vergangenen Jahres das Team verdoppelt und die Kundenanzahl vervierfacht.
John Curtius, Partner bei Tiger Global, zum Investment: „Moss konnte uns sofort mit seinem zukunftsweisenden Produkt überzeugen. Insbesondere die Modularität der Lösung ermöglicht es Unternehmen, ihr Ausgabenmanagement individuell aufzustellen und Finanzprozesse massiv zu verschlanken. Dank ihrer einzigartigen Technologie ist das Potenzial für Wachstum groß. Wir freuen uns sehr, dass wir das Team dabei unterstützen können, weiter in Deutschland als Kernmarkt zu wachsen und in weitere Märkte zu expandieren.“
Ambitionierte Ziele: Markteintritt Großbritannien, Produktweiterentwicklungen und starkes Personalwachstum
Nach den Niederlanden will das Start-up jetzt Großbritannien mit seinem Kreditkartenprodukt und seiner Plattform für ganzheitliches Ausgabenmanagement erobern. Der erfolgreiche Start in den Niederlanden zeigt, dass die Lösung von Moss auch international stark nachgefragt wird. So konnten bisher schon Unternehmen wie Ticketswap, Naduvi, und O my bag von Moss überzeugt werden. Das Team um David Soos, Country Manager Niederlande, wuchs innerhalb von nicht einmal drei Monaten auf 25 Mitarbeitende an. Die Ambitionen hier sind groß. Schon in den kommenden Monaten wird Moss in Großbritannien verfügbar sein. Weitere Märkte folgen noch in diesem Jahr.
Neben der Expansion planen die Gründer Ante Spittler, Anton Rummel, Ferdinand Meyer und Stephan Haslebacher wegweisende Produktinnovationen beim Ausgabencontrolling, der Liquiditätsplanung und der Automatisierung der Buchhaltung. So sollen Moss Kund:innen noch mehr Zeit und Nerven sparen und ihnen bessere geschäftsrelevante Entscheidungen ermöglicht werden. „Im Markt besteht ein starker Wunsch, Finanzprozesse und Zahlungen weiter zu digitalisieren und zu automatisieren. Mit unserer Lösung möchten wir Unternehmen helfen, ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen. Diese Vision treibt uns täglich an und motiviert uns, Moss immer noch einen Schritt weiterzudenken“, erklärt CEO und Co-Founder Ante Spittler. Um die gemeinsame Mission voranzutreiben, soll zudem das derzeit über 200-köpfige Team maßgeblich vor allem in den Bereichen Produkt, Technologie, Marketing und Vertrieb erweitert werden.
Düsseldorf, 19. Jan (Reuters) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will mit den Ländern neue Wege der Zusammenarbeit finden, um Schulschließungen in der Pandemie zu verhindern. „Wir sehen, dass die Digitalisierung ein großes Thema ist und der Bund ist hier bereit zu unterstützen“, sagte die FDP-Politkerin am Mittwoch in der ARD. „Da ist das Angebot, dass wir hier nochmal eine gute Aufgabenteilung finden.“ Es gehe nicht darum, die Länder aus ihrer Verantwortung für Bildung zu entlassen. „Es geht darum, besser zusammenzuarbeiten.“ Die Milliardenhilfen aus dem Digitalpakt müssten schneller abfließen, die Mittel endlich vor Ort ankommen.
Bildung ist gemäß dem Grundgesetz in weiten Teilen Ländersache. Der 2019 vereinbarte Digitalpakt Schule sah einen Bundeszuschuss von fünf Milliarden Euro für eine bessere digitale Ausstattung der Schulen vor. Das Geld konnte erst nach einer Änderung des Grundgesetzes ausgezahlt werden, fließt aber nur zögerlich ab.
PreOmics erhält 13,5 Millionen Euro von Bruker Corporation im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde
PreOmics GmbH, ein im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München ansässiger Entwickler innovativer Automatisierungs- und Probenvorbereitungstechnologien und -verbrauchsmaterialien für die hocheffiziente und benutzerfreundliche proteomische Analyse mittels Massenspektrometrie, hat im Rahmen einer Serie-B-Finanzierungsrunde 13,5 Mio. Euro von der Bruker Corporation (Nasdaq: BRKR) erhalten. PreOmics wurde 2016 von Dr. Garwin Pichler und Dr. Nils A. Kulak als Spin-Out-Unternehmen aus dem Labor des führenden Proteomik-Forschers Professor Matthias Mann am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried gegründet. Das Start-up bietet einzigartige Technologien, innovative Automatisierungslösungen und hochleistungsfähige Verbrauchsmaterialien für die Homogenisierung, Anreicherung und proteomische Probenvorbereitung von Biopsie-, Gewebe-, Zelllinien- und Plasmaproben an, um ein hocheffiziente proteomische Analyse in der pharmazeutischen und klinischen Forschung zu ermöglichen.
Innovative Plattform für die Massenspektrometrie-basierte Proteinanalyse
Die innovativen Probenverarbeitungstechnologien von PreOmics für die Massenspektrometrie-basierte Proteinanalyse sind komplementär zu den wissenschaftlichen Hochleistungsinstrumenten von Bruker sowie zu Systemen anderer führender Proteomik-Unternehmen. Es wird erwartet, dass die engen Synergien die Marktchancen sowohl für die BeatBox-Plattformtechnologien von PreOmics als auch für die timsTOF 4D-Proteomik-Plattform von Bruker mit vollständigeren, automatisierten Workflow-Lösungen für akademische und klinische Forscher, für Biomarker-Entdeckungs- und Diagnostikunternehmen sowie für CROs und biopharmazeutische Unternehmen erweitern werden.
Bruker Corporation wird Hauptinvestor bei PreOmics
Dr. Garwin Pichler, Mitbegründer und Geschäftsführer von PreOmics, kommentierte: „Wir freuen uns, unsere Investitionen in F&E, Marketing und Vertrieb zu erhöhen und Bruker als Kooperationspartner und Hauptinvestor zu gewinnen. Bruker teilt unsere Vision fortschrittliche Technologien für die proteomische Analyse jedermann zur Verfügung zu stellen und durch die Finanzierung unser Wachstum zu beschleunigen. Unsere bestehenden und zukünftigen Kunden und Partner werden von den Investitionen bei PreOmics und von den Synergien bei den Proteomik-Lösungen profitieren, um unser Produktangebot und unsere globale Präsenz zu erweitern.“
Verbesserte Technologie für hocheffiziente proteomische Analyse
Dr. Nils A. Kulak, Mitbegründer und Geschäftsführer von PreOmics, fügte hinzu: „Wir sehen eine vielversprechende Zukunft für die Forschungs-, Entwicklungs- und Kommerzialisierungsaktivitäten von PreOmics, die durch die Serie-B-Finanzierung und Bruker als Partner beschleunigt werden. Unsere neuartige BeatBox-Technologie ist nahtlos mit den Proteomik-Probenvorbereitungstechnologien von PreOmics kompatibel und bietet in Kombination mit dem timsTOF Pro komplette Arbeitsabläufe für die Prozessierung großer Gewebebiobanken. Unser Ziel ist es komplette, benutzerfreundliche und automatisierte BeatBox-basierte Arbeitsabläufe für jeglichen Durchsatz zu entwickeln und damit Lösungen für eine hocheffiziente proteomische Analyse zu bieten.“
Bildrechte PreOmics GmbH
Seed-Investoren steigen schon nach fünf Jahren aus
In Verbindung mit der Serie-B-Finanzierung haben mehrere frühe Investoren in PreOmics, wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Think.Health Ventures, sowie einige Business Angels ihre PreOmics-Anteile in einer parallelen Sekundärtransaktion erfolgreich an Bruker verkauft, so dass Bruker nun Mehrheitsinvestor von PreOmics ist. Finanzielle Einzelheiten zu den Sekundärtransaktionen wurden nicht bekannt gegeben. Dr. Bernd Goergen, Partner beim High-Tech Gründerfonds, kommentiert den Exit: „Dass unsere Zeit als Seed-Investor bei Preomics bereits nach 5 Jahren zu Ende geht, ist ein Beweis für die fantastische Leistung sowohl des Managements als auch der äußerst innovativen Technologie. Vielen Dank an Garwin und Nils, dass wir ein Teil eurer Reise sein durften. Der Zusammenschluss mit eurem Partner Bruker Inc. ebnet nun den Weg, um Goldstandards in der Proteinpräparation zu setzen und wird damit die Proteomanalyse einfacher und zuverlässiger denn je machen.“
Visionäre Unternehmer
Dr. Michael Ruoff von Think.Health Ventures, sagte: „Bei Think.Health sind wir dankbar, dass wir einen wichtigen Teil der Erfolgsgeschichte von PreOmics mitgestalten durften, die dank der großartigen Unterstützung durch Bruker auch nach unserer Beteiligung fortgeschrieben wird. Wir schätzen Garwin und Nils als außergewöhnliche Wissenschaftler und visionäre Unternehmer – eine seltene Kombination, die ich mir in Deutschland definitiv öfter wünsche.“
Bruker erweitert seine Proteomik-Vision um die einzigartigen PreOmics-Probenvorbereitungstechnologien
Dr. Frank H. Laukien, Präsident und CEO der Bruker Corporation, erklärte: „Wir freuen uns sehr, mit dieser Serie-B-Finanzierung in PreOmics, ein führendes Unternehmen für Probenvorbereitung, Automatisierung und Verbrauchsmaterialien für die Proteomik, zu investieren. Durch die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an PreOmics erweitert Bruker seine Proteomik-Vision um die einzigartigen PreOmics-Probenvorbereitungstechnologien sowie um komplette, automatisierte, robuste und reproduzierbare Arbeitsabläufe für die translationale Biomarker- und Biopharma-Proteomik-Forschung.“
Über das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB)
Die Fördergesellschaft IZB mbH, im Jahre 1995 gegründet, ist die Betreibergesellschaft der Innovations- und Gründerzentren Biotechnologie in Planegg-Martinsried und Freising-Weihenstephan und hat sich zu einem renommierten Biotechnologiezentrum entwickelt, das zu den größten Hubs in Europas gehört. Auf 26.000 m2 sind derzeit über 50 Biotechunternehmen mit über 700 Mitarbeiter:innen angesiedelt. Hier wird an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwerste Erkrankungen, wie etwa Krebs, Alzheimer und diversen Autoimmunerkrankungen gearbeitet – und es gibt schon viele Erfolge.
Im IZB Freising-Weihenstephan – 15 Minuten vom Flughafen entfernt – befassen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Entwicklungen im Bereich Life Science. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der IZBs ist die räumliche Nähe zur Spitzenforschung auf dem Campus Martinsried/Großhadern. Vor allem die neuen Infrastrukturmaßnahmen wie der Faculty Club G2B (Gateway to Biotech), die IZB Residence CAMPUS AT HOME, die Chemieschule Elhardt, die zwei Kindergärten Bio Kids und Bio Kids2sowie die beiden Restaurants SEVEN AND MORE und The Bowl sind zum wichtigen Standortfaktor geworden.
Erfolgreiche Unternehmen, die aus dem IZB hervorgegangen sind, sind zum Beispiel die Medigene AG, die Morphosys AG, die Micromet GmbH (heute Amgen AG), Octapharma GmbH, Corimmun (heute Janssen-Cilag), die Proteros GmbH, die Coriolis Pharma Research GmbH, Rigontec (heute MSD) und Exosome Diagnostics (heute Bio-Techne). Auf dem Campus Martinsried sind derzeit zwei Nobelpreisträger tätig: Prof. Robert Huber am MPI für Biochemie, (Nobelpreis für Chemie 1988) und Prof. Theodor Häntsch (Nobelpreis für Physik 2005), der im IZB die Menlo Systems GmbH gründete. Weitere Informationen unter: www.izb-online.de
Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 mehr als 650 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Mehr als 3,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.800 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 150 Unternehmen erfolgreich verkauft.
Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Unternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Dräger, 1+1 AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.
19. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:
DEUTSCHE TELEKOM – Brüssel: Die EU-Kommission muss Europas größtem Telekomkonzern eine Entschädigung in Höhe von 1,8 Millionen Euro zahlen. Das entschied das Gericht der Europäischen Union. Die EU-Kommission hatte sich geweigert, Verzugszinsen auf eine zuvor verhängte Strafe zu bezahlen. Die Wettbewerbshüter hatten die Deutsche Telekom 2014 wegen Ausnutzung ihrer Marktmacht in der Slowakei zu einer Geldbuße in Höhe von 31 Millionen Euro verdonnert. Diese Strafe wurde vier Jahre später um zwölf Millionen Euro reduziert. Die Restsumme wurde zwar erstattet, jedoch lehnten es die Aufseher ab, Verzugszinsen zu zahlen. Das Gericht bezeichnete dies nun als ernsthaften Verstoß gegen EU-Regeln.
ASML – Amsterdam: Der niederländische Chipausrüster hat nach eigenen Angaben noch keine Lizenz zur Lieferung von neusten Versionen bestimmter Geräte zur Halbleiterherstellung nach China erhalten. Unter dem Druck der US-Regierung verweigern die niederländischen Behörden ASML bisher die Exporterlaubnis für Anlagen, deren Anwendungsgebiete auch als militärisch eingestuft werden – darunter auch für Fotolitographie-Systeme. Der Konzern, der den Markt für diese Technologie weitgehend beherrscht, darf aber ältere Geräte in die Volksrepublik liefern. ASML-Chef Peter Wennink hält es für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass die Chinesen die Top-Technologie nachbilden können. „Sie werden es mit Sicherheit versuchen.“
PROCTER & GAMBLE – Bangalore: Der US-Konsumgüterkonzern erwartet nach starken Verkaufszahlen im zweiten Quartal einen höheren Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22. Das Management rechne nun mit einem Umsatzplus von vier bis sechs Prozent, statt wie bisher von zwei bis vier Prozent, teilte Procter & Gamble (P&G) mit. Der Konzern, zu dem Marken wie Gillette, Pampers und Oral B gehören, profitiert wegen steigender Corona-Infektionszahlen von einer erhöhten Nachfrage nach Reinigungsmitteln. Zudem hatte P&G bereits vergangenes Jahr wegen gestiegener Rohstoff- und Frachtkosten seine Preise erhöht. Der Nettoumsatz lag im abgelaufenen Quartal bei 20,95 Milliarden Dollar (rund 18,5 Milliarden Euro) und damit über den Erwartungen von Analysten, die rund 20,34 Milliarden Dollar prognostiziert hatten.
ÖSTERREICHISCHE POST – Wien: Österreichs Marktführer hat im vergangenen Jahr konzernweit so viele Pakete ausgeliefert wie noch nie. Insgesamt wurde fast eine halbe Milliarde Pakete zugestellt, ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Jahr davor, teilte das Unternehmen mit. Die meisten Sendungen transportierte die türkische Tochter Aras Kargo. In Österreich wurden im Vorjahr 184 Millionen Pakete transportiert – ein Plus von elf Prozent. Im laufenden Jahr will die Österreichische Post in der Türkei die Sortierkapazität in den Logistikzentren um weitere 30 Prozent erhöhen sowie die Zustellflotte ausbauen und erneuern.
PEARSON – London: Der britische Fachverlag hat aufgrund einer steigender Nachfrage nach Online-Lernmaterialien seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2021 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun einen bereinigten Betriebsgewinn von 385 Millionen Pfund, zehn Millionen Pfund über dem bisherigen Ausblickk, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz solle organisch um acht Prozent wachsen, zuvor hatte Pearson ein Plus von 6,7 Prozent angepeilt. Der Umsatz im US-Hochschulbereich werde jedoch um sechs Prozent niedriger erwartet. Die Aktien von Pearson stiegen am Mittwoch um über sechs Prozent.
BURBERRY – London: Der Anstieg des Umsatzes und ein starkes Geschäft bei Oberbekleidung und Lederwaren stimmen den britischen Luxusmodekonzern optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr (bis zum 3. April) erwarte Burberry nun ein Wachstum des bereinigten Betriebsgewinns bei konstanten Wechselkursen um etwa 35 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 19 Prozent auf 472 Millionen Pfund (rund 566 Millionen Euro) gerechnet. Die starke Nachfrage aus Asien und Europa kurbelte das Geschäft des für seine Trenchcoats und Karomuster bekannten Modehauses im dritten Quartal an. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 723 Millionen Pfund.
ASML – Berlin: Der Chipausrüster will im laufenden Jahr um ein Fünftel wachsen. In dieser Prognose sei der jüngste Feuerschaden im Berliner Werk bereits berücksichtigt, gab der niederländische Konzern bekannt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz noch um 33 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte sogar um 65 Prozent auf 5,88 Miliarden Euro. ASML ist der größte Produzent von Lithografie-Systemen, die für die Belichtung von Siliziumwafern benötigt werden und damit für die Entstehung von Schaltkreisen und bis zu 150 Millionen Euro kosten können. Zu den Kunden des Konzerns gehören nahezu alle Chipkonzerne – darunter auch Intel und TSMC. Angesichts der hohen Chipnachfrage ist ASML derzeit komplett ausgelastet.