Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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Update 11:52 Uhr

20. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BYTEDANCE – Peking/Hongkong: Der chinesische TikTok-Eigner ist im vergangenen Jahr Insidern zufolge langsamer gewachsen. Der Umsatz sei 2021 um 70 Prozent auf rund 58 Milliarden Dollar geklettert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. 2020 hätten die Erlöse noch um mehr als 100 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar zugelegt. ByteDance war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die chinesische Regierung hat im vergangenen Jahr die Daumenschrauben im Technologiesektor deutlich angezogen und neue Regeln aufgestellt, wie Firmen Geschäfte machen und mit Nutzern interagieren sollen. Marktbeobachtern zufolge ist ByteDance weiterhin Nummer zwei auf dem chinesischen Online-Werbemarkt hinter Alibaba und vor Tencent.

FLIXMOBILITY – Düsseldorf: Der Fernbuslinien-Betreiber will einem Medienbericht zufolge Züge im Wert von rund einer Milliarde Euro kaufen. Das Unternehmen befinde sich mit Banken in frühen Gesprächen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der angedachte Kauf stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die in der Pandemie geschrumpfte Reisenachfrage wieder erholt. Zum anderen müsse die Trassengebühr sinken, die in der Pandemie ausgesetzt war und nun wieder auf Normal-Niveau steigen soll.

CHINA EVERGRANDE – Hongkong: Eine Gruppe von ausländischen Anleiheinvestoren will ihre Rechte gegenüber dem in Zahlungsschwierigkeiten steckenden chinesischen Immobilienentwickler notfalls juristisch durchsetzen. Bislang sei von Evergrande kein wirkliches Engagement für eine Restrukturierung zu erkennen, obwohl der Baukonzern dies bereits mehrfach in Aussicht gestellt habe, erklärte die Investorengruppe, die von Rechtsanwälten der Kanzlei Kirkland & Ellis und der Investmentbank Moelis & Company beraten wird. Man sehe daher keine andere Möglichkeit, als juristische Schritte in Erwägung zu ziehen. Evergrande hat mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden bei chinesischen und ausländischen Investoren. Zuletzt verschob der Konzern mehrfach Zahlungsfristen für Anleihezinsen oder Kredite.

ALSTOM – Der französische Zughersteller hat seinen Umsatz im dritten Quartal gestützt auf gute Geschäfte in Europa gesteigert. Der Umsatz kletterte auf 3,92 Milliarden Euro nach 3,71 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. „Unsere Verkäufe haben sich wie angekündigt entwickelt, dank des Hochlaufs der Produktion, der Stabilisierung unserer Schienenfahrzeugprojekte und einer starken Leistung im Dienstleistungsbereich“, erklärte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Für Auftrieb habe auch der Kauf der Zugsparte von Bombardier für 5,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gesorgt. So habe man die Angebotspalette erweitern können. Die Integration laufe wie geplant.

DELIVEROO – Berlin: Der britische Essenslieferdienst profitiert von der gestiegenen Nachfrage. Der Bruttotransaktionswert (GTV) stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 70 Prozent auf 6,63 Milliarden Pfund, wie das Unternehmen mitteilte. Damit landete Deliveroo am oberen Ende der im Oktober angehobenen Prognose. Die 2013 gegründete Firma, an der auch der Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt ist, kam im vierten Quartal auf rund acht Millionen monatliche Nutzer, ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr verspricht Firmengründer und -chef William Shu „weitere Fortschritte“. Details will Deliveroo am 17. März veröffentlichen. Im Gegensatz zu Delivery Hero verfügen die Briten nicht über eigene Lager, um auch Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs auszuliefern, sondern setzen auf Kooperationen mit Supermarktketten.

SUSE – Berlin: Der Linux-Softwareanbieter will in diesem Jahr kräftiger wachsen. Es werde ein Umsatzplus im mittleren bis hohen Zehnerbereich angepeilt und mittelfristig würden rund 20 Prozent anvisiert, teilte das international tätige Unternehmen aus Nürnberg mit. Dazu soll auch der jüngste Zukauf NeuVector, ein Anbieter von Container-Sicherheitsanwendungen, beitragen. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um 15 Prozent auf knapp 576 Millionen Dollar zu und lagen damit über der Prognose von Suse. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 22 Prozent auf 212,1 Millionen Dollar. Auch da will Suse noch eins drauf packen und in diesem Jahr im mittleren Dreißigerbereich liegen. Suse, dessen Firmenname für „Software und System-Entwicklung“ steht, ist im vergangenen Jahr an die Frankfurter Börse gegangen.

Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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