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Dax gibt vor Fed-Entscheid nach

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Dax gibt

Frankfurt, 04. Mai (Reuters) – Nachfolgend die Kurse ausgewählter Indizes zum Xetra-Handelsschluss am Mittwoch: Grafik: AgenaTrader, Download der Grafik

Dax gibt
Screenshot: Agena Trader 4.Mai 2022
Index-Stände17:30 04.05.22Plus/Minus in Prozent
Dax<.GDAXI>13.970,82-0,5
MDax<.MDAXI>29.696,37-0,8
TecDax<.TECDAX>3.065,11-0,6
SDax<.SDAXI>13.670,86-0,5
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.728,05-0,9
Stoxx50<.STOXX50>3.653,51-1,0
ATX<.ATX>3.256,74-1,1
Dow Jones<.DJI>33.046,37-0,3
Nasdaq<.IXIC>12.381,39-1,5
S&P 500<.SPX>4.152,74-0,5
Umsatz aller Dax-WerteStand 04.05.22
in Millionen Stück71,624
in Milliarden Euro3,594
Ölpreis in Dollar je Barrel17:30 04.05.22Plus/Minus in Prozent
Brent<LCOc1>108,43+3,3
WTI<CLc1>105,98+3,5

(zusammengestellt vom Reuters Marktteam)

Dax gibt vor Fed-Entscheid nach

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Scholz – Alle Westbalkan-Länder müssen EU-Mitglied werden

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Berlin, 04. Mai (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz forciert die Aufnahme der Westbalkan-Staaten in die EU: „Der Westbalkan gehört zu Europa. Alle seine Länder müssen künftig auch zur Europäischen Union gehören“, sagte Scholz am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten des Kosovo, Albin Kurti. Er setze sich dafür ein, dass die Länder „dies sehr bald schaffen“.

Scholz kündigte eine Westbalkan-Reise in der zweiten Jahreshälfte an. Er werde zudem die sechs Westbalkan-Länder zu einem Treffen im Rahmen des „Berliner Prozess“ zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit einladen. Zu den sechs Ländern gehören neben Kosovo auch Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Nord-Mazedonien und Albanien. 

Beide Politiker forderten, dass die EU dem Kosovo Visaliberalisierung gewähren müsse. „Hierfür setze ich mich mit großem Nachdruck ein“, betonte der Kanzler in Anspielung auf den Widerstand einiger EU-Staaten. Kurti wies darauf hin, dass die EU-Kommission bereits vor vier Jahren festgestellt habe, dass der Kosovo alle Anforderungen dafür erfülle. Er forderte, dass zudem die fünf EU-Staaten, die die Unabhängigkeit Kosovos bisher anders als Deutschland noch nicht anerkannt haben, dies möglichst schnell nachholen. 

Scholz lobte die Reformanstrengungen im Kosovo gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Kurti verwies auf sehr hohe Wachstumszahlen von mehr als zehn Prozent. Die Weltbank hatte allerdings darauf verwiesen, dass das Wachstum auf dem Westbalkan wegen der Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine und der folgenden Sanktionen und Preiserhöhungen etwa für Energie in diesem Jahr deutlich einbrechen werde.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Erneuter nordkoreanischer Raketentest vor Regierungswechsel in Südkorea

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Seoul, 04. Mai (Reuters) – Nordkorea hat wenige Tage vor dem Amtsantritt des neuen südkoreanischen Präsidenten erneut eine Rakete getestet. Beim 14. derartigen Waffentest des abgeschotteten Nordens in diesem Jahr handelte es sich am Mittwoch nach südkoreanischen und japanischen Angaben um eine ballistische Rakete, die an der Ostküste abgefeuert worden sei.

Die Militärs beider Länder schätzten die maximale Höhe auf bis zu 800 Kilometer und die Reichweite auf bis zu 500 Kilometer ein. Ob es sich um eine Interkontinentalrakete (ICBM) handle, sei unklar, hieß es in Seoul. Die Regierungen in der USA, Südkoreas und Japans verurteilten den Test. Eine nordkoreanische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. 

Am 10. Mai tritt Südkoreas neuer Präsident Yoon Suk Yeol sein Amt an. Der frühere Generalstaatsanwalt strebt eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea an. Dessen Machthaber Kim Jong Un kündigte vergangene Woche bei einer Militärparade an, die Entwicklung von Atomwaffen zu beschleunigen zu wollen. 

Dabei wurde die größte ballistische Interkontinentalrakete des Landes, die Hwasong-17, präsentiert und eine kürzlich getestete Hyperschallrakete. Nordkorea will nach eigenen Angaben keinen Krieg und hat erklärt, die Waffen würden nur der Selbstverteidigung dienen. Gespräche mit den USA und Südkorea über eine atomare Abrüstung liegen seit längerem auf Eis.

Erneuter nordkoreanischer Raketentest vor Regierungswechsel in Südkorea

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Vorstände von HSBC und Ping An planen Treffen zu Abspaltungsvorschlag

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HSBC
AUCKLAND,NZ - JUNE 01 2014:HSBC Bank New Zealand branche in Auckland, New Zealand. It's one of the world's largest banks,it has around 7,200 offices in 85 countries and around 89 million customers.

Singapur, 04. Mai (Reuters) – Vorstände der Großbank HSBC und von Ping An wollen einem Insider zufolge Mitte Mai auf einem Treffen über den Abspaltungsvorschlag des chinesischen Versicherers beraten. Dabei soll es um von Ping An vorgebrachte strategische Optionen wie einen Spin Off des Asiengeschäfts gehen, sagte der Insider Reuters.

Ping An ist der größte Aktionär von HSBC und Chinas größter Versicherer. In der vergangenen Woche hatte er die Bank dazu aufgerufen, Wege zur Steigerung der Ertragskraft auszuloten. Einige Analysten hatten dazu allerdings angemerkt, der Vorstoß sei womöglich eher politisch getrieben als durch wirtschaftliche Erwägungen begründet.

Ping An ließ Anfragen nach einer Stellungnahme unbeantwortet. Europas größtes Bankhaus wollte sich zu den Informationen nicht äußern. HSBC hatte den Vorschlag von Ping An bislang nicht kommentiert, hatte aber in der vergangenen Woche die Konzernstrategie verteidigt. Die Bank sei der Überzeugung, die richtige Strategie zu besitzen und konzentriere sich darauf, diese umzusetzen, hatte HSBC per email mitgeteilt.

Die in Hongkong gelistete HSBC-Aktie zog am Mittwoch zeitweise um 1,9 Prozent an. Damit baute sie ihren Kursgewinn von 2,6 Prozent vom Dienstag weiter aus. In London notierte HSBC-Titel stiegen in einem schwächeren Gesamtmarkt um 1,5 Prozent.

HSBC-Aktionäre hatten sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit der Idee einer Aufspaltung auseinandergesetzt. Enttäuschende Ergebnisse von Geschäften in Großbritannien, in Europa und in den USA sowie die Nichteinhaltung von Versprechen, zweistellige Renditen zu erzielen, lasteten auf den Aktien des Instituts. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete HSBC 52 Prozent der Gesamterträge von 49,6 Milliarden Dollar in Asien. 65 Prozent des ausgewiesenen Vorsteuergewinns kamen aus der Region.

HSBC

Einige Investoren regierten auf den Aufspaltungsvorschlag eher zurückhaltend. Sie äußerten Bedenken, dass sich dies als schwierig erweisen könnte und es keine Garantie gebe, dass dadurch die Renditen angeschoben würden. „Insoweit der asiatische Arm einen Wertzuwachs verzeichnen würde, könnte eine Aufspaltung sinnvoll sein“, sagte Fondsmanager Steve Clayton von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown.

Westliche Investoren könnten allerdings die gegenteilige Ansicht vertreten. Denn es könne als negativer Schritt betrachtet werden, einen großen Teil des Werts von HSBC aus Großbritannien heraus und in die Reichweite einer immer stärker zugreifenden chinesischen Regulierung zu geben.

Ping An teilte vergangene Woche mit, der Versicherer unterstütze alle Reformvorschläge, die dazu beitragen könnten, den langfristigen Wert von HSBC zu steigern. Anfang Februar lag der Anteil von Ping An an HSBC bei 8,23 Prozent. Erstmals hatte der Konzern Ende 2017 über seinen Anteilsbesitz berichtet: Damals waren es fünf Prozent gewesen.

Vorstände von HSBC und Ping An planen Treffen zu Abspaltungsvorschlag

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Foto im Text Ping An: Copyright [Chinalmages] /Depositphotos.com

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Frankreichs Linke vor erster Wahl-Allianz seit 20 Jahren

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Paris, 04. Mai (Reuters) – Die linken Parteien in Frankreich stehen zum ersten Mal seit 20 Jahren davor, bei den Parlamentswahlen im Juni geeint aufzutreten. La France Insoumise (LFI) von Jean-Luc Melenchon und die Sozialisten (PS) einigten sich am Mittwoch im Grundsatz auf eine Allianz, um Präsident Emmanuel Macron eine Mehrheit zu verwehren. In den vergangenen Tagen hatten die Grünen und die Kommunisten dem Bündnis zugestimmt. Allerdings muss das nationale Komitee der Sozialisten am Donnerstagabend noch grünes Licht geben. Ranghohe Parteimitglieder befürchten, dass sich in dem Bündnis eine Anti-EU-Stimmung durchsetzt.

Die erste Runde der Parlamentswahl findet am 12. Juni statt, die zweite eine Woche später. Umfragen von Harris Interactive von Ende April sehen die Linksparteien zusammengenommen bei etwa 33 Prozent und damit so stark wie eine Allianz von Macrons Partei und den Konservativen. Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl im April benötigt das alte und neue Staatsoberhaupt eine Mehrheit im Parlament, um seine geplanten, vergleichsweise pro-europäischen und wirtschaftsfreundlichen Reformen durchzusetzen. Unter anderem will er das Rentenalter von 62 auf 65 Jahre erhöhen. 

Dagegen haben die linken Parteien vereinbart, es auf 60 Jahre zu senken, den Mindestlohn zu erhöhen und Preise für essenzielle Güter zu deckeln. Zudem sieht die Allianz vor, gewisse Regeln der EU zu brechen oder zumindest zurückzustellen.Die Staatengemeinschaft soll sich stärker auf soziale Fragen und den Umweltschutz konzentrieren. Einen EU-Austritt planen die linken Parteien nicht. Allerdings spricht sich Melenchon für einen Rückzug aus der Nato aus.

Frankreichs Linke vor erster Wahl-Allianz seit 20 Jahren

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Finanzausschuss des Bundetags will sich mit Adler Group befassen

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Adler Group LEG

Berlin, 04. Mai (Reuters) – Der kriselnde Immobilien-Investor Adler Group soll nun auch Thema im Finanzausschuss des Bundestages werden.

Das Unternehmen, dessen Jahresabschluss 2021 jüngst kein Testat der Wirtschaftsprüfer KPMG erhalten hatte, solle in der Sitzung am kommenden Mittwoch behandelt werden, wie aus der Reuters am Mittwoch vorliegenden Tagesordnung für das Treffen hervorgeht. Erwartet werde eine Unterrichtung durch das Bundesfinanzministerium. 

Die Finanzaufsicht BaFin nimmt die Bücher des Unternehmens aktuell unter die Lupe. Eine Sonderuntersuchung und das verweigerte Bilanztestat der Wirtschaftsprüfer von KPMG für das vergangene Jahr hatte die Adler-Anleger verunsichert. 

Finanzausschuss des Bundetags will sich mit Adler Group befassen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Wall Street vor Fed-Entscheid stabil – Bilanzen helfen

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Wall Street

Frankfurt, 04. Mai (Reuters) – Unmittelbar vor einer allgemein erwarteten Zinserhöhung der Notenbank Fed geben sich Anleger an der Wall Street zuversichtlich. Gestützt auf ermutigende Firmenbilanzen gewannen die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 zur Eröffnung am Mittwoch bis zu 0,4 Prozent. 

Da eine Anhebung des Schlüsselsatzes um einen halben Prozentpunkt als sicher gelte, richte sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf den geldpolitischen Ausblick, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. „Die Äußerungen des Notenbank-Chefs Jerome Powell, wie aggressiv die Fed die Inflation zügeln will, wird die Marktstimmung mindestens der kommenden Wochen prägen.“ 

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte AirBnB mit einem Kursplus von fast sieben Prozent. Der Zimmer-Vermittler hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen und einen optimistischen Ausblick auf das Sommer-Geschäft vorgelegt. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass das Unternehmen seine langfristigen Margenziele schneller erreichen werde als gedacht, kommentieren die Analysten von der Investmentbank Piper Sandler.

Wall Street vor Fed-Entscheid stabil – Bilanzen helfen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

EU-Kommission will Öl-Embargo gegen Russland bis Jahresende

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Straßburg/Berlin, 04. Mai (Reuters) – Nach dem Import-Verbot für Kohle treibt die EU-Kommission nun ein Aus für die Öl-Einfuhren aus Russland bis Jahresende voran. Mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten sollten Importe von russischem Rohöl gestoppt werden, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch im Europäischen Parlament in Straßburg. Bis Jahresende soll das Embargo zudem alle raffinierten Öl-Produkte umfassen.

Die 27 Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen. EU-Kreisen zufolge sollen Ungarn und die Slowakei durch eine Ausnahmeregelung Öl bis Ende 2023 beziehen können. Die beiden Länder und weitere aus Osteuropa äußerten sich dennoch skeptisch. Das sechste EU-Sanktionspaket nimmt ferner die russische Sberbank ins Visier. Mit Sanktionen belegt werden zudem mutmaßliche Verantwortliche für Morde an Zivilisten in der Ukraine. 

Um ein Öl-Embargo wurde seit Wochen intensiv gerungen. Experten-Schätzungen zufolge haben die EU-Länder seit Kriegsbeginn Russland etwa 20 Milliarden Euro für Öl überwiesen. Deutschland hatte nach anfänglicher Skepsis seinen Widerstand aufgegeben und es unterstützt. Hintergrund ist, dass die Abhängigkeit von russischen Importen schneller als vermutet von einst 35 Prozent gesunken ist. Wirtschaftsminister Robert Habeck zufolge sind es derzeit noch etwa zwölf Prozent, die im Wesentlichen auf die Raffinerie Schwedt an der Oder entfallen, die vom russischen Rosneft-KonzernROSN.MM kontrolliert wird.

HABECK HÄLT REGIONALE PROBLEME FÜR MÖGLICH

Habeck sagte nach einem Kabinettstreffen, die Übergangsfrist sei lang genug, um Alternativen bei den Lieferungen zu finden. Dennoch könne es Probleme geben, sagte er mit Blick auf Ostdeutschland: „Wir können natürlich nicht in der Situation garantieren, dass es nicht stockend wird, vor allem regional stocken wird.“ Tendenziell könnten auch die Preise steigen, man könne hier aber nur spekulieren.

Nach der Ankündigung des – weitgehend erwarteten – Embargos, stieg der Öl-Preis bis zum Nachmittag um gut drei Prozent. In den vergangenen Tagen war er eher mäßig geklettert. „Das liegt zunächst daran, dass das Embargo über die nächsten Monate nur schrittweise in Kraft tritt“, erläuterte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. „Außerdem fragt China weniger Öl nach, weil seine Wirtschaft wegen der Null-Corona-Politik langsamer wächst. Hinzu kommt, dass Indien den globalen Ölmarkt weniger anzapft, weil es zunehmend russisches Öl kauft.“

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärte, die Belastungen der Wirtschaft würden weiter steigen, man stehe jedoch hinter dem EU-Vorstoß: „Russisches Öl lässt sich auf dem Weltmarkt kurzfristig ersetzen, allerdings verbunden mit zusätzlichen Kosten und logistischen Herausforderungen“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm. „Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Übergangsfristen sind der richtige Weg.“

Widerstand könnte jedoch trotz der geplanten Sonderfristen aus Osteuropa kommen: „Wir sehen keine Pläne oder Garantien, wie der Übergang mit den jetzigen Vorschlägen erreicht werden kann und wie Ungarns Energie-Sicherheit gewährleistet werden kann“, sagte ein ungarischer Regierungssprecher. Ungarn mit Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich generell bislang gegen Energie-Embargos gewandt. Die Slowakei, die nahezu ihr gesamtes Öl aus Russland bezieht, verlangte eine längere Übergangszeit. „Wir unterstützen die Sanktion, aber wir brauchen eine Übergangszeit bis wir uns an die Lage anpassen können“, sagte Wirtschaftsminister Richard Sulik. Er halte drei Jahre für angemessen. Tschechien und Bulgarien äußerten sich ähnlich. 

Der Vize-Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im russischen Oberhaus, Wladimir Dzhabarow, warf der EU eine Täuschung vor. Die Staaten würden weiter über Dritt-Länder russisches Öl beziehen, sagte er der Agentur RIA. Russland nennt den Einmarsch in der Ukraine eine „Spezialoperation“ und bestreitet Kriegsverbrechen. 

SANKTIONEN AUCH WEGEN MORDEN IN BUTSCHA

Über das Öl-Embargo hinaus will die EU den Druck auf Russland auch in anderen Feldern erhöhen. So soll die größte russische Bank, die Sberbank, nun ebenfalls aus dem Zahlungssystem Swift ausgeschlossen werden. „Damit wird die vollständige Isolierung des russischen Finanzsektors befestigt“, sagte von der Leyen. Sanktionen werden EU-Kreisen zufolge auch die Credit Bank of Moscow sowie die Russian Agricultural Bank treffen.

Die EU wolle der russischen Wirtschaft die Möglichkeit entziehen, sich zu diversifizieren und zu modernisieren, betonte die Kommissionspräsidentin. Um russischer Propaganda entgegenzuwirken, sollen zudem drei Staatssendern des Landes die Sendelizenz in der Europäischen Union entzogen werden. Schließlich soll es der EU-Kommissionschefin zufolge auch persönliche Sanktionen gegen russische Militärs geben, die für die Gräueltaten gegen Zivilisten etwa in Butscha verantwortlich seien. 

„Wir wollen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt“, sagte von der Leyen. Dies bedinge auch finanzielle Hilfen. So brauche das Land derzeit monatlich fünf Milliarden Euro, um den Staat aufrechterhalten zu können. Für den Wiederaufbau des Landes seien nach Schätzungen mehrere hundert Milliarden Euro erforderlich. Auch hierbei trage die EU eine besondere Verantwortung. Und am Ende dieses Weges könne dann eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union stehen, sagte von der Leyen unter dem Beifall der Abgeordneten.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Stellenaufbau bei US-Firmen sinkt auf tiefstes Niveau seit zwei Jahren

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Washington, 04. Mai (Reuters) – Der Stellenaufbau in den USA hat sich angesichts des weit verbreiteten Personalmangels im April überraschend deutlich verlangsamt. Unter dem Strich haben die privaten Firmen nur 247.000 Jobs geschaffen, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch auf Basis seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte.

Dies ist der schwächste Stellenaufbau seit April 2020, als der US-Arbeitsmarkt nach Ausbruch der Corona-Krise einbrach. Von Reuters befragte Experten hatten für April mit einem Jobaufbau von 395.000 gerechnet nach revidiert 479.000 im März.

Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht der Regierung an, der neben Stellen in der Privatwirtschaft auch Jobs im öffentlichen Dienst umfasst. Hierfür erwarten Experten ein Plus von 394.000 Jobs. Angesichts des rund laufenden Jobmotors und der zugleich rasant steigenden Preise wird die US-Notenbank Fed am Mittwochabend (20.00 Uhr MESZ) die Zinsen voraussichtlich so kräftig anheben wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.

Nach entsprechenden Signalen von Fed-Chef Jerome Powell rechnen Investoren an den Finanzmärkten mit einer Erhöhung um einen halben Prozentpunkt. Damit würde das Zinsniveau auf die neue Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent steigen.

Stellenaufbau bei US-Firmen sinkt auf tiefstes Niveau seit zwei Jahren

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Martin Schlegel wird Vizepräsident der Schweizer Notenbank

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Schlegel SNB Schweiz

Zürich, 04. Mai (Reuters) – Die Schweizer Regierung hat über die Nachfolge des scheidenden Vizepräsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) entschieden und Martin Schlegel in das dreiköpfige SNB-Direktorium berufen. Schlegel trete sein Amt am 1. August an und folge Vizepräsident Fritz Zurbrügg nach, erklärte die SNB am Mittwoch. Zurbrügg hatte Ende vergangenen Jahres seinen Rücktritt bekanntgegeben. Zudem wurden Petra Gerlach und Attilio Zanetti zu stellvertretenden Mitgliedern des Direktoriums ernannt.

Martin Schlegel wird Vizepräsident der Schweizer Notenbank

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