Freitag, März 27, 2026
Start Blog Seite 5571

5. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

0

Frankfurt, 05. Mai (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

13.58 Uhr – Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen und die Aussicht auf sprudelnde Gewinne beschert dem Lithium-Produzenten Albemarle einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des globalen Branchenschwergewichts steigen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 13 Prozent. Wegen eines anhaltend starken Bedarfs für dieses zur Herstellung von Elektroauto-Batterien benötigten Metalls lag der Gewinn bei 2,38 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen 9,25 bis 12,25 Dollar je Aktie an, doppelt so viel wie bislang. Im Sog von Albemarle rücken die Rivalen Livent, Lithium Americas und SQM bis zu 3,1 Prozent vor.

13.22 Uhr – Ein enttäuschender Ausblick brockt Etsy den größten Kurssturz seit neun Monaten ein. Die Aktien des auf Kunsthandwerk spezialisierten Online-Marktplatzes fallen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp zwölf Prozent. Das US-Unternehmen stellte für das laufenden Quartal einen Handelsumsatz auf der Plattform von 2,9 bis 3,2 Milliarden Dollar. Ungeachtet der aktuellen Abkühlung des Geschäfts sei das Unternehmen strukturell stärker als vor Ausbruch der Pandemie, erklärte Analyst Sean Dunlop vom Research-Haus Morningstar. Er halte daher an seiner Kaufempfehlung fest.

13.09 Uhr – Das Pfund Sterling kann die im Rahmen der Erwartungen ausgefallene Zinserhöhung der Bank von England nicht in Kursgewinne ummünzen. Die britische Währung wertet weiter ab und kostet 1,2492 Dollar beziehungsweise 1,1796 Euro. Anleger seien enttäuscht, dass vergleichsweise wenig Notenbanker für einen größeren Schritt votiert hätten, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

12.50 Uhr – Die Überlegungen der österreichischen Regierung zur Abschöpfung von Gewinnen staatlicher Unternehmen brockt Verbund einen der größten Kursstürze der Firmengeschichte ein. Die Aktien des Versorgers fallen in Wien um 14 Prozent. Das Unternehmen hatte dank gestiegener Energiepreise sein Ergebnis kräftig gesteigert.

11.15 Uhr – Aus Furcht vor Ernte-Einbußen in Indien wegen der dortigen Hitzewelle decken sich Anleger mit Weizen ein. Der europäische Future steigt um 1,4 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 392,75 Euro je Tonne. „Die sehr große Hitze in einigen indischen Anbaugebieten scheint die Ernten deutlich zu beeinträchtigen“, sagt Analyst Tobin Gorey von der Commonwealth Bank. Dies mache die jüngsten Spekulationen um einen möglichen Exportstopp so brisant, weil Indien eines der wenigen Länder sei, dass noch ins Ausland liefere.

10.30 Uhr – Quartalsergebnisse über Markterwartungen und die Aussicht auf ein starkes Sommerreise-Geschäft ermuntern Anleger zum Einstieg bei Air France-KLM. Die Aktien der Fluggesellschaft steigen in Paris um 7,4 Prozent. Mit einem operativen Gewinn von 221 Millionen Euro habe das Unternehmen erneut positiv überrascht, loben die Analysten vom Vermögensverwalter Alliance Bernstein. Air France habe in den vergangenen Jahren „exzellente Fortschritte“ bei den Einsparungen gemacht.

10.12 Uhr – Ein zehnprozentiger Rückgang der Werbeeinnahmen brockt Reach den größten Kursrutsch seit gut zwei Monaten ein. Die Aktien des Verlegers der britischen Boulevard-Zeitungen „Daily Mirror“ und „Daily Express“ fallen um 20 Prozent. Dem Unternehmen zufolge verlangsamte sich zudem das Umsatzwachstum der Digital-Sparte in den ersten vier Monaten des Jahres auf 9,3 Prozent im Jahresvergleich.

10.00 Uhr – Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen gibt Anheuser Busch Auftrieb. Die Aktien der weltgrößten Brauerei steigen in Brüssel um 4,1 Prozent. Der Anbieter von „Beck’s“ und „Budweiser“ steigerte dank Preiserhöhungen den Umsatz den Angaben zufolge um gut elf Prozent auf 13,24 Milliarden Dollar und den operativen Gewinn um 7,4 Prozent auf 4,486 Milliarden Dollar. Dank des starken Jahresauftakts würden sich die Markterwartungen wohl in Richtung des oberen Endes der bekräftigten Spanne für die Gesamtjahresziele bewegen, prognostiziert Analystin Jaina Mistry von der Investmentbank Jefferies.

09.51 Uhr – Dank eines Bekenntnisses zum geplanten milliardenschweren Aktienrückkauf sehen Anleger über den Gewinneinbruch bei UniCredit hinweg. Die Aktien der HVB-Mutter steigen in Mailand um 7,6 Prozent. Das Festhalten an der Ausschüttung sei eine positive Überraschung, schreibt Analyst Benjie Creelan-Sandford von der Investmentbank Jefferies. Außerdem sei das Geschäft der Bank besser gelaufen als erwartet, wenn man die Rückstellungen für das Russland-Geschäft herausrechne.

09.32 Uhr – Anleger greifen nach den Quartalszahlen bei den Aktien der Shop Apotheke zu. Die Titel steigen im SDax zeitweise um 7,6 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 94 Euro. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 7,3 Prozent auf 305 Millionen Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich auf minus 1,4 (Vorjahr: minus 3,5) Prozent.

08.39 Uhr – Die Aktien des österreichischen Ziegel-Herstellers Wienerberger werden mit einem Dividendenabschlag von 0,75 Euro gehandelt. Im Vergleich zum Vortagesschluss von 24,50 Euro bedeutet dies ein Minus von 3,1 Prozent.

07.55 Uhr – Folgende Aktien werden am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:

Deutsche UnternehmenAngaben in EuroSchlusskursDividende
Allianz213,5510,80
Hannover Rück147,855,75
Rational554,0010,00

07.23 Uhr – Die Aussicht auf eine nicht allzu aggressive Erhöhung der Zinsen in den USA in den kommenden Monaten treibt die Metallpreise nach oben. Das Industriemetall Kupfer verteuert sich in der Spitze um mehr als drei Prozent auf 9770 Dollar je Tonne. Das Edelmetall Gold wird mit 1903,22 Dollar je Feinunze in der Spitze 1,2 Prozent höher gehandelt.

Mit dem Zinsentscheid der Fed vom Mittwochabend seien die Sorgen vor 75-Basispunkte-Schritten in den USA gedämpft worden, schreiben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Die Währungshüter der US-Notenbank beschlossen einstimmig eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf die neue Zins-Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte auch für die nächsten beiden Sitzungen im Juni und Juli Zinssprünge von einem halben Punkt.

5. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse und heutige Marktentwicklungen.

Ukraine aktuell 05.05.22

0

05. Mai – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.35 Uhr – Selenskyj-Steinmeier-Telefonat stand Dienstagfrüh fest

Das Gespräch von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stand offenbar bereits vor dem Besuch von CDU-Chef Friedrich Merz in Kiew fest. Die Anfrage dafür sei bereits am Dienstagmorgen eingegangen, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. Das Präsidialamt hatte am Donnerstag bestätigt, dass beide Präsidenten miteinander telefoniert haben.

19.53 Uhr – Deutschland und Tschechien planen Ringtausch schwerer Waffen

Deutschland und Tschechien arbeiten an einem Ringtausch schwerer Waffen für die Ukraine. Bundeskanzler Olaf Scholz und der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala bestätigt entsprechende Planungen. Dabei soll Tschechien schwere Waffen russischer Bauart an die Ukraine liefern, während es von Deutschland Hilfe beim Ersatz mit modernen westlichen Waffen bekomme, sagt Scholz. Fiala erklärt, der Ringtausch sei vorteilhaft sowohl für die Ukraine als auch für Tschechien. Dem Vernehmen nach handelt es sich etwa um die Lieferung von Panzern an die Ukraine.

19.30 Uhr – Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russlands Präsident Wladimir Putin weitreichende Eroberungspläne vorgeworfen. „Ich bin sicher, dass Russland vorhatte, die gesamte Ukraine in kurzer Zeit zu erobern“, sagt er in Berlin. Deshalb sei es eine große Leistung der ukrainischen Armee, die russische Invasion zurückgewiesen zu haben. Aber angesichts des unglaublichen Material-Einsatzes Russlands gebe es wenig Hoffnung, dass der Krieg schnell zuende gehe.

19.24 Uhr – US-Präsident Joe Biden und Kanzler Olaf Scholz haben betont, dass sie keine Gebietsgewinne Russland in der Ukraine anerkennen werden. Russland müsse die Kampfhandlungen in der Ukraine beenden und die Truppen aus dem Land zurückziehen. Jüngste Äußerungen der russischen Führung, die demokratisch legitimierte ukrainische Führung zu verurteilen, verurteile man gemeinsam, teilt ein Regierungssprecher in Berlin mit. 

19.15 Uhr – Kanzler Olaf Scholz hat eine baldige Reise von Außenministerin Annalena Baerbock nach Kiew angekündigt. Scholz teilt mit, dass er mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach dessen Gespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj gesprochen habe. Dabei hatten beide Präsidenten ihre Differenzen beigelegt. Selenskyj hatte sowohl Steinmeier, Scholz als auch die Bundesregierung nach Kiew eingeladen.

18.25 Uhr – Israel – Putin entschuldigt sich für Lawrows Hitler–Bemerkung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach israelischer Darstellung für die umstrittene Hitler-Bemerkung seines Außenministers Sergej Lawrow entschuldigt. Dies sei bei einem Telefonat geschehen, erklärt Ministerpräsidenten Naftali Bennett. Er habe die Entschuldigung angenommen. Eine russische Mitteilung zu dem Gespräch erwähnt den Streit nicht,L5N2WX87W eine Stellungnahme von Lawrow selbst liegt nicht vor. Er behauptete Anfang des Monats, Adolf Hitler habe jüdische Wurzeln gehabt und löste damit international Empörung aus. Die israelische Regierung regierte mit scharfer Kritik, bestellte den russischen Botschafter ein und verlangte eine Entschuldigung.

17.48 Uhr – Der russische Präsident Wladimir Putin fordert die Ukraine dazu auf, den im Asowstal-Stahlwerk verschanzten Kämpfern die Aufgabe zu befehlen. Russland sei weiter bereit, den eingeschlossenen Zivilisten auf dem Gelände in Mariupol einen sicheren Abzug zu ermöglichen, heißt es in einer Erklärung des Präsidialamts in Moskau. Dies habe Putin Israels Ministerpräsidenten Naftali Bennett in einem Telefonat mitgeteilt. 

17.34 Uhr – Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben seines Büros mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über etwaige Lieferungen von Waffen mit längerer Reichweite gesprochen. Diese sollten „die Bombardierung von Zivilisten verhindern“, heißt es nach einem Telefonat. Zudem sei der Kriegsverlauf diskutiert worden.

15.15 Uhr – Ukraine hat über elf Milliarden Euro Hilfe erhalten

Die Ukraine hat seit dem Beginn der russischen Invasion Rüstungsgüter und finanzielle Hilfen im Volumen von über zwölf Milliarden Dollar (11,4 Milliarden Euro) aus dem Ausland erhalten. Das erklärt Ministerpräsident Denys Schmyhal bei der Geberkonferenz. Er dankt für die unerschütterliche Hilfe während des gesamtes Krieges.

15.10 Uhr – Deutschland wird die Ukraine mit weiteren 125 Millionen Euro für humanitäre Hilfe unterstützen. Das kündigt Bundeskanzler Olaf Scholz im Rahmen der Geberkonferenz an. Zudem seien weitere 140 Millionen Euro für die Entwicklungshilfe der Ukraine vorgesehen.

14.33 Uhr – Eine internationale Geberkonferenz für die Ukraine in Warschau hat nach Angaben von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki einen Betrag von 6,5 Milliarden Euro für das Land erbracht. 

14.18 Uhr – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das bestätigt eine Sprecherin des Präsidenten. Von mit dem Vorgang befassten Personen bestätigen zudem, dass Selenskyj sowohl Steinmeier als auch Kanzler Olaf Scholz nach Kiew eingeladen habe. Der ukrainische Präsident hatte zuvor einen Gesprächswunsch Steinmeiers wochenlang unbeantwortet gelassen. 

14.07 Uhr – Die 100 Milliarden Euro für die Modernisierung der Bundeswehr sind laut Finanzminister Christian Lindner ein einmaliger Zuschuss. Das werde sich nicht wiederholen, sagt der FDP-Chef in Hannover. Es sei auch kein Schattenhaushalt: „Nichts ist öffentlicher als ein Sondervermögen im Grundgesetz.“ Lindner kündigt zudem an, andere Sondervermögen des Bundes in den nächsten Jahren abzuschaffen oder komplett zu tilgen. Details nennt er dazu nicht.

13.51 Uhr – Bundesfinanzminister Christian Lindner kann sich vorstellen, den Solidaritätszuschlag für alle abzuschaffen. Das wäre eine schnelle Reform der Unternehmenssteuer, weil viele Unternehmer davon profitieren würden. Der FDP-Chef deutet aber an, dass dies in der Ampel-Regierung bei SPD und Grünen nicht geteilt werde.

13.42 Uhr – „Wir wollen harte Sanktionen“, sagt Bundesfinanzminister Christian Lindner in Hannover. Es solle aber nur umgesetzt werden, was ökonomisch für Deutschland sinnvoll sei. Sanktionen müssten länger durchgehalten werden. Bei Gas-Importen brauche Deutschland noch mehr Zeit, um unabhängiger von Russland zu werden. „Man muss wissen, was man tut“, sagt der FDP-Chef. 

13.39 Uhr – Der ukrainische Generalstabschef Walerij Saluschnyj dringt auf die Lieferung bestimmter Waffen zur Verteidigung gegen russische Angriffe mit Marschflugkörpern. Sein Land brauche Mehrfachraketenwerfer-Systeme (MLRS) wie die des Typs M270 oder M142 Himars, sagt Saluschnyj nach einem Gespräch mit dem Vorsitzendem des US-Generalstabs, Mark Milley, über die militärische Lage. Russland habe seine Angriffe mit Marschflugkörpern wieder aufgenommen. Deshalb sei es entscheidend, dass die Raketenwerfer zur Verfügung gestellt würden.

13.37 Uhr – Die Ukraine brauche eindeutig schwere Waffen, sagt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) in Hannover. In der Ukraine würden Werte angegriffen, die Deutschland teile. Die Möglichkeiten militärischer Hilfen seien leider begrenzt. „Die Situation der Bundeswehr ist aber begrenzt.“ Deswegen würden jetzt 100 Milliarden Euro in die Modernisierung fließen.

13.10 Uhr – Ukraine – Keine große Gegenoffensive vor Mitte Juni

Die Ukraine dürfte nach Einschätzungen aus dem Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer Gegenoffensive bis mit Mitte Juni warten. Dann werde die Ukraine hoffentlich mehr Waffen aus dem Ausland erhalten haben, sagt Präsidentenberater Olexij Arestowytsch. Ein früherer Zeitpunkt sei unwahrscheinlich. Er rechne zudem nicht damit, dass die russische Offensive vor dem 9. Mai irgendwelche „bedeutenden Ergebnisse“ bringe. An dem Tag feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Es war zuletzt immer wieder darüber spekuliert worden, dass Russlands Präsident Wladimir Putin dann über aus seiner Sicht erreichte Erfolge in der Ukraine berichten wolle. Arestowytsch erklärt weiter, rund um das Stahlwerk Asowstal in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol werde weiter gekämpft. Einzelheiten nannte er nicht.

12.05 Uhr – Russland weist sieben dänische Diplomaten aus

Russland weist sieben dänische Diplomaten aus. Der Schritt sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 15 russischen Diplomaten durch die Regierung in Kopenhagen im vorigen Monat und die dänische Militärhilfe für die Ukraine, teilt das Außenministerium mit. Die offen anti-russische Politik Dänemarks beschädige die bilateralen Beziehungen. Russland behalte sich das Recht auf weitere Schritte vor. 

11.45 Uhr – Das russische Präsidialamt erklärt, die für heute geplanten humanitären Korridore zur Evakuierung der Zivilisten aus dem Asowstal-Gelände in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol stünden. Auf die Frage, ob sich russische Soldaten auf dem Gelände befänden, wird auf die Anweisung von Präsident Wladimir Putin verwiesen, das Werk nicht zu stürmen. 

11.40 Uhr – Russland hält die Verhandlungen mit der Ukraine nach eigenen Angaben derzeit für schwierig. Die Unterhändler der Regierung in Kiew wollten bereits vereinbarte Punkte wieder zurücknehmen, zitiert die Nachrichtenagentur Tass ein Mitglied der russischen Delegation.

11.22 Uhr – Ukraine – Lebensmittelvorräte reichen für Bevölkerung

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ausreichend Lebensmittelvorräte, um die Bevölkerung in in den von ihr kontrollierten Gebieten zu versorgen. Auch gebe es genug Treibstoff, um den täglichen Bedarf der Bauern zu decken, sagt Vize-Landwirtschaftsminister Taras Wysozkij. Nach der Blockade der Schwarzmeerhäfen durch russische Truppen habe die Ukraine zudem im April ihre Getreide-Exporte über alternative Routen erhöht. Er rechne damit, dass die Ausfuhren im Mai noch weiter steigen dürften. Die Ukraine ist ein weltweit wichtiger Getreide-Exporteur.

11.20 Uhr – Bundestagspräsidentin Bärbel Bas will nach Kiew reisen. „Es ist richtig, dass es den Wunsch der Präsidentin zu einer Reise in die Ukraine gibt, um auf Einladung ihres ukrainischen Amtskollegen gemeinsam mit ihm aller Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken und politische Gespräche zu führen“, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Die Planungen dazu liefen bereits seit Anfang April. Nähere Angaben könnten aus Sicherheitsgründen nicht gemacht werden. Die SPD-Politikerin wäre die ranghöchste deutsche Politikerin, die seit Kriegsausbruch in die Ukraine reisen würde. 

11.00 Uhr – Im Rahmen der Sanktionen gegen Russland entzieht Großbritannien der Moskauer Aktienbörse (Moex) den Status als anerkannter Handelsplatz. Damit reagiere das Land auf die dortigen Beschränkungen für ausländische Investoren, teilt das Finanzministerium mit. So dürften diese derzeit keine russischen Wertpapiere verkaufen. Mit dem Verlust des Sonderstatus müssen Anleger, die ab sofort an der Moskauer Börse Geschäfte machen wollen, auf Steuererleichterungen verzichten. Investoren, die bereits russische Papiere besitzen, sind davon nicht betroffen.

10.56 Uhr – Gazprom – Nord-Stream-2-Gas wird nun in Russland verwendet

Der russische Energiekonzern Gazprom teilt mit, eigentlich für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 eingeplantes Gas nun für die heimische Versorgung zu nutzen. Deutschland hatte wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine das umstrittene Pipeline-Projekt auf Eis gelegt und will so schnell wie möglich unabhängig von russischen Gaslieferungen werden.

09.49 Uhr – Das russische Militär hat nach eigenen Angaben bei Artillerieangriffen in der Nacht 600 ukrainische Kämpfer getötet. Bei dem Beschuss seien mehrere Stellungen und befestigte Anlagen der ukrainischen Streitkräfte getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium weiter mit. Mit Raketenangriffen habe man auch Flugzeugteile auf dem Flugplatz Kanatowo in der zentralukrainischen Region Kirowohrad und ein großes Munitionsdepot in der südlichen Stadt Mykolajiw zerstört.

09.20 Uhr – Macron besucht Scholz kommenden Montag

Der wiedergewählte französische Präsident Emmanuel Macron wird kommenden Montag nach Deutschland reisen, um Kanzler Olaf Scholz zu treffen. Auf der Agenda der Gespräche mit dem Kanzler stünden vor allem Verteidigungs- und Energiethemen, teilt der Elysee-Palast mit. 

08.56 Uhr – Die französische Umwelt- und Energieministerin Barbara Pompili rechnet bis Ende der Woche mit einer Einigung der EU-Staaten auf die Modalitäten eines Einfuhrverbots für russisches Öl. Einige Länder seien mehr von russischem Öl abhängig als andere, sagt Pompili dem Radiosender France Info. „Deshalb müssen wir versuchen, Lösungen zu finden, um sie bei diesen Sanktionen an Bord zu holen.“ Sie gehe davon aus, dass das möglich sei. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch angekündigt, dass mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten Importe von russischem Rohöl gestoppt werden sollen. Die 27 Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen. EU-Kreisen zufolge sollen Ungarn und die Slowakei durch eine Ausnahmeregelung Öl bis Ende 2023 beziehen können.

08.34 Uhr – Russland kann EU-Öleinkäufe nicht schnell ersetzen

Das geplante EU-Ölembargo wird Russland nach Ansicht des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses hart treffen. Es könne zwar nicht angehen, dass Russland durch den Ölimportstopp mehr einnehme, wenn die Preise stiegen. Aber so schnell könne das Land keine neuen Abnehmer für russisches Öl finden, weil dafür neue Pipelines und Schiffe nötig wären, sagt der SPD-Politiker im ZDF. Die EU müsse sich bemühen, es für Länder weltweit möglichst attraktiv zu machen, auf russische Energielieferungen zu verzichten. 

08.23 Uhr – Politiker von SPD und CDU halten einen militärischen Sieg der Ukraine gegen Russland für möglich. „Es geht nicht darum, dass die Ukraine möglicherweise nicht verliert, sondern sie kann sogar diesen Krieg gewinnen“, sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), im ZDF. Russlands brutale Angriffe seien ein „Akt der Verzweiflung“. Ähnlich äußert sich der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter. „Die Ukraine darf den Krieg nicht verlieren. Wenn alles gutgeht, kann sie diesen Krieg sogar gewinnen“, sagt er im Deutschlandfunk.

07.25 Uhr – In der ostukrainischen Region Luhansk sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs in den vergangenen 24 Stunden fünf Zivilisten durch russischen Beschuss getötet worden. Der Beschuss habe sich auf vier Ortschaften konzentriert, teilt Serhij Gaidai weiter mit.

03.01 Uhr – Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen die Ukraine bei gezielten Anschlägen auf russische Generäle unterstützt. Die Regierung in Washington habe Einzelheiten über die erwarteten Truppenbewegungen sowie den Standort und Einzelheiten über Russlands mobile militärische Kommandoposten zur Verfügung gestellt, schreibt die „New York Times“. Die Ukraine habe die Informationen mit ihren eigenen kombiniert, um Angriffe durchzuführen, bei denen nach Angaben des Blattes etwa zwölf russische Offiziere getötet wurden. Das Pentagon und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme von Reuters.

02.34 Uhr – Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit, einen Waffenstillstand in Mariupol zu gewährleisten. Es sei eine längere Feuerpause zur Evakuierung der Menschen nötig. „Es wird einige Zeit dauern, die Menschen aus den Kellern und unterirdischen Bunkern zu befreien. Unter den derzeitigen Umständen können wir keine schweren Geräte einsetzen, um den Schutt wegzuräumen. Es muss alles von Hand gemacht werden“, sagt Selenskyj. Das russische Militär hatte zuvor humanitäre Korridore aus dem Stahlwerk Asowstal in Mariupol von Donnerstag bis Samstag von 0700 Uhr bis 1700 Uhr (MESZ) zugesichert.

01.00 Uhr – Nach einer aktuellen Auswertung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sind seit Kriegsbeginn mehr als 600.000 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Von Ende Februar bis Ende April sind bislang 610.103 Personen aus der Ukraine neu erfasst worden, berichtet die Funke Mediengruppe aus der Statistik des Bamf, die auf Daten des Ausländerzentralregisters (AZR) basiert. Demnach sind rund 69 Prozent Mädchen und Frauen und 31 Prozent Jungen und Männer. Unter den Erwachsenen beträgt laut Bericht der Anteil der Frauen sogar gut 80 Prozent. Viele sind zudem noch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre: insgesamt 241.769. Das entspricht fast 40 Prozent. Unklar ist allerdings, wie viele nach der Erfassung in Deutschland in ein anderes europäisches Land weitergereist sind oder trotz der Kampfhandlungen bereits wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

Ukraine aktuell 05.05.22

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

5.Mai 2022 Marktentwicklungen

0

05. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

PORSCHE – Frankfurt: Der Sportwagenbauer hat die Rendite im ersten Quartal um zwei Prozentpunkte auf 18,2 Prozent gesteigert. Die Volkswagen-Tochter, für die ein Teil-Börsengang geplant wird, gehört damit zu den profitabelsten Automobilherstellern und bleibt eine Hauptstütze des VW-Konzerns. Der Umsatz sei gesteigert worden auf acht Milliarden Euro, obwohl die Auslieferungen wegen des Halbleitermangels um fünf Prozent auf 68.426 Fahrzeuge sanken.

PVA TEPLA – Frankfurt: Eine hohe Nachfrage aus der Halbleiterindustrie gibt dem Technologieunternehmen Schub. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg im ersten Quartal um fast 40 Prozent auf knapp 3,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz zog ebenfalls um 40 Prozent an auf 33 Millionen Euro. Der Auftragseingang von PVA hat sich mit 61,4 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Dabei profitierte die Firma unter anderem von einem Auftrag zur Lieferung von Anlagen zur Herstellung von Siliziumkarbid-Kristallen. Für 2022 bekräftigte PVA die Prognose und erwartet weiter einen Umsatz von 170 bis 180 Millionen Euro und ein Ebitda zwischen 25 und 27 Millionen Euro. Anleger griffen zu: PVA-Aktien legten um frühen Handel um mehr als fünf Prozent zu.

SHELL- London: Der Energiekonzern hat im ersten Quartal ein Rekordergebnis erzielt. Von Januar bis Ende März hat das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 9,13 Milliarden Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) eingefahren. Der Konzern profitierte von den hohen Öl- und Gaspreisen und einem besseren Ergebnis seiner Handelssparte. Ähnliche Zuwächse hatten bereits die Rivalen TotalEnergiesTTEF.PA und BPBP.L präsentiert.

BAYWA – Frankfurt: Der Agrarkonzern hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung gemacht. Baywa erzielte einen operativen Gewinn (Ebit) von knapp 145 Millionen Euro nach gut 45 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um 54 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro. Baywa profitierte vor allem von einer starken Entwicklung im Segment Regenerative Energien, wo die anhaltend hohe Nachfrage nach Solarmodulen sowie der Verkauf von zwei Großprojekten in den USA zu einem deutlichen Ergebnisanstieg im Quartal führte.

Daneben kamen Baywa die kräftigen Preisanstiege bei Agrarerzeugnissen und Düngemitteln zugute. Der Vorstand warnte zwar vor Unsicherheiten angesichts des Krieges in der Ukraine, zeigte sich aber optimistisch, die geplanten Jahresziele zu erreichen.

NEW WORK- Berlin: Dem Betreiber des Karriere-Netzwerks Xing kommt der Fachkräftemangel und die dadurch höhere Nachfrage nach speziellen Rekrutierungslösungen zu Gute. „Im deutschsprachigen Raum sind derzeit so viele Positionen unbesetzt wie lange nicht. Unternehmen suchen händeringend nach neuem Personal und das gibt unserem Geschäft mit Recruiting-Lösungen starken Rückenwind“, sagte Firmenchefin Petra von Strombeck. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Umsatz des Hamburger Unternehmens um zwölf Prozent auf knapp 76 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebitda) legte wegen höherer Marketingausgaben lediglich um drei Prozent auf 25,5 Millionen Euro zu. Inzwischen kommt Xing auf 20,7 Millionen Mitglieder und auch die auf die Vermittlung von IT-Fachkräften spezialisierte Tochter Honeypot wächst.

UNICREDIT – Mailand: Rückstellungen für das Russland-Geschäft haben das Ergebnis der italienischen Bank zum Jahresauftakt belastet. Der Nettogewinn brach auf 247 Millionen Euro nach 887 Millionen vor Jahresfrist ein und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 413 Millionen Euro. Der Vorstand gab an, vor allem für seine Russland-Aktivitäten 1,3 Milliarden Euro als Risikovorsorge gebucht zu haben. Dennoch bekräftigte er, bis 2024 mindestens 16 Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe aufwenden zu wollen. Bank-Chef Andrea Orcel betonte, UniCredit werde den vorgeschlagenen Aktienrückkauf in Höhe von 2,6 Milliarden Euro vollständig durchführen, wenn die Kernkapitalquote über 13 Prozent bleibe.

CREDIT AGRICOLE – London: Rückstellungen für das Geschäft in Russland und der Ukraine haben bei Frankreichs zweitgrößter börsennotierter Bank zu einem Gewinneinbruch geführt. Der Nettogewinn sank um 47,2 Prozent auf 552 Millionen Euro. Man habe bei den Annahmen zur Entwicklung in Russland Vorsicht walten lassen, erläuterte Bankchef Philippe Brassac. Auf die ukrainische Tochter schrieb Credit Agricole 195 Millionen Euro ab und stellte 389 Millionen Euro für ihre Aktivitäten in Russland zurück. Die Bank hat ihre Geschäfte in Russland ausgesetzt. Insgesamt betrage das Engagement der Bank in Russland noch 4,4 Milliarden Euro, gut eine Milliarde weniger als zu Beginn des Krieges in der Ukraine. 

SGL CARBON- Frankfurt: Der Grafitspezialist hat zum Jahresstart von guten Geschäften mit der Automobil- und Halbleiterindustrie profitiert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg im ersten Quartal um 11,5 Prozent auf 36,8 Millionen Euro zu, wie SGL mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um gut zwölf Prozent auf knapp 271 Millionen Euro. SGL habe in allen vier Geschäftsbereichen zulegen können. Positiv habe sich auch eine Erholung im Segment der industriellen Anwendungen ausgewirkt. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine hätten dagegen die Geschäfte im ersten Quartal kaum beeinflusst. SGL habe aber gestiegene Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten zu spüren bekommen. Für 2022 bekräftigte SGL das Umsatz- und Ergebnisziel und erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie ein bereinigtes Ergebnis zwischen 110 und 130 Millionen Euro. 

COMPUGROUP MEDICAL – Berlin: Die Medizinsoftware-Firma hat ihren Umsatz im ersten Quartal deutlich gesteigert. Die Erlöse kletterten um zehn Prozent auf in dem Zeitraum nie erreichte 252 Millionen Euro, wie das Koblenzer Unternehmen mitteilte. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) legte elf Prozent auf 52 Millionen Euro zu. „Mit einem starken organischen Wachstum sowie unseren Akquisitionen ist CGM voll im Einklang mit unseren mittelfristigen Zielen“, sagte Finanzchef Michael Rauch. Compugroup bestätigte die Jahresziele.

AIXTRON – Düsseldorf: Der für die Chipindustrie produzierende Anlagenbauer ist mit Schwung ins Jahr gestartet. Bei einem Umsatzplus von 79 Prozent auf 88,6 Millionen Euro erreichte das operative Ergebnis (Ebit) 14,2 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,7 Millionen im Vorjahr. Der Auftragseingang kletterte um fünf Prozent auf 130,2 Millionen Euro, der Auftragsbestand um 16 Prozent auf 260,4 Millionen. „Die Nachfrage nach unseren Technologien ist wie erwartet ungebrochen hoch“, erklärte Firmenchef Felix Grawert. Das stimmte ihn zuversichtlich, 2022 die Jahresziele zu erreichen, die einen Umsatz zwischen 450 und 500 Millionen Euro vorsehen und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen 21 und 23 Prozent.

TALANX- München: Der Versicherungskonzern bleibt trotz hoher Naturkatastrophenschäden bei seiner Gewinnprognose. Im ersten Quartal ging der Nettogewinn aufgrund einer höheren Steuerquote auf 256 (2021: 277) Millionen Euro zurück, wie Talanx in Hannover mitteilte. Operativ stagnierte das Ergebnis, obwohl die Großschäden mit 458 (287) Millionen Euro wegen der Überflutungen in Australien und der Sturmtiefs in Europa weit über dem Budget lagen. Die Bruttoprämien schnellten um 16,5 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro. Talanx erwarte für 2022 weiter einen Nettogewinn von 1,05 und 1,15 Milliarden Euro. Der Krieg in der Ukraine sei ein Unsicherheitsfaktor. „Für eine umfassende Abschätzung der möglichen Auswirkungen ist es derzeit noch zu früh“, hieß es in der Mitteilung.

AIR FRANCE – Paris: Die Fluggesellschaft hat zum Jahresauftakt von der Erholung der Reisebranche profitiert. Im dritten Quartal des Bilanzjahres 2021/22 erreichte das operative Ergebnis (Ebitda) 221 Millionen Euro nach einem Minus von 628 Millionen vor Jahresfrist. „Die Erholung ist da“, betonte Firmenchef Benjamin Smith. „Dies ebnet den Weg für eine erfolgreiche Sommersaison.“

ADECCO – Zürich: Der Nettogewinn des Schweizer Personalvermittlers ist im ersten Quartal gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 26 Prozent auf 92 Millionen Euro gesunken. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn (Ebita) ging um zehn Prozent auf 185 Millionen Euro zurück. Adecco nannte für den Ergebnisrückgang unter anderem Zahlungen und Investitionen im Zusammenhang mit den jüngst getätigten Übernahmen als Grund. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 5,45 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem im Vergleich zu den ersten drei Monaten anziehenden Umsatzwachstum und einer besseren Ebita-Marge. Im gesamten Jahr dürfte die Marge wegen Investitionen indes niedriger ausfallen.

SHOP APOTHEKESAEG.DE – Düsseldorf: Die Online-Apotheke hat im ersten Quartal kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg um 7,3 Prozent auf 305 Millionen Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich auf minus 1,4 (Vorjahr: minus 3,5) Prozent. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresprognose, die bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Umsatzplus von 15 bis 25 Prozent vorsieht und eine bereinigte Ebitda-Marge zwischen minus 1,5 bis plus 1,5 Prozent. 

SOCIETE GENERALESOGN- Paris: Die drittgrößte Bank Frankreichs hat zum Jahresauftakt mehr verdient. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 3,4 Prozent auf 842 Millionen Euro. Wegen des Ukraine-Krieges hob die Bank ihre Rückstellungen für faule Kredite um 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro an. SocGen hatte zuletzt bereits 3,1 Milliarden Euro wegen des Ausstiegs aus Russland abgeschrieben.

QANTAS- Bangalore: Die australische Fluglinie will mit der Übernahme der Alliance Aviation ServicesAQZ.AX ihre Präsenz im Chartergeschäft wegen des boomenden Bergbaugeschäfts ausbauen. Qantas werde die verbleibenden 80 Prozent der Anteile für rund 417 Millionen Euro (610,8 Millionen Australische Dollar/AUD) übernehmen, teilte das Unternehmen mit. „Der Rohstoffsektor wächst weiter, und jede neue Ausschreibung für Flugdienste wird sehr wettbewerbsintensiv sein. Es ist sehr sinnvoll für uns, uns mit Alliance zusammenzuschließen, um unser Dienstleistungsangebot zu verbessern“, sagte Qantas-Chef Alan Joyce.

Alliance-Aktionäre erhalten demnach 4,75 AUD pro Stück, was einem Aufschlag von mehr als 35 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs entspricht und den Charterdienst mit 764,5 Millionen AUD bewertet. Zum Vergleich: Qantas zahlte fast die Hälfte des aktuellen Angebots, um Anfang 2019 einen Anteil von 19,9 Prozent an Alliance zu erwerben. Alliance teilte separat mit, dass der Vorstand die Übernahme einstimmig empfohlen habe.

5.Mai 2022 Marktentwicklungen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Vor dem MPC-Meeting der Bank of England: „Die Unsicherheiten sind in allen Fronten groß“

0

Die bevorstehende Sitzung des Geldpolitischen Ausschusses (MPC) der Bank of England am kommenden Donnerstag kommentieren diese drei Experten:

  1. Katharine Neiss, Europäische Chefvolkswirtin bei PGIM Fixed Income: „Angebotsschocks können durch keine Änderung des Leitzinses rückgängig gemacht werden“

„Großbritannien erlebt derzeit die Kombination der gravierendsten Inflationstreiber des Euroraum und der USA: Die Inflation wird durch Energiepreisschocks in die Höhe getrieben, und das vor dem Hintergrund eines überhitzten Arbeitsmarktes.  Es überrascht nicht, dass das die BOE extrem nervös ist.  Es wird erwartet, dass die Zentralbank auf ihrer nächsten Sitzung eine Zinserhöhung vornehmen wird, wobei es überzeugende Argumente für eine Anhebung um 25 oder 50 Basispunkte gibt. 

In jedem Fall wird der Leitzins auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren steigen und eine notwendige Voraussetzung dafür sein, dass die Zentralbank mit dem aktiven Verkauf britischer Staatsanleihen beginnt, um ihre Bilanz zu verkleinern.  Unserer Ansicht nach sind 25 Basispunkte das wahrscheinlichere Ergebnis, da die Zentralbank abwartet, wie sich ihre frühere präventive Straffung sowie der starke Anstieg der Energiepreise auf die Realwirtschaft auswirken.  Die geldpolitische Entscheidung sollte von einem milderen Ton begleitet werden, der die erhöhte Unsicherheit widerspiegelt, da die Spannungen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt, einschließlich der Aussicht auf weitere Sanktionen seitens des Euroraums, zunehmen.

Die Möglichkeiten der Zentralbank sind jedoch begrenzt.  Großbritannien wurde von einer Reihe negativer Angebotsschocks getroffen: Brexit, Pandemie und nun ein Terms-of-Trade-Schock aufgrund der höheren Energiepreise.  Diese Schocks können durch keine Änderung des Leitzinses rückgängig gemacht werden.  Die Finanzpolitik muss im Vordergrund stehen und die Hauptarbeit leisten, um einen ausgleichenden positiven Angebotsschock zu erzeugen.  Großbritannien sticht jedoch unter seinen Nachbarn durch fiskalische Sparmaßnahmen in dieser fragilen Zeit hervor. 

Das erhöht den Druck auf die Zentralbank.  Allerdings ist eine akkommodierende Geldpolitik ein schlechter Ersatz für die fehlende fiskalische Unterstützung der angespannten Haushalte und Unternehmen, so dass wir letztlich davon ausgehen, dass die Zinserhöhungen auf ein Niveau von knapp über 1 % begrenzt sein werden.“

EZB Bank of England
Foto von Katharine Neiss (Quelle: PGIM Fixed Income)
  1. James Lynch, Fixed Income Manager bei Aegon Asset Management: „Die Zeit für einen Zinsschritt von 50 Basispunkten ist bereits überschritten“

„Am Donnerstag findet eine weitere  „reale“ Sitzung der Bank of England (BoE) statt.  Wir erwarten eine Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 1 %. Der Markt rechnet mit einer Erhöhung um 30 Basispunkte, was das Risiko einer Erhöhung um 50 Basispunkte berücksichtigt. Ein Zinsschritt, mit der sich die US-Notenbank inzwischen anscheinend wohl fühlt. Die Zeit für einen Zinsschritt von 50 Basispunkten ist aus unserer Sicht jedoch bereits überschritten. Großbritannien befindet sich seit fünf Monaten im Zinserhöhungszyklus. Die Mitglieder des MPC, die diesen Schritt im Februar befürworteten, waren generell der Ansicht, dass es eher darum geht, den Endpunkt schneller zu erreichen, als darum, wo die einzelnen Zinssätze letztendlich landen.

So sehr ich mir auch mehr Klarheit darüber wünschen würde, wo die 9 Mitglieder des MPC den Leitzins am Ende sehen, glaube ich nicht, dass wir diese Klarheit bekommen werden. Die Unsicherheiten sind an allen Fronten groß. Was das Wachstum betrifft, so hat Großbritannien im Jahr 2022 mit erheblichem Gegenwind zu kämpfen. Wir haben den Anstieg der Steuern, der Energierechnungen und der allgemeinen Lebenshaltungskosten als Belastung für die Haushalte. So sehen wir einen Rückgang des Verbrauchervertrauens, und das Beschäftigungswachstum beginnt sich zu verlangsamen. Vermutlich werden die Währungshüter auch das Risiko einer europäischen Konjunkturabschwächung aufgrund eines möglichen Embargos gegen russische Energie betonen. Was die Inflation betrifft, ist sich die BoE nicht sicher, wie umfangreich die Folgewirkungen sein werden und inwieweit sie sich in den künftigen Inflationserwartungen niederschlagen und die Lohnerwartungen erhöhen werden – dies würde eine aggressivere Zinserhöhung erfordern.

Es ist eine Abwägung der MPC-Mitglieder, und ich vermute, dass die Entscheidung nicht einstimmig sein wird, was nicht gerade zu mehr Klarheit beitragen wird.“

Großbritannien Bank of England
Foto von James Lynch (Quelle: Aegon AM)
  1. Andy Burgess, Spezialist für festverzinsliche Anlagen bei Insight Investment: „Die Markterwartung regelmäßig steigender Zinsen steht im Widerspruch zur Position der Bank of England“

«Die Sitzung des Geldpolitischen Ausschusses (MPC) am Donnerstag findet vor einem Hintergrund statt, in dem die Märkte einen zunehmend aggressiven globalen Straffungszyklus eingepreist haben. Die Erwartung des Marktes, dass die Zinssätze deutlich und regelmäßig angehoben werden, steht eindeutig im Widerspruch zu der erklärten Position des MPC, dass der derzeitige Inflationsdruck das Wachstum dämpfen und den Inflationsdruck mittelfristig verringern wird.  

Eine Schlüsselfrage für die Märkte bleibt, ob die BoE ihren im Vergleich zu anderen Zentralbanken weniger aggressiven Kurs beibehalten kann, und die Zusammensetzung einer etwaigen Abstimmung wird Aufschluss über die Positionen der Mitglieder des MPC geben.  Sollte das MPC, wie wir erwarten, für eine Anhebung der Leitzinsen auf 1,0 % stimmen, könnten wir auch Klarheit darüber erhalten, wie die Bank ihre Bestände an britischen Staatsanleihen einschätzt und ob sie zu einer quantitativen Straffung übergehen und ihre Bestände verkaufen wird.»

EZB Bank of England
Foto von Andy Burgess (Quelle: Insight Investment)

Vor dem MPC-Meeting der Bank of England: „Die Unsicherheiten sind in allen Fronten groß“

Fotos von Katharine Neiss (Quelle: PGIM Fixed Income), James Lynch (Quelle: Aegon AM) und Andy Burgess (Quelle: Insight Investment).

Titelfoto Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Politik.

5.Mai 2022 Dax nach Zinserhöhung in USA höher erwartet

0

Frankfurt, 05. Mai (Reuters) – Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag höher starten. Am Mittwoch hatte er 0,5 Prozent im Minus bei 13.970,82 Punkten geschlossen. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader,  Download der Grafik

Dax gibt
Screenshot: Agena Trader 4.Mai 2022

Die US-Aktienmärkte reagierten mit deutlichen Kursgewinnen auf den größten Zins-Sprung der US-Notenbank seit Jahrzehnten.

Die Fed hob den Schlüsselsatz am Mittwoch wie erwartet um einen halben Prozentpunkt an und signalisierte für die kommenden Monate weitere Schritte in dieser Größenordnung. Außerdem kündigte Notenbankchef Jerome Powell den Abbau der Wertpapierbestände seines Hauses an.

Auf der Agenda der Anleger steht zudem der Zinsentscheid der Bank of England (BoE) am Mittag. Hier rechnen Investoren fest mit einer Erhöhung um einen Viertel Prozentpunkt. Allerdings könnte die Notenbank den Abbau ihrer Bilanz verlangsamen, sagte Analystin Tina Teng vom Brokerhaus CMC Markets.

Daneben hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Börsianer auf Trab. Neben dem Autobauer BMW und der Immobilienfirma Vonovia öffnen die weltgrößte Brauerei Anheuser Busch und die Großbank Societe Generale ihre Bücher.

Die „Opec+“, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, berät über ihre Produktionsmengen. Trotz einer möglichen Abkühlung der Weltwirtschaft wegen der Corona-Lockdowns in China werden Insidern zufolge die Quoten wie geplant um 432.000 Barrel pro Tag angehoben.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.970,82
Dax-Future<FDXc1>14.293,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.724,99
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.769,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>34.061,06+2,8 Prozent
Nasdaq<.IXIC>12.964,86+3,2 Prozent
S&P 500<.SPX>4.300,17+3,0 Prozent
Asiatische Indizes am DonnerstagStandVeränderung
Nikkei<.N225>Kein Handel
Shanghai<.SSEC>3.071,96+0,8 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.977,88+0,5 Prozent

Dax nach Zinserhöhung in USA höher erwartet

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Habeck – Regierung wirbt gezielt um Flüchtlinge aus Russland

0

Meseberg, 04. Mai (Reuters) – Die Bundesregierung wirbt offensiv um Flüchtlinge aus Russland. Es sei sicher das „Gebot der Stunde“, die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu integrieren, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch. „Wir bieten aber auch denjenigen einen Arbeitsplatz an, die aus Russland fliehen oder schon geflohen sind“, erklärt der Grünen-Politiker nach der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg.

„Wir wollen sie bewusst ansprechen, wir können sie gut gebrauchen in Deutschland.“ Hintergrund sind Berichte, dass eine erhebliche Zahl an Russen das Land wegen der immer restriktiveren Innenpolitik der Regierung sowie dem sich abzeichnenden Wirtschaftseinbruch nach dem Angriff auf die Ukraine verlassen wollen. Dies betrifft etwa russische IT-Experten. Habeck sagte, dass man generell die Hürden für eine Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte absenken müsse. 

Die Integration der Russen bedeute, dass viele Ressorts in der Bundesregierung zusammenarbeiten müssten, sagte Habeck. Das Auswärtige Amt müsse schnell Einreisevisa erteilen. Das Arbeitsministerium müsse die Hürden für die Anerkennung von Berufsqualifikationen absenken. Das Innenministerium müsse dafür sorgen, dass „nicht die Falschen zu uns kommen, und wir uns nicht auf einmal lauter Spione ins Land holen“. Das Wirtschaftsministerium kümmere sich mit den Verbänden darum, dass die Menschen in Arbeit kämen. 

Bundeskanzler Olaf Scholz sprach von Hunderttausenden Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Man müsse denjenigen, die in Deutschland bleiben wollten, möglichst schnell ein Integrationsangebot machen.

Habeck – Regierung wirbt gezielt um Flüchtlinge aus Russland

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Volkswagen will mit Europcar bei Carsharing wachsen

0
Volkswagen will

Hamburg, 04. Mai (Reuters) – Mit der Übernahme des Autovermieters Europcar will Volkswagen das Carsharing ausweiten. Konzernchef Herbert Diess machte bei einer Telefonkonferenz mit Analysten am Mittwoch deutlich, dass der Wolfsburger Konzern große Erwartungen an dieses Geschäft knüpft. „Europcar ist eine exzellente Plattform, um zu wachsen.“

Der Reiz liege in der Kombination aus der Autoleihe – sowohl kurzzeitig als auch länger – dem Carsharing und Abo-Modellen. Er sprach sich dagegen aus, das Angebot auf Fahrzeuge für den Massenmarkt zu begrenzen Auch Carsharing-Kunden wollten Premiumfahrzeuge nutzen.

Volkswagen beschreitet damit einen anderen Weg als Mercedes-BenzMBGn.DE und BMW, die ihre Carsharing-Tochter „Share Now“ an die Opel-Mutter StellantisSTLA.MI verkaufen wollen. Volkswagen will mit der milliardenschweren Übernahme des SixtSIXG.DE-Konkurrenten Europcar zu einem führenden Mobilitätsanbieter aufsteigen. Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

Volkswagen will mit Europcar bei Carsharing wachsen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Copyright [Michael715] /Depositphotos.com

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

MTU-Chef Winkler geht – Technikchef Wagner wird Nachfolger

0

München, 04. Mai (Reuters) – MTU-Chef Reiner Winkler verlässt zum Jahresende den Münchner Triebwerksbauer. Nach mehr als zwanzig Jahren in der Geschäftsführung und im Vorstand sehe er nun seine Zeit gekommen, die Aufgaben weiterzureichen, erklärte Winkler am Mittwoch. „Die erwartete neue Wachstumsphase des Unternehmens und die sehr gute Nachfolgeregelung an der Spitze des Aufsichtsrats und des Vorstands lassen den Zeitpunkt für meine Entscheidung als sehr geeignet erscheinen.“ Die Amtszeit des 60-Jährigen hätte am 30. September 2024 geendet. 

Zum Nachfolger wurde der bisherige Technik-Vorstand Lars Wagner bestimmt. Der 46-Jährige gelte schon länger als potenzieller interner Kandidat, sagte Aufsichtsratschef Klaus Eberhardt. Die freiwerdende Stelle im Vorstand solle nun mit einer Frau besetzt werden, dabei solle auch die Aufgabenverteilung mit entwickelt werden. MTU begründete diese Pläne mit gesetzlichen Regelungen. 

Zu Jahresbeginn ging es bei Umsatz und Gewinn spürbar nach oben, die Gewinnmarge weitete sich aus. Winkler sprach von guten Geschäftsaussichten, die sich in Neueinstellungen widerspiegelten. MTU rüstet sich damit auch für höhere Produktionsraten beim europäischen Flugzeugbauer Airbus.

MTU-Chef Winkler geht – Technikchef Wagner wird Nachfolger

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Ein Zehntel der Allianz-Aktionäre gegen Diekmanns Wiederwahl

0
Allianz
Michael Diekmann, chairman of the supervisory board of Allianz, attends the press conference for the 30th anniversary of the International Business Leaders' Advisory Council for the Mayor of Shanghai in Shanghai, China, 28 October 2018. The 30th anniversary of the International Business Leaders' Advisory Council for the Mayor of Shanghai held on Sunday (28 October 2018). This year's IBLAC meeting carried the theme of "New era, New start, New action," and executives from multinational companies put forward their ideas on a wide range of topics. "Shanghai should attract the best people and companies to bring their latest technology, top talent and innovative ideas to the city, while reducing red tape and better protect intellectual property," said Mark Weinberger, global chairman and chief executive officer of EY and chairman of the International Business Leaders' Advisory Council. Weinberger's two-year tenure as the IBLAC chairman ends this year. Michael Diekmann, chairman of the supervisory board of Allianz, will head the IBLAC chair for the next two years.

München, 04. Mai (Reuters) – Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann muss sich bei seiner Wiederwahl in das Gremium mit einem ungewöhnlich schlechten Ergebnis begnügen. Weniger als 90 Prozent der Aktionäre stimmten am Mittwoch auf der Hauptversammlung für den ehemaligen Vorstandschef des Versicherers, der einige Monate vor dem Ablauf seiner Amtszeit im Mai 2026 die interne Altersgrenze von 70 Jahren überschreitet. Nach den offiziellen Ergebnissen erhielt er 89,15 Prozent der Stimmen, bei einer Präsenz von 42 Prozent. Diekmann, der dem Aufsichtsrat seit 2017 vorsitzt, feiert kurz vor Weihnachten 2024 seinen 70. Geburtstag.

Diekmann hatte vor den Aktionären erklärt, er sei gebeten worden, die Neuaufstellung des Aufsichtsrats zu begleiten. Das Gremium steht in den nächsten Jahren vor zahlreiche Wechseln. Wenn Diekmann bis 2026 bleibt, könnte der amtierende Allianz-Chef Oliver Bäte ihm nach einer vorgeschriebenen zweijährigen Abkühlungsphase im Amt folgen. Diekmann wollte sich zu möglichen Nachfolgern auf Nachfragen von Aktionären nicht äußern. Siemens-Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe, der ebenfalls für den Posten gehandelt wurde, war wegen des Vorwurfs der Ämterhäufung bei der Allianz nicht mehr angetreten.

Ein Zehntel der Allianz-Aktionäre gegen Diekmanns Wiederwahl

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Copyright [Chinalmages] /Depositphotos.com

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Airbus schraubt Produktionsziel für A320 nach oben

0
Airbus

München, 04. Mai (Reuters) – Der europäische Flugzeugbauer Airbus will die Produktion seines Verkaufsschlager A320/A321 in den nächsten drei Jahren trotz Bedenken von Zulieferern auf 75 Maschinen im Monat steigern. Airbus arbeite mit seinen Partnern daran, die Produktion der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge bis 2025 auf diesen Wert nach oben zu schrauben, sagte Vorstandschef Guillaume Faury am Mittwochabend bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Quartal. „Von diesem Hochfahren wird die weltweite Wertschöpfungskette der Luftfahrtindustrie profitieren.“ Faurys Überlegungen, bald 70 bis 75 A320 und A321 pro Monat zu bauen, hatten die Zulieferer auf den Plan gerufen, die daran zweifeln, ob die das so schnell leisten können. 

Nach dem Einbruch der Nachfrage während der Corona-Pandemie baut Airbus derzeit im Monat zwischen 45 und 50 Maschinen der A320-Familie. Über 2022 hinaus erwarte der französisch-deutsche Konzern aber eine starke Nachfrage, sagte Faury. Bis zum Sommer nächsten Jahres will er die Produktion wie geplant zunächst auf 65 Maschinen pro Monat erhöhen. In den ersten drei Monaten des Jahres lieferte Airbus insgesamt 142 (Vorjahr: 125) Verkehrsflugzeuge aus, 109 davon waren aus der A320-Familie. Zugleich kamen Bestellungen für 253 Flugzeuge herein, nach Stornierungen anderer Kunden blieb ein Zuwachs von 83 Maschinen. Ein Jahr zuvor hatten die Fluggesellschaften und Leasingfirmen 61 Flugzeuge mehr storniert als neu bestellt worden waren.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 15 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich um 82 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Dabei musste Airbus rund 200 Millionen Euro wegen der Folgen des russischen Einmarschs in der Ukraine abschreiben. Zwei Flugzeuge hätten wegen der Sanktionen gegen Russland nicht ausgeliefert werden können, teilte Airbus mit. An den Prognosen für das Gesamtjahr hält der Konzern fest.

Airbus schraubt Produktionsziel für A320 nach oben

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Copyright [brokenrecords] /Depositphotos.com

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.