Donnerstag, März 26, 2026
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Produktion mit stärkstem Einbruch seit Beginn der Corona-Krise

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Berlin, 06. Mai (Reuters) – Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine fast viermal so stark gedrosselt wie erwartet. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im März zusammen 3,9 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

„Einen stärkeren Rückgang hatte es zuletzt zu Beginn der Corona-Krise im April 2020 gegeben“, hieß es dazu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar noch zu seinem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gereicht hatte. Der russische Krieg gegen die Ukraine hatte am 24. Februar begonnen.

„Nach zuletzt fünf Anstiegen in Folge hat die Industrieproduktion dadurch einen herben Dämpfer erfahren – vor allem bedingt durch den russischen Krieg in der Ukraine“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Einerseits sei Deutschland als exportorientiertes Land überproportional von den Handelssanktionen gegenüber Russland betroffen. Andererseits seien auch wichtige Waren im Produktionsprozess durch den Krieg in der Ukraine knapp geworden. „So machten fehlende Kabelbäume dem Kfz-Bereich zu schaffen“, nannte das Ministerium ein Beispiel.

Die Industrie allein drosselte ihren Ausstoß diesmal um 4,6 Prozent, während das Baugewerbe gegen den Trend um 1,1 Prozent wuchs. Im Bereich Energie brach die Produktion um 11,4 Prozent ein. „Hier haben die hohen Preise zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage geführt“, erklärte das Wirtschaftsministerium.

Die Aussichten sind wegen des anhaltenden Krieges und verschärfter Sanktionen gedämpft. So sammelten die Industrieunternehmen im März vor allem wegen eines schwachen Auslandsgeschäfts 4,7 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat. Das ist der stärkste Einbruch seit Oktober 2021. Viele Industriebetriebe berichten derzeit von Engpässen, die sich seit der russischen Invasion teils noch verschärft haben: Drei von vier Firmen klagten im April über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Ifo-Institut herausfand. Zu schaffen macht der Wirtschaft zudem die Corona-Krise bei ihrem wichtigsten Handelspartner China, die etwa die Finanzmetropole Shanghai in einen wochenlangen Lockdown geschickt hat.

Produktion mit stärkstem Einbruch seit Beginn der Corona-Krise

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Überstunden müssen trotz EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung nicht vergütet werden

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überstunden

Der Streit um die Vergütung von Überstunden ging heute vor dem Bundesarbeitsgericht in die nächste Runde:

Das Landgericht Niedersachsen hatte bereits entschieden, dass eine aufgezeichnete Arbeitszeit nicht automatisch vergütet werden müsse – zuvor hat das Arbeitsgericht Emden dem Kläger aber eine Vergütung zugesprochen. Im vorliegenden Fall hat ein Lieferfahrer ein Unternehmen auf die Zahlung des laut ihm ausstehenden Lohns verklagt. Das Bundesarbeitsgericht entschied nun, dass aus dem EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung kein unmittelbarer Anspruch zur Vergütung von Überstunden entsteht.

Kira Falter, Partnerin und Fachanwältin für Arbeitsrecht bei der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland, kommentiert das Urteil:

„Das Bundesarbeitsgericht bestätigt damit korrekterweise die vorangegangene Entscheidung des Landgerichts Niedersachsen und unterstreicht nochmals die wichtige Unterscheidung zwischen der Arbeitszeit im vergütungsrechtlichen und im arbeitsrechtlichen Kontext. Das Bundesarbeitsgericht stellt hier fest, dass die Arbeitszeitrichtlinie keine Anwendung auf die Vergütung findet.“

Paula Wernecke

Zur Bedeutung des Urteils für Arbeitgeber erläutert die CMS-Anwältin Paula Wernecke:

„Die Klarstellung der Darlegungs- und Beweispflichten ist sicherlich vorteilhaft für Arbeitgeber. So steht nun nach der vom Arbeitsgericht Emden gestifteten Verwirrung, Klarheit darüber, dass der Arbeitnehmer darlegen muss, dass die Überstunden vom Arbeitgeber ausdrücklich oder konkludent angeordnet, geduldet oder nachträglich gebilligt worden sind.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Titelbild Kira Falter

Quelle CMS Legal Services EEI

Jungheinrich steigert Umsatz trotz Ukraine-Krieg

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Hamburg, 06. Mai (Reuters) – Ein robustes Neugeschäft hält den Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich zu Jahresbeginn in der Spur. Das Unternehmen aus Hamburg steigerte Auftragseingang, Umsatz und den Betriebsgewinn im Auftaktquartal trotz brüchiger Lieferketten und Engpässen in der Materialversorgung und bekräftigte seine jüngst gesenkte Prognose. Zu den um elf Prozent auf gut eine Milliarde Euro gestiegenen Erlösen hätten sowohl das Neugeschäft als auch das Geschäft mit der Vermietung von Fahrzeugen und der Kundendienst beigetragen, erläuterte Jungheinrich-Chef Lars Brzoska am Freitag. Das operative Ergebnis legte um acht Prozent auf knapp 78 Millionen Euro zu. 

Neben den angespannten Lieferketten und massiv gestiegenen Kosten habe der Krieg in der Ukraine das erste Quartal belastet. Dennoch sei es gelungen, den Auftragseingang um 0,8 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro leicht zu steigern. Der Vorstand hatte wegen des Krieges Anfang März entschieden, keine Fahrzeuge und Ersatzteile mehr nach Russland zu liefern. Den Ende März eingedampften Ausblick bekräftigte das Management. Demnach rechnet der Konzern in diesem Jahr wegen der Kostenexplosion mit einen niedrigeren Ergebnis.

Jungheinrich steigert Umsatz trotz Ukraine-Krieg

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

RTL mit mehr Umsatz – Schub durch TV Werbung und Streaming-Geschäft

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RTL Heisserer Dax Bertelsmann
POZNAN, POL - FEB 04, 2020: Flat-screen TV set displaying logo of RTL, a German free-to-air television channel owned by the RTL Group

Berlin, 06. Mai (Reuters) – Der europäische Fernsehkonzern RTL hat zum Jahresauftakt seinen Umsatz spürbar gesteigert und dabei von TV-Werbeerlösen und dem Streaming-Geschäft profitiert. Die Umsätze kletterten um 11,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie die Bertelsmann-Tochter am Freitag mitteilte. „Die RTL Group ist trotz der Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine dynamisch in das neue Jahr gestartet“, sagte Konzern-Chef Thomas Rabe. Der Streming-Umsatz stieg um gut 23 Prozent. 

Für das laufende Jahr erwartet die RTL Group weiter rund 7,4 Milliarden Euro Umsatz und damit ein organisches Wachstum von etwa fünf bis sechs Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) werde bei 1,15 Milliarden Euro stagnieren, da Anlaufverluste im Streaming-Geschäft auf rund 250 (2021: 166) Millionen Euro steigen dürften. RTL verfolgt europaweit die Schaffung cross-medialer, nationaler Champions auf Länderebene – etwa durch Verkäufe oder Fusionen.

RTL mit mehr Umsatz – Schub durch TV Werbung und Streaming-Geschäft

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Scalable Capital startet Neobroker und Krypto-Angebot in Österreich und erweitert digitale Investmentplattform

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scalable

Scalable Capital stellt intuitiven Steuerbericht für eine einfache Steuererklärung in Österreich zur Verfügung

Scalable Capital, eine führende digitale Investmentplattform in Europa, bringt seinen Neobroker und sein Krypto-Angebot „Scalable Crypto” auf den österreichischen Markt. Kundinnen und Kunden in Österreich können darüber günstig und einfach in über 6.000 Aktien, 1.500 ETFs und 2.000 Fonds investieren. Zudem können sie über 375.000 Derivate und alle gängigen Kryptowährungen handeln oder gebührenfreie Aktien- und ETF-Sparpläne ab einem Euro einrichten.

Österreich seit dem Jahr 2016 ein Kernmarkt für die digitale Vermögensverwaltung

Scalable Capital wurde im Jahr 2014 von dem Österreicher Florian Prucker und dem Deutschen Erik Podzuweit mitgegründet. Nur wenige Monate nach dem Marktstart in Deutschland im Jahr 2016 stand die digitale Vermögensverwaltung in Österreich zur Verfügung. Heute nutzen insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen in sechs Ländern die Investment-Plattform. Nun erweitert Scalable Capital das Leistungsspektrum in Österreich um einen Online-Broker. Er beinhaltet einen intuitiven Steuerbericht, der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG auf Basis der von Scalable Capital bereitgestellten Daten erstellt wird. In der auf das österreichische Steuerrecht zugeschnittenen Übersicht werden alle Arten von Kapitalerträgen oder -verlusten im Broker- und Wealth-Depot berücksichtigt, darunter auch solche auf Derivate und Krypto-ETPs. Diese “steuerleichte” Lösung ist für österreichische Kundinnen und Kunden kostenlos.

„Die digitale Vermögensverwaltung vereinfacht den Investmentprozess von Anlegerinnen und Anlegern auch in Österreich radikal. Jetzt können sie über den Scalable Broker ihr Depot noch individueller gestalten oder ihr Geld in Krypto anlegen”, sagt Florian Prucker, Co-Gründer und Co-CEO von Scalable Capital. „Wer an Investieren denkt, soll an Scalable Capital denken.”

Breites Anlageuniversum, einzigartige Preismodelle und weitreichende Produkt-Features

Kundinnen und Kunden können mit dem Scalable Broker Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Fonds und Derivate günstig handeln. Im Modell „FREE Broker“ ist die Einrichtung aller Sparpläne ohne Ordergebühren möglich, auch für die Depotführung fallen keine Gebühren an. Jeder weitere Trade kostet 0,99 Euro. Für den Handel von ETFs der PRIME Partner iShares von BlackRock, DWS Xtrackers und Invesco entfällt auch dieser Betrag. Das Modell „PRIME Broker“ bietet für eine monatliche Flatrate von 2,99 Euro unbegrenzt viele Trades in Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Fonds und Derivaten und ebenfalls beliebig viele Sparpläne, die bereits ab einem Euro bespart werden können.
Eine Vielzahl von Features wie verlängerte Handelszeiten (8:00-22:00 Uhr), Echtzeitdaten zu Kursen und Preisalarme unterstützen die Nutzerinnen und Nutzer bei ihren Investmententscheidungen. Die intuitive Benutzeroberfläche ist als App- oder Web-Version, für iOS und Android verfügbar.

Kryptowährungen im regulierten Umfeld an etablierten Börsen handeln

Scalable Crypto bietet einen einfachen und günstigen Zugang zu Krypto-Investitionen über die Börsen Xetra (Deutsche Börse) und gettex (Börse München). Die Kryptowährungen werden in Form von Wertpapieren auf den bestehenden Depots der Kundinnen und Kunden gehalten. Anlegerinnen und Anleger müssen dafür kein separates Wallet anlegen oder ihre digitalen Coins aufwändig verwahren. Damit vereint das Krypto-Angebot von Scalable Capital den bislang oft unregulierten, stetig wachsenden Handel mit Kryptowährungen mit dem regulierten Wertpapierhandel über etablierte Börsen.

Wachsender Investitionsbedarf erfordert einfache und günstige Anlageformen

Nie haben Österreicherinnen und Österreicher mehr gespart. Bausparvertrag und Lebensversicherung bleiben beliebt, nur ein geringer Teil des Vermögens wird über den Kapitalmarkt investiert. Gleichzeitig müssen immer mehr Menschen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen, um etwa für das Alter vorzusorgen. Das schafft einen hohen Bedarf an einfachen und günstigen Anlageformen.[1]

„Die Hälfte aller Menschen unter 30 Jahren in Österreich hält Wertpapiere als Anlageform grundsätzlich für interessant”, so Florian Prucker. „Dennoch liegt das Ersparte oft nur auf dem Konto und verliert über die Zeit an Wert. Nur jede zehnte Privatperson in Österreich legt ihr Geld in Aktien an – das muss sich ändern. Wir machen Anlegerinnen und Anlegern das Investieren so einfach wie möglich.”

[1]Bank Austria 2021 Spar- und Anlageverhalten

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Scalable Capital

Dämpfer für Johnson bei Kommunalwahlen – Konservative verlieren Hochburgen

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London, 06. Mai (Reuters) – Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien zeichnen sich herbe Rückschläge für Premierminister Boris Johnson und seine Konservative Partei ab. Ersten Ergebnissen zufolge verloren die Torys die Kontrolle über die Stadtbezirke Barnet und Wandsworth in London, die seit Jahrzehnten fest in ihrer Hand waren. „Das ist ein Warnschuss der konservativen Wähler“, sagte der Tory-Vorsitzende des Bezirksrats von Barnet, Daniel Thomas. Die oppositionelle Labour-Partei beanspruchte am Freitag zudem den Sieg im prestigeträchtigen und lange von den Konservativen dominierten Bezirk Westminister im Stadtzentrum von London für sich.

Die am Donnerstag abgehaltenen Wahlen in Tausenden Gemeinden und Bezirken sind der erste große Stimmungstest seitdem der sogenannte Partygate-Skandal Johnson massiv unter Druck gebracht hat. Der Unmut der Wähler entzündet sich an Vorwürfen, dass am Amtssitz des Premiers trotz geltender Corona-Lockdowns Partys gefeiert wurden. Aber auch die drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten stehen im Fokus. Ein schwaches Wahlergebnis könnte auch Johnsons Kritikern in den eigenen Reihen Auftrieb geben, die an seiner Mehrheitsfähigkeit bei der bis Ende 2024 anstehenden Parlamentswahl zweifeln.

Dämpfer für Johnson bei Kommunalwahlen – Konservative verlieren Hochburgen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

6. Mai 2022 Marktentwicklungen

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06. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

UNDER ARMOUR- Bangalore: Der US-Sportartikelhersteller erwartet wegen hoher Transportkosten und dem Wiederaufflammen des Coronavirus in China einen Gesamtjahresgewinn unter den Erwartungen. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 63 und 68 Cent erwartet, teilte Under Armour mit. Von Refinitiv befragte Analysten waren von 83 Cent je Aktie ausgegangen. Die Lockdowns in China sorgten für einen Umsatzabsturz um 14 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum in dem im März beendeten Quartal. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern 15 Prozent seines Umsatzes in der Region gemacht. Die Under-Armour-Aktien stürzten um rund 25 Prozent ab. Auch dem Rivalen AdidasADSGn.DE setzt die Corona-Situation in Asien deutlich zu.

BORUSSIA DORTMUND – Berlin: Der Fußball-Bundesligist bekommt das frühe Aus im internationalen Geschäft auch finanziell zu spüren. Im dritten Quartal 2021/22 (per Ende März) weitete sich der Verlust auf 26,5 (Vorjahr: 18,8) Millionen Euro aus, wie der BVB mitteilte. Der Umsatz fiel vor allem wegen der geringeren Einnahmen aus der TV-Vermarktung um knapp ein Fünftel auf 64,2 Millionen Euro. Mit den Fernsehrechten erwirtschaftete der BVB nach dem Ausscheiden aus der Champions League und dem Scheitern in der Europa League nur noch halb so viel wie ein Jahr zuvor. Der Tabellenzweite der Bundesliga bestätigte seine im Februar gesenkte Prognose. Borussia Dortmund war in der Europa League an den Glasgow Rangers gescheitert, die am 18. Mai im Endspiel auf Eintracht Frankfurt treffen.

IAG – London: Der britische Luftfahrtkonzern hat eine Erholung von Geschäftsreisen ausgemacht und will im laufenden Quartal erstmals seit Ausbruch der Corona-Krise schwarze Zahlen schreiben. Der Mutterkonzern von British Airways, Iberia und Aer Lingus verbuchte im ersten Quartal einen Betriebsverlust von 731 Millionen Euro nach rund einer Milliarde Euro im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage erhole sich aber dank wegfallender Corona-Reisebeschränkungen so stark wie erwartet, erklärte IAG-Chef Luis Gallego. Der Ukraine-Krieg habe keinen spürbaren Einfluss auf die Flugbuchungen. Das Volumen an Geschäftsreisen, vor allem zwischen Großbritannien und den USA, liege bei rund zwei Drittel des Vorkrisenniveaus von 2019. Die Sitzplatzkapazität insgesamt werde von 65 Prozent im ersten Quartal auf 80 Prozent im zweiten erhöht und solle bis zum letzten Vierteljahr auf 90 Prozent steigen. Auch im Gesamtjahr will IAG im operativen Geschäft einen Gewinn erwirtschaften.

GEA  – Düsseldorf: Der für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer ist mit Rekordbestellungen und einem Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Der Auftragseingang legte im ersten Quartal um 20,4 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 5,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis (Ebitda) vor Restrukturierungsaufwand um 14,1 Prozent auf 138 Millionen Euro zulegte. Der Vorstand begründete das Gewinnplus mit einer höheren Marge im Neumaschinengeschäft und einem gestiegenen Anteil des margenstarken Service-Geschäfts. Im Gesamtjahr peilt der Konzern unverändert ein Umsatzwachstum von fünf Prozent an und ein Ebitda vor Restrukturierungsaufwand zwischen 630 und 690 Millionen Euro.

AAREAL BANK- Berlin: Vorstand und Aufsichtsrat des Wiesbadener Immobilienfinanzierers haben sich hinter die Übernahme durch drei Finanzinvestoren gestellt. Das zwei Milliarden Euro schwere Angebot sei „aus strategischer Sicht im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Stakeholder“, schrieben beide Gremien. Den Aktionären werde empfohlen, die Offerte anzunehmen. Die am 26. April gestartete Frist, innerhalb der Advent, Centerbridge und der staatliche kanadische Pensionsfonds CPPIB 60 Prozent der Anteile an der Aareal Bank einsammeln wollen, läuft bis zum 24. Mai. Am 26. April hatten die drei Bieter nach eigenen Angaben bereits 36,7 Prozent sicher.

RHEINMETALL – Düsseldorf: Der Düsseldorfer Konzern ist mit einem Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal verbuchte Rheinmetall bei stagnierenden Erlösen von 1,27 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 92 (Vorjahr: 84) Millionen Euro. Vorstandschef Armin Papperger sieht den Konzern damit auf gutem Weg, seine Jahresziele zu erreichen, die ein Umsatzwachstum vorsehen und eine Rendite von über elf Prozent.

ING- Amsterdam: Die größte Bank der Niederlande hat zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch ausgewiesen und dabei schlechter abgeschnitten als erwartet. Das Nettoergebnis sank einschließlich Rückstellungen von 885 Millionen Euro auf 429 Millionen Euro nach rund einer Milliarde Euro vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem Gewinn von 679 Millionen Euro gerechnet. „Die geopolitische Situation hat sich auch auf unsere Finanzergebnisse ausgewirkt, da das erhöhte Risiko unseres Engagements in Russland dazu führte, dass wir zusätzliche Rückstellungen im Großkundengeschäft bildeten“, erklärte der Vorstand.

KRONES – München: Der Getränkeabfüllanlagenbauer bleibt nach dem ersten Quartal optimistisch. Der Auftragseingang lag von Januar bis März mit 1,55 Milliarden Euro und einem Plus von 45 Prozent auf Rekordniveau, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 987,2 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebitda) stieg trotz Engpässen und höheren Kosten bei der Materialbeschaffung um knapp 14 Prozent auf 87,0 Millionen Euro. Im Gesamtjahr werde das Umsatzwachstum wohl im oberen Bereich der Prognosespanne von fünf bis acht Prozent liegen, wenn der Ukrainer-Krieg oder längere China-Lockdowns Krones keinen Strich durch die Rechnung machen. Die operative Umsatzrendite soll zwischen acht und neun Prozent liegen; im ersten Quartal waren es 8,8 Prozent.

6. Mai 2022 Marktentwicklungen

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Adidas schraubt wegen China Erwartungen zurück

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Adidas
October 2014 - BERLIN: the logo of the brand cloth bags "Adidas",

München, 06. Mai (Reuters) – Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal muss der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas seine Ziele für das Gesamtjahr zurückschrauben. Der Umsatz schrumpfte in den ersten drei Monaten des Jahres währungsbereinigt um drei Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft ging um 38 Prozent auf 310 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mitteilte.

Allein der zeitweilige coronabedingte Produktionsstopp in Vietnam habe 400 Millionen Euro Umsatz gekostet. Für das Gesamtjahr rechnet Adidas nun nur noch mit einem Umsatzzuwachs im unteren Bereich der anvisierten Spanne von elf bis 13 Prozent, und auch der Gewinn werde eher bei 1,8 als bei 1,9 Milliarden Euro liegen.

Auch bei den Margen muss Adidas Abstriche machen, weil das lukrative Geschäft in China – unter anderem wegen der Lockdowns – lahmt. Vorstandschef Kasper Rorsted setzt nun auf das zweite Halbjahr und den Rückenwind durch sportliche Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Dann soll der Umsatz um mehr als 20 Prozent zulegen. „Wir bleiben agil, werden aber unsere langfristigen Wachstumsmöglichkeiten nicht für kurzfristige Gewinnoptimierung aufs Spiel setzen“, sagte Rorsted.

Adidas schraubt wegen China Erwartungen zurück

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

6.Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

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Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts wird der Dax am Freitag Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die Angst der Anleger vor größeren Zinsschritten der US-Notenbank Fed war am Donnerstag schnell wieder an die Börsen zurückgekehrt und hatte vor allem an der Wall Street für einen Ausverkauf gesorgt. Im Sog dessen hatte der Dax seine anfänglichen Gewinne eingebüßt und war 0,5 Prozent tiefer bei 13.902 Punkten aus dem Handel gegangen. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader, Download der Grafik.

Zins
Screenshot Agena Trader 5.Mai 2022

Zum Wochenschluss steht die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt im Rampenlicht, die Auskunft über die Gesundheit der weltgrößten Volkswirtschaft geben und weitere Rückschlüsse auf die US-Geldpolitik zulassen dürfte. Experten erwarten für April den Aufbau von 391.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 431.000 Jobs im Vormonat. Aus Deutschland werden die Daten zur Industrieproduktion im März erwartet.

Auf der Unternehmensseite stehen unter anderem Zahlen von Adidas, Gea Group und Rheinmetall an.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.902,52
Dax-Future<FDXc1>13.851,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.696,63
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.639,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>32.997,97-3,1 Prozent
Nasdaq<.IXIC>12.317,69-5,0 Prozent
S&P 500<.SPX>4.146,87-3,6 Prozent
Asiatische Indizes am FreitagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.989,37+0,6 Prozent
Shanghai<.SSEC>2.994,35-2,4 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.005,82-3,8 Prozent

6.Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

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Ifo – Zahl der Kurzarbeitenden sinkt stark – auch in der Industrie

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Berlin, 06. Mai (Reuters) – Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im April einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts zufolge angesichts der Corona-Lockerungen kräftig gesunken. 426.000 Menschen waren auf Kurzarbeit, nach 696.000 im März, wie die Münchner Forscher am Freitag mitteilten. Das sind noch 1,3 Prozent der Beschäftigten, nach zuvor 2,1 Prozent, so das Institut, das auch Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet hat. 

„Die deutlichsten Rückgänge gab es erneut in den kontaktintensiven Branchen, die sich weiter von Corona erholen“, sagte Ifo-Experte Stefan Sauer. „Im Gastgewerbe hat sich die Zahl mehr als halbiert.“ Auch in der Verkehrsbranche gab es demnach einen erheblichen Rückgang. „Und sogar in der Industrie nahmen die Zahlen ab, trotz der Lieferengpässe“, sagte Sauer. Diese behindern die Produktion in vielen Betrieben seit Monaten.

Im Gastgewerbe sank die Zahl von 196.000 auf 90.000 oder von 18,4 auf 8,5 Prozent der Beschäftigten. Im Einzelhandel ließ die Kurzarbeit ebenfalls nach, von 44.000 auf 35.000 oder von 1,8 auf 1,4 Prozent. Die Industrie verringerte die Zahl ihrer Kurzarbeitenden von 179.000 auf 135.000 (1,9 Prozent). In der Autoindustrie sank die Zahl dabei von 59.000 auf 41.000, was 4,4 Prozent der Beschäftigten in diesem Industriezweig entspricht.

Unmittelbar vor Beginn der Corona-Pandemie hatte die Zahl der Kurzarbeitenden im Februar 2020 bei 134.000 gelegen. Im darauffolgenden März war sie auf 2,6 Millionen gesprungen, ehe sie im April 2020 den Rekordwert von sechs Millionen erreichte. Der vorherige Höchstwert während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise lag im Frühjahr 2009 bei 1,5 Millionen Kurzarbeitenden.

Die Unsicherheit mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine und eine möglichen Verschärfung westlicher Sanktionen gegen Russland lastet bereits auf der Konsumstimmung und dem Geschäftsklima. Am Arbeitsmarkt zeichnet sich indes keine Eintrübung ab: Die Arbeitsagenturen gehen davon aus, dass sich der Erholungskurs sowohl mit Blick auf die Arbeitslosigkeit als auch hinsichtlich der Beschäftigung fortsetzt.

Ifo – Zahl der Kurzarbeitenden sinkt stark – auch in der Industrie

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