Sonntag, Mai 3, 2026
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Delivery Hero will aus der Verlustzone herauskommen

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Berlin, 11. Jan (Reuters) – Der Essenslieferdienst Delivery Hero will nach Jahren anhaltender Verluste die Kehrtwende einläuten. „Wir wollen 2023 in einer Position sein, um die Gewinnschwelle auf Konzernebene knacken zu können“, sagte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir wollen nicht mehr von Investoren abhängig sein und Kapital aufnehmen müssen“, ergänzte er. Einige Fakten sind bereits geschaffen: Delivery Hero hat den kurzen und teuren Ausflug auf den deutschen Markt schnell wieder beendet, will das Japan-Geschäft verkaufen und die Rappi-Beteiligung zu Geld machen.

Das Essensliefergeschäft soll die Gewinnschwelle auf Basis eines bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) bereits in diesem Jahr erreichen. Für das vierte Quartal wird mit einem bereinigten Ebitda zwischen 0 und 100 Millionen Euro gerechnet. Dafür will Östberg an einigen Stellschrauben wie den Liefergebühren drehen.

Der Aktienmarkt feierte die neuen Ambitionen. Delivery Hero führte mit einem Plus von bis zu 9,3 Prozent die Dax-Spitze an.

Der weltweit tätige und in Berlin ansässige Konzern ist in der Coronapandemie rasant gewachsen, schreibt aber angesichts umfangreicher Investitionen – unter anderem in den teuren Ausbau des Geschäfts mit Lieferungen von Supermarktartikeln – tiefrote Zahlen. Allein 2020 fiel ein bereinigter Betriebsverlust von 568 Millionen Euro an nach 431 Millionen Euro in 2019. Auch für das vergangene Jahr wird mit einem Minus gerechnet. Mehr Einblick will Delivery Hero am 10. Februar geben.

Delivery Hero

Obwohl das noch junge – Quick Commerce genannte – Liefergeschäft rasant wächst, liegt der Fokus weiterhin auf der Auslieferung von Restaurantmahlzeiten. „Gemessen am letzten Quartalsbericht machen Essenslieferungen rund 90 Prozent unseres Geschäfts aus“, sagte Östberg. Im laufenden Quartal soll nun der Höhepunkt der Quick-Commerce-Ausgaben – beispielsweise für neue Lager und das Marketing – erreicht werden. Danach sollen die Kosten langsam sinken, verspricht der Lieferando-Konkurrent.

Für Östberg spielt der hart umkämpfte Quick-Commerce-Markt, in dem sich auch Startups wie Getir, Flink und Gorillas tummeln, eine „entscheidende Rolle“. „Unsere Kunden sollen nicht abwandern, weil sie bei uns bestimmte Dinge nicht bestellen können“, sagte Östberg, der Delivery Hero 2011 mitgegründet hat. Nach der jüngsten Übernahme des spanischen Konkurrenten Glovo gibt sich Östberg bei weiteren Zukäufen zurückhaltend. „Wir benötigen keine Akquisitionen. Wenn der Preis richtig ist, werden wir Zukäufe prüfen. Da jede größere Übernahme für uns allerdings verwässernd wäre, ist es sehr unwahrscheinlich.“

Delivery Hero hat sich in der Vergangenheit immer wieder an Konkurrenten wie Zomato, Rappi, Deliveroo und auch dem Startup Gorillas beteiligt. Die Rappi-Investition will Östberg nach und nach losschlagen. Bezüglich des britischen Konkurrenten Deliveroo, an dem Delivery Hero rund fünf Prozent hält, bleibt Östberg weiterhin in der Deckung: „Wir haben immer einen Plan, wenn wir investieren.“

Delivery Hero will aus der Verlustzone herauskommen

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Ex-Bundesbankchef Weidmann erwartet Rückgang der Inflation

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Frankfurt, 11. Jan (Reuters) – Ex-Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rechnet mit einem Rückgang der zuletzt kräftig gestiegenen Inflation im laufenden Jahr. „Die Unsicherheit bleibt aber hoch, ob die Raten perspektivisch ohne weiteres unter das Ziel von zwei Prozent sinken oder sich eher verfestigen werden,“ sagte Weidmann am Dienstag auf einer virtuellen Veranstaltung der Bundesbank zum Amtswechsel an der Spitze der deutschen Notenbank. Weidmann war zum Jahreswechsel nach mehr als zehn Jahren vorzeitig zurückgetreten.

Für ihn sei immer zentral gewesen, dass die Notenbank ihr begrenztes Mandat respektiere, sagte Weidmann. „Hier habe ich die Trennlinie zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik sicher enger gezogen als andere.“ Auch habe er immer wieder auf die Risiken und Nebenwirkungen der unkonventionellen Geldpolitik hingewiesen. „Denn sie können perspektivisch das Streben nach Preisstabilität untergraben, indem sie Geld- und Fiskalpolitik stärker miteinander verflechten.“

Seinem Nachfolger Joachim Nagel wünschte er alles Gute als neuer Bundesbank-Chef. „Ohne Zweifel bist Du der Richtige für die Herausforderungen als Bundesbankpräsident“, sagte Weidmann. Der frisch gekürte neue Bundesbank-Chef ist für die deutsche Bundesbank kein Unbekannter. Zwar wechselte Nagel jetzt von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel zur Bundesbank. Den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte er jedoch bei der deutschen Notenbank. Insgesamt 17 Jahre lang war Nagel in verschiedene Karrierestufen bei der Bundesbank tätig, sechs Jahre davon saß er im Vorstand, bis er 2016 aus der Bundesbank ausschied. 

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Powell sagt Inflation den Kampf an – „Werden unsere Instrumente nutzen“

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Washington, 11. Jan (Reuters) – Angesichts der immer weiter kletternden Preise in den USA hat US-Notenbankchef Jerome Powell der Inflation den Kampf angesagt. „Wir wissen, dass die hohe Inflation ihren Tribut fordert“, sagte der Fed-Präsident in einer vorab veröffentlichten Fassung einer für Dienstag geplanten Rede vor einem Senatsausschuss. Die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Wohnung und Verkehr träfen besonders die sozial Schwachen. „Wir werden unsere Instrumente nutzen, um die Wirtschaft und einen starken Arbeitsmarkt zu stützen und um zu verhindern, dass sich die Inflation festsetzt.“

An den Märkten wird spekuliert, die Fed könnte schon im März die Zinswende einleiten und sich gegen die stark steigenden Preise stemmen. Die US-Teuerungsrate ist im November auf 6,8 Prozent geklettert – der höchste Wert seit 1982. Für die am Mittwoch anstehenden Daten für Dezember erwarten von Reuters befragte Experten einen Anstieg auf dann 7,0 Prozent. Aus der Corona-Krise resultierende Lieferprobleme, Materialengpässe und geradezu explodierende Energiekosten heizen die Inflation an.

„Die Federal Reserve arbeitet für alle Amerikaner“, betonte Powell, der die Fed seit Anfang Februar 2018 führt. Er sei den Prinzipien von Transparenz und klarer Kommunikation verpflichtet und suche aktiv den Austausch mit den Parlamentariern: „Ich verpflichte mich, diese Praxis fortzusetzen, falls ich für eine weitere Amtszeit bestätigt werde.“ Präsident Joe Biden hat Powell für ein weiteres vierjähriges Mandat nominiert. Der Republikaner muss dabei erneut vom Senat im Amt bestätigt werden. Als Teil des Verfahrens muss er den Abgeordneten des Bankenausschusses dabei Rede und Antwort stehen.

Powell

FED-VIZE TRITT VORZEITIG AB

Am Donnerstag wird auch seine designierte Stellvertreterin Lael Brainard vom Ausschuss angehört. Die langjährige Fed-Direktorin soll den jetzigen Vize Richard Clarida ablösen. Nach einer Affäre um Wertpapiergeschäfte tritt dieser vorzeitig ab. Er werde am 14. Januar seinen Hut nehmen, hieß es am Montag auf der Website https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/other20220110a.htm der Fed. Claridas Amtszeit läuft erst am 31. Januar aus. Medienberichten zufolge schichtete Clarida im Februar 2020 einen Tag vor einer wichtigen Ankündigung von Fed-Chef Powell sein Portofolio um. Zuletzt hieß es zudem in Medienberichten, Clarida habe Ende Dezember seine finanziellen Angaben korrigiert. Die Vorgänge reihen sich ein in die Affäre um Handelsaktivitäten hochrangiger US-Notenbanker, die 2021 zum Rücktritt von zwei Fed-Führungskräften führte.

Biden ist bemüht, bei seiner Nominierungspraxis für vakante Stellen im Direktorium der Fed für mehr Diversität zu sorgen – also mehr Frauen und Angehörige ethnischer Minderheiten zum Zuge kommen zu lassen. Medienberichten zufolge ist die jüngst zur Direktorin bei der Fed Chicago ernannte Ökonomieprofessorin Lisa Cook eine heiße Anwärterin auf einen der Fed-Führungsposten. Zudem könnte die frühere Fed-Direktorin Sarah Raskin an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Als weiterer Kandidat für einen Direktoren-Posten gilt der afroamerikanische Ökonom Philip Jefferson. 

Powell sagt Inflation den Kampf an – „Werden unsere Instrumente nutzen“

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Neuer Bundesbankchef Nagel kündigt Kontinuität in der Geldpolitik an

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Frankfurt, 11. Jan (Reuters) – Der frisch gekürte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel stellt Kontinuität in der Geldpolitik der deutschen Notenbank in Aussicht. „Die Menschen in Deutschland erwarten auch zu Recht, dass die Bundesbank eine hörbare Stimme der Stabilitätskultur ist. Ich kann ihnen versichern: Das wird sie auch bleiben“, sagte Nagel am Dienstag auf einer virtuellen Veranstaltung der Bundesbank zum Amtswechsel. Er sehe derzeit eher die Gefahr, dass die Inflationsrate länger erhöht bleiben könnte als gegenwärtig erwartet werde. „Auf alle Fälle muss die Geldpolitik auf der Hut sein.“

Er wolle an die bisherige Linie der Bundesbank anknüpfen, sagte Nagel. Die deutsche Notenbank habe frühzeitig auf Inflationsrisiken aufmerksam gemacht. Sie habe angemahnt, den sehr expansiven Kurs der Geldpolitik nicht für zu lange festzuschreiben und sich Handlungsoptionen offenzuhalten. „Denn bei aller Unsicherheit ist eines ganz klar: Wenn es die Preisstabilität erfordert, muss der EZB-Rat handeln und seinen geldpolitischen Kurs anpassen“, sagte Nagel.

Der 55-Jährige ist der zehnte Präsident an der Spitze der deutschen Notenbank. Sein Vorgänger Jens Weidmann hatte nach über zehn Jahren seinen Posten vorzeitig geräumt. Nagel wechselte von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel zur Bundesbank nach Frankfurt. Allerdings hat der gebürtige Karlsruher den größten Teil seiner beruflichen Karriere bei der deutschen Zentralbank verbracht. Der Ökonom durchlief dort vor seinem Ausscheiden im Jahr 2016 insgesamt 17 Jahre lang verschiedene Karrierestufen. Sechs Jahre davon saß Nagel im Bundesbank-Vorstand.

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Habeck will Tempo beim Klimaschutz verdreifachen

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Berlin, 11. Jan (Reuters) – Wirtschaftsminister Robert Habeck will das Tempo zur Minderung klimaschädlicher Emissionen nahezu verdreifachen. „Während im letzten Jahrzehnt die Emissionen im Durchschnitt jährlich um 15 Millionen Tonnen gesunken sind, müssen sie von nun an bis 2030 um 36 bis 41 Millionen Tonnen pro Jahr sinken“, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mit. „Die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen sind in allen Sektoren unzureichend. Projektionen zeigten, dass die Klimaziele 2030 ohne neue Maßnahmen in allen Bereichen verfehlt werden würden.

„Wir starten mit einem drastischen Rückstand“, sagte Grünen-Politiker Habeck. 2022 und 2023 sei absehbar, dass die Klimaziele verfehlt würden. Ein erstes Klimaschutzpaket will er bis Ende April auf den Weg bringen, ein zweites im Sommer. Sie sollen helfen, dass Deutschland bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien auf 80 Prozent steigert und bis 2045 klimaneutral wird. „Das alles ist eine Mammut-Aufgabe. Und es wird einige Jahre dauern, bis wir Erfolge sehen werden.“

Habeck will Tempo beim Klimaschutz verdreifachen

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Delivery-Hero-Chef – 2023 sollte Betriebsgewinn auf Konzernebene möglich sein

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Berlin, 11. Jan (Reuters) – Der Essenslieferdienst Delivery Hero will sein Gesamtgeschäft im nächsten Jahr profitabel machen. „Wir wollen 2023 in einer Position sein, um die Gewinnschwelle auf Konzernebene knacken zu können“, sagte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Essensliefergeschäft soll die Gewinnschwelle auf Basis eines bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) bereits in diesem Jahr erreichen. Damit hätte der in Berlin ansässige Dax-Konzern die Profitabilität im Konzern schon zum Großteil gesichert: „Gemessen am letzten Quartalsbericht machen Essenslieferungen rund 90 Prozent unseres Geschäfts aus“, sagte Östberg. Allerdings könne noch viel passieren, fügte er hinzu. Zuletzt hatte Delivery Hero viel Geld in den Ausbau des schnellen, Quick Commerce genannten Liefergeschäfts mit Supermarktartikeln gesteckt.

Nach der Übernahme des spanischen Konkurrenten Glovo gibt sich Östberg bei weiteren Zukäufen zurückhaltend. „Wir benötigen keine Akquisitionen. Wenn der Preis richtig ist, werden wir Zukäufe prüfen. Da jede größere Übernahme für uns allerdings verwässernd wäre, ist es sehr unwahrscheinlich.“ 

Delivery-Hero-Chef – 2023 sollte Betriebsgewinn auf Konzernebene möglich sein

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Lindner will Verschuldung nach 2023 reduzieren – Sorge wegen Inflation

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Verschuldung

Berlin, 11. Jan (Reuters) – Bundesfinanzminister Christian Lindner will die zuletzt stark gestiegene Verschuldung in der Euro-Zone nach der Corona-Krise wieder zurückdrängen. „Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass es unser Ziel sein muss, die öffentliche Verschuldung nicht dauerhaft zu erhöhen“, sagte der FDP-Chef am Dienstag bei der Einführung des neuen Bundesbankchefs Joachim Nagel laut Redetext. „In Zeiten der Pandemie war und ist dies leider nicht möglich.“ Die neue Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wolle die Schuldenbremse im Jahr 2023 wieder einhalten. „Und in den Folgejahren ist es mein Ziel, das Niveau der staatlichen Verschuldung wieder zu reduzieren.“

Lindner betonte bei der Veranstaltung, bei der auch der bisherige Bundesbank-Präsident Jens Weidmann verabschiedet wurde, die Unabhängigkeit der deutschen Notenbank. „Viele Menschen blicken in diesen Tagen auf die Entwicklung der Inflation.“ Die Bundesbank als Hüterin der Geldwertstabilität habe zum wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands beigetragen. Nur mit stabilen Preisen sei der private Wohlstand gemehrt worden. „Stabile Preise gehören zu den Rahmenbedingungen, die Unternehmen brauchen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen und zu investieren.“ Vor allem Menschen mit geringeren Einkommen seien darauf angewiesen. „Für sie können schon zahlenmäßig geringe Preissteigerungen den Unterschied zwischen einem vollen und einem leeren Kühlschrank am Monatsende ausmachen.“

Die Inflation im Euro-Raum ist im Dezember auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997. Laut EZB-Direktorin Isabel Schnabel könnten steigende Energiepreise die Europäische Zentralbank zu einer Abkehr von ihrer bisherigen, sehr lockeren Geldpolitik veranlassen. „Wir beobachten diese Debatte und halten Sensibilität in dieser Frage für richtig“, so Lindner, der sich stets für einen stabilitätsorientierten Kurs der Bundesbank ausgesprochen hat. Für diesen Kurs stehe Nagel.

Lindner will Verschuldung nach 2023 reduzieren – Sorge wegen Inflation

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Foto: Christian Lindner Copyright © Laurence Chaperon

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Russland sieht nach Gesprächen mit USA keinen Grund für Optimismus

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11. Jan (Reuters) – Russland hat sich nach dem Auftakt der Sicherheits-Gespräche mit den USA zurückhaltend gezeigt. Russland sehe bislang keinen Grund für Optimismus, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag vor Reportern. Gleichwohl sei es zu früh, um schon Rückschlüsse zu ziehen. Die bisherigen Gespräche seien substanziell, direkt und offen gewesen.

Schon am Montag hatte es in Genf nach dem Auftakt der Beratungen über die Sicherheitslage in Osteuropa geheißen, es zeichne sich keine Annäherung ab. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hatte erklärt, beide Länder hätten eher gegensätzliche Ansichten darüber, was zu tun sei.

Russland

Hintergrund der Spannungen zwischen beiden Seiten ist unter anderem der Aufmarsch von fast 100.000 russischen Soldaten an der ukrainische Grenze. Die USA und mehrere Europäer warnen vor einem Einmarsch in die Ukraine. Russland, das 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektierte, dementiert Invasionspläne. Während die USA einen Abzug russischer Truppen von der Grenze fordern, pocht Russland darauf, dass die Nato zusagt, die Ukraine nicht in das Militärbündnis aufzunehmen und sich nicht weiter nach Osten auszudehnen.

Russland sieht nach Gesprächen mit USA keinen Grund für Optimismus

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McMakler Finanzierung über 100 Millionen Euro

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Baillie Gifford und Warburg Pincus investieren in McMakler

Zusätzlich langfristige, strategische Fremdkapitallinie im hohen zweistelligen Millionenbereich gesichert

McMakler, eines der wertvollsten und am schnellsten wachsenden PropTech-Unternehmen in Europa, hat eine von den global agierenden Investmenthäusern Baillie Gifford und Warburg Pincus angeführte Finanzierungsrunde im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen. Zusätzlich sicherte sich McMakler eine langfristige, strategische Fremdkapitallinie im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das Gesamtvolumen der Finanzierung liegt damit bei über 100 Millionen Euro.

Rund ein Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde hat McMakler damit seine Firmenbewertung mehr als verdoppelt. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat der Immobiliendienstleister mit inzwischen über 400 festangestellten Immobilienmaklern jetzt mehr als 170 Millionen Euro Wachstumskapital von Investoren erhalten. Mit dem zusätzlichen Kapital wird McMakler das Kerngeschäft in Deutschland ausbauen, weiter in die eigene Technologieplattform Immoforce investieren sowie seine führende Position als bekanntestes Maklerunternehmen Deutschlands stärken.

„McMakler steht deutschlandweit für moderne, transparente und qualitativ hochwertige Immobilientransaktionen. Der Abschluss dieser Finanzierungsrunde wird McMakler einen entscheidenden Schritt voranbringen. Wir werden mit gezielten Investitionen unsere Stellung in einem stark fragmentierten Markt weiter auszubauen. Wir sind stolz darauf, mit Baillie Gifford einen der weltweit führenden Pre-IPO-Investoren gewonnen zu haben, der über eine einzigartige Expertise im Aufbau von Technologieunternehmen verfügt. Zusammen mit unserem Bestandsinvestor Warburg Pincus, der seine Beteiligung erhöht und damit sein Vertrauen in unser Unternehmen bekräftigt hat, haben wir genau die richtigen Partner für die kommenden Jahre an unserer Seite,“ sagt Felix Jahn, CEO und Gründer von McMakler.

Zwei der weltweit bekanntesten Investoren setzen auf McMakler

Baillie Gifford ist ein global tätiger, langfristig und aktiv investierender Asset Manager mit einem verwalteten Vermögen von über 400 Milliarden Euro. Das als Partnerschaft organisierte Unternehmen mit Sitz in Edinburgh investiert das Kapital seiner Kunden in aussichtsreiche Wachstumsunternehmen. Dabei identifiziert Baillie Gifford Unternehmen mit transformativem Potenzial und investiert frühzeitig in sie, um sie über Zeithorizonte von fünf bis zehn Jahren oder länger zu unterstützen. Zu den Portfoliounternehmen von Baillie Gifford gehören unter anderem Amazon, Tesla oder Spotify, oder auch Zalando und HelloFresh im deutschen Markt.

„McMakler hat das Potenzial, die Immobilienvermarktung grundlegend zu verbessern und das Maklerwesen zu transformieren. Wir unterstützen das Unternehmen in seiner Überzeugung, dass dieses Ziel nur durch die Kombination aus modernster Technologie und lokaler Expertise durch Immobilienmakler vor Ort zu erreichen ist. Diesen Ansatz verfolgt McMakler sehr konsequent und mit großem Erfolg. Wir sind daher überzeugt, dass McMakler in den kommenden Jahren überdurchschnittlich wachsen und seinen Anteil am deutschen Maklermarkt kontinuierlich ausbauen wird,“ sagt Moritz Sitte, Investmentmanager bei Baillie Gifford.

Neben Baillie Gifford stellt auch der US-Finanzinvestor Warburg Pincus, Leadinvestor der vorherigen Finanzierungsrunde im Dezember 2020, weiteres Kapital für das Wachstum von McMakler bereit. René Obermann, Co-Head Europa and Partner bei Warburg Pincus, kommentiert:

„McMakler hat in den vergangenen Jahren immer mehr Kundinnen und Kunden überzeugt und der Markt bietet für dieses innovative Unternehmen noch viel größere Wachstumschancen. Daher freuen wir uns, Felix und sein Team weiter begleiten zu dürfen.”

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle McMakler GmbH

Smartlane erhält über 6 Millionen Euro Finanzierung

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Neben einer Förderung durch die EU in Höhe von 1,7 Millionen Euro beteiligen sich die JOVA Direkt Invest zusammen mit Bestandsinvestoren im Rahmen einer Series-A-Finanzierung von über 4,5 Millionen Euro an dem SaaS-Anbieter für KI-basierte Transportoptimierung.

  • · Selbstlernende Software zur Dispositionsautomatisierung: Mit seiner KI digitalisiert Smartlane Transport Intelligence die zeitintensive manuelle Disposition und Transportplanung für Stückgutspeditionen auch bei unvollständiger Datenlage.
  • · Wachstumspläne: Verdopplung des Teams, Ausbau der führenden Marktposition bei KI-basierter Transportoptimierung und Weiterentwicklung des Produkts, um zukünftig die Disposition von autonomen Logistiksystemen ermöglichen zu können.
  • · Stückgutnetze unter Druck: Mit 130 Millionen Stückgutpositionen im Jahr 2021 müssen Speditionen in diesem Segment ein immenses, stetig wachsendes Sendungsvolumen bewältigen – Fachkräfte, wie Disponenten und Fahrer fehlen.
  • · Vorteile für Transportlogistiker: Bis zu 21% mehr Ware auf der Straße, Kostenoptimierungen, bis zu 90% verringerte Planungszeiten und die Senkung des CO2-Ausstoßes durch maximale Ressourcenauslastung.

Das Münchner Softwareunternehmen Smartlane hat sich in der Stückgutlogistik bereits einen Namen gemacht. Mit der Smartlane Transport Intelligence, der ersten KI-basierten Lösung für automatisierte und optimierte Transportplanung im Stückgut-Nahverkehr, hat es nun die JOVA Direkt Invest als neuen Investor gewinnen können. Mit dem frischen Kapital wird Smartlane das Team erweitern und die Produktentwicklung weiter vorantreiben. Damit wird Smartlane seine führende Marktposition als SaaS-Anbieter für KI-basierte Transportoptimierung weiter ausbauen.

Dr. Mathias Baur, Monja Mühling und Florian Schimandl gründeten Smartlane im Jahr 2015. Sie verfolgen die Vision, der Logistikbranche eine vollautomatische, optimierte und nachhaltige Transportplanung zu ermöglichen und damit zukünftig auch autonome Transportsysteme intelligent zu disponieren.

„Wir freuen uns, dass Smartlane inzwischen eine zentrale Rolle in der Digitalisierungs-Roadmap vieler Speditionen in der Stückgutlogistik einnimmt. Unsere Lösung reduziert den Dispositionsaufwand um bis zu 90% und erhöht die Zuverlässigkeit und Präzision der Planung immens. So kann das steigende Sendungsaufkommen auch mit begrenzten Ressourcen besser bewältigt werden“, kommentiert Monja Mühling, Co-Founder und CEO, den Erfolg des Unternehmens.

Cargo Container, Trailer Truck Parked Loading Package Boxes at Dock Warehouse. Cargo Shipment. Industry Freight Truck Transportation. Shipping Warehousing Logistics.

Die Transportlogistik befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Fachkräftemangel in praktisch allen Bereichen der Branche und steigende Energiepreise in Verbindung mit wachsendem Bewusstsein für Green Logistics bringen neue Dynamik in die Digitalisierung der Logistik. Hinzu kommt neben dem Wettbewerbsdruck durch neue digitale Speditionen jetzt auch der pandemiegetriebene Anstieg des Sendungsvolumens. Dieser überschreitet bei vielen Speditionen die Kapazitätsgrenzen der manuellen Disposition. Die Digitalisierung der Disposition bedeutet damit nicht mehr nur eine betriebswirtschaftliche Optimierung, sondern wird zum Überlebensfaktor.

Smartlanes Softwarelösung kommt hier genau zur richtigen Zeit und trifft die Bedürfnisse der modernen Transportdisposition ins Zentrum. Um die etablierten Prozesse bei den Spediteuren nicht zu stören, erfolgt die Einführung der Software parallel zum laufenden Betrieb. Auf diese Weise werden die Vorteile der digitalen Lösung für die Kunden sofort sichtbar.

Dr. Rigbert Fischer, Geschäftsführer der blueworld.group, die als Beteiligungsmanager exklusiv den neuen Investor in seiner Direktbeteiligungsstrategie unterstützt, erläutert: „Smartlane Transport Intelligence ist die Spitzentechnologie zur Automatisierung von Planungs- und Optimierungsprozessen in der Transportlogistik. Die Softwarelösung für Speditionen ist die Eintrittskarte zu einer effektiven, zukunftsfähigen und vor allem nachhaltigen Transportplanung.”

Bereits im Oktober 2021 konnte Smartlane die Jury des anspruchsvollen europäischen Innovationsförderprogramms EIC Accelerator überzeugen und erhält eine Förderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle blueworld.group