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14. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 13:54

Frankfurt, 14. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

13.33 Uhr – Ein schwächelndes Handelsgeschäft überschattet den höher als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn von JPMorgan. Die Aktien der Großbank fallen im vorbörslichen US-Geschäft um drei Prozent. Die Titel des Konkurrenten Wells Fargo steigen dagegen dank eines 86-prozentigen Gewinnsprungs um 2,6 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 57,40 Dollar.

13.09 Uhr – Anleger nutzen die Veröffentlichung von Geschäftszahlen einiger US-Banken zu Gewinnmitnahmen bei europäischen Instituten. Der heimische Branchenindex, der am Vormittag zeitweise ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 160,17 Punkten erreicht hatte, dreht ins Minus und verliert 0,4 Prozent. Bei JPMorgan schrumpfte zwar der Gewinn, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Rivale Wells Fargo verbuchte dank Spartenverkäufen einen Gewinnsprung von 86 Prozent.

12.53 Uhr – Die Furcht vor Versorgungsengpässen und der zuletzt schwächere Dollar treiben die Ölpreise weiter in die Höhe. Das Nordseeöl Brent verteuert sich um bis zu 1,5 Prozent auf 85,75 Dollar je Fass und kostet damit so viel wie seit Ende Oktober nicht mehr. Der Preis für das US-Öl WTI steigt ebenfalls um 1,5 Prozent auf 83,35 Dollar je Barrel und markiert den höchsten Stand seit Mitte November. Der durch das Aufkommen der Omikron-Variante ausgelöste Preisrückgang sei vollständig aufgeholt, konstatieren die Analysten der Commerzbank. „Denn der Einfluss von Omikron auf die Ölnachfrage war bislang deutlich milder als zunächst befürchtet.“

12.48 Uhr – Wegen anhaltender Spannungen mit dem Westen in der Krise um den Nachbarn Ukraine ziehen sich Anleger aus russischen Anleihen zurück. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf 9,37 Prozent, den höchsten Stand seit fast sechs Jahren. Der Moskauer Aktienindex MOEX rutscht um drei Prozent ab.

14 Januar Börse Vormittag

11.47 Uhr – Anleger nutzen die Vorlage der Quartalsergebnisse von Moeller-Maersk für Gewinnmitnahmen. Die Aktien der weltgrößten Container-Reederei fallen in Kopenhagen um knapp vier Prozent, obwohl das operative Ergebnis die Markterwartungen übertraf. In den vergangenen Tagen hatten die Titel mehr als sechs Prozent zugelegt.

11.37 Uhr – Erleichtert reagieren Anleger auf die Entscheidung zur Begrenzung der Glücksspiel-Lizenzen im chinesischen Macau. Die Aktien der Kasinobetreiber MGM, Wynn und Melco steigen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu fünf Prozent. Die China-Ableger der drei Firmen gewinnen in Hongkong ähnlich stark. Die Lokalregierung des weltgrößten Spieler-Paradieses Macau will wie bisher nur sechs Glücksspiel-Lizenzen mit einer Laufzeit von zehn Jahren vergeben. Die Zulassungen von Wynn Macau, MGM China und Melco Internationals laufen 2022 aus.

11.11 Uhr – Wegen anhaltender Spannungen mit dem Nachbarn Russland werfen Anleger Staatsanleihen der Ukraine aus ihren Depots. Dies treibt die Rendite der bis 2025 und 2026 auf jeweils mehr als elf Prozent, den höchsten Stand seit dem Börsen-Crash vom März 2020. Zugleich wächst die Angst vor einem Zahlungsausfall. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets ukrainischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich um 19.000 auf 798.000 Dollar, teilt der Datenanbieter Markit mit. Auch dies ist der höchste Stand seit knapp zwei Jahren.

10.06 Uhr – Der Teil-Ausstieg des Großaktionärs SSA Investments macht B&M zum Schlusslicht im Londoner FTSE. Die Aktien des Discounters fallen um 4,5 Prozent auf 569,6 Pence. Die Bank Goldman Sachs verkaufte den Angaben zufolge im Auftrag von SSA 40 Millionen B&M-Papiere zu je 585 Pence. Das entspricht etwa vier Prozent des Grundkapitals. SSA hält künftig noch rund sieben Prozent an B&M.

09.44 Uhr – HelloFresh halten mit einem Abschlag von 4,2 Prozent auf 55,66 Euro die rote Laterne im Dax. Das ist der tiefste Stand seit gut zehn Monaten. Die Analysten von JP Morgan haben das Kursziel auf 68 (78) Euro gesenkt.

09.44 Uhr – Optimistische Aussagen zum Geschäftsverlauf beflügeln Cineworld. Die Aktien der Kinokette steigen in London um gut fünf Prozent. Dank des Erfolgs von „Spider-Man: No Way Home“ erreichten die Umsätze den Angaben zufolge im Dezember 90 Prozent des Niveaus vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. „Das demonstriert, dass der Wunsch, Kinos zu besuchen, weiter da ist“, kommentierte Analyst Alastair Reid vom Vermögensverwalter Investec. „Wir erwarten weitere Beweise hierfür in den kommenden Monaten.“

09.30 Uhr – Ein Rekord-Auftragseingang 2021 ermuntert Anleger zum Einstieg bei Webuild. Die Aktien des größten italienischen Baukonzerns steigen in Mailand um 5,4 Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn seit einem knappen halben Jahr zu. Das Unternehmen zog den Angaben zufolge Bestellungen im Volumen von 10,8 Milliarden Euro an Land.

08.35 Uhr – Mit einer Mitteilung auf Twitter beflügelt Elon Musk den Kurs von Dogecoin erneut. Die als Parodie gestartete Kryptowährung steigt an der Börse Kraken um bis zu 25 Prozent auf 0,215 Dollar. Der Tesla-Chef hat per Tweet verkündet, dass Fanartikel des Elektrobauers ab sofort mit Dogecoin bezahlt werden können.

14. Januar: Der Börsen Vormittag

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Marktentwicklungen: 14. Januar 2022

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Update: 13:56

14. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BLACKROCK – Der weltgrößte Vermögensverwalter hat gestützt auf mehr Gebühreneinnahmen den Gewinn im vierten Quartal gesteigert. Der bereinigte Gewinn legte um 2,5 Prozent zu auf 1,61 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern mitteilte. Der Umsatz legte um knapp 14 Prozent zu auf 5,1 Milliarden Dollar. Ein großer Teil davon ging auf das Konto von Beratungs- und Verwaltungsgebühren. Das verwaltete Vermögen (assets under management) erreichte mit 10,01 Billionen Dollar zum 31. Dezember einen Rekord. Am Ende des Vorjahres hatte es noch bei 8,68 Billionen gelegen.

MAERSK – Kopenhagen: Der dänische Reedereikonzern hat dank explodierender Frachtraten bei Containerschiffen die Umsatz- und Gewinnprognosen übertroffen. Für das vierte Quartal wies Maersk einen operativen Gewinn (Ebitda) von acht Milliarden Dollar aus und lag damit sowohl über den eigenen Prognosen als auch über den Schätzungen der Analysten. Ein Mengenrückgang von vier Prozent im Containergeschäft wurde von 80 Prozent höheren Frachtraten mehr als wettgemacht. Maersk sprach von einer außergewöhnlichen Situation mit globalen Unterbrechungen der Lieferketten, die die Transportpreise hätten steigen lassen. Auch der Umsatz lag im Quartal mit 18,5 Milliarden Dollar über den Schätzungen.

NAGARRO – Berlin: Der Software-Entwickler will seinen Umsatz im laufenden Jahr deutlich in die Höhe schrauben. Es würden Erlöse von 700 Millionen Euro angepeilt, teilte das Münchner Unternehmen mit. Für das abgelaufene Jahr stellt Nagarro 535 Millionen Euro in Aussicht. Die bereinigte Betriebsergebnis(Ebitda)-Marge soll dieses Jahr erneut bei 14 Prozent liegen. Endgültige Zahlen für 2021 will das Unternehmen erst am 29. April veröffentlichen.

NORDEX – Frankfurt: Der Hamburger Hersteller von Windturbinen meldet neue Großaufträge über insgesamt 245 Megawatt (MW) aus Südamerika. Der norwegische Versorger Statkraft habe 14 Turbinen für seinen geplanten 80-MW-Windpark Morro do Cruzeiro in Brasilien bestellt, erklärte Nordex. Zu dem Auftrag gehöre auch ein dreijähriger Service-Vertrag mit Verlängerungsoption. Ein Entwickler aus Chile habe Ende des vergangenen Jahres 29 Turbinen für einen 165-MW-Windpark bestellt. Hier sei ein zweijähriger Service-Vertrag mit Verlängerungsoptionen auf bis zu 15 Jahre vereinbart worden. Die Kosten für ein Megawatt (MW) installierte Leistung sehen Experten bei 600.000 bis 800.000 Euro.

CINEWORLD – Bangalore: Mit Hilfe des Hollywood-Blockbusters „Spider-Man: No Way Home“ hat der zweitgrößte Kinobetreiber der Welt im Dezember den Umsatz kräftig gesteigert und dabei fast wieder Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Comic-Verfilmung mit Tom Holland in der Hauptrolle ist der erste Film, der während der Pandemie weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat. Cineworld erklärte, die Umsatzsteigerung sorge auch wieder für positiven Cash-Flow im vierten Quartal. Für das neue Jahr sei das Unternehmen angesichts einer Reihe vielversprechender Premieren wie „Jurassic World: Dominion“ und „Top Gun: Maverick“ zuversichtlich.

GOOGLE – London: Der US-Technologieriese wettet mit dem milliardenschweren Kauf einer Immobilie in der britischen Hauptstadt auf das hybride Arbeiten zwischen Homeoffice und Zuhause. Google erwirbt nach eigenen Angaben für eine Milliarde Dollar das Gebäude Central Saint Giles in der Nähe von Covent Garden, in dem das Unternehmen derzeit Mieter ist. Geplant sei, das Haus für mehrere Millionen zu modernisieren, um mehr Platz für Einzelne zu schaffen und den Anforderungen an das hybride Arbeiten besser gerecht zu werden. So würden auch überdachte Arbeitsplätze im Freien entstehen. Google ist in Großbritannien seit fast 20 Jahren aktiv und beschäftigt rund 6400 Mitarbeiter.

TESLA – San Francisco: Der US-Elektroautokonzern hat einem Insider zufolge den geplanten Produktionsstart für seinen Cybertruck verschoben. Die Produktion solle nun bis zum Ende des ersten Quartals 2023 aufgenommen werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich sei ein Start Ende diesen Jahres angepeilt gewesen. Grund für die Verschiebung seien Änderungen an den Funktionen des Elektro-Pick-Up. Im ersten Quartal nächsten Jahres werde das Fahrzeug dann zunächst nur in begrenzter Stückzahl gebaut, später werde die Menge dann erhöht, sagte der Insider. Von Tesla war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Tesla-Chef Elon Musk hatte das futuristisch anmutende Auto 2019 vorgestellt.

LG ENERGY SOLUTION (LGES) – Sydney: Der Börsengang des südkoreanischen Batterieproduzenten wird Insidern zufolge ein Volumen von 12,8 Billionen Won (10,8 Milliarden Dollar) haben. Der Ausgabepreis der LGES-Aktien liege bei 300.000 Won je Stück, sagten mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Erster Handelstag soll der 27. Januar sein. Zunächst war eine Spanne von 257.000 bis 300.000 Won angepeilt worden. Mit dem jetzigen Preis ergibt sich ein Unternehmenswert von 70,2 Billionen Won. Damit wäre LGES Südkoreas drittwertvollstes Unternehmen nach Samsung und SK Hynix. Der Börsenkandidat stellt Batterien für Autobauer wie General Motors und Volkswagen her und ist eine Tochter des Chemiekonzerns LG Chem.

SONOVA – Zürich: Der Schweizer Hörgerätekonzern übernimmt die Hörakustikkette Alpaca Audiology. Sonova lege für das Netzwerk mit rund 220 Standorten ohne Barmittel und Schulden 310 Millionen Dollar auf den Tisch, wie der Weltmarktführer mitteilte. Mit dem Zukauf verdopple Sonova die Präsenz auf dem weltweit größten Markt. Die 2011 gegründete Alpaca Audiology beschäftige über 500 Mitarbeiter und dürfte einen Jahresumsatz von rund 120 Millionen Dollar beisteuern. Die Transaktion unterliege der Genehmigung durch die Regulatoren und werde voraussichtlich vor Ende des Geschäftsjahres 2021/22 abgeschlossen.

Dax Vorbericht

HONDA – Seoul: Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES) plant ein Batterie-Joint-Venture (JV) mit der japanischen Honda Motor Co in den USA. Wie die südkoreanische Zeitung Maeil Business Newspaper unter Berufung auf einen Insider aus der Branche berichtet, könnte das potenzielle Batterie-JV bis zu vier Billionen Won (3,4 Mrd. USD) kosten und eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 40 Gigawattstunden Batterien haben. Dies sei genug Leistung, um 600.000 Elektrofahrzeuge zu betreiben, so die Zeitung. „Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern, einschließlich der Gründung von Joint Ventures, aber es ist noch nichts entschieden“, sagte LGES in einer Erklärung. Honda wollte ein mögliches JV noch nicht kommentieren.

FACEBOOK/META PLATFORMS – London: Dem Social-Media-Riesen droht in Großbritannien eine Sammelklage in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar, weil er seine Marktdominanz missbraucht haben soll. Wie Liza Lovdahl Gormsen, eine leitende Beraterin der britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA), erklärt, reiche sie die Klage im Namen von mehreren Klägern in Großbritannien ein, die Facebook zwischen 2015 und 2019 genutzt hätten. Der Konzern soll demnach die persönlichen Daten von 44 Millionen Nutzern ausgenutzt haben. In der Klage, die vor dem Londoner Berufungsgericht für Wettbewerbsrecht verhandelt wird, wird behauptet, dass Facebook Milliarden von Pfund verdiente, indem es unfaire Geschäftsbedingungen aufstellte, die von den Verbrauchern die Herausgabe wertvoller persönlicher Daten für den Zugang zum Netzwerk verlangten. Die Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, die Lovdahl Gormsen vertritt, hat Facebook über die Klage bereits informiert.

MICROSOFT – San Fransisco: Der Vorstand des US-Technologiekonzerns will die Effektivität seiner Richtlinien zur sexuellen Belästigung und geschlechtsspezifischen Diskriminierung als Reaktion auf einen Aktionärsantrag auf der letzten Jahreshauptversammlung des Unternehmens überprüfen. Wie der Vorstand mitteilt, soll ein Transparenzbericht mit den Ergebnissen aller Untersuchungen zu sexueller Belästigung in den vergangenen Jahren gegen die Direktoren und leitenden Angestellten des Unternehmens erstellt werden. Dies schließe auch eine Untersuchung des Vorstandsausschusses Anfang 2019 ein, die Bill Gates betraf. Gates war 2020 aus dem Microsoft-Vorstand zurückgetreten. Das Unternehmen habe dem Vorstand zufolge die Anwaltskanzlei Arent Fox mit der Untersuchung beauftragt. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Kanzlei sollen nach Abschluss des entsprechenden Berichts veröffentlicht werden. 

Marktentwicklungen: 14. Januar 2022

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Dax niedriger erwartet – US-Bankbilanzen im Blick

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Frankfurt, 14. Jan (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag niedriger starten. Am Donnerstag hatte er knapp im Plus bei 16.031,59 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten Gewinnmitnahmen die Wall Street zum Teil deutlich ins Minus gedrückt. Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer auf die Geschäftszahlen der Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo, die traditionell die US-Bilanzsaison einläuten. Die Branche gehöre zu den Profiteuren der erwarteten Straffung der US-Geldpolitik, sagte Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets. „Die Banken können darauf hoffen, mit steigenden Zinsen eine neue alte Einnahmequelle zurückzubekommen.“ Wenn gleichzeitig die Wirtschaft wachse, verdienten sie mit mehr Krediten mehr Geld. Der Konjunkturoptimismus könnte durch die anstehenden US-Einzelhandelsumsätze allerdings einen Dämpfer erhalten. Experten erwarten für Dezember Ausgaben auf dem Niveau des Vormonats. Im November waren sie noch um 0,3 Prozent gestiegen. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 16.031,59
Dax-Future 15.910,00
EuroStoxx50 4.315,90
EuroStoxx50-Future 4.264,50

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 36.113,62 -0,5 Prozent
Nasdaq 14.806,81 -2,5 Prozent
S&P 500 4.659,03 -1,4 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 28.124,28 -1,3 Prozent
Shanghai 3.527,26 -0,8 Prozent
Hang Seng 24.262,25 -0,7 Prozent

Dax niedriger erwartet – US-Bankbilanzen im Blick

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Regierungskreise – Förderung privater Ladesäulen wird nicht wiederbelebt

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Autobesitzer können Regierungskreisen zufolge zunächst nicht mit einer Wiederbelebung der Zuschüsse für private E-Ladesäulen rechnen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) hätten sich darauf verständigt, auf solche Hilfen zu verzichten, sagten Regierungsvertreter am Donnerstag Reuters. Die Vorgängerregierung hatte Kauf und Installation einer sogenannten Wallbox mit bis zu 900 Euro gefördert. Das Programm wurde wiederholt aufgestockt, der Topf mit insgesamt 800 Millionen Euro war aber Ende letzten Jahres leer. Den Regierungsvertretern zufolge soll es auch keine Förderung für Wasserstoff-Tankstellen für Pkw geben. Darüber hatte zunächst auch das „Handelsblatt“ berichtet. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte lediglich, die bestehenden Förderprogramme würden analysiert.

Verkehrsminister Wissing war von der Position seines Vorgängers Andreas Scheuer (CSU) abgerückt, wonach auch beim Pkw alle Optionen für den Antrieb offengehalten werden sollen. Wissing hatte im „Tagesspiegel“ gesagt: „Wir müssen die verschiedenen Energieträger dort einsetzen, wo sie am effizientesten sind. Das ist beim Pkw der Elektro-Antrieb.“ Ziel der neuen Regierung ist es, bis 2030 rund 15 Millionen vollelektrische Autos auf die Straße zu bringen.

Regierungskreise – Förderung privater Ladesäulen wird nicht wiederbelebt

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US-Erzeugerpreise steigen nicht mehr ganz so stark

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Washington, 13. Jan (Reuters) – Die als Frühindikator für die Inflation geltenden US-Erzeugerpreise sind im Dezember nicht mehr ganz so stark gestiegen wie zuvor. Sie kletterten im Dezember um 9,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 9,8 Prozent gerechnet – nach einem Anstieg von revidiert 9,8 Prozent im November. Zunächst war ein Wert von 9,6 Prozent für November genannt worden.

Vor allem Energiepreise, Engpässe bei Lieferketten und Corona-bedingte Nachholeffekte treiben die Kosten hoch. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also in der Regel bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

Diese stiegen im Dezember um 7,0 Prozent – die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982. Notenbank-Chef Jerome Powell signalisierte zuletzt, dass die sehr lockere geldpolitische Linie angesichts der rasant steigenden Preise wohl bald ausgedient haben wird. Aktuell liegt der Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent. An den Finanzmärkten wird für März eine Zinswende erwartet, der bis zu drei weitere Schritte nach oben im laufenden Jahr folgen könnten.

US-Erzeugerpreise steigen nicht mehr ganz so stark

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USA: Überraschend gute Arbeitsmarktzahlen befeuern die Inflation

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Arbeitsmarktzahlen Fed

Ein Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

„Der Dezember-Bericht über Löhne und Gehälter außerhalb der Landwirtschaft zeigt auf, dass die Löhne und Gehälter im Monatsvergleich um 0,6 % und im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % gestiegen sind. Dies liegt oberhalb des prognostizierten Mittelwerts und dürfte die Aufmerksamkeit der Fed-Beamten auf sich gezogen haben, auch wenn die Nominallöhne immer noch mit einer Rate steigen, die knapp unter der Inflation liegt.

Obwohl die derzeitige Anspannung auf dem Arbeitsmarkt oft als ein Angebotsproblem beschrieben wird, ist die Stärke der Gesamtnachfrage – angetrieben durch außerordentliche politische Anreize – die eigentliche Anomalie dieses Zyklus. In der Tat haben die offenen Stellen das Niveau vor der Pandemie weit übertroffen, obwohl sich die Zahl der Arbeitskräfte weitgehend erholt hat. Dies könnte die Inflationssorgen der Fed noch verstärken, wie aus dem jüngsten FOMC-Protokoll hervorgeht. Darin wird eine schnellere Straffung der Geldpolitik angedeutet, bei der eine Zinsanhebung im März fast schon eingeplant zu sein scheint. Das Augenmerk richtet sich auch auf die Kürzung ihrer riesigen Bilanz, wobei eine quantitative Straffung (QT) für dieses Jahr fest eingeplant ist.

Daher prognostizieren wir nun drei Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2022 mit zweiseitigen Risiken. Unser Basisszenario geht davon aus, dass sich das US-Wachstum von 5+% im Jahr 2021 auf etwa 3,6% im Jahr 2022 abkühlt.

Mit Blick auf die Zukunft dürfte die Nachfrage abflauen – sowohl auf natürliche Weise als auch aufgrund geringerer Konjunkturimpulse – während gleichzeitig das Angebot ansteigen dürfte, was die Preisgestaltungsmacht der Unternehmen (d. h. die Inflation) im Laufe des Jahres verringern könnte.

Arbeitsmarktzahlen
Bildquelle: Foto von Ellen Gaske PGIM Fixed Income

Was die Aussicht auf eine QT betrifft, so könnten die Fed-Vertreter bereits im vierten Quartal eine schnellere und aggressivere Reduzierung der Bilanz beschließen. Die Bilanz hat sich weitaus stärker ausgeweitet als im vorangegangenen Zyklus, was den Verantwortlichen genügend Spielraum für eine Schrumpfung bietet.

Auf der Passivseite kann die Fed nach unserer Einschätzung die Reserven um 1,5 bis 2 Billionen Dollar von derzeit 4 Billionen Dollar senken, bevor sich dies spürbar auf die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen auswirkt.

Die ständige Repo-Fazilität, also die von der Fed eingeräumte Möglichkeit, dort Gelder über Nacht zu parken, die als Reaktion auf die übermäßige Straffung der Bilanz im Jahr 2019 eingeführt wurde, könnte die Finanzierungsbedingungen ebenfalls erleichtern, falls die Reserven zu knapp werden und sich die Liquiditätsbedingungen Bedingungen unerwartet verschlechtern.

Angesichts des Protokolls der Fed und des Beschäftigungsberichts hat sich offenbar ein Konsens darüber herausgebildet, dass die Fed in ihrem Kampf gegen die Inflation hinter der Kurve zurückbleibt, da die 10-jährige Rendite im Jahr 2022 um fast 30 Basispunkte und die Realrendite sogar noch stärker gestiegen ist.

Am vorderen Ende hat der Markt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % für eine Zinserhöhung im März eingepreist, ein deutlicher Anstieg im letzten Monat. Unser Basisszenario geht davon aus, dass die 10-jährige Rendite ihren Höchststand bei etwa 1,75 % erreichen wird, was zu einer „Zwillingsspitze“ mit dem Ausverkauf im März 2021 führen würde, der ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau seinen Höhepunkt erreichte.

Interessant ist, dass alle vier für dieses Jahr erwarteten Zinserhöhungen zum Ende eines jeden Quartals angesetzt sind. Ein Zeitplan, der wie ein Überbleibsel aus der Vergangenheit wirkt, als nicht bei jeder Sitzung eine Pressekonferenz stattfand. Die derzeitigen Prämien, die in diesen Quartalsendmonaten eingepreist sind, könnten einige Handelsmöglichkeiten bieten.

Hinzu kommt, dass die jüngste Kurskorrektur bei den politikabhängigen Zinssätzen auf das Jahr 2022 beschränkt ist. Der Markt geht nach wie vor davon aus, dass der Leitzins Ende 2023 bei etwa 1,6 % liegen wird, was sich nicht wesentlich von den Erwartungen von vor ein paar Monaten unterscheidet. Die nächste Phase der Neubewertung des Marktes könnte sich auf das Jahr 2023 konzentrieren, wenn die restriktiven Erwartungen weiter zunehmen.“

USA: Überraschend gute Arbeitsmarktzahlen befeuern die Inflation

Bildquelle: Foto von Ellen Gaske PGIM Fixed Income

Ein Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

Deutsche Startups haben noch nie so viel Geld erhalten

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Deutsche Startups haben einer Studie zufolge noch nie so viel Risikokapital erhalten wie im vergangenen Jahr. Der Gesamtwert habe sich 2021 auf fast 17,3 Milliarden Euro mehr als verdreifacht, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Startup-Barometer der Beratungsfirma EY hervor. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um 56 Prozent auf 1160 und erreichte damit ebenfalls einen neuen Rekordwert. Am meisten profitierten davon Startups aus dem Bereich Software & Analytics.

Als Gründe für die Explosion führte EY-Partner Thomas Prüver das Interesse an neuen Geschäftsmodellen an, die das Potenzial haben, bestehende Geschäfte abzulösen, aber auch den hohen Anlagedruck auf Investorenseite: „Es ist viel Geld im Markt“.

2021 war dem Barometer zufolge auch das Jahr der großen Deals mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro. Deren Zahl stieg auf 33 von lediglich acht im Jahr davor. Unter anderen gehörten das Versicherungsstartup WeFox, der Online-Broker Trade Republic, der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital und der Solaranlagen-Vermieter Enpal zu den Startups, die Summen im dreistelligen Millionenbereich einsammeln konnten. Den Titel des größten Deals kann der Lieferdienst Gorillas für sich beanspruchen, der 831 Millionen Euro erhielt und an dem sich der Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt. Dahinter kam der SAP-Konkurrent Celonis, der von Investoren 830 Millionen Euro erhielt.

Mit 10,5 Milliarden Euro floss ein Großteil der eingeworbenen 17,3 Milliarden Euro in Startups aus Berlin. Das Bundesland Bayern kam als Nummer zwei auf 4,4 Milliarden Euro.

Deutsche Startups haben noch nie so viel Geld erhalten

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4,7 Millionen US-Dollar für Ladetechnologie: BMW i Ventures investiert in HeyCharge aus München

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HeyCharge-Technologie “SecureCharge” ermöglicht eine sichere Abrechnung ohne WLAN oder LTE über eine Cloud-Plattform

BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber für die innovativsten und leistungsstärksten Start-ups im Automotive-Sektor, investiert als Lead-Investor in das Münchner Start-up HeyCharge, das den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw vereinfacht. Mit seiner zum Patent angemeldeten Technologie “SecureCharge” ermöglicht HeyCharge das Laden von E-Pkw in Tiefgaragen und Parkhäusern unabhängig von einer Internetverbindung. Insgesamt sammelte das Start-up für seine Seed-Finanzierung 4,7 Millionen US-Dollar ein. HeyCharge gehört zu den Sommer-Absolventen 2021 des US-amerikanischen Start-up-Accelerators Y Combinator.

„Der Markt für Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Jahren rasant wachsen und erfordert einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur weltweit”, sagt Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures. „HeyCharge ermöglicht als erstes Unternehmen das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen ohne Internetverbindung. Das ist der Schlüssel, um Ladestationen ortsunabhängig kommerzialisierbar zu machen. Daher sehen wir bei HeyCharge eine entscheidende Technologie für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Für gewöhnlich benötigen intelligente E-Ladestationen eine Internetverbindung sowie eine App oder eine RFID-Karte, um aktiviert zu werden. Doch die meisten Tiefgaragen und Parkhäuser verfügen derzeit noch nicht über eine gute Internetverbindung. Chris Cardé, ehemaliger Google-Softwarespezialist sowie Gründer und CEO von HeyCharge, erkannte das Problem, als er sein eigenes E-Auto in der Tiefgarage seines Münchner Wohnhauses nicht aufladen konnte. Da die Zahl der Elektroautos auf den Straßen zunimmt – bis 2040 wird praktisch jeder weltweit verkaufte Neuwagen ein Elektroauto sein – besteht ein großer Bedarf an skalierbaren Lademöglichkeiten, welche in den Alltag der Verbraucher:innen passen.

Nach Aussage von Eurostat lebten 2019 rund 56 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Mehrfamilienhäusern, in Europa 46 Prozent – das heißt gerade auch an diesen Orten braucht es einen Ausbau an Ladestationen. Die Abhängigkeit von einer Internetverbindung erschwert jedoch die Installation von Ladeboxen, gerade in Tiefgaragen und Parkhäusern. Das Ziel von HeyCharge ist es, diese Lücke zu schließen und zugleich für Verbraucher:innen sowie Unternehmen eine kostengünstige, alltagstaugliche und skalierbare Lösung anzubieten, die auch ohne Internet sicher funktioniert. HeyCharge bietet sich vor allem auch für Gebäudebetreiber an, die das beste Preis-Leistungsverhältnis für die Abrechnung mit den Nutzern:innen suchen.

Die zum Patent angemeldete Technologie hinter “SecureCharge” ermöglicht die Kommunikation zwischen Ladegeräten und der HeyCharge-App oder dem Software Development Kit (SDK) über Bluetooth – eine Internetverbindung vor Ort wird somit überflüssig. Die Technologie minimiert die Latenzzeit zwischen Telefon und Ladegerät und maximiert zugleich die Verfügbarkeit des Systems. In Kombination mit dem HeyCharge-Ladegerät, dem “Access Point”, können die Gesamtkosten für Hardware, Installation, Kommunikation und Service um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

In Ergänzung zu der performanten HeyCharge Wallbox (bis zu 22 kW) bietet der HeyCharge Access Point eine intelligente Lösung für Zugangskontrolle und Verbrauchsabrechnung basierend auf der sogenannten Mode-2 Ladearchitektur. Der Vorteil dieser Lösung liegt vorallem darin, dass bestehende Ladepunkte mit einfachen Mitteln und in kürzester Zeit aufgerüstet werden können. In wenigen Minuten kann der Betrieb der Infrastruktur sichergestellt und neue Geschäftsmodelle für Partner und Kunden ermöglicht werden.

„Die Lösung von HeyCharge macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen nicht nur skalierbar, sondern auch kostengünstiger, so dass ein einfaches Aufladen von Elektrofahrzeugen überall dort möglich ist, wo man lebt oder arbeitet“, sagte Chris Cardé, Gründer und CEO von HeyCharge. „Wir sind begeistert, in dieser Runde mit BMW i Ventures zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Investition zu nutzen, um unser Produkt weltweit im Markt zu positionieren und zu skalieren und den Verbrauchern kostengünstige Lademöglichkeiten anzubieten.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle: PIABO PR GmbH

Baerbock mahnt starke Rolle Europas bei Lösung von Ukraine-Krise an

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mahnt bei der Lösung der Ukraine-Krise eine starke Rolle Europas an. Dies sei „besonders wichtig, weil ureigene Interessen der EU berührt sind – von der Souveränität und territorialen Unversehrtheit unabhängiger Staaten über Fragen der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen EU und Russland bis hin zur Sicherheitslage an den EU-Außengrenzen“, erklärte Baerbock am Donnerstag vor ihrer Abreise zum Treffen der EU-Außenminister in Brest. Zugleich brauche die EU gerade im Umgang mit autokratischen Staaten wie Russland, aber auch China einen „strategischen Kompass“.

„Wenn Europa einen gemeinsamen Kurs fährt und geschlossen auftritt, ist es ein Schwergewicht – agiert es dagegen gespalten, kämpft es unter seiner Gewichtsklasse“, erklärte die Grünen-Politikerin. Dieser strategische Kompass sei Gegenstand der zweitägigen Beratungen in der französischen Hafenstadt in der Bretagne. Dazu sind in Brest auch gemeinsame Beratungen mit den EU-Verteidigungsministern geplant. Zudem wollen die Außenminister laut Baerbock am Ende einer Woche mit entscheidenden Gesprächen zum Thema Russland eine Zwischenbilanz ziehen. „Wir bestimmen als Europäer unsere Positionen und meinen es ernst mit dem engen Draht zwischen den EU-Mitgliedstaaten.“

Am Mittwoch hatte der Nato-Russland-Rat erstmals seit gut zwei Jahren wieder getagt, um über die bestehenden Spannungen zwischen beiden Seiten zu beraten. Dabei steht die Ukraine-Krise im Zentrum. Eine Annäherung gab es aber nicht, die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion, was die Regierung in Moskau zurückweist. Russland fordert aber Sicherheitsgarantien von der Nato und dabei unter anderem die Zusage, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Dies lehnt die Allianz kategorisch ab.

Baerbock mahnt starke Rolle Europas bei Lösung von Ukraine-Krise an

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13. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 21:08 Uhr

Frankfurt,13. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

19.57 Uhr – Die Vorstellung der ersten NFT-Modekollektion ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gap. Die Aktien der Bekleidungsfirma steigen an der Wall Street um sieben Prozent. Das Unternehmen bietet in Zusammenarbeit mit Branden Sines, dem Erfinder der Comic-Figur Frank Ape, entwickelte virtuelle Kleidungsstücke als Non-Fungible Token (NFTs) an. Durch diese digitalen Eigentumsnachweise werden diese zu Sammlerobjekten.

16.13 Uhr – Ein Vermarktungsdeal mit der Premier League schiebt ViacomCBS an. Die Aktien der TV-Senderkette steigen an der Wall Street um 2,5 Prozent. Das Unternehmen sicherte sich für seinen Streamingdienst Paramount+ die exklusiven Senderechte für Spiele der ersten britischen Fußball-Liga in Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten.

16.08 Uhr – Die Aufnahme in ein kalifornisches Kaufprämien-Programm gibt Nikola Auftrieb. Die Aktien des Anbieters von Elektro-Lastern steigen an der Wall Street um sechs Prozent. Den Angaben zufolge können Kunden bis zu 120.000 Dollar Zuschuss je Fahrzeug bekommen.

16.01 Uhr – Die Zulassung eines Eisenersatzmittels in Südkorea beschert Rockwell Medical den größten Kurssprung seit mehr als 19 Jahren. Die Aktien der Biotechfirma steigen an der Wall Street um 63 Prozent auf 0,65 Dollar. Den Angaben zufolge erhielt der Partner Jeil Pharma grünes Licht von den südkoreanischen Behörden, Triferic zur Behandlung von Patienten mit chronischen Nierenleiden einzusetzen. Rockwell erhält von Jeil Meilenstein-Zahlungen und eine Umsatz-Beteiligung.

15.55 Uhr – Ein überraschend starkes Weihnachtsgeschäft ermuntert Anleger zum Einstieg bei Big 5 Sporting Goods. Die Aktien des Sportartikelhändlers steuern mit einem Plus von neun Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zwei Monaten zu. Das Unternehmen machte vorläufigen Zahlen zufolge im vierten Quartal einen Gewinn von 0,84 bis 0,86 statt der bislang angepeilten 0,55 bis 0,70 Dollar je Aktie.

12.20 Uhr – Die Anleger strafen Geberit trotz eines rekordhohen Umsatzzuwachses im vergangenen Jahr ab. Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns fallen um 3,4 Prozent auf 672,40 Franken. Sie sind damit größter Verlierer unter den Schweizer Standardwerten. Analysten äußerten sich skeptisch zum knapp 16-prozentigen Plus der Verkaufserlöse im Jahr 2021. Der starke Umsatzanstieg dürfte hauptsächlich auf Vorzieheffekte im Vorfeld von Preiserhöhungen zurückzuführen zu sein, erklärte etwa Vontobel-Experte Bernd Pomrehn. Und es gebe erste Anzeichen für eine Abschwächung des Trends zum Heimwerken, der 2021 für Schub gesorgt habe. Für Verstimmung sorgte ferner, dass Geberit-Chef Christian Buhl eine Prognose für das laufende Jahr unter Verweis auf das weiterhin unsichere Marktumfeld ablehnte.

10.49 Uhr – Der Dollar kann von der Aussicht auf eine baldige Zinswende in den USA nicht mehr profitieren. Die US-Währung gerät erneut unter Druck, der Dollar-Index fällt auf ein Zwei-Monats-Tief von 94,713 Punkten. Der Euro klettert um bis zu 0,3 Prozent auf 1,1478 Dollar, den höchsten Stand seit dem 11. November. Börsianern zufolge dürfte die anstehende Straffung der US-Geldpolitik inzwischen im Markt eingepreist sein. „Die Inflationsrisiken sind ausreichend thematisiert und insbesondere die US-Notenbank wird nicht müde zu betonen, darauf reagieren zu wollen“, schreiben die Analysten der Helaba. Eine Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte im März werde zu knapp 80 Prozent eskomptiert. Zudem würden vier Schritten bis Ende 2022 eine immer höhere Wahrscheinlichkeit beigemessen.

10.09 Uhr – Der Rekordgewinn von TSMC sorgt für gute Stimmung in der Chipbranche. Danke der hohen Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones, Laptops und anderen technischen Geräten kletterte das Nettoergebnis des weltgrößten Chipauftragsfertigers von Oktober bis Dezember um rund 16 Prozent auf 166,2 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 5,26 Milliarden Euro). Die Aktien von Infineon, STMicro, ASML Holding, ASM International und BE Semiconductor rücken zwischen 1,4 und 4,5 Prozent vor. Der Stoxx Europe Technology Index gewinnt bis zu 1,1 Prozent.

09.55 Uhr – Nach der Insolvenz der MV Werften haben die Aktien des asiatischen Eigners Genting den Handel in Hongkong mit herben Verlusten wieder aufgenommen. Die Papiere fielen nach einer viertägigen Handelspause um 56,2 Prozent – der größte Tagesverlust seit dem Börsendebüt im November 2000. Das Kreuzfahrtunternehmen kann nach eigenen Angaben infolge der Pleite in Deutschland Kredite über knapp 2,8 Milliarden Dollar nicht mehr bedienen.

07.56 Uhr – Henkel sind mit einem Plus von 0,9 Prozent bei Lang & Schwarz Spitzenreiter im Dax. Die Analysten der SocGen haben die Aktien auf „Buy“ von „Sell“ hochgestuft.

07.48 Uhr – Nach einer Kaufempfehlung stehen K+S bei Lang & Schwarz an der MDax-Spitze. Die Aktien legen 1,8 Prozent zu. Die Analysten der Berenberg Bank haben die Titel auf „Buy“ von „Hold“ heraufgesetzt.

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