Marktentwicklungen 13. Januar 2022

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Update 19:20

13. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

PARTNERS GROUP – Zürich: Der Schweizer Finanzinvestor ist 2021 stark gewachsen. Die verwalteten Vermögen der Private-Equity-Gesellschaft kletterten um 17 Prozent auf 127 Milliarden Dollar, wie die Firma mitteilte. Die Kunden hätten Kapitalzusagen in Höhe von 25 (2020: 16) Milliarden Dollar gemacht und die erwartete Bandbreite von 19 bis 22 Milliarden damit übertroffen. Für das laufende Jahr rechnet Partners Group mit Kapitalzusagen von 22 bis 26 Milliarden Dollar. „Wir sind für 2022 zuversichtlich, dass wir weiterhin nachhaltig und profitabel wachsen können“, erklärte Finanzchef Hans Ploos van Amstel.

RENAULT – Guyancourt: Der Vorstand des französischen Autobauers blickt trotz des anhaltenden Chipmangels mit Zuversicht auf das laufende Jahr. „Wir sind für 2022 relativ zuversichtlich, wissen aber, dass es eine volatile und unsichere Welt ist“, sagte Konzernchef Luca de Meo. Der Vorstand hoffe zudem, den Rest des Staatsdarlehens in Höhe von drei Milliarden Euro so schnell wie möglich zurückzahlen zu können.

DELTA AIR LINES – Chicago: Die US-Airline will nicht bei der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA einsteigen. „Wir planen nicht, in sie zu investieren“, sagte Delta-Chef Ed Bastian der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachfolgerin der pleite gegangenen Alitalia sucht einen Partner. ITA sei nicht groß genug, um allein zu überleben und brauche deshalb eine Partnerschaft mit einem größeren Konkurrenten, hatte der Chef von Italia Trasporto Aereo (ITA), Alfredo Altavilla, am Mittwoch gesagt. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen von ITA gehören zu möglichen Partnern Lufthansa, British Airways und Delta.

CREDIT SUISSE – Zürich: Die Schweizer Großbank will in Zusammenhang mit der Abwicklung von gemeinsam mit der insolventen Greensill Capital geführten Fonds einen Teil des Geldes von Versicherungen zurückholen. Credit Suisse habe fünf Versicherungsansprüche im Gesamtvolumen von rund 1,17 Milliarden Dollar eingereicht, wie das Institut mitteilte. Die Ansprüche beträfen überfällige Zahlungen von Schuldnern. Credit Suisse hatte im vergangenen März vier Lieferkettenfinanzierungs-Fonds im Gesamtvolumen von gut zehn Milliarden Dollar eingefroren. Seitdem hat die Bank 7,2 Milliarden Dollar aus der Liquidation der Fondspositionen eingesammelt und davon rund 6,7 Milliarden Dollar an die Anleger ausgeschüttet.

ASOS – London: Das Wachstum des britischen Onlinemodehändlers verliert an Fahrt. In den vier Monaten bis Ende Dezember stieg der Umsatz um fünf Prozent verglichen mit einem Plus von 22 Prozent im bis Ende August laufenden Geschäftsjahr. Die Bruttomarge verringerte sich um 400 Basispunkte auf 43 Prozent, weil Asos Waren reduzieren musste und höhere Frachtkosten belasteten. Dennoch hielt der Konzern an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Diese sieht einen Umsatzanstieg von zehn bis 15 Prozent vor und einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 110 und 140 Millionen Pfund.

468 SPAC II – München: Der Erfolg mit dem Kinder-Hörspiel-Startup Tonies macht den Technologie-Investoren von 468 Capital Mut: Sie wollen einen zweiten leeren Firmenmantel an die Börse bringen, der auf die Suche nach einem europäischen Unternehmen aus den Bereichen Konsumelektronik, Software oder Künstliche Intelligenz gehen soll. 468 SPAC II soll bis Freitag 250 Millionen Euro frisches Kapital einsammeln, das Börsendebüt ist für den 20. Januar geplant. 468 SPAC I war im Frühjahr die zweite Special Purpose Acquisition Company (SPAC) seit mehr als einem Jahrzehnt, die an die Frankfurter Börse ging. Im Herbst schluckte 468 SPAC I den Hörspiel-Anbieter Boxine, der für seine „Tonie“-Boxen bekannt ist; inzwischen firmiert das Unternehmen unter Tonies SE.

HITACHI – Tokio: Der japanische Mischkonzern will einem Medienbericht zufolge seinen Anteil am Geschäft mit Baumaschinen abbauen. Hitachi plane, die Hälfte seiner Beteiligung von 51 Prozent an Hitachi Construction Machinery an das Handelsunternehmen Itochu Corp und die Fondsfirma Japan Industrial Partners zu verkaufen, berichtete der Sender NHK. Informationen der Zeitung „Nikkei“ zufolge soll der Anteil für 200 Milliarden Yen (1,53 Milliarden Euro) verkauft werden. Die Baumaschinenfirma konkurriert mit dem größeren japanischen Konkurrenten Komatsu und dem US-Konzern Caterpillar und stellt unter anderem Bagger, Radlader und Kipplaster her. Seit vielen Jahren befindet sich Hitachi in einem Umbau, im Zuge dessen hat sich der Konzern unter anderem von der Chemiefirma Hitachi Chemical und dem Chipanlagenbauer Hitachi Kokusai Electric getrennt.

FAST RETAILING – Tokio: Die hohe Nachfrage in Südasien, Nordamerika und Europa hat den Gewinn des japanischen Modekonzerns angekurbelt. Im Ende November beendeten ersten Quartal stieg der operative Gewinn der Uniqlo-Mutter um 5,6 Prozent auf 119,4 Milliarden Yen (910,7 Millionen Euro). Von Refinitiv befragte Analysten hatten im Schnitt 102,6 Milliarden Yen erwartet. In Japan und China gingen Umsatz und Gewinn allerdings zurück. Der Konzern hielt an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest: Der operative Gewinn soll um 8,4 Prozent auf 270 Milliarden Yen steigen. Die Uniqlo-Aktien gaben um rund zwei Prozent nach.

ADLER GROUP – Frankfurt: Das Immobilienunternehmen baut weiter Schulden ab und verkauft deshalb ein Paket mit 14.400 Immobilien an den Investor KKR/Velero. Der vereinbarte Kaufpreis bewerte das Portfolio mit 1,05 Milliarden Euro, was eine Prämie zum Buchwert beinhalte. Adler erwarte einen Nettoerlös von 600 Millionen Euro. „Mit diesem Mittelzufluss wird die Adler Group ihre Bilanz weiter entschulden und ihr strategisches Ziel erreichen, den Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) auf unter 50 Prozent zu senken“, teilte die Firma mit. Die Wohn- und Gewerbeimmobilien befinden sich überwiegend in mittelgroßen Städten in Ostdeutschland. Anfang Dezember hatte Adler bereits rund 15.000 Wohnungen an den Konkurrenten LEG Immobilien verkauft. Investoren hatten den Abbau der Schulden gefordert.

Geberit – Zürich: Der Schweizer Sanitärtechnikkonzern hat den Nettoumsatz im Jahr 2021 um den Rekordwert von 15,9 Prozent auf 3,46 Milliarden Franken gesteigert. Unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen betrug der Zuwachs 14,7 Prozent und gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 16,4 Prozent, wie Geberit mitteilte. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben weitere Marktanteile gewonnen. Vor allem in Europa, den Regionen Fernost-Pazifik und Nahost-Afrika zogen die Verkäufe kräftig an. Amerika hinkte mit einem währungsbereinigten Plus von 5,1 Prozent hinterher. Geberit stellte für das abgelaufene Jahr eine Betriebsgewinnmarge (Ebitda) von rund 31 Prozent in Aussicht. Die Jahresbilanz soll am 9. März veröffentlicht werden.

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