Marktentwicklungen: 14. Januar 2022

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Update: 13:56

14. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BLACKROCK – Der weltgrößte Vermögensverwalter hat gestützt auf mehr Gebühreneinnahmen den Gewinn im vierten Quartal gesteigert. Der bereinigte Gewinn legte um 2,5 Prozent zu auf 1,61 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern mitteilte. Der Umsatz legte um knapp 14 Prozent zu auf 5,1 Milliarden Dollar. Ein großer Teil davon ging auf das Konto von Beratungs- und Verwaltungsgebühren. Das verwaltete Vermögen (assets under management) erreichte mit 10,01 Billionen Dollar zum 31. Dezember einen Rekord. Am Ende des Vorjahres hatte es noch bei 8,68 Billionen gelegen.

MAERSK – Kopenhagen: Der dänische Reedereikonzern hat dank explodierender Frachtraten bei Containerschiffen die Umsatz- und Gewinnprognosen übertroffen. Für das vierte Quartal wies Maersk einen operativen Gewinn (Ebitda) von acht Milliarden Dollar aus und lag damit sowohl über den eigenen Prognosen als auch über den Schätzungen der Analysten. Ein Mengenrückgang von vier Prozent im Containergeschäft wurde von 80 Prozent höheren Frachtraten mehr als wettgemacht. Maersk sprach von einer außergewöhnlichen Situation mit globalen Unterbrechungen der Lieferketten, die die Transportpreise hätten steigen lassen. Auch der Umsatz lag im Quartal mit 18,5 Milliarden Dollar über den Schätzungen.

NAGARRO – Berlin: Der Software-Entwickler will seinen Umsatz im laufenden Jahr deutlich in die Höhe schrauben. Es würden Erlöse von 700 Millionen Euro angepeilt, teilte das Münchner Unternehmen mit. Für das abgelaufene Jahr stellt Nagarro 535 Millionen Euro in Aussicht. Die bereinigte Betriebsergebnis(Ebitda)-Marge soll dieses Jahr erneut bei 14 Prozent liegen. Endgültige Zahlen für 2021 will das Unternehmen erst am 29. April veröffentlichen.

NORDEX – Frankfurt: Der Hamburger Hersteller von Windturbinen meldet neue Großaufträge über insgesamt 245 Megawatt (MW) aus Südamerika. Der norwegische Versorger Statkraft habe 14 Turbinen für seinen geplanten 80-MW-Windpark Morro do Cruzeiro in Brasilien bestellt, erklärte Nordex. Zu dem Auftrag gehöre auch ein dreijähriger Service-Vertrag mit Verlängerungsoption. Ein Entwickler aus Chile habe Ende des vergangenen Jahres 29 Turbinen für einen 165-MW-Windpark bestellt. Hier sei ein zweijähriger Service-Vertrag mit Verlängerungsoptionen auf bis zu 15 Jahre vereinbart worden. Die Kosten für ein Megawatt (MW) installierte Leistung sehen Experten bei 600.000 bis 800.000 Euro.

CINEWORLD – Bangalore: Mit Hilfe des Hollywood-Blockbusters „Spider-Man: No Way Home“ hat der zweitgrößte Kinobetreiber der Welt im Dezember den Umsatz kräftig gesteigert und dabei fast wieder Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Comic-Verfilmung mit Tom Holland in der Hauptrolle ist der erste Film, der während der Pandemie weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat. Cineworld erklärte, die Umsatzsteigerung sorge auch wieder für positiven Cash-Flow im vierten Quartal. Für das neue Jahr sei das Unternehmen angesichts einer Reihe vielversprechender Premieren wie „Jurassic World: Dominion“ und „Top Gun: Maverick“ zuversichtlich.

GOOGLE – London: Der US-Technologieriese wettet mit dem milliardenschweren Kauf einer Immobilie in der britischen Hauptstadt auf das hybride Arbeiten zwischen Homeoffice und Zuhause. Google erwirbt nach eigenen Angaben für eine Milliarde Dollar das Gebäude Central Saint Giles in der Nähe von Covent Garden, in dem das Unternehmen derzeit Mieter ist. Geplant sei, das Haus für mehrere Millionen zu modernisieren, um mehr Platz für Einzelne zu schaffen und den Anforderungen an das hybride Arbeiten besser gerecht zu werden. So würden auch überdachte Arbeitsplätze im Freien entstehen. Google ist in Großbritannien seit fast 20 Jahren aktiv und beschäftigt rund 6400 Mitarbeiter.

TESLA – San Francisco: Der US-Elektroautokonzern hat einem Insider zufolge den geplanten Produktionsstart für seinen Cybertruck verschoben. Die Produktion solle nun bis zum Ende des ersten Quartals 2023 aufgenommen werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich sei ein Start Ende diesen Jahres angepeilt gewesen. Grund für die Verschiebung seien Änderungen an den Funktionen des Elektro-Pick-Up. Im ersten Quartal nächsten Jahres werde das Fahrzeug dann zunächst nur in begrenzter Stückzahl gebaut, später werde die Menge dann erhöht, sagte der Insider. Von Tesla war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Tesla-Chef Elon Musk hatte das futuristisch anmutende Auto 2019 vorgestellt.

LG ENERGY SOLUTION (LGES) – Sydney: Der Börsengang des südkoreanischen Batterieproduzenten wird Insidern zufolge ein Volumen von 12,8 Billionen Won (10,8 Milliarden Dollar) haben. Der Ausgabepreis der LGES-Aktien liege bei 300.000 Won je Stück, sagten mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Erster Handelstag soll der 27. Januar sein. Zunächst war eine Spanne von 257.000 bis 300.000 Won angepeilt worden. Mit dem jetzigen Preis ergibt sich ein Unternehmenswert von 70,2 Billionen Won. Damit wäre LGES Südkoreas drittwertvollstes Unternehmen nach Samsung und SK Hynix. Der Börsenkandidat stellt Batterien für Autobauer wie General Motors und Volkswagen her und ist eine Tochter des Chemiekonzerns LG Chem.

SONOVA – Zürich: Der Schweizer Hörgerätekonzern übernimmt die Hörakustikkette Alpaca Audiology. Sonova lege für das Netzwerk mit rund 220 Standorten ohne Barmittel und Schulden 310 Millionen Dollar auf den Tisch, wie der Weltmarktführer mitteilte. Mit dem Zukauf verdopple Sonova die Präsenz auf dem weltweit größten Markt. Die 2011 gegründete Alpaca Audiology beschäftige über 500 Mitarbeiter und dürfte einen Jahresumsatz von rund 120 Millionen Dollar beisteuern. Die Transaktion unterliege der Genehmigung durch die Regulatoren und werde voraussichtlich vor Ende des Geschäftsjahres 2021/22 abgeschlossen.

Dax Vorbericht

HONDA – Seoul: Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES) plant ein Batterie-Joint-Venture (JV) mit der japanischen Honda Motor Co in den USA. Wie die südkoreanische Zeitung Maeil Business Newspaper unter Berufung auf einen Insider aus der Branche berichtet, könnte das potenzielle Batterie-JV bis zu vier Billionen Won (3,4 Mrd. USD) kosten und eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 40 Gigawattstunden Batterien haben. Dies sei genug Leistung, um 600.000 Elektrofahrzeuge zu betreiben, so die Zeitung. „Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern, einschließlich der Gründung von Joint Ventures, aber es ist noch nichts entschieden“, sagte LGES in einer Erklärung. Honda wollte ein mögliches JV noch nicht kommentieren.

FACEBOOK/META PLATFORMS – London: Dem Social-Media-Riesen droht in Großbritannien eine Sammelklage in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar, weil er seine Marktdominanz missbraucht haben soll. Wie Liza Lovdahl Gormsen, eine leitende Beraterin der britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA), erklärt, reiche sie die Klage im Namen von mehreren Klägern in Großbritannien ein, die Facebook zwischen 2015 und 2019 genutzt hätten. Der Konzern soll demnach die persönlichen Daten von 44 Millionen Nutzern ausgenutzt haben. In der Klage, die vor dem Londoner Berufungsgericht für Wettbewerbsrecht verhandelt wird, wird behauptet, dass Facebook Milliarden von Pfund verdiente, indem es unfaire Geschäftsbedingungen aufstellte, die von den Verbrauchern die Herausgabe wertvoller persönlicher Daten für den Zugang zum Netzwerk verlangten. Die Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, die Lovdahl Gormsen vertritt, hat Facebook über die Klage bereits informiert.

MICROSOFT – San Fransisco: Der Vorstand des US-Technologiekonzerns will die Effektivität seiner Richtlinien zur sexuellen Belästigung und geschlechtsspezifischen Diskriminierung als Reaktion auf einen Aktionärsantrag auf der letzten Jahreshauptversammlung des Unternehmens überprüfen. Wie der Vorstand mitteilt, soll ein Transparenzbericht mit den Ergebnissen aller Untersuchungen zu sexueller Belästigung in den vergangenen Jahren gegen die Direktoren und leitenden Angestellten des Unternehmens erstellt werden. Dies schließe auch eine Untersuchung des Vorstandsausschusses Anfang 2019 ein, die Bill Gates betraf. Gates war 2020 aus dem Microsoft-Vorstand zurückgetreten. Das Unternehmen habe dem Vorstand zufolge die Anwaltskanzlei Arent Fox mit der Untersuchung beauftragt. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Kanzlei sollen nach Abschluss des entsprechenden Berichts veröffentlicht werden. 

Marktentwicklungen: 14. Januar 2022

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