Samstag, Mai 16, 2026
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Klingbeil – Putin stärkt Nato mit seinem Eskalationskurs

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Berlin, 03. Feb (Reuters) – Russlands Präsident Wladimir Putin gefährdet nach Ansicht von SPD-Co-Chef Lars Klingbeil mit seinem Eskalationskurs gegenüber der Ukraine seine eigenen Ziele. „Ich kann nicht sagen, was Putins Interesse für diese Eskalation ist – er erreicht auf jeden Fall das Gegenteil dessen, was er vorgibt zu wollen“, sagte Klingbeil der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Putin sage zwar, Russland sorge sich, dass die Nato näher an die russische Grenze rückt. „Aber durch das russische Verhalten bewirkt er, dass die Nato gestärkt wird.“

„Unsere Haltung ist einhellig: Russland ist verantwortlich für die Eskalation und trägt deshalb auch die Hauptverantwortung für eine Deeskalation“, sagte der SPD-Co-Chef zur Position der SPD. Beim Angriff auf die territoriale Integrität der Ukraine werde Russland einen hohen Preis zahlen müssen. „Bei möglichen Sanktionen liegt wirklich alles auf dem Tisch – das versteht jeder, der es verstehen will“, sagte Klingbeil in Anspielung auch auf die Gaspipeline Nord Stream 2. Man dürfe sich von Russland aber nicht in die Karten schauen lassen – das mache Putin auch nicht.

Nato

Zugleich äußerte er sich skeptisch über eine positive Agenda der Zusammenarbeit mit Russland. „Diese ist leider derzeit in weite Ferne gerückt.“ Es gebe zwar „wahnsinnig viele Potenziale der Zusammenarbeit“, sagte Klingbeil. „Aber die Wahrheit ist, dass all das angesichts der Eskalation gerade sehr weit weg ist: Putin hat es selbst in der Hand, ob wir zu einer engeren Zusammenarbeit finden können“, betonte der SPD-Politiker. „Wenn er deeskaliert, werden solche Kooperationen perspektivisch wieder stärker möglich sein.“ 

Klingbeil – Putin stärkt Nato mit seinem Eskalationskurs

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Fünf Millionen Euro Investment für AI-Gendiagnostik

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nostos genomics

So will Nostos Genomics die Patienten-Odyssee beenden

Mehr als 400 Millionen Menschen weltweit leben mit einer genetischen Krankheit – das sind rund 5 % der Weltbevölkerung. Die Mehrheit von ihnen erhält jedoch nie oder erst spät Gewissheit und eine auf ihre spezifische Situation zugeschnittene medizinische Versorgung. Denn nur 30 % der Patient*innen, die sich genetisch untersuchen lassen, erhalten überhaupt eine konkrete Diagnose der 10.000 weltweit bekannten Erbkrankheiten, die von Epilepsien über Autismus, Muskel- und Skeletterkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen reichen.

Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose vergehen daher im Durchschnitt sechs bis acht Jahre. Jahre voller Ungewissheit, Ängste, Fehldiagnosen und zum Teil ins Leere führender Heilversuche. Neben der großen Anzahl und Vielfalt von Erbkrankheiten erschwerte bislang vor allem der hohe manuelle Arbeitsaufwand, den Labore und Krankenhäuser für klinische Gentests betreiben müssen, die Diagnose. 

Schnelle Gewissheit statt schwieriger und langwieriger Diagnose

Nostos Genomics möchte diese Odyssee für Patient*innen mit “AION”, seiner KI-gesteuerten Plattform für die Interpretation von Genvariationen, endlich beenden und setzt dabei bei der Entlastung von Laboren und Krankenhäusern an. Das Ziel: Die Genauigkeit, Geschwindigkeit und Zugänglichkeit von Gentests weltweit zu verbessern, Patient*innen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen und sie in die Lage zu versetzen, fundierte Gesundheitsentscheidungen zu treffen.

Statt der sonst üblichen zwölf Stunden identifiziert die Plattform dank künstlicher Intelligenz Genvarianten und krankheitsverursachende Mutationen innerhalb von zwei Minuten. Dafür nutzt die Nostos Technologie phänotypbasierte Priorisierung.

Für diesen Meilenstein in der Genomik hat das Berliner Unternehmen heute fünf Millionen Euro (5,7 Millionen US-Dollar) unter Führung von 42CAP (Deutschland) und Frontline Ventures (Irland) eingesammelt. Zu den weiteren Investoren der Runde zählen im Healthtech Markt bekannte Größen wie Konstantin Mehl (Kaia Health), Robert Fenton (Qualio) sowie internationale Geldgeber wie Mark Evans (Kindred Capital), Acequia Capital, Entrepreneurs First und Amino Collective.

Nostos Genomics wurde 2018 von David Gorgan (CEO) und Dr. Rocío Acuña Hidalgo (CTO) gegründet. Dr. Ansgar Lange vervollständigt das Führungsteam als COO. Darüber hinaus arbeitet ein internationales Team von fast 20 Expert*innen in den Bereichen KI, Genetik und Software an der Weiterentwicklung der Plattform. Hinter der Idee zu Nostos Genomics steckt eine ganz persönliche Krankheitsgeschichte aus dem privaten Umfeld der Gründer*innen, durch die sie aus erster Hand wissen, wie belastend und langwierig die Diagnose-Odyssee für die Patient*innen selbst, aber auch ihre Angehörigen ist. 

Entlastung für Labore und Krankenhäuser 

Die als Varianteninterpretation bekannte Analyse eines Gentests, mit der krankheitsverursachende Mutationen in der DNA von Patient*innen gefunden werden können, ist ein entscheidender Schritt in der Genetik. Sie wird bislang  manuell, von einem spezialisierten Variantenwissenschaftler durchgeführt. Es ist zwar wichtig, dass ein*e geschulte*r Expert*in jeden Fall überprüft, aber die derzeit für die eigentliche Interpretation verwendeten Hilfsmittel machen die Varianteninterpretation zeitaufwändig, kostspielig und anfällig für Schwankungen in den Ergebnissen. Dies hat zur Folge, dass Labore überlastet sind, die Patient*innen lange auf die Ergebnisse warten müssen und Ärzt*innen keine Behandlung einleiten können. Ein für alle schnelleres und kostengünstigeres Verfahren wie das von Nostos Genomics könnte daher wesentlich dazu beitragen,  genetische Risikofaktoren in die medizinische Grundversorgung einzubeziehen und dem  Versprechen der individuell auf jeden Menschen zugeschnittenen Präzisionsmedizin näherzukommen.

Nach Einsatz in Europa – US-Expansion von Unternehmen und Technologie geplant

Das CE-IVD zertifizierte Verfahren von Nostos Genomics kam bereits europaweit zum Einsatz, in den USA ist ein Patentverfahren für Nostos Technologie anhängig. Aktuell werden Daten von Genomics England für eine groß angelegte Validierungsstudie genutzt. Mit dem  eingesammelten Geld möchte Nostos Genomics weitere Engpässe in der schnellen Erbgut-Diagnostik schließen und zeitnah über 100.000 Patientenakten analysieren und diagnostizieren. Nostos Genomics plant das eigene Team deutlich auszubauen und noch 2022 mit seiner Technologie auf den US-Markt zu expandieren. 

„Genetische Krankheiten beeinträchtigen das Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt. Es ist schockierend, dass die meisten von ihnen ihr ganzes Leben damit verbringen, von einem Arzt zum anderen zu laufen, ohne eine klare Antwort auf die Ursache ihrer Symptome zu erhalten. Dies führt dazu, dass sie keine adequate Behandlung erhalten. Aus diesem Grund haben wir Nostos Genomics gegründet. Wir wollten einen Weg finden, Menschen mit genetisch bedingten Krankheiten zu helfen, indem wir Labors in die Lage versetzen, den mit Gentests verbundenen Zeit- und Arbeitsaufwand erheblich zu reduzieren, um sie für alle zugänglich zu machen.

Mit dieser Seed-Runde werden wir unser Team erweitern, eine Reihe neuer Märkte, einschließlich der USA, erschließen und weitere Studien durchführen, um unsere Plattform weiterzuentwickeln“, erklärt Dr. Rocío Acuña Hidalgo, CTO und Mitgründerin von Nostos Genomics.

Thomas Wilke, General Partner von 42CAP, ergänzt: „Nostos Genomics hat eine unglaublich spannende Lösung entwickelt, die Gentests grundlegend verändern wird. Sie zeigt, wie modernste KI-Techniken praktisch angewandt werden, um einen echten Mehrwert zu schaffen. Labore auf der ganzen Welt werden von schnelleren, einfacheren und genaueren Tests profitieren, was wiederum die Versorgung vieler Patient*innen erheblich verbessern wird. Diese Finanzierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg von Nostos, und 42CAP wird das Team bei jedem weiteren Meilenstein begleiten.“

Will Prendergast, Partner Frontline Ventures, fügt dem hinzu: „Seltene Erbkrankheiten sind nach wie vor extrem schwer zu erkennen. Nostos Genomics Technologie kann schon heute dabei helfen, sie schneller, früher und genauer zu diagnostizieren. In einem Bereich des Gesundheitswesens, in dem so viele Patient*innen um Antworten ringen, wird die schnellere Interpretation genetischer Varianten nicht nur die Diagnoseergebnisse, sondern auch das Wohlbefinden vieler Menschen verbessern. Wir freuen uns darauf, mit 42CAP, Amino Collective und David, Rocio, Ansgar sowie dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um die genomische Medizin voranzubringen.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Laika Communications GmbH

SmartNanotubes Technologies erhält 2,4 Mio. € in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 

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SmartNanotubes

SmartNanotubes Technologies, ein deutsches Start-up-Unternehmen, das den weltweit ersten hoch energieeffizienten Multikanal-Gasdetektorchip für den Massenmarkt entwickelt hat, erhält in seiner Serie-A-Finanzierungsrunde 2,4 Millionen Euro. Hauptinvestoren sind der Cottonwood Technology Fund und die duotec GmbH. 

* Game Changer im Gassensor-Markt 

SmartNanotubes Technologies mit Sitz in der Nähe von Dresden arbeitet an der Technologie einer elektronischen Nase, die der Anordnung von Rezeptoren in der menschlichen Nase ähnelt. Derzeitige Gassensor-Arrays sind teuer, groß und zeichnen sich durch geringe Empfindlichkeit und hohen Stromverbrauch aus. Die Kohlenstoffnanoröhren-Chips von SmartNanotubes hingegen sind hochempfindlich, energieeffizient, kompakt und kostengünstig. SmartNanotubes Technologies ist ein Game Changer auf dem Markt für Gassensoren, da die Chips mehrere Gase messen können, während die meisten bestehenden Technologien nur ein Gas auf einmal erkennen können. 

* Produktqualität, Sicherheit und Schutz 

In einem vierköpfigen Team gründeten Dr. Viktor Bezugly und Dr. Birte Sönnichsen im Sommer 2020 nach einem dreijährigen Know-how-Transferprojekt am Life Science Inkubator (LSI) das Unternehmen SmartNanotubes mit. Bezugly begann vor zwölf Jahren an der Technischen Universität Dresden mit der Forschung an Kohlenstoff-Nanoröhren. „Ich freue mich, dass ich mit der Gründung dieses Unternehmens meine Forschung der Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Unsere Zielmärkte sind ab sofort die Produktqualität in den Bereichen Materialien, Lebensmittel und Medizin“, so Viktor Bezugly. „Weitere Bereiche sind die Sicherheit im Transportwesen, bei Konsumgütern und in der Produktion durch die frühzeitige Erkennung und Identifizierung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und gefährlichen Gasen. Außerdem ist SmartNanotubes Technologies in der Lage die Luftqualität zu kontrollieren, zum Beispiel in industriellen Umgebungen wie Reinräumen.“ 

* Mehrere Produktlinien und Märkte 

In der vergangenen Seed-Finanzierungsrunde erhielt SmartNanotubes Technologies Unterstützung vom LSI Pre-Seed-Fonds, dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), der TUDAG TU Dresden Aktiengesellschaft und einem privaten Investor. Die aktuelle Investitionsrunde wird von Cottonwood Technology Fund und dem deutschen Unternehmen duotec GmbH angeführt und von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen ergänzt. 

„Wir haben SmartNanotubes zum ersten Mal vor zwei Jahren auf den High-Tech Venture Days in Dresden getroffen. Zur gleichen Zeit erhielten wir von einem großen Unternehmen eine Empfehlung für seine herausragende Technologie“, sagte Alain le Loux, General Partner des Cottonwood Technology Fund. „SmartNanotubes ist das perfekte Beispiel für ein Deeptech- Unternehmen mit einer bahnbrechenden Innovation. Es ist wirklich lohnend, sie in dieser Phase bei der Kundengewinnung sowie bei der Erzielung erster Umsätze in der Markteinführung ihrer Technologie auf dem globalen Markt zu unterstützen. Insbesondere, weil SmartNanotubes die Möglichkeit bietet, die Technologie in mehreren Märkten und Produktlinien zu verkaufen.“ 

Für duotec ist die Investition in SmartNanotubes eine Fortführung der Innovationsstrategie des Unternehmens. „Wir erweitern unser Kompetenzportfolio durch innovative und bahnbrechende Technologien“, sagt Arthur Rönisch, Geschäftsführer und CIO von duotec. „Mit dieser neuartigen Sensortechnologie sind wir dem Wettbewerb im wahrsten Sinne des Wortes mehr als nur eine Nasenlänge voraus. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir dieses Know-how in Produkte einfließen lassen.“ 

Wir freuen uns sehr, sowohl Cottonwood als auch duotec als unsere neuesten Investoren an Bord zu haben“, sagt Mitgründerin Dr. Birte Sönnichsen. „duotec ist als sehr professioneller Partner in der Elektronikproduktion bekannt. Cottonwood bringt neben seiner Erfahrung in der Startup- Branche auch ein globales Netzwerk relevanter Unternehmen aus Asien und den Vereinigten Staaten mit. 


 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Agentur Frische Fische

Volle Orderbücher sorgen im deutschen Maschinenbau für Sicherheit

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Düsseldorf, 03. Feb (Reuters) – Der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Maschinen- und Anlagenbau startet mit vollen Orderbüchern in das Jahr 2022.

Der hohe Auftragsbestand von 10,9 Monaten gebe Sicherheit, auch wenn die bestehenden Lieferengpässe noch eine ganze Weile andauern und die Abarbeitung der Aufträge erschweren werde, erklärte der Experte des Branchenverbandes VDMA, Olaf Wortmann, am Donnerstag.

Sicherheit

2021 sei den Unternehmen eine „außerordentlich starke Aufholjagd“ gelungen, nachdem im ersten Coronajahr 2020 noch deutliche Rückgänge verbucht wurden.

So stiegen die Bestellungen 2021 um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lagen damit preisbereinigt sogar um sieben Prozent über dem hohen Niveau von 2018. Im Inland legten im vergangenen Jahr die Auftragseingänge um 18 Prozent und aus dem Ausland um 39 Prozent zu. Die Branche erwartet 2022 infolge der vollen Auftragsbücher ein Produktionsplus von sieben Prozent. 

Volle Orderbücher sorgen im deutschen Maschinenbau für Sicherheit

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Spectrum Markets erzielt 1,35 Mrd. Euro Umsatz in 2021

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Spectrum Markets

Spectrum Markets, der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Unternehmenssitz in Frankfurt, hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Er zeigt das anhaltende überproportionale Wachstum des Unternehmens.

Das Handelsvolumen für 2021 stieg um 96 % auf 848 Millionen gehandelte verbriefte Derivate. Im Jahr 2020 waren es noch 432 Millionen. Dieses Volumen wurde über nahezu drei Millionen Transkationen umgesetzt, von denen 35 % außerhalb der traditionellen Handelszeiten (d. h. zwischen 17:30 und 9:00 Uhr MEZ) stattfanden. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,35 Mrd. EUR, was einem Anstieg von 93 % gegenüber 2020 entspricht.               

In 2021, dem zweiten vollen Geschäftsjahr seit Gründung im Jahr 2019, konnte das Unternehmen mehrere wichtige Initiativen und Meilensteine umsetzen, darunter die Einführung seiner regelmäßigen SERIX-Daten über die Stimmung der europäischen Kleinanleger, Partnerschaften mit den Unternehmen LIST und SIA (jetzt Teil der Nexi Group) sowie die Aufnahme ausgewählter Turbos auf Einzelaktien in sein Produktangebot. Spectrum wurde zudem Hauptsponsor der einflussreichen deutschen ZertifikateAwards. Außerdem wurden weitere Handelsteilnehmerverträge und Partnerschaften unterzeichnet, die in diesem Jahr abgeschlossen und bekannt gegeben werden. 

Das Unternehmen schloss darüber hinaus eine Partnerschaft mit der weltweiten Wohltätigkeitsorganisation für SehbehinderteSightsavers ab.

„Es war ein unglaublich intensives Jahr, in dem wir viel erreicht haben – sowohl in Bezug auf wichtige Meilensteine als auch auf unser Wachstum. Die Stärke unseres Geschäfts bis heute ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement unseres Teams“, erklärt Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets. 

„Wir haben uns im vergangenen Jahr vor allem darauf konzentriert, eine exzellente Grundlage für unser künftiges Wachstum zu schaffen. Außerdem haben wir sichergestellt, dass wir in unseren verschiedenen lokalen Märkten optimal vertreten sind und die richtigen Technologie-, Konnektivitäts- und Infrastrukturpartner haben, um den Anschluss an die Handelsplattform und die Zusammenarbeit mit Spectrum so einfach und problemlos wie möglich zu gestalten. In diesem Jahr werden wir die ersten Früchte dieser Arbeit sehen, wenn wir neue Handelsteilnehmer begrüßen und neue Produkte auf den Markt bringen werden.“

Im Jahr 2021 entfielen 84,5 % der gehandelten verbrieften Derivate auf Indizes, 8,8 % auf Währungspaare, 6,2 % auf Rohstoffe sowie 0,5 % auf Aktien, die im September eingeführt wurden. Die meistgehandelten Underlyings waren im vergangenen Jahr der DAX 40 (22,3%), der OMX 30 (21,6%) und der NASDAQ 100 (15,2%).

Spectrum Markets erzielt 1,35 Mrd. Euro Umsatz in 2021

Titelfoto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets)

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Sanierer soll bei Problemtochter von Siemens Energy aufräumen

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Madrid/Düsseldorf, 03. Feb (Reuters) – Der Energietechnikkonzern Siemens Energy will mit Vorstand Jochen Eickholt das Ruder bei der Verluste schreibenden spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa rumreißen. „Er hat mehrfach seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, schwächelnde Geschäfte wieder erfolgreich zu machen“, begründete Siemens-Energy-Aufsichtsratschef Joe Kaeser den für Anfang März angekündigten Chefwechsel bei Gamesa. Die Spanier legten am Donnerstag tiefrote Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 vor. Unter dem Strich stand ein Verlust von 403 Millionen Euro. Der scheidende Gamesa-Chef Andreas Nauen zeigte Verständnis für den angekündigten Führungswechsel.

Er sei am Mittwoch über die Pläne informiert worden und die Logik sei offensichtlich, sagte Nauen in einer Analystenkonferenz. Gamesa habe zu oft für negative Überraschungen gesorgt. Dadurch sei Vertrauen verspielt worden. Die Entscheidung für den Führungswechsel gefalle ihm zwar nicht, er könne sie aber absolut nachvollziehen. Nauen hatte erst im Juni 2020 den Chefposten übernommen.

Die Aktien von Siemens Gamesa legten am Donnerstag zeitweise um drei Prozent zu, Papiere von Siemens Energy um 0,8 Prozent. Gamesa hatte kürzlich zum dritten Mal innerhalb von neun Monaten Abstriche bei den Prognosen machen müssen, wodurch auch Siemens Energy immer mehr unter Druck gerät. Siemens Energy hält zwei Drittel der Anteile an Siemens Gamesa.

Siemens Energy

INSIDER – VERSTÄRKTE BEMÜHUNGEN FÜR EINE KOMPLETTÜBERNAHME

Nun soll Eickholt die Kohlen aus dem Feuer holen. „Jochen Eickholt ist ein ausgewiesener Experte, wenn es um die Sanierung von Unternehmen in schwierigen Situationen geht“, betonte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. Der 60-Jährige Eickholt ist seit April 2020 Vorstandsmitglied bei Siemens Energy. Er ist dort unter anderem für die Geschäftsbereiche Stromerzeugung und Industrial Applications zuständig. Der Diplom-Ingenieur hatte 1999 beim Siemens-Konzern angeheuert und seitdem mehrere Führungsposten im In- und Ausland inne.

Gamesa ist immer mehr zum Bremsklotz geworden. Zwischen Oktober und Dezember fuhren die Spanier einen operativen Verlust von 309 Millionen Euro vor Sondereffekten ein. Auch im Gesamtjahr 2021/22 (per Ende September) rechnet Gamesa mit Verlusten, weil der Hochlauf der neuen Generation von Windturbinen an Land (onshore) Probleme macht. Wegen Schwierigkeiten in der Lieferkette laufen dem Unternehmen zudem die Kosten davon.

Siemens-Energy-Chef Bruch legt in der kommenden Woche Zahlen für das erste Quartal vor, das erneut von Gamesa belastet wird. Ihm fehlt bei der Tochter der Durchgriff, weil das Unternehmen mit Sitz in Zamudio im Baskenland selbst an der Madrider Börse gelistet ist. Insidern zufolge verstärkt Siemens Energy Überlegungen für eine Komplettübernahme der Tochter. Das Unternehmen spiele mit Beratern Möglichkeiten durch, wie sich die restlichen 33 Prozent der Gamesa-Anteile am besten und bilanzschonendsten übernehmen ließen, hatten mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Bis zum Sommer könnte eine Lösung gefunden werden.

Siemens Gamesa mache gute Fortschritte beim Verkaufsprozess für die Entwicklung von Windprojekten in Südeuropa, berichtete Nauen am Donnerstag. Gamesa bestätigte die kürzlich gesenkten Prognosen, wonach im Gesamtjahr 2021/22 der Umsatz um zwei bis neun Prozent sinken wird. Die Ebit-Marge vor Sonderfaktoren dürfte zwischen minus vier und plus ein Prozent liegen.

Sanierer soll bei Problemtochter von Siemens Energy aufräumen

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Bank of England tritt auf die Bremse – vermeidet aber Vollbremsung

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Bank of England

Ein Kommentar von von Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income zur bevorstehenden Zinsentscheidung der Bank of England:

„Die immer noch niedrigen Zinssätze, die zunehmende Beliebtheit von Hypotheken mit festem Zinssatz und die guten Rahmenbedingungen für das Abschließen von Hypotheken deuten darauf hin, dass die Haushalte höhere Zinssätze verkraften können. 

Die Inflation wird in Großbritannien diesem Jahr hoch bleiben, bevor sie wieder in Richtung des 2 %-Ziels fallen wird, mit Risiken nach oben. Ein großer Teil der Inflation ist global bedingt – z.B. durch die steigenden Energiepreise und die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten.

Die britischen Haushalte und Unternehmen werden relativ höhere Preise für Energie und bestimmte Güter zahlen müssen. Die Bank of England kann das nicht verhindern.

Zudem wird die Inflation nur vorübergehend sein. Starke institutionelle Grundlagen und die Erfahrung mit einer hohen und lang anhaltenden Inflation nach 2008 sollte Großbritannien dabei helfen, diese Zeit zu überstehen und zur Preisstabilität zurückzukehren. Starke Fundamentaldaten im britischen Arbeitsmarkt sowie eine ausreichende Flexibilität sollten außerdem die Schaffung von Arbeitsplätzen vorantreiben.“

Bank of England tritt auf die Bremse – vermeidet aber Vollbremsung

Titelfoto und Foto von Katharine Neiss (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Finanzministerium will zahlreiche Corona-Steuerhilfen verlängern

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Berlin, 03. Feb (Reuters) – Das Bundesfinanzministerium will mit dem vierten Corona-Steuerhilfegesetz zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie verlängern und zum Teil noch ausweiten.

Die Maßnahmen werden die Steuereinnahmen des Staats zunächst um einen einstelligen Milliardenbetrag drücken, wie aus einem Referentenentwurf aus dem Finanzministerium hervorgeht, der Reuters am Donnerstag vorlag und der in der Ampel-Koalition noch diskutiert wird. Geplant ist, einen abgestimmten Gesetzentwurf am 16. Februar ins Kabinett zu bringen.

Nicht enthalten in dem jetzigen Entwurf sind die sogenannten Superabschreibungen, mit denen die neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP die Konjunktur anschieben will. Sie sollen 2022 und 2023 Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung forcieren.

Teil des Corona-Steuerhilfegesetzes sind Corona-Boni von Arbeitgebern, etwa in Krankenhäusern. Sie sollen bis zu einem Betrag von 3000 Euro steuerfrei bleiben. Steuerliche Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld dürften um drei Monate bis Ende März 2022 verlängert werden. Die Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer soll ein Jahr länger bis Ende 2022 gelten. Außerdem sollen frühere Gewinne besser mit aktuellen Verlusten verrechnet werden können.

Finanzministerium

Dies soll bis Ende 2023 verlängert werden. „Für 2022 und 2023 wird der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag auf zehn Millionen Euro beziehungsweise auf 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung angehoben.“

Auf einen Zeitraum von zwölf Monaten gerechnet entgehen dem Staat durch die geplanten Maßnahmen 2,6 Milliarden Euro. Der größte Teil entfällt dabei auf den Bund mit 963 Millionen Euro. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 kalkulieren die Experten des Finanzministeriums mit zusammen knapp elf Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen.

Die größten Batzen werden dabei auf die Jahre 2023 und 2024 entfallen. Im Jahr 2026 werden erstmals positive Effekte der Maßnahmen auf die Einnahmen erwartet. Die Konjunktur wurde seit Ausbruch der Pandemie mit solchen Steuerentlastungen gestützt. 

Finanzministerium will zahlreiche Corona-Steuerhilfen verlängern

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Telekom-Tochter T-Mobile US mit mehr Kunden und Gewinn

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Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat im vergangenen Jahr mehr neue Kunden angelockt als erwartet. 2021 stieg die Zahl der Vertragskunden um 5,5 Millionen, ein Rekordanstieg, wie die US-Tochter der Deutschen Telekom am Mittwochabend mitteilte. Im November hatte das Unternehmen noch ein Plus von 5,1 bis 5,3 Millionen angepeilt. Insgesamt kommt der Mobilfunker nun auf 108,7 Millionen Kunden, ebenfalls ein Höchststand.

„Das war das bisher stärkste Jahr für T-Mobile“, sagte T-Mobile-US-Chef Mike Sievert. „Wir haben nicht nur die ehrgeizigen Ziele erreicht, die wir uns für 2021 in Bezug auf Kundenwachstum, Rentabilität, Fusionssynergien und Netzausbau gesetzt haben – wir haben sie alle übertroffen.“ Das bereinigte operative Ergebnis (Core Adjusted Ebitda) stieg im vergangenen Jahr auf 23,6 Milliarden Dollar.

Das war mehr als T-Mobile US im November angepeilt hatte mit 23,4 bis 23,5 Milliarden Dollar. Die Fusion mit dem kleineren Wettbewerber Sprint zahlte sich weiter aus: T-Mobile US verbuchte Synergien von rund 3,8 Milliarden Dollar unter anderem wegen Kostensenkungen in der Verwaltung und im Service.

T-Mobile US

Für das laufende Jahr zeigt sich Sievert zuversichtlich. „Wir haben noch viel Spielraum und sind in der besten Position aller Zeiten, um weiterhin erfolgreich zu sein“, sagte der T-Mobile-US-Chef. Er erwartet erneut zwischen 5,0 und 5,5 Millionen neue Vertragskunden, das bereinigte operative Ergebnis solle zwischen 25,6 und 26,1 Milliarden Dollar liegen. Die Synergien aus der Fusion mit Sprint taxiert er auf 5,0 bis 5,3 Milliarden Dollar.

T-Mobile US setzt beim Wachstum auch auf die neue 5G-Technologie. Ende 2021 habe der Mobilfunkriese 310 Millionen Menschen mit 5G über 1,8 Millionen Quadratmeilen versorgt, das sei mehr Fläche als bei den Konkurrenten Verizon und AT&T, hieß es. Man setze den Ausbau von 5G fort, um das Kundenwachstum anzukurbeln.

Am 24. Februar berichtet der Mutterkonzern Deutsche Telekom über sein Geschäftsjahr 2021. Für die Bonner, die knapp die Hälfte der Aktien an T-Mobile US halten, ist die US-Tochter eine wichtige Säule. Am Donnerstagvormittag führten die Deutsche Telekom mit einem Plus von 2,7 Prozent die Gewinnerliste im Leitindex Dax an.

Telekom-Tochter T-Mobile US mit mehr Kunden und Gewinn

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Pkw-Markt in Deutschland wächst zu Jahresbeginn

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Hamburg, 03. Feb (Reuters) – Der Autoabsatz in Deutschland ist zu Jahresanfang einem Insider zufolge gestiegen. Im Januar seien gut 184.000 Neuwagen registriert worden, acht bis neun Prozent mehr als vor einem Jahr, sagte eine mit den Zulassungszahlen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Der Zuwachs bedeute allerdings nicht, dass sich die Nachfrage erholt habe, schränkte der Insider ein. „Das ist zwar ein kräftiges Plus, aber der Markt ist nach wie vor schwach.“ Vor einem Jahr war der Automarkt inmitten des Lockdowns um fast ein Drittel eingebrochen, weil viele Autohäuser wegen der Bekämpfung der Pandemie geschlossen hatten.

Pkw

Außerdem hatten viele Privatkunden ihre Autokäufe wegen der bis Ende Dezember 2020 befristeten Mehrwertsteuersenkung vorgezogen. Entsprechend niedrig ist die Vergleichsbasis Anfang 2021.

Der Pkw-Absatz leidet außerdem nach wie vor darunter, dass Halbleiter knapp sind und die Autobauer nicht so viele Fahrzeuge liefern können, wie bestellt werden. Die Kunden müssen zum Teil monatelang auf einen Neuwagen warten. Die offiziellen Zulassungszahlen für Januar will das Kraftfahrt-Bundesamt gegen Mittag veröffentlichen.

Pkw-Markt in Deutschland wächst zu Jahresbeginn

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