Sonntag, August 9, 2026
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Regierungskreise – Förderung privater Ladesäulen wird nicht wiederbelebt

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Autobesitzer können Regierungskreisen zufolge zunächst nicht mit einer Wiederbelebung der Zuschüsse für private E-Ladesäulen rechnen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) hätten sich darauf verständigt, auf solche Hilfen zu verzichten, sagten Regierungsvertreter am Donnerstag Reuters. Die Vorgängerregierung hatte Kauf und Installation einer sogenannten Wallbox mit bis zu 900 Euro gefördert. Das Programm wurde wiederholt aufgestockt, der Topf mit insgesamt 800 Millionen Euro war aber Ende letzten Jahres leer. Den Regierungsvertretern zufolge soll es auch keine Förderung für Wasserstoff-Tankstellen für Pkw geben. Darüber hatte zunächst auch das „Handelsblatt“ berichtet. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte lediglich, die bestehenden Förderprogramme würden analysiert.

Verkehrsminister Wissing war von der Position seines Vorgängers Andreas Scheuer (CSU) abgerückt, wonach auch beim Pkw alle Optionen für den Antrieb offengehalten werden sollen. Wissing hatte im „Tagesspiegel“ gesagt: „Wir müssen die verschiedenen Energieträger dort einsetzen, wo sie am effizientesten sind. Das ist beim Pkw der Elektro-Antrieb.“ Ziel der neuen Regierung ist es, bis 2030 rund 15 Millionen vollelektrische Autos auf die Straße zu bringen.

Regierungskreise – Förderung privater Ladesäulen wird nicht wiederbelebt

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US-Erzeugerpreise steigen nicht mehr ganz so stark

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Washington, 13. Jan (Reuters) – Die als Frühindikator für die Inflation geltenden US-Erzeugerpreise sind im Dezember nicht mehr ganz so stark gestiegen wie zuvor. Sie kletterten im Dezember um 9,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 9,8 Prozent gerechnet – nach einem Anstieg von revidiert 9,8 Prozent im November. Zunächst war ein Wert von 9,6 Prozent für November genannt worden.

Vor allem Energiepreise, Engpässe bei Lieferketten und Corona-bedingte Nachholeffekte treiben die Kosten hoch. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also in der Regel bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

Diese stiegen im Dezember um 7,0 Prozent – die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982. Notenbank-Chef Jerome Powell signalisierte zuletzt, dass die sehr lockere geldpolitische Linie angesichts der rasant steigenden Preise wohl bald ausgedient haben wird. Aktuell liegt der Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent. An den Finanzmärkten wird für März eine Zinswende erwartet, der bis zu drei weitere Schritte nach oben im laufenden Jahr folgen könnten.

US-Erzeugerpreise steigen nicht mehr ganz so stark

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USA: Überraschend gute Arbeitsmarktzahlen befeuern die Inflation

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Arbeitsmarktzahlen Fed

Ein Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

„Der Dezember-Bericht über Löhne und Gehälter außerhalb der Landwirtschaft zeigt auf, dass die Löhne und Gehälter im Monatsvergleich um 0,6 % und im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % gestiegen sind. Dies liegt oberhalb des prognostizierten Mittelwerts und dürfte die Aufmerksamkeit der Fed-Beamten auf sich gezogen haben, auch wenn die Nominallöhne immer noch mit einer Rate steigen, die knapp unter der Inflation liegt.

Obwohl die derzeitige Anspannung auf dem Arbeitsmarkt oft als ein Angebotsproblem beschrieben wird, ist die Stärke der Gesamtnachfrage – angetrieben durch außerordentliche politische Anreize – die eigentliche Anomalie dieses Zyklus. In der Tat haben die offenen Stellen das Niveau vor der Pandemie weit übertroffen, obwohl sich die Zahl der Arbeitskräfte weitgehend erholt hat. Dies könnte die Inflationssorgen der Fed noch verstärken, wie aus dem jüngsten FOMC-Protokoll hervorgeht. Darin wird eine schnellere Straffung der Geldpolitik angedeutet, bei der eine Zinsanhebung im März fast schon eingeplant zu sein scheint. Das Augenmerk richtet sich auch auf die Kürzung ihrer riesigen Bilanz, wobei eine quantitative Straffung (QT) für dieses Jahr fest eingeplant ist.

Daher prognostizieren wir nun drei Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2022 mit zweiseitigen Risiken. Unser Basisszenario geht davon aus, dass sich das US-Wachstum von 5+% im Jahr 2021 auf etwa 3,6% im Jahr 2022 abkühlt.

Mit Blick auf die Zukunft dürfte die Nachfrage abflauen – sowohl auf natürliche Weise als auch aufgrund geringerer Konjunkturimpulse – während gleichzeitig das Angebot ansteigen dürfte, was die Preisgestaltungsmacht der Unternehmen (d. h. die Inflation) im Laufe des Jahres verringern könnte.

Arbeitsmarktzahlen
Bildquelle: Foto von Ellen Gaske PGIM Fixed Income

Was die Aussicht auf eine QT betrifft, so könnten die Fed-Vertreter bereits im vierten Quartal eine schnellere und aggressivere Reduzierung der Bilanz beschließen. Die Bilanz hat sich weitaus stärker ausgeweitet als im vorangegangenen Zyklus, was den Verantwortlichen genügend Spielraum für eine Schrumpfung bietet.

Auf der Passivseite kann die Fed nach unserer Einschätzung die Reserven um 1,5 bis 2 Billionen Dollar von derzeit 4 Billionen Dollar senken, bevor sich dies spürbar auf die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen auswirkt.

Die ständige Repo-Fazilität, also die von der Fed eingeräumte Möglichkeit, dort Gelder über Nacht zu parken, die als Reaktion auf die übermäßige Straffung der Bilanz im Jahr 2019 eingeführt wurde, könnte die Finanzierungsbedingungen ebenfalls erleichtern, falls die Reserven zu knapp werden und sich die Liquiditätsbedingungen Bedingungen unerwartet verschlechtern.

Angesichts des Protokolls der Fed und des Beschäftigungsberichts hat sich offenbar ein Konsens darüber herausgebildet, dass die Fed in ihrem Kampf gegen die Inflation hinter der Kurve zurückbleibt, da die 10-jährige Rendite im Jahr 2022 um fast 30 Basispunkte und die Realrendite sogar noch stärker gestiegen ist.

Am vorderen Ende hat der Markt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % für eine Zinserhöhung im März eingepreist, ein deutlicher Anstieg im letzten Monat. Unser Basisszenario geht davon aus, dass die 10-jährige Rendite ihren Höchststand bei etwa 1,75 % erreichen wird, was zu einer „Zwillingsspitze“ mit dem Ausverkauf im März 2021 führen würde, der ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau seinen Höhepunkt erreichte.

Interessant ist, dass alle vier für dieses Jahr erwarteten Zinserhöhungen zum Ende eines jeden Quartals angesetzt sind. Ein Zeitplan, der wie ein Überbleibsel aus der Vergangenheit wirkt, als nicht bei jeder Sitzung eine Pressekonferenz stattfand. Die derzeitigen Prämien, die in diesen Quartalsendmonaten eingepreist sind, könnten einige Handelsmöglichkeiten bieten.

Hinzu kommt, dass die jüngste Kurskorrektur bei den politikabhängigen Zinssätzen auf das Jahr 2022 beschränkt ist. Der Markt geht nach wie vor davon aus, dass der Leitzins Ende 2023 bei etwa 1,6 % liegen wird, was sich nicht wesentlich von den Erwartungen von vor ein paar Monaten unterscheidet. Die nächste Phase der Neubewertung des Marktes könnte sich auf das Jahr 2023 konzentrieren, wenn die restriktiven Erwartungen weiter zunehmen.“

USA: Überraschend gute Arbeitsmarktzahlen befeuern die Inflation

Bildquelle: Foto von Ellen Gaske PGIM Fixed Income

Ein Kommentar von Ellen Gaske, Lead Economist—G10 Economies, Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

Deutsche Startups haben noch nie so viel Geld erhalten

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Deutsche Startups haben einer Studie zufolge noch nie so viel Risikokapital erhalten wie im vergangenen Jahr. Der Gesamtwert habe sich 2021 auf fast 17,3 Milliarden Euro mehr als verdreifacht, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Startup-Barometer der Beratungsfirma EY hervor. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um 56 Prozent auf 1160 und erreichte damit ebenfalls einen neuen Rekordwert. Am meisten profitierten davon Startups aus dem Bereich Software & Analytics.

Als Gründe für die Explosion führte EY-Partner Thomas Prüver das Interesse an neuen Geschäftsmodellen an, die das Potenzial haben, bestehende Geschäfte abzulösen, aber auch den hohen Anlagedruck auf Investorenseite: „Es ist viel Geld im Markt“.

2021 war dem Barometer zufolge auch das Jahr der großen Deals mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro. Deren Zahl stieg auf 33 von lediglich acht im Jahr davor. Unter anderen gehörten das Versicherungsstartup WeFox, der Online-Broker Trade Republic, der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital und der Solaranlagen-Vermieter Enpal zu den Startups, die Summen im dreistelligen Millionenbereich einsammeln konnten. Den Titel des größten Deals kann der Lieferdienst Gorillas für sich beanspruchen, der 831 Millionen Euro erhielt und an dem sich der Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt. Dahinter kam der SAP-Konkurrent Celonis, der von Investoren 830 Millionen Euro erhielt.

Mit 10,5 Milliarden Euro floss ein Großteil der eingeworbenen 17,3 Milliarden Euro in Startups aus Berlin. Das Bundesland Bayern kam als Nummer zwei auf 4,4 Milliarden Euro.

Deutsche Startups haben noch nie so viel Geld erhalten

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4,7 Millionen US-Dollar für Ladetechnologie: BMW i Ventures investiert in HeyCharge aus München

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HeyCharge-Technologie “SecureCharge” ermöglicht eine sichere Abrechnung ohne WLAN oder LTE über eine Cloud-Plattform

BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber für die innovativsten und leistungsstärksten Start-ups im Automotive-Sektor, investiert als Lead-Investor in das Münchner Start-up HeyCharge, das den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw vereinfacht. Mit seiner zum Patent angemeldeten Technologie “SecureCharge” ermöglicht HeyCharge das Laden von E-Pkw in Tiefgaragen und Parkhäusern unabhängig von einer Internetverbindung. Insgesamt sammelte das Start-up für seine Seed-Finanzierung 4,7 Millionen US-Dollar ein. HeyCharge gehört zu den Sommer-Absolventen 2021 des US-amerikanischen Start-up-Accelerators Y Combinator.

„Der Markt für Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Jahren rasant wachsen und erfordert einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur weltweit”, sagt Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures. „HeyCharge ermöglicht als erstes Unternehmen das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen ohne Internetverbindung. Das ist der Schlüssel, um Ladestationen ortsunabhängig kommerzialisierbar zu machen. Daher sehen wir bei HeyCharge eine entscheidende Technologie für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Für gewöhnlich benötigen intelligente E-Ladestationen eine Internetverbindung sowie eine App oder eine RFID-Karte, um aktiviert zu werden. Doch die meisten Tiefgaragen und Parkhäuser verfügen derzeit noch nicht über eine gute Internetverbindung. Chris Cardé, ehemaliger Google-Softwarespezialist sowie Gründer und CEO von HeyCharge, erkannte das Problem, als er sein eigenes E-Auto in der Tiefgarage seines Münchner Wohnhauses nicht aufladen konnte. Da die Zahl der Elektroautos auf den Straßen zunimmt – bis 2040 wird praktisch jeder weltweit verkaufte Neuwagen ein Elektroauto sein – besteht ein großer Bedarf an skalierbaren Lademöglichkeiten, welche in den Alltag der Verbraucher:innen passen.

Nach Aussage von Eurostat lebten 2019 rund 56 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Mehrfamilienhäusern, in Europa 46 Prozent – das heißt gerade auch an diesen Orten braucht es einen Ausbau an Ladestationen. Die Abhängigkeit von einer Internetverbindung erschwert jedoch die Installation von Ladeboxen, gerade in Tiefgaragen und Parkhäusern. Das Ziel von HeyCharge ist es, diese Lücke zu schließen und zugleich für Verbraucher:innen sowie Unternehmen eine kostengünstige, alltagstaugliche und skalierbare Lösung anzubieten, die auch ohne Internet sicher funktioniert. HeyCharge bietet sich vor allem auch für Gebäudebetreiber an, die das beste Preis-Leistungsverhältnis für die Abrechnung mit den Nutzern:innen suchen.

Die zum Patent angemeldete Technologie hinter “SecureCharge” ermöglicht die Kommunikation zwischen Ladegeräten und der HeyCharge-App oder dem Software Development Kit (SDK) über Bluetooth – eine Internetverbindung vor Ort wird somit überflüssig. Die Technologie minimiert die Latenzzeit zwischen Telefon und Ladegerät und maximiert zugleich die Verfügbarkeit des Systems. In Kombination mit dem HeyCharge-Ladegerät, dem “Access Point”, können die Gesamtkosten für Hardware, Installation, Kommunikation und Service um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

In Ergänzung zu der performanten HeyCharge Wallbox (bis zu 22 kW) bietet der HeyCharge Access Point eine intelligente Lösung für Zugangskontrolle und Verbrauchsabrechnung basierend auf der sogenannten Mode-2 Ladearchitektur. Der Vorteil dieser Lösung liegt vorallem darin, dass bestehende Ladepunkte mit einfachen Mitteln und in kürzester Zeit aufgerüstet werden können. In wenigen Minuten kann der Betrieb der Infrastruktur sichergestellt und neue Geschäftsmodelle für Partner und Kunden ermöglicht werden.

„Die Lösung von HeyCharge macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen nicht nur skalierbar, sondern auch kostengünstiger, so dass ein einfaches Aufladen von Elektrofahrzeugen überall dort möglich ist, wo man lebt oder arbeitet“, sagte Chris Cardé, Gründer und CEO von HeyCharge. „Wir sind begeistert, in dieser Runde mit BMW i Ventures zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Investition zu nutzen, um unser Produkt weltweit im Markt zu positionieren und zu skalieren und den Verbrauchern kostengünstige Lademöglichkeiten anzubieten.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle: PIABO PR GmbH

Baerbock mahnt starke Rolle Europas bei Lösung von Ukraine-Krise an

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Berlin, 13. Jan (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mahnt bei der Lösung der Ukraine-Krise eine starke Rolle Europas an. Dies sei „besonders wichtig, weil ureigene Interessen der EU berührt sind – von der Souveränität und territorialen Unversehrtheit unabhängiger Staaten über Fragen der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen EU und Russland bis hin zur Sicherheitslage an den EU-Außengrenzen“, erklärte Baerbock am Donnerstag vor ihrer Abreise zum Treffen der EU-Außenminister in Brest. Zugleich brauche die EU gerade im Umgang mit autokratischen Staaten wie Russland, aber auch China einen „strategischen Kompass“.

„Wenn Europa einen gemeinsamen Kurs fährt und geschlossen auftritt, ist es ein Schwergewicht – agiert es dagegen gespalten, kämpft es unter seiner Gewichtsklasse“, erklärte die Grünen-Politikerin. Dieser strategische Kompass sei Gegenstand der zweitägigen Beratungen in der französischen Hafenstadt in der Bretagne. Dazu sind in Brest auch gemeinsame Beratungen mit den EU-Verteidigungsministern geplant. Zudem wollen die Außenminister laut Baerbock am Ende einer Woche mit entscheidenden Gesprächen zum Thema Russland eine Zwischenbilanz ziehen. „Wir bestimmen als Europäer unsere Positionen und meinen es ernst mit dem engen Draht zwischen den EU-Mitgliedstaaten.“

Am Mittwoch hatte der Nato-Russland-Rat erstmals seit gut zwei Jahren wieder getagt, um über die bestehenden Spannungen zwischen beiden Seiten zu beraten. Dabei steht die Ukraine-Krise im Zentrum. Eine Annäherung gab es aber nicht, die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion, was die Regierung in Moskau zurückweist. Russland fordert aber Sicherheitsgarantien von der Nato und dabei unter anderem die Zusage, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Dies lehnt die Allianz kategorisch ab.

Baerbock mahnt starke Rolle Europas bei Lösung von Ukraine-Krise an

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13. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 21:08 Uhr

Frankfurt,13. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

19.57 Uhr – Die Vorstellung der ersten NFT-Modekollektion ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gap. Die Aktien der Bekleidungsfirma steigen an der Wall Street um sieben Prozent. Das Unternehmen bietet in Zusammenarbeit mit Branden Sines, dem Erfinder der Comic-Figur Frank Ape, entwickelte virtuelle Kleidungsstücke als Non-Fungible Token (NFTs) an. Durch diese digitalen Eigentumsnachweise werden diese zu Sammlerobjekten.

16.13 Uhr – Ein Vermarktungsdeal mit der Premier League schiebt ViacomCBS an. Die Aktien der TV-Senderkette steigen an der Wall Street um 2,5 Prozent. Das Unternehmen sicherte sich für seinen Streamingdienst Paramount+ die exklusiven Senderechte für Spiele der ersten britischen Fußball-Liga in Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten.

16.08 Uhr – Die Aufnahme in ein kalifornisches Kaufprämien-Programm gibt Nikola Auftrieb. Die Aktien des Anbieters von Elektro-Lastern steigen an der Wall Street um sechs Prozent. Den Angaben zufolge können Kunden bis zu 120.000 Dollar Zuschuss je Fahrzeug bekommen.

16.01 Uhr – Die Zulassung eines Eisenersatzmittels in Südkorea beschert Rockwell Medical den größten Kurssprung seit mehr als 19 Jahren. Die Aktien der Biotechfirma steigen an der Wall Street um 63 Prozent auf 0,65 Dollar. Den Angaben zufolge erhielt der Partner Jeil Pharma grünes Licht von den südkoreanischen Behörden, Triferic zur Behandlung von Patienten mit chronischen Nierenleiden einzusetzen. Rockwell erhält von Jeil Meilenstein-Zahlungen und eine Umsatz-Beteiligung.

15.55 Uhr – Ein überraschend starkes Weihnachtsgeschäft ermuntert Anleger zum Einstieg bei Big 5 Sporting Goods. Die Aktien des Sportartikelhändlers steuern mit einem Plus von neun Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zwei Monaten zu. Das Unternehmen machte vorläufigen Zahlen zufolge im vierten Quartal einen Gewinn von 0,84 bis 0,86 statt der bislang angepeilten 0,55 bis 0,70 Dollar je Aktie.

12.20 Uhr – Die Anleger strafen Geberit trotz eines rekordhohen Umsatzzuwachses im vergangenen Jahr ab. Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns fallen um 3,4 Prozent auf 672,40 Franken. Sie sind damit größter Verlierer unter den Schweizer Standardwerten. Analysten äußerten sich skeptisch zum knapp 16-prozentigen Plus der Verkaufserlöse im Jahr 2021. Der starke Umsatzanstieg dürfte hauptsächlich auf Vorzieheffekte im Vorfeld von Preiserhöhungen zurückzuführen zu sein, erklärte etwa Vontobel-Experte Bernd Pomrehn. Und es gebe erste Anzeichen für eine Abschwächung des Trends zum Heimwerken, der 2021 für Schub gesorgt habe. Für Verstimmung sorgte ferner, dass Geberit-Chef Christian Buhl eine Prognose für das laufende Jahr unter Verweis auf das weiterhin unsichere Marktumfeld ablehnte.

10.49 Uhr – Der Dollar kann von der Aussicht auf eine baldige Zinswende in den USA nicht mehr profitieren. Die US-Währung gerät erneut unter Druck, der Dollar-Index fällt auf ein Zwei-Monats-Tief von 94,713 Punkten. Der Euro klettert um bis zu 0,3 Prozent auf 1,1478 Dollar, den höchsten Stand seit dem 11. November. Börsianern zufolge dürfte die anstehende Straffung der US-Geldpolitik inzwischen im Markt eingepreist sein. „Die Inflationsrisiken sind ausreichend thematisiert und insbesondere die US-Notenbank wird nicht müde zu betonen, darauf reagieren zu wollen“, schreiben die Analysten der Helaba. Eine Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte im März werde zu knapp 80 Prozent eskomptiert. Zudem würden vier Schritten bis Ende 2022 eine immer höhere Wahrscheinlichkeit beigemessen.

10.09 Uhr – Der Rekordgewinn von TSMC sorgt für gute Stimmung in der Chipbranche. Danke der hohen Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones, Laptops und anderen technischen Geräten kletterte das Nettoergebnis des weltgrößten Chipauftragsfertigers von Oktober bis Dezember um rund 16 Prozent auf 166,2 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 5,26 Milliarden Euro). Die Aktien von Infineon, STMicro, ASML Holding, ASM International und BE Semiconductor rücken zwischen 1,4 und 4,5 Prozent vor. Der Stoxx Europe Technology Index gewinnt bis zu 1,1 Prozent.

09.55 Uhr – Nach der Insolvenz der MV Werften haben die Aktien des asiatischen Eigners Genting den Handel in Hongkong mit herben Verlusten wieder aufgenommen. Die Papiere fielen nach einer viertägigen Handelspause um 56,2 Prozent – der größte Tagesverlust seit dem Börsendebüt im November 2000. Das Kreuzfahrtunternehmen kann nach eigenen Angaben infolge der Pleite in Deutschland Kredite über knapp 2,8 Milliarden Dollar nicht mehr bedienen.

07.56 Uhr – Henkel sind mit einem Plus von 0,9 Prozent bei Lang & Schwarz Spitzenreiter im Dax. Die Analysten der SocGen haben die Aktien auf „Buy“ von „Sell“ hochgestuft.

07.48 Uhr – Nach einer Kaufempfehlung stehen K+S bei Lang & Schwarz an der MDax-Spitze. Die Aktien legen 1,8 Prozent zu. Die Analysten der Berenberg Bank haben die Titel auf „Buy“ von „Hold“ heraufgesetzt.

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Dax niedriger erwartet – US-Bilanzsaison naht

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Update 7:48

Frankfurt, 13. Jan (Reuters) – Einen Tag vor dem Startschuss zur US-Bilanzsaison wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag niedriger starten. Am Mittwoch hatte er 0,4 Prozent im Plus bei 16.010,32 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten mit Erleichterung aufgenommene US-Inflationsdaten den Börsen Auftrieb gegeben. Am Freitag legen die Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo ihre Quartalszahlen vor und läuten damit traditionell die US-Bilanzsaison ein. Anleger könnten mit Rekordergebnissen rechnen, prognostizierte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Dies sei aber keine Überraschung. Daher konzentrierten sich Börsianer auf Aussagen, wie sich das Geschäft vor dem Hintergrund der erwarteten US-Zinserhöhungen entwickeln werde. Diesseits des Atlantik öffnen unter anderem die britischen Supermarkt- und Kaufhausketten Marks & Spencer und Tesco ihre Bücher. Ersterer war dem Branchendienst NielsenIQ zufolge im abgelaufenen Quartal der am schnellsten wachsende Lebensmittelhändler im Vereinigten Königreich. Branchenführer Tesco habe unter dem Strich am besten abgeschnitten.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 16.010,32
Dax-Future 15.986,00
EuroStoxx50 4.316,39
EuroStoxx50-Future 4.302,50

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 36.290,32 +0,1 Prozent
Nasdaq 15.188,39 +0,2 Prozent
S&P 500 4.726,35 +0,3 Prozent

Asiatische Indizes am Stand Veränderung
Donnerstag
Nikkei 28.473,89 -1,0 Prozent
Shanghai 3.561,17 -1,0 Prozent
Hang Seng 24.299,59 -0,4 Prozent

Dax niedriger erwartet – US-Bilanzsaison naht

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Marktentwicklungen 13. Januar 2022

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Update 19:20

13. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

PARTNERS GROUP – Zürich: Der Schweizer Finanzinvestor ist 2021 stark gewachsen. Die verwalteten Vermögen der Private-Equity-Gesellschaft kletterten um 17 Prozent auf 127 Milliarden Dollar, wie die Firma mitteilte. Die Kunden hätten Kapitalzusagen in Höhe von 25 (2020: 16) Milliarden Dollar gemacht und die erwartete Bandbreite von 19 bis 22 Milliarden damit übertroffen. Für das laufende Jahr rechnet Partners Group mit Kapitalzusagen von 22 bis 26 Milliarden Dollar. „Wir sind für 2022 zuversichtlich, dass wir weiterhin nachhaltig und profitabel wachsen können“, erklärte Finanzchef Hans Ploos van Amstel.

RENAULT – Guyancourt: Der Vorstand des französischen Autobauers blickt trotz des anhaltenden Chipmangels mit Zuversicht auf das laufende Jahr. „Wir sind für 2022 relativ zuversichtlich, wissen aber, dass es eine volatile und unsichere Welt ist“, sagte Konzernchef Luca de Meo. Der Vorstand hoffe zudem, den Rest des Staatsdarlehens in Höhe von drei Milliarden Euro so schnell wie möglich zurückzahlen zu können.

DELTA AIR LINES – Chicago: Die US-Airline will nicht bei der staatlichen italienischen Fluggesellschaft ITA einsteigen. „Wir planen nicht, in sie zu investieren“, sagte Delta-Chef Ed Bastian der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachfolgerin der pleite gegangenen Alitalia sucht einen Partner. ITA sei nicht groß genug, um allein zu überleben und brauche deshalb eine Partnerschaft mit einem größeren Konkurrenten, hatte der Chef von Italia Trasporto Aereo (ITA), Alfredo Altavilla, am Mittwoch gesagt. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen von ITA gehören zu möglichen Partnern Lufthansa, British Airways und Delta.

CREDIT SUISSE – Zürich: Die Schweizer Großbank will in Zusammenhang mit der Abwicklung von gemeinsam mit der insolventen Greensill Capital geführten Fonds einen Teil des Geldes von Versicherungen zurückholen. Credit Suisse habe fünf Versicherungsansprüche im Gesamtvolumen von rund 1,17 Milliarden Dollar eingereicht, wie das Institut mitteilte. Die Ansprüche beträfen überfällige Zahlungen von Schuldnern. Credit Suisse hatte im vergangenen März vier Lieferkettenfinanzierungs-Fonds im Gesamtvolumen von gut zehn Milliarden Dollar eingefroren. Seitdem hat die Bank 7,2 Milliarden Dollar aus der Liquidation der Fondspositionen eingesammelt und davon rund 6,7 Milliarden Dollar an die Anleger ausgeschüttet.

ASOS – London: Das Wachstum des britischen Onlinemodehändlers verliert an Fahrt. In den vier Monaten bis Ende Dezember stieg der Umsatz um fünf Prozent verglichen mit einem Plus von 22 Prozent im bis Ende August laufenden Geschäftsjahr. Die Bruttomarge verringerte sich um 400 Basispunkte auf 43 Prozent, weil Asos Waren reduzieren musste und höhere Frachtkosten belasteten. Dennoch hielt der Konzern an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Diese sieht einen Umsatzanstieg von zehn bis 15 Prozent vor und einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 110 und 140 Millionen Pfund.

468 SPAC II – München: Der Erfolg mit dem Kinder-Hörspiel-Startup Tonies macht den Technologie-Investoren von 468 Capital Mut: Sie wollen einen zweiten leeren Firmenmantel an die Börse bringen, der auf die Suche nach einem europäischen Unternehmen aus den Bereichen Konsumelektronik, Software oder Künstliche Intelligenz gehen soll. 468 SPAC II soll bis Freitag 250 Millionen Euro frisches Kapital einsammeln, das Börsendebüt ist für den 20. Januar geplant. 468 SPAC I war im Frühjahr die zweite Special Purpose Acquisition Company (SPAC) seit mehr als einem Jahrzehnt, die an die Frankfurter Börse ging. Im Herbst schluckte 468 SPAC I den Hörspiel-Anbieter Boxine, der für seine „Tonie“-Boxen bekannt ist; inzwischen firmiert das Unternehmen unter Tonies SE.

HITACHI – Tokio: Der japanische Mischkonzern will einem Medienbericht zufolge seinen Anteil am Geschäft mit Baumaschinen abbauen. Hitachi plane, die Hälfte seiner Beteiligung von 51 Prozent an Hitachi Construction Machinery an das Handelsunternehmen Itochu Corp und die Fondsfirma Japan Industrial Partners zu verkaufen, berichtete der Sender NHK. Informationen der Zeitung „Nikkei“ zufolge soll der Anteil für 200 Milliarden Yen (1,53 Milliarden Euro) verkauft werden. Die Baumaschinenfirma konkurriert mit dem größeren japanischen Konkurrenten Komatsu und dem US-Konzern Caterpillar und stellt unter anderem Bagger, Radlader und Kipplaster her. Seit vielen Jahren befindet sich Hitachi in einem Umbau, im Zuge dessen hat sich der Konzern unter anderem von der Chemiefirma Hitachi Chemical und dem Chipanlagenbauer Hitachi Kokusai Electric getrennt.

FAST RETAILING – Tokio: Die hohe Nachfrage in Südasien, Nordamerika und Europa hat den Gewinn des japanischen Modekonzerns angekurbelt. Im Ende November beendeten ersten Quartal stieg der operative Gewinn der Uniqlo-Mutter um 5,6 Prozent auf 119,4 Milliarden Yen (910,7 Millionen Euro). Von Refinitiv befragte Analysten hatten im Schnitt 102,6 Milliarden Yen erwartet. In Japan und China gingen Umsatz und Gewinn allerdings zurück. Der Konzern hielt an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest: Der operative Gewinn soll um 8,4 Prozent auf 270 Milliarden Yen steigen. Die Uniqlo-Aktien gaben um rund zwei Prozent nach.

ADLER GROUP – Frankfurt: Das Immobilienunternehmen baut weiter Schulden ab und verkauft deshalb ein Paket mit 14.400 Immobilien an den Investor KKR/Velero. Der vereinbarte Kaufpreis bewerte das Portfolio mit 1,05 Milliarden Euro, was eine Prämie zum Buchwert beinhalte. Adler erwarte einen Nettoerlös von 600 Millionen Euro. „Mit diesem Mittelzufluss wird die Adler Group ihre Bilanz weiter entschulden und ihr strategisches Ziel erreichen, den Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) auf unter 50 Prozent zu senken“, teilte die Firma mit. Die Wohn- und Gewerbeimmobilien befinden sich überwiegend in mittelgroßen Städten in Ostdeutschland. Anfang Dezember hatte Adler bereits rund 15.000 Wohnungen an den Konkurrenten LEG Immobilien verkauft. Investoren hatten den Abbau der Schulden gefordert.

Geberit – Zürich: Der Schweizer Sanitärtechnikkonzern hat den Nettoumsatz im Jahr 2021 um den Rekordwert von 15,9 Prozent auf 3,46 Milliarden Franken gesteigert. Unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen betrug der Zuwachs 14,7 Prozent und gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 16,4 Prozent, wie Geberit mitteilte. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben weitere Marktanteile gewonnen. Vor allem in Europa, den Regionen Fernost-Pazifik und Nahost-Afrika zogen die Verkäufe kräftig an. Amerika hinkte mit einem währungsbereinigten Plus von 5,1 Prozent hinterher. Geberit stellte für das abgelaufene Jahr eine Betriebsgewinnmarge (Ebitda) von rund 31 Prozent in Aussicht. Die Jahresbilanz soll am 9. März veröffentlicht werden.

Marktentwicklungen

Marktentwicklungen 13. Januar 2022

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Checkout.com erreicht eine Bewertung von 40 Milliarden US-Dollar

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checkout.com

Checkout.com erhält eine Milliarde US-Dollar in Serie-D-Finanzierung und drängt auf den US-Markt

Checkout.com gibt nach einem äußerst erfolgreichen Jahr, in dem der Zahlungsdienstleister Transaktionen im Wert von hunderten Milliarden US-Dollar für einige der größten Händler der Welt abgewickelt hat, den erfolgreichen Abschluss seiner Serie-D-Finanzierungsrunde im Wert von einer Milliarde US-Dollar bekannt. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von 40 Milliarden US-Dollar. Zu den Hauptinvestoren gehören Altimeter, Dragoneer, Franklin Templeton, GIC, Insight Partners, die Qatar Investment Authority, Tiger Global, der Oxford Endowment Fund und ein weiterer US-Investor. Das neu gewonnene Kapital wird in drei Schlüsselbereichen eingesetzt: Für den Ausbau des US-Geschäfts, die Einführung einer Lösung für Marktplätze und den Ausbau der Führungsposition im Web 3.0.

Viele weitere bereits bestehende Investoren1 des Unternehmens beteiligten sich ebenfalls an der neuen Finanzierungsrunde. Checkout.com bietet eine umfassende Online-Plattform, die die Zahlungsprozesse für große, weltweit tätige Händler vereinfacht. Angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen seit mehreren Jahren profitabel ist, wird das frische Kapital eine bereits solide Bilanz stärken. Mit der neuen Finanzierung verdoppelt Checkout.com seine Bewertung im Vergleich zu der Serie-C-Runde vor etwa einem Jahr.

In der Zwischenzeit konnte das Unternehmen ein bemerkenswertes Wachstum in seinem Heimatmarkt und der EMEA-Region verzeichnen und das Volumen der verarbeiteten Transaktionen im dritten Jahr in Folge verdreifachen. Heute zählen große E-Commerce- und Technologieunternehmen wie Netflix, Farfetch, Grab, NetEase, Pizza Hut, Shein, Siemens und Sony, Fintech-Unternehmen wie Klarna, Revolut, Qonto und WorldRemit sowie die Hälfte der weltweit größten Kryptobörsen (darunter Coinbase, Crypto.com, FTX und Moonpay) zu den Kunden von Checkout.com.

Im vergangenen Jahr eröffnete das Unternehmen außerdem neue Niederlassungen in sechs Ländern, um die steigende Nachfrage der Händler zu bedienen. Zudem wurde das Führungsteam in den USA und Europa um einen neuen CFO, CHRO, CMO, CRO, CPO und CTO erweitert – und das bei einem gleichzeitigen Anstieg der Gesamtzahl der Mitarbeiter auf über 1.700 in 19 Ländern.

„Im Kern helfen wir Händlern dabei, die Komplexität des weltweiten Geldverkehrs zu bewältigen, unabhängig davon, ob sie in Fiat-Währung arbeiten oder Web3 und die Blockchain nutzen“, sagt Guillaume Pousaz, Gründer und CEO von Checkout.com. „Durch die Kombination unserer Technologie, unserer Branchenkenntnisse und einem Service-Ansatz, der über das übliche Maß hinausgeht, haben wir in den letzten zehn Jahren enge Partnerschaften mit einigen der innovativsten Unternehmen der Welt aufgebaut. Unsere neue Finanzierungsrunde ist eine Bestätigung für die bisherige Arbeit. Da wir uns erst am Anfang unserer Reise befinden, wird sie unsere Bemühungen unterstützen, die enormen Möglichkeiten zu erschließen, die vor uns liegen.“

Wachstum zur Deckung der US-Nachfrage

Als einer der größten E-Commerce-Märkte der Welt waren die USA für Checkout.com in den letzten Jahren ein Bereich, auf den sich das Unternehmen stark konzentriert und in den es vorrangig investiert hat. Heute ist Checkout.com eines der wenigen Unternehmen, das in den USA eine echte End-to-End-Zahlungsabwicklungs-Plattform anbieten kann und gleichzeitig international eine vollständige Funktionsparität bietet. Außerdem ist Checkout.com einer der einzigen Anbieter in den USA, der eine vollständig cloudbasierte Plattform anbietet, die direkt mit lokalen Netzwerken in den wichtigen Regionen und mit allen wichtigen alternativen Zahlungsmethoden verbunden ist.

„Wir beobachten seit langem eine große Nachfrage auf dem US-Markt. Mit der neuen Finanzierung werden wir unser Engagement für die Skalierung unserer Plattform, neue Partnerschaften und Produkte für unsere Kunden in den USA verdoppeln“, erklärt Céline Dufétel, CFO bei Checkout.com in New York. „Ähnlich wie bei unserem Ansatz in EMEA werden wir unseren Fokus auf Unternehmen beibehalten – insbesondere im Fintech-, Software- und E-Commerce-Bereich sowie bei Lieferdiensten, Reiseanbietern und Krypto-Händlern.

Wir wollen unsere US-Kunden dabei unterstützen, im In- und Ausland zu wachsen und unseren Nicht-US-Kunden helfen, auf dem amerikanischen Markt zu expandieren. Es gibt noch viel Potenzial und wir erwarten, dass unser nordamerikanisches Team allein in diesem Jahr um fast 200 Prozent wachsen wird.“

Plattformentwicklung für Marktplätze

Nach erfolgten Tests mit mehreren globalen Händlern wird das Unternehmen noch in diesem Jahr neue Angebote für Marktplätze und Payfacs auf den Markt bringen. Damit erweitert das Unternehmen seine Fähigkeit, Zahlungen innerhalb von Online-Marktplätzen abzuwickeln – ein Sektor, in dem die Transaktionsvolumina während der Pandemie und der Expansion der Gig-Economy in den Jahren zuvor drastisch gestiegen sind.

Die neuen Lösungen umfassen Technologien zur Identitätsüberprüfung, Split-Payments und Treasury-as-a-Service sowie die bestehenden Möglichkeiten von Payouts, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde, um Händlern zu helfen, Geldbeträge an Karten und Bankkonten auf der ganzen Welt zu senden. Seitdem wurden Auszahlungen in Milliardenhöhe für Unternehmen wie TikTok und Moneygram abgewickelt.

„Die Erweiterung unserer Produkt-Roadmap ist das Ergebnis jahrelanger engagierter Arbeit unserer globalen Plattform- und Ingenieurteams“, so Chief Technology Officer Ott Kaukver. „Als produktorientiertes Unternehmen, bei dem fast die Hälfte aller Mitarbeiter im Technologiebereich tätig ist, werden wir unsere Innovationen weiter vorantreiben. Dies eröffnet uns zusätzliche Möglichkeiten in der gesamten Wertschöpfungskette des Zahlungsverkehrs. Dies hilft uns, die Bedürfnisse unserer Händler auf der ganzen Welt zu erfüllen.“

Einmalige Chancen im Web 3.0

Es wird erwartet, dass der globale E-Commerce-Markt das Wachstum des traditionellen Handels weiterhin übertreffen wird – insbesondere durch neue Technologien wie Kryptowährungen und NFTs. Checkout.com will seine Position im Web 3.0-Bereich daher weiter festigen. Die Zahlungssysteme des Unternehmens versorgen bereits Börsen, die fast 80 Prozent des weltweiten Krypto-Handelsvolumens repräsentieren. Die modularen Produkte und die robuste Plattform sind auch bei Fan-Token-Anbietern wie Socios.com und Blockchain-basierten Wallets wie Novi von Facebook beliebt. Derzeit testet das Unternehmen eine innovative Lösung zur Abwicklung von Händler-Transaktionen mit digitalen Währungen.

„Checkout.com ist auf dem riesigen Markt für Zahlungslösungen der nächsten Generation führend und der wichtigste digitale Zahlungspartner für viele der weltweit führenden Unternehmen. Als langfristiger Investor sind wir von der Produktinnovation und dem kundenorientierten Ansatz des Unternehmens beeindruckt“, so Choo Yong Cheen, Chief Investment Officer of Private Equity bei GIC, dem Staatsfonds von Singapur.

„Aus diesem Grund engagieren wir uns seit der Serie-A-Finanzierung für die langfristige Zukunft des Unternehmens und sind nun Teil des Serie-D-Investments. Wir glauben, dass Checkout.com wirklich gerade erst am Anfang steht. Und wir freuen uns darauf, das globale Netzwerk von GIC und unsere Bridge Forum-Plattform zu nutzen, um Guillaume und sein außergewöhnliches Team noch viele Jahre lang zu unterstützen.“

Bild CEO Guillaume Pousaz

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1Blossom Capital, Coatue Management, DST Global, Endeavor Catalyst & Ribbit Capital

Quelle AxiCom GmbH