Donnerstag, August 13, 2026
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Faurecia hofft nach Hella-Übernahme auf Einsparungen – Neuer Name

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München/Paris, 07. Feb (Reuters) – Der französische Autozulieferer Faurecia schraubt nach dem Zusammenschluss mit dem deutschen Scheinwerfer-Spezialisten Hella seine Sparziele nach oben. Jährlich würden nun mit Einsparungen von 250 Millionen Euro gerechnet, sagte das Unternehmen am Montag voraus. Zugleich hält der weltweit siebtgrößte Autozulieferer an seinem Ziel fest, den Umsatz bis 2025 auf 33 Milliarden Euro zu steigern.

„Wir kombinieren zwei profitable Unternehmen, die sich sehr gut ergänzen“, sagte Faurecia-Chef Patrick Koller. Weltweit werde jedes zweite Auto mit Produkten des Unternehmens ausgestattet.

Die Gewinnmarge solle über 8,5 Prozent liegen, teilte das französische Unternehmen am Montag mit. Mit dem Zusammenschluss seien wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen, dass gemeinsam mit Faurecia zusätzliche Absatzmöglichkeiten erschlossen und Synergiepotenziale realisiert werden könnten, sagte der scheidende Hella-Chef Rolf Breidenbach.

Hella

Der Zusammenschluss des Unternehmens sollte „dazu beitragen, den höheren Gegenwind auszugleichen, vor allem die Inflation“, sagte Oddo-BHF-Experte Michael Foundoukidis. Zuletzt hatten beide Unternehmen unter dem Chipmangel in der Autobranche gelitten und ihre Prognosen gesenkt. Eine aktualisierte Prognose wurde nun für das zweite Quartal angekündigt.

Der kombinierte Konzern tritt unter dem neuen Namen Forvia an, sowohl Faurecia als auch Hella blieben aber als eigenständige Unternehmen erhalten. Faurecia hatte die Mehrheit an Hella mit Sitz in Lippstadt im August für rund 6,7 Milliarden Euro übernommen.

Faurecia hofft nach Hella-Übernahme auf Einsparungen – Neuer Name

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Investitionen in Fintech-Unternehmen steigen 2021 rasant an

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Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Die Investitionen in Fintech-Unternehmen sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr weltweit kräftig nach oben geschnellt. Start-Ups, die in den Feldern Zahlungsverkehr, Blockchain und Krypto aktiv sind, hätten besonders viele Gelder eingesammelt, teilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in einer am Montag veröffentlichten Branchenstudie mit. Die Zahl der Deals sei 2021 um 51 Prozent auf einen neuen Rekordwert 5684 geklettert.

Dies habe die weltweiten Investitionen um 68 Prozent auf 210 Milliarden Dollar anschwellen lassen. „Wir gehen davon aus, dass die Fintech-Investitionen auch 2022 auf hohem Niveau bleiben“, erklärte KPMG-Partner Bernd Oppold.

Laut Studie verdoppelten sich im vergangenen Jahr die Investments in Zahlungsverkehrs-Fintechs nahezu auf 51,7 Milliarden Dollar. In Firmen, die Blockchain- oder Kryptoprodukte oder entsprechende Dienstleistungen um diese herum anbieten, flossen Gelder in Höhe von 30,2 Milliarden Dollar. Das ist fast sechsmal so viel wie 2020. In Firmen aus dem Bereichen Cybersecurity und Wealthtech seien mit 4,85 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,62 Milliarden Dollar Rekordinvestitionen geflossen.

Fintech

Das Wissen um die potenzielle Bedeutung von Kryptoprodukten und -Diensten und deren Basistechnologien für die moderne Finanzwirtschaft sei deutlich gestiegen, hieß es in der Studie. Die Aktivitäten in dem Feld hätten auch Zentralbanken auf den Plan gerufen, von denen einige die Ausgabe eigener Digitalwährungen prüften. Auch die Aufsichtsbehörden schauten sich die Entwicklung nun immer aufmerksamer an.

In der Region Europa, Naher Osten, Afrika nahmen die Fintechinvestitionen 2021 laut Studie auf einen Rekordwert von 77,4 Milliarden Dollar zu nach 26,7 Milliarden im Vorjahr.

Spitzenreiter waren laut KPMG die Länder Nordeuropas mit 18,5 Milliarden Dollar vor Deutschland mit 5,4 Milliarden und Irland mit 1,6 Milliarden Dollar. Zu den größten Finanzierungsrunden im zweiten Halbjahr zählte laut Studie die Kapitalerhöhung von 900 Millionen Dollar bei der Berliner Handybank N26, sowie die 800 Millionen Dollar, die die britische Digitalbank Revolut eingesammelt hat. 

Investitionen in Fintech-Unternehmen steigen 2021 rasant an

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Multi-Milliarden-Fonds für europäische Tech-Start-ups geplant

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Berlin/Paris, 07. Feb (Reuters) – Die Bundesregierung will sich an einem aus öffentlichen Geldern gespeisten Multi-Milliarden-Fonds zur Förderung europäischer Technologie-Start-ups beteiligen, um die Abhängigkeit etwa von Unternehmen aus den USA und Asien zu verringern. „Wir werden eine European Tech Champions Initiative (ETCI) ins Leben rufen, an der sich Deutschland mit einer Milliarde Euro beteiligt“, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Er werde dazu bei einem Besuch in Paris am Dienstag eine Erklärung mit anderen Partnern unterschreiben. Ziel sei es, den Finanzierungsbedarf von Unternehmen speziell in der Wachstumsphase zu decken.

„Es geht darum, bessere Anreize zu schaffen, damit privates Kapital tatsächlich in großem Maßstab in potenzielle globale Champions fließen kann“, sagte Lindner. „Nur so werden wir im weltweiten Wettbewerb mithalten können.“

Multi

Frankreichs Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte an, er werde mit Lindner Details zum geplanten ETCI-Dachfonds mitteilen.

Es solle zehn bis 20 Fonds geben mit einem Mindestwert von einer Milliarde Euro, um Technologie-Champions zu finanzieren. „Unser Ziel ist es letztlich, bis 2030 zehn Technologieunternehmen mit einem Wert von jeweils mehr als 100 Milliarden Euro zu haben“, sagte Le Maire bei einer Konferenz zur digitalen Souveränität. Durch die ETCI sollen Start-ups leichteren Zugang zu europäischen Investoren erhalten. 

Multi-Milliarden-Fonds für europäische Tech-Start-ups geplant

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BDI und Hauptgeschäftsführer Lang gehen getrennte Wege

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) muss sich nach einem neuen Hauptgeschäftsführer umsehen. Amtsinhaber Joachim Lang werde das Präsidium in dessen nächster Sitzung am 21. Februar um die Aufhebung seiner Bestellung bitten, teilte der einflussreiche Lobbyverband am Montag in Berlin mit.

Er wolle sich neuen Aufgaben außerhalb des Verbandes widmen. „Dies geschieht in voller wechselseitiger Wertschätzung der Beteiligten“, heißt es in einer von BDI-Präsident Siegfried Russwurm und Lang gemeinsam verbreiteten Erklärung.

Hauptgeschäftsführer

Zu den Gründen für Langs Abgang gibt es einem Bericht der „Welt“ zufolge unterschiedliche Informationen. Darin wird aus Branchenkreisen zitiert, wonach der als unionsnah geltende 55-Jährige gehen müsse, weil sich der BDI nach dem Regierungswechsel zu einer Ampelkoalition politisch neu aufstellen wolle.

Im BDI-Umfeld wiederum heiße es, Lang suche nach fünf Jahren beim BDI nach einer neuen Herausforderung.

Der BDI ist die Spitzenorganisation der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister. Er vertritt 40 Branchenverbände und mehr als 100.000 Unternehmen mit rund acht Millionen Beschäftigten im Inland.

BDI und Hauptgeschäftsführer Lang gehen getrennte Wege

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Bayern lockert Corona-Vorschriften – Impfpflicht ausgesetzt

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München, 07. Feb (Reuters) – Bayern geht trotz der steigenden Corona-Neuinfektionen auf Lockerungskurs. Die Sperrstunde in der Gastronomie fällt, in Sport und Kultur werden mehr Zuschauer zugelassen, auch die Vorschriften für Friseure und andere körpernahe Dienstleister werden erleichtert. Ministerpräsident Markus Söder sprach am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands von einer „sanften und kontrollierten Öffnung“. „Bei der Belastung der Krankenhäuser und des Gesundheitssystems droht keine Überforderung mehr.“ Es gelte, die „Tür durch die Coronawand zu finden“.

Zudem soll die Impfpflicht im Gesundheitswesen ausgesetzt werden. Diese sei kein geeignetes Mittel, um die derzeitige Omikron-Welle zu brechen, sie könne aber erhebliche Probleme schaffen, wenn ungeimpfte Pflegekräfte kündigten, sagte Söder. „Deswegen werden wir im Vollzug großzügigste Übergangsregelungen anwenden.“ Das laufe de facto „auf ein Aussetzen des Vollzugs“ hinaus. Gesundheitsminister Klaus Holetschek arbeite derzeit an Details.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen soll ab Mitte März gelten. Zuletzt war immer wieder Kritik an der Impfpflicht in Krankenhäusern oder Pflegeheimen geäußert worden. Söder bekräftige aber, er sei grundsätzlich für eine Impfpflicht.

Bayern

OBERGRENZE IN SPORT UND KULTUR ANGEHOBEN

Derzeit gilt für Gaststätten in Bayern noch eine Sperrstunde von 22 Uhr. Diese solle aufgehoben werden, die 2G-Regelung werde allerdings beibehalten. Bei Sport- und Kulturveranstaltungen sollen in Zukunft wieder deutlich mehr Plätze besetzt werden dürfen – im Kulturbereich solle die Obergrenze auf 75 Prozent erhöht werden, in Sportstadien auf 50 Prozent oder 15.000 Zuschauer. Bayern hatte erst vor zehn Tagen die Obergrenze auf 10.000 erhöht. Die Erfahrungen seien positiv, sagte Söder. In beiden Fällen gelte eine 2G-Plus-Regelung mit Maske – das sei ein „sehr sehr hinreichender Schutz“.

Zudem sollen Friseure, Nagelstudios oder andere körpernahe Dienstleister künftig auch wieder Kunden nur mit negativem Coronatest bedienen dürfen. Söder kündigte an, dass hier eine 3G-Regelung ausreichend sei. Im Handel war die 2G-Regelung zuletzt gerichtlich gekippt worden. 

Bayern lockert Corona-Vorschriften – Impfpflicht ausgesetzt

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Gespräch mit Dr. Johannes Schmitt, Co-CEO der Bloxxon AG

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Bloxxon Portrait

Bloxxon ist ein B2B-Anbieter von Blockchain-Technologie

Stell dich doch bitte kurz vor!

Ich bin Johannes, seit März 2021 Co-CEO von Bloxxon und seit 2013 Krypto-Enthusiast. Von Hause aus bin ich promovierter Philosoph. 

Was hat Dich bewogen Bloxxon zu gründen?

Ich habe Bloxxon nicht gegründet. Die Bloxxon ist als eine Abspaltung aus der Kapilendo AG (jetzt: Invesdor) entstanden. Ich habe das Unternehmen wenige Monate nach der Ausgliederung übernommen und führe es seitdem gemeinsam mit meinem Co-CEO Daniel. Mich hat es gereizt, ein neues und ganz junges Business in der Blockchain bzw. Krypto-Branche aufzubauen. Kraken, die Firma, bei der ich zuvor über 7 Jahre tätig war, hatte sich von 10 auf über 1000 Leute vergrößert – ich wollte nochmal die ersten Schritte erleben, die Gründungsmentalität mit einem kleineren Team.

Wie bist du selbst das erste mal mit Bitcoin und Co. in Verbindung gekommen?

Das war im Frühjahr 2013. Mein Freund und Philosophie-Kollege, mit dem ich gerne auf Backpacking-Touren in die kalifornischen Berge ging, erzählte mir, dass er sich einen speziellen Rechner gebaut habe, um Bitcoins zu schürfen. Ich verstand erst einmal gar nichts, habe mich dann aber schnell eingelesen und noch im gleichen Jahr beim Krypto-Exchange Kraken angeheuert. 

Was genau ist Bloxxon?

Bloxxon ist ein B2B-Anbieter von Blockchain-Technologie, der sich auf die Themen Custody (d.h. Verwahrung von Krypto-Assets) Tokenisierung von Wertpapieren und Handelbarkeit von Krypto-Assets spezialisiert. 

In welchen Ländern seid Ihr aktiv?

Wir haben momentan aktive Kunden in Deutschland, sind aber mit potentiellen Kunden in Österreich und Belgien im Gespräch. Unser Zielmarkt ist mittelfristig die EU-27. 

Was steckt hinter BAM Crypto Index?

BAM ist eine noch recht junge Einheit der Bloxxon, die sich im Asset Management für Kryptowerte spezialisiert. Sie berechnet mehrere Indizes, darunter einen Crypto Core Index mit den „Platzhirschen“ Bitcoin und Ethereum und einen Next 11 Index, der sich auf spannende Aufsteiger aus der zweiten Reihe der Kryptowerte konzentriert.

Wie stehst Du zu dem Thema Regulierungen?

Bloxxon bietet Produkte für regulierte Marktteilnehmer an und eine Tochtergesellschaft der Bloxxon hat bereits 2021 als zweites Unternehmen in Deutschland eine Erlaubnis für die Verwahrung von Krypowerten erhalten.

Ich stehe dem Thema Regulierung also grundsätzlich positiv entgegen. Allerdings sollte Regulierung innovative Technologien fördern und nicht versuchen, diese in alte, überkommene Formen und Schablonen zu zwingen. Beim Thema Regulierung ist es immer wichtig, das Ziel der Regulierung im Auge zu behalten, nämlich den Schutz der Investoren und Verbraucher und die Stabilität der Märkte. Alles was darüber hinaus schießt, sehe ich kritisch. 

Dr. Johannes Schmitt, Co-CEO der Bloxxon AG

Wer sind Eure Kunden?

Ein wichtiger Kundenstamm sind Crowdfunding-Plattformen, die ihren Kundinnen Zugang zu Vermögensanlagen und Wertpapieren anbieten und die diese Investments erstmalig auf einer Blockchain abbilden wollen. Darüber hinaus richten wir uns aber an die gesamte Breite der Finanzdienstleister, die Blockchain-Lösungen nutzen wollen, um ihr Angebot an die Endkundinnen zu verbessern.

Was steht für 2022 für Bloxxon auf dem Plan?

Wir werden 2022 unser Kernprodukt, die Tokenisierungs-Engine, ausbauen und weiterentwickeln. Ebenso erweitern wir unser Angebot für Vermögensverwalter. Die Blockchaintechnologie bietet ständig neue Möglichkeiten und wir haben den Anspruch, ein führendes Unternehmen in dieser Technologie zu sein. Es gibt also eine Menge zu tun. Außerdem werden wir weitere Segmente des Marktes ansprechen, z.B. vermehrt Kunden außerhalb Deutschlands. 

Wie entwickelt sich die Finanzbranche in den kommenden Jahren?

Es ist heutzutage nicht mehr sonderlich originell, vorauszusagen, dass sich in 10 Jahren fast alle Prozesse, die heutzutage zwischen Akteuren des Finanzmarkts bilateral oder multilateral ablaufen – teils mit Unterstützung eines Faxgeräts – auf einer öffentlichen Blockchain abgewickelt werden, innerhalb von (Milli)sekunden. Für diese meiner Meinung nach großartige Vision kämpfen wir und arbeiten wir bei Bloxxon jeden Tag. 

Mehr Informationen unter: bloxxon

Wir bedanken uns bei dem bloxxon Co-CEO Dr. Johannes Schmitt für das Interview. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


TOP PERFORMER: Bloxxon

Kontakt:

Bloxxon AG
Joachimsthaler Str. 30
D-10719 Berlin

www.bloxxon.co
c.ficola@bloxxon.co

Ansprechpartner: Carlos Ficola Business Development Manager

Social Media:
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Kartellamt winkt rivalisierende Beteiligungspläne für die Schufa durch

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Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Das Bundeskartellamt würde den konkurrierenden Beteiligungsplänen des schwedischen Finanzinvestors EQT und der zur DZ-Bank-Gruppe gehörenden TeamBank für den Datenanbieter Schufa grünes Licht geben.

Die Behörde prüfe nur die wettbewerblichen Auswirkungen angemeldeter Zusammenschlüsse, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Montag. „Aus dieser Sicht waren beide Vorhaben freizugeben.“ Wie der Bieterwettbewerb um die Schufa, die den Handel und die Banken in Deutschland mit Daten zur Bonität von Kunden und Geschäftspartnern versorgt, weiter voranschreite, hänge daher allein von unternehmerischen Entscheidungen ab.

Kartellamt

Der Finanzinvestor EQT hat sich von der französischen Großbank Societe Generale zehn Prozent an der Wiesbadener Kredit-Auskunftei gesichert und eine Komplett-Übernahme beim Kartellamt angemeldet. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben jedoch ein Vorkaufsrecht für zum Verkauf stehende Anteile an der Schufa. Sie pochen auf die Neutralität der Schufa, die Insidern zufolge mit rund zwei Milliarden Euro bewertet wird. Die genossenschaftliche TeamBank (easyCredit) hat Pläne zur Aufstockung ihrer Anteile von zuletzt knapp 18 Prozent angemeldet.

Im Januar war EQT einen Schritt auf die Sparkassen und Genossenschaftsbanken zugegangen. EQT-Partner Matthias Wittkowski hatte damals der „Börsen-Zeitung“ gesagt, dass sich der Finanzinvestor auch als bedeutender Minderheitsaktionär engagieren würde. EQT sei dazu bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag zur Verfügung zu stellen, um das Wachstum der Schufa zu beschleunigen. Die 1927 als „Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung“ gegründete Schufa sammelt Daten zum Zahlungsverhalten und zu Kreditverpflichtungen von 68 Millionen Bürgern.

Kartellamt winkt rivalisierende Beteiligungspläne für die Schufa durch

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto
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Scholz betont in Washington Entschlossenheit im Ukraine-Konflikt

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Washington, 07. Feb (Reuters) – Unmittelbar vor seinem Besuch im Weißen Haus in Washington hat Bundeskanzler Olaf Scholz die deutsche Bereitschaft zu einschneidenden Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise betont. Zusammen mit seinen Verbündeten sei Deutschland bereit, notfalls „alle nötigen Schritte“ zu gehen, sagte Scholz der „Washington Post“ auf die Frage nach Sanktionen gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Putin wisse, dass er für eine Aggression gegen die Ukraine einen sehr hohen Preis zahlen müsse. „Aber wir sind klar über die nötige strategische Ambiguität“, sagte Scholz als Begründung, warum er keine Details zu den Sanktionen nennen wolle. Die russische Führung solle nicht ausrechnen können, wie kostspielig ein Vorgehen gegen die Ukraine wirklich werden würde.

Scholz absolviert am Montag seinen Antrittsbesuch bei US-Präsident Joe Biden. Vor dem Treffen im Weißen Haus lobt er in der „Washington Post“ dessen „Führung und Stärke“ und die direkten amerikanisch-russischen Gesprächskontakte. „Diese sind sehr schwierig“, sagte er. Scholz will in Washington neben Biden auch mit US-Kongress-Abgeordneten zusammentreffen.

Scholz

Zudem gibt er dem TV-Sender CNN ein Interview. Die Auftritte bei US-Medien dienen auch dazu, die deutsche Position im Ukraine-Konflikt angesichts öffentlicher Kritik zu erklären. Sowohl in den USA als auch in Deutschland war ihm eine zu zögerliche Haltung in dem Konflikt vorgeworfen worden. Scholz hatte dies mit Hinweis auf die intensive Krisendiplomatie zurückgewiesen. Er empfängt am Dienstag nach seiner Rückkehr aus Washington sowohl Polens Präsident Andrzej Duda als auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der am Montag Gespräche in Moskau führt. Zudem reist Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in die Ukraine.

Der Kanzler hatte bereits in Interview mit der ARD und RTL am Sonntag vor Abflug in die USA darauf verwiesen, dass Deutschland der größte Finanzier der Ukraine weltweit sei. Deutschland müsse sich also überhaupt nicht verstecken. In der „Washington Post“ verwies er zudem darauf, dass Deutschland mittlerweile den höchsten Verteidigungsetat auf dem Kontinent habe. Die etwa in Osteuropa kritisierte Ablehnung deutscher Waffenlieferungen begründete er mit der restriktiven deutschen Exportpolitik in diesem Bereich. Auch CDU-Chef Friedrich Merz sagte, Deutschland sollte im Alleingang keine Waffen liefern. Aber eine abgestimmte Unterstützung der ukrainischen Armee mit Verteidigungswaffen aus Europa dürfe Deutschland nicht blockieren, forderte er gegenüber der „Rheinischen Post“. „Wir dürfen da kein Veto einlegen.“

Als Ziel seines Besuchs in Washington nannte Scholz in der „Washington Post“ auch die Stärkung der transatlantischen Zusammenarbeit, unter anderem beim internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Er forderte die Führung in Teheran auf, wieder in die Gespräche über das Atomprogramm einzusteigen. „Wir haben nicht mehr viel Zeit“, sagte er. „Wir werden nicht akzeptieren, dass der Iran eine Atombombe hat, die das Land einsetzen kann“, betonte der SPD-Politiker.

Scholz betont in Washington Entschlossenheit im Ukraine-Konflikt

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Wie Klimaverträge die Industrie ins „Grüne“ locken sollen

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – Gigantisch sei die Aufgabe, Deutschland in eine klimaneutrale Gesellschaft umzubauen, warnte Wirtschaftsminister Robert Habeck bei seiner ersten Pressekonferenz. Während das Projekt im Energie-, Verkehrs- oder Gebäudesektor schon als kompliziert gilt, scheint es in der Industrie unlösbar. Die Stahl-, Chemie- oder Zementbranche kann schon technisch ihre Prozesse nicht auf Strom umstellen – in den Hochöfen werden vor allem Kohle und andere fossile Brennstoffe verheizt. Die Lösung soll der emissionsarme Energieträger Wasserstoff bringen.

Doch solche Anlagen rechnen sich noch nicht, der Betrieb ist viel zu teuer. Hier will nun der Staat ins Spiel kommen und der Industrie bei den Mehrkosten und Risiken für die grüne Transformation finanziell unter die Arme greifen – über sogenannte Klimaschutz-Verträge. Diese könnten den Staat einer Studie der Denkfabrik Agora zufolge allein für die Grundstoff-Industrie bis 2030 über 40 Milliarden Euro kosten. Es wäre ein weltweit einmaliges Projekt mit vielen Fangstricken und Fragezeichen.

Doch der Bundesregierung ist es Ernst: Ostern oder spätestens im Sommer soll ein Konzept vorliegen, wie genau die Förderung aussehen soll. Noch dieses Jahr könnten erste Verträge geschlossen werden. Denn die Zeit drängt: Laut den Experten von Agora, die die Regierung beraten, muss die Grundstoff-Industrie bis 2030 ein Drittel bis zur Hälfte ihrer Anlagen ohnehin erneuern, weil sie in die Jahre gekommen sind. Dann sollten sie auch gleich auf klimaneutrale Produktion umgerüstet werden.

Die Manager von ThyssenKrupp oder Heidelcement warten jedenfalls gespannt auf den Impuls der Regierung. „Klimaschutzverträge sind das kurzfristige Mittel der Wahl, um die langfristige Transformation der Industrie zur Klimaneutralität anzustoßen“, heißt es in der Studie von Agora. Dessen bisheriger Chef Patrick Graichen sitzt inzwischen als Staatssekretär an zentraler Position im Habeck-Ministerium.

Klima

UMBAU SOLL IN ZEHN JAHREN ABGESCHLOSSEN SEIN Die Studie schlägt Verträge mit einer zehnjährigen Laufzeit vor. Solange würden die Mehrkosten einer grünen Produktion im Vergleich zur konventionellen Herstellung vom Staat abgedeckt.

Nach 2030 – so das Kalkül – würde sich die klimaneutrale Produktion dann vor allem mit wachsender Wasserstoff-Erzeugung und sinkenden Preisen ohne staatliche Unterstützung rechnen. So könnten in Stahl-, Chemie- und Zementbranche rund 20 Millionen Tonnen CO2 jährlich weniger ausgestoßen werden. Das wäre ein Drittel der bis 2030 nötigen Emissionskürzungen der gesamten Industrie.

Die Kalkulation bei den sogenannten Carbon Contracts for Difference (CCfD) lautet vereinfacht so: Die Mehrkosten grüner Produktion sollen gegenüber dem Betrieb herkömmlichen Anlagen berechnet werden. Wird ein Stahlwerk beispielsweise mit Kokskohle betrieben, muss es sich Rechte für den CO2-Ausstoß kaufen. Diese werden laut den EU-Vorgaben jährlich knapper und damit teurer. Zumal wenn – wie geplant – die bisherigen Gratis-Zuteilungen der EU zusammengestrichen werden. Im Gegenzug wird erwartet, dass mit dem Hochlauf der Wasserstoffproduktion dieser günstiger wird.

Mit eingerechnet wird, dass Firmen mit „grünen“ Produkten auch höhere Erlöse erzielen können. Mit der Zeit gleichen sich die Kosten für die klimaneutrale und die der herkömmlichen Produktion also an. Wenn sich die Lücke im Laufe der Jahre vollständig schließt, braucht es kein Geld mehr vom Staat. Die Verträge laufen formell noch weiter, falls sich doch noch aus irgendwelchen Gründen höhere Kosten ergeben.

Für die Stahlbranche, den größten Klimasünder in der Industrie, soll es als Anschub für die Umrüstung der Anlagen laut Studie zudem rund acht Milliarden Euro geben. Zunächst würde vermutlich Erdgas eingesetzt, das bereits weniger CO2 produziert. Über die Jahre würde es dann von Wasserstoff verdrängt, der mit Hilfe von Wind- oder Solarstrom erzeugt wird.

Doch das Konzept wirft einige Fragen auf: So ist für die Zementindustrie der Wasserstoff-Einsatz ungeeignet. Die Agora-Experten schlagen hier die Abscheidung und Speicherung der Treibhausgase vor, kurz CCS (Carbon Capture and Storage) genannt. Doch diese Technik trifft besonders bei den Grünen auf scharfe Ablehnung. In Deutschland konnte sie nie durchgesetzt werden.

Und auch der Transport des CO2 etwa nach Norwegen oder die Niederlande, wo er dann in früheren Erdgas-Lagerstätten gepresst werden könnte, ist umstritten. Die Agora-Experten schlagen aber vor, diese Option über die Klimaverträge möglich zumachen.

Offen sind zudem noch eine Reihe von Rahmenbedingungen, die vor allem die EU klären muss. Kann es Gratis-Zuteilungen von CO2-Rechten für Unternehmen in der Transformation geben, etwa wenn sie von Kohle auf Erdgas umsteigen und einen Plan für grünen Wasserstoff haben? Wird „grüner“ Stahl durch die erwogene Klimasteuer an den EU-Außengrenzen vor Konkurrenz geschützt? Das alles wird laut Agora letztlich auf die Kosten der Verträge für den Steuerzahler wirken. Die Berechnungen reichen allein für die drei Branchen von im besten Fall zehn Milliarden bis hin zu 43 Milliarden Euro. 

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Von der Leyen – Russland will wohl weiter Gas als Druckmittel nutzen

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Berlin, 07. Feb (Reuters) – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen macht vermehrt Hinweise auf den Einsatz von Gas-Lieferungen als politisches Druckmittel Russlands aus. „Die Anzeichen, dass der Kreml Gaslieferungen weiterhin als politisches Druckmittel einsetzt, mehren sich“, sagte von der Leyen am Montag in einem Beitrag für eine Europa-Konferenz in Berlin.

Dies wirke sich auf die Preise aus. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Gaspreise noch eine Weile auf hohem Niveau verharren könnten. Mehr als 40 Prozent der europäischen Gas-Importe stammten aus Russland. „Und dort gibt es derzeit trotz Spitzenpreisen und überbordender Nachfrage offenbar keinerlei Interesse, die Lieferungen zu erhöhen“, stellte sie fest. „Das ist ein sehr sonderbares Geschäftsgebaren von Gazprom.“

Von der Leyen

Dies müsse Konsequenzen haben: „Deshalb müssen wir uns davon unabhängig machen und konsequent mit verlässlichen Gaslieferanten arbeiten“, sagte sie. Zum Beispiel baue man mit den USA eine Partnerschaft für Energiesicherheit auf, bei der es vor allem um Flüssiggas-Lieferungen gehe. Auch könnten die Speicher in Europa noch ausgebaut und besser genutzt werden.

Vor allem mache die Entwicklung deutlich, dass man verstärkt auf erneuerbare Energie setzen müsse. „Jede Kilowattstunde Strom, die Europa mit Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse erzeugt, macht uns unabhängiger von russischem Gas und anderen Co2-schmutzigen Energieimporten.“

Von der Leyen – Russland will wohl weiter Gas als Druckmittel nutzen

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