Donnerstag, August 13, 2026
Start Blog Seite 4762

Heimbetreiber Korian droht Sammelklage nach Misshandlungsvorwürfen

0

Paris, 07. Feb (Reuters) – Dem auch in Deutschland aktiven französischen Alten- und Pflegeheimbetreiber Korian droht eine Sammelklage wegen angeblicher Misshandlung von Bewohnern seiner Einrichtungen. Die Pariser Anwältin Sarah Saldmann kündigte am Wochenende rechtliche Schritte an, da sie „Dutzende Beschwerden“ von Personen, deren Angehörige in Korian-Heimen leben, erhalten habe. Sie beabsichtige, im April eine Sammelklage einzureichen, in der die Ansprüche zahlreicher Einzelkläger zusammengefasst werden, sagte Saldmann dem Radiosender „FranceInfo“. Saldmann bestätigte ihre geplante Klage gegen Korian auch auf ihrem offiziellen Twitter-Account (@SarahSaldmann).

Korian wies den Vorwurf der Misshandlung oder von Essensrationierung in seinen Einrichtungen zurück, über die die Zeitung „Le Parisien“ am Sonntag berichtet hatte. Das Unternehmen sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht über eine Klage unterrichtet worden und behalte sich vor, gegen jegliche Art von Verleumdung gerichtlich vorzugehen. Mögliche Klagen werde Korian ernsthaft überprüfen. An der Pariser Börse gingen die dort notierten Aktien von Korian am Montag auf Talfahrt und fielen um bis zu gut acht Prozent auf ein Achteinhalb-Jahres-Tief von 16,12 Euro.

Heimbetreiber

Korian sieht sich in Deutschland mit rund 250 Einrichtungen als Marktführer unter den privaten Pflegeheimbetreibern. Europaweit betreibt die Gesellschaft mehr als 1000 Einrichtungen in sieben Ländern und steht damit ebenfalls an der Spitze der Anbieter. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt der Konzern außerhalb Frankreichs, Deutschland macht ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.

In Frankreich steht die Altenheim-Branche unter besonderer Beobachtung, nachdem vor rund zwei Wochen ein Buch die Zustände beim Rivalen Orpea angeprangert hatte. Orpea-Chef Yves Le Masne musste seinen Hut nehmen, die Veröffentlichung löste staatliche Untersuchungen aus. Orpea hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Korian war bereits im Frühjahr 2019 in die Schlagzeilen geraten, nachdem mehrere Bewohner eines Heims bei Toulouse an einer Lebensmittel-Vergiftung gestorben waren.

Saldmann sagte in dem Interview, dass die Veröffentlichung des Buches ein kollektives Nachdenken über die Art und Weise ausgelöst hat, wie in Frankreich ältere Menschen in privaten Einrichtungen behandelt werden, die für ihre Investoren Gewinne erwirtschaften müssen. In Bezug auf Korian sagte sie, dass die Probleme, die von ratsuchenden Familienmitgliedern an sie herangetragen wurden, „merklich die gleichen waren wie die bei Orpea“. 

Heimbetreiber Korian droht Sammelklage nach Misshandlungsvorwürfen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Media/Saturn hofft nach mauem Weihnachtsgeschäft auf Corona-Lockerungen

0

Düsseldorf, 07. Feb (Reuters) – Europas größte Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn schöpfen Hoffnung. Nach Umsatz- und Gewinneinbußen im Weihnachtsquartal rechnet der Mutterkonzern Ceconomy mit einer Lockerung der 2G-Regeln für den Einzelhandel in Deutschland. „Wir sind sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres“, sagte Konzernchef Karsten Wildberger am Montag bei der Vorstellung der Quartalszahlen.

Schon seit Mitte Dezember registriere er eine deutliche Erholung des Umsatzes. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft hatte die Verordnung, dass nur gegen Corona Geimpfte oder Genesene Zutritt zu den Läden bekommen, die Kauflust abgewürgt. In Österreich und den Niederlanden blieben Filialen vorübergehend sogar geschlossen.

Dieser sank im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 auf 6,9 (7,5) Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis gab auf 274 (346) Millionen Euro nach. Im vergangenen Jahr hatte es im Weihnachtsgeschäft noch eine Sonderkonjunktur durch eine vorübergehende Lockerung von Corona-Beschränkungen gegeben, diese fiel nun weg.

Media

Den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigte die Düsseldorfer Holding aber: Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr nun leicht steigen. Beim bereinigten Ebit strebt Ceconomy eine „sehr deutliche Verbesserung“ an. „Sobald die Rahmenbedingungen mehr Transparenz ermöglichen, wird das Unternehmen seinen Ausblick präzisieren“, bekräftigte Finanzvorstand Florian Wieser.

Dem seit August amtierenden Chef Wildberger ist es noch nicht gelungen, den Kurs der Ceconomy-Aktien entscheidend anzuschieben. Die Papiere notierten am Mittag fast unverändert bei 3,82 Euro, das Jahrestief lag im Dezember bei 3,10 Euro. „Der Aktienkurs spiegelt nicht das wider, was wir können“, sagte Wildberger. 

Media/Saturn hofft nach mauem Weihnachtsgeschäft auf Corona-Lockerungen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Finanzinvestoren verfehlen Annahmeschwelle für Aareal-Offerte deutlich

0

Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Die Finanzinvestoren Advent, Centerbridge und der kanadische Pensionsfonds CPPIB haben mit ihrer Milliardenofferte für die Aareal Bank die selbstgesetzte Annahmeschwelle deutlich verfehlt. Insgesamt sei lediglich eine Annahmequote von 42,55 Prozent erreicht worden, teilten die Beteiligungsfirmen im Bundesanzeiger mit.

Die Hürde hatte bei 60 Prozent gelegen. Die Bieter hatten bereits am Freitagabend das Scheitern ihres 1,86 Milliarden Euro schweren Übernahmevorstoßes für den Wiesbadener Immobilienfinanzier eingeräumt. Die Annahmefrist für ihr Angebot war am Mittwochabend abgelaufen.

Finanzinvestoren

Die Beteiligungsfirmen hatten sogar die Schwelle auf 60 von 70 Prozent gesenkt und das Angebot um zwei Euro auf 31 Euro je Aktie aufgestockt.

Doch die beiden Hedgefonds Petrus Advisers und Teleios, die zusammen etwa 20 Prozent der Aktien kontrollieren, hatten auch die aufgebesserte Offerte für deutlich zu niedrig gehalten.

Daher war klar, dass der Übernahmevorstoß zu einer Zitterpartie werden würde. Ein zweiter Versuch ist nicht geplant, wie ein Insider am Wochenende sagte.

Finanzinvestoren verfehlen Annahmeschwelle für Aareal-Offerte deutlich

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Produktion 2021 klar unter Vorkrisenniveau – Engpässe bremsen

0

Berlin, 07. Feb (Reuters) – Trotz dicker Auftragsbücher hat die Produktion der von Materialengpässen geplagten deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr ihr Vorkrisenniveau klar verfehlt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen zwar 3,0 Prozent mehr her als im ersten Corona-Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Allerdings blieb die Produktion immer noch um 5,5 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge lag die Industrieproduktion allein um etwa zwölf Prozent unter dem Niveau, das angesichts hoher Auftragseingänge eigentlich möglich gewesen wäre. „Dies entspricht einer entgangenen Wertschöpfung von etwa 70 Milliarden Euro“, sagte IfW-Konjunkturchef Nils Jannsen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) macht dafür den Mangel an Halbleitern und anderen Materialien verantwortlich. „Die Lieferengpässe lassen die Abarbeitung der eigentlich reichlich vorhandenen Aufträge selten reibungslos zu“, sagte DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen. „Das und die Personalausfälle durch die Omikron-Welle dämpfen die Erwartungen auf eine rasche wirtschaftliche Erholung in diesem Jahr.“ Das Bundeswirtschaftsministerium zeigt sich da optimistischer und verweist auf Umfragen, die eine allmähliche Auflösung der Lieferengpässe signalisierten. „In Kombination mit dem hohen Auftragsbestand der Unternehmen deutet dies eine dynamische Entwicklung der Industriekonjunktur in den kommenden Monaten an“, so das Ministerium.

Produktion

„GUTE GRUNDVORAUSSETZUNGEN“

Das sehen auch einige Ökonomen so. „Die Grundvoraussetzungen für ein kräftiges Anspringen der Industrieproduktion könnten kaum günstiger sein“, sagte etwa der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, angesichts prall gefüllter Auftragsbücher. „Es bedarf einer nachhaltig besseren Versorgung mit Vorprodukten und Rohstoffen, damit die Industrieproduktion endlich das tun kann, was sie eigentlich soll – nämlich kräftig zulegen.“

Im Dezember stellten Industrie, Bau und Energieversorger zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einer Zunahme um 0,4 Prozent gerechnet. Die Industrie allein weitete ihre Produktion am Jahresende um 1,2 Prozent und damit den dritten Monat in Folge aus. Allerdings ergibt sich innerhalb der Industrie kein klares Bild.

„Die im letzten Jahr so stark gebeutelte Automobilproduktion zog zum Jahresende erwartungsgemäß kräftig an, während andere Paradebranchen wie der Maschinenbau oder die Chemische Industrie Federn lassen mussten“, sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. Die Versorger erzeugten zum Jahresende 0,7 Prozent weniger als im Vormonat, während die Bauproduktion sogar um 7,3 Prozent nachgab. Letzteres dürfte zumindest teilweise an der Witterung gelegen haben, sagte Scheuerle.

Der Materialmangel in der Industrie hat sich zu Jahresbeginn etwas entschärft: 67,3 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. Im Dezember waren es noch rund 82 Prozent. „Es ist noch nicht abzusehen, ob dies eine Trendwende ist“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Produktion 2021 klar unter Vorkrisenniveau – Engpässe bremsen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Baerbock vor Reise in Ukraine – „Es geht um Frieden in Europa“

0

Berlin/Kiew, 07. Feb (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat vor ihrem Besuch in der Ukraine auf die Brisanz im anhaltenden Konflikt mit Russland um die ehemalige Sowjet-Republik hingewiesen. „Es geht um nicht weniger als den Frieden in Europa“, erklärte die Ministerin am Montag in Berlin vor ihrer Abreise nach Kiew.

„Hierfür mit aller Kraft und in aller Entschiedenheit zu kämpfen, muss uns jede Anstrengung wert sein.“ In der ukrainischen Hauptstadt sind Treffen Baerbocks mit Außenminister Dmytro Kuleba und Präsident Wolodymyr Selenskyj geplant. Am Dienstag will die Ministerin die Kontaktlinie im Osten des Landes besuchen, die prorussische Separatisten vom ukrainischen Kernland trennt.

„Mit meiner zweiten Reise in die Ukraine innerhalb von weniger als einem Monat setze ich das fort, was Diplomatie im Kern ausmacht: das Bemühen darum, brandgefährliche Konflikte auf friedlichem Weg zu entschärfen“, erklärte die Grünen-Politikerin weiter.

Die westliche Welt stehe fest an der Seite der Ukraine: „Gemeinsam werden wir mit harten, sehr konkreten Maßnahmen auf jegliche weitere russische Aggression gegenüber der Ukraine reagieren.“ Dabei beeindrucke sie die Besonnenheit der Menschen in dem bedrohten Land. „Sie leben in ständiger Furcht vor einer Eskalation, versuchen, in desolater humanitärer Lage einen weiteren Winter zu überstehen.“

Baerbock

Deswegen werde sie an die Kontaktlinie im Osten der Ukraine reisen. „Ich werde den Bewohnerinnen und Bewohnern zuhören und mir aus erster Hand ein Bild von ihren Erfahrungen, Eindrücken und Sorgen machen, um dies dann in die politischen Gespräche, die wir weiterhin mit allem Nachdruck vorantreiben wollen, einfließen zu lassen“, erklärte Baerbock. Russland hat mittlerweile mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ost-Ukraine stationiert.

Die Regierung in Moskau weist den Verdacht zurück, sie plane eine Invasion. Stattdessen verlangt Präsident Wladimir Putin Sicherheitsgarantien vom Westen, unter anderem die Zusage, dass die Ukraine nicht in die Nato aufgenommen wird. Eine solche Garantie lehnt die transatlantische Allianz ab.

Bei den Gesprächen Baerbocks in Kiew dürfte es um eine weitere Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gehen. Die Bundesregierung weigert sich, dem osteuropäischen Land Waffen zu liefern, weshalb Deutschland zunehmend in der Kritik der Bündnispartner und der Regierung in Kiew steht. Der Ukraine-Konflikt ist auch Thema bei dem parallel stattfindenden Antrittsbesuch von Bundeskanzler Olaf Scholz bei Präsident Joe Biden in Washington. 

Baerbock vor Reise in Ukraine – „Es geht um Frieden in Europa“

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Sperre für Deutsche Bank bei Devisenderivaten in Taiwan aufgehoben

0

Taipeh, 07. Feb (Reuters) – Taiwans Zentralbank hat Insidern zufolge der Deutschen Bank wieder den Handel mit Taiwan-Dollar-Derivaten erlaubt. Sie habe die Sperre leise wieder aufgehoben, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zentralbank hatte im vergangenen Jahr das Frankfurter Institut im Kampf gegen Währungsspekulation für zwei Jahre vom Handel mit Devisenderivaten ausgeschlossen. Der Deutschen Bank wurde damals der Handel mit lieferbaren und nicht lieferbaren Termingeschäften in Taiwan-Dollar untersagt.

Einem der Insider zufolge hat die Deutsche Bank bei Verbesserungsschritten kooperiert. Zudem sei das Institut nicht nur das einzige deutsche Geldhaus in Taiwan, sondern auch seit vielen Jahren auf der Insel aktiv. Nach Aussage eines zweiten Insiders reagierte das Frankfurter Bankhaus auf die „Motivation“, ihre Abläufe zu überarbeiten. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme dazu am Montag ab. Bei der taiwanesischen Notenbank war zunächst keine Antwort erhältlich.

Deutsche Bank

Der Taiwan-Dollar war im vergangenen Jahr wegen der weltweiten Nachfrage nach Technologieprodukten während der Corona-Krise gegen den US-Dollar auf den höchsten Stand seit 23 Jahren geklettert. Für Unmut sorgte damals ein Fall, in dem ausländische Banken Firmen, die auf den Handel mit Getreide spezialisiert waren, dabei halfen, Währungsspekulationen auf Termingeschäfte zu betreiben. Wegen der Beteiligung an solchen Spekulationsgeschäften wurden Insidern zufolge damals neben der Deutschen Bank auch Strafmaßnahmen gegen die Citigroup, die ING sowie gegen die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) verhängt. Im vergangenen Juli hatte die Zentralbank bereits ähnliche Sperren im Devisenhandel wieder aufgehoben, die sie gegen die ING und die ANZ ausgesprochen hatte.

Sperre für Deutsche Bank bei Devisenderivaten in Taiwan aufgehoben

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Marktentwicklungen 7. Februar 2022

0

Update 16:21 Uhr

07. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

KPS/AUTOZULIEFERER – Frankfurt: Die US-Beteiligungsgesellschaft KPS will laut „Handelsblatt https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/private-equity-us-beteiligungsgesellschaft-kps-legt-fonds-fuer-autozulieferer-mit-schlechter-perspektive-auf/28038728.html “ einen Beteiligungsfonds für Autozulieferer auflegen, die auf Verbrennungsmotoren spezialisiert sind und angesichts des Umschwungs zu E-Autos nur noch begrenzte Zeit mit ihrem Geschäft bestehen können. Der Fonds solle ein Volumen von 1,5 Milliarden Dollar haben, das Closing sei für Ende des ersten Quartals geplant, berichtete das Blatt unter Berufung auf Finanzkreise. Die US-Gesellschaft habe Zulieferer in Europa und Nordamerika im Visier. Sie sollen verschmolzen werden, um Synergien zu realisieren, und noch einige Jahre Gewinn abwerfen. KPS wolle sich dazu nicht äußern, hieß es weiter.

HASBRO – Bangalore: Höhere Preise und eine Geschäftserholung im TV-Produktionsgeschäft geben dem US-Spielwarenhersteller Schub. Der Nettoumsatz kletterte im vergangenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 6,42 Milliarden Dollar – im Schlussquartal belief sich der Anstieg ebenfalls auf 17 Prozent. Der operative Gewinn schnellte 2021 um 52 Prozent auf 763,3 Millionen Dollar hoch. Die Ergebnisse wurden durch einen Aufschwung im TV-Produktionsgeschäft angetrieben. Preiserhöhungen trugen ebenfalls dazu bei, Lieferkettenprobleme zu entschärfen. Für 2022 erwarte der Hersteller von Spielen wie „Monopoly“, „Trivial Pursuit“ und „Scrabble“ ein Umsatz- sowie Betriebsergebniswachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Hasbro-Aktien stiegen bis um 3,3 Prozent im vorbörslichen Handel.

FACEBOOK – Wien: Das Oberlandesgericht Wien (OLG) hat dem Zusammenschluss des Facebook-Mutterkonzerns Meta mit dem GIF-Datenbank-Anbieter Giphy unter bestimmte Auflagen grünes Licht erteilt. Das gab das Gericht in seiner Rolle als Wettbewerbshüter bekannt. So muss Meta seinen Mitbewerbern weiterhin für fünf Jahre einen diskriminierungsfreien Zugangs zur Giphy-Bibliothek bieten und innerhalb von sieben Jahren den Aufbau eines alternativen Anbieters unterstützen. Zudem muss ein Treuhänder bestellt werden, der bei der Umsetzung der Auflagen hilft und deren Einhaltung überwacht. Diese Entscheidung kann beim Obersten Gerichtshof (OGH) als Kartellobergericht angefochten werden.

GLOBALWAFERS – Taipeh: Der taiwanische Chipzulieferer will nach dem Scheitern der Siltronic-Übernahme bis Ende März entscheiden, wo ein neues Werk entstehen soll. Derzeit würden verschiedene Orte dafür geprüft, sagte GlobalWafers-Chefin Doris Hsu. Das Unternehmen hatte am Sonntag angekündigt, bis 2024 bis zu 100 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 3,1 Milliarden Euro) zu investieren, davon einen Großteil für den Ausbau der Wafer-Produktionskapazitäten an bestehenden und neuen Standorten. Die Anlagen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2023 hochgefahren werden.

AUDI – Düsseldorf: Die VW-Tochter richtet sich einem Zeitungsbericht zufolge neu aus. „Wir werden unsere Modellpalette nach unten begrenzen und nach oben erweitern“, sagte Audi-Chef Markus Duesmann dem „Handelsblatt“. „Konkret haben wir entschieden, den A1 nicht mehr zu bauen, und auch vom Q2 wird es kein Nachfolgemodell mehr geben.“ Der 2016 eingeführte Geländewagen werde 2023 auslaufen, weil er nicht mehr in die Planung des Portfolios und der Entwicklungskapazitäten passe. „Größere Modelle sind beliebt. Die Menschen wollen sich aufgrund der Covid-Pandemie etwas gönnen.“ Audi weite deshalb sein Angebot in der Oberklasse aus. Der für 2025 angekündigten elektrischen Oberklassen-Limousine „Landjet“ sollen weitere Modelle folgen. Ein sportlicher Ableger unter dem Namen „Landyacht“ sei in Planung, berichtet das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise.

Marktentwicklungen 7. Februar 2022

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Iran nennt vor Atomgesprächen Ende von US-Sanktionen „rote Linie“

0

Dubai/Washington, 07. Feb (Reuters) – Vor der für diese Woche geplanten Fortsetzung der Gespräche zur Wiederbelebung des Atomabkommens pocht der Iran auf die Aufhebung der US-Sanktionen. Dies und dass der Iran davon einen Nutzen habe, sei für sein Land die rote Linie, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Said Chatibsadeh, am Montag. Die Beratungen würden am Dienstag fortgesetzt. Irans Chefunterhändler Ali Bagheri Kani werde dann nach Wien reisen.

Eine verantwortungsbewusste US-Regierung sollte zu dem Abkommen zurückkehren und ihre Verpflichtungen erfüllen, fügte Chatibsadeh hinzu. Am Sonntag hatte der US-Sondergesandte für den Iran, Robert Malley, im Sender MSNBC gesagt, die Gespräche würden in dieser Woche weitergeführt werden. „Präsident Joe Biden will immer noch, dass wir in Wien verhandeln.“ Das sei ein Zeichen dafür, dass die US-Regierung weiterhin überzeugt sei, dass das Abkommen nicht tot sei, sondern wieder in Gang gebracht werden müsse.

Atom

Die EU, die ebenfalls an den Gesprächen teilnimmt, bestätigte den Dienstag als Termin für die Fortsetzung der Beratungen. Seit April 2021 gab es acht Runden indirekter Gespräche zwischen USA und Iran zur Wiederbelebung des Abkommens von 2015. Am 28. Januar wurden sie unterbrochen, und die Delegationen kehrten zu Beratungen mit ihren Regierungen in die Heimat zurück.

Die USA hatten 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump die Vereinbarung einseitig aufgekündigt und erneut harte Wirtschaftssanktionen verhängt. Ein Jahr später begann der Iran wie angekündigt damit, gegen seine Auflagen aus dem Abkommen zu verstoßen und die Uran-Anreicherung hochzufahren. Die anderen Unterzeichnerstaaten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China haben am Abkommen festgehalten. Es soll verhindern, dass der Iran über eine Atombombe verfügt. Der Iran hat stets bestritten, dass er nach einer solchen Bombe strebt und erklärt, die Atomenergie solle ausschließlich friedlich genutzt werden.

Iran nennt vor Atomgesprächen Ende von US-Sanktionen „rote Linie“

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Zins- und Ukraine-Sorgen bremsen Börsenerholung

0

Frankfurt, 07. Feb (Reuters) – Nach dem jüngsten Kursrutsch kehren einige Anleger zu Wochenbeginn an die europäischen Aktienmärkte zurück. Die anhaltenden Spekulationen auf raschere Zinserhöhungen in den USA und die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine hielten sie jedoch von größeren Käufen zurück. Dax und EuroStoxx50 legten am Montag jeweils etwa 0,2 Prozent auf 15.132 beziehungsweise 4092 Punkte zu.

Die Anleger seien immer noch dabei, die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag zu verdauen, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Nervös mache sie vor allem der kräftige Anstieg der Löhne. „Daher beginnen die Terminmärkte damit, sechs Zinserhöhungen für 2022 einzupreisen.“ Er selbst reche mit vier bis fünf Schritten. Gleichzeitig taxieren Investoren die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im März um einen halben statt einen Viertel Prozentpunkt inzwischen auf fast 40 Prozent.

Aufmerksam verfolgten Börsianer auch die diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Ukraine-Krise. „Anleger brauchen eindeutige Entspannungssignale, damit die 15.000er Marke im Dax auch in den kommenden Tagen und Wochen verteidigt werden kann“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Zins

BITCOIN & CO SETZEN ERHOLUNG FORT – ÖLPREIS GIBT LEICHT NACH

Bei Kryptowährungen griffen Investoren erneut beherzt zu. Bitcoin und Ethereum verteuerten sich zeitweise um jeweils mehr als fünf Prozent auf 43.030 beziehungsweise 3112 Dollar. Sie profitierten von den starken Amazon-Geschäftszahlen von vergangener Woche, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Die Korrelation zwischen Cyber-Devisen und Technologiewerten sei bemerkenswert. Über das Wochenende haben Bitcoin und Ethereum jeweils etwa 15 Prozent zugelegt.

Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stieg zunächst auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 94 Dollar je Barrel (159 Liter), bevor er gut ein Prozent auf 92,29 Dollar verlor. Wegen einer möglichen Rückkehr iranischen Öls auf den Weltmarkt machten einige Investoren Kasse, sagte Volkswirt Tatsufumi Okoshi von der Investmentbank Nomura. Das insgesamt knappe Angebot werde größere Kursrücksetzer aber verhindern.

AAREAL UND CECONOMY AUF TALFAHRT – FAURECIA IM PLUS

Bei den deutschen Unternehmen rückte Aareal Bank ins Rampenlicht. Die Aktien rutschten um fünf Prozent ab, nachdem die Übernahme des Immobilienfinanzierers durch Finanzinvestoren gescheitert war. „Das ergibt überhaupt keinen Sinn, da der Misserfolg mehr als klar war“, sagte ein Börsianer.

Wegen eines schwachen Weihnachtsgeschäfts geriet auch Ceconomy unter Verkaufsdruck. Die Titel der MediaMarkt/Saturn-Mutter verloren knapp vier Prozent. Der Umsatz der Elektronikmarktkette ging im abgelaufenen Quartal den Angaben zufolge auf 6,9 Milliarden Euro zurück und der operative Gewinn brach um 26 Prozent auf 274 Millionen Dollar ein.

Gefragt waren dagegen die Papiere von Faurecia, die sich in Paris um 2,5 Prozent verteuerten. Der französische Autozulieferer will unter anderem durch Einsparungen im Zusammenhang mit der Übernahme des deutschen Konkurrenten Hella Umsatz und Gewinnmarge steigern. Damit könne das Unternehmen Belastungen durch die Inflation ausgleichen, prognostizierte Analyst Michael Foundoukidis von der Bank Oddo BHF.

Zins- und Ukraine-Sorgen bremsen Börsenerholung

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.

Sentix-Umfrage – Anleger bewerten Euro-Konjunktur optimistischer

0

Berlin, 07. Feb (Reuters) – Börsianer blicken trotz der Omikron-Welle wieder mit etwas mehr Zuversicht auf die Konjunktur im Euro-Raum. Das von der Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag veröffentlichte Barometer stieg im Februar stärker als erwartet um 1,7 auf 16,6 Punkte.

Von Reuters befragte Experten hingegen hatten nur mit 15,2 Zählern gerechnet. Die 1205 befragten Anleger und Investoren bewerteten Lage und Erwartungen wieder besser, wobei die Aussichten für die kommenden sechs Monate auf den höchsten Stand seit Juli 2021 kletterten.

Die Euro-Zone befinde sich in „einer Wachstumsmoderation in der Mitte eines Konjunkturzyklus“, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Phase der Verlangsamung sei aber noch nicht abgeschlossen. „Denn es fehlen nachhaltige neue Wachstumstreiber.“

Sentix

Zum einen kämen nicht genug Impulse von der internationalen Konjunktur, zum anderen könne der Euro-Raum für sich nicht genügend eigene Wachstumskräfte schaffen. „Im Gegenteil – in den nächsten Wochen und Monaten dürfte vor allem der geldpolitische Gegenwind zunehmen.“ Die Anleger rechneten demnach mit einem Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik wegen der hohen Inflation zu straffen.

Angesichts gestiegener Inflationsgefahren hatte die Europäische Zentralbank (EZB) vorige Woche signalisiert, ein Stückweit von ihrer Absage an eine Zinswende in diesem Jahr abzurücken.

EZB-Chefin Christine Lagarde wiederholte nach der Ratssitzung am Donnerstag ihre Aussage nicht mehr, dass eine Erhöhung 2022 sehr unwahrscheinlich sei. „Die Lage hat sich geändert“, sagte Lagarde. Die Inflation war im Januar überraschend auf 5,1 Prozent geklettert und damit auf den höchste Wert seit Beginn der Euro-Statistik 1997. 

Sentix-Umfrage – Anleger bewerten Euro-Konjunktur optimistischer

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Heute Abend findet unser kostenloses Webinar zum Thema Elliott Wellen stattmehr Infos.