Samstag, Februar 14, 2026
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Streit um Zukunft von Generali-Chef eskaliert im Verwaltungsrat

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Mailand, 14. Jan (Reuters) – Der Streit im Verwaltungsrat des italienischen Versicherungsriesen Generali um die Zukunft von Vorstandschef Philippe Donnet spitzt sich zu. Der Baulöwe und Zeitungsmagnat Francesco Caltagirone, der zur Opposition gegen Donnet zählt, erklärte am Donnerstagabend seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsgremium. Er fühle sich durch die Arbeitsweise im Verwaltungsrat von Europas drittgrößtem Versicherer und dessen Umgang mit der Strategie ausgebremst, begründete Caltagirone laut Generali seinen Abgang. An dem Plan, den Franzosen Donnet auszuwechseln, wollen Caltagirone und der mit ihm verbündete Brillen-Unternehmer Leonardo del Vecchio (EssilorLuxottica) aber laut einem Insider festhalten.

Das Bündnis, das zusammen 16 Prozent an Generali hält, sei intakt, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Caltagirone hält allein gut acht Prozent an dem Versicherer und ist damit der zweitgrößte Aktionär hinter der Mediobanca, die mit der Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder fest hinter Donnet steht. Dessen Vertrag steht im April auf der Hauptversammlung zur Verlängerung an. Die Opposition wolle noch im Februar einen alternativen Kandidaten nominieren, sagte der Insider.

Verwaltungsratschef Gabriele Galateri di Genola wies die Vorwürfe von Caltagirone zurück. Das Unternehmen habe stets mit absoluter Transparenz und Fairness gehandelt. 

Streit um Zukunft von Generali-Chef eskaliert im Verwaltungsrat

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Evonik will mit neuer Anlage Reinigungsmittel grüner machen

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Düsseldorf, 14. Jan (Reuters) – Der Spezialchemiekonzern Evonik will mit einer neuen Produktionsanlage in großem Stil bio-basierte Rhamnolipide produzieren, die etwa in Duschgels oder Reinigungsmitteln zum Einsatz kommen und vollständig biologisch abbaubar sind. Evonik werde einen niedrigen dreistelligen Millionen-Betrag in die neue Anlage am Standort Slovenska Lupca in der Slowakei investieren, kündigte der Konzern am Freitag in Essen an. Die neue Anlage soll in zwei Jahren in Betrieb gehen und zunächst Rhamnolipide für den Konsumgüterkonzern Unilever produzieren, mit dem Evonik 2019 eine Partnerschaft eingegangen ist. Die Herstellung der Rhamnolipide erfolgt auf Basis der Fermentation von Zucker – Rohöl oder tropische Fette wie Palmöl werden damit nicht mehr zur Herstellung von Tensiden gebraucht.

Evonik-Innovationsvorstand Harald Schwager sieht großes Wachstumspotential für die neue Entwicklung. Der Markt für Bio-Tenside lege deutlich zu. Rhamnolipide seien etwa auch in Zahnpasta oder Kosmetik-Produkten einsetzbar und bedienten die Nachfrage der Verbraucher nach grünen Produkten. „Der Weg der Rhamnolipide von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt war lang – und er hat sich gelohnt“, bilanzierte er. „Rhamnolipide leisten einen bedeutenden Beitrag zu (..) unserem Ziel, bis 2030 fossilen Kohlenstoff in unseren Reinigungsprodukten vollständig zu ersetzen“, sagte Peter Dekkers, Executive Vice President Middle Europe von Unilever.

Evonik will mit neuer Anlage Reinigungsmittel grüner machen

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Lindner will raus aus Krisenmodus – 2021 weniger Schulden als zuletzt geplant

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Lindner

Berlin, 14. Jan (Reuters) – Bundesfinanzminister Christian Lindner will in den nächsten Jahren aus dem Corona-Krisenmodus rauskommen. Trotz des Nachtragshaushalts für 2021 werde der mögliche Schuldenrahmen nicht voll ausgeschöpft, sondern um 24,8 Milliarden Euro unterschritten, sagte der FDP-Vorsitzende am Freitag im Bundestag. Die geplante Neuverschuldung für 2021 lag bislang bei 240 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. „Wir tun also das, was nötig ist, aber es wird nicht ausgereizt, was möglich wäre.“ Der Staat müsse sich wieder Spielräume schaffen, um auch in der nächsten Krise handlungsfähig zu sein.

Lindner bekräftigte, die in der Pandemie ausgesetzte Schuldenbremse ab 2023 wieder einhalten zu wollen. In den Jahren danach solle die Schuldenquote reduziert werden. Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP sei zudem offen für Entlastungen von Bürgern und Unternehmen. „Es wird keine Steuererhöhungen geben.“ 

Lindner will raus aus Krisenmodus – 2021 weniger Schulden als zuletzt geplant

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Foto: Christian Lindner Copyright © Laurence Chaperon

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Dax geht vor Start der US-Bilanzsaison auf Tauchstation

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Frankfurt, 14. Jan (Reuters) – Der Dax ist zum Wochenschluss schwächer in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex verlor in den ersten Minuten 0,7 Prozent auf 15.925 Zähler. Mit Spannung erwarteten die Anleger den Start der US-Berichtssaison.

Die Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo läuten traditionell den Reigen der US-Bilanzen ein.

Dank Zuwächsen im Kreditgeschäft und anziehenden Staatsanleihe-Renditen dürften die Finanzinstitute nach Einschätzung von Analysten einen Jahresschlussspurt hingelegt haben.

Bilanzsaison

Im Blick behielten die Investoren auch die Konjunkturdaten aus den USA, darunter die Einzelhandelsumsätze. Experten rechneten für Dezember mit Ausgaben auf dem Niveau des Vormonats. Im November waren sie noch um 0,3 Prozent gestiegen.

Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählten zur Eröffnung die Aktien von SAP mit einem Plus von 2,1 Prozent. Der Softwareriese ist angesichts des kräftigen Wachstums in der Cloud zuversichtlich für das neue Geschäftsjahr.

Im MDax griffen Anleger bei Wacker Chemie zu. Der Münchner Spezialchemiekonzern hat den operativen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und die Erwartungen damit deutlich übertroffen. Die Aktien legten 3,6 Prozent zu.

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China will Ölreserven zu Neujahrsfeiern freigeben

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Frankfurt, 14. Jan (Reuters) – Die Regierung in Peking will Insidern zufolge einen Teil ihrer strategischen Ölreserven rund um das chinesische Neujahrsfest am 1. Februar freigeben.

„China wird eine größere Menge Öl freigeben, wenn der Preis über 85 Dollar je Fass liegt“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Liege der Preis näher an der Marke von 75 Dollar, werde weniger Öl auf den Markt geworfen.

Die für diese Entscheidung zuständige Behörde war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

China

Die Freigabe strategischer Ölreserven ist Teil einer gemeinsamen Aktion Chinas, der USA und weiterer Staaten. Damit wollen sie den Anstieg der Energiepreise bremsen.

Durch Angebotsengpässe haben sich die Sorte Brent aus der Nordsee und das US-Öl WTI seit Anfang 2021 um jeweils mehr als 60 Prozent auf derzeit knapp 85 beziehungsweise gut 82 Dollar je Barrel (159 Liter) verteuert.

China will Ölreserven zu Neujahrsfeiern freigeben

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92.223 Corona-Neuinfektionen – RKI meldet erneut Höchststand

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Berlin, 14. Jan (Reuters) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen vermeldet. Es wurden 92.223 neue Corona-Fälle registriert, nachdem bereits die Tage zuvor Negativ-Rekorde verzeichnet wurden. Das sind 35.888 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 56.335 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 470,6 von 427,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 286 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 115.337. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 7,83 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Die Ansteckungen durch die mittlerweile dominante Omikron-Virus-Variante scheinen im Schnitt zu leichteren Krankheitsverläufen zu führen: Die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz war laut RKI am Donnerstag auf 3,09 gesunken. Sie gibt an, wie viele Menschen mit einer Corona-Erkrankung pro 100.000 Einwohner in einer Woche in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Allerdings führt die sehr hohe Zahl an Fällen dennoch zu einer hohen absoluten Zahl an Corona-infizierten Krankenhaus-Patienten. Bei den ganz schweren Fällen gibt es aber eine leichte Entspannung: Die Zahl der Corona-Intensivpatienten war am Donnerstag erstmals seit Mitte November wieder unter die Marke von 3000 gefallen.

Der Schwerpunkt der Ausbreitung des Virus liegt weiter vor allem in Norddeutschland und dort bei den Stadtstaaten: In Bremen schießt die Sieben-Tage-Inzidenz nun auf 1427,2 nach oben, in Berlin liegt sie bei 949,8 und in Hamburg bei 665. Schleswig-Holstein verzeichnet einen Wert von 664,9 und Mecklenburg-Vorpommern von 426,3.

92.223 Corona-Neuinfektionen – RKI meldet erneut Höchststand

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China mit Rekord-Exportüberschuss von 676 Milliarden Dollar

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Peking, 14. Jan (Reuters) – Exportweltmeister China hat 2021 einen Exportüberschuss in Rekordhöhe erzielt. Die Ausfuhren übertrafen die Importe um 676,43 Milliarden Dollar (fast 590 Mrd Euro), wie die Zollbehörde am Freitag in Peking mitteilte. Das sind gut 152 Milliarden mehr als 2020. Es ist zugleich der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1950.

Grund dafür ist die weltweit starke Nachfrage nach Waren „Made in China“. Diese legten im vergangenen Jahr um 29,9 Prozent zu, nachdem es im ersten Corona-Jahr lediglich zu einem Plus von 3,6 Prozent gereicht hatte. Besonders gefragt waren beispielsweise Computer und anderer Elektronik, die etwa für das pandemiebedingte Arbeiten von Zuhause benötigt werden. Auch medizinische Produkte wie etwa Masken wurden wegen der Pandemie in aller Welt benötigt. Die chinesischen Importe legten um 30,1 Prozent zu, nachdem sie 2020 noch um 1,1 Prozent gefallen waren.

Experten zufolge hat China von der Pandemie-bedingten Unterbrechung der Lieferketten etwa in den westlichen Ländern profitiert. „Wir gehen davon aus, dass die chinesischen Exporte im laufenden ersten Quartal aufgrund der robusten globalen Nachfrage stark bleiben werden“, sagte der Chefökonom von Pinpoint Asset Management, Zhang Zhiwei. „Derzeit könnten die starken Exporte der einzige Motor sein, der Chinas Wirtschaft hilft.“

Chinas stellvertretender Handelsminister hatte zuletzt allerdings davor gewarnt, dass sein Land im neuen Jahr mit beispiellosen Schwierigkeiten konfrontiert sein werde. Er verwies darauf, dass andere Exportnationen ihre Produktion nun wieder kräftig hochfahren dürften. Die deutsche Industrie etwa sitzt auf einem rekordhohen Auftragsberg, den sie wegen Materialmangels bislang nicht abtragen konnte.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wird einer Ökonomen-Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr um 5,2 Prozent wachsen. 2021 dürfte es aufgrund von Nachholeffekten zu einem besonders kräftigen Plus von 8,0 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt gereicht haben. „Insbesondere im ersten Halbjahr dürfte ausreichend politische Unterstützung bereitgestellt werden, um sicherzustellen, dass das Wirtschaftswachstum nicht unter Pekings Komfortzone fällt“, sagte Tommy Wu von Oxford Economics. So könnte die Zentralbank ihre Geldpolitik lockern. 

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Britische Wirtschaft wieder größer als vor Pandemie-Beginn

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London, 14. Jan (Reuters) – Die britische Wirtschaft hat im November ihr Vor-Corona-Niveau übertroffen. Das Bruttoinlandsprodukt sei in diesem Monat um 0,9 Prozent in Vergleich zum Oktober gewachsen, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte. Damit sei die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt nun wieder größer als im Februar 2020, als die Pandemie ihren Lauf nahm und im März in einen ersten Lockdown mündete.

Das Wachstum fiel überraschend stark aus: Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für November lediglich ein Plus von 0,4 Prozent vorausgesagt.

Allerdings dürfte sich die Wirtschaft im Dezember schlechter entwickelt haben, wie Ökonomen schätzen. Grund dafür ist demnach die rasche Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Corona-Virus. Das belastete beispielsweise Gastgewerbe und Tourismus, da sich Kunden zurückhielten. Zudem mussten viele Beschäftigte in Quarantäne.

Britisch

Die Bank von England (BoE) hatte im vergangenen Monat als erste der großen Zentralbanken weltweit die Zinsen seit Ausbruch der Corona-Pandemie erhöht. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde von 0,1 auf 0,25 Prozent angehoben.

Die Notenbank erklärte, dass die neue Corona-Mutante zwar kurzfristig die Wirtschaft belasten werde, die mittelfristigen Auswirkungen auf die Inflation aber unklar seien.

Die Inflation schoss zuletzt mit 5,1 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinaus und lag auf dem höchsten Stand seit über zehn Jahren. Die BoE rechnet nun für April sogar mit sechs Prozent. Angetrieben werden die Preise unter anderem durch die stark gestiegenen Energiekosten sowie aus der Pandemie-Krise resultierendem Materialmangel und Lieferengpässen. Viele Fachleute hatten wegen der verschärften Corona-Lage noch nicht mit einer strafferen Geldpolitik gerechnet.

Die Europäische Zentralbank beließ derweil ihren Leitzins von 0,0 Prozent für die Euro-Zone wie erwartet auf dem rekordniedrigen Niveau. Die EZB wagt aber die schrittweise Abkehr vom Krisenmodus und lässt ihr billionenschweres Pandemie-Notprogramm PEPP auslaufen.

Britische Wirtschaft wieder größer als vor Pandemie-Beginn

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Ukraine meldet Cyberangriffe auf Regierungs-Webseiten

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Kiew, 14. Jan (Reuters) – Die ukrainischen Behörden haben einen massiven Cyberangriff auf Regierungs-Webseiten gemeldet. Auch Freitagmorgen waren demnach einige der Webseiten nach dem Angriff in der Nacht nicht zugänglich. Betroffen seien etwa die Seiten des Außenministeriums, des Kabinetts und des Sicherheits- und Verteidigungsrates. Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft meldete, auch seine Internetseite sei „wegen eines globalen Angriffs in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2022“ nicht zugänglich. Sicherheitsbehörden waren nicht sofort für eine Stellungnahme erreichbar.

Seit Wochen gibt es Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hatte am Donnerstag nach mehreren Gesprächsrunden mit westlichen Staaten vor einer Sackgasse gewarnt. Er begründete dies damit, dass die US-Regierung und deren Verbündete den Forderungen nach Sicherheitsgarantien Russlands nicht nachkommen wollten. Russland werde nun „andere Maßnahmen und Techniken“ im Verhältnis zum Westen anwenden.

Ukraine meldet Cyberangriffe auf Regierungs-Webseiten

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Rezessionsgefahr in Deutschland sinkt – Omikron bleibt Risiko

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Berlin, 14. Jan (Reuters) – Das Rezessionsrisiko für die deutsche Wirtschaft ist zu Jahresbeginn gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), der Reuters am Freitag vorab vorlag.

Das auf aktuell verfügbaren Wirtschaftsdaten basierende Frühwarnsystem des Instituts weist für Januar bis Ende März eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 38,6 Prozent aus – nach 45,2 Prozent im Dezember. Sie liegt nun deutlicher unter der 50-Prozent-Schwelle, was laut IMK eine Fortsetzung des moderaten Aufschwungs signalisiert.

Rezessionsgefahr

Doch bleibe die rasche Ausbreitung der hoch ansteckenden Corona-Virusmutante Omikron ein schwer zu kalkulierendes Risiko: „Unser Frühwarnsystem verarbeitet die aktuell verfügbaren Daten auf der Monatsfrequenz, doch mit der Rasanz der aktuellen Infektionsentwicklung kann das kaum Schritt halten“, so IMK-Experte Thomas Theobald.

Trotz hoher Unsicherheit wecke die aktuelle Datenlage doch die Hoffnung, dass die Wirtschaft über das Winterhalbjahr von einer Rezession verschont bleibe.

Zwar dürften Gastronomie, Freizeitwirtschaft und sonstige personennahe Dienstleistungen wieder Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben. „Der Anteil an der gesamten Wertschöpfung ist aber deutlich geringer als beim Produzierenden Gewerbe. Und das ist bislang mit deutlich weniger gravierenden Störungen der internationalen Lieferketten konfrontiert als bei vergangenen Infektionswellen“, so der IMK-Ökonom. 

Rezessionsgefahr in Deutschland sinkt – Omikron bleibt Risiko

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