Samstag, März 28, 2026
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US-Industrie verliert etwas Schwung – „An Zinserwartungen wird nicht gerüttelt“

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Washington, 02. Mai (Reuters) – Die US-Industrie hat ihr Wachstumstempo im April überraschend verringert. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 55,4 Zähler von 57,1 Punkten im März, wie aus der am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Damit ist das Niveau so niedrig wie zuletzt im September 2020. Das Barometer liegt trotz des Rückgangs weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Von Reuters befragte Experten hatten allerdings mit einem Anstieg auf 57,6 Zähler gerechnet. 

„Das wichtige, nationale Stimmungsbarometer der US-Industrie fällt solide aus, obwohl die Erwartungen klar verfehlt wurden“, erklärte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Noch immer liege der Index deutlich im Expansionsbereich, sodass an den Zinserwartungen bezüglich der US-Notenbank Fed in dieser Woche wohl nicht gerüttelt werde.

Die Investoren an den Finanzmärkten gehen davon aus, dass der Leitzins am Mittwoch um einen halben Punkt angehoben wird – auf ein neues Niveau von dann 0,75 bis 1,00 Prozent. In den Kursen vorweggenommen sind zudem zwei weitere kräftige Anhebungen auf den Sitzungen im Juni und Juli, mit denen sich die Fed weiter mit voller Kraft gegen die hohe Inflation stemmen dürfte.

US-Industrie verliert etwas Schwung – „An Zinserwartungen wird nicht gerüttelt“

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Klimaplan – Steuervorteile für vollelektrische Firmenwagen

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Berlin, 02. Mai (Reuters) – Die Bundesregierung will ab nächstem Jahr die steuerliche Förderung von vollelektrischen Dienst- und Firmenwagen verbessern. Unternehmen könnten den Kauf dieser Wagen per Sonder-Abschreibung (Afa) von der Steuer absetzen, heißt es im Entwurf des „Klimaschutzprogramm 2022“ der Bundesregierung, der Reuters am Montag vorlag. Hybrid-Autos, die auch mit fossilen Kraftstoff fahren können, sollen davon nicht profitieren.

„Von 2023 bis 2026 erfolgt eine Einschränkung der Sonder-Afa auf ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge sowie eine Ausweitung auf alle elektrischen Firmenwagen.“ Wirtschaftsminister Robert Habeck hatte bereits angekündigt, er wolle auch die Kaufprämien ab nächstes Jahr nur noch für rein elektrische Autos und nicht mehr für Hybride auszahlen.

Das Klimaschutz-Sofortprogramm war im Koalitionsvertrag angekündigt und soll Deutschland im Kampf gegen die Erderwärmung wieder auf Kurs bringen. „Das vorliegende Klimaschutz-Sofortprogramm soll sicherstellen, dass die Ziele des 2021 

novellierten Bundes-Klimaschutzgesetzes eingehalten werden“, heißt es im Entwurf. Es fasst auch zahlreiche bereits vom Kabinett beschlossene Gesetze wie den beschleunigten Ausbau des Ökostroms zusammen. Den Entwurf zufolge soll es Ende Juni oder Anfang Juli vom Kabinett gebilligt werden.

Klimaplan – Steuervorteile für vollelektrische Firmenwagen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Deutschland und Indien üben Schulterschluss trotz Ukraine-Differenzen

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Berlin, 02. Mai (Reuters) – Deutschland und Indien wollen trotz Differenzen beim Ukraine-Krieg enger zusammenarbeiten. Sowohl Kanzler Olaf Scholz als auch Indiens Ministerpräsident Narendra Modi betonten bei einem gemeinsamen Auftritt am Montag die Absicht für eine vertiefte strategische Partnerschaft.

Scholz kündigte an, dass die Bundesregierung für die Zusammenarbeit auf verschiedenen Feldern wie Klimaschutz und dem Ausbau Erneuerbarer Energien zehn Milliarden Euro bis 2030 zur Verfügung stellen wolle. Modi betonte, dass Indien nur Regierungskonsultationen mit Deutschland unterhalte und ihn seine erste Auslandsreise seit der Corona-Pandemie nach Berlin geführt habe. 

Beide Regierungschefs bemühten sich, Gemeinsamkeiten herauszustellen. Die indische Seite lehnte deshalb auch Fragen bei der Pressebegegnung ab. Denn Differenzen gibt es etwa über den Ukraine-Krieg. Während Scholz Russland erneut dem Bruch des Völkerrechts vorwarf und Russland aufforderte, den Krieg sofort zu beenden, sprach Modi davon, dass dieser keine Gewinner, sondern nur Verlierer hervorbringen werde. Besonders Entwicklungsländer würden unter den Folgen wie Preissteigerungen und Lieferengpässen leiden.

Indien, das einen erheblichen Teil seiner Waffen von Russland bezieht, bemüht sich seit Beginn der russischen Invasion um eine neutrale Haltung. Während westliche Länder aus dem Import von Kohle, Öl und Ergas aus Russland aussteigen, hat Indien seine Ölimporte aus Russland noch erhöht. Ein Grund sind erhebliche Preisnachlässe, die Russland einräumt. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr Mitte März von Insidern, dass Indien die gegenwärtigen Verwerfungen am Weizenmarkt nutzen will, um Marktanteile zu gewinnen. Die Regierung in Moskau umwirbt ihrerseits Indien und will so westliche Sanktionen umgehen.

Ohne Indien direkt zu kritisieren, appellierte Scholz, dass die Demokratien in der Welt enger zusammenarbeiten müssten. „Wir müssen die Demokratie als ein Anliegen der Menschheit begreifen, das uns verbindet und für das wir Verantwortung tragen“, sagte der Kanzler. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bezeichnete die neutrale Haltung Indiens zum russischen Angriff auf die Ukraine als Hindernis für die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit. „Der Westen muss damit rechnen, dass sich Indien in einer mehr und mehr bipolaren Weltordnung keinem Lager zuordnen wird“, sagte Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. 

ABSICHTSERKLÄRUNGEN UND MIGRATIONSABKOMMEN

Beide Regierungen unterzeichneten eine Reihe von Absichtserklärungen für eine engere Zusammenarbeit. Dazu gehören eine Vereinbarung zur engeren Kooperation bei der Nutzung von Wasserstoff, für die eine Task Force eingerichtet werden soll. Zudem planen beide Länder ein Geheimschutzabkommen sowie verschlüsselte direkte Verbindungen zwischen den Außenministerien beider Staaten. Scholz betonte, dass die Regierung erstmals mit einem Herkunftsland von Migranten auch ein umfassendes Mobilitäts- und Migrationsabkommen abgeschlossen habe. Die 17.000 indischen Studenten an deutschen Hochschulen seien unabhängig von ihrem Studium willkommen. Deutschland sucht seit Jahren auch in Indien nach Fachkräften. 

Das Land mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern gilt als großer Wachstumsmarkt. Der bilaterale Handle ist mit 27,6 Milliarden Euro in 2021 aber noch relativ gering. Die deutsche Wirtschaft beklagt erhebliche Marktzugangsbeschränkungen, die Maschinenbauer etwa fordern eine Absenkung der Industriezölle. Modi verwies darauf, dass Indien derzeit die höchsten Wachstumsraten unter den entwickelten Volkswirtschaften habe. Er nahm am Nachmittag auch an einem Wirtschaftstreffen hinter verschlossenen Türen teil.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Schweizer Börse taucht wieder unter 12.000 Punkte

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Zürich, 02. Mai (Reuters) – Die Schweizer Börse hat die neue Handelswoche mit einem Schwächeanfall begonnen. Der SMI verlor am Montag bis kurz vor Handelsschluss 1,2 Prozent auf 11.980 Punkte. Der überraschend deutliche Rückgang des Barometers für die Laune der Einkaufsmanager aus der chinesischen Industrie verschreckte die Anleger, sagten Experten.

Dies zeige welchen Schaden die Lockdowns in der Wirtschaft anrichteten. Dazu kam die Angst vor US-Zinserhöhungen. Die Fed dürfte den Schlüsselsatz am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt oder mehr anheben, prognostizierte ein Analyst. 

Die RichemontCFR.S-Aktien sackten fast drei Prozent ab. Der Luxusgüterkonzern ist wie viele andere Branchenvertreter stark von der Kaufbereitschaft chinesischer Kunden abhängig. Credit SuisseCSGN.S ermässigten sich um 2,6 Prozent. Bei einem Bezirksgericht in New York ist eine Sammelklage gegen die Grossbank eingereicht worden.

Der Vorwurf lautet, das Institut habe Investoren über Geschäfte mit russischen Oligarchen getäuscht. Der Bauzulieferer BelimoBEAN.S litt unter einer Kurszielsenkung und brach fast zehn Prozent ein. Bei LeclancheLECN.S ging es dagegen knapp vier Prozent aufwärts. Der Batteriehersteller hat vorläufigen Zahlen zufolge den Verlust im Geschäftsjahr 2021/22 auf 65 Millionen Franken verringert.

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E.ON-Chef – Müssen auf russischen Gas-Lieferstopp vorbereitet sein

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Düsseldorf, 02. Mai (Reuters) – Der Chef des Energiekonzerns E.ON, Leonhard Birnbaum, hält einen Stopp russischer Gaslieferungen jederzeit für möglich und fordert für den Notfall ein koordiniertes Vorgehen in Europa.

Niemand in Deutschland könne seriös die Frage beantworten, wie lange noch russisches Gas nach Deutschland ströme, sagte Birnbaum in einem vorab veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Aber die Situation ist ernst, wir müssen uns entsprechend vorbereiten.“ Er wolle nicht spekulieren. „Wir müssen zu jedem Zeitpunkt mit einem Lieferstopp rechnen. Ob das im Mai sein wird oder im Herbst, ist dabei fast egal.“

Die bestehenden Notfallpläne müssten an die aktuelle Situation angepasst werden, betonte der Manager. „Dazu brauchen wir unbedingt auch eine bessere europäische Abstimmung.“ Russland hatte im Streit um die geforderte Bezahlung der Gaslieferungen in Rubel Polen und Bulgarien den Gashahn zugedreht. In der Wirtschaft ist die Sorge groß, dass dies auch Deutschland geschehen könnte.

Birnbaum fordert im Notfall ein solidarisches Vorgehen in Europa. „Wir sollten tunlichst vermeiden, dass dasselbe passiert wie bei den Corona-Masken und jedes Land nur an seine eigenen Interessen denkt“, sagte er der Zeitung. Denn dann schone jeder seine eigenen Speicher, schaue zum Nachbarn und sehe, dass der auch nichts abgebe. „Also würden die Türen zugemacht werden, und dann hätten wir plötzlich keinen europäischen Gasmarkt mehr – und die europäische Solidarität wäre dahin.“

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Europas Anleger treten zum Monatsanfang auf die Bremse

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Frankfurt, 02. Mai (Reuters) – Die Furcht vor US-Zinserhöhungen und maue Konjunkturdaten aus China haben dem Wonnemonat Mai einen trüben Start an Europas Börsen beschert. Der Dax gab am Montag rund ein Prozent auf 13.951 Punkte nach, der EuroStoxx50 verlor rund zwei Prozent auf 3727 Zähler. „Im Moment wird jede Erholungsbewegung durch Verkäufe abgewürgt, noch bevor sie richtig begonnen hat“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Da ist es sicherlich nicht hilfreich, dass jetzt ausgerechnet der Mai beginnt, dem ein besonders schlechter Ruf vorauseilt.“ 

Am Vormittag sorgte zudem kurzzeitig ein heftiger Kursrutsch für Aufregung. Der EuroStoxx50 rutschte um bis zu drei Prozent ab; an der Börse in Stockholm.OMXS30 ging es zeitweise um bis zu acht Prozent nach unten. Der Spuk war allerdings zügig wieder vorbei. Die genaue Ursache für den „Flash Crash“ blieb zunächst unklar. „Da hat wohl ein Anleger die Börsenweisheit ‚Sell in May and go away‘ (Verkaufe im Mai und ziehe Dich zurück) zu wörtlich genommen“, witzelte ein Aktienhändler. Ein anderer Börsianer tippte auf eine Kaskade automatisierter Verkäufe.

An der Wall Street deuteten die US-Futures hingegen zunächst auf einen freundlicheren Handelsstart hin. Enttäuschende Geschäftszahlen der beiden Technologiekonzerne Amazon und Apple hatten vor dem Wochenende die US-Börsen belastet und den Dow Jones Index am Freitag 2,8 Prozent sowie den technologielastigen Nasdaq-Index mehr als vier Prozent abrutschen lassen.

GEGENWIND AUS CHINA 

Auf die Stimmung drückte zum Wochenanfang auch der überraschend deutliche Rückgang des Barometers für die Laune der Einkaufsmanager aus der chinesischen Industrie. Die am Wochenende veröffentlichten Indizes aus China zeigten unmissverständlich, welchen Schaden die Lockdowns in der Wirtschaft anrichteten, sagte Commerzbank-Analyst Hao Zhou. „Obwohl Peking in den nächsten Monaten weitere Unterstützungsmaßnahmen ergreifen dürfte, werden die virusbedingten Einschränkungen den Wirtschaftsaktivitäten wohl einen heftigen Dämpfer versetzen.“

Dies schlug sich unter anderem in einem fallenden Preis für die Rohöl-Sorte BrentLCOc1 aus der Nordsee nieder, die sich knapp vier Prozent auf 103,37 Dollar je Barrel (159 Liter) verbilligte. 

Auch der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank schürte die Nervosität am Markt. Die Fed werde den Schlüsselsatz am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt oder mehr anheben und dieses Tempo so lange beibehalten, bis der Inflationsdruck nachlasse, prognostizierte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Da dieser Zeitpunkt gefühlt sehr weit in der Zukunft liegt, breitet sich unter den Anlegern eine gewisse Resignation aus. Sie müssen mit der Situation klarkommen, dass derzeit sowohl Anleihen als auch Aktien gleichzeitig fallen.“ 

KPMG VERWEIGERT ADLER GROUP TESTAT

Bei den deutschen Aktienwerten sorgte ein Rekord-Kurssturz bei Adler Group von zeitweise fast 50 Prozent für Aufsehen. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG verweigerten dem Immobilien-Investor das Testat für den Jahresbericht 2021. Der Hedgefonds Viceroy des Investors Fraser Perring wirft Adler Bilanz-Tricksereien vor. KPMG hatte bei einer separaten Sonderprüfung zwar keinen systematischen Betrug, aber Mängel festgestellt. Im Sog von Adler gerieten auch die Titel des Großaktionärs VonoviaVNAn.DE unter Druck, die zudem mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden. 

In Kopenhagen steuerten Vestas mit einem Kursverlust von zeitweise gut elf Prozent auf den größten Tagesverlust seit sechs Monaten zu. Der Windkraftanlagen-Bauer machte einen überraschend hohen operativen Quartalsverlust von 329 Millionen Euro und warnte für das Gesamtjahr vor einer negativen Marge von minus fünf Prozent. Einziger Lichtblick seien der Auftragsbestand und die höheren Preise für neue Orders, sagte Analyst Per Hansen vom Finanzdienstleister Nordnet. Im Sog von Vestas gaben die Titel von Nordex und Siemens Gamesa knapp sechs Prozent nach.

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Finnisches Konsortium kappt auch wegen Ukraine-Krieg AKW-Projekt mit Russland

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Helsinki, 02. Mai (Reuters) – In Finnland hat ein Firmenkonsortium ein Projekt zum Bau eines Atomkraftwerks mit Russland gestoppt. Das Unternehmensgruppe Fennovoima erklärte am Montag, den Vertrag mit dem russischen Staatskonzern Rosatom für die Erstellung der Anlage in Zentral-Finnland aufgekündigt zu haben. Als Grund nannte Fennovoima Verzögerungen und wachsende Risiken durch den Krieg in der Ukraine.

Seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine hatte der finnische Wirtschaftsminister Mika Lintilä eine endgültige Genehmigung des AKW-Projekts wiederholt ausgeschlossen. Lintilä begrüßte die Entscheidung des Konsortiums. Das traditionell neutrale Finnland erwägt seit Kurzem angesichts des Vorgehens Russlands in der Ukraine eine Mitgliedschaft in der Nato. 

An dem Konsortium hält die Uniper-Mutter Fortum zusammen mit dem finnischen Stahlkocher Outokumpu und dem schwedischen Unternehmen SSAB zwei Drittel der Anteile, der russische Rosatom-Konzern über die Firma RAOS Voima den Rest. Was mit dieser Beteiligung nun geschieht, sei derzeit noch unklar, sagte Fennovoima-Verwaltungsratschef Esa Härmälä.

Auch sei es noch zu früh für Überlegungen, ob sich das Konsortium einen anderen Partner zum Bau der Anlage suchen könnte. Die Unternehmensgruppe habe bisher 600 bis 700 Millionen Euro für das Projekt ausgegeben. Die Gesamtkosten für die Anlage waren mit 7,5 Milliarden Euro beziffert worden. Zu Abschreibungen, die auf Fennovoima-Eigner zukommen könnten, wollte sich Härmälä nicht äußern. 

Das AKW soll auf der finnischen Halbinsel Hanhikivi gebaut werden. Die Frist für die endgültige Baugenehmigung lief bis Ende 2022. Wirtschaftsminister Lintilä erklärte am Montag, die Entscheidung von Fennovoima sei eindeutig. „Es wäre praktisch unmöglich gewesen, das Projekt fortzusetzen.“ Der Krieg in der Ukraine habe die Risiken für das Projekt verschärft. „RAOS konnte keines dieser Risiken abmildern.“ Einzelheiten wurden nicht genannt. 

Finnland trennt eine 1300 Kilometer lange Grenze von Russland, das den Krieg in seinem anderen Nachbarland als „Spezialoperation“ bezeichnet. 

Das Konsortiumsmitglied Fortum ist die Muttergesellschaft des deutschen Energiekonzerns Uniper, der seinerseits größter ausländischer Kunde des russischen Gaskonzerns Gazprom ist. Uniper hat im ersten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren, der auf Abschreibungen im Zusammenhang mit der vorerst gescheiterten Gaspipeline Nord Stream 2 und der russischen Tochter Unipro zurückgeführt wurde.

Bei Rosatom war am Montag zunächst keine Stellungnahme zu der Entwicklung zu bekommen, die finnische Tochter RAOS wollte sich nicht äußern. 

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Zoll ermittelt öfter wegen Schwarzarbeit – So viel Kokain wie nie beschlagnahmt

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Berlin, 02. Mai (Reuters) – Der Zoll hat 2021 nach einer Delle im ersten Corona-Jahr 2020 wieder deutlich mehr Delikte und Tatverdächtige verfolgt. Die Zahl der Ermittlungsfälle stieg von 80.548 auf 92.840, die Zahl der Verdächtigen von 83.312 auf 95.999, wie der Zoll am Montag in Berlin mitteilte.

117 (2020: 96) Verfahren habe die Behörde gegen organisierte Kriminalität durchgeführt. Schwerpunkte seien dabei Schwarzarbeit und Rauschgiftkriminalität gewesen, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner. 

Zur Schwarzarbeit wurden mehr als 48.000 Arbeitgeber überprüft – 7,5 Prozent mehr als 2020. 120.000 Strafverfahren wurden dabei eingeleitet, Steuer- und Sozialversicherungsschäden in Höhe von knapp 790 Millionen Euro ermittelt. Beim Rauschgifthandel zog der Zoll 2021 mehr als 21 Tonnen Kokain aus dem Verkehr.

Das war mehr als doppelt so viel wie 2020 und ein neuer Rekord. Vor allem im Hamburger Hafen seien Zugriffe geglückt. Der Wert der beschlagnahmten Produktfälschungen summierte sich auf 315 (2020: 239) Millionen Euro. Zwei Drittel dieser Waren kamen aus China und Hongkong.

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Virtuagym erhält eine 3-Millionen-Euro-Investition

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Virtuagym

Virtuagym erhält eine 3-Millionen-Euro-Investition, um Innovationen in der Gesundheits- und Fitnesstechnologie voranzutreiben

Virtuagym, ein weltweit führender Anbieter von Fitnesstechnologie, hat eine neue Investition in Höhe von 3 Millionen Euro von Icecat erhalten, einem in Amsterdam ansässigen Technologieunternehmen, welches in innovative Technologieunternehmen investiert.

Die Investition unterstützt das weitere internationale Wachstum von Virtuagym, wobei ein Großteil der Mittel in die innovative All-In-One-Software für Clubmanagement, Coaching und Engagement in der Gesundheits- und Fitnessbranche fließt.

Die letzten zwei Jahre waren für unsere Branche eine ziemliche Herausforderung, aber ich glaube, dass unsere Lösungen unseren Kunden einen großen Nutzen gebracht haben, insbesondere bei der Umstellung auf ein hybrides, digitales Kundenerlebnis“, sagt Hugo Braam, CEO und Mitbegründer von Virtuagym. “Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Icecat bei dieser neuen Investition und fühlen uns geehrt. Wir haben gerade erst mit unseren großen Plänen begonnen, unsere Branche noch positiver zu beeinflussen, und wir werden weiter hart daran arbeiten, unsere Kunden mit großartigen neuen Lösungen zu unterstützen.

Während sich die Fitnessbranche von der globalen Pandemie erholt, stellt diese nächste Investition einen wichtigen Punkt in der Mission von Virtuagym dar, die Welt zu einem gesünderen und glücklicheren Ort zu machen. Das Unternehmen, das 2008 von den Brüdern Hugo und Paul Braam gegründet wurde, unterstützt derzeit mehr als 9.000 Fitnessunternehmen und 45.000 Fitnessprofis und bedient mit seiner markenfähigen Plattform und seinen mobilen Apps jeden Monat über 2,5 Millionen Endnutzer.

Wir freuen uns, Virtuagym bei ihren Plänen für weitere Innovationen und Wachstum im Bereich der Gesundheitstechnologie unterstützen zu können’,’ sagt Martijn Hoogeveen, CEO von Icecat. “Wir sind begeistert von dem Virtuagym-Team und seiner Cloud-Vision, die Gesundheits- und Fitnessbranche zu verändern.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Virtuagym

Spanischer Ministerpräsident mit „Pegasus“ ausgespäht

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Madrid, 02. Mai (Reuters) – Auf dem Handy des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez ist Regierungsangaben zufolge die Spähsoftware „Pegasus“ gefunden worden. Das Telefon sei im Mai 2021 infiziert worden, und es habe damals mindestens einen Fall von Daten-Diebstahl gegeben, sagte Präsidentschaftsminister Felix Bolanos am Montag auf einer Pressekonferenz.

Das Programm wurde demnach auch auf dem Handy von Verteidigungsministerin Margarita Robles gefunden. Bolanos äußerte sich nicht dazu, wer nach Einschätzung der Regierung hinter dem Spähangriff stecken könnte. Die linke Minderheitsregierung von Sanchez steht derzeit selbst im Zusammenhang mit „Pegasus“ politisch unter Druck.

Mehr als 60 Personen im Umfeld der katalanischen Separatistenbewegung sollen laut dem in Kanada ansässigen Forschungsinstitut Citizen Lab mit der Software ausspioniert worden sein. Die katalanische Partei ERC, die für eine Unabhängigkeit der Region eintritt und in Madrid Sanchez‘ Regierung stützt, fordert vom Ministerpräsidenten nun Aufklärung. Die ERC erklärte, sie werde die Regierung so lange bei Abstimmungen nicht unterstützen, bis das Vertrauen wieder hergestellt sei. 

Die „Pegasus“-Software ist nach Angaben des israelischen Herstellers NSO allein für den Einsatz von Geheimdiensten und der Polizei im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität gedacht. Doch immer wieder gibt es Vorwürfe, das Spionage-Programm werde von Regierungen dazu genutzt, um Politiker, Menschenrechtler und Journalisten auszuspähen. Die Datenschutzbehörde der EU hat sich für einen Verbot von „Pegasus“ eingesetzt.

Spanischer Ministerpräsident mit „Pegasus“ ausgespäht

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