Samstag, März 28, 2026
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Coachwhisperer gibt Seed- Investment in siebenstelliger Höhe bekannt

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Coachwhisperer GmbH

Coachwhisperer, das erste live Kommunikations- und Monitoring-System für den Sport, gibt Seed- Investment in siebenstelliger Höhe unter Führung der bm|t bekannt. 

Die Coachwhisperer GmbH, welche eine All-in-One Lösung für die Trainingsoptimierung im Sport entwickelt, hat zur Beschleunigung des Wachstums eine Seed- Finanzierung abgeschlossen. 

Die Coachwhisperer GmbH entwickelt das erste Live Kommunikations- und Monitoring-System für Trainer und Athleten, bestehend aus einer innovativen Kombination aus Hard- und Software. Schlechte Kommunikationsbedingungen auf dem Platz, zu wenig Zeit, um auf die individuellen Bedürfnisse der Sportler einzugehen und vor allem häufige Ausfälle durch Verletzungen aufgrund von Überlastung: All diese Herausforderungen im Trainingsalltag löst das Coachwhisperer-System. 

Mit dem Coachwhisperer Hearable, welches die Sportler während des Trainings einseitig im Ohr tragen, kann der Trainer über die „Coach-App“ Feedback direkt und diskret mit einzelnen Spielern, einer selbst ausgewählten Gruppe oder der ganzen Mannschaft kommunizieren. Die Zeit, die bisher durch Trainingsunterbrechungen verloren ging, kommt mit dem Coachwhisperer Intercom-System der Mannschaft und dem Training zugute. Die Athleten können dadurch wesentlich besser individuell betreut und gefördert werden. 

Das Hearable misst über eine Fotodiode im Ohr zugleich wichtige Vitalparameter wie die Herzrate und die Sauerstoffsättigung im Blut. Damit kann der Trainer die individuellen Belastungszonen seiner Sportler während des Trainings überwachen. Coachwhisperer gelingt es, über das Ohr Vitaldaten deutlich genauer zu messen als mit anderen, gängigen Methoden, beispielsweise der Erfassung über Smart-Watches oder Brustgurte. Zudem greift sie nicht in den Bewegungsablauf der Sportler ein und behindert diese nicht beim Ausüben ihrer Sportart. 

Die Coach-App unterstützt Trainer mit zahlreichen in der Praxis erprobten Tools. Unter anderem bieten ein Trainingskatalog aus über 1000 Übungen und die integrierte Gegnersimulation bietet sie die optimale Grundlage für die Vorbereitung von Trainingseinheiten. 

Sebastian Knedlik, Senior Investment Manager der bm|t: „Das Coachwhisperer-Team hat die Investoren mit seiner Dynamik und dem cleveren Produkt überzeugt. Die intelligente Lösung ist Ergebnis langjähriger sportmedizinischer Erkenntnisse und fortschrittlichster Trainingsmethodik. Sie ermöglicht es Sportlern, Talent und harte Arbeit effizienter in Performance und Erfolg umzumünzen. Wir sehen unser Engagement nicht nur als Sports-Tech- Investment, sondern werden über den Sport hinaus mittelfristig auch weitere Märkte adressieren.“ 

Julien Then, Mitgründer und Geschäftsführer von Coachwhisperer: „Mithilfe der Finanzierung können wir unsere Technik bereits in Kürze rechtzeitig zur Fußball Weltmeisterschaft in den Markt bringen. Damit legen wir den Grundstein für unsere Skalierung über den Fußball hinaus in weitere Sportarten. Wir freuen uns darauf, jetzt so richtig durchzustarten!“ 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Coachwhisperer GmbH

Weltgrößter Staatsfonds erwartet schwieriges Marktumfeld für lange Zeit

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Oslo, 03. Mai (Reuters) – Der Chef des mit 1,2 Billionen Dollar gefüllten norwegischen Staatsfonds rechnet angesichts des Ukraine-Krieges und anderer Herausforderungen für lange Zeit mit schwierigen Bedingungen an den Finanzmärkten. „Die geopolitischen Folgen des Krieges sind schwer vorherzusagen, aber wir stehen wahrscheinlich vor den größten Veränderungen seit 30 Jahren“, sagte Nicolai Tangen am Dienstag bei einer parlamentarischen Anhörung. „Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die zunehmenden Reibungen zwischen den Supermächten und eine Umkehrung der Globalisierung die Märkte beeinflussen werden.“

Der norwegische Fonds, der sein Vermögen in ausländische Aktien, Anleihen, Immobilien und Projekte im Bereich erneuerbare Energien investiert, könne sich „nirgendwo verstecken“. Stattdessen müsse er das Risiko managen, das mit dem Engagement auf den globalen Märkten einhergehe, sagte Tangen. „All dies zusammengenommen bedeutet, dass wir eine holprige Reise vor uns haben.“ Hinzu komme eine hohe Inflation bei nach wie vor sehr niedrigen Zinsen und teuren Aktien.

Der 1996 gegründete weltgrößte Staatsfonds investiert die Einnahmen aus dem norwegischen Öl- und Gassektor. Er hält weltweit Anteile an 9300 Unternehmen, die 1,3 Prozent aller börsennotierten Aktien ausmachen. Man sei derzeit nicht in der Lage, das Portfolio russischer Aktien zu verkaufen, sagte Tangen. Der Markt für diese Vermögenswerte funktioniere derzeit nicht. Ende 2021 besaß der Staatsfonds russische Aktien im Wert von knapp drei Milliarden Dollar, was 0,2 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. Mittlerweile soll der Wert der russische Beteiligungen um mindestens 90 Prozent gefallen sein. 

Jeder Norweger verfügt dank des Staatsfonds auf dem Papier über ein Vermögen von 230.000 Dollar. Ziel des Fonds ist es, die Erdöleinnahmen mit künftigen Generationen zu teilen.

Weltgrößter Staatsfonds erwartet schwieriges Marktumfeld für lange Zeit

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Crowdinvesting-Spezialist OneCrowd verstärkt Geschäftsführung mit Kapitalmarkt-Experten

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Marc Speidel

Marc Speidel wird Teil der Geschäftsführung

Der Crowdinvesting-Spezialist OneCrowd, Betreiber der drei Crowdinvesting-Plattformen Seedmatch, Econeers und Mezzany, verstärkt seine Geschäftsführung mit dem Börsen- und Kapitalmarkt-Experten Marc Speidel (34). Er übernahm zum 1. Mai 2022 die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe und wird sich künftig dem weiteren Ausbau des Vertriebs sowie des Produktangebots, insbesondere im Wertpapier-Bereich, widmen. Speidel leitet das Unternehmen gemeinsam mit Johannes Ranscht (41), der bereits seit August 2017 Geschäftsführer der OneCrowd ist. 

Mit Marc Speidel holt die OneCrowd, das Unternehmen hinter Deutschlands in 2011 gestartetem Crowdinvesting-Pionier Seedmatch sowie den Schwesterplattformen Econeers und Mezzany, einen Fachmann im Bereich Unternehmensfinanzierungen an Bord. Speidel sammelte seit dem Abschluss seines Bachelor-Studiums der Betriebswirtschaftslehre sowie seines Master of Business Administration mit dem Schwerpunkt Management & Finance mehr als zehn Jahre Erfahrung in leitenden Positionen im Bereich Corporate Finance.

Seit August 2019 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Lewisfield Deutschland GmbH und berät in dieser Funktion mittelständische Unternehmen in Finanzierungs- und Kapitalmarktfragen. Dabei steuert er mit seinem Team den gesamten bedarfsgerechten Finanzierungsprozess von der Unternehmensanalyse über die Strukturierung der Finanzierung bis zur Begleitung der Transaktion. Im vergangenen Jahr hat das Lewisfield-Team Transaktionen mit einem Finanzierungsvolumen von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro begleitet und sich so zu einem der Marktführer für KMU-Finanzierungsberatung am Kapitalmarkt entwickelt. Seine Tätigkeit bei der Lewisfield Deutschland GmbH wird Marc Speidel nach Übernahme der Geschäftsführung der OneCrowd weiterführen. 

Das Ziel: Bedarfsgerechte Finanzierungslösungen via Crowdinvesting für jede Unternehmensphase 

Als Geschäftsführer der OneCrowd, die bereits über 95 Millionen Euro Wachstumskapital an Unternehmen verschiedener Branchen und Reifegrade vermittelt hat, wird sich Speidel künftig dem weiteren Ausbau des B2B-Vertriebs sowie der Ausweitung des Produktportfolios mit Kapitalmarktfokus widmen. Ziel ist es, das Portfolio der OneCrowd sukzessive um bedarfsgerechte Finanzierungslösungen via Crowdinvesting für jede Unternehmensphase zu erweitern. Bereits jetzt bietet die OneCrowd mit partiarischen Nachrangdarlehen, börsennotierten Anleihen und Aktien verschiedene Finanzierungsmodelle sowohl für innovative Startups als auch für etablierte Wachstumsunternehmen an. Zukünftig ist eine Ausweitung des Portfolios etwa um tokenisierte Wertpapiere geplant. 

Marc Speidel führt die OneCrowd gemeinsam mit Johannes Ranscht, der bereits seit August 2017 die Geschäsführung des Unternehmens innehat und das operative Tagesgeschäft leitet. Stefan Flinspach (56), seit August 2017 Co-Geschäsführer der OneCrowd, wechselt in den Beirat des Unternehmens. 

Marc Speidel: „Crowdinvesting ist einer der Mega-Trends der Unternehmensfinanzierung.” 

Marc Speidel sagt: „Die Erfahrungen aus meiner über zehnjährigen Kapitalmarkt- und Unternehmensfinanzierungslaufbahn sowie meiner Tätigkeit als Dozent für alternative Finanzprodukte an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zeigen ganz klar: Crowdinvesting ist einer der Mega-Trends in der Unternehmensfinanzierung. Die Nachfrage nach dieser unabhängigen, schnellen und flexiblen Finanzierungslösung wächst kontinuierlich.

Vom innovativen Startup bis zum etablierten Mittelständler findet mittlerweile fast jeder innerhalb des Crowdinvesting-Kosmos das passende Finanzierungsmodell. Als Geschäftsführer der OneCrowd will ich einen Beitrag leisten, um Crowdinvesting-Finanzierungen noch bedarfsgerechter an den Anforderungen der Unternehmen auszurichten und gleichzeitig für die Crowd neue Investmentmodelle zu erschließen, die einen selbstbestimmten und kostengünstigen Aufbau eines individuellen Portfolios für jedermann schon mit kleinen Beträgen ermöglichen.” 

Johannes Rantscht

Johannes Ranscht sagt: „Mit Marc Speidel gewinnen wir einen ausgewiesenen Spezialisten im Bereich Corporate Finance, der ein großes Netzwerk mitbringt und die Anforderungen von Unternehmen unterschiedlicher Reifegrade genau kennt. Gemeinsam wollen wir im Vertrieb den Turbo zünden und die OneCrowd mit ihren drei Plattformen Seedmatch, Econeers und Mezzany – bereits jetzt der größte diversifizierte Plattform-Verbund im DACH-Raum – zu einem der dominierenden Crowdinvesting-Anbieter in Europa weiterentwickeln.” 

Weitere Informationen finden Sie hier

Titelbild Marc Speidel

Quelle OneCrowd Loans GmbH

Russland bombardiert Mariupol – EU berät über Ölembargo

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Kiew, 03. Mai (Reuters) – Russische Streitkräfte haben das eingekesselte Stahlwerk in der belagerten südostukrainischen Stadt Mariupol am Dienstag beschossen. Nach offiziellen ukrainischen Angaben sind dort neben ukrainischen Kämpfern trotz einiger Evakuierungen immer noch rund 200 Zivilisten eingeschlossen. Reuters-Bilder zeigten Raketensalven, die von einem russischen Fahrzeug am Rande Mariupols abgefeuert wurden. In Brüssel berieten die EU-Staaten unterdessen über einen Stopp von Ölimporten aus Russland. 

Der Angriff am Dienstag folgte auf einen von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand um den Stahlkomplex aus der Sowjetzeit, der in den vergangenen Tagen mehreren Gruppen von Zivilisten die Flucht aus dem letzten Versteck ukrainischer Kämpfer in der Hafenstadt ermöglichte. Weitere Zivilisten seien in Bunkern und Tunneln unter dem Komplex eingeschlossen, und etwa 100 000 Menschen hielten sich im Rest der Stadt auf, sagte Bürgermeister Wadym Bojtschenko. 

Mariupol ist ein wichtiges Ziel für Russland, das versucht, die Ukraine vom Schwarzen Meer abzuschneiden. Zudem wollen russische Truppen den gesamten Donbass im Osten der Ukraine erobern, wo prorussische Separatisten seit 2014 einige Gebiete in den Bezirken Luhansk und Donezk kontrollieren. Bei der russischen Offensive in der Ostukraine wurden am Dienstag nach Angaben des ukrainischen Präsidialbüros mindestens drei Zivilisten in der Stadt Wuhledar getötet. Nach Angaben des ukrainischen Militärs versuchten die russischen Streitkräfte, die Stadt Rubischne an der Frontlinie einzunehmen.

Seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar haben die russischen Bombardements mehrere Städte schwer verwüstet. Tausende Zivilisten starben und nach Angaben der Vereinten Nationen wurden mehr als fünf Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Die Regierung in Moskau bezeichnete ihr Vorgehen als Sondereinsatz zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung des Nachbarlandes. Sie weist Vorwürfe zurück, Zivilisten anzugreifen. Westliche Staaten sprechen dagegen von einem Angriffskrieg und Verbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung. 

Westliche Verbündete der Ukraine haben ihre Lieferungen von immer schwereren Waffen verstärkt, die wiederum von Russland nach ihrer Ankunft in der Ukraine ins Visier von Bombardements genommen werden. Russland hat nach eigenen Angaben ein Logistikzentrum für aus dem Westen gelieferte Waffen auf einem Militärflugplatz in der Nähe der ukrainischen Hafenstadt Odessa mit Raketen beschossen. Hangars mit unbemannten Bayraktar TB2-Drohnen sowie Raketenwaffen und Munition aus den USA und europäischen Ländern seien zerstört worden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. 

EU-STAATEN BERATEN ÜBER ÖLEMBARGO

In Brüssel berieten die 27 EU-Staaten am Dienstag weiter über ein mögliches Ölembargo gegen Russland. Widerstand dagegen gibt es etwa aus Ungarn und der Slowakei, die sehr stark vom Import russischen Öls abhängen. Sollte sich die EU auf ein Importverbot verständigen, will sich die Slowakei nach eigenen Angaben des dortigen Wirtschaftsministeriums um eine Ausnahmeregelung bemühen. 

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz traf unterdessen in der Ukraine ein. Er will dort Gespräche unter anderem mit Vertretern des ukrainischen Parlaments führen. 

Russland bombardiert Mariupol – EU berät über Ölembargo

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Crowdinvesting was sich für deutsche Crowdinvestoren künftig ändert

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Crowdinvesting

Crowdinvesting neue EU-Verordnung: Was sich für deutsche Crowdinvestoren künftig ändert 

Als rechtliche Grundlage für Crowdinvesting dient in Deutschland aktuell häufig das Vermögensanlagegesetz (VermAnlG), doch ein eigenständiges Gesetz für Crowdfunding-Anbieter gab es bislang nicht. Die neue EU-Verordnung für Schwarmfinanzierungsdienstleister (ECSP) reguliert und vereinheitlicht nun das europaweite Crowdfunding und bringt neue Möglichkeiten und mehr Sicherheiten für Anleger mit sich. Was sich für deutsche Crowdinvestoren im Zuge der neuen EU-Regeln künftig ändern wird, darüber informiert Andreas Zederbauer, Vorstand von dagobertinvest, einer der führenden Immo-Crowdfunding-Plattformen im DACH-Raum. 

Der deutschen Crowdinvesting-Branche – und damit auch den Investoren – stehen weitreichende Veränderungen bevor. Denn während sich die Schwarmfinanzierung in Deutschland derzeit noch einer Querschnittsmaterie aus unterschiedlichen Gesetzen bedient, können Plattformen künftig, sofern sie die strengen Voraussetzungen dafür erfüllen, ihre Dienstleistungen im Rahmen der neuen EU-Verordnung ECSP erbringen. „Der Beschluss sorgt in 27 Mitgliedsländern für einheitliche Regelungen bei Crowdfunding-Plattformen. Um die dafür notwendige Lizenz für Europa von der national zuständigen Aufsichtsbehörde zu erhalten, müssen Plattformanbieter gewisse Nachweispflichten erfüllen. Wer die Zulassung erhält, der darf seine Dienstleistungen in diesem Rahmen anbieten“, klärt Andreas Zederbauer, Vorstand der dagobertinvest AG, auf. Seine Plattform, die bisher bereits im gesamten DACH-Raum aktiv war, hat den Lizenzantrag bereits bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) gestellt. Sobald die Plattform grünes Licht von der Aufsichtsmarktbehörde erhält, darf sie ihre Dienstleistungen deutschen Crowdinvestoren innerhalb des neuen rechtlichen Rahmens anbieten. 

Bankübliche Sicherheiten für Crowdinvestoren möglich

Auch für Crowdinvestoren wird es dadurch zu Veränderungen kommen, die Zederbauer positiv bewertet. Ein wesentlicher Aspekt ist, dass mit dem EU-Pass Darlehen ohne qualifizierten Nachrang angeboten werden können. Während die hohen Zinsen bei Crowdinvesting-Projekten für viele Anleger attraktiv sind, haben ihre Forderungen im Falle einer Insolvenz aktuell Nachrang gegenüber allen anderen Gläubigern, wie etwa der Bank. Mit der EU-Lizenz können die Plattformen künftig nun auch besicherte Darlehen und Wertpapiere, beispielsweise Anleihen und Kredite, vermitteln. „Damit wird es möglich, bankübliche Sicherheiten wie Pfandrechte oder Bürgschaften zu vereinbaren, was im Falle von Projektverzögerungen einen klaren Vorteil für Anleger darstellt“, ist sich Zederbauer sicher. Auch dass die Plattformen bei der Einhaltung der Lizenz durch Finanzmarktaufsichtsbehörden wie die BaFin kontrolliert werden, biete Investoren mehr Sicherheit. Nach ECSP-Regulierung haben Crowdfunding-Anbieter außerdem jährlich die Ausfallquote ihrer Projekte offenzulegen. Für Anleger ist dies ein wesentliches Kriterium für die Auswahl von Plattform, Kampagne und Investmenthöhe. Bereits in der Vergangenheit hat man in Deutschland Crowdfunding-Kampagnen gesehen, bei denen Investoren Sicherheiten versprochen wurden, meist über das sogenannte Fronting Bank Modell. Den Unterschied zu den neuen Rahmenbedingungen im Zuge des EU-Passes erklärt Zederbauer folgendermaßen: „Die bisherige Konstellation mit einer Bank als zusätzlichem Player brachte oftmals vertragliche Schwierigkeiten und höhere Kosten mit sich. 

Das führt auch häufig zu Verzögerungen der Prozesse, länderübergreifend außerhalb des deutschsprachigen Raums zu arbeiten ist mit einer Fronting Bank ebenso praktisch unwirtschaftlich. Das wird nun wegfallen.“ Die zugelassene Höchstsumme von Crowdinvesting-Kampagnen wird sich im Zuge der EU-Verordnung ebenso länderübergreifend vereinheitlichen. So sind auch in Deutschland mit dem EU-Pass Schwarmfinanzierungen bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr und Emittent möglich.

Grenzüberschreitende Investments erleichtert

Aus unternehmerischer Sicht ist für Zederbauer der größte Vorteil der EU-Lizenz, dass Crowdinvesting-Kampagnen künftig viel einfacher in mehreren Ländern gestartet werden können, weil Plattformen nicht mehr von der Genehmigung jedes einzelnen Projekts im jeweiligen Land abhängig sind. Damit wird auch für deutsche Crowdinvestoren die Auswahl an potenziellen Investmentprojekten und Plattformen steigen. Vor diesem Hintergrund strebt dagobertinvest demnächst die Expansion nach Osteuropa an. „Mittelfristig werden sich hier auch Investment-Chancen für deutsche Crowdinvestoren in neuen Märkten ergeben. Das höhere Zinsniveau im osteuropäischen Raum bringt Potenzial mit sich“, so Zederbauer, der abschließend festhält: „Ich gehe davon aus, dass die Neuerungen durch die EU-Verordnung ein Game Changer für unsere Branche werden.“ 

Foto/Quelle: dagobertinvest – Andreas_Zederbauer feel image Felicitas Matern

Weniger Pakete – Aber Frachtsparte lässt Post wachsen

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Düsseldorf, 03. Mai (Reuters) – Die Deutsche Post steuert trotz sinkender Paket-Mengen in ihrem Heimatmarkt dank florierender Geschäfte mit Luft- und Seefracht weiter auf Wachstumskurs. „Im ersten Quartal ist die erwartete Normalisierung im Onlinehandel eingetreten“, sagte Post-Chef Frank Appel am Dienstag: „Diese konnten wir jedoch mit starken Ergebnissen in unseren globalen Logistikaktivitäten überkompensieren.“ Industrie-Kunden müssen sich nun auf weiter steigende Logistik-Kosten einrichten. 

Der Konzern-Umsatz schnellte von Januar bis März 2022 um 19,8 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro in die Höhe. Der operative Ertrag (Ebit) stieg auf 2,2 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro, der Konzerngewinn legte um 13,5 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro zu. „Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet“, bilanzierte Appel und bekräftigte trotz der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Lockdowns in chinesischen Metropolen die Jahresprognose.

Profitieren konnte die Post im ersten Quartal von den Folgen der weltweit gestiegenen Frachtraten – Kapazitäten für den Transport von Gütern rund um den Globus sind durch die Corona-Krise und die Folgen des Kriegs in der Ukraine knapp und teuer. Die Logistiker können die Kunden entsprechend zur Kasse bitten. Die Frachtsparte der Post konnte beim Umsatz erstmals in der Geschichte des Konzerns Express- sowie Paketgeschäfte überflügeln – und gewann den Angaben zufolge Marktanteile.

„Das Frachtgeschäft hat sich dieses Quartal herausragend entwickelt“, sagte Finanzchefin Melanie Kreis. Der Umsatz legte um knapp 55 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zu. Den operativen Gewinn konnte die Sparte sogar fast verdreifachen. Preise und Margen entwickelten sich angesichts knapper Frachtkapazitäten „dynamisch“, sagte Kreis. Und auch im zweiten Quartal könne die Sparte auf weiter gute Geschäfte setzen. Die Corona-Auflagen in China wirkten zudem wie ein „Flaschenhals“ für den Handel, öffne sich dieser, werde es deutlich mehr Nachfrage als Transportkapazität geben. 

Anders sieht es im deutschen Paket-Geschäft aus. Nach dem Online-Boom und der Paketflut im vergangenen Jahr normalisierten sich die Geschäfte nun wieder. Umsatz und Ergebnis im deutschen Paketgeschäft lagen etwa unter den Rekord-Zahlen von 2021. Damals hatten die Verbraucher auch durch die Folge der Corona-Auflagen immer mehr Güter im Internet geordert. Nun sanken im deutschen Paket-Geschäft die Mengen um 18,6 Prozent, der Umsatz schrumpfte um 15,2 Prozent.

Dabei spielte auch der Online-Riese Amazon eine Rolle, denn der transportiert immer mehr seiner Waren selbst und nicht mehr über die Post. Auch das zweite Quartal werde für die Sparte „herausfordernd“, sagte Kreis. Für die Post steht das einst zentrale Geschäft mit Briefen und Paketen in ihrem Heimatmarkt indes seit Jahren immer weniger im Mittelpunkt – der Konzern wuchs international. „Die Bedeutung des Deutschland-Geschäfts nimmt weiter ab“, sagte Appel.

Weniger Pakete – Aber Frachtsparte lässt Post wachsen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Razzia bei Morgan Stanley in Frankfurt im Zusammenhang mit Cum-Ex

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Frankfurt, 03. Mai (Reuters) – Die Ermittlungen wegen Steuertricks mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften haben in Frankfurt eine weitere Banken-Razzia ausgelöst. Die deutsche Niederlassung der US-Großbank Morgan Stanley bestätigte am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters, dass es Durchsuchungen gebe. „Die Untersuchung bezieht sich auf eine Aktivität aus der Vergangenheit“, erklärte eine Sprecherin des Instituts. „Wir kooperieren weiterhin mit den deutschen Behörden.“ Die im Cum-Ex-Komplex federführende Staatsanwaltschaft Köln erklärte auf Anfrage, sie vollstrecke seit dem Morgen Durchsuchungsbeschlüsse gegen ein Bankhaus in Frankfurt. Namen wollte ein Sprecher nicht nennen.

Die Staatsanwaltschaft rückte nach eigenen Angaben mit rund 75 Ermittlern der nordrhein-westfälischen Polizei sowie mit Steuerfahndern aus NRW und Hessen sowie des Bundes an. Auch die Privatwohnungen zweier Beschuldigter würden durchsucht, sagte der Sprecher weiter. „Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit verfahrensgegenständlichen Cum/Ex-Geschäften sowie verwandter Steuerhinterziehungsmodelle.“ 

Bei Cum-Ex-Geschäften ließen sich Anleger einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe von Banken mehrfach erstatten. Dazu verschoben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit – also cum – und ohne – ex – Dividendenanspruch. Für die Steuerzahler in der Bundesrepublik geht der Schaden in die Milliarden. 

In die Cum-Ex-Geschäfte waren eine Vielzahl von Banken verwickelt. Erst in den vergangenen Wochen gab es in Frankfurt bereits Razzien bei Barclays und der Investmentbank Merrill Lynch, die zur Bank of America gehört. Über die Durchsuchung bei Morgan Stanley am Dienstag hatte zuerst die Agentur Bloomberg berichtet.

Razzia bei Morgan Stanley in Frankfurt im Zusammenhang mit Cum-Ex

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Dritte Finanzierungsrunde auf Seedrs

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estateguru

Estateguru startet Crowdfunding-Runde in Höhe von bis zu 3 Millionen Euro 

Estateguru, die führende Plattform für Immobilienfinanzierung und -investitionen in Europa, startet eine neue Finanzierungsrunde auf der Crowdfunding-Plattform Seedrs in Höhe von bis zu drei Millionen Euro. Mit dem eingesammelten Kapital will das Unternehmen die Wachstums- und Expansionspläne vorantreiben. Das langfristige Ziel von Estateguru ist es, ein digitales, grenzenloses Ökosystem für Immobilienfinanzierung und -investitionen zu entwickeln. Bereits im Juni 2020 hat Estateguru in einer ersten Runde auf Seedrs das ursprüngliche Finanzierungsziel von 350.000 Euro um 261 Prozent übertroffen und 914.536 Euro an Kapital eingesammelt. 2021 folgte eine zweite Runde. Auch hier wurde das Finanzierungsziel von 500.000 Euro um 260 Prozent übertroffen.

Estateguru bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen unkomplizierte und zuverlässige Finanzierungen für ihre Projekte. Alle Kredite sind mit einer erstrangigen Grundschuld besichert. Dieses Modell ist besonders für jene Unternehmer attraktiv, die nicht in die oft starren Vergaberichtlinien der Banken passen oder keine Zeit für langwierige Entscheidungsprozesse haben. Private und institutionelle Anleger wiederum können über Estateguru in diese Kredite investieren und sich ein diversifiziertes Immobilienportfolio aufbauen. Ein Investment ist bereits ab 50 Euro möglich. Der durchschnittliche historische Zinssatz liegt bei 11 Prozent.

2021 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Estateguru. Das Unternehmen hat seine Geschäftsziele in allen Ländern, in denen es operativ tätig ist, übertroffen und Kredite mit einem Gesamtvolumen von 203 Millionen Euro finanziert. Dies entspricht einem Plus von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem sich das finanzierte Kreditvolumen auf 120 Millionen Euro belief. Das verwaltete Vermögen (AUM) betrug Ende 2021 220,3 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent von 4,5 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro.

Im Fokus: Internationale Expansion und Technologieausbau

2022 setzt Estateguru seinen Wachstumskurs fort und plant, in zwei weitere Länder zu expandieren. Gleichzeitig wird es stark in Technologie und den Ausbau des internationalen Teams investieren.

„Die dritte Runde auf Seedrs zeigt, dass unsere Investoren von unserem Geschäftsmodell und unserer Immobilienfinanzierungs- und Investitionsplattform überzeugt sind. Das Wachstum, das wir in den letzten Jahren gesehen haben, motiviert das Team Tag für Tag, den Unternehmenserfolg voranzutreiben. Wir verfolgen konsequent unsere Vision, Immobilienfinanzierungen und Immobilieninvestitionen für jedermann weltweit zugänglich zu machen und die beste Technologieplattform im Immobilienbereich aufzubauen“, sagt Marek Pärtel, Mitgründer und Chairman von Estateguru. „Unser Geschäftsmodell hat bewiesen, dass es in jeden Markt passt und in jedem Geschäftsumfeld funktioniert. Wir sind gestärkt aus der COVID-Krise hervorgegangen und sehen, dass die derzeitigen makroökonomischen Bedingungen unser Geschäftsmodell begünstigen. Denn Investoren müssen ihre Portfolios vor der steigenden Inflation schützen, während kleine und mittlere Unternehmen schnelle und flexible Finanzierungen benötigen. Die in dieser Funding-Runde aufgenommenen Mittel werden wir in unser weiteres Wachstum investieren, wobei insbesondere unsere zwei größten Märkte Deutschland und Großbritannien im Fokus stehen. Darüber hinaus ist die Expansion in zwei neue Märkte geplant. Wir werden zudem erheblich in den Technologieausbau investieren, um ein echtes digitales Ökosystem für den Immobilienfinanzierungssektor zu schaffen.“

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Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH.

Russland – Israel unterstützt Neonazis in der Ukraine

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03. Mai (Reuters) – Russland legt im Streit mit Israel über Hitler-Äußerungen von Außenminister Sergej Lawrow nach. Das Außenministerium in Moskau warf Israel am Dienstag vor, Neonazis in der Ukraine zu unterstützen. Erst am Sonntag hatte der russische Außenminister Lawrow mit einem Nazi-Vergleich in Bezug auf den Ukraine-Krieg in Israel und zahlreichen westlichen Staaten für Empörung gesorgt und scharfe Kritik ausgelöst. Lawrow sagte in einem italienischen TV-Interview auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angesprochen, auch Hitler sei jüdischer Abstammung gewesen.

Dass Selenskyj Jude sei, sei daher kein Gegenargument für die russische Begründung der Invasion, dass man die Ukraine entnazifizieren müsse. Israels Außenminister Jair Lapid sprach am Montag von einer „unverzeihlichen, skandalösen Äußerung“ und „einem schrecklichen historischen Fehler“ und forderte eine Entschuldigung. 

Das russische Ministerium erklärte nun am Dienstag, die jüngsten Äußerungen von Lapid seien „antihistorisch“ und würden weitgehend erklären, warum die derzeitige israelische Regierung das neonazistische Regime in Kiew unterstütze. Antisemitismus werde in der Ukraine gefördert. Zudem wurden in der Erklärung Aussagen Lawrows bekräftigt, wonach die jüdische Herkunft Selenskyjs nicht ausschließe, dass die Ukraine von Neonazis regiert werde.

Russland hatte schon zu Beginn seines Einmarsches in die Ukraine am 24. Februar erklärt, das Land müsse von „Nazis“ gesäubert und befreit werden. Lapid hatte am Montag gesagt, die Ukrainer seien keine Nazis. „Nur die Nazis waren Nazis und nur sie haben sich mit der systematischen Vernichtung des jüdischen Volkes befasst.“ 

Israel hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar direkte Kritik an Moskau zunächst vermieden, um die Beziehungen zu Russland nicht zu gefährden. Im April warf Lapid Russland dann aber vor, in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Russland – Israel unterstützt Neonazis in der Ukraine

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Erzeugerpreise im Euroraum klettern im Rekordtempo von 36,8 Prozent

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Berlin/Brüssel, 03. Mai (Reuters) – Die Preise der Hersteller in der Euro-Zone steigen wegen der Kostenexplosion im Energiesektor in einem noch nie dagewesenen Tempo. Die Erzeugerpreise in der Industrie erhöhten sich im März um den Rekordwert von 36,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem etwas schwächeren Anstieg von 36,3 Prozent gerechnet. Im Februar hatte das Plus noch bei 31,5 Prozent gelegen – auch das war ein Rekordanstieg.

Allein bei Energie gab es einen kräftigen Anstieg von 104,1 Prozent. Klammert man diesen Bereich aus, zogen die Erzeugerpreise insgesamt nur um 13,6 Prozent an. Die Preise für die in der Produktion wichtigen Vorleistungsgüter legten um fast 23 Prozent zu. Teure Energie und Rohstoffe belasten die Wirtschaft zunehmend. Die deutsche Logistikbranche warnt bereits vor einer Insolvenzwelle. 

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt – also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

Die Inflation ist im Euro-Raum derzeit auf dem Vormarsch und weit über die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent hinausgeschossen. Angetrieben von hohen Kosten für Öl und Gas kletterten die Verbraucherpreise im April um 7,5 Prozent – der höchste Wert seit Bestehen der Währungsunion. Als Folge der russischen Invasion der Ukraine dürfte der Preisauftrieb laut der EZB weiter befeuert werden.

Die Währungshüter könnten angesichts stark steigender Preise in diesem Sommer ihre Nullzinspolitik beenden. Steigende Zinsen können den Euro attraktiver machen und so den Import von Öl und anderen Rohstoffen verbilligen, was wiederum die Inflation begrenzen würde.

Erzeugerpreise im Euroraum klettern im Rekordtempo von 36,8 Prozent

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.