Freitag, März 27, 2026
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Gestiegene Öl- und Gaspreise treiben Shell-Gewinn auf Rekordniveau

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Shell

London, 05. Mai (Reuters) – Hohe Öl- und Gaspreise haben dem Energiekonzern Shell zum Jahresauftakt einen Rekordgewinn beschert. Das bereinigte Ergebnis schnellte um 43 Prozent auf 9,13 Milliarden Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) und übertraf damit die Analystenschätzungen von 8,67 Milliarden Dollar, wie der britische Ölmulti am Donnerstag mitteilte. Damit reiht sich Shell in die Reihe seiner Wettbewerber ein wie BP, Exxon Mobil, Chevron der TotalEnergies, die ebenfalls kräftige Zuwächse dank der gestiegenen Energiepreise und florierender Handelsgeschäfte erzielten. 

Der seit Februar schwelende Krieg in der Ukraine und die von der EU verhängten beziehungsweise vorgeschlagenen Importbeschränkungen für fossile Energieträger aus Russland haben die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Shell kündigte an, bis Ende dieses Jahres alle langfristigen russischen Rohölkäufe einzustellen, mit Ausnahme von zwei Verträgen mit einem „kleinen, unabhängigen russischen Produzenten.“ Den Namen des Unternehmens nannte Shell nicht. Die Verträge über den Import von raffinierten Ölprodukten aus Russland würden ebenfalls enden. Derweil gebe es noch langfristig laufende Verträge über den Kauf von russischem Flüssiggas (LNG). 

Shell, weltweit größter LNG-Händler, teilte mit, der Absatz des Kraftstoffs sei im Quartal um neun Prozent auf 18,3 Millionen Tonnen gestiegen. LNG wird als entscheidend angesehen, um die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zu beenden. Der Krieg in der Ukraine „verursachte erhebliche Störungen auf den globalen Energiemärkten und hat gezeigt, dass sichere, zuverlässige und erschwingliche Energie einfach nicht selbstverständlich ist“, betonte Shell-Chef Ben van Beurden.

„Die Auswirkungen dieser Unsicherheit und die damit verbundenen höheren Kosten sind weit und breit zu spüren.“ Gleichwohl sieht der Vorstand Shell auf Kurs. So erlaube der auf rund 84 (Vorjahr: 56) Milliarden Dollar gestiegene Umsatz, die Schulden auf 48,5 Milliarden Dollar zurückzuführen von zuvor 52,6 Milliarden. Auch das Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 8,5 Miliarden Dollar mache Fortschritte.

Gestiegene Öl- und Gaspreise treiben Shell-Gewinn auf Rekordniveau

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Tote bei Überschwemmungen in Afghanistan – Taliban bitten um Hilfe

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Afghanistan
GILGIT, PAKISTAN - Juli 1: portrait of unknown working boy on Juli 1, 1988 in Gilgit, Pakistan. People suffer in that area because of the Afghanistan war.

Kabul, 05. Mai (Reuters) – Nach schweren Überschwemmungen in Afghanistan wollen die dort herrschenden Taliban im Ausland um Hilfe bitten. Bei heftigen Unwettern und Überflutungen kamen offiziellen Angaben zufolge 22 Menschen ums Leben, 40 weitere wurden verletzt. Hunderte Häuser seien beschädigt oder vollständig zerstört worden, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sei im Einsatz.

Afghanistan werde aber auch noch weitere internationale Organisationen um Unterstützung ersuchen. Viele Staaten stehen jedoch vor der Frage, wie sie dem Land mit seinen rund 40 Millionen Einwohnern helfen können, ohne dass die Taliban davon profitieren. 

Die Islamisten hatten am 15. August 2021 wieder die Macht in Kabul übernommen. Seitdem fließen weniger ausländische Hilfsgelder ins Land. Die nach Jahrzehnten von Kriegen herrschende Armut in Afghanistan nahm zu. In den vergangenen Jahren kam es zudem zu extremen Dürre-Perioden und Ernteausfällen, was die Furcht vor einer bedrohlichen Lebensmittelknappheit schürte.

Nach Angaben des Sprechers der Katastrophenschutzbehörde führten die jüngsten Überschwemmungen auch zu Verlusten von Ackerflächen und Vieh. Von dem Starkregen und den Überflutungen seien mehr als ein Drittel der afghanischen Provinzen betroffen. Besonders dramatisch sei die Lage in Badghis und Farjab im Westen sowie in Baghlan im Norden. 

Die Bundesregierung hat mit der Machtübernahme der Taliban nach eigenen Angaben ihre Unterstützung in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Stabilisierung ausgesetzt, engagiert sich aber weiterhin im Rahmen humanitärer Hilfe und Basisversorgung für die Menschen in Afghanistan.

Tote bei Überschwemmungen in Afghanistan – Taliban bitten um Hilfe

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Rekordgewinn bei Audi – Auch dank Rohstoffgeschäften

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Audi

München, 05. Mai (Reuters) – Audi verdient dank der hohen Nachfrage nach Premiumautos so gut wie nie zuvor. Die VW-Tochter erwirtschaftete im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 3,468 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie vor Jahresfrist, wie Audi am Donnerstag mitteilte. Die Ergebnisentwicklung spiegele die gute Markenpositionierung und die fortgesetzte Fixkostendisziplin wider. Das erste Quartal sei weiterhin von der angespannten Versorgungslage geprägt gewesen, sagte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. „Neben den Halbleitern und Lockdowns in China spüren wir die Folgen des Kriegs in der Ukraine.“ Das habe Audi aber gut managen können.

Zugute kam Audi die anhaltend starke Nachfrage nach Autos. „Im Moment haben wir ein hervorragendes Marktumfeld, einen Verkäufermarkt“, sagte Rittersberger. „Wir können unsere Preise sehr gut durchsetzen und müssen kaum Incentives geben.“ Der Umsatz legte leicht auf 14,282 Milliarden Euro zu.

GEWINNMARGE DEUTLICH IM PLUS

Beim Gewinn profitierte Audi von positiven Bewertungseffekten von Rohstoffsicherungsgeschäften insbesondere auf Nickel und Aluminium. Die Rendite lag mit 24,3 Prozent deutlich über der Zielmarke von neun bis elf Prozent. „Auch ohne die Bewertungseffekte kamen wir auf eine deutlich zweistellige Umsatzrendite im oberen Bereich des Zielkorridors“, sagte Rittersberger. Russland gehört zu den wichtigsten Produzenten von Nickel, das unter anderem für Elektroauto-Batterien benötigt wird. Nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine ist der Preis für das Metall deutlich gestiegen. Auch Aluminum verteuerte sich zuletzt spürbar. 

Wie es bei den Rohstoffkosten weitergehe, sei schwer vorhersehbar, sagte Rittersberger; insbesondere könne keine Prognose zu weiteren Bewertungseffekten gemacht werden. Dazu komme, dass auch für Audi die Kosten stiegen, aufgrund der langfristigen Lieferverträge mit Verzögerung.

Rekordgewinn bei Audi – Auch dank Rohstoffgeschäften

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Inflationsrate in der Türkei klettert auf 20-Jahres-Hoch von 70 Prozent

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Istanbul, 05. Mai (Reuters) – Die Verbraucherpreise in der Türkei sind im April so stark gestiegen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 69,97 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wir das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Dazu trugen steigende Öl- und Rohstoffpreise infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ebenso bei wie die Abwertung der Landeswährung Lira, durch die Importe teurer werden. Zum Vergleich: Die deutsche Inflationsrate lag im April bei 7,4 Prozent, was der höchsten Stand seit 1981 ist.

Die Preise im türkischen Transportsektor – zu dem etwa Benzin gerechnet wird – zogen mit 105,9 Prozent besonders stark an. Aber auch Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich mit 89,1 Prozent überdurchschnittlich stark. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass die Inflation aufgrund des Ukraine-Kriegs noch bis Ende 2022 außergewöhnlich hoch bleiben wird: Von Reuters befragte Ökonomen rechnen im Jahresschnitt mit einer Teuerungsrate von 52 Prozent.

Sie geben der Talfahrt der Lira eine Mitschuld daran. Diese wurde ausgelöst durch Zinssenkungen der Notenbank, durch die die Landeswährung für Investoren unattraktiver wurde. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnet sich selbst als „Zinsfeind“. Er will mit niedrigen Zinsen die Konjunktur anschieben. Die Regierung hat erklärt, dass die Inflation im Rahmen ihres neuen Wirtschaftsprogramms zurückgehen wird. Dieses sieht niedrige Zinssätze zur Ankurbelung von Produktion und Exporten vor.

Die Zentralbank hat ihren Leitzins in bislang vier Sitzungen in diesem Jahr stabil bei 14 Prozent gehalten. Dabei müsste sie nach Einschätzung der meisten Ökonomen die Zinssätze anheben, um die Währung attraktiver machen. Die Lira hat im vergangenen Jahr 44 Prozent ihres Wertes zum Dollar eingebüßt, was wiederum die Inflation befeuert. Die Notenbank geht davon aus, dass der Höhepunkt des Preisauftriebs im Juni erreicht wird. Einstellige Inflationsraten erwartet sie erst 2024.

Inflationsrate in der Türkei klettert auf 20-Jahres-Hoch von 70 Prozent

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Gericht – Wirecard-Bilanzen von 2017 und 2018 sind nichtig

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Wirecard
Smartphone with wirecard logo on the screen. hand touching the screen. High quality photo.

München, 05. Mai (Reuters) – Die Bilanzen des Zahlungsdienstleisters Wirecard aus den Jahren 2017 und 2018 waren nach Erkenntnissen des Landgerichts München I falsch. Das Gericht erklärte die Jahresabschlüsse aus den beiden Jahren und die Dividendenbeschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen am Donnerstag für nichtig. Damit könnte Insolvenzverwalter Michael Jaffe, der das Urteil erwirkt hatte, die Dividenden für die beiden Jahre – zusammen rund 47 Millionen Euro – von den Aktionären zurückfordern.

Ob die fehlenden 1,9 Milliarden Euro, wie von Jaffe behauptet, nie existierten oder nur auf anderen Konten lagen, wie der damalige Vorstandschef Markus Braun vermutet, sei dabei unerheblich, sagte der Vorsitzende Richter Helmut Krenek. Wirecard habe in jedem Fall gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung verstoßen. „Wenn es die Gelder gibt, hätten sie auf den Konten gefunden werden müssen.“ Die Wirtschaftsprüfer von EY hatten die Abschlüsse der beiden Jahre testiert.

Gericht – Wirecard-Bilanzen von 2017 und 2018 sind nichtig

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Spectrum Markets führt als erster Handelsplatz den europäischen 24/5-Turbo-Handel für Kryptowährungen ein

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Spectrum Markets

Spectrum Markets, der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate mit Sitz in Frankfurt, erweitert sein Produktangebot um Kryptowährungen als Basiswert. Ab sofort sind nun auch Turbo-Optionsscheine auf Bitcoin und Ethereum verfügbar. Die neuen Produkte erweitern die bestehende Turbo24-Produktpalette von Spectrum und ermöglichen es Brokern, ihren Kunden gehebelte Long- oder Short-Positionen auf den Kurs der beiden beliebtesten Kryptowährungen anzubieten.

Damit können Finanzinstitute zum ersten Mal europäischen Privatanlegern das Handeln von Turbo-Optionsscheinen auf Kryptowährungen anbieten – und dies direkt, 24 Stunden an fünf Tagen die Woche. Die Möglichkeit, über Nacht zu handeln, ist für Privatanleger, die sich für dieses Underlying interessieren, besonders wichtig, da sie so das Risiko der gehaltenen Positionen verringern können, das durch den 24-Stunden-Charakter von Kryptowährungen entsteht. Gleichzeitig bietet dieser Handel an einem regulierten Handelsplatz im Vergleich zu bestehenden Alternativen mehr Transparenz und Anlegerschutz. Die Verwendung von Derivaten für den Zugang zu Kryptowährungen bedeutet auch, dass die Anleger keine separate Krypto-Wallet führen müssen und damit mehr Sicherheit bei der Verwahrung ihrer Vermögenswerte erhalten.

„Wir sind stolz darauf, eine weitere Innovation für den Markt vorzustellen und  mit der Einführung den europäischen Privatanlegern einen besseren Zugang zu Kryptowährungen zu bieten. Wir haben damit auf eine sehr starke Nachfrage nach vielseitigen Handelsmöglichkeiten in Kryptowährungen reagiert“, kommentiert Nicky Maan, CEO von Spectrum Markets, die aktuelle Markteinführung.

„Die Turbo24-Produkte bieten Anlegern nicht nur einen einfachen Zugang zu Kryptowährungen über ihren Broker mit einem geringen Aufwand. Sie erhalten auch die Möglichkeit, ihre Investments abzusichern und ihr Risiko in dieser sehr volatilen Anlageklasse besser zu kontrollieren. Wir sind der festen Überzeugung, dass digitale Vermögenswerte in den Portfolios von Privatanlegern eine zunehmend wichtige Rolle in der Zukunft spielen werden. Wir freuen uns darauf, weitere Innovationen und Möglichkeiten in diesem Bereich marktfähig zu machen“, so Maan weiter.

Die Knock-Out-Funktion von Turbo-Optionsscheinen, bei der das Investment automatisch beendet wird, sobald der Basiswert einen bestimmten Kurs erreicht, ermöglicht es den Privatanlegern, potentielle Verluste in ihren Positionen wirksam zu begrenzen. Gleichzeitig verringert der 24-Stunden-

Handel von Spectrum das Risiko von Anlegern, Verluste zu erleiden, wenn sich die Preise von Basiswerten erheblich ändern und aufgrund geschlossener Handelsplätze keine Reaktion möglich ist.

Mit der Option, Short-Positionen einzugehen, können Privatanleger auch von fallenden Kursen profitieren. Dies ist ein wertvolles Instrument zur Absicherung von Long-Positionen im Rahmen einer umfassenderen Handelsstrategie.

Spectrum Markets führt als erster Handelsplatz den europäischen 24/5-Turbo-Handel für Kryptowährungen ein

Foto von Nicky Maan (Quelle: Spectrum Markets)

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

OMV-Chef – Weitere Abschreibungen bei russischem Gasfeld möglich

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OMV Österreichische Raffinerie
VIENNA, AUSTRIA - CIRCA 2016: OMV - Osterreichische Minerallverwaltung white petrol tankers of the petroleum factory. OMV is an integrated international oil and gas company, headquartered in Vienna. It is active in the upstream (Exploration and Production) and downstream businesses (Refining and Marketing as well as Gas and Power)

Wien, 05. Mai (Reuters) – Der Chef des Wiener Öl-, Gas- und Chemiekonzerns OMV, Alfred Stern, schließt weiteren Abschreibungsbedarf für sein russisches Gasfeld Juschno-Russkoje nicht aus. „Je nachdem, was noch passiert, kann weiterer Wertberichtigungsbedarf entstehen, da wir Juschno noch nicht zur Gänze abschreiben konnten“, sagte der Manager der Tageszeitung „Kurier“ (Donnerstagausgabe). 

Die OMV hatte sich vor fünf Jahren mit einem Anteil von 24,99 Prozent an dem Erdgasfeld in Westsibirien beteiligt. Die Beteiligung kaufte sie damals dem deutschen Energieversorger Uniper für rund 1,7 Milliarden Euro ab. Laut Stern hat die OMV hier das Länder-Risiko unterschätzt. „Die Investitionen ins Gasfeld Juschno-Rosskoje und die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 wurden nach der Besetzung der Krim getätigt. Das waren Fehlentscheidungen“. Die Russland-Projekte kommen der OMV jedenfalls teuer zu stehen. Für Nord Stream 2 und das Gasfeld wurden bereits Abschreibungen von jeweils einer Milliarde Euro nötig. 

Nach Kriegsausbruch in der Ukraine hat die OMV beschlossen, Russland den Rücken zu kehren. Derzeit prüft der Konzern die strategischen Optionen für Juschno-Rosskoje, das zu den größten Gasfeldern Russlands zählt. 

Bezüglich der Gaslieferverträge mit Gazprom arbeite die OMV nach wie vor an einem sanktionskonformen Vorschlag für die Zahlungsmodalitäten. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel“, sagte Stern. Bis heute habe der russische Gasriese vertragsgemäß geliefert. Sollten die Gaslieferungen ausbleiben, wird laut Stern die europäische Solidarität ausschlaggebend sein.

„Dass wir uns einigen, wie wir das wenige Gas, das verfügbar ist, auf die verschieden Länder über die vorhandene Infrastruktur verteilen“. Wie das geregelt werden könnte, könne er nicht sagen. „Aus der Historie würde ich davon ausgehen, dass das hektisch wird“, sagte er. Eines sei aber klar: „Kein Gas mehr aus Russland und niedrige Preise, das geht sich nicht aus. Das kostet etwas“.

OMV-Chef – Weitere Abschreibungen bei russischem Gasfeld möglich

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Verfassungsgericht – Pflicht zur Bürgerbeteiligung an Windanlagen zulässig

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Karlsruhe, 05. Mai (Reuters) – Betreiber von Windkraftanlagen können verpflichtet werden, Bürger und Gemeinden in der Nachbarschaft finanziell an den Projekten zu beteiligen. Diese Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Donnerstag bekanntgegeben. Damit blieb eine Verfassungsbeschwerde eines Betreibers aus Mecklenburg-Vorpommern erfolglos. (AZ: 1 BvR 1187/17) 

Nach dem Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz von Mecklenburg-Vorpommern sind Betreiber von Windkraftanlagen verpflichtet, eine Gesellschaft zu gründen und zwanzig Prozent der Anteile den Anwohnern und Gemeinden im Umkreis von fünf Kilometern anzubieten.

Dabei darf ein Anteil maximal 500 Euro kosten. Alternativ zu den Gesellschaftsanteilen können die Projektbetreiber auch eine jährliche Ausgleichsabgabe anbieten. Das Bundesland war das erste, das 2016 ein entsprechendes Modell einführte, um die Akzeptanz von Windenergieprojekten zu erhöhen. „Die damit verfolgten Gemeinwohlziele des Klimaschutzes und der Sicherung der Stromversorgung sind hinreichend gewichtig, um den mit der Beteiligungspflicht verbundenen schwerwiegenden Eingriff in die Berufsfreiheit der Vorhabenträger rechtfertigen zu können“, begründeten die Karlsruher Richter ihre Entscheidung. 

Ein Betreiber sah durch das Gesetz seine Berufsfreiheit verletzt, außerdem besitze Mecklenburg-Vorpommern nicht die Kompetenz zum Erlass eines solchen Gesetzes. Beide Argumente wurden vom Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts zurückgewiesen.

Verfassungsgericht – Pflicht zur Bürgerbeteiligung an Windanlagen zulässig

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Fed-Entscheid treibt Dax an – Rückenwind für Airbus

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Frankfurt, 05. Mai (Reuters) – Die Erleichterung über den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat den Dax am Donnerstag angetrieben. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart 2,4 Prozent auf 14.312 Zähler zu. „Der Satz, dass eine 75-Basispunkte-Anhebung aktuell nicht zur Debatte steht, hat viel Angst aus dem Markt genommen“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. 

Im Kampf gegen die hohe Inflation hob die Fed wie erwartet den Schlüsselsatz am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt an und signalisierte für die kommenden Monate weitere Schritte in dieser Größenordnung. 

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Airbus, die sich um mehr als sieben Prozent verteuerten. Der Konzernumsatz des Flugzeugbauers stieg im ersten Quartal um 15 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich um 82 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. 

Auf der Verliererseite ging es für Zalando fast fünf Prozent bergab. Europas größter Mode-Onlinehändler hat zum Jahresstart erstmals seit Firmengründung einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.

Fed-Entscheid treibt Dax an – Rückenwind für Airbus

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Pläne der US-Notenbank zur Straffung der Geldpolitik

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US-Notenbank Inflation

John Bellows, Portfoliomanager bei Western Asset Management, Teil von Franklin Templeton, kommentiert die Pläne der US-Notenbank zur Straffung der Geldpolitik: 

„Wir gehen davon aus, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in dieser Woche die Zinssätze um 50 Basispunkte anheben und die Einleitung ihres Programms zur quantitativen Straffung (QT) ankündigen wird. Die Bilanz der US-Notenbank wird dadurch reduziert, indem sie Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere fällig werden lässt. Es ist wahrscheinlich, dass die Fed die Zinsen im Juni oder Juli um weitere 50 Basispunkte erhöhen wird.

In der Fed scheint ein breiter Konsens darüber zu herrschen, dass die Inflation in den USA zu hoch und das Wachstum so stark ist, dass sie mit dem Abbau der akkommodierenden Maßnahmen beginnen kann. Aber es scheint noch keine Einigkeit darüber zu herrschen, wie es weitergehen soll. Einige Fed-Vertreter sind der Ansicht, dass die USA ein monetäres Inflationsproblem haben, das durch höhere Zinsen und eine straffere Geldpolitik angegangen werden muss. Andere Mitglieder des Ausschusses sind der Ansicht, dass der Preisdruck eine Folge des außergewöhnlichen Umfelds der letzten zwei Jahre ist und ohne eine aggressive Politik zurückgehen wird, wenn das Gleichgewicht in der Wirtschaft wiederhergestellt ist.

Tatsache ist, dass die US-Notenbank unter Powell in der Vergangenheit einige recht scharfe Kurswechsel bei den Zinsen vollzogen hat. Zuletzt schwenkte die Fed Ende 2021 um. Man sollte auch nicht vergessen, dass sie ebenfalls Ende 2018 und Anfang 2019 den Kurs änderte. Ende 2018 erklärte Powell, dass der Zinserhöhungszyklus noch lange nicht abgeschlossen sei. Ein paar Quartale später, Mitte 2019, senkte der Vorstand die Zinsen. Wir denken, dass einige wenige Monate mit einer moderaten Inflation viel dazu beitragen würden, ihre Haltung zu ändern.“

Pläne der US-Notenbank zur Straffung der Geldpolitik

Foto von John Bellows (Bildquelle: Western Asset Management)

Wichtige Entwicklungen im Bereich Politik.