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Ukraine aktuell 15.05.2022

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15. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

15.49 Uhr – USA – Neue M-777-Haubitzen an der ukrainischen Front

Die Ukraine hat nach US-Angaben zahlreiche neue US-Haubitzen vom Typ M-777 an die Frontlinien gebracht. Das twittert die US-Botschaft in Kiew. 89 der 90 zugesagten Geschütze seien inzwischen geliefert. Die Lieferungen der M-777 waren als wichtig angesehen worden, weil sie eine lange Reichweite und eine hohe Treffgenauigkeit haben. 

15.35 Uhr – US-Außenminister Antony Blinken geht trotz kritischer Töne der Türkei von einem baldigen Nato-Beitritt von Schweden und Finnland aus. Es gebe dafür breite Unterstützung in der Nato und noch weitere Gespräche der Türkei mit den beiden skandinavischen Staaten. 

15.29 Uhr – Die USA werden laut Außenminister Antony Blinken die Sanktionen, Exportrestriktionen und den diplomatischen Druck gegen Russland solange fortsetzen wie nötig. Die USA würden zudem ihre Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt Kiew wieder öffnen. Dies werde sehr bald geschehen. 

15.26 Uhr – US-Außenminister Antony Blinken sagt in Berlin, die Nato stehe voll hinter der Ukraine. Russlands Wladimir Putin habe mit dem brutalen Krieg gegen die Ukraine auch die Nato spalten wollen. Das westliche Verteidigungsbündnis sei aber stärker und geschlossener als zuvor. 

15.01 Uhr – Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, Manfred Weber, warnt die Türkei vor einer Blockade der Nato-Aufnahme Finnlands und Schwedens. „Jeder, der die Geschlossenheit der Nato infrage stellt, wird sich innerhalb der Gemeinschaft isolieren“, sagt Weber den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Wenn die beiden Länder es selbst wollen, dann gehören Finnland und Schweden dazu, das steht außer Frage.“ Es gebe keinen nachvollziehbaren Grund, dies zu verzögern oder zu blockieren. „Es muss deshalb alles getan werden, um etwaige Skeptiker zu überzeugen. Die Gespräche untereinander müssen jetzt im Mittelpunkt stehen.“ 

14.54 Uhr – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hebt die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses hervor: „Die Nato ist als Bündnis aktueller und wichtiger denn je“, sagt sie zum Abschluss des informellen Treffens der Nato-Außenminister in Berlin. 

14.45 Uhr – Die Gasversorgung in Deutschland ist nach Angaben der Bundesnetzagentur weiter stabil. Die Versorgungssicherheit sei derzeit weiter gewährleistet, heißt es im aktuellen Lagebericht. „Die durch die Sanktionsmaßnahmen ausbleibenden Gasmengen werden aktuell in vollem Umfang über den europäischen Gasmarkt beschafft, um Lieferverpflichtungen gegenüber Kunden nachzukommen.“ Die aktuellen Füllstände der Speicher in Deutschland lägen bei 40,19 Prozent. Das ist ein knapper Prozentpunkt mehr als im letzten Lagebericht.

14.22 Uhr – Russland hat nach eigenen Angaben ukrainische Stellungen im Osten des Landes beschossen. Dabei seien Kommandozentralen und Waffenlager ins Visier genommen worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zudem seien zwei Raketenabwehrsysteme vom Typ S-300 und eine Radarstation in der Region Sumy im Nordosten des Landes zerstört worden. Insgesamt habe Russland seit Beginn der Militäroperation 165 Flugzeuge, 125 Hubschrauber, 879 unbemannte Luftfahrzeuge, 306 Raketen-Systeme zur Flugabwehr sowie 3098 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstört.

13.40 Uhr – Die Türkei fordert für ein Ja zur Aufnahme Schwedens und Finnlands in die Nato Sicherheitsgarantien, wie Außenminister Mevlut Cavusoglu sagt. Zudem müssten Exportbeschränkungen aufgehoben werden. Darüber hinaus sollten beide Länder damit aufhören, Terrorismus zu unterstützen. Grundsätzlich unterstütze die Türkei aber den Nato-Ansatz der „offenen Tür“. 

12.21 Uhr – Der finnische Präsident Sauli Niinistö bekräftigt, sein Land werde einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Nato stellen. Niinistö und Ministerpräsident Sanna Marin hatten bereits am Donnerstag erklärt, diesen Schritt zu favorisieren. Es wird erwartet, dass Schweden Finnland am Montag folgt. Beide Länder haben enge Beziehungen zu dem Bündnis, sind aus Gründen der Neutralität aber nie beigetreten. Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine hat sich die Stimmung in der Bevölkerung zugunsten einer Nato-Mitgliedschaft geändert.

11.16 Uhr –Ukrainischer Außenminister – USA sichern weitere Hilfe zu

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba tauscht sich in Berlin mit seinem US-Kollegen Antony Blinken aus. Aus den USA seien „weitere Waffen und andere Hilfe auf dem Weg in die Ukraine“, erklärt Kuleba auf Twitter. Zudem sein eine enge Zusammenarbeit bei den Bemühungen verabredet worden, ukrainische Lebensmittelexporte nach Asien und Afrika zu ermöglichen. „Blinken und den USA dankbar für ihre Führungsrolle und ihre standhafte Unterstützung“, twittert der ukrainische Minister. Es wird erwartet, dass Kuleba am Sonntag beim Nato-Außenministertreffen über die Lage in der Ukraine informiert. Das US-Außenministerium erklärt, Blinken und Kuleba hätten über die Folgen der russischen Invasion einschließlich der weltweiten Nahrungsmittelversorgung gesprochen. Blinken habe über die jüngsten Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigung informiert, sagt ein Ministeriumssprecher.

10.01 Uhr – Großbritannien – Große Verluste bei russischen Bodentruppen

Britische Militärgeheimdienste schätzen, dass Russland möglicherweise rund ein Drittel der im Februar für die Invasion der Ukraine aufgestellten Bodentruppen verloren hat. „Trotz kleiner anfänglicher Vorstöße hat Russland in den vergangenen Monaten keine substanziellen Territorialgewinne verzeichnet, während es kontinuierlich hohe Verluste hinnehmen musste“, schreibt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter.

08.54 Uhr – Vor Beginn informeller Beratungen der Nato-Außenminister in Berlin betont Bundesaußenministerin Annalena Baerbock: „Die Nato ist ein Bündnis, das auf Verteidigung setzt, das wird es auch bleiben, aber es ist auch ein Bündnis der offenen Türen.“ An die Adresse Finnlands und Schwedens gerichtet sagt Baerbock „herzlich willkommen“. Die beiden skandinavischen Länder sind entgegen ihrer militärhistorischen Tradition der Bündnisfreiheit im Begriff, wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eine Mitgliedschaft in der Nato zu beantragen. 

08.35 Uhr – Der Gouverneur der russischen Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, meldet den Beschuss eines Dorfes nahe der Grenze zur Ukraine. Dabei sei eine Person verletzt worden, erklärt Gladkow auf dem Messengerdienst Telegram. Ukrainische Kräfte hätten das Dorf unter Beschuss genommen. Die Regierung in Kiew hat in der Vergangenheit nicht erklärt, dass für solche Angriffe ukrainische Einheiten verantwortlich seien.

07.53 Uhr – Britische Militärgeheimdienste sehen die russische Offensive im Donbass weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan. „Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass Russland seinen Vorstoß in den kommenden 30 Tagen dramatisch beschleunigen kann“, erklärt das britische Militär in seinem Lagebericht auf Twitter.

07.20 Uhr – Am Sonntagmorgen hat es ukrainischen Behörden zufolge einen Raketenangriff in der Region Lwiw gegeben. Wie der dortige Gouverneur, Maxim Kosizki, auf dem Messengerdienst Telegram mitteilt, wurde militärische Infrastruktur getroffen. Ob dabei auch Menschen getötet oder verletzt wurden, sei noch unklar. Auch das Ausmaß der Zerstörungen müsse erst noch ermittelt werden. Lwiw liegt im Westen der Ukraine unweit der polnischen Grenze.

04.50 Uhr – Ukrainische Streitkräfte liefern sich weiter heftige Kämpfe in den Regionen Luhansk und Donezk. Wie das ukrainische Militär in einem Update auf Facebook mitteilt, bleibt die Situation weiter schwierig, ist jedoch unter Kontrolle. Soldatinnen und Soldaten hätten bis in den späten Samstagabend hinein auch in der Donbass-Region 12 Angriffe zurückgeschlagen und dabei acht Panzer, fünf Artilleriesysteme, neun gepanzerte Kampffahrzeuge sowie sechs Drohnen zerstört. 

03.30 Uhr – Dem russischen Botschafter in den USA zufolge werden russische Diplomaten in den USA mit Gewalt bedroht. „Unsere Botschaft befindet sich in einem feindlichen Umfeld. Die Botschaftsmitarbeiter erhalten Drohungen, einschließlich Drohungen mit physischer Gewalt“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Botschafter Anatoli Antonow. Agenten der US-Sicherheitsdienste würden vor der russischen Botschaft Telefonnummern für Kontaktaufnahmen mit der CIA und des FBI verteilen. CIA und FBI lehnten bisher eine Stellungnahme ab, auch das US-Außenministerium war nicht sofort für einen Kommentar zum Sachverhalt zu erreichen.

02.05 Uhr – Ein großer Konvoi aus Autos und Lieferwagen ist sicher mit Flüchtlingen aus Mariupol in der ukrainisch kontrollierten Stadt Saporischschja angekommen. Die Flüchtlinge mussten Mariupol zuvor auf eigene Faust verlassen und sich allein bis nach Berdjansk, etwa 80 Kilometer weiter westlich, durchschlagen. Von dort aus konnten sie mit den Rettungsfahrzeugen ins 200 Kilometer entfernte Saporischschja in Sicherheit gebracht werden. Ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol hatte zuvor gesagt, dass der Konvoi zwischen 500 und 1000 Autos umfasste und damit die größte Evakuierungsmaßnahme in der Stadt seit dem Einmarsch der Russen am 24. Februar war.

01.10 Uhr – Die ukrainische Band Kalush Orchestra gewinnt den Eurovision Song Contest im italienischen Turin. 

00.35 Uhr – Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurde eines ihrer Transportschiffe im Schwarzen Meer nicht von ukrainischen Streitkräften beschädigt. Als Beweis dafür veröffentlicht das Ministerium Fotos des Schiffes in einem Online-Posting, die am Samstag im Schwarzmeerhafen Sewastopol auf der Krim aufgenommen worden sein sollen. Die ukrainischen Militärbehörden in Odessa hatten am Donnerstag erklärt, ein russisches Transportschiff angegriffen und in Brand gesetzt zu haben. Die Angaben konnten nicht unabhängig voneinander überprüft werden.

00.00 Uhr – Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat sich skeptisch zu einem möglichen Waffenstillstand mit Russland geäußert. „Es gibt nichts Schlechtes an einem Waffenstillstand, wenn er der erste Schritt hin zu einer Lösung wäre, wo das ukrainische Staatsgebiet befreit wird“, sagt Kuleba in einem Interview bei „Bild“ TV“. „Wir werden uns aber nicht damit abfinden, dass es eine Teil-Abtrennung von Territorium gibt. Wir sind bereit für Diplomatie, aber wir werden es nicht zulassen, dass Diplomatie einfach unser Leiden verlängert und die nächste Phase des Krieges einfach nur vertagt“, sagt Kuleba.

Ukraine aktuell 15.05.2022

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Startschuss für NRW-Landtagswahl – Größter Stimmungstest 2022

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Berlin, 15. Mai (Reuters) – In Nordrhein-Westfalen hat am Sonntag die Wahl eines neuen Landtags begonnen. Beim größten politischen Stimmungstest in diesem Jahr sind rund 13 Millionen Wählerinnen und Wähler aufgerufen, ihr Votum abzugeben. Laut letzten Umfragen ist dabei ein Regierungswechsel zu erwarten, weil es für die schwarz-gelbe Koalition wohl keine erneute Mehrheit mehr geben dürfte. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst liegt dabei mit knapp über 30 Prozent zwei bis vier Prozentpunkte vor der SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty. Entscheidend für die Koalitionsbildung könnten die Grünen (16 bis 18 Prozent) und die FDP (sieben bis acht Prozent) werden. 

Möglichweise wird es am Wahlabend mehrere Koalitionsoptionen geben, so dass wohl erst in den Tagen danach entschieden wird, wer die künftige Regierung anführt. Wie bei den vorangehenden Landtagswahlen in Saarland und vergangenes Wochenende in Schleswig-Holstein dominierten im Wahlkampf landespolitische Themen wie die Schul- und Verkehrspolitik, der klimafreundliche Umbau der Industrie sowie die Kriminalitätsbekämpfung. Bis 18.00 Uhr können die Bürger und Bürgerinnen im bevölkerungsreichsten Bundesland ihre Stimme abgeben.

Startschuss für NRW-Landtagswahl – Größter Stimmungstest 2022

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Türkei lenkt in Streit über Nato-Nord-Erweiterung ein

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Berlin/Istanbul, 14. Mai (Reuters) – Kurz vor einem Sondertreffen der Nato-Außenminister haben sich die Wogen über einen Dissenz zwischen der Türkei einerseits und Finnland und Schweden andererseits über einen Beitritt der skandinavischen Staaten zum Bündnis geglättet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ am Samstag über einen Sprecher erklären, die Türkei verschließe unabhängig von ihrer Kritik an Finnland und Schweden nicht die Tür für deren Nato-Beitritt. Finnlands Außenminister Pekka Haavesto kündigte bei seiner Ankunft am Tagungsort in Berlin an, er werde noch im Lauf des Abends mit seinem türkischen Kollegen Mevlut Cavusoglu zusammkommen, um Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen. 

„Ich bin sicher, wir werden eine Lösung finden“, sagte Haavesto. Er habe mit seinem „guten Kollegen“ Cavusoglu bereits am Freitag telefoniert. Die Türkei hat Bedenken gegen einen Beitritt Finnlands und Schwedens zur Allianz angemeldet, weil dies die nationalen Sicherheitsinteressen der Türkei berühre. Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Ankara wolle Verhandlungen mit beiden Ländern führen. Vor allem Schweden lasse ein Agieren der militanten kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu. Einer Aufnahme Finnlands und Schwedens in die Nato müssen alle 30 Mitgliedstaaten zustimmen, also auch die Türkei.

Finnland hatte am Donnerstag angekündigt, dass das Land der Nato beitreten wolle. Erwartet wird, dass Schweden dem schon am Montag folgen wird. Beide Länder wahrten Jahrezehnte lang Neutralität und waren bündnisfrei in militärischen Fragen. Der russische Angriffskrieg hat die Stimmung in der Bevölkerung jetzt aber zugunsten einer Nato-Mitgliedschaft gekippt. Finnland unterhält eine rund 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland. Die Regierung in Moskau hat bereits angekündigt, bei einer Nato-Mitgliedschaft beider Länder Vergeltung üben zu wollen. Konkrete Schritte nannte Russland allerdings nicht.

BAERBOCK: DEUTSCHLAND UNERTSTÜTZT ERWEITERUNG 

Kalin sagte, die PKK, die von der Türkei, den USA und der Europäischen Union als Terror-Organisation eingestuft werde, betreibe in Europa Geldbeschaffung und Rekrutierung. Ihre Präsenz sei vor allem in Schweden stark. Was getan werden müsse, sei klar: „Sie müssen aufhören, PKK-Vertretungen, Aktivitäten, Organisationen, Einzelpersonen und andere Arten der Präsenz (…) in diesen Ländern zuzulassen.“ Die Türkei kritisiert Schweden und andere Länder Europas seit Jahren für deren Umgang mit Organisationen, die von der Türkei als terroristisch eingestuft werden, darunter auch die von Anhängern des in den USA lebenden islamischen Geistlichen Fethullah Gülen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sagte zum Abschluss des G7-Treffens in Weißenhaus, Deutschland würde den Beitritt Finnlands und Schwedens zur Nato begrüßen. Ähnlich äußerte sich die kanadische Außenministerin Melanie Joly. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat beiden Ländern bereits eine schnelle Prüfung einer Aufnahmebewerbung zugesagt und keinen Zweifel daran gelassen, dass diese positiv ausfallen werde. Die schwedische Außenministerin Ann Linde sagte in Stockholm, eine Mitgliedschaft ihres Landes würde die Schwelle für militärische Konflikte erhöhen und damit eine konfliktverhindernde Wirkung in Nordeuropa haben. 

Die Außenminister der 30 Nato-Staaten wollen in Berlin bis Sonntagnachmittag über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg beraten. An dem Treffe nehmen auch die Ressortchefs Schwedens und Finnlands teil, die in die Entscheidungen der Allianz seit Kriegsbeginn ohnehin eng eingebunden sind. In Berlin erwartet wird auch US-Außenminister Antony Blinken. Er soll am Sonntagmorgen eintreffen. Am Treffen der G7-Außenminister in Weißenhaus hatte Blinken wegen einer Coronavirus-Infektion nicht teilnehmen können. Bei ihrem Treffen bekräftigten die sieben reichsten westlichen Industrieländer ihre Unterstützung der Ukraine. Zu der Gruppe gehören Deutschland, die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan.

Türkei lenkt in Streit über Nato-Nord-Erweiterung ein

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Lambrecht und die SPD-Probleme im Kabinett

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Berlin, 14. Mai (Reuters) – Die Ampel-Koalition hat mit Familienministerin Anne Spiegel bereits nach wenigen Monaten eine grüne Ministerin durch Rücktritt verloren. Nun steht eine Amtsinhaberin der Kanzlerpartei SPD im Mittelpunkt von Debatten. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht beteuert zwar, sich bei dem kritisierten Hubschrauber-Mitflug ihres Sohnes korrekt verhalten und den Flug abgerechnet zu haben. Dennoch ist die SPD-Politikerin von der „Bild“ bis zum „Spiegel“, der von einer „Null-Bock-Ministerin“ schreibt, im Visier. Laut einer Insa-Umfrage befürworten 55 Prozent der Befragten Lambrechts Rückzug. 

Der eigentliche Grund: Der Hubschrauberflug hat den Blick darauf gelenkt, dass es in den eigenen Reihen Grummeln über die Arbeit der Ex-Justizministerin gibt. Schlimmer noch für die SPD: Lambrecht steht derzeit stellvertretend für die Probleme, die gerade die SPD-Seite in dem Bündnis mit Grünen und FDP hat – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. 

GRÜNER HÖHENFLUG – BLASSE SPD-GARDE

Denn in Umfragen glänzen derzeit übereinstimmend vor allem die Grünen. In einer Insa-Politikerbewertung besetzten am 3. Mai sogar erstmals drei Grüne aus dem Kabinett die ersten Plätze der Beliebtheitsskala – Wirtschaftsminister Robert Habeck vor Außenministerin Annalena Baerbock und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Auf SPD-Seite sank dagegen die Zustimmung auch für Kanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Innenministerin Nancy Faeser hat geringe Zustimmungswerte, Bauministerin Klara Geywitz ist weitgehend unbekannt und Arbeitsminister Hubertus Heil steht mit seinen Themen derzeit nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Nun betonen Kanzler-Vertraute und SPD-Strategen, dass die Umfragen nur Momentaufnahmen seien. Gerade Scholz bekomme auch deutliche Zustimmung für einen vorsichtigen Kurs im Ukraine-Krieg. „Habeck und Baerbock haben mit ihren Themen eben gerade Konjunktur“, sagt Insa-Chef Hermann Binkert. Aber in der Ampel zeigen sich nach einem betont harmonischen Start seit einigen Wochen vor allem im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erste ernsthafte Stress-Symptome. FDP-Politikerinnen und Politiker sowie der Europaausschuss-Vorsitzende Anton Hofreiter (Grüne) nähren offen den Eindruck eines entscheidungsschwachen Kanzlers. Zwar stoppten Grüne- und FDP-Partei- und Fraktionsführungen den koalitionsinternen Unmut verspätet mit einigen Machtworten. Aber das Misstrauen zwischen den drei Koalitionspartnern wachse, heißt es in der Koalition. 

Gerade für Lambrecht ist dies eine unangenehme Lage, weil politische Spannungen in Koalitionen oft ein Ventil brauchen. Kanzler und SPD-Spitze stellen sich zwar zur Sicherheit demonstrativ hinter die 56-Jährige: Scholz gibt sich im „T-Online“-Interview gelassen und SPD-Co-Chef Lars Klingbeil erklärt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Lambrecht sei und bleibe Verteidigungsministerin. Eine Regierungssprecherin sagt: „Der Bundeskanzler arbeitet mit der Verteidigungsministerin eng und vertrauensvoll zusammen.“ Mit fast identischer Wortwahl hatte sich die Regierung übrigens im April hinter die damalige Familienministerin Spiegel gestellt – die dann nur Stunden später zurücktrat.

Gleichwohl ändert die Rückendeckung nichts an Vorwürfen, dass die Juristin Lambrecht das Verteidigungsministerium nicht im Griff habe. Ausgerechnet in Kriegszeiten gibt es auch international Kritik. Aus dem Kreis ihrer EU-Partner wird nach Reuters-Informationen mangelndes Interesse an Abstimmungen sowie ein wenig erfahrenes persönlichen Umfeld der Ministerin kritisiert. „Der Eindruck ist sehr negativ“, sagt ein europäischer Diplomat. Der „Spiegel“ berichtete über einen verärgerten britischen Verteidigungsminister. 

„Unglücklich“ ist die derzeit die Vokabel, die unter Sozialdemokraten mit Blick auf Lambrecht am häufigsten genannt wird. Die „FAZ“ fragt die Ministerin in einem am Samstag veröffentlichten Interview, ob sie inzwischen die Dienstgrade bei der Bundeswehr parat habe. Die Antwort: „Ich habe nicht den Eindruck, dass wir momentan in einer Zeit leben, in der es darauf ankommt, in einer Quizshow zu bestehen.“ Sie habe zumindest noch niemanden erlebt, „der sich da beschwert hätte“ – woraufhin die „FAZ“ resümiert, eine solche Beschwerde sei im Verteidigungsministerium auch nur schwer vorstellbar. 

Forsa-Chef Manfred Güllner macht für die Probleme gerade der SPD ein zu starkes Proporzdenken bei der Auswahl der eigenen Kabinettsmitglieder verantwortlich. „Die von Scholz versprochene Geschlechter-Parität und regionale Auswahlkriterien statt fachlicher Kompetenz haben jedenfalls nicht geholfen“, sagt Güllner Reuters. Jedenfalls haben Lambrecht und auch Faeser bei Forsa stabil schlechte Zustimmungswerte für ihre Arbeit von nur 28 beziehungsweise 26 Prozent. „Lambrecht hat die geringen Erwartungen offenbar aus Sicht der Wähler noch unterboten“, erklärt Insa-Chef Blinkert die Werte. 

Dazu kommt nach Angaben aus Koalitionskreisen, dass Kanzler Scholz ständig auf den Koalitionsfrieden poche. Das führt dazu, dass MinisterInnen von Grünen oder FDP mit Projekten vorpreschen, während die Sozialdemokraten gebremst werden. Einer der Leidtragenden ist Gesundheitsminister Lauterbach. Ihm wird auch bei Grünen und in der SPD vorgeworfen, viel zu nachgiebig gegenüber der FDP und deren Corona-Kurs gewesen zu sein – was den Covid-Warner in Umfragen Glaubwürdigkeit kostete. 

Ein Hinweis auf die tatsächliche Stimmung ist seine Reaktion auf einen Vorstoß von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), der die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr infrage stellte. „Gute Frage“ schrieb Lauterbach auf Twitter, als er einen Tweet teilte, in dem die Frage gestellt wurde, ob aus der FDP eigentlich auch einmal vernünftige Vorschläge kommen würden.

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Türkei will Gespräche über PKK vor Nato-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens

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Istanbul, 14. Mai (Reuters) – Die Türkei ist offen für einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens, fordert aber Verhandlungen mit beiden Ländern über deren Umgang mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. „Wir schließen die Tür nicht. Aber wir sprechen dieses Thema (PKK) grundsätzlich als eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit der Türkei an“, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan und auch dessen oberster außenpolitischer Berater, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Erdogan hatte am Freitag gesagt, er könne einer Nato-Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands nicht zustimmen, da diese Länder Heimat vieler Terror-Organisationen seien. Einer Aufnahme der beiden Länder müssten alle Nato-Mitglieder zustimmen, also auch die Türkei.

Die Türkei wolle Verhandlungen mit Finnland und Schweden, sagte Kalin. Die PKK, die von der Türkei, den USA und der Europäischen Union als Terror-Organisation eingestuft werde, betreibe in Europa Geldbeschaffung und Rekrutierung. Ihre Präsenz sei vor allem in Schweden stark. Was getan werden müsse, sei klar: „Sie müssen aufhören, PKK-Vertretungen, Aktivitäten, Organisationen, Einzelpersonen und andere Arten der Präsenz (…) in diesen Ländern zuzulassen.“

Die Türkei kritisiert Schweden und andere Länder Europas seit Jahren für ihren Umgang mit Organisationen, die von der Türkei als terroristisch eingestuft werden, darunter auch die von Anhängern des in den USA lebenden islamischen Geistlichen Fethullah Gülen.

Der Weg hin zu einer Nato-Mitgliedschaft sei immer ein Prozess, sagte Kalin. „Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln.“ Das Thema PKK sei aber der erste Punkt, den man allen Verbündeten und den schwedischen Behörden zur Kenntnis bringen wolle. Natürlich wolle die Türkei darüber mit den schwedischen Partnern diskutieren und verhandeln.

Schweden und Finnland sind bislang nicht Mitglieder der 1949 gegründeten westlichen Verteidigungsbündnisses Nato. Sie sind diesen Schritt auch deshalb nicht gegangen, um den großen Nachbarn Russland nicht verstimmen. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar hat sich die Lage aber gewandelt. Finnland hat sich bereits für einen Nato-Beitritt ausgesprochen. 

Schweden wird wohl am Montag nachziehen. Beide haben seit langem enge Beziehungen zur Nato und regelmäßig an Manövern und hochrangigen Treffen teilgenommen. Als Nicht-Mitglieder gilt für sie aber nicht die Sicherheitsgarantie nach Artikel fünf, der einen Angriff auf ein Nato-Mitglied als Angriff auf alle Bündnispartner definiert und damit Unterstützung verspricht.

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Baerbock wirft Russland Führung von „Korn-Krieg“ vor

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Weißenhaus, 14. Mai (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wirft Russland neben dem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch die Führung eines „Korn-Kriegs“ vor. Die Regierung in Moskau versuche bewusst, den Ukraine-Krieg in der Welt, insbesondere in Afrika auszuweiten, sagte Baerbock zum Abschluss des Treffens der G7-Außenminister am Samstag in Weißenhaus.

Dass Russland die Häfen in der Ukraine blockiere und deshalb kein Getreide exportiert werden könne, sei kein Kollateralschaden des Krieges. „Wir dürfen nicht naiv sein“ betonte Baerbock. Vielmehr bereite Russland damit den Nährboden, um den internationalen Zusammenhalt bewusst zu schwächen.

Baerbock warnte, bis zu 50 Millionen Menschen in Afrika und dem Nahen Osten seien durch die Krise zusätzlich von Hunger bedroht. „Durch Russlands Handeln fallen Lieferungen aus, steigen Preise nicht nur bei uns, sondern weltweit ins Unermessliche, und es droht brutaler Hunger“, sagte Baerbock.

Begleitet werde diese Strategie von einer massiven Desinformationsstrategie, „die mit absurden Behauptungen versucht, Täter und Opfer umzukehren“. Nicht der Westen trage an der Entwicklung die Schuld. Es gebe keine Sanktionen gegen Getreide, „sondern die Sanktionen richten sich an das Machtzentrum des russischen Regimes, damit dieser völkerrechtswidrige Krieg unterbunden wird“.

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US-Index Dow Jones schließt im Plus

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New York, 14. Mai (Reuters) – An der Wall Street hat der Dow Jones<.DJI> am Freitag zugelegt. Der US-Leitindex gewann 1,5 Prozent auf 32.196,66 Punkte. Der technologielastige Nasdaq<.IXIC> rückte 3,8 Prozent auf 11.805,00 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500<.SPX> legte 2,4 Prozent auf 4.023,89 Punkte zu.

US-Staatsanleihen

T-BondsKursaktuellVeränderungabsolutRenditeaktuellRenditeVortag
10-jährige<US10YT=RR>99,5156-0,98442,9312,817
30-jährige<US30YT=RR>95,7656-2,33983,0932,971

Statistik für Nyse und Nasdaq

NyseNasdaq
Anzahl der gehandelten Aktien in Mio.1.1655.661
Anzahl der Werte mit Kursgewinnen3.4443.617
Anzahl der Werte mit Kursverlusten9231.247
Anzahl der unveränderten Werte251419

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G7 – Klimawandel bedroht globale Sicherheit

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Weißenhaus, 14. Mai (Reuters) – Die sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) sehen im Klimawandel eine erhebliche Bedrohung für die globale Sicherheit. Um dem zu begegnen, verabschiedeten die Außenminister der G7-Staaten einen Sieben-Punkte-Aktionsplan, der die Thematik auf die „höchsten Ebenen der Regierungen“ heben soll.

Am Samstag setzten die sieben Außenminister ihre Beratungen in Weißenhaus in Schleswig-Holstein fort. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wollte am Mittag in einer Abschluss-Pressekonferenz die Ergebnisse der dreitägigen Konferenz an der Ostseeküste präsentieren. 

Den G7 gehören Deutschland, die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan an. Deutschland hält in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft. Hauptthema des Treffens war der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Am Freitag nahm auch der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba an den Beratungen teil. Dabei bekräftigte Kuleba seinen Appell an die G7, dass die Ukraine auch weiterhin vor allem schwere Waffen brauche, um sich gegen den russischen Angriff zu stemmen. Die G7 haben grundsätzlich ihre Solidarität und Unterstützung der Ukraine bekräftigt.

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Kim bezeichnet Coronavirus-Ausbruch als „große Katastrophe“

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Seoul, 14. Mai (Reuters) – Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat die Ausbreitung von COVID-19 in seinem Land als „große Katastrophe“ bezeichnet und zu einem entschlossenen Kampf gegen die Epidemie aufgerufen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag berichtete, kam die regierende Arbeiterpartei des Landes zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. „Wenn wir bei der Umsetzung der Seuchenpolitik nicht den Fokus verlieren und auf der Grundlage der Einigkeit von Partei und Volk eine starke Organisationskraft und Kontrolle aufrechterhalten, können wir die Krise überwinden“, zitierte die Agentur Machthaber Kim. 

Nordkorea meldete 21 weitere Todesfälle, nannte aber als Grund zunächst ein unbekanntes Fieber. Es bleibt unklar, ob die neuen Todesfälle auf Infektionen mit dem Coronavirus zurückzuführen sind. Insgesamt sollen laut KCNA seit Ende April 27 Menschen gestorben sein, allerdings wurde nur bei einem der Opfer offiziell das Coronavirus nachgewiesen. Auf der Parteisitzung sollen Mitarbeiter der Seuchenkontrolle darauf hingewiesen haben, dass die Mehrzahl der Verstorbenen offenbar an einer Überdosierung von Medikamenten „aufgrund mangelnder Kenntnisse über Behandlungsmethoden“ gestorben sein, so die Agentur.

KCNA zufolge haben etwa 524.440 Nordkoreaner seit Ende April Anzeichen von Fieber gezeigt. Im Moment seien mehr als 280.000 Menschen deswegen in ärztlicher Behandlung. Angesichts der begrenzten Testmöglichkeiten in Nordkorea stellen die veröffentlichten Zahlen nach Ansicht von Experten offenbar nur einen kleinen Teil der Gesamtinfektionen dar. So weit bekannt, wurde die Bevölkerung in Nordkorea nicht gegen das Coronavirus geimpft. 

Machthaber Kim Jong Un hatte am Donnerstag den Ausbruch der Infektionskrankheit bestätigt und den Notstand ausgerufen. In der Hauptstadt Pjöngjang war laut KCNA eine Untervariante des hochgradig ansteckenden Omikron-Erregers entdeckt worden. Kim ordnete einen landesweiten Lockdown an. Am Samstag erklärte er, dass die Gesundheitsbehörden von den Erfahrungen anderer Länder wie zum Beispiel China lernen müssten. Kim bot außerdem an, Medikamente aus seinem privaten Depot an Familien in besonderen Notlagen zu spenden. 

Die Entwicklung könnte zu einer Krise in dem Land mit seinen rund 26 Millionen Einwohnern führen. Dem verarmten Nordkorea mangelt es an medizinischen Ressourcen. Der Ausbruch könnte die ohnehin schon schwierige Ernährungslage und die prekäre wirtschaftliche Lage noch verschärfen. Südkorea kündigte an, Nordkorea Impfstoffe und andere medizinische Unterstützung zukommen zu lassen. Das Land hat bislang nicht um ausländische Hilfe gebeten. Die Bekanntgabe des Ausbruchs könnte Beobachtern zufolge aber ein Hinweis darauf sein, dass die Regierung bald Unterstützung annimmt.

Kim bezeichnet Coronavirus-Ausbruch als „große Katastrophe“

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Scholz – Radikaler Sparkurs für Bundeswehr begann unter Union

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Scholz
Brussels, Belgium. 7th November 2019. Finance Minister of Germany Olaf Scholz attends a Eurogroup Finance Ministers' meeting.

Berlin, 14. Mai (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht die Union in der Hauptverantwortung für den schlechten Zustand der Bundeswehr. „Die schlechte Zeit für die Bundeswehr begann unter Guttenberg, Schäuble und Merkel“, sagte Scholz in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal t-online. Diese drei Politiker hätten einen radikalen Sparkurs für die Bundeswehr beschlossen, was „absolut falsch“ gewesen sei.

Besser sei es erst geworden, als die SPD ab 2013 wieder in der Regierung saß. „Und richtig gut wurde es von 2018 an, als im Finanzministerium wieder ein Sozialdemokrat saß“, so Scholz. Versäumnisse aufseiten der SPD sieht der Bundeskanzler nicht: „Der Wehretat ist in meiner Zeit als Bundesfinanzminister um mehr als 35 Prozent gestiegen, die Bundeswehr wird seither finanziell deutlich besser ausgestattet.“ Olaf Scholz zeigte sich in dem Interview zuversichtlich, eine parlamentarische Mehrheit für das von ihm geplante 100 Milliarden Sondervermögen der Bundeswehr zu bekommen.

Scholz – Radikaler Sparkurs für Bundeswehr begann unter Union

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