Montag, Mai 11, 2026
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PlanRadar erhält über 60 Millionen Euro frisches Kapital in Series-B-Finanzierungsrunde

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planradar

Drittgrößte Serie-B Finanzierungsrunde und die bisher größte eines B2B-Unternehmens in Österreich

Investitionen in weiteres globales Wachstum und Produktinnovationen geplant

PlanRadar, Europas führende digitale Field Management Plattform für Bau- und Immobilienprojekte, hat erfolgreich eine weitere Finanzierungsrunde mit hochkarätigen internationalen Investoren abgeschlossen. Durch die Series-B-Finanzierung fließen dem Unternehmen insgesamt mehr als 60 Millionen Euro (69 Millionen US-Dollar) frisches Kapital zu. Als Lead-Investoren fungieren die in New York ansässige Venture Capital Gesellschaft Insight Partners und der französische Wagniskapitalgeber Quadrille Capital. Zudem wurde die Runde von dem Bestandsinvestor Cavalry Ventures in erheblichem Umfang mitgetragen. Auch die anderen Bestandsinvestoren Headline, Berliner Volksbank Ventures, aws Gründerfonds beteiligen sich erneut und vervollständigen die internationale Finanzierungsrunde gemeinsam mit den zusätzlichen Kapitalgebern Proptech1 aus Berlin, der österreichischen Russmedia sowie GR Capital mit Sitz in London. Damit zählt die Wachstumsfinanzierung von PlanRadar als bisher größte Kapitalrunde eines Business-to-Business (B2B) PropTech-Unternehmens in der DACH-Region* und stellt zugleich die höchste jemals erhaltene Series-B-Finanzierung eines B2B-Unternehmens in Österreich dar.  

PlanRadar wird die neuen Finanzmittel für die internationale Expansion einsetzen und in den USA, Australien, in der Region GCC (Golf-Kooperationsrat), Südostasien sowie in Lateinamerika zusätzliche Niederlassungen eröffnen.

Zudem werden die Investitionen in Forschung und Entwicklung maßgeblich gesteigert, um die technologische Weiterentwicklung der Produkte und Services weiter voranzutreiben. Dazu ist unter anderem die Gründung eines neuen Tech Centers geplant. Insgesamt werden im Zuge der dynamischen Unternehmensentwicklung allein in den kommenden zwölf Monaten mehr als 200 neue Arbeitsplätze geschaffen, wodurch sich die weltweite Mitarbeiterzahl nahezu verdoppeln wird.

Das im Jahr 2013 in Österreich gegründete PropTech hat sich erfolgreich als führender europäischer Software-Anbieter für die Dokumentation und Kommunikation in der Bau- und Immobilienbranche etabliert. Seit der nur eineinhalb Jahre zurückliegenden Series-A-Finanzierung mit einem Volumen von 30 Millionen Euro (34 Millionen US-Dollar) hat PlanRadar ein Umsatzwachstum von über 250 Prozent verzeichnet und seinen Kundenstamm auf über 14.500 Kunden mehr als verdoppelt. Täglich nutzen rund 100.000 Anwender in über 60 Ländern die Applikation, die für alle Geräte basierend auf iOS, Android und Windows verfügbar ist. Zu den zahlreichen namhaften Kunden im deutschsprachigen Raum gehören unter anderem Siemens, CBRE, Cushman & Wakefield sowie die Rewe Gruppe.

Seit dem Start der Expansionsstrategie im Jahr 2020 wurden bereits zehn neue Standorte in Europa und Russland aufgebaut. Mehr als 200 Mitarbeiter betreuen Kunden in über 20 Sprachen u.a. an den Standorten in Wien, London, Amsterdam, Moskau, Paris, Madrid, Mailand, Zagreb, Warschau und Bukarest. Das Produkt wurde erst kürzlich um zusätzliche Reporting-, Integrations- und BIM-Technologien erweitert.

„Wir wollen die Verwaltung von Bau- und Gebäudeabläufen vereinfachen und wir haben den klaren Nachweis erbracht, dass unsere Technologie weltweit auf enormes Interesse stößt“, so Ibrahim Imam, Mitgründer und Co-CEO von PlanRadar. „Wir sind sehr stolz auf die Erfolge, die unser Team erzielt hat. Mit der Unterstützung unserer Investoren können wir unseren Kunden nun auch alle Mehrwerte der Lösung in vielen neuen Märkte und Branchen anbieten.“

„Wir entwickeln nicht nur PlanRadar zu der weltweit führenden PropTech-Plattform, sondern wir helfen, eine gesamte Branche zu erneuern, die sich in der Vergangenheit dem Thema Digitalisierung gegenüber eher zurückhaltend gezeigt hat“, sagt Sander van de Rijdt, Mitgründer und Co-CEO von PlanRadar. „Wir beweisen täglich, dass die Unternehmen unserer Branche durchaus bereit sind, moderne Anwendungen anzunehmen. Man muss ihnen dafür nur eine intuitive Plattform anbieten, die ihnen ihre Arbeit sofort und nachhaltig erleichtert. Es ist tatsächlich so einfach, wie es sich anhört.“

„Wir haben das Potenzial von PlanRadar sofort erkannt, und das Team hat uns von Anfang an mit seinem Commitment und dem Fokus auf Umsatzwachstum beeindruckt“, so Thomas Krane, Managing Director bei Insight Partners. „Der PropTech-Sektor verspricht ein enormes Wachstumspotential und PlanRadar führt die globale Bau- und Immobilienbranche in die digitale Zukunft.“

Die cloudbasierte Plattform von PlanRadar verbindet Büro und Baustelle mit voll flexiblen Tools für alle Prozesse rund um den Bau.

„Das Team von PlanRadar hat bei seiner Gründung im Jahr 2013 einen bis dahin nicht gedeckten Bedarf erkannt und ist dank seines ausgezeichneten Kundenverständnisses und seiner Expertise zu einem echten Branchenführer geworden“, sagt Brice Delome, Partner bei Quadrille Capital. „Wir sind begeistert, das rasante Wachstum von PlanRadar weiter zu befeuern und uns einem starken Investorenkonsortium anzuschließen. Wir sind enorm beeindruckt von der Technologie, dem Team und der Art und Weise, wie das Unternehmen die Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche vorantreibt. Wir freuen uns darauf, die weitere globale Expansion des Unternehmens zu unterstützen.“

„Die Immobilienbranche ist weltweit eine der treibenden wirtschaftlichen Kräfte. Umso wichtiger ist es, ihre Transformation zu fördern. Als Investor der ersten Stunde im Jahr 2017 sehen wir PlanRadar weiterhin als ausschlaggebende Triebkraft, die die Branche maßgeblich prägt. PlanRadar hat in den letzten Jahren eindrucksvoll demonstriert, wie ein Tech-Unternehmen mit tiefem Verständnis für die Bedürfnisse der Zielgruppe und einem hervorragenden Produkt eine Branche bereichern kann. Wir freuen uns, das Team nach der erfolgreichen europäischen Expansion der letzten 18 Monaten nun bei dem globalen Vormarsch begleiten zu dürfen und ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte dieses European Champion mitschreiben zu dürfen”, begründet Stefan Walter, Mitgründer und Managing Partner bei Cavalry Ventures, sein Investment. 

Titelbild: Gründer- und Management-Team PlanRadar: v.l.n.r.: Sander van de Rijdt, Co-CEO & Co-Gründer;Ibrahim Imam; Co-CEO & Co-Gründer; Domagoj Dolinsek, Gründer; Clemens Hammerl, Chief Product Officer & Co-Gründer; Constantin Köck, CTO & Co-Gründer.

* Quelle: blackprint „Mission PropTech – Technologie trifft auf Gebäudesektor – PropTech in Deutschland 2021“ September 2021

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle PlanRadar GmbH c/o Feldhoff & Cie

Habeck verlangt von Söder Öko-Patriotismus bei Windkraft

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Berlin, 20. Jan (Reuters) – Klimaminister Robert Habeck hat von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Zugeständnisse für einen schnelleren Windenergie-Ausbau gefordert und stößt dabei auf Skepsis. „Wir brauchen eben auch einen ökologischen Patriotismus zum Ausbau von schwierigen Techniken wie der Windkraft“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in München bei einem Treffen mit Söder.

Ein Hauptproblem machte er in den bayerischen Abstandsregeln zu Wohngebäuden aus, die hier mindestens das zehnfache der Höhe der Windräder vorsehen (10H-Regel). Söder widersprach, es gebe andere Gründe als die Regel: „Deshalb glauben wir, dass sie bleiben kann.“ Man wolle aber über Ausnahmen reden und prüfen, was im bayerischen Staatswald möglich sei. Beide vereinbarten, dass bis spätestens März Bayern dazu einen Bericht vorlegt.

Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Windenergie an Land kommt dabei die zentrale Rolle zu. Dafür sollen zwei Prozent der Fläche Deutschlands reserviert werden. In den vergangenen Jahren war der Ausbau wegen fehlender Flächen fast vollständig zum Erliegen gekommen.

2021 wurden laut Bundesverband Windenergie knapp 500 Windräder mit einer Leistung von weniger als zwei Gigawatt gebaut, etwa 35 Prozent mehr als 2020. Zum Vergleich: Habeck plant einen Neubau ab nächstes Jahr von jährlich fünf Gigawatt, der sich bis 2027 auf zehn Gigawatt verdoppeln soll.

Habeck

HABECK WARNT: „DANN KÖNNEN WIR LADEN DICHTMACHEN“

Habeck und Söder sprachen zunächst trotz unterschiedlicher Auffassungen von konstruktiven Gesprächen. Söder lobte, dass Habeck nicht gleich mit Gesetzen drohe sondern die Diskussion suche. Am Ende der Pressekonferenz bat Habeck jedoch um ein Schlusswort, dass er zu einem emotionalen Appell nutzte. Es gebe angesichts des Widertandes von Anwohnern einen Wettlauf zwischen den Ländern nach unten bei der Windkraft:

„Wer ist der größte Verhinderer.“ Dies dürfe sich nicht fortsetzen: „Dann können wir den Laden auch dichtmachen.“ Söder wollte das nicht stehenlassen und betonte, wie der FC Bayern spiele die Landesregierung immer offensiv. Darauf wieder Habeck: Er wolle diese Offensive im ländlichen Raum sehen, denn im Endeffekt schütze man so die Heimat. Söder konterte mit einer „herzlichen Einladung“ nach Oberfranken. Dort ist der Widerstand gegen Windenergie besonders groß.

In Bayern wurden im vergangenen Jahr nur etwa ein Dutzend neue Windräder gebaut. Das entspricht etwa zwei Prozent des gesamten Zubaus. Zum Vergleich: In Niedersachsen wurden über 100 Anlagen errichtet, was fast einem Viertel der neuen Leistung bundesweit entspricht. Nach Experten-Schätzung steht nur etwa 0,1 Prozent der bayerischen Landesfläche für Wind zur Verfügung.

Söder verwies darauf, dass – bis auf die Windenergie – Bayern bei allen erneuerbaren Energien ganz vorne sei. Über die Hälfte des Stromverbrauchs erzeuge Bayern aus diesen Quellen. „Für uns ist Wind ein Baustein, aber nicht das einzige Thema.

“ Nicht nur Bayern tue sich hier schwer, auch Baden-Württemberg, was an der Topografie liegen könne, sagte er mit Blick auf den schwächeren Wind im Süden. Skeptisch sei er dabei bei der Ausweisung von zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie: „Das wären 200.000 Fußballfelder.“ In Bayern wird im nächsten Jahr gewählt. In einer Umfrage liegt die CSU nur noch bei 36 Prozent und könnte selbst mit dem bisherigen Koalitionspartner Freie Wähler keine Regierung bilden.

Problematisch ist für Bayern zudem, dass Ende des Jahres die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Das Bundesland mit starker Industrie ist schon jetzt Strom-Importeur. Immer mehr Firmen wollen ausschließlich mit Ökostrom beliefert werden, was auch wegen des stockenden Leitungsausbau aus dem Norden schwierig ist.

Habeck verlangt von Söder Öko-Patriotismus bei Windkraft

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Spectrum Markets verbessert die Konnektivität mit Hilfe der SIA-Netzinfrastruktur

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Spectrum Markets
Spectrum - Christophe Grosset

Spectrum Markets, der paneuropäische Handelsplatz für verbriefte Derivate, ist eine Partnerschaft mit SIA (jetzt Teil der Nexi Group), eingegangen, um Brokern und anderen Finanzinstituten die Anbindung an seine Dienste noch einfacher zu machen.

Die strategische Partnerschaft mit SIA ermöglicht es Spectrum, seine Kunden über eine zentrale europäische Konnektivitätslösung an seine Handels- und Marktdatensysteme anzuschließen.

Der Ansatz von SIA besteht darin, die internationalen Marktzugänge – die derzeit 38 Handelsplätze verbinden – über die schnelle, sichere und latenzarme SIAnet-Netzwerkinfrastruktur zu konsolidieren und so Kosten und Komplexität zu reduzieren. Die SIAnet-Lösungen sind modular und skalierbar und können den Geschäftsanforderungen der Kunden und ihren zukünftigen Entwicklungen gerecht werden.

SIA ist bereits ein vielfach genutzter Partner von zahlreichen Finanzinstituten in Italien, wo Spectrum ein starkes Interesse an seinen Dienstleistungen seitens der lokalen Broker verzeichnet. Diese Nachfrage zu befriedigen, war eine wichtige Triebfeder für die Kooperation. Spectrum Markets geht davon aus, dass sie in den kommenden Monaten zur Belebung des Geschäfts beitragen wird.

„Wir haben Spectrum Markets entwickelt, um europäischen Privatanlegern eine bessere Möglichkeit zu bieten, mit verbrieften Derivaten zu handeln. Vor allem die Broker sind begeistert und deshalb wollen wir es ihnen so einfach wie möglich machen, ihren Kunden unsere Lösung anzubieten, indem wir mit den besten Anbietern zusammenarbeiten. So schaffen wir ein Plug-and-Play-Handels-Ökosystem, das extrem einfach zu integrieren ist“, erklärt Christophe Grosset, European Sales Director bei Spectrum Markets. 

„Wenn es um Konnektivität geht, ist Geschwindigkeit natürlich wichtiger denn je. Außerdem passt die Technologie von SIA hervorragend zu den spezifischen Anforderungen eines modernen, rund um die Uhr geöffneten und wettbewerbsfähigen Handelsplatz wie Spectrum“.

Spectrum Markets verbessert die Konnektivität mit Hilfe der SIA-Netzinfrastruktur

Titelfoto von Christophe Grosset (Quelle: Spectrum Markets)

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Grüne Anleihen-ETF-Studie: Diese Energieunternehmen haben den größten Impact

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Ein aktueller Kommentar von Marcus Weyerer, Senior ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton Investments:

„Pro 10 Mio. Euro Investitionssumme führt der im Bereich Energie investierte Anteil grüner Anleihen-ETFs zu Emissionseinsparungen in Höhe von 898 Tonnen CO2-Äquivalent, was dem jährlichen Stromverbrauch von 653 europäischen Haushalten entspricht.

Die CO2-Emissionen im Stromsektor sanken im Jahr 2019 um 1,3 %, machen jedoch nach wie vor 41 % aller energiebezogenen CO2-Emissionen und somit die Hauptquelle dieser Emissionen aus (Quelle: Tracking Power 2020 – Analyse der IEA). Obwohl die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zunimmt, sind zusätzliche Anstrengungen und Investitionen vonnöten, um eine anhaltende Aus­richtung am Ziel des Übereinkommens von Paris, die durchschnittliche Erderwär­mung bis 2100 auf 2 °C oder weniger zu begrenzen, sicherzustellen.

Eine Analyse der Mittelverwendungen bei Anleihen-ETFs verglich die Teilsektoren innerhalb des Energiebereichs – erneuerbare Energien, Übertragung und Verteilung sowie Ener­gieeffizienz. Als Bereich, auf den die meisten Investitionen im Fonds entfallen, trugen genug Anleihen zu den einzelnen Teilsektoren bei, sodass zuverlässige Erkenntnisse aus den Daten abgeleitet werden konnten.

ETF
Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

Jeder Teilsektor wurde in Bezug auf dessen Kohlenstoff-Auswirkungsgrad (Carbon Impact Ratio, CIR) beurteilt – d.h. die für jede ausgestoßene Tonne an CO2-Emissi­onen vermiedenen Emissionen. Diese Zahlen zeichnen ein klares Bild darüber, wie unterschiedlich die CO2-Einsparungen ausfallen können, und zwar je nachdem, in welcher Phase des Energieerzeugungsprozesses die Mittel investiert werden. Erneuerbare Energien wiesen mit 10,2 Tonnen den mit Abstand höchsten CIR auf. Dies entspricht 10,2 Tonnen an vermiedenen Emissionen für jede Tonne an CO2, die bei einem erneuerbaren Energieprojekt anfällt. Dies ist der im Rahmen der Analysen mit Abstand wirkungsstärkste Teilsektor. An zweiter Stelle standen Energieeffizienzprojekte, die Emissionseinsparungen von 1,9 Tonnen aufwiesen. Im Bereich Übertragung und Verteilung wurden dagegen 0,1 Tonnen an Kohlenstoff eingespart.

Es ist nicht sehr überraschend, dass der Ausbau der erneuerbaren Energiekapazitä­ten hier den klaren Gewinner darstellt, und es ist wichtig, anzumerken, wie bedeutend dieser Kapazitätsausbau ist. Investoren, die Investitionen in Unternehmen mit hohem Impact anstreben, sollten sich bei Firmen engagieren, die in großem Umfang Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energien aufbauen, wobei die Vorge­hensweise der Unternehmen einer sorgfältigen Due Diligence zu unterziehen ist. Dieser Ansatz hebt den Grenzertrag jeder vermiedenen Tonne CO2 in dem Land hervor, in dem das Projekt angesiedelt ist. Andererseits wird dadurch die relative Bedeutung der Stromer­zeugung aus erneuerbaren Energien in Ländern mit kohlenstoffintensiveren Stromnetzen stärker hervorgehoben.

Die Elektrifizierung ist ein wichtiger Trend zur Unterstützung der Emissionsre­duzierung in anderen Sektoren und erfordert eine Stärkung des Stromnetzes. Während erneuerbare Energien in der Regel kohlenstoffarm sind, sollten auch die Lebenszyklus-Emissionen aus dem Bau und dem Betrieb sowie die Frage berücksichtigt werden, wie widerstandsfähig die Technologie gegenüber dem Klimawandel ist. Einblicke in die Planung bezüglich Überschwemmungen oder Dürren sowie die Laufzeit der Anlage seitens Emittenten wären wünschens­wert. Die installierte Gesamtkapazität an erneuerbaren Energieanlagen ist ein nützlicher Anhaltspunkt für den Gesamtbeitrag zu sauberer Energie.

In ihren Impact Reports unterscheiden Emittenten jedoch nicht immer zwi­schen verschiedenen Arten erneuerbarer Energien. Dadurch könnten einige der wichtigen Erwägungen in Bezug auf den Lebenszyklus und die lokale Umwelt außer Acht gelassen werden, vor allem bei Biokraftstoffen und Wasserkraft. Auch die Planung zur Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Kli­mawandel wird in den Berichten nicht abgedeckt. Obwohl es schwieriger ist, diese Faktoren zu erfassen, sollten Nutzer von Impact-Daten darauf drängen, mehr Einblick in diesen Bereich zu erhalten.

Best Practice

Die Auswirkungen des Aufbaus neuer erneuerbarer Energiekapazitäten kön­nen nicht stark genug hervorgehoben werden, und Investoren sollten die Emittenten zu hohen Standards anhalten. Investoren müssen versuchen, sicherzustellen, dass die erneuerbaren Energiekapazitäten tatsächlich aus­gebaut und nicht einfach nur bestehende Anlagen refinanziert werden.

Die lokale Umwelt und der lokale Stromnetzfaktor müssen berücksichtigt werden, um ein akkurates Bild der Emissionseinsparungen zu erhalten. Die Lebenszyklus-Emissionen aus dem Bau, dem Betrieb und den Bio­kraftstoff-Rohmaterialien sowie die Auswirkungen auf die lokale Umwelt sind für Anleger wichtig zu verstehen und müssen daher von den Emit­tenten offengelegt werden. Die Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur gegenüber dem Klimawandel muss eingeplant werden. Sind Energieanlagen in der Lage, Dürren und extremen Temperaturen standzuhalten? Sollen diese Anlagen die nächsten 30 bis 40 Jahre bestehen, müssen diese Punkte berücksichtigt werden.

Spitzenreiter:  Iberdrola, EDF, ERG, EDP und Ørsted

Iberdrola, EDF, ERG und EDP schnitten im Hinblick auf ihre Umweltauswirkungen am bes­ten ab. Zudem glänzten sie durch eine äußerst transpa­rente Berichterstattung. Der dänische Energiekonzern Ørsted weist ein Rahmenwerk für grüne Finanzierungen auf, das den Übergang des Unter­nehmens von fossilen Brennstof­fen zu erneuerbarer Energie för­dert. Ørsted legt den Fokus auf Offshore-Windkraft und arbeitet zusammen mit Lieferanten an der Emissionsreduzierung und Berichterstattung zu Lebenszyk­lus-Emissionen.“

Grüne Anleihen-ETF-Studie: Diese Energieunternehmen haben den größten Impact

Titelfoto & Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

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Dax im Plus – Anleger setzen auf solide Firmenbilanzen

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Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – In Erwartung steigender Firmengewinne haben Anleger am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt zugegriffen. Der Dax kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 15.840 Punkte. „Die Anleger an der Frankfurter Börse hoffen jetzt auf positive Signale von der Berichtssaison und vielleicht auch auf ein Licht am Ende des Tunnels der gerade rapide ansteigenden Infektionszahlen in Deutschland“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets.

Das Thema Inflation blieb an den Börsen indes ein heißes Eisen. Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Dezember wegen teurer Energie und Vorprodukte so stark angehoben wie noch nie. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Aktien von Puma kletterten im 2,7 Prozent, nachdem der Sportartikelhersteller den Umsatz im Quartal um 14 Prozent steigerte. Ein optimistischer Ausblick trieb die Aktien von Suse um mehr als acht Prozent nach oben. Der Linux-Softwareanbieter will in diesem Jahr kräftiger wachsen. 

Dax im Plus – Anleger setzen auf solide Firmenbilanzen

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Marktstudie: Rekordemissionen und höchster Anstieg an verwaltetem Kapital in CAT Bond Fonds (UCITS) für 2021 registriert

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Fonds Plenum CAT

Zürich: Das Emissionsvolumen von Katastrophenanleihen erreichte im Jahr 2021 mit knapp USD 14 Mrd. erneut ein Rekordniveau (Quelle: artemis.bm).

Diese Entwicklung spiegelt sich eindrücklich im stark gestiegenen Wachstum verwalteter Vermögen von CAT Bond Fonds wider. Im Jahr 2021 ist das verwaltete Fondsvermögen (AuM) um 28 % auf einen neuen Höchststand von 8,6 Mrd. US-Dollar gestiegen. In den letzten beiden Jahren sind die verwalteten Fondsvermögen sogar um 58 % gewachsen.

„Für das stark gestiegene Interesse bei CAT Bonds sind mehrere Faktoren verantwortlich“, erklärt Dirk Schmelzer, Partner und Senior Portfoliomanager bei Plenum Investments AG. „Zum einen sind CAT Bonds vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und durch ihre besonders stabil niedrigen Korrelationseigenschaft zu herkömmlichen Finanzanlagen sehr attraktiv.

Zum anderen profitieren CAT Bonds bei steigenden Zinsen von ihrer Floating-Eigenschaft, die angesichts des herausfordernden Inflationsszenarios zusätzliche Nachfrage erzeugt. Schlussendlich erscheinen CAT Bonds zunehmend auf dem Rader von ESG-Investoren, wenn es um das um das Thema Resilienz und Klimawandel geht“, so Schmelzer.

Fonds
Foto von Dirk Schmelzer (Quelle: Plenum)

Das europäische UCITS Format (OGAW-Richtlinie) hat sich zu einer bedeutenden Struktur auf dem Markt für CAT Bond Fonds entwickelt. So decken UCITS Fonds Ende 2021 ca. 24 % der ausstehenden Naturkatastrophenrisiken im CAT Bondmarkt. 2020 waren es noch ca. 20 %.

Es ist davon auszugehen, dass der kapitalmarktbasierte Transfer von Versicherungsrisiken weiter wachsen wird. Abzulesen ist diese Entwicklung auch durch das Verhalten der klassischen Rückversicherer, die zunehmend neben ihrem traditionellen Rückversicherungsgeschäft vermehrt kapitalmarktgestützte Risikodeckung anbieten.

Marktstudie: Rekordemissionen und höchster Anstieg an verwaltetem Kapital in CAT Bond Fonds (UCITS) für 2021 registriert

Titelfoto & Foto von Dirk Schmelzer (Quelle: Plenum)

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Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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Update 11:52 Uhr

20. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BYTEDANCE – Peking/Hongkong: Der chinesische TikTok-Eigner ist im vergangenen Jahr Insidern zufolge langsamer gewachsen. Der Umsatz sei 2021 um 70 Prozent auf rund 58 Milliarden Dollar geklettert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. 2020 hätten die Erlöse noch um mehr als 100 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar zugelegt. ByteDance war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die chinesische Regierung hat im vergangenen Jahr die Daumenschrauben im Technologiesektor deutlich angezogen und neue Regeln aufgestellt, wie Firmen Geschäfte machen und mit Nutzern interagieren sollen. Marktbeobachtern zufolge ist ByteDance weiterhin Nummer zwei auf dem chinesischen Online-Werbemarkt hinter Alibaba und vor Tencent.

FLIXMOBILITY – Düsseldorf: Der Fernbuslinien-Betreiber will einem Medienbericht zufolge Züge im Wert von rund einer Milliarde Euro kaufen. Das Unternehmen befinde sich mit Banken in frühen Gesprächen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der angedachte Kauf stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die in der Pandemie geschrumpfte Reisenachfrage wieder erholt. Zum anderen müsse die Trassengebühr sinken, die in der Pandemie ausgesetzt war und nun wieder auf Normal-Niveau steigen soll.

CHINA EVERGRANDE – Hongkong: Eine Gruppe von ausländischen Anleiheinvestoren will ihre Rechte gegenüber dem in Zahlungsschwierigkeiten steckenden chinesischen Immobilienentwickler notfalls juristisch durchsetzen. Bislang sei von Evergrande kein wirkliches Engagement für eine Restrukturierung zu erkennen, obwohl der Baukonzern dies bereits mehrfach in Aussicht gestellt habe, erklärte die Investorengruppe, die von Rechtsanwälten der Kanzlei Kirkland & Ellis und der Investmentbank Moelis & Company beraten wird. Man sehe daher keine andere Möglichkeit, als juristische Schritte in Erwägung zu ziehen. Evergrande hat mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden bei chinesischen und ausländischen Investoren. Zuletzt verschob der Konzern mehrfach Zahlungsfristen für Anleihezinsen oder Kredite.

ALSTOM – Der französische Zughersteller hat seinen Umsatz im dritten Quartal gestützt auf gute Geschäfte in Europa gesteigert. Der Umsatz kletterte auf 3,92 Milliarden Euro nach 3,71 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. „Unsere Verkäufe haben sich wie angekündigt entwickelt, dank des Hochlaufs der Produktion, der Stabilisierung unserer Schienenfahrzeugprojekte und einer starken Leistung im Dienstleistungsbereich“, erklärte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Für Auftrieb habe auch der Kauf der Zugsparte von Bombardier für 5,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gesorgt. So habe man die Angebotspalette erweitern können. Die Integration laufe wie geplant.

DELIVEROO – Berlin: Der britische Essenslieferdienst profitiert von der gestiegenen Nachfrage. Der Bruttotransaktionswert (GTV) stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 70 Prozent auf 6,63 Milliarden Pfund, wie das Unternehmen mitteilte. Damit landete Deliveroo am oberen Ende der im Oktober angehobenen Prognose. Die 2013 gegründete Firma, an der auch der Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt ist, kam im vierten Quartal auf rund acht Millionen monatliche Nutzer, ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr verspricht Firmengründer und -chef William Shu „weitere Fortschritte“. Details will Deliveroo am 17. März veröffentlichen. Im Gegensatz zu Delivery Hero verfügen die Briten nicht über eigene Lager, um auch Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs auszuliefern, sondern setzen auf Kooperationen mit Supermarktketten.

SUSE – Berlin: Der Linux-Softwareanbieter will in diesem Jahr kräftiger wachsen. Es werde ein Umsatzplus im mittleren bis hohen Zehnerbereich angepeilt und mittelfristig würden rund 20 Prozent anvisiert, teilte das international tätige Unternehmen aus Nürnberg mit. Dazu soll auch der jüngste Zukauf NeuVector, ein Anbieter von Container-Sicherheitsanwendungen, beitragen. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um 15 Prozent auf knapp 576 Millionen Dollar zu und lagen damit über der Prognose von Suse. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 22 Prozent auf 212,1 Millionen Dollar. Auch da will Suse noch eins drauf packen und in diesem Jahr im mittleren Dreißigerbereich liegen. Suse, dessen Firmenname für „Software und System-Entwicklung“ steht, ist im vergangenen Jahr an die Frankfurter Börse gegangen.

Marktentwicklungen: 20. Januar 2022

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20. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 15:56 Uhr

Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

15.53 Uhr – Dank einer Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz winkt den Aktien von Luminar der größte Tagesgewinn seit zweieinhalb Monaten. Sie steigen an der Wall Street um fast 13 Prozent. Die Produkte des Sensor-Anbieters sollen der nächsten Fahrzeug-Generation des Autobauers autonomes Fahren auf Autobahnen ermöglichen.

15.20 Uhr – Ermutigende Geschäftszahlen geben Signet Auftrieb. Die Aktien der Juwelier-Kette steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fünf Prozent. Das Unternehmen machte vorläufigen Zahlen zufolge dank eines starken Weihnachtsgeschäfts im vierten Quartal einen Umsatz von 2,77 Milliarden Dollar statt der angepeilten 2,4 bis 2,48 Milliarden.

10.20 Uhr – Die Aktien von Valneva liegen mehr als 20 Prozent im Plus. In der Spitze waren die Titel um bis zu 30,2 Prozent auf 17,98 Euro gestiegen. Der vor einer möglichen Zulassung stehende Corona-Impfstoff des französisch-österreichischen Biotechunternehmens wirkt einer Studie zufolge auch gegen die Omikron-Variante. Der Konzern rechnet im ersten Quartal mit grünem Licht für sein Vakzin von der europäischen Gesundheitsbehörde EMA.

09.15 Uhr – Anleger folgen einer Kaufempfehlung für Auto1. Die Papiere steigen um 5,6 Prozent auf 16,33 Euro und stehen damit an der MDax-Spitze. Die Analysten von Goldman Sachs nahmen die Bewertung der Titel mit „Buy“ wieder auf und setzten ein Kursziel von 27 Euro.

08.20 Uhr – Angetrieben von einer starken Nachfrage bei schwindendem Angebot ist der Nickel-Preis im asiatischen Handel auf ein Rekordhoch geklettert. Der meistgehandelte Februar-Nickel-Kontrakt an der Shanghai Futures Exchange steigt um acht Prozent auf 176.280 Yuan pro Tonne. An der Londoner Metallbörse verteuert sich das zur Stahlherstellung benötigte Metall um 5,4 Prozent auf 24.410 Dollar pro Tonne.

07.15 Uhr – Einen Tag, nachdem die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Marke von null Prozent geklettert war, notiert sie wieder im negativen Bereich. Der Zins liegt aktuell bei minus 0,007 Prozent. Der Höchststand am Mittwoch hatte bei plus 0,025 Prozent gelegen.

20. Januar: Der Börsen Vormittag

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Dax höher erwartet – Inflation bleibt Thema

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Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – Vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über die Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag höher starten. Am Mittwoch hatte er 0,2 Prozent auf 15.809,72 Punkte zugelegt. Einen Tag, nachdem die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmals seit fast drei Jahren wieder über die Marke von null Prozent geklettert war, blicken Börsianer vor allem auf die Daten zur Teuerung in Europa.

Experten erwarten für Dezember wie im Vormonat einen Preisanstieg um fünf Prozent im Jahresvergleich. Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed und zur Bank von England (BoE), die in den kommenden Wochen ihre Zinsen wohl anheben werden, lockerte die People’s Bank of China (PBoC) ihre Geldpolitik. Wegen einer drohenden Abkühlung der Konjunktur in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft senkte die Zentralbank einen wichtigen Schlüsselsatz. Aufmerksam werden Investoren auch den Zinsentscheid der türkischen Zentralbank verfolgen. Diese hatte die Geldpolitik in den vergangenen Monaten trotz anziehender Inflation mehrfach gelockert. Auch einige Firmenbilanzen stehen auf dem Terminplan. Unter anderem öffnet die Online-Videothek Netflix ihre Bücher.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.809,72
Dax-Future 15.818,00
EuroStoxx50 4.268,28
EuroStoxx50-Future 4.263,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.028,65 -1,0 Prozent
Nasdaq 14.340,26 -1,2 Prozent
S&P 500 4.532,76 -1,0 Prozent

Asiatische Indizes am Stand Veränderung
Donnerstag
Nikkei 27.759,26 +1,1 Prozent
Shanghai 3.556,92 +0,0 Prozent
Hang Seng 24.745,76 +2,6 Prozent

Dax höher erwartet – Inflation bleibt Thema

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Umfrage – CSU und Söder verlieren Zuspruch in Bayern

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München, 19. Jan (Reuters) – Die Koalition aus CSU und Freien Wählern hätte in Bayen bei der Landtagswahl nach einer Umfrage im Auftrag des des Bayerischen Rundfunks (BR) keine Mehrheit mehr. Die von Ministerpräsident Markus Söder geführte CSU könnte nach der Befragung von 1171 Wahlberechtigten durch das Forschungsinstitut Infratest Dimap nur mit 36 Prozent rechnen, teilte der BR am Mittwoch mit.

Bei der Umfrage im Januar 2021 waren es noch 48 Prozent. Bei der Bundestagswahl im September war die CSU im Freistaat auf 31,7 Prozent gekommen. Die Freien Wähler könnten bei einer Landtagswahl wie vor einem Jahr mit acht Prozent rechnen. Großer Gewinner wäre die SPD, die ihren Stimmenanteil auf 14 (Vorjahr: sieben) Prozent verdoppeln würde. Die Grünen blieben mit 16 (19) Prozent aber zweitstärkste Kraft.

Der Abwärtstrend der CSU deckt sich mit Sympathieverlusten für Ministerpräsident Söder. 55 Prozent der bayerischen Wähler bewerten seine Arbeit positiv, vor Jahresfrist waren es noch 72 Prozent. Damals hatte sich der CSU-Chef mit harten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie profiliert. Seinen Stellvertreter und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sehen nur noch 36 (54) Prozent positiv.

Umfrage

Zugleich geben die Wähler dem Krisenmanagement der Landesregierung schlechtere Noten: Mit dem Kurs in der Pandemie sind der Umfrage zufolge nur noch 47 Prozent zufrieden, 52 sind es nicht. Zum ersten Mal seit Ausbruch des Virus überwögen damit die kritischen Stimmen, berichtete der BR. Dabei seien sich die Wähler uneins: 48 Prozent bezeichneten die Beschränkungen als angemessen, 22 Prozent wünschten sich noch strengere Vorgaben, 28 Prozent hielten sie für zu weitgehend. Fast zwei Drittel der Befragten sind aber für eine Impfpflicht für Erwachsene ab 18 Jahren.

Mit der neuen Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen sind die Wähler in Bayern überwiegend zufrieden: 48 Prozent geben ihr bisher gute Noten, 44 Prozent üben Kritik. Auch bei Wählern der CSU, die im Bund nun in der Opposition ist, halten sich Zuspruch und Ablehnung (46 zu 44 Prozent) in etwa die Waage. 

Umfrage – CSU und Söder verlieren Zuspruch in Bayern

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