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Marktentwicklungen: 29. Januar 2022

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29. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN – Berlin: Der Konzern soll nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Rainer Hundsdörfer schrittweise zu einem Automatisierungs- und Technologieunternehmen umgebaut werden. Druckmaschinen sollen aber auch weiterhin gebaut werden, sagt er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorabbericht. Das kleine, aber schnell wachsende Geschäft mit Wallboxen soll demnach dafür eine Art Blaupause bilden. Die nötigen Investitionen könne das Unternehmen noch selbst stemmen. Zugleich gebe es Überlegungen einen Investor an Bord zu holen oder die neuen Geschäfte an die Börse zu bringen.

OCTOPUS ENERGY – London: Der britische Ökostromanbieter steigt dank seiner drei Millionen Kunden und gesteigerter Einnahmen in 2021 neben Centrica British Gas, OVO Energy, E.ON und EDF Energy zum fünftgrößten Energieversorger in Großbritannien auf. Wie das Unternehmen mitteilt, verzeichnete es bis zum 30. April 2021 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Pfund (etwa 2,2 Milliarden Euro) gegenüber 1,2 Millirden Pfund (etwa 1,4 Milliarden Euro) im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die britische Firma war im September 2019 durch die Übernahme des Münchner Energie Startups „4hundred“ auch in den deutschen Markt eingetreten und will in Deutschland bis 2024 eine Million Kunden mit Strom und Gas versorgen. Bekannt wurde Octopus durch eine Kooperation im Stromvertrieb mit dem Elektroauto-Pionier Tesla.

Marktentwicklungen: 29. Januar 2022

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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Chinesische Tech-Aktien: Regulierungsmaßnahmen sind eingepreist

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Aktien

Ein aktueller Kommentar von Didier Rabattu, Head of Equities bei Lombard Odier Investment Managers (LOIM):

Regulierungssturm hat mehr als ein Viertel der Aktienwerte vernichtet.

„Die Aktienmärkte Chinas haben aufgrund von Irritationen, die ihren Ursprung in einer strengen Regulierung von Sektoren wie Bildung und Technologie in China bis hin zu pandemiebedingten Störungen der Lieferketten haben, einen Kurssturz erlebt. Der jüngste Ausverkauf bei den Tech-Aktien folgte auf die Nachricht, dass der chinesische Fahrdienst Didi Chuxing beschlossen hat, seine Notierung in New York aufzugeben und nach Hongkong zu wechseln. Die Ankündigung, die vor dem Hintergrund einer verschärften behördlichen Kontrolle in China erfolgte, hatte auch Auswirkungen auf die Aktien von Alibaba und Tencent, die nach der Nachricht zusammen mit den Didi-Aktien ins Straucheln kamen.

Doch inmitten dieser Volatilität bleiben die langfristigen politischen Rahmenbedingungen und die Marktkräfte für dauerhaftes Wachstum bestehen – selbst im umkämpften Technologiesektor.

Die makroökonomische Entwicklung bleibt intakt

Im Gegensatz zu einigen anderen entwickelten Volkswirtschaften verfügt China über genügend Spielraum, um die Wirtschaft zu stimulieren, ohne eine massive Inflation auszulösen. Das liegt zum Teil daran, dass China als einzige große Volkswirtschaft der Welt auf eine pandemiebedingte Konjunkturübertreibung verzichtet und stattdessen kleinere Unternehmen, die von der Pandemie betroffen sind, gezielter unterstützt hat. Außerdem ist es dem Land gelungen, die Inflation dank stabiler Preissteigerungen bei Lebensmitteln einzudämmen.

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen wie Stromknappheit, Verzögerung und Behinderung der Container-Schifffahrt und eine Immobilienkrise, mit denen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt konfrontiert war, hat Chinas Politbüro jedoch signalisiert, dass es im Jahr 2022 noch aggressivere Maßnahmen zum Schutz der Wirtschaft ergreifen könnte. Das Führungsteam der Kommunistischen Partei Chinas unter dem Vorsitz von Präsident Xi Jinping erklärte kürzlich in einer Erklärung, dass die „Sicherung der Stabilität“ im kommenden Jahr oberste Priorität haben werde.

Dies zeigte sich darin, dass die People’s Bank Of China eine Senkung des Mindestreservesatzes für die meisten Banken ab Mitte Dezember ankündigte, wodurch etwa 1,2 Billionen Yuan (188 Mrd. USD) für Unternehmens- und Haushaltskredite frei werden.

Die Bewertungen sind attraktiv

Wir sind der Ansicht, dass die negativen Auswirkungen der jüngsten Regulierungsmaßnahmen weitgehend eingepreist sind und den Anlegern die Möglichkeit bieten, an Chinas langfristiger Wachstumsstory zu attraktiven Bewertungen zu partizipieren.

Im bisherigen Jahresverlauf erlebte der asiatische Riese einen Regulierungssturm, bei dem die Regierung in verschiedenen Sektoren wie Internet, Nachhilfe, Fintech, Immobilien, Gesundheitswesen, Medien und Energie eingriff. Dies hat, gemessen am MSCI China All Share Index, mehr als ein Viertel der Aktienwerte vernichtet.

In ganz China sind die Bewertungen jetzt viel attraktiver als zu Beginn des Jahres, insbesondere im Vergleich zu US-Aktien und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die beiden Länder wahrscheinlich eine unterschiedliche geldpolitische Dynamik erleben werden. Die erwartete, gelockerte Finanzpolitik in China dürfte chinesische Aktien attraktiver machen, während Fiskalpolitik in den USA zu Gegenwind für US-Aktien führen könnte (auch wenn dies von der Stärke des EPS-Wachstums in den USA abhängen wird).

Technologie 2.0

Laut dem UNCTAD Digital Economy Report 2019 macht die digitale Wirtschaft im weitesten Sinne 30 % des chinesischen BIP aus, gegenüber 21,6 % in den USA und 15,5 % im Rest der Welt.

Der jüngste 14. Fünfjahresplan (2021-2025) und die Vision 2035 setzen ehrgeizige Ziele und können eine Reihe von Investitionsmöglichkeiten in zahlreichen Sektoren, insbesondere in der Technologie und der digitalen Wirtschaft, fördern. Der Fünfjahresplan zielt auf ein jährliches Wachstum Investitionen in Forschung und Entwicklung von über 5 % ab, was dazu beitragen wird, die Hightech-Industrialisierung, Robotik und Automatisierung voranzutreiben. Die Behörden konzentrieren sich auch auf die Förderung neuer Technologien: 6G, digitale Sensoren und Kommunikationsnetze für die Entwicklung intelligenter Städte sowie die Schaffung eines nationalen Datenzentrums.

Die Rolle, welche die technologische Innovationen bei der Gestaltung der Pläne für die Wirtschaft des Landes spielen, berücksichtigend, dürften sich unserer Meinung nach Investitionsmöglichkeiten ergeben, wenn sich die Unternehmen an die neuen Cybersicherheitsvorschriften anpassen und auf einer ähnlichen regulatorischen Grundlage wie ihre westlichen Gegenspieler gestellt werden.“

Chinesische Tech-Aktien: Regulierungsmaßnahmen sind eingepreist

Titelfoto von Didier Rabattu (Quelle: LOIM)

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2022 – Das Jahr des Übergangs

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2022 Jahr Aktien Fed

Ein aktueller Kommentar von Jeffrey Schulze, Investment Strategist bei ClearBridge Investments, Teil von Franklin Templeton:

„Das Makro-Umfeld verändert sich, so dass mit volatileren Märkten und geringeren Renditen als in den vergangenen zwei Jahren zu rechnen ist. Allerdings sollten die längerfristigen Inflationserwartungen dabei gedämpft bleiben.

Für Anleger war das Wort des Jahres 2020 wohl „beispiellos“, angesichts der tiefen Rezession und der politischen Reaktionen darauf. Für das Jahr 2021 passt „vorübergehend“ gut, so wie die Zentralbanken den Inflationsimpuls bezeichneten.

Und mit Blick auf 2022 könnte es das Wort „Übergang“ werden – das beschreibt die absehbaren Veränderungen des Makro-Umfelds etwa in Bezug auf die Phase des Wirtschaftszyklus, die Geld- und Fiskalpolitik sowie die Inflation.

Der wirtschaftliche Übergang vom frühen zum mittleren Zyklus ist bereits im Gange. Dabei haben das reale BIP-Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen gegenüber dem Höchststand von 2021 etwas nachgelassen. Dennoch geht der Konsens für das Jahr 2022 von einem immer noch robusten Anstieg des realen BIP um 3,9 Prozent aus. Und für 2023 wird erwartet, dass sich die Wirtschaft auf den Trend vor der Pandemie zubewegt.

Im Vergleich zu den letzten Rezessionen ging es dieses Mal wesentlich schneller, dass sich der Gewinn je Aktie wieder auf den vorherigen Höchststand erholte. Da zwischen dieser Erholungsdauer und der gesamtwirtschaftlichen Expansion anscheinend ein Zusammenhang besteht, könnte die aktuelle Expansion kürzer ausfallen als der Durchschnitt der letzten vier Zyklen (8,5 Jahre).

Quelle: Bloomberg, National Bureau of Economic Research, Stand 30.11.2021

Zwar besteht das Potenzial für einen kürzeren und heißeren Konjunkturzyklus, aber bisher blieben die kurzfristigen Erwartungen für eine Rezession gedämpft. Bis zuletzt zeigte das Modell von ClearBridge ein robustes, grünes Expansionssignal, auch wenn sich im vierten Quartal die Indikatoren des Lohnwachstums und der Geldmenge verschlechterten.

Kommt die Inflation?

Was die Preissteigerungen angeht, entfiel ein großer Teil davon auf Gebrauchtwagen und andere Waren. Das lässt sich vor allem auf die Verschiebung der Verbraucherpräferenzen während der Pandemie zurückführen und wurde durch Einschränkungen in der Lieferkette verstärkt. Normalisieren sich die Präferenzen und lässt der Druck auf die Versorgung nach, sollte deshalb auch die Inflation zurückgehen.

Für eine dauerhaft höhere Inflation müssten die Warenpreise weiter steigen. Zwar wurde viel über die De-Globalisierung geschrieben, aber die Daten deuten auf einen Stillstand und nicht auf eine Umkehr hin. Auch das spricht für den Übergang zurück zu geringerer Inflation. Unter Berücksichtigung weiterer Indikatoren ist insgesamt davon auszugehen, dass der Inflationsdruck in einigen Quartalen nachlässt und sich der Wert in den nächsten Jahren dem 2-Prozent-Ziel der Fed annähert.

Weitere Übergänge

Eine Entwicklung, die bereits begonnen hat und sich fortsetzen wird, ist das Ende der grenzenlosen Finanz- und Geldpolitik. Die Fed verlangsamt ihre Lockerung und hat signalisiert, in den kommenden Monaten mit Zinserhöhungen zu beginnen. Da die Inflation länger als erwartet deutlich über dem Zielwert lag, ist dieser Kurswechsel gerechtfertigt. Derzeit ist von drei Zinserhöhungen im Jahr 2022 auszugehen. Historisch betrachtet könnte aber gerade die erste Erhöhung zu kurzfristiger Volatilität führen.

Möglicher Gegenwind für Aktien geht auch vom Bewertungsniveau aus. Ein moderater Druck auf die Multiples wäre in dieser Phase beinahe typisch. Da das Gewinnwachstum aber robust erscheint, sind die Aussichten auf Gesamtjahresbasis solide. In naher Zukunft sollte zudem die starke Beteiligung von Privatanlegern den Markt stützen: In den ersten elf Monaten des Jahres 2021 waren weltweit Zuflüsse in Höhe von 913 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen (Quelle: Goldman Sachs).

Ein anderer Übergang, der später im Jahr zu Turbulenzen führen könnte, ist der mögliche Führungswechsel in Washington. Historisch gesehen weisen Zwischenwahljahre einen durchschnittlichen Rückgang von 19 Prozent und damit die größten Kursverluste im vierjährigen Präsidentschaftswahlzyklus auf. In der Vergangenheit waren die Rücksetzer aber meist gute Kaufgelegenheiten für langfristige Anleger.

Fazit

Übergänge sind Zeiten des Wandels. Und obwohl Veränderungen beunruhigend sein können, sind sie oft notwendig und gesund. Vielleicht sind die Märkte in diesem Jahr unruhiger als zuletzt, aber sie sollten sich nach oben arbeiten. Denn festzuhalten ist, dass die Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt in den nächsten Jahren wohl günstig bleiben. Zwar hat die US-Notenbank eine restriktivere Haltung eingenommen, aber ihre Politik ist im Vergleich zur Vergangenheit nach wie vor recht locker. Außerdem hat sich die US-Wirtschaft als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen, und künftige Corona-Varianten könnten weniger disruptiv sein. Was dann bleibt, sind die starken Verbraucher, der solide Arbeitsmarkt und die robusten Erträge. Das Umfeld für höhere Unternehmensgewinne wäre damit gesund genug, um eine moderate Komprimierung der Bewertungen mehr als auszugleichen. Und das dürfte ein weiteres Jahr mit positiven Aktienrenditen ermöglichen.“

2022 – Das Jahr des Übergangs

Titelfoto von Jeffrey Schulze (Quelle „Clearbridge / Franklin Templeton“)

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Volkswirte zum Rückgang des BIP im vierten Quartal 2021 um 0,7 Prozent

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BIP Konsumlaune

Berlin, 28. Jan (Reuters) – Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland zum Jahresende deutlich gebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Sie sagten in ersten Kommentaren:

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE PRIVATBANK:

„Die Omikron-Welle hat die Konjunkturerholung stärker zurückgeworfen. Für das laufende Quartal ist an eine dynamische Wachstumsrückkehr nicht zu denken. Omikron und Lieferketten bleiben vorerst hartnäckige Spielverderber. Nach wie vor ist die Aussicht günstig, dass die Wirtschaft ab dem Frühjahr wieder schwungvoll unterwegs sein wird. Das wird dann auch Zeit, gilt es doch, endlich das Vor-Corona-Niveau zu übertreffen. Wichtig ist, dass sich Verbraucher durch die hohe Inflationsrate weniger verunsichern lassen.“

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Der Rückgang fiel erheblich größer aus als von uns erwartet. Frappierend vor allem der Kontrast zu den übrigen großen Staaten der Euro-Zone. Dies zeigt, wie stark die Corona-Einschränkungen die Wirtschaft belasten – oder eben auch nicht. Für das erste Quartal des laufenden Jahres ist daher weiter Vorsicht angezeigt, zumal üblicherweise hohe Inflation eine echte Konsumbremse ist. Mittelfristig sollten dann die Auftriebskräfte der Konjunktur, wie sie sich derzeit insbesondere im regen Auftragseingang zeigen, die Oberhand behalten.“

THOMAS GITZEL, CHEFÖKONOM VP BANK:

„Der Abwärtssog war gewaltig. Die deutsche Wirtschaft steckte in der Corona- und Materialmangelfalle fest. Das hohe Infektionsgeschehen und die damit einhergehenden Beschränkungen belasteten einmal mehr den Dienstleistungssektor. Ausdruck dessen ist ein schwacher privater Konsum, der zu den Hauptverantwortlichen des BIP-Rückgangs zählt. Gleichzeitig litt die Industrie unter dem prekären Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen. Es muss deshalb nicht weiter verwundern, dass sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Rückwärtsgang befand.“ 

Volkswirte zum Rückgang des BIP im vierten Quartal 2021 um 0,7 Prozent

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Deutsche Wirtschaft schrumpft Ende 2021 um 0,7 Prozent

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Berlin, 28. Jan (Reuters) – Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland zum Jahresende deutlich gebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Mitte Januar hatten die Statistiker in einer ersten groben Schätzung noch einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,5 bis 1,0 Prozent veranschlagt.

Deutsche Wirtschaft

Viele Fachleute gehen davon aus, dass die Omikron-Welle die Konjunktur auch im laufenden ersten Quartal belastet. So könnte es zu einer technischen Rezession kommen – wenn die Wirtschaftskraft also in zwei Vierteljahren in Folge sinkt. Ab dem Frühjahr erwarten die meisten Experten dann eine spürbare Belebung, wenn die Virus-Pandemie abebben dürfte. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr insgesamt mit 3,6 Prozent Wirtschaftswachstum und für 2023 mit einem BIP-Plus von 2,3 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaft um revidiert 2,8 Prozent zugelegt, konnte damit den Einbruch aus dem ersten Corona-Krisenjahr 2020 von 4,6 Prozent aber nicht ausgleichen. 

Deutsche Wirtschaft schrumpft Ende 2021 um 0,7 Prozent

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Microsoft steigt mit seiner Übernahme ins Metaverse-Geschäft ein

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Microsoft

Ein Kommentar von Mikko Ripatti, Senior Client Portfolio Manager bei DNB Asset Management:

„Neben den hohen Marktschwankungen ist die wichtigste Neuigkeit im Bereich Technologie die Übernahme des Spieleherstellers Actvision Blizzard für 75 Milliarden USD durch Microsoft. Es ist die größte Übernahme, die Microsoft je getätigt hat. Der Preis entspricht dennoch nur 3 % vom aktuellen Wert von Microsoft und ist niedriger als die liquiden Mittel von Microsoft im vergangenen Jahr. Microsoft ist nach wie vor unsere größte Beteiligung im DNB Technology Fonds und unser Favorit bei den großen Technologieunternehmen. Es gibt nahezu 3 Milliarden Computerspieler weltweit und im Jahr 2021 betrug der Umsatz im Computerspielsektor 180 Milliarden USD. Der Spielemarkt ist mittlerweile die am meisten genutzte Form der Medienunterhaltung und wird aus unserer Sicht einer der am schnellsten wachsenden Märkte bleiben.

Microsoft
Foto von Mikko Ripatti (Quelle: DNB AM)

Ein weiterer wichtiger Grund für die Übernahme von Activision Blizzard ist Metaverse. Im Online-Gaming ist Metaverse bis zu einem gewissen Punkt bereits Realität. Die Spieler sind sozusagen die ersten Nutzer künftiger Meta-Anwendungen. Das Meta-Thema ist so aktuell, dass Facebook sogar den Namen der Holding in Meta geändert hat und anscheinend alles auf die Vermischung von virtueller und realer Welt setzt – was wir mit gemischten Gefühlen sehen. Allerdings sind Aktienkurse anderer großer Spielehersteller lediglich aufgrund von Spekulationen über potenzielle Zukäufe gestiegen. 

Unsere Anteile von Spieleunternehmen haben wir bereits letzten Herbst aufgestockt. Dazu zählen Unternehmen wie Activision Blizzard, Electronic Arts und auch Zynga, die von Take-Two für 13 Milliarden USD übernommen wurden.

Auch die Spekulationen über eine Konsolidierung der europäischen Telekommunikationsbranche gehen weiter. Vodafone, unsere viertgrößte Beteiligung, und Iliad Telecom führen offenbar Gespräche über eine Zusammenlegung ihrer Geschäfte in Italien. Sollte es zu einer Einigung kommen, würde ein Unternehmen mit einem Umsatz von fast 6 Milliarden EUR und einem Marktanteil von 36 % im Mobilfunkgeschäft entstehen.“

Microsoft steigt mit seiner Übernahme ins Metaverse-Geschäft ein

Foto von Mikko Ripatti (Quelle: DNB AM)

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Habeck erwartet 2023 deutliche Abkühlung der Konjunktur

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Berlin, 28. Jan (Reuters) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet im kommenden Jahr mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur. Das erwartete Wachstum für 2023 liege bei 2,3 Prozent, sagte der Grünen-Politiker am Freitag im Bundestag. Für das laufende Jahr kalkuliert die Bundesregierung mit einem Plus von 3,6 Prozent. Das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise werde im zweiten Quartal 2022 wieder erreicht.

Habeck erwartet 2023 deutliche Abkühlung der Konjunktur

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Marktentwicklungen: 28. Januar 2022

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Update: 9:26 Uhr

28. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

H&M – Stockholm: Im Zaum gehaltene Kosten und bei den Kunden beliebte Kollektionen haben der schwedische Modekette mehr Gewinn beschert. Im Zeitraum von September bis November kletterte das Vorsteuerergebnis auf sechs Milliarden schwedische Kronen (573 Millionen Euro) von 3,67 Milliarden im Vorjahr, wie H&M mitteilte. Von Refinitiv befragte Analysten hatten mit 5,43 Milliarden Kronen gerechnet. „Das gute Ergebnis im Quartal ist vor allem die Folge von gut aufgenommen Kollektionen mit mehr Verkäufen zum vollen Preis, niedrigeren Reduzierungen und einer guten Kostenkontrolle“, teilte der Konzern mit. Bis 2030 will H&M seinen Umsatz verdoppeln.

VOLVO – Stockholm: Der schwedische Lkw- und Baumaschinenhersteller hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der bereinigte Betriebsgewinn sank auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro von 1,05 Milliarden im Jahr davor, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit einem derartigen Rückgang gerechnet. Die Nachfrage nach Lastwagen sei in allen Regionen hoch, ergänzte das Unternehmen.

CAIXABANK – Madrid: Der Gewinn der spanischen Bank ist im vierten Quartal deutlich gefallen. Der buchhalterische Nettogewinn verringerte sich um 35 Prozent auf 425 Millionen Euro, wie die Caixabank mitteilte. Analysten hatten mit 433 Millionen gerechnet. Der Nettogewinn im Vorjahresquartal – vor dem Zusammenschluss mit Bankia und ohne deren Ergebnisse einzurechnen – hatte bei 655 Millionen Euro gelegen. Für den Kauf der Konkurrentin hatte die Bank 4,3 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt.

GIVAUDAN – Zürich: Luxusparfüme habe das Geschäft des Schweizer Aromen- und Riechstoffkonzerns 2021 angekurbelt. Der Umsatz kletterte insgesamt um 7,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken, wie das Genfer Unternehmen mitteilte. Auch bei Getränken, kulinarischen Aromen und Snacks sei es rund gelaufen. Der Gewinn zog um 10,5 Prozent auf 821 Millionen Franken an, verfehlte damit aber die Analystenerwartungen. Die Dividende soll um 3,1 Prozent auf 66 Franken pro Aktie angehoben werden. Mit Preiserhöhungen wolle Givaudan im laufenden Jahr den Anstieg der Produktionskosten vollumfänglich ausgleichen. Das bis 2025 angepeilte Ziel eines jährlichen organischen Umsatzwachstums von vier bis fünf Prozent bekräftige das Management.

GOOGLE – Bangalore: Der US-Technologieriese will bis zu einer Milliarde US-Dollar in den indischen Telekommunikationsanbieter Bharti Airtel investieren. Wie beide Unternehmen mitteilen, soll das Investment das digitale Angebot von Bharti Airtel stärken. Die Investition umfasst eine Kapitalbeteiligung an Airtel in Höhe von 700 Millionen Dollar zu einem Preis von 9,77 Dollar pro Aktie. Der Deal sieht zusätzlich bis zu 300 Millionen Dollar für die Umsetzung kommerzieller Vereinbarungen vor, einschließlich Investitionen in die Skalierung von Airtels Angeboten, so die Unternehmen.

SK HYNIX– Seoul: Der südkoreanische Chipriese konnte seinen Gewinn im vierten Quartal vervierfachen und fährt den bisher höchsten Quartalsgewinn seit drei Jahren ein. Wie der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips mitteilt, ist das operative Ergebnis von Oktober bis Dezember wegen der besonders starken Nachfrage nach Speicherchips von Serverkunden auf 4,2 Billionen Won (3,49 Milliarden US-Dollar) gestiegen, gegenüber 959 Milliarden Won im Vorjahr. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent auf 12,4 Billionen Won zu.

HOME DEPOT – Bangalore: Die Baumarktkette aus Atlanta ernennt Edward Ted Decker zum neuen Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten. Wie das Unternehmen mitteilt, tritt Decker damit die Nachfolge von Craig Menear an, der weiterhin als Vorsitzender fungieren soll. Ted Decker wird den Chefposten zum ersten März dieses Jahres übernehmen.

Marktentwicklungen: 28. Januar 2022

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28. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 16:16 Uhr

Frankfurt, 28. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.00 Uhr – Ein verschobener Jahresabschluss der Adler Group schickt die Aktien des Immobilien-Investors auf Talfahrt. Die Papiere stürzen bis zu 22,8 Prozent ab auf ein Rekordtief von 8,58 Euro.

13.23 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen von Chevron. Die Aktien des Ölkonzerns fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,3 Prozent. Das Unternehmen vervielfachte zwar dank steigender Ölpreise den Quartalsgewinn auf 5,1 Milliarden Dollar oder 2,65 Dollar je Aktie. Analysten hatten allerdings auf 3,12 Dollar je Papier gehofft.

13.13 Uhr – Ein Gewinneinbruch setzt Autoliv zu. Die Aktien des Anbieters von Sicherheitsgurten und Airbags fallen in Stockholm um fast vier Prozent. Wegen rückläufiger Umsätze und steigender Rohstoffkosten halbierte sich das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal. Für das laufende Jahr warnte der Autozulieferer vor anhaltendem Margendruck.

11.45 Uhr – Der Verkaufsdruck an den europäischen Börsen nimmt zu. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Verluste aus und geben jeweils zwei Prozent auf 15.214 Zähler beziehungsweise 4101 Punkte nach. Es herrsche Verunsicherung, ob die Notenbank Fed mit ihrer geplanten Straffung der Geldpolitik die Inflation in den Griff bekommen könne, ohne die US-Konjunktur abzuwürgen, sagt Mark Haefele, Chef-Anleger der Vermögensverwaltung der Bank UBS.

11.33 Uhr – Eine enttäuschende Gewinnmarge und ein zurückhaltender Ausblick überschatten den verdoppelten Auftragseingang bei Wärtsilä. Die Aktien des finnischen Kraftwerks- und Schiffsmotoren-Bauers steuern mit einem minus von neun Prozent auf den größten Tagesverlust seit einem Jahr zu. Das Unternehmen zog im abgelaufenen Quartal Aufträge im Volumen von 2,15 Milliarden Euro an Land. Die operative Gewinnmarge lag bei 9,9 Prozent. Die Analysten der Credit Suisse monieren, dass der Anteil der ertragsschwächeren Energiespeicher-Sparte am Konzernergebnis wachse. Außerdem könnten die gestiegenen Kosten kaum an die Kunden weitergegeben werden, da viele Verträge langfristig liefen und dort feste Preise vereinbart seien. Daher werde die Marge für 2022 wohl auch enttäuschen.

11.25 Uhr – Ein Rekord-Quartalsergebnis beschert Apple den größten Kurssprung seit fast einem Jahr. Die Aktien des iPhone-Anbieters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,1 Prozent. Trotz der anhaltenden Lieferketten-Probleme und der weltweiten Chip-Knappheit hätten die Quartalsergebnisse die Markterwartungen deutlich übertroffen, lobt Analyst Abhinav Davuluri vom Research-Haus Morningstar. Allerdings werde es schwierig, das aktuelle Wachstumstempo beizubehalten, da der Pandemie-bedingte Nachfrage-Boom nach Computern und iPads abebbe.

11.15 Uhr – Der Erfolg vor einem deutschen Gericht im Patentstreit mit dem Online-Supermarkt Ocado beflügelt AutoStore. Die Aktien des Spezialisten für Lagerhaus-Roboter steigen in Oslo um 18 Prozent. Dem Unternehmen zufolge wies ein Münchener Gericht eine Ocado-Klage gegen den Verkauf von AutoStore-Produkten in Deutschland ab. Ocado wies darauf hin, dass dort nur ein Teilaspekt verhandelt worden sei. Die beiden Unternehmen überziehen sich in mehreren Staaten gegenseitig mit Klagen.

09.52 Uhr – Ein Gewinnanstieg beschert Signify den größten Kurssprung seit fast zwei Jahren. Die Aktien des weltgrößten Leuchten-Anbieters, der früher Philips Lighting hieß, steigen in Amsterdam um 13 Prozent. Das Unternehmen steigerte trotz höherer Rohmaterial-Kosten den operativen Quartals um sechs Prozent auf 265 Millionen Euro.

09.34 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen von Electrolux. Die Aktien des schwedischen Haushaltsgeräte-Herstellers fallen in Stockholm um gut sechs Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 176,65 Kronen. Wegen Lieferketten-Problemen sank der operative Gewinn der „AEG“-Mutter den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal auf umgerechnet 84 Millionen Euro von 238 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

09.12 Uhr – Dank eines überraschend starken Umsatzsprungs von 28 Prozent steigen Anleger bei LVMH ein. Die Aktien des weltgrößten Luxusgüter-Herstellers steigen in Paris um fünf Prozent. Das Unternehmen fuhr den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal Erlöse von 20,04 Milliarden Euro ein. „LVMH spielt in einer eigenen Liga“, sagt ein Börsianer. Dennoch hellten die Zahlen die Branchenstimmung auf. Die Titel der Konkurrenten Kering, Hermes und Richemont gewinnen bis zu drei Prozent.

08.19 Uhr – Enttäuschende Zahlen des US-Rivalen Robinhood setzen FlatexDegiro zu. Die Aktien des Online-Brokers fallen im Frankfurter Frühhandel um 1,5 Prozent. Robinhood verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Einbruch des Handelsumsatzes um 35 Prozent und machte einen Verlust von 423 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 13 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Robinhood-Aktien brachen im nachbörslichen US-Geschäft um 15 Prozent ein.

08.10 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar hievt Jungheinrich an die Spitze des MDax. Die Aktien des Gabelstapler-Herstellers steigen bei Lang & Schwarz um 2,5 Prozent auf etwa 38,21 Euro. Die Analysten der HSBC stuften die Titel auf „Buy“ von „Hold“ hoch und hoben das Kursziel auf 54 von 52 Euro an.

07.48 Uhr – Der Einstieg von Google beschert Bharti Airtel den größten Kurssprung seit einem knappen halben Jahr. Die Aktien der indischen Telekomfirma steigen am Freitag um 6,6 Prozent. Der Suchmaschinenbetreiber Google will im Rahmen einer engeren Zusammenarbeit unter anderem Bharti-Anteile im Volumen von 700 Millionen Dollar erwerben.

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Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

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Frankfurt, 28. Jan (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag niedriger starten. Am Donnerstag hatte er nach anfänglichen Verlusten 0,4 Prozent im Plus bei 15.524,27 Punkten geschlossen. Nachdem die US-Notenbank ihre Pläne für die weitere Geldpolitik vorgelegt und höhere Zinsen signalisiert hat, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Konjunkturdaten.

Auf dem Terminkalender stehen unter anderem die US-Konsumausgaben, von denen sich Investoren Rückschlüsse auf das Tempo der geplanten Zinsanhebungen erhoffen. Analysten erwarten für Dezember einen Rückgang um 0,6 Prozent. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Diesseits des Atlantik stehen die Barometer für die Stimmung in der Wirtschaft und der Verbraucher zur Veröffentlichung an. Experten sagen bei Ersterem einen Rückgang auf 114,5 Punkte voraus und bei Letzterem ein unverändertes Ergebnis bei minus 8,5 Zählern.

Beim Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im abgelaufenen Quartal sagen sie ein Minus von 0,3 Prozent voraus. Daneben halten weitere Firmenbilanzen Börsianer auf Trab. Unter anderem öffnen die „AEG“-Mutter Electrolux und der Modehändler H&M ihre Bücher. In den USA legen der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar und der Konsumgüter-Konzern Colgate-Palmolive Zahlen vor.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.524,27
Dax-Future 15.443,00
EuroStoxx50 4.184,97
EuroStoxx50-Future 4.160,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 34.160,78 +0,0 Prozent
Nasdaq 13.352,78 -1,4 Prozent
S&P 500 4.326,51 -0,5 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 26.728,48 +2,1 Prozent
Shanghai 3.400,99 +0,2 Prozent
Hang Seng 23.586,91 -0,9 Prozent

Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

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