31. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 13:13 Uhr

Frankfurt, 31. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

12.55 Uhr – Die Spekulationen um das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen brocken den europäischen Aktien den schwächsten Jahresauftakt seit sechs Jahren ein. Dax und EuroStoxx50 haben im Januar bislang jeweils rund 3,5 Prozent eingebüßt.

12.22 Uhr – Dank eines verdoppelten Vorsteuergewinns steuern die Aktien von SThree auf den größten Tagesgewinn seit drei Jahren zu. Die Papiere des Personalvermittlers steigen in London um fast zwölf Prozent. Da Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern suchen, stieg der Überschuss 2021 auf umgerechnet 72 Millionen Euro. Auf Basis des starken Auftakts könne auch für das Gesamtjahr 2022 mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet werden, prognostiziert Analyst Sanjay Vidyarthi von der Investmentbank Liberum.

11.23 Uhr – Spekulationen auf Verzögerungen beim geplanten Börsengang des Öl- und Gasförderers Wintershall setzen dem Mutterkonzern BASF zu. Die Aktien des Chemiekonzerns fallen gegen den Trend um rund ein Prozent. Der „Financial Times“ zufolge plädiert Wintershall-Miteigner LetterOne für Geduld, weil er wegen der Spannungen zwischen Russland und dem Westen geringere Einnahmen bei einem Börsengang befürchtet. Wintershall fördert Öl und Gas unter anderem in Russland. BASF werde sich nun wohl auf Dividendenzahlungen oder den Schuldenabbau des Öl- und Gaskonzerns konzentrieren, prognostiziert Analyst Chris Counihan von der Investmentbank Jefferies.

10.08 Uhr – Wegen kassierter Geschäftsziele und enttäuschender Zahlen steuern die Aktien von Saipem auf den größten Tagesverlust seit achteinhalb Jahren zu. Die Titel des Ölindustrie-Dienstleisters fallen in Mailand um mehr als 22 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 1,50 Euro. Vorläufigen Berechnungen zufolge machte das Unternehmen wegen gestiegener Kosten im zweiten Halbjahr 2021 statt des erhofften operativen Gewinns einen Verlust von rund einer Milliarde Euro.

09.59 Uhr – Der Rauswurf des Firmenchefs Yves Le Masne lockt Anleger zu Orpea zurück. Die Aktien des Seniorenheim-Betreibers steuern in Paris mit einem Plus von knapp zehn Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zwei Jahren zu. In der vergangenen Woche waren sie wegen des Vorwurfs der Misshandlung von Heimbewohnern um 50 Prozent eingebrochen.

09.48 Uhr – Wegen gesenkter Gewinnziele droht den Aktien von Studio Retail der größte Tagesverlust seit mehr als elf Jahren. Die Titel des Modehändlers und Einrichtungshauses fallen in London um 39 Prozent auf ein Neuneinhalb-Jahres-Tief von 97 Pence. Wegen Lieferketten-Problemen rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftjahr nur noch mit einem Vorsteuergewinn von umgerechnet 34 bis 36 Millionen Euro. Sie gehe zwar davon aus, dass Studio Retail profitabel bleibe, sagt Analystin Caroline Gulliver vom Brokerhaus Stifel, Nicolaus & Co. Wegen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs stufe sie die Papiere aber auf „Hold“ zurück und senke das Kursziel auf 120 von 300 Pence.

09.35 Uhr – In der Hoffnung auf häufigere Siege steigen Anleger bei Juventus Turin ein. Die Aktien des italienischen Fußball-Erstligisten steigen um 6,2 Prozent. Der Verein warb den Stürmer Dusan Vlahovic beim Rivalen AC Florenz ab.

09.22 Uhr – Nach einer Gewinnwarnung droht den Aktien von Casino der größte Tagesverlust seit eineinhalb Jahren. Die Papiere der Supermarktkette fallen in Paris um fast acht Prozent. Vorläufigen Berechnungen zufolge ist der operative Gewinn 2021 nicht wie erhofft gestiegen, sondern um 1,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro gefallen. Dies sei nur ein Vorgeschmack auf ein schwieriges Jahr 2022, warnt Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen sei hoch verschuldet und verliere seit Jahren Marktanteile. Im Sog von Casino büßen die Titel des Rivalen Carrefour drei Prozent ein.

09.10 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Continental. Die Aktien des Autozulieferers steigen um 3,4 Prozent auf 86,18 Euro. Die Experten der HSBC stuften die Titel auf „Buy“ von „Hold“ hoch und hoben das Kursziel auf 115 von 105 Euro an.

07.49 Uhr – Mit Käufen reagieren Anleger auf die Geschäftszahlen von Stabilus. Die Titel des Autozulieferers steigen vorbörslich um knapp drei Prozent. Der operative Gewinn liege zwar leicht unter den Erwartungen, sagt ein Börsianer. „Die Aktien sind letzte Woche aber recht schnell gefallen.“ Sie waren um insgesamt 14 Prozent eingebrochen. 

31. Januar: Der Börsen Vormittag

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