Donnerstag, August 13, 2026
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Trotz scharfer Kritik will EU-Kommission Öko-Label für Atom und Gas

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Brüssel/Berlin, 02. Feb (Reuters) – Die EU-Kommission bleibt trotz scharfer Kritik aus vielen Ländern bei ihren Plänen, Atomkraft und Erdgas zumindest unter bestimmten Kriterien ein Öko-Label zu geben. Mit der sogenannten Taxonomie, die am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wurde, sollen Finanzströme gezielt in nachhaltige Technologien fließen.

Für die Bundesregierung dürften die Änderungen bei Gaskraftwerken wichtig sein, um den Übergang zu erneuerbaren Energien verlässlich gestalten zu können. Umweltverbände sprachen von einer Mogelpackung. Klagen gegen die EU-Pläne stehen bereits im Raum.

EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis twitterte, Atom und Gas seien als Brückentechnologien wichtig. Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness sprach von einem schwierigen Übergang hin zu Klimaneutralität, die in der EU bis 2050 geplant ist.

Konkret sollen jetzt beispielsweise Gaskraftwerke in diesem Jahrzehnt als „grün“ gelten, wenn sie ein CO2-Emissionslimit von 270 Gramm je Kilowattstunde nicht überschreiten. Dies ist auch möglich, wenn sie über einen Zeitraum von 20 Jahren bestimmte Werte nicht überschreiten.

Damit können auch Gaskraftwerke als nachhaltig gelten, die erst später auf klimafreundlichere Produktionsweisen umstellen oder später nur noch teilweise genutzt werden. Sie sind verpflichtet, bis 2035 auf CO2-ärmere Produktionsweisen umzustellen. Das war zunächst ab 2026 angedacht. Neue Atomkraftwerke müssen für ein Öko-Label eine Baugenehmigung vor 2045 bekommen. Außerdem müssen die Länder, in denen sie entstehen, bis 2050 einen Plan und die finanziellen Mittel haben, radioaktive Abfälle sicher zu entsorgen.

Scharfe Kritik kam aus Österreich: „Atomkraft ist weder ‚grün‘ noch nachhaltig. Ich kann die Entscheidung der EU nicht nachvollziehen“, twitterte Kanzler Karl Nehammer. Rechtliche Schritte dagegen würden geprüft. Auch Luxemburg hatte zuletzt eine Klage in Erwägung gezogen. Die Lobbyorganisation Finanzwende forderte auch die deutsche Regierung auf, der Taxonomie eine klare Absage zu erteilen und notfalls zu klagen. Die EU-Kommission trete wissenschaftliche Erkenntnisse mit Füßen.

Umweltverbände sprachen von einem „Greenwashing“, also einem Öko-Label für eigentlich nicht nachhaltige Produkte und Investments. So könnten Milliarden in Atom- und Gaskraftwerke fließen, die dann für erneuerbare Energien fehlten.

EU-Kommission

VETO IN DEN NÄCHSTEN MONATEN? EHER NICHT

Kritiker monieren, dass mit Atom und Gas die Taxonomie, die ab Anfang 2023 gelten soll, an Glaubwürdigkeit verliert und am Ende von Investoren am Kapitalmarkt gar nicht akzeptiert werden könnte. Das EU-Parlament und die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben nun vier Monate Zeit, die Pläne noch zu verhindern, was allerdings nicht als wahrscheinlich gilt.

Dafür bräuchte es eine Mehrheit im Europäischen Parlament oder ein Veto von 20 der 27 EU-Länder. Der Sprecher der Bundesregierung wollte sich nicht konkret äußern. Die grundsätzliche Position Deutschlands sei bekannt, die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig halte man für falsch.

Die Grünen im Europäischen Parlament teilten mit, 353 Stimmen seien für ein Veto nötig, knapp 250 hätten sie zusammen. „Es gibt noch eine Chance, dies zu stoppen“, sagte der deutsche Abgeordnete Michael Bloss. Der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse, sprach dagegen von einem fairen Kompromiss. Wichtig für Deutschland sei, dass die Konditionen für Investitionen in Gaskraftwerke verbessert worden seien. „Der Einstieg in eine wasserstoffbasierte Wirtschaft wird so gelingen.“

Frankreich ist zu rund 70 Prozent abhängig von Atomstrom und hat durchgesetzt, Atomkraft in die Taxonomie aufzunehmen. Dies sei entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen. Für andere EU-Länder wie Polen oder Bulgarien ist Gas wichtig, um von der noch klimaschädlicheren Kohle wegzukommen. 

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Baerbock stellt Mali-Einsatz nach diplomatischer Eskalation infrage

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Berlin, 02. Feb (Reuters) – Außenministerin Annalena Baerbock hat den Mali-Einsatz der Bundesregierung infrage gestellt. „Angesichts der jüngsten Schritte der malischen Regierung müssen wir uns ehrlich fragen, ob die Voraussetzungen für den Erfolg unseres gemeinsamen Engagements weiter gegeben sind“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch der „Süddeutschen Zeitung“.

Baerbock reagierte damit auf massive Spannungen zwischen der einstigen Kolonialmacht Frankreich und der malischen Militärregierung. Die malische Militärjunta hatte den französischen Botschafter und auch dänische Soldaten ausgewiesen.

Baerbock

Die Bundesregierung hatte Frankreich am Dienstag ihre Solidarität versichert. Die französische Regierung kündigte an, bis Mitte Februar mit den EU-Partnern über die künftige Militärpräsenz in dem Land beraten zu wollen.

Die EU-Staaten haben auch scharf kritisiert, dass die Militärregierung russische Söldner angeheuert hat. Rund 1000 Bundeswehrsoldaten sind als Teil einer UN-Friedenstruppe in Mali stationiert. Weitere rund 350 Soldaten aus Deutschland sind an einer europäischen Ausbildungsmission beteiligt.

Baerbock stellt Mali-Einsatz nach diplomatischer Eskalation infrage

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General Motors forciert Wechsel in die E-Mobilität

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Detroit, 02. Feb(Reuters) – Im Rennen um einen Spitzenplatz in der Elektromobilität erhöht General Motors die Schlagzahl. Der im vergangenen Jahr auf Rang zwei unter den US-Autobauern abgerutschte Detroiter Konzern kündigte am Dienstag nach US-Börsenschluss an, mehr als die zuvor bis 2025 geplanten 35 Milliarden Dollar zu investieren, um die Einführung neuer Elektrofahrzeuge zu beschleunigen.

Investitionen in Technologie hätten Vorrang vor höheren Gewinnen, erklärte GM. Für dieses Jahr stellte der US-Autobauer ein Betriebsergebnis zwischen 13 bis 15 Milliarden Dollar in Aussicht. Damit könnte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr sowohl sinken als auch steigen. Für Unsicherheit bei der Prognose sorgen steigende Rohstoff- und Logistikkosten.

Dabei sieht General Motors ein Entspannung in der weltweiten Chip-Knappheit: „Angesichts der sich verbessernden Aussichten für Halbleiter in den USA und China erwarten wir, dass unsere Ergebnisse 2022 stark bleiben“, erklärte das Unternehmen. 2021 steigerte GM den Betriebsgewinn (Ebit) um fast die Hälfte auf 14,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Reingewinn von zehn Milliarden Dollar, ein Plus von 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 127 Milliarden Dollar.

GM profitierte unter anderem von höheren Preisen für Pickups und SUV sowie robusten Geschäften seiner Finanz- und Leasingtochter. Auch eine milliardenschwere Ausgleichszahlung des südkoreanischen Batterielieferanten LG Electronics für den Massenrückruf des Elektroautos Chevrolet Bolt sorgte dafür, dass GM auf Kurs blieb.

General Motors

SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Konzernchefin Mary Barra will nun das Angebot an erschwinglichen Elektroautos kräftig ausweiten. Dies sei ein Schlüssel zum Erfolg, sagte sie. Der Konzern will nächstes Jahr den elektrischen SUV Equinox der Marke Chevrolet für 30.000 Dollar auf den Markt bringen und arbeitet an einem weiteren, günstigeren Fahrzeug. Damit stößt General Motors in ein Segment vor, das der Rivale Tesla nicht besetzt.

Elon Musk hatte vergangene Woche erklärt, Tesla arbeite nicht an einem Wagen zum Einstiegspreis von 25.000 Dollar. 2020 hatte er noch angekündigt, die selbst entwickelte Batterietechnologie versetze Tesla in die Lage, in drei Jahren E-Autos zu diesem Preis anzubieten. Dies würde die Konkurrenz weiter unter Druck setzen.

Kehrseite der Medaille einer stärker auf günstigere E-Autos ausgerichteten Strategie sind niedrigere Margen. Das zeigt sich in der zurückhaltenden Gewinnprognose von GM. Der Autobauer peilt in diesem und im nächsten Jahr die Auslieferung von 400.000 Elektrofahrzeugen in Nordamerika an. In der Heimatregion sollen bis zur Mitte des Jahrzehnts 20 Elektromodelle auf den Markt kommen, weltweit sind es 30.

Seine über viele Jahrzehnte gehaltene Position als Nummer eins auf dem US-Markt hatte GM wegen des Halbleitermangels im vergangenen Jahr an Toyota verloren. Während der US-Konzern im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Fahrzeuge absetzte, kam der japanische Rivale auf 2,3 Millionen Einheiten. 

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Scania scheitert mit Klage gegen Strafe im Lkw-Kartell

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Frankfurt, 02. Feb (Reuters) – Die Volkswagen-Tochter Scania hat den Rechtsstreit über eine hohe Geldbuße wegen des Lkw-Kartells vor dem EU-Gericht in Luxemburg verloren. Die Klage werde abgewiesen und die verhängte Geldbuße von rund 880 Millionen Euro bestätigt, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Scania hatte den Bußgeldbeschluss von 2017 angefochten, weil dieser auf den selben Beweisen beruhte wie ein Vergleichsverfahren der EU-Kommission mit anderen am Kartell beteiligten Herstellern. An diesem hatten sich die Schweden zunächst auch beteiligt, dann aber einen Rückzieher gemacht. Das zweigleisige Vorgehen der EU sei rechtmäßig, erklärte das EU-Gericht.

Scania

Die EU-Kommission hatte 2016 gegen die vier europäischen Lkw-Hersteller Daimler, Volvo, Iveco und DAF wegen Preisabsprachen eine Rekordstrafe von fast drei Milliarden Euro verhängt. Auf Daimler als Marktführer entfiel mit etwa einer Milliarde Euro der größte Teil. Das Bußgeld gegen Scania wurde 2017 verhängt. Der Scania-Schwester MAN wurde die Strafe nach der Kronzeugenregelung erlassen, weil sie das Kartell verraten hatte. Das illegale Bündnis bestand der EU zufolge von 1997 bis zur ersten Razzia der Behörde 2011.

Bis 2004 hätten sich Mitglieder der höchsten Führungsebene am Rande von Messen oder Konferenzen abgesprochen mit dem Ziel, den Wettbewerb am Lkw-Markt in Europa zu beschränken. 

Scania scheitert mit Klage gegen Strafe im Lkw-Kartell

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Auf Technologiekonferenz LEAP22 in Saudi-Arabien wurden Milliarden-Investitionen für Tech-Sektor angekündigt

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LEAP22

Saudi-Arabien hat heute Investitionen in Höhe von mehr als 6,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 5,69 Milliarden Euro) in Zukunftstechnologien und für Unternehmensgründungen angekündigt, die die Position des Königreichs als größte digitale Wirtschaft der MENA-Region (Middle East North Africa) weiter festigen sollen. Die Ankündigungen erfolgten während des Eröffnungstages der internationalen Technologiekonferenz LEAP22, die vom 1. bis 3. Februar in Riad stattfindet.

Zu den Investitionen und Initiativen gehören die Auflegung des Prosperity7-Fonds von Aramco Venture mit einer Milliarde US-Dollar und eine Milliardeninvestition von NEOM Tech & Digital mit Schwerpunkt auf Zukunftstechnologien. Im Rahmen dieser Investition kündigte NEOM die Entwicklung des weltweit ersten kognitiven Metaversums XVRS an, sowie mit M3LD eine personalisierte Plattform für das Datenmanagement, die dem Nutzer die Kontrolle über seine Daten gibt.

Das Investitionsvorhaben MENA Hub von STC in Höhe von einer Milliarde US-Dollar soll die regionale Konnektivität und Infrastruktur des schnell wachsenden digitalen und Cloud-Sektors Saudi-Arabiens unterstützen.

Im Rahmen von LEAP22 wurde „The Garage“ von dem Wissenschaftszentrum KACST (King Abdulaziz City for Science and Technology) ins Leben gerufen, eine Plattform für Start-ups, Investitionen und Unternehmensgründer. The Garage wird Dienstleistungen für lokale und internationale Start-ups schaffen, um ihnen zu helfen, sich zu führenden Technologieunternehmen zu entwickeln.

Die J&T Express Group, eines der weltweit am schnellsten wachsenden Logistikunternehmen, kündigte zusammen mit eWTP Arabia Capital und anderen Partnern eine Investition von zwei Milliarden US-Dollar an. Im Zuge dieser Investition wird J&T seinen MENA-Hauptsitz in Riad eröffnen und ein umfangreiches Netz intelligenter Logistik- und Vertriebseinrichtungen aufbauen, die Saudi-Arabien als regionales Zentrum für fortschrittliche Logistik ausbauen werden.

Saudi-Arabien ist der größte Technologiemarkt in der MENA-Region, mit einem Technologiesektor im Wert von mehr als 40 Milliarden US-Dollar. Die auf der LEAP angekündigten neuen Investitionen sind Teil der laufenden Pläne des Königreichs, sich in eine innovationsbasierte Wirtschaft zu verwandeln, die das Land bereits zu einem der am schnellsten wachsenden Märkte für Fintech und digitale Inhalte in der Region gemacht hat.

„Diese Investitionen und Initiativen sind Ausdruck der Bemühungen des Königreichs um das Wachstum der digitalen Wirtschaft zum Wohle der Menschen, des Planeten und des Wohlstands in der MENA-Region. Sie markieren die nächste Stufe des Wachstums der digitalen Wirtschaft in Saudi-Arabien, dem größten Technologie- und Digitalmarkt der MENA-Region“, sagte S.E. Eng. Abdullah Alswaha, saudischer Minister für Kommunikation und Informationstechnologie.

In seiner Rede zur LEAP22-Konferenz wies der Minister darauf hin, dass Saudi-Arabien mit über 318.000 Arbeitsplätzen im Technologiesektor und einer in den letzten Jahren auf 28 % gestiegenen Frauenquote in der IKT-Branche regional führend ist.

In Saudi-Arabien werden auch einige der größten Investitionen in die Cloud-Technologie getätigt. Führende Hyperscale-Cloud-Anbieter wie Google, Alibaba, Oracle und SAP haben im Königreich über 2,5 Milliarden US-Dollar in Cloud-Lösungen investiert. Unternehmensgründungen in Saudi-Arabien werden durch Risikokapitalinvestitionen gefördert, die im Jahr 2021 die Summe der Jahre 2019 und 2020 übersteigen.

LEAP22 wird das weltweit größte Premieren-Technologie-Event sein. Teilnehmer erwartet eine globale Plattform für das gesamte Innovations-Ökosystem, das Pioniere und Innovatoren mit führenden Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie mit Investoren zusammenbringt, um die Technologien der Zukunft zu erleben.

Weitere Informationen zu LEAP22 (#LEAP22) sind abrufbar unter: www.OneGiantLeap.com sowie auf den Social-Media-Kanälen @leapandinnovate auf InstagramTwitterFacebookYouTubeLinkedIn und Snapchat.

Quelle Hill+Knowlton Strategies GmbH

Channable sichert sich 55 Millionen Euro in  Serie-B-Finanzierungsrunde

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channable

Channable sichert sich 55 Millionen Euro in  Serie-B-Finanzierungsrunde geführt von Partech zur Skalierung des E-Commerce-Marketings für Agenturen und Händler 

Die Investition dient der Expansion in D-A-CH und den USA, der Forschung und Entwicklung sowie dem Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten

Channable, weltweit führender Anbieter von E-Commerce-Lösungen für Feed Management und SEA-Automatisierung für digitale Marketer, Marken und Online-Händler, gibt bekannt, dass das Unternehmen eine Serie-B-Finanzierung in Höhe von 55 Millionen Euro erhalten hat, die von Partech und dem bestehenden Investor Peak geleitet wird. Diese jüngste Kapitalrunde treibt die globale Expansion voran – insbesondere an den neu eröffneten Standorten in Berlin und New York, beschleunigt die R&D-Aktivitäten des Unternehmens und baut gleichzeitig die globale Vertriebs- und Marketingdynamik aus. 

Channable wurde 2014 von Rob van Nuenen, Stefan Hospes und Robert Kreuzer gegründet und ermöglicht es E-Commerce-Unternehmen auf der ganzen Welt, ihre Produkte online effektiv zu verkaufen und zu bewerben. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen weltweit über 6.000 Kunden gewonnen, die täglich mehr als 55 Milliarden Artikel auf 2.500 lokalen und globalen Marketingkanälen wie Vergleichsseiten, Marktplätzen, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken vermarkten. Im Vergleich zum Vorjahr weist Channable ein Wachstum von 91 Prozent und eine Steigerung der Mitarbeiterzahl um 60 Prozent vor.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Rob, Robert, Stefan und dem Team von Channable.“, sagt Bruno Crémel, General Partner bei Partech. „Der Übergang zum Multichannel-Handel und die Konvergenz von Marketing- und Handelskanälen schafft Komplexität für Händler. Die leistungsstarken und dennoch einfach zu bedienenden Lösungen von Channable ermöglichen es Marken und Einzelhändlern, ihr Publikum effizient zu erreichen und ihren Umsatz zu steigern. Wir sind stolz darauf, mit diesem Team zusammenzuarbeiten, während es wächst und in neue Märkte expandiert – insbesondere in Europa und Nordamerika.“

Zur Unterstützung seiner Expansionsbemühungen hat Channable den Branchenveteranen Michael O’Neal eingestellt, der das US-Büro in New York leitet. Als VP of Business Development wird Michael O’Neal die Vertriebsbemühungen in den USA leiten, um den Umsatz von Channable im Jahr 2022 zu steigern.

„E-Commerce-Unternehmen haben mit steigenden Produkt- und Datenmengen zu kämpfen. Channable entwickelt weiterhin die notwendigen Lösungen, die es diesen Unternehmen ermöglichen, ihr Geschäft zu skalieren, Prozesse einfacher zu handhaben und zu wachsen.“, sagt Stefan Bary, Managing Partner bei Peak. „Wir freuen uns darauf, das Wachstum des Unternehmens mit seiner erstklassigen Technologie weiter voranzutreiben, da seine Vision einen positiven Einfluss auf die Arbeit von digitalen Marketern, Marken und Online-Händlern hat.“

Da der E-Commerce weiterhin exponentiell wächst, ist die digitale Marketingbranche zunehmend mit der immensen Menge an Produkten konfrontiert, die täglich gelistet, beworben und vermarktet werden müssen. Die einzigartigen Lösungen von Channable umfassen das Produktfeed Management, die Automatisierung von Werbekampagnen, die Synchronisierung von Bestellungen und Lagerbeständen sowie die Preisgestaltung von Produkten in Echtzeit. 

„Wir wollen Channable als unverzichtbar für jedes E-Commerce-Unternehmen etablieren.“, sagt Rob Van Nuenen, Mitbegründer und CEO von Channable. „In Anbetracht der steigenden Nachfrage im E-Commerce kann es ohne die richtigen Tools kompliziert werden. Diese jüngste Finanzierungsrunde wird uns helfen, E-Commerce einfacher zu machen, indem wir mehr Kunden weltweit bedienen und gleichzeitig auf unserer innovativen, sofort einsetzbaren Technologie und unserem erstklassigen Support aufbauen. Wir sind stolz darauf, Partner wie Partech und Peak zu haben, die ihr umfangreiches Wissen einbringen, um Unternehmen wie Channable auf die nächste Stufe zu bringen.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle HBI Helga Bailey GmbH

Ausgabenwünsche der Ampel explodieren – Lindner fordert mehr Disziplin

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Ampel Exporte

Berlin, 02. Feb (Reuters) – Die Ausgabenwünsche der Ampel-Parteien laufen nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums aus dem Ruder. „Gerade in Zeiten tendenziell steigender Zinsen muss die Politik Prioritäten setzen“, sagte Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Bereits in diesem Jahr rate ich nachdrücklich zu Ausgabendisziplin.“

Nach Angaben aus Regierungskreisen haben für den Zeitraum bis 2026 alle Ministerien zusammen fast 400 Milliarden Euro mehr Ausgaben angemeldet als bisher vorgesehen. Allein für 2022 seien es rund 70 Milliarden Euro. Das „Handelsblatt“ hatte zuerst über diese Größenordnungen berichtet. Besonders hohe Ausgabenwünsche kommen der Zeitung zufolge aus dem Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sowie Verkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Im Umfeld des Finanzministeriums hieß es, die Wünsche seien nicht finanzierbar. Die Vorgaben aus der bisherigen mittelfristigen Finanzplanung würden weiterhin gelten. Außerdem solle die in der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Schuldenbremse ab 2023 wieder eingehalten werden. Das kommt einer Vollbremsung gleich. Neue Schwerpunkte könne es nur durch Einsparungen an anderer Stelle geben.

Ampel
Foto: Christian Lindner Copyright © Laurence Chaperon

Das Finanzministerium will den Haushalt für 2022 und die mittelfristige Finanzplanung am 9. März ins Kabinett bringen. In den nächsten Wochen sollen die Details geklärt werden. Spannend wird vor allem, ob Lindner die geplante Neuverschuldung von rund 100 Milliarden Euro bestätigt oder doch erhöhen muss. Im Finanzministerium gilt das Ziel als erreichbar, allerdings auch als sehr ambitioniert.

Am Dienstag hatte Lindner Mehrausgaben von rund fünf Milliarden Euro für die Aufhebung des KfW-Förderstopps für energieeffizientes Bauen zugestimmt. Außerdem sind weitere Corona-Hilfen für Firmen womöglich nötig, vor allem Überbrückungszuschüsse und länger gewährtes Kurzarbeitergeld. Außerdem verursacht die Pandemie weiterhin hohe Extrakosten in den Krankenhäusern.

Ausgabenwünsche der Ampel explodieren – Lindner fordert mehr Disziplin

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Volkswirte zum neuen Rekordhoch der Inflation in Euro-Zone

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Inflation

Berlin/Brüssel, 02. Feb (Reuters) – Die Inflation im Euro-Raum ist zu Jahresbeginn überraschend auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dienstleistungen und Waren kosteten im Januar durchschnittlich 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang auf 4,4 nach 5,0 Prozent im Dezember gerechnet. Sie sagten in ersten Kommentaren:

THOMAS GITZEL, VP BANK:

„EZB-Chefin Christine Lagarde werden die Inflationsdaten nicht gefallen. Die Inflationsentwicklung geht immer noch nicht in die richtige Richtung. Die ohnehin schon laute Kritik aus Deutschland dürfte nicht abreißen. Trost mag hingegen sein, dass zumindest unter Herausrechnung der volatilen Energie- und Lebensmittelpreise die Teuerungsrate fiel. Der Anstieg der Kernrate um 2,3 Prozent ist nicht weit vom EZB-Ziel von zwei Prozent entfernt. Dies wird Lagarde nach der morgigen EZB-Notenbanksitzung besonders betonen. Der geldpolitische Kurs dürfte deshalb bestätigt werden.“

FRITZI KÖHLER-GEIB, KFW:

„Der erste Datenpunkt des neuen Jahres zeigt einen erneuten Anstieg der Inflationsrate. In erster Linie erklärt sich das mit der Weitergabe der sehr hohen Energiepreise an die Verbraucher. Im Jahresverlauf ist zwar weiterhin damit zu rechnen, dass die monatliche Teuerungsrate absinkt. Wie schnell es geht, hängt aber davon ab, wie schnell sich die Lieferengpässe und die Energiepreise entspannen. Vor allem durch die Omikron-Variante werden neue Störungen in den Lieferketten wahrscheinlicher. Falls ein merklicher Abwärtstrend bei der Inflationsrate ausbleibt, steigt jedenfalls der Druck auf die Lohnverhandlungen zu höheren Abschlüssen und damit auch die Gefahr von Zweitrundeneffekten. In diesem Fall rechne ich mit einer früher als aktuell kommunizierten Reaktion der Geldpolitik.“

Inflation

ROBERT GREIL, MERCK FINCK:

„Die Inflation in der Euro-Zone hat mit einer Rate von 5,1 Prozent die Erwartungen der Marktteilnehmer übertroffen. Der Wegfall von Basiseffekten, auf den die EZB gesetzt hatte, dämpfte die Inflationsrate weniger als erwartet. Die EZB gerät damit weiter unter Druck, ihre Geldpolitik schneller zu straffen. Der durch die geopolitischen Spannungen angeheizte Anstieg der Rohstoffpreise hat die Lage für die Notenbank weiter verkompliziert.“

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE PRIVATBANK:

„Der Anstieg der Inflationsrate ist ein erneuter Nackenschlag. Statt zu sinken, ist die Inflationsrate nochmals etwas gestiegen. Klarer Spielverderber waren nahezu ausschließlich die Energiepreise. Auch wenn es noch immer nach einem temporären Inflationsanstieg aussieht, bleiben Aufwärtsrisiken gerade von dieser Seite vorerst dominant. Gegen den Anstieg der Energiepreise ist die EZB machtlos. Aus ihren Wertpapierkäufen wird sie daher kaum schneller aussteigen.“

RALF UMLAUF, HELABA:

„Die nationalen Datenveröffentlichungen hatten darauf hingewiesen, dass die Inflationsrate in der Euro-Zone höher als gedacht ausfallen würde. Der Anstieg überrascht dennoch deutlich auf der Oberseite. Insofern bleibt der Druck auf die EZB erhalten, schneller auf die Teuerungswelle zu reagieren, als dies bisher avisiert wird. Spannend ist, ob die EZB-Präsidentin morgen auf der Pressekonferenz erneut betont, dass Zinserhöhungen in diesem Jahr sehr unwahrscheinlich seien. Die Marktteilnehmer haben derweil die Zinserhöhungserwartungen zum Ende dieses Jahres forciert und werden sich durch die aktuellen Zahlen bestätigt sehen.“

JÖRG KRÄMER, CHEFÖKONOM COMMERZBANK:

„Mit 5,1 Prozent liegt die Inflation im Januar meilenweit über den 4,1 Prozent, die die EZB für das erste Quartal prognostiziert. Die unerwartet hohe Teuerungsrate ist ein Nackenschlag für die EZB. Sie sollte die massiv gestiegenen Inflationsrisiken endlich anerkennen und geldpolitisch den Fuß vom Gas nehmen.“ 

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Salzgitter beschleunigt Umstellung auf CO2-arme Stahlerzeugung

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Hamburg, 02. Feb (Reuters) – Salzgitter beschleunigt die Umstellung der Stahlproduktion auf CO2-arme Verfahren. 2025 solle der erste Hochofen durch Verfahren unter Einsatz von Wasserstoff und Erdgas ersetzt werden, teilte der Thyssenkrupp-Rivale am Mittwoch mit.

Bereits im Jahr 2033 wolle Salzgitter keinen Hochofen mehr betreiben. Vorstandschef Gunnar Groebler hatte als Ziel in einem Zeitungsinterview unlängst einen nicht näher konkretisierten Zeitpunkt Mitte der 2030er genannt. Dann solle der CO2-Ausstoß in der Stahlproduktion um 95 Prozent reduziert werden. Ursprünglich hatte Salzgitter dies erst für 2045 in Aussicht gestellt.

Stahl

Groebler begründete die schnellere Umstellung bei der Präsentation der neuen Strategie damit, dass sich die Marktbedingungen durch die Klimadebatte und die schärferen Ziele der Politik zur CO2-Senkung dynamisch veränderten.

Neben der Umstellung auf klimaschonende Stahlerzeugung wolle Salzgitter die Aktivitäten im Schrottrecycling ausweiten und den Strombezug aus regenerativen Quellen erhöhen.

Mit Blick aufs Geschäft sagte Finanzvorstand Burkhard Becker: „Wir werden in bestehenden Geschäftsfeldern wachsen und wollen bis 2025 den jährlichen Umsatz auf über elf Milliarden Euro ausbauen.“ Die laufenden Programme zur Ergebnisverbesserung sollen fortgesetzt werden. Daraus will Salzgitter ab 2026 jährlich zusätzlich 150 Millionen Euro Gewinn schöpfen. 

Salzgitter beschleunigt Umstellung auf CO2-arme Stahlerzeugung

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

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Wiener Raiffeisen Bank denkt nicht an Rückzug aus Russland

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Wien, 02. Feb (Reuters) – Die in Russland aktive Raiffeisen Bank International (RBI) denkt trotz der drohenden Sanktionen gegen das Land nicht an einen Verkauf der dortigen Tochterbank. „Wir stellen derzeit keine derartigen Überlegungen an“, sagte Bankchef Johann Strobl am Mittwoch. Einen Abwertungsbedarf in Russland oder der Ukraine sieht der Manager nicht, da die Töchter seinen Worten zufolge sehr gut verdienen würden. Allerdings habe die Bank mit Blick auf das Sanktionsrisiko Vorsorgen in Höhe von 115 Millionen Euro gebildet.

Raiffeisen Bank

Insgesamt ist die RBI laut Strobl in Russland mit unter zwei Prozent Marktanteil eine sehr kleine Bank. Die Tochterbank zähle vier Millionen Kunden, darunter viele Privatkunden. Zudem sei man auf kleinere und mittlere Firmen fokussiert, bei den großen russischen Unternehmen spiele die RBI keine bedeutete Rolle, sagte der Manager. Russland ist allerdings der wichtigste Einzelmarkt der RBI und habe zuletzt einen Gewinn nach Steuern von 474 Millionen Euro abgeliefert. Das gesamte Exposure der Bank in Russland beläuft sich auf 22,85 Milliarden Euro. 

Wiener Raiffeisen Bank denkt nicht an Rückzug aus Russland

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