OECD – Krieg in Ukraine bremst globales Wachstum und treibt Inflation

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Berlin, 17. Mrz (Reuters) – Der Krieg in der Ukraine wird nach Ansicht der OECD die globale Konjunktur bremsen und die Inflation hochtreiben. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte wegen des Konflikts 2022 um mehr als einen Prozentpunkt niedriger ausfallen, erklärte die Industriestaaten-Gruppe am Donnerstag. Zudem könnte sich „die bereits zu Jahresbeginn hohe Inflation um mindestens zwei weitere Prozentpunkte erhöhen“. Die Rohstoffpreise seien drastisch gestiegen und auf Russland und die Ukraine zusammen entfalle rund ein Drittel der weltweiten Weizenexporte. „Störungen bei der Weizen-, Mais- und Düngemittelversorgung bedeuten eine Gefahr für die weltweite Ernährungssicherheit und drohen, den Hunger zu verschlimmern.“

Die anziehenden Preise für Metalle könnten in vielen Wirtschaftszweigen für Probleme sorgen, wie etwa im Flugzeug- und Fahrzeugbau sowie in der Halbleiterproduktion. „Die durch den Krieg ausgelöste Angebotsverknappung bei Rohstoffen verschärft die pandemiebedingten Lieferstörungen“, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der russische Einmarsch in die Ukraine verteuert bereits Energie spürbar und treibt damit die Inflation nach oben. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland 2022 wegen des russischen Krieges auf 2,1 Prozent gesenkt und damit fast halbiert. Der Konflikt verschärft auch die schon bestehenden Probleme für die stark vernetzte deutsche Industrie. Rund 60 Prozent der Unternehmen melden zusätzliche Störungen in der Lieferkette und Logistik als Folge des Krieges, wie aus Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervorgeht.

OECD – Krieg in Ukraine bremst globales Wachstum und treibt Inflation

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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