Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, sieht in den von Polen angekündigten Grenzkontrollen eine Konsequenz der durch die deutschen Kontrollen ausgelösten Entwicklung.
„Es war zu erwarten, dass Polen bei den Grenzkontrollen nachzieht“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das sei eine „ganz klassische Folgereaktion“. Denn Belgien habe ja auch schon nachgezogen. „Es entsteht das, was alle befürchtet hatten: Die Nationalstaaten schotten sich ab, weil es keine gemeinsame Lösung gibt.“
Kopelke fügte hinzu: „Meine Erwartung ist, dass man nicht in Nationalstaaten denkt, sondern europäische Lösungen forciert. Wir dürfen die gute polizeiliche Zusammenarbeit nicht nur durch politische Spielchen gefährden.“
Foto: Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung zweier Londoner Fondsmanager wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften bestätigt. Das teilte der BGH am Dienstag mit.
Das Landgericht Bonn hatte die Angeklagten jeweils wegen Steuerhinterziehung zu Freiheitsstrafen von vier Jahren und zehn Monaten beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Sie hatten im Jahr 2010 durch außerbörsliche Future-Kontrakte und unrichtige Angaben beim Finanzamt nicht gezahlte Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt etwa 92 Millionen Euro anrechnen und „erstatten“ zu lassen. Beide Angeklagten erhielten für ihre Beteiligung an den Geschäften jeweils rund 1,9 Millionen Euro, die das Landgericht im Urteil eingezogen hat.
Die Revisionen der Angeklagten, die auf Sach- und Verfahrensrügen gestützt waren, wurden vom Bundesgerichtshof verworfen. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig (Beschluss vom 27. Mai 2025 – 1 StR 364/24).
Foto: Bundesgerichtshof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlin und Luxemburg wollen eine engere Kooperation bei den derzeit laufenden Grenzkontrollen prüfen.
„Wir müssen zurzeit Grenzkontrollen machen, weil der Schutz der europäischen Außengrenzen nicht hinreichend gewährleistet ist“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag nach einem Treffen mit dem luxemburgischen Premierminister Luc Frieden im Bundeskanzleramt. Man wisse, dass das eine Maßnahme „auf Zeit“ sei und „zum Teil auch im Grenzverkehr Einschränkungen“ mit sich bringe.
„Wir wollen diese Einschränkungen so klein wie möglich halten“, so Merz. Die Innenminister beider Länder sollen demnach prüfen, Kontrollen im Hinterland der jeweiligen Grenzen gemeinsam durchzuführen. „Also wir sind uns im Ziel völlig einig, dass wir die irreguläre Migration und den illegalen Grenzübertritt bekämpfen müssen. Das wollen wir tun, aber wir wollen das mit Mitteln tun, die diejenigen so wenig wie möglich beeinträchtigen“, so Merz.
Frieden sagte, dass er „großes Verständnis“ für einige Maßnahmen habe, die die neue Bundesregierung im Kampf gegen illegale Migration und gegen Schleuser eingeleitet hat. „Wir teilen diese Sorgen und ich begrüße es, dass auf unsere Anweisung die beiden Innenminister Deutschlands und Luxemburgs sehr eng miteinander kooperieren.“ Ziel sei eine „verstärkte Polizeikooperation“, die „auch dazu führen kann, dass die Grenzkontrolle durch verstärkte Polizeikooperation vermindert oder abgeschafft werden können“, so der Premierminister.
Foto: Luc Frieden und Friedrich Merz, via dts Nachrichtenagentur
Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – In Dänemark ist auf Betreiben der deutschen Sicherheitsbehörden ein Däne wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit für den Iran festgenommen worden. Die Festnahme sei bereits am Donnerstag in Aarhus erfolgt, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag mit.
Der Beschuldigte soll für einen iranischen Geheimdienst Informationen über jüdische Einrichtungen und Personen in Berlin gesammelt haben. Laut Haftbefehl erhielt Ali S. Anfang 2025 den Auftrag, in Berlin Informationen zu beschaffen. Im Juni 2025 soll er drei Objekte ausgespäht haben, was möglicherweise der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen diente. Die Ermittlungen könnten auf mögliche Anschläge gegen jüdische Ziele hinweisen, so die Bundesanwaltschaft.
Das Verfahren geht auf Erkenntnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz zurück. Das Bundeskriminalamt ist mit den polizeilichen Ermittlungen beauftragt. Nach seiner Überstellung aus Dänemark soll der Beschuldigte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.
Foto: Festnahme mit Handschellen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesgerichtshof hat die Revisionen von sieben Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg wegen Kokain-Schmuggels weitgehend verworfen. Das teilte der BGH am Dienstag mit. Die Angeklagten waren wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu Gesamtfreiheitsstrafen zwischen sechs Jahren und drei Monaten und 15 Jahren verurteilt worden.
Nach den Feststellungen des Landgerichts hatten sich neun der elf Angeklagten zusammengeschlossen, um Kokain aus Südamerika, das in Seefrachtcontainern im Hamburger Hafen ankam, im Auftrag der Lieferanten zu bergen. Sie tauschten das Kokain gegen Ersatzladungen aus und übergaben es an unbekannte Empfänger. Die Angeklagten, darunter Angestellte von Hafenlogistik-Betreibern und Fuhrunternehmer, nutzten verschlüsselte Messengerdienste zur Kommunikation. Insgesamt ging es um knapp sechs Tonnen, hochreines Kokain.
Der Bundesgerichtshof stellte das Verfahren gegen einen Angeklagten hinsichtlich einer Tat ein und änderte den Schuldspruch entsprechend, ließ jedoch die Gesamtstrafe unberührt. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig (Beschluss vom 4. Juni 2025 – 5 StR 548/24).
Foto: Bundesgerichtshof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Fast jeder fünfte Deutsche beklagt Ungleichbehandlungen bei Ämtern und Behörden. Das ergab eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.
19 Prozent der Befragten bejahten demnach die Aussage, von staatlichen Stellen schlecht behandelt worden zu sein. Davon sind nicht alle gleich betroffen: Menschen mit familiärer Migrationsgeschichte (33 Prozent) sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten (30 Prozent) berichten überdurchschnittlich häufig von solchen Erfahrungen.
Die Befragten schilderten darüber hinaus auch Benachteiligungen durch die Polizei. So gaben 16 Prozent an, von der Polizei unfair behandelt worden zu sein. Auch hier fanden sich bei bestimmten Gruppen deutlich höhere Werte: Jeder vierte Befragte mit familiärer Migrationsgeschichte gab an, von der Polizei unfair behandelt zu werden. Menschen unter 36 Jahren sagen, deutlich häufiger unfaire Behandlung durch die Polizei erlebt zu haben (24 Prozent) als Ältere.
Auch zwischen den Geschlechtern zeigt sich ein Unterschied: Während 20 Prozent der Männer davon berichten, ist der Anteil unter den Frauen nur etwa halb so groß (elf Prozent). Insgesamt 51 Prozent aller Befragten waren zudem der Meinung, dass sich nicht alle gleichermaßen auf die Polizei verlassen können.
Bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind 2024 mehr als 11.400 Fälle eingegangen. Ein Viertel der geschilderten Diskriminierungsfälle entfiel auf staatliche Stellen, also Ämter und Behörden, Polizei und Justiz sowie den Bildungsbereich. Die Zahl dieser Anfragen hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt.
„Die Umfrage zeigt, dass nicht alle Menschen auf Ämtern und in Behörden gleich gut behandelt werden“, sagte die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman. Ein Viertel der Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes betreffen staatliche Diskriminierungen. „Das Problem ist, dass Betroffene sich kaum gegen solche Benachteiligungen wehren können, auch die Antidiskriminierungsstelle kann nicht tätig werden“, so Ataman. Denn der Diskriminierungsschutz im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gelte hier nicht.
Für die Umfrage wurden vom 21. November bis 8. Dezember 2023 insgesamt 2.000 Menschen in Deutschland interviewt. Dazu wurden zufällig generierte Festnetz- und Mobilfunknummern angerufen.
Foto: Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni 2025 um 188.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat sank sie leicht um 5.000 auf 2,914 Millionen Arbeitssuchende, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Saisonbereinigt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 11.000. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,2 Prozent.
„Am Arbeitsmarkt zeigen sich weiterhin Spuren der konjunkturellen Schwäche“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles in Nürnberg. Die Arbeitslosigkeit entwickele sich weiter ungünstig. „Und die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen bleibt gering.“
Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, sank saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 10.000 Personen: Sie lag im Juni bei 3,579 Millionen Personen, dies waren 40.000 mehr als vor einem Jahr.
Im sechsten Monat des Jahres waren 632.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 69.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im Juni 2025 unverändert bei 100 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet der BA-X einen Rückgang von neun Punkten.
968.000 Personen erhielten im Juni 2025 Arbeitslosengeld, 101.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag bei 3,929 Millionen. Gegenüber Juni 2024 war dies ein Rückgang um 76.000 Personen. 7,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.
Seit Oktober 2024 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 396.000 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 13.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. 172.000 von ihnen waren im Juni noch unversorgt. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen fällt mit 455.000 um 25.000 geringer aus als im Vorjahreszeitraum. 211.000 unbesetzte Berufsausbildungsstellen waren im Juni noch zu vermitteln.
Foto: Agentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Ein Bericht von Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg
Sattes Sonnenlicht fällt auf die alten Steinstufen von Schloss Burgscheidungen. Hoch oben über den grünen Terrassen des Unstruttals, wo sich Geschichte und Natur zu einem fast märchenhaften Bild verweben, stehen Gründerinnen, Visionärinnen, Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen aus aller Welt. Sie lachen, diskutieren, tauschen Ideen aus – mit Blick auf die weite Landschaft und noch weiter in die Zukunft. Ein Moment, in dem Zeit stillzustehen scheint. Und doch war es genau hier, wo sie schneller denn je weitergedacht wurde.
Vom 26. bis 29. Juni 2025 verwandelte sich das geschichtsträchtige Schloss – auch bekannt als „Crypto Castle“ – in ein pulsierendes Labor für regenerative Innovation. Eingeladen zum exklusiven Zebracorn Deep Tech Castle Retreat hatten die beiden Kurator*innen und Gastgeber Yip Thy Diep Ta und Kevin Varend. Mit sorgfältig ausgewählten internationalen Gästen – sogenannten Catalysts – schufen sie eine Atmosphäre, wie sie in der Tech- und Innovationsszene ihresgleichen sucht.
Gründerin Yip Thi Tha und Prof. Anabel Ternès von Hattburg
Regenerative Ambition statt Disruption
Im Zentrum der Begegnung stand die Idee der Zebracorn Economy – ein Gegenentwurf zum Unicorn-Narrativ des Silicon Valley. Zebracorns gründen nicht, um zu dominieren, sondern um zu regenerieren. Ihre Vision ist von Nachhaltigkeit, Kollaboration und gegenseitiger Wertschöpfung geprägt. Eine Haltung, die Gastgeberin Yip, kreative Impulsgeberin, Netzwerkerin auf internationalem Parkett und innovative Gründerin von J3D.AI Labs, mit großer Klarheit formulierte: „Nicht jeder Gründer will Disruption – manche wollen mit Impulsen in Bewegung bringen, verbinden, heilen.“
Ein Retreat, das vermeintliche Gegensätze evolutioniert
Alle Experten-Beiträge waren herausragend. Würde man die Zusammenfassungen wiedergeben, wäre dies ein eigenes Magazinformat. Es waren starke, unterschiedliche Formate. Immer wieder die Verbindung von Mensch, Menschlichkeit und Technologie. Krypto, KI, Blockchain, Inner Development Goals, … – hier ging es nicht um das Anbringen von Schlagworten, sondern um revolutionäre Sichtweisen, neue Perspektiven und ehrliche Diskurse.
In der Session „Nature as Nanotechnology“ wurde den Teilnehmenden eindrucksvoll vor Augen geführt, dass die ältesten Heilmethoden der Menschheit – Pflanzen, Pilze und die Erde selbst – noch immer zu den fortschrittlichsten “Technologien” zählen, die wir kennen. Natur als klügste Ingenieurin, deren feine Wirkmechanismen bislang keine moderne Technologie vollständig ersetzen konnte.
„Calm Leadership in a Chaotic World“ wiederum zeigte auf, dass Vertrauen nicht in Konferenzräumen entsteht, sondern in den leisen Zwischenräumen eines Gesprächs – in der Art, wie zugehört, wie innegehalten, wie mitgedacht wird. Dass Führung oft dort beginnt, wo Worte enden.
Verspielt und dabei gleichzeitig tiefgründig wurde es in „LEGO Bitcoin“. Mit Bausteinen, die für viele mit dem Kinderzimmer verbunden werden, wurden hier hochkomplexe Systeme wie Blockchain und Dezentralisierung entschlüsselt – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Genialität oft dort beginnt, wo Neugier auf Einfachheit trifft.
Am radikalsten wirkte auf viele „The FAKE Healthy Foods“ – ein aufrüttelnder Blick hinter die Fassade des modernen Wellness-Marktes. Die Experten stellten dar, wie vermeintlich „gesunde“ Produkte in Wahrheit leere Versprechen sind. Und dass wir oft vergessen haben, was echte Nahrung ausmacht: das, was Körper, Geist und Seele zugleich nährt.
Ort der Visionäre – Schloss Burgscheidungen als Symbol
Kein Ort hätte besser gepasst als das geschichtsträchtige Anwesen von Yanislav Malahov, auch bekannt als der „Godfather of Ethereum“. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Schloss nicht nur zu bewahren, sondern neu zu denken – als Ort für Zukunftsvisionen, getragen von Geschichte, Imagination und Verantwortung. Seine Philosophie spiegelt sich in jeder restaurierten Mauer, in jedem Detail, das mit Hingabe gestaltet wurde. https://www.cryptocastle.org
Menschlichkeit trifft Technologie
Der Spirit dieser Tage war geprägt von Tiefe, Offenheit und echter Verbindung. Die Abende verbrachten wir bei Kerzenlicht, in langen Gesprächen im Garten, am Feuer oder in einem der Burgräume, die mit ihren hohen Decken mit Ornamenten viel Platz zum kreativen Austausch ließen – mit Themen, die von Quantenphysik bis zur Frage reichten, ob Frieden nicht die am wenigsten entwickelte Technologie unserer Zeit ist. Auch wenn der Ort wie eine Einladung zum Zufälligen war – hier war jeder Teil, auch das Essen weit mehr als das. Von einer renommierten Berliner Chefköchin, Expertin für Fermentierung und Food Consultant zubereitet, waren die Speisen ein Ausdruck dessen, was in den Gesprächen und Workshops thematisiert wurde – Geschmacksoffenbarungen, die zeigten, wie moderne Küche Tradition und neueste Erkenntnisse des gesunden Essens vereint.
Und: Die Zebracorns, das wurde spürbar, sind keine Fabelwesen – sie sind Pioniere eines neuen Denkens: rational und intuitiv, datengetrieben und wertebasiert, bodenständig und utopisch.
Mein Schlussimpuls: Die Zukunft braucht Verbundensein
Als Teilnehmerin und Speakerin sprach ich zu einigen der 10 effektivsten Prinzipien vonLongevity und hatte die Ehre, den letzten Impuls dieser einzigartigen Tage zu geben. Mein Credo: „Die wahre Innovation liegt nicht in der Technologie selbst – sondern in der Art, wie wir sie nutzen, um mit Menschlichkeit eine lebenswerte Welt für alle zu gestalten.“
Denn was hier gemeinsam erlebbar wurde, ist mehr als ein Konferenzformat. Es ist der lebendige Beweis, dass Veränderung gelingt, wenn Menschen zusammenkommen, um nicht schneller, sondern tiefer zu denken. Schloss Burgscheidungen wurde durch die Organisatorenfür wenige Tage zum Ort, an dem das Morgen schon heute fühlbar wurde – ein Zuhause für Zebracorns, die bereit sind, mit leuchtenden Augen und wachem Herzen die Welt neu zu gestalten.
Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, Co-Editor der Fundscene, ist vielfach ausgezeichnete Zukunftsforscherin, Institutsleiterin, serielle Gründerin, Unternehmerin, TEDx-Speakerin, Bestsellerautorin, Radiomoderatorin und engagiert in Aufsichtsräten, dazu Vorständen und Gremien sozialer Organisationen, darunter Club of Rome, Club of Budapest, Muhammad Yunus Friends of Social Business.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.890 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, RWE und Vonovia, am Ende Heidelberg Materials, Rheinmetall und Porsche.
„Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage ist die aktuelle Konsolidierung im Dax mehr als gesund“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Der Schwung scheine für den Moment raus, ein Indexstand über 24.000 Punkten attraktiv für Gewinnmitnahmen und echte positive Impulse seien derzeit eher Mangelware.
Die Europäische Zentralbank hatte die Leitzinsen zuletzt aggressiv gesenkt und die Regierung in Berlin hat ihre jahrzehntelange Sparpolitik zugunsten massiver Neuverschuldung aufgegeben. „Das Notenbanker-Treffen im portugiesischen Sintra dürfte nun den Kontrast zwischen den zügigen Zinssenkungen in der Eurozone und der zögerlichen Haltung der US-Notenbank aufzeigen“, so Stanzl. „Dies könnte auch zu neuen Spannungen zwischen Donald Trump und Jerome Powell führen.“ Die geldpolitische Situation könnte sich jedoch bis zum Jahresende noch ändern. „Die Märkte erwarten derzeit noch eine Zinssenkung der EZB und zwei der Federal Reserve.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1785 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8485 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 66,75 US-Dollar; das waren genau ein Cent oder 0,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hält die Zukunft von Bahnchef Richard Lutz weiter offen.
Er wolle den massiv in der Kritik stehenden Topmanager nicht allein für die „Probleme und Herausforderungen“ der Deutschen Bahn verantwortlich machen, sagte Schnieder den Sendern RTL und ntv. Bei dem Unternehmen gehe es um eine tiefere Analyse ihrer Strukturen und Gesellschaften. Es handele sich um einen „Gesamtkomplex“.
„Dazu gehört dann ganz am Schluss auch die Frage, mit welchem Personal wir das machen“, so Schnieder. Ein solches Vorgehen hatten SPD und Union im Koalitionsvertrag vereinbart. Im Zentrum der Evaluation steht laut Schnieder das Entwicklungsziel, die Bahn zuverlässig, attraktiv und pünktlich zu machen. Bis spätestens Ende August will der Bundesverkehrsminister seine Strategie vorstellen.
Schnieder reagierte unterdessen mit Verwunderung die vermeintliche Finanzlücke bei der Deutschen Bahn reagiert. Bahnchef Lutz sieht einen weiteren Finanzbedarf von 17 Milliarden Euro bis 2029 – der Bundesverkehrsminister konnte diese Zahlen nicht nachvollziehen. „Wir haben bis 2029 Investitionen in die Bahn von etwa 107 Milliarden Euro vorgesehen. Nach meiner Auffassung ist das auskömmlich“, so Schnieder. Man werde sich die Zahlen genau anschauen.
Foto: Patrick Schnieder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur