Freitag, März 27, 2026
Start Blog Seite 5575

4.Mai 2022 Marktentwicklung

0

04. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

MODERNA – Frankfurt: Der US-Biotechkonzern hält trotz sinkender Corona-Fallzahlen und nachlassender Nachfrage an dem Umsatzziel für seinen Covid-19-Impfstoff fest. Für 2022 rechnet Moderna unverändert mit einem Umsatz mit dem Vakzin von 21 Milliarden Dollar. Dabei geht das Unternehmen von höheren Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte als im ersten Halbjahr aus. Auch PfizerPFE.N hatte zuletzt die Prognose für seinen Covid-Impfstoff bekräftigt und erklärt, die Chancen seien geringer, diese zu übertreffen als im vergangenen Jahr, als das Umsatzziel mehrmals angehoben worden war. Im ersten Quartal setzte Moderna insgesamt 6,1 Milliarden Dollar um nach 1,9 Milliarden vor Jahresfrist. Der Nettogewinn konnte sich auf 3,7 Milliarden Dollar mehr als verdreifachen.

BOOHOO – London: Der britische Online-Modehändler blickt angesichts hochschnellender Frachtkosten, anhaltender Lieferschwierigkeiten und höherer Retourenraten vorsichtig auf das weitere Jahr. Für das Geschäftsjahr 2022/23 (per 28. Februar) erwartet Boohoo ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich und eine bereinigte Gewinnmarge (Ebitda) von vier bis sieben (Vorjahr: 6,3) Prozent. Das Unternehmen aus Manchester, das Mode, Schuhe und Kosmetik vor allem für 16- bis 40-Jährige verkauft, geht davon aus, dass es weiterhin von durch die Corona-Pandemie hochgetriebenen Kosten in der Lieferkette betroffen sein wird. In der ersten Jahreshälfte werde mit einem stagnierenden Umsatz wegen höherer Produktretouren gerechnet. Allerdings peile Boohoo für das zweite Halbjahr eine Verbesserung an. Die Firma will sich nun darauf konzentrieren, die in den letzten zwei Jahren erzielten Marktanteilsgewinne zu behalten.

MAERSK – Kopenhagen: Die Containerreederei hat dank hoher Frachtraten und günstigeren Vertragsabschlüssen das beste Ergebnis in einem Quartal erzielt. „Während die globalen Lieferketten nach wie vor erheblich unter Druck stehen, beweisen wir weiterhin unsere große Fähigkeit, Kunden bei der Bewältigung logistischer Herausforderungen zu unterstützen“, erklärte Konzernchef Soren Skou. So schnellte der Umsatz im ersten Quartal auf 19,3 (Vorjahr: 12,3) Milliarden Dollar, das operative Ergebnis (Ebitda) stieg auf 9,1 (4,0) Milliarden. Der Vorstand bekräftigte seine bereits angehobene Prognose, die ein Ebitda von rund 30 Milliarden Dollar vorsieht. 

LENZING – Düsseldorf: Der österreichische Faserhersteller ist mit Schwung ins Jahr gestartet. Dank anhaltend hoher Nachfrage nach holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern und höheren Preisen schnellte der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 615 Millionen Euro. Gestiegene Kosten sorgten allerdings dafür, dass das operative Ergebnis (Ebitda) um sieben Prozent auf 88 Millionen Euro schrumpfte. „Lenzing verzeichnete dank erheblicher Kraftanstrengungen in einem Umfeld drastisch steigender Kosten einen soliden Start in das Geschäftsjahr 2022“, betonte Firmenchef Stephan Sielaff. Er bekräftigte sein Jahresziel, das ein Ebitda deutlich über dem Vorjahresniveau vorsieht. 2021 erwirtschaftete die Firma ein Ebitda von 363 Millionen Euro.

HANNOVER RÜCK – Berlin: Hohe Belastungen durch Naturkatastrophen und den Krieg in der Ukraine haben den Gewinn des weltweit drittgrößten Rückversicherers gedrückt. Im ersten Quartal fiel das Konzernergebnis um 13,8 Prozent auf 263,6 Millionen Euro, wie die Hannover Rück mitteilte. Für mögliche Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine bildete der Konzern eine zusätzliche Vorsorge im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Zudem hinterließen zahlreiche Naturkatastrophen und die Corona-Pandemie ihre Spuren in der Bilanz. Allein die Überflutungen in Australien schlugen mit 186 Millionen Euro zu Buche, das Sturmtief „Ylenia/Zeynep“ in Europa kostete den Rückversicherer netto 124 Millionen Euro.

Die Folgen des Krieges ließen sich noch nicht konkret beziffern. Dennoch bestätigte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz das Ziel, 2022 einen Nettogewinn von 1,4 bis 1,5 (Vorjahr: 1,2) Milliarden Euro zu erwirtschaften. Rückenwind erhält Hannover Rück von den Kapitalmärkten: Im ersten Quartal lag die annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,1 Prozent deutlich über dem Ziel für das Gesamtjahr von mindestens 2,3 Prozent.

BASLER – Düsseldorf: Der Hersteller von Bildverarbeitungs-Systemen ist mit kräftigen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 21 Prozent auf 66,3 Millionen Euro, der Auftragseingang sogar um ein Viertel auf 84,2 Millionen Euro. Gestiegene Kosten sorgten indes dafür, dass der Vorsteuergewinn um sieben Prozent auf 9,2 Millionen Euro schrumpfte. Trotz der anhaltenden Chip-Krise und des jüngsten Lockdowns in China bekräftigte der Vorstand seine Jahresprognose, die einen Umsatz zwischen 235 und 265 Millionen Euro vorsieht und eine Vorsteuerrendite zwischen neun und zwölf Prozent. 

TEAMVIEWER – Berlin: Teure Sponsoringverträge im Fußball und der Formel Eins haben die Marge des Göppinger Softwarehauses zum Jahresstart belastet. Die bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda)-Marge sank im ersten Quartal auf 51 Prozent von 61 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie Teamviewer mitteilte. Im Vergleich zum Vorquartal, als 44 Prozent erzielt wurden, wirkten sich die jüngsten Einsparungen positiv aus. Das bereinigte Betriebsergebnis sank um acht Prozent auf 83,2 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte von Januar bis März um zwölf Prozent auf 163,5 Millionen Euro – vor allem dank eines regeren Geschäfts mit Firmenkunden.

NORMA – Düsseldorf: Der Auto- und Industriezulieferer hat trotz eines Umsatzzuwachses weniger vedient. Bei einem Anstieg der Erlöse um 6,3 Prozent auf 304,4 Millionen Euro schrumpfte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) im ersten Quartal um knapp 18 Prozent auf 30,3 Millionen Euro. Die Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine und das damit einhergehende wechselhafte Bestellverhalten der Kunden hätten sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, hieß es zur Begründung. Vorstandschef Michael Schneider bekräftigte gleichwohl seine Jahresziele, die einen Umsatzzuwachs im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich vorsehen und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von elf Prozent.

GEBERIT – Zürich: Anziehende Kosten für Rohmaterialien, Energie und Personal sowie negative Währungseffekte haben beim Schweizer Sanitärtechnikkonzern im ersten Quartal Bremsspuren hinterlassen. Der Gewinn sank Firmenangaben zufolge um 5,3 Prozent auf 220 Millionen Franken. Unter anderem dank Preiserhöhungen zog der Umsatz dagegen um 7,8 Prozent auf 980 Millionen Franken an. Die für Geberit relevanten Rohmaterialpreise dürften im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal 2022 mit rund zehn Prozent deutlich stärker als in den Vorquartalen ansteigen. „Aufgrund der beispiellosen Kosteninflation werden die Verkaufspreise per Mitte Jahr deutlich angehoben“, hieß es. Im Rahmen eines neuen Aktienrückkaufprogramms will Geberit über maximal zwei Jahre eigene Titel im Wert von bis zu 650 Millionen Franken erwerben.

TWITTER – Bangalore: TeslaTSLA.O-Chef Elon Musk zieht nach der Übernahme des US-Kurznachrichtendienstes Twitter eine Gebühr für bestimmte Nutzer in Erwägung. „Twitter wird für private Nutzer immer kostenlos sein, aber für gewerbliche/staatliche Nutzer könnte eine geringe Gebühr anfallen“, schrieb Musk in einem Tweet. Twitter reagierte nicht sofort auf eine Bitte von Reuters um Stellungnahme. Musk übernimmt Twitter für 44 Milliarden Dollar. Der Tesla-Chef will die 16 Jahre alte Firma nach der Übernahme zunächst von der Börse nehmen.

4.Mai 2022 Marktentwicklung

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

4. Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

0

Frankfurt, 04. Mai (Reuters) – Am Mittwoch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Dank ermutigender Firmenbilanzen hatte sich der Dax am Dienstag stabilisiert und 0,7 Prozent fester bei 14.039 Punkten geschlossen. Hier lesen.

AgenaTrader, Grafik Download

Dax
ScreenShot: AgenTrader 3.Mai 2022

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht am Mittwoch die US-Zinsentscheidung am Abend (20 Uhr MESZ). Angesicht rasant steigender Preise setzt die Notenbank Fed zum größten Zinssprung seit mehr als 20 Jahren an. „50 Basispunkte scheinen hier ausgemachte Sache zu sein, aber auch eine Anhebung um 75 Basispunkte liegt durchaus im Bereich des Möglichen“, fasst Konstantin Oldenburger, Analyst von CMC Markets, die Marktstimmung zusammen. Für die kommenden Monate erwarten die Investoren dann eine Serie weiterer kräftiger Erhöhungen, mit denen die Fed die Inflation ausbremsen möchte.

Einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag liefern zudem die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Daneben stehen Indikatoren zur Stimmung der deutschen Einkaufsmanager an. Unterdessen setzt sich die Berichtssaison fort. Einblick in ihre Bücher geben unter anderem die Dax-Konzerne Siemens Healthineers, Fresenius und FMC und etliche Nebenwerte, darunter Hugo Boss.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>14.039,47
Dax-Future<FDXc1>14.018,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.761,19
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.710,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>33.128,79+0,2 Prozent
Nasdaq<.IXIC>12.563,76+0,2 Prozent
S&P 500<.SPX>4.175,48+0,5 Prozent
Asiatische Indizes am MittwochStandVeränderung
Nikkei<.N225>Kein Handel
Shanghai<.SSEC>Kein Handel
Hang Seng<.HSI>20.820,32-1,3 Prozent

4. Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Urteils-Entwurf stürzt US-Politik vor Wahl in Abtreibungsdebatte

0

Washington, 03. Mai (Reuters) – Wenige Monate vor der Kongresswahl hat ein durchgestochener Urteilsentwurf des Obersten Gerichts die US-Politik in eine Abtreibungsdebatte gestürzt. Abtreibungsgegner und -Befürworter reagierten am Dienstag mit Freude und Wut auf den von der Zeitung „Politico“ veröffentlichen Text, wonach der Supreme Court zu einer Abschaffung des landesweiten Rechts auf Schwangerschaftsabbrüche tendiert.

Während Präsident Joe Biden ankündige, für dieses „fundamentale“ Recht zu kämpfen, begrüßten die Republikaner die Aussicht, eines ihrer zentralen politischen Ziele zu erreichen. Damit spaltet das Urteil „Roe v. Wade“ fast fünf Jahrzehnte nach seiner Verkündung die USA weiter wie kaum ein anderes.

„Politico“ veröffentlichte am Montagabend den Text, bei dem es sich um einen ersten Entwurf der Entscheidung handelt. „Roe war von Anfang an ungeheuerlich falsch“, schrieb demnach einer der konservativen Richter, Samuel Alito, in dem auf den 10. Februar datierten Papier. „Die Verfassung verbietet es den Bürgern der jeweiligen Bundesstaaten nicht, die Abtreibung zu regeln oder zu verbieten“, hieß es im Namen des Gerichts, das von Konservativen beherrscht wird. In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass die US-Verfassung Abtreibung nicht ausdrücklich als ein Recht festschreibt. Sie wurde 1787 ausformuliert und ist seit 1789 in Kraft.

„Roe v. Wade“ ermöglichtdagegen seit 1973 landesweit Abtreibungen bis zur Lebensfähigkeit des Fötus, also etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche. Damals leitete das Gericht ein bundesweites Recht auf Abtreibung aus dem Recht von Frauen auf Privatsphäre ab. Dies ist seit der Verkündung formaljuristisch, inhaltlich und politisch umstritten. Sollte die nun veröffentlichte Begründung im endgültigen Urteil bestand haben, würden die 50 Bundesstaaten für sich über ein Recht auf Abtreibung auf der jeweiligen Landesebene entscheiden. 

BIDEN: WERDEN FUNDAMENTALES RECHT DER FRAUEN SCHÜTZEN

Biden stellte sich hinter das gegenwärtig gültige Abtreibungsrecht. Sollte das Oberste Gericht tatsächlich „Roe v. Wade“ aufheben, stehe seine Regierung bereit, es zu schützen. „Frauen haben meiner Meinung nach ein fundamentales Recht, sich zu entscheiden“, erklärte er. Der Demokrat rief die Amerikaner auf, im November Abgeordnete mit entsprechenden Ansichten zu wählen. Dann wird ein Drittel des Senats und das ganze Repräsentantenhaus neu bestimmt.Einer Umfrage von SSRS im Auftrag des Senders CNN im Januar ergab, dass 69 Prozent der US-Bürger gegen eine Abschaffung von „Roe v. Wade“ sind und 30 Prozent dafür.

Republikanische Politiker kämpfen seit Jahrzehnten darum, das Urteil aufzuheben, das sonst faktisch nur durch eine Verfassungsänderung ausgehebelt werden könnte, ein seltener Vorgang in den USA. „Ich bete, dass das Gericht der Verfassung folgt und es den Bundesstaaten erlaubt, wieder das ungeborene Leben zu schützen“, erklärte der republikanische Senator Tom Cotton. Auch der Justizminister von Texas, Ken Paxton, sagte: „Ich hoffe, dass das Oberste Gericht die Abtreibungsfrage wieder dorthin verweist, wo sie hingehört: An die Bundesstaaten.“

OBERSTER RICHTER: ARBEIT WIRD NICHT BEEINTRÄCHTIGT 

Texas gehört dabei zu den Staaten, die Landesgesetze zur Einschränkung der Abtreibung verabschiedet haben. Das umstrittene „Heartbeat Act“ verbietet einen Abbruch, sobald der Herzschlag des Fötus nachgewiesen werden kann – meist etwa nach sechs Wochen. Ausnahmen für Schwangerschaften als Folge von Vergewaltigungen und Inzest sind nicht vorgesehen. Im Gegenzug haben Bundesstaaten mit demokratischen Mehrheiten Gesetze erlassen, um ein Recht auf Abtreibung zu schützen. Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, und ihr Kollege aus Kalifornien, Gavin Newsom, kündigten an, Schutz in ihrem jeweiligen Landesrecht stärker zu verankern. 

Der Oberste Richter des Supreme Court, John Roberts, bestätigte am Dienstag in einer Erklärung die Echtheit des von „Politico“ veröffentlichten Dokuments und sprach von einem Vertrauensbruch, zu dem Ermittlung eingeleitet worden seien. „Die Arbeit des Gerichts wird in keiner Weise beeinträchtigt werden“, kündigte er an. Eine juristisch bindende Veröffentlichung des endgültigen Urteils wird bis Ende Juni erwartet. Ausgangspunkt des jetzigen Falles ist ein Vorstoß des Bundesstaates Mississippi, Abtreibungen einzuschränken.

Urteils-Entwurf stürzt US-Politik vor Wahl in Abtreibungsdebatte

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

IG Metall fordert – Siemens soll Sparte Large Drives behalten

0

München, 03. Mai (Reuters) – Die Gewerkschaft IG Metall fordert von Siemens, die Verkaufspläne für die Sparte Large Drives zu überdenken. Die Arbeitnehmervertreter haben deshalb für den kommenden Montag (9. Mai) zu einer Kundgebung vor der Siemens-Zentrale am Münchner Wittelsbacherplatz aufgerufen – erstmals seit gut zehn Jahren.

„Wir rechnen mit rund 200 Teilnehmern, nicht nur aus Berlin und Nürnberg“, sagte der Beauftragte der IG Metall, Hagen Reimer, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gespräche über die Ausgliederung der Sparte mit 7000 Mitarbeitern seien festgefahren. „Das Management hat keine Bereitschaft gezeigt, angesichts der geopolitischen Veränderungen eine Neubewertung der Entscheidung vorzunehmen“, sagte Reimer.

Die Gewerkschaft verweist darauf, dass der Hersteller von Elektromotoren, Umrichtern und Generatoren auch die Bundeswehr und Hersteller von Rohstoffen wie Seltenen Erden beliefert. „Darin stecken interessante Potenziale“, sagte Reimer. Large Drives schreibe schwarze Zahlen. 

„Seit nunmehr 174 Jahren ist es der Antrieb von Siemens, mit unseren Technologien das Leben von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Wenn dieses Motto ernst gemeint ist, dann darf man seine gesellschaftliche Verantwortung nicht für 2-stellige Gewinnerwartungen wegwerfen“, heißt es auf Postkarten an den Siemens-Vorstand, von denen die Gewerkschafter Tausende an Personalchefin Judith Wiese übergeben wollen.

Siemens hatte im September die Ausgliederung angekündigt, die als Vorstufe für einen Verkauf gilt. Der Carve-out soll bis Oktober 2022 abgeschlossen sein. Finanzkreisen zufolge könnte der Verkauf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag bringen. „Wir wollen dem Geschäft zusätzliche Eigenständigkeit und unternehmerische Freiheiten geben, damit es sich noch besser auf seine Märkte und Kunden fokussieren kann“, begründete ein Siemens-Sprecher den Schritt. Der Konzern prüfe ständig, wer zu welchem Zeitpunkt der beste Eigentümer für das Geschäft sei.

IG Metall fordert – Siemens soll Sparte Large Drives behalten

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Dax schliesst fester bei 14039 Punkten

0
Dax

Frankfurt, 03. Mai (Reuters) – Dank ermutigender Firmenbilanzen haben sich Europas Börsen am Dienstag von ihrem jüngsten Kursrutsch erholt. Am Tag vor der erwarteten Zinserhöhung in den USA hielten sich Aktienanleger mit Engagements allerdings insgesamt zurück. Der Dax schloss 0,7 Prozent fester bei 14.039 Punkten, beim EuroStoxx50 ging es 0,8 Prozent nach oben. Zum Wochenstart hatten die Indizes bis zu knapp zwei Prozent nachgegeben. 

AgenaTrader, Grafik Download

Dax
ScreenShot: AgenTrader

Am Tag vor der erwarteten Zinserhöhung in den USA blieben Aktienanleger allerdings insgesamt auf der Hut. An der Wall Street lag der Dow-Jones-Index zum Handelsschluss in Europa 0,7 Prozent im Plus. An den Börsen gilt als ausgemacht, dass die Notenbank Fed den Leitzins am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt anhebt. Entscheidend sei daher, welches Tempo sie für weitere Schritte sowie für den Abbau der Wertpapierbestände signalisiere, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Investoren versuchten abzuschätzen, wie sich die Abkühlung der Konjunktur auf die Weltwirtschaft auswirkt. „Derzeit ringen die Märkte mit der Frage, welcher kurstreibende Faktor die Oberhand gewinnt: Die Inflation, die Rezession oder die Stagflation, die das schlechteste aus den beiden ersten Welten vereint.“ Mit Stagflation bezeichnen Experten eine stagnierende Wirtschaft bei gleichzeitig steigender Inflation. 

ANLEIHEN UND ROHSTOFFE UNTER VERKAUFSDRUCK

Vor diesem Hintergrund flogen Staatsanleihen aus den Depots. Die zehnjährigenUS10YT=RR US-Bonds rentierten wie zu Wochenbeginn bei bis zu 3,01 Prozent, dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Parallel dazu übersprang die Rendite der vergleichbaren BundestitelDE10YT=RR erstmals seit fast sieben Jahren die Marke von einem Prozent und erreichte 1,016 Prozent. 

„Die US-Notenbank steht vor dem Beginn aggressiver Zinserhöhungen, während die Konjunktur in China und der EU schwächelt“, sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Sorgen bereiteten Investoren vor allem die Corona-Lockdowns in China. Die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage des weltgrößten Abnehmers drückte den Preis für die Rohöl-Sorte BrentLCOc1 aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 106,24 Dollar je Barrel (159 Liter) und für KupferCMCU3 um mehr als drei Prozent auf 9421 Dollar je Tonne. 

COVESTRO VERGRAULT 

Bankentitel profitierten von den anziehenden Zinsen an den Anleihemärkten. Der europäische Branchenindex.SX7P kletterte um 2,2 Prozent. Enttäuscht reagierten Börsianer hingegen auf die gesenkten Gesamtjahresziele von Covestro. Rund die Hälfte davon gehe wohl auf das Konto der Corona-Lockdowns in China, schrieben die Analysten der Bank JPMorgan. Der Kunststoff-Hersteller mache etwa ein Viertel seines weltweiten Umsatzes in der Volksrepublik und betreibe ein großes Werk in Shanghai. Covestro-Titel fielen um 4,9 Prozent ans Dax-Ende. Anleger nutzten hingegen den jüngsten Rekord-Tagesverlust der Aktien von Adler GroupADJ.DE zum Einstieg bei dem Immobilien-Investor. Die Titel gewannen 33,3 Prozent, nachdem sie in Reaktion auf ein verweigertes Testat für die Bilanz zu Wochenbeginn um rund 29 Prozent eingebrochen waren. 

BNP ParibasBNPP.PA konnte mit einem Gewinnplus bei Investoren punkten. Die Aktie legten in Paris rund fünf Prozent zu. Das Quartalsergebnis der Bank habe die Erwartungen deutlich übertroffen, hieß es bei den Analysten der Investmentbank Jefferies. Sämtliche Geschäftsbereiche hätten hierzu beigetragen. Lediglich die Kernkapitalquote enttäusche etwas.

Dax schliesst fester bei 14039 Punkten

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Börse.

CSU-Generalsekretär tritt zurück

0

Berlin, 03. Mai (Reuters) – CSU-Generalsekretär Stephan Mayer ist nach Angaben mehrerer Medien zurückgetreten. „Aus gesundheitlichen Gründen habe ich heute den Parteivorsitzenden der CSU gebeten, mich von meiner Aufgabe als Generalsekretär zu entbinden“, zitieren sowohl die ARD als auch die „Bild“ am Dienstag aus einer Erklärung Mayers.

Hintergrund seien massive Drohungen und Beleidigungen Mayers gegenüber einem Redakteur des Burda-Verlags. Die CSU war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. 

Die „Bild“ zitiert aus der Erklärung Mayers, in der auch der Anlass des Rücktritts erwähnt wird. „In einem aufgrund einer eklatant rechtswidrigen Berichterstattung geführten Gespräch mit einem Journalisten der ‚Bunten‘ habe ich möglicherweise eine Wortwahl verwendet, die ich rückblickend nicht für angemessen betrachten würde. Dies bedaure ich sehr“, heißt es dort.

CSU-Generalsekretär tritt zurück

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Titelfoto: Symbolfoto

SAP stellt Lernplattform Litmos zum Verkauf

0

London, 03. Mai (Reuters) – Der Softwareriese SAP will sich Insidern zufolge von seiner Lernplattform Litmos trennen. Der Walldorfer Dax-Konzern arbeite mit der Investmentbank Moelis & CoMC.N am Verkauf des mit rund einer Milliarde Dollar bewerteten Geschäfts, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. SAP wollte keine Stellung dazu nehmen. Den Insidern zufolge soll der Verkaufsprozess in den kommenden Wochen in Form einer Auktion starten. Als Käufer habe man vor allem Private-Equity-Fonds mit Technologiefokus im Visier, die auf die USA und Europa fokussiert sind.

SAP hat Litmos mit Sitz in Kalifornien 2018 im Rahmen der 2,4 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Kundenmanagement-Spezialisten Callidus erworben. Litmos ist ein cloud-basiertes Schulungssystem, mit dem Kurse erstellt werden können. Nach Firmenangaben wird es unter anderen von Kunden wie Hewlett-Packard, Googles Fitbit oder IBM genutzt. Insgesamt sollen die Lösungen von mehr als 30 Millionen Menschen in 35 Sprachen in Anspruch genommen werden. 

Bei der Vorlage der Quartalszahlen am 22. April hat SAP-Finanzchef Luka Mucic angekündigt, das Portfolio zu bereinigen, um sich besser auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Allerdings sprach er nur von kleineren Deals vergleichbar mit dem Verkauf des Softwaregeschäfts Digital Interconnect (SDI) an das schwedische Unternehmen Sinch 2020. Damals bekam SAP 225 Millionen Euro.

SAP stellt Lernplattform Litmos zum Verkauf

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Brasilien lädt Wahlbeobachter der EU wieder aus

0
Brasilien Bolsonaro
Rio de Janeiro, Brazil - may 06, 2019: Brazilian President Jair Bolsonaro attends the celebration of 130 years of the military college of Rio de Janeiro

Brasilia, 03. Mai (Reuters) – Brasilien hat ein Beobachter-Team der Europäischen Union für die in diesem Jahr anstehenden Wahlen ausgeladen. Das bestätigten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sowie ein EU-Sprecher am Dienstag. Brasiliens oberste Wahlbehörde hatte Reuters vergangenen Monat gesagt, zum ersten Mal in der Geschichte des Landes seien EU-Beobachter zu Wahlen eingeladen worden.

Brasilien

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro will sich dann der Wiederwahl stellen. Nach der Einladung habe das Außenministerium in Brasilia Einwände gegen die Wahlbeobachter erhoben, da Brasilien bislang nie Wahlabläufe durch Organisationen bewerten habe lassen, in denen das Land nicht Mitglied sei.

Bolsonaro hat in der Vergangenheit das elektronische Wahlsystem in Brasilien in Frage gestellt und unbelegte Behauptungen aufgestellt, bei den Wahlen 2018 sei es zu Betrügereien gekommen. Damit hat Bolsonaro Befürchtungen befeuert, er könnte das Ergebnis der Wahlen im Oktober nicht akzeptieren. In Umfragen liegt der linke Herausforderer und frühere Präsident Luiz Inacio Lula da Silva deutlich vor Bolsonaro.

Brasilien lädt Wahlbeobachter der EU wieder aus

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Copyright [celsopupo] /Depositphotos.com

Foto im Text Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Globale Innovationsplattform Kickstart startet neue Bewerbungsphase für Startups

0
Kickstart Bewerbung

Seit 2016 hat Kickstart, eine der führenden Plattformen für Open Innovation in Europa, mehr als 400 Startups aus über 80 Ländern in der Wachstumsphase unterstützt und dabei über 200 Deals in Form von Kooperationen und kommerziellen Partnerschaften vermittelt. Bisher haben ehemalige Kickstart-Mitglieder zusammen mehr als CHF 2 Mrd. an Investitionen erhalten, darunter z. B.PlantedHello BetterYukka und Mentessa.

Ab sofort haben internationale Scaleups (Startups in einer reiferen Geschäftsphase) die Möglichkeit, sich für das Programm 2022 zu bewerben. Ausgewählte Startups profitieren von maßgeschneiderten Einführungen und direktem Zugang zu Kickstarts umfangreichem Netzwerk in der Schweiz und in Österreich, mit dem Ziel, kommerzielle Partnerschaften und Verträge mit Partnerorganisationen, Städten, Universitäten und mehr abzuschließen.

Scaleups, die neuartige, bahnbrechende Lösungen anbieten, neue Einnahmequellen erschließen wollen und sich bemühen einen spürbaren Impact zu erzielen, sind aufgerufen, sich zu bewerben. „Das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile zum Kern aller Aktivitäten geworden. Innovation ohne Nachhaltigkeitsaspekte hat in der Zukunft keine Chance“, erklärt Katka Letzing, Co-Founder und CEO von Kickstart Innovation.

Die Suche nach den Lösungen von morgen findet in sechs Fokusbereichen statt: New Work & Learning, Health & Wellbeing, Finance & Insurance, Food & Retail, Smart Cities und Intrapreneurship. Jeder Vertical konzentriert sich auf führende Innovationstrends sowie auf die speziellen Anforderungen von Kickstarts langjährigen Partnern.

Darüber hinaus stellt Kickstart eine brandneue globale Markenidentität vor, welche die Entwicklung des Unternehmens zu einem internationalen Unternehmen zeigt, der sich dem Ziel verschrieben hat, Innovationen für eine bessere Zukunft voranzutreiben. Viele namhafte Unternehmen wie AXA, Coop, Swisscom, die Mobiliar, PostFinance, Sanitas, die Stadt Zürich, der Kanton Waadt, Credit Suisse, Galenica, CSS Insurance haben bereits den Mehrwert erkannt, der durch ein derartiges Unternehmen erzielt werden kann.

Im September dieses Jahres nehmen die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber am 10-wöchigen Kickstart-Innovationsprogramm teil, um ihr Unternehmen durch Kooperationen mit den Partnerunternehmen weiterzuentwickeln. Über 100 Entrepreneure, die rund 50 erstklassige Scaleups repräsentieren, werden eng mit Verantwortlichen von führenden Partnerunternehmen zusammenarbeiten, um innovative Projekte zu entwickeln, die reale geschäftliche Herausforderungen lösen und zu einem bedeutenden Impact im großen Umfang führen. Die Teilnehmer werden von der Geschäftsentwicklung und der Skalierung sowohl in der Schweiz als auch auf internationalen Märkten profitieren. „Kickstart hat uns wirklich geholfen, wichtige Kunden zu finden, die unser Geschäft wachsen ließen, und wir arbeiten bis heute mit ihnen zusammen.“ Alex Beck, CEO und Mitbegründer von Clara.

Neben dem Aufbau von Partnerschaften bietet Kickstart auch Zugang zu einem breit gefächerten Investorennetzwerk für Startups in der Spätphase und Alumni, die Finanzierungsrunden durchführen. Dazu gehören Swisscom VenturesAXA Venture Partners und weitere Partner, die aktiv an der Finanzierung beteiligt sind. Ziel des Kickstart-Programms ist es, Pilotprojekte oder kommerzielle Kooperationen zwischen Startups und etablierten Institutionen zu ermöglichen. Damit sollen neue Produkte und Dienstleistungen in größerem Umfang auf den Markt gebracht werden, neue Umsatzquellen erschlossen und in zukunftsweisende Modelle und Verfahren investiert werden.

2022 Timeline:

26.4. – 24.5.     Bewerbungsphase                             27.7.                Bekanntgabe Startups

10.5 – 20.6.      Auswahlphase                                    7.9. – 17.11.     Collaboration sprint

Weitere Informationen sowie das Bewerbungsportal bis zum 24. Mai 2022 sind hier zu finden: 

www.kickstart-innovation.com

Globale Innovationsplattform Kickstart startet neue Bewerbungsphase für Startups

Foto von Katka Letzing (Quelle: Kickstart)

Wichtige Entwicklungen im Bereich Börse.

Scompler schließt Finanzierungs­runde über 7 Mio. EUR ab

0
Scompler

Das B2B-SaaS-Unternehmen Scompler aus München hat in einer zweiten Finanzierungs­runde ein Invest­ment in Höhe von sieben Millionen Euro erhalten. 

Neuer Lead Inves­tor ist Reimann Inves­tors, die Bestands­investoren Main Incubator (der Early-Stage-Investor der Commerz­bank) und Bayern Kapital (Bayerns Venture Capital- und Growth-Investor für innovative Technologien) investieren erneut. Mit dem frischen Kapital wird Scompler sein Team massiv verstärken, die führende Position seines “Content Command Centers” im deutschsprachigen Raum auch international aufbauen und die Schnittstellen zu anderen Techno­logien ausbauen, zum Beispiel von Microsoft, Adobe, Google oder Staffbase.

Das „Content Command Center“ von Scompler ist eine der leistungs­fähigsten Plattformen für strategische Marken- und Unternehmens­kommuni­kation am Markt. Sie dient dazu, alle Kommunikations­prozesse zu professio­nali­sie­ren und die teamüber­greifende Zusammen­arbeit zu stärken. Unternehmen können mit Scompler alle Kommunikations­inhalte für den Corporate Newsroom sowie für Social Media, Content Mar­keting, Storytelling, Unternehmens­kommunikation und interne Kommunikation an einem zentralen Ort strate­gisch, themen­orientiert und gemeinsam planen, produzieren, publizieren sowie auswerten.

Scompler seit ihrer Gründung im Mai 2018 eine echte Erfolgsgeschichte hingelegt: Mehr als 250 Kunden mit 5 bis 500 Anwendern, insgesamt rund 25.000 registrierte Nutzer aus mehr als 20 Ländern, die Spanne der Kunden reicht von NGOs bis zu weltweit agierenden Konzernen, inklusive sechs DAX-Firmen. Zu den bekanntesten Namen gehören Merck, die Deutsche Post DHL, der ADAC, die Commerzbank sowie die AOK, aber auch Fridays for Future, UNICEF oder die Johanniter. Das Unternehmen hatte im April 2020 die erste Finanzierungsrunde in Höhe von 1,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das Team um Mirko Lange (CEO) und Björn Bröhl (COO) ist inzwischen auf 55 Personen angewachsen, die den wiederkehrenden Jahreslizenzumsatz seitdem jedes Jahr verdoppeln konnten und den Wert des Unternehmens verfünffacht haben.

Mirko Lange (rechts), CEO, und Björn Bröhl, COO, der Scompler Technologies GmbH 

Die Mission: Einfacher gemeinsam besseren Content erstellen

Ziel des Einsatzes des Content Command Centers ist, Kommunikations-Silos abzubauen, unternehmens­weite Transparenz über die Kommunikation herzustellen und sowohl die Effizienz als auch die Wirksamkeit von Kommunikation und Marketing signifikant zu stärken. Scompler löst ein Problem, das durch die Digitalisierung, den sogenannten Content-Schock und die Werbemüdigkeit der Verbraucher:innen entstan­den ist: Es sind so viele Informationen verfügbar, dass Unternehmen mit ihrer Kommunikation nur dann zu ihren Zielgruppen nachhaltig durchdringen, wenn sie relevante Inhalte gut koordiniert im Multi- oder gar Omni-Channel publizieren. Die dadurch ansteigende Komplexität kann jedoch weder mit den bisher Im Einsatz befindlichen allgemeinen Werkzeugen wie Excel oder Trello noch mit spezialisierten Kanaltools, zum Beispiel Social Media Management Suiten, bewältigt werden.

„Durch die Digitalisierung wachsen zudem Content- und Kommunikationsmanagement zusammen“, sagt Mirko Lange. „Es reicht nicht mehr, einfach nur einzelne Kanäle mit immer mehr Content zu füllen. Unter­neh­men müssen besseren Content erstellen. Es kommt darauf an, koordiniert wirkliche Inhalte und Narrative zu vermitteln.“ Die größte Stärke von Scompler sei dabei, die Maßnahmen aller Akteure strate­gisch auszurichten und dafür zu sorgen, dass die Strategie im Tagesgeschäft auch umgesetzt wird. Besondere Bedeutung habe die Kollaborationsplattform vor allem während der Pandemie bekommen, weil sie die Zusammenarbeit von verteilten Teams, auch im Homeoffice, deutlich vereinfacht.

Die Investoren

„Scompler hat sich seit unserer Seed-Finanzierungsrunde im April 2020 hervorragend entwickelt“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital. “Die innovative Technologie bewährt sich längst in der Praxis, und dank der Skalierbarkeit sehen wir unverändert großes Wachstumspotenzial. Wir freuen uns, der gemeinsamen Erfolgsgeschichte mit Mitteln aus dem Bayern Kapital Innovationsfonds EFRE neuen Rückenwind zu verschaffen.“

Reimann Investors führt mit seinem Fonds die Finanzierungsrunde an. „Scompler ist das optimale Tool für die strategische Marken- und Unternehmenskommunikation. Wir sind der Überzeugung, dass das Unter­nehmen in diesem schnell wachsenden Markt weiterhin so namhafte Kunden gewinnen und das hervorra­gende Wachstum weiter fortsetzen wird. Daher freuen wir uns auf die zukünftige Zusammenarbeit beim weiteren Aufbau des Unternehmens in Zusammenarbeit mit dem außergewöhnlich kompetenten und erfahrenen Team“, kommentiert Hans-Christian Perle, Geschäftsführer Reimann Investors.

Reimann Investors ist das Family Office von Mitgliedern der Unternehmerfamilie Reimann, die sich Ende der 1990er-Jahre von ihrer Beteiligung am früheren Familienunternehmen getrennt haben. Die Anlage­schwerpunkte des Fonds sind junge, innovative und stark wachsende Unternehmen. Das Management des Fonds agiert als strategisch aktiver Gesellschafter, der in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die Entwicklung von Unternehmen begleitet und fördert. Die Schwerpunkte des Fonds liegen in den Bereichen Software-as-a-Service (SaaS), FinTech und Digital Commerce.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Mirko Lange (rechts), CEO, und Björn Bröhl, COO, der Scompler Technologies GmbH 

Quelle Scompler Technologies GmbH