Dienstag, März 24, 2026
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Freispruch für Deutsche Bank im Prozess um Derivate-Geschäfte in Italien

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Deutsche Bank Bafin Postbank

Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Im Rechtsstreit um strittige Finanztransaktionen mit Derivaten hat ein italienisches Berufungsgericht die Deutsche Bank, das japanische Geldhaus Nomura 8604.T sowie alle 13 Angeklagten freigesprochen.

Bei dem Verfahren war es unter anderem darum gegangenen, ob Deutschlands größtes Geldhaus und das japanische Institut mit Monte dei Paschi in den Jahren 2008 bis 2012 gemeinsame Sache gemacht haben, um hohe Verluste der italienischen Krisenbank zu vertuschen. Es war einer der größten Finanzskandale in Italien. Den Banken war unter anderem Marktmanipulation und falsche Bilanzierung vorgeworfen worden.

Details des Urteils sollen in drei Monaten veröffentlicht werden. Die Staatsanwälte können dann entscheiden, ob sie den Fall vor das Kassationsgericht, das höchste Gericht bringen wollen. 

Das Urteil, das am Freitag von der leitenden Richterin Angela Scalise verlesen wurde, hob einen früheren Richterspruch in dem Fall auf. Auch die Beschlagnahmungen von 64,9 Millionen Euro bei der Deutschen Bank sowie von 88 Millionen Euro bei Nomura, die gegen die Institute verhängt worden waren, wurden aufgehoben. Alle Angeklagten in dem Verfahren hatten ihre Unschuld beteuert.

Monte dei Paschi hatte sich bereits 2016 in einem Deal mit dem Gericht geeinigt und musste 10,6 Millionen Euro zahlen. Bei dem Verfahren standen zwei komplexen Derivate-Geschäfte mit den Namen „Santorini“ und „Alexandria“ im Mittelpunkt. Diese waren 2009 von der Deutschen Bank und Nomura für Monte dei Paschi arrangiert worden. 

Staatsanwälte hatten den Beschuldigten vorgeworfen, mit den Transaktionen Monte dei Paschi dabei geholfen zu haben, mehr als zwei Milliarden Euro an Verlusten zu verstecken, die das italienische Geldhaus nach der kostspieligen Übernahmen eines kleineren Geldhauses 2008 aufgetürmt hatte. Der Skandal und weitere Verluste von Monte dei Paschi während der Euro-Schuldenkrise drohten damals, die italienische Finanzindustrie zu destabilisieren. Die 1472 gegründete Bank wurde schließlich 2017 von der Regierung in Rom mit in einer Rettungsaktion mit 5,4 Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt. Seitdem hält der Staat 64 Prozent der Anteile.

Freispruch für Deutsche Bank im Prozess um Derivate-Geschäfte in Italien

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

US-Jobdaten drücken Dollar und helfen Euro etwas

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Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Nach den etwas besser ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten ziehen sich einige Anleger aus der Weltweitwährung Dollar zurück. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, baute am Freitag seine Verluste aus und fiel um 0,3 Prozent auf 103,28 Punkte. Im Gegenzug verteuerte sich der Euro auf 1,0588 Dollar. 

Im April wurden den Regierungsangaben zufolge wie im Vormonat 428.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft neu geschaffen und damit mehr als von Experten erwartet. 

„Der Jobaufbau bleibt sehr respektabel“, lobte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. Allerdings spiele er für die US-Geldpolitik nur eine untergeordnete Rolle. „Die Fed hat der Inflation den Kampf angesagt.“ Selbst eine Schwäche am Arbeitsmarkt werde die US-Notenbank wohl nicht von weiteren Zinserhöhungen abbringen.

US-Jobdaten drücken Dollar und helfen Euro etwas

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Italienische Großbank Intesa stutzt Gewinnziel wegen Ukraine-Krieg

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Mailand, 06. Mai (Reuters) – Italiens größte Bank Intesa Sanpaolo kürzt angesichts hoher Rückstellungen für ihr Russland-Engagement das Gewinnziel für dieses Jahr. Der Finanzkonzern erwartet für 2022 jetzt nur noch einen Nettogewinn von mehr als vier Milliarden Euro, wie Intesa am Freitag mitteilte.

Noch im Februar vor der russischen Invasion der Ukraine hatte das Institut mehr als fünf Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das Geldhaus verbuchte Rückstellungen in Höhe von 800 Millionen Euro, um mögliche Verluste aus seinem Russland-Engagement abzudecken. Sollte dafür weitere Vorsorge erforderlich werden, könnte der Nettogewinn Intesa zufolge nur noch bei mehr als drei Milliarden Euro liegen.

„Der Ausblick für 2022 wird in den kommenden Monaten auf Basis der Entwicklung der Ereignisse in Russland und der Ukraine verfeinert“, teilte Intesa mit. Bei Investoren kam die Nachricht nicht gut an: Die Intesa-Aktie büßte an der Mailänder Börse bis zum Nachmittag mehr als zwei Prozent ein.

An den Ergebnis- und Ausschüttungszielen des neuen Konzernplans bis 2025 hielt Intesa ansonsten fest. Im ersten Quartal erwirtschaftete die Bank einen Nettogewinn von 1,02 Milliarden Euro – ein deutlicher Rückgang von 32,5 Prozent binnen Jahresfrist. Allerdings übertraf Intesa damit die Schätzungen der Analysten, die 709 Millionen Euro erwartet hatten.

Das Geldhaus bezifferte sein Gesamtengagement in Russland einschließlich außerbilanzieller Posten auf 6,1 Milliarden Euro. Intesa hat dort unter anderem große Investitionsprojekte finanziert wie etwa die Gaspipeline Blue Stream. In der Ukraine ist die Bank mit ihrer Tochter Pravex Bank aktiv.

Italienische Großbank Intesa stutzt Gewinnziel wegen Ukraine-Krieg

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Krypto-Fintech und eines der ältesten Bankhäuser Deutschlands

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Bankhaus von der Heydt

Coinpanion und Bankhaus von der Heydt gehen Partnerschaft im Kryptohandel ein

Coinpanion, das Krypto-Startup für den einfachen Einstieg in die Welt der Kryptoinvestments, und das Bankhaus von der Heydt, eines von Deutschlands ältesten Bankhäusern, gehen eine operative Partnerschaft ein. Pünktlich zum heute verkündeten Deutschland-Launch von Coinpanion übernimmt das 1754 gegründete Münchner Bankhaus in der Kooperation die Rolle des Custodian, der die Euro- und Kryptoeinlagen der Anleger verwahrt und die Auszahlungen an die Kunden von Coinpanion sicherstellt.

Zudem agiert von der Heydt im Rahmen des Kryptowährungshandels als Finanzkommissionär. Das Bankhaus von der Heydt ist eine von Europas führenden Banken im Privatbesitz, deren Servicespektrum traditionelles und digitales Asset Banking, Verbriefungen und Fondsdienstleistungen umfasst. 

Alexander Valtingojer, CEO von Coinpanion, sagt über die Kooperation:

„Die Kooperation zwischen Coinpanion und einem der ältesten Bankhäuser Deutschlands ist ein starkes und sehr wichtiges Signal an die gesamte Finanzindustrie. Das Bankhaus von der Heydt hat als eine der ersten Banken in Deutschland den Kryptowährungshandel und damit verbundene Verwahrdienstleistungen angeboten. Es ist eine große Ehre mit einem derart renommierten und gleichzeitig höchst innovativen Unternehmen eine Partnerschaft einzugehen.“

Das Münchner Bankhaus von der Heydt legt bereits seit 2019 einen besonderen Fokus auf den Einsatz von neuen Technologien, insbesondere der Blockchain-Technologie, und versteht sich als Partnerbank für institutionelle Kunden sowie FinTechs. Seinen Partnern ermöglicht das Bankhaus von der Heydt unter anderem den Handel mit Kryptowährungen sowie deren Verwahrung.

Sebastian Hailer Vice President beim Bankhaus von der Heydt sagt über die Partnerschaft: 

„Wir sehen, dass digitale Vermögenswerte eine größere Bedeutung erlangen. Hierbei erschweren regulatorische Anforderungen und eine hohe Komplexität oftmals den Markteintritt. Als innovative Privatbank stehen wir unseren FinTechs und institutionellen Kunden als erfahrener Partner zur Seite um Komplexität herauszunehmen und einen erfolgreichen Markteintritt zu gestalten. Die Partnerschaft mit Coinpanion hat für uns einen großen Stellenwert, da wir von dem innovativen Ansatz überzeugt sind und in dem Geschäftsmodell einen Nachhaltigen Marktwert sehen.“ 

Coinpanion will einfachen Einstieg in Kryptowährungen ermöglichen

Das FinTech Coinpanion wurde 2019 in Wien gegründet und will mit seiner Plattform jedem, auch ohne fundiertes Wissen, einen einfachen Einstieg in die komplexe Welt der Kryptowährungen ermöglichen. Dafür stellt das Unternehmen seinen Kund*innen eine Bandbreite an unterschiedlichen Krypto-Portfolios aus verschiedenen Kategorien und Risikoklassen zur Verfügung. Die Kund*innen von Coinpanion werden dabei bei der gesamten Abwicklung begleitet: vom einfachen Markteinstieg, der laufenden Optimierung der Krypto-Investitionen bis hin zum automatisierten Steuerbericht.

Die Nutzer*innen können bei Coinpanion aus unterschiedlichen smarten Portfolios wählen, die sich um innovative Technologien wie NFTs, das Metaverse und Kryptowährungen drehen. Coinpanion setzt dabei auf ein Rundum-Sorglos-Paket, das zu den bereitgestellten Portfolios auch automatisierte Sparpläne sowie kostenlose Steuerberichte zur Verfügung stellt. Der Einstieg soll laut der Firma keine fünf Minuten in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle skyrocketX

Airports warnen vor Flugverspätungen im Sommer – Bodenpersonal fehlt

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Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Angesichts der kräftigen Erholung des Luftverkehrs befürchten zwei Drittel der Flughäfen in Europa nach einer Umfrage mehr Flugverspätungen. Grund sei Personalmangel bei Bodendiensten und Sicherheitskontrollen, teilten die Verbände von Flughäfen und ihren Dienstleistern, ACI und ASA, am Freitag mit.

Nach dem massiven Stellenabbau aufgrund des Einbruchs in der Pandemie kann demnach die Rekrutierung neuer Mitarbeiter mit dem erwarteten Reiseboom nicht Schritt halten. Gut ein Drittel geht davon aus, dass der Engpass auch im Herbst noch nicht behoben ist. Mit mehr Ausfällen und Flugplanänderungen rechneten nur rund 15 Prozent.

Zuletzt kam es an den Airports London/Heathrow und Amsterdam/Schiphol zu größeren Störungen. Zu Beginn der Osterferien strich die Lufthansa zahlreiche Flüge vom Flughafen Frankfurt, vor allem Inlandsverbindungen, um ein Chaos mit langen Warteschlagen zu verhindern. Das gelang auch.

Die Ursachen der Personalknappheit machten ACI und ASA bei anderen aus: Sie hätten viele Beschäftigte abbauen müssen, weil sie zu wenig Staatshilfe in der Corona-Krise erhalten hätten. Das Lohnniveau sei niedrig, was am harten Wettbewerb der Dienstleister aufgrund der Liberalisierung des Marktes durch die Europäische Union liege. „Eine Obergrenze für die Anzahl der Bodenabfertigungsanbieter (…) würde viel dazu beitragen, sowohl soziale als auch betriebliche Mängel zu beheben“, erklärten die Verbände. 

Die Vorschriften für Sicherheitsanforderungen und Ausbildung des Personals führten zu einem notwendigen Vorlauf beim Einsatz neuer Mitarbeiter von bis zu 16 Wochen. Das müsse von Seiten der Behörden schneller gehen. An die Airlines appellierten die Verbände, ihre Flugzeiten zu entzerren. Denn kritisch werde es vor allem zu Spitzenzeiten. Auch der Frankfurter Betreiber Fraport hatte erklärt, die Ballung zu bestimmten Zeiten sei schwer zu bewältigen.

Airports warnen vor Flugverspätungen im Sommer – Bodenpersonal fehlt

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Länder fordern vom Bund dauerhaft niedrige Biersteuer für kleine Brauereien

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Berlin, 06. Mai (Reuters) – Der Bundesrat setzt sich auf Drängen Bayerns für eine dauerhaft niedrige Biersteuer für kleine und mittelständische Brauereien ein. Der Finanzausschuss der Länderkammer gab eine entsprechende Empfehlung, wie Bayerns Finanzminister Albert Füracker am Freitag in Nürnberg mitteilte. Das sei ein wichtiger Teilerfolg. Nun sei der Bund gefragt, dem Wunsch der Länder zu folgen. 

Nach der Corona-Pandemie stünden Brauereien wegen hoher Energiekosten stark unter Druck, so CSU-Politiker Füracker. „Die vom Bund bisher vorgesehene Rückkehr zu den regulären Steuersätzen der Biersteuermengenstaffel wäre für die Betriebe eine nicht nachvollziehbare Steuererhöhung zur Unzeit.“ Das lehnten die Länder jetzt mehrheitlich ab, was eine gute Nachricht für die bayerischen Brauer sei. 

Die ermäßigten Biersteuersätze für kleine und mittelständische Anbieter wurden 2004 angehoben. In der Pandemie wurden sie dann befristet für die Jahre 2021 und 2022 wieder auf das Niveau von 2003 abgesenkt. Eine Verlängerung müsste der Bund im 8. Verbrauchsteueränderungsgesetz angehen, was bislang aber nicht vorgesehen ist.

Länder fordern vom Bund dauerhaft niedrige Biersteuer für kleine Brauereien

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Europa wird immer mehr zum Drogen-Umschlagplatz

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Brüssel, 06. Mai (Reuters) – Die Europäische Union entwickelt sich immer mehr zum Umschlagplatz für Drogen wie Kokain und Methamphetamin. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht von Europol und der Drogenagentur EMCDDA hervor, der am Freitag vorgestellt wurde. „Die Produktion wird jetzt auch in Europa ausgeweitet, was auf Veränderungen in der Rolle der Region im internationalen Kokainhandel hinweist,“ heißt es in dem Bericht. Demnach wird in Europa unter anderem Kokain aus Südamerika weiterverarbeitet.

Mit Millionen Verbrauchern ist Kokain nach Cannabis die meist konsumierte illegale Drogensorte in der Region. Die Umsätze im europäischen Kokainmarkt werden auf über zehn Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Der Markt für Methamphetamin wächst ebenfalls, bleibt aber viel kleiner als der für Kokain. 

Dem Bericht zufolge spielt vor allem Belgien eine zentrale Rolle im europäischen Drogenmarkt. Dort wurden 2020 rund 70 Tonnen Kokain beschlagnahmt und damit der größte Einzelfund in der EU. In Deutschland wurden in demselben Jahr rund zehn Tonnen Kokain beschlagnahmt.

Belgien ist auch den Niederlanden und Spanien ein führendes Land bei der Verarbeitung von Kokapaste. Das fertige Produkt wird zunehmend in andere Teile der Welt, etwa in den Nahen Osten und Asien, exportiert.

Europa wird immer mehr zum Drogen-Umschlagplatz

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Bundesbank-Chef für rasche Schritte gegen die hohe Inflation

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Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Bundesbank-Präsident Joachim Nagel dringt auf zügige Schritte der EZB zur Bekämpfung der hochschießenden Inflation. „Das Zeitfenster, das jetzt sich öffnet für die ersten geldpolitischen Maßnahmen, das geht so langsam zu“, sagte Nagel am Freitag auf einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in der Mainmetropole. „Wir müssen schauen, dass wir da jetzt in diesem Jahr was tun,“ sagte er. Die Inflation in der Euro-Zone war im April auf ein neues Rekordhoch von 7,5 Prozent gestiegen, was die Europäische Zentralbank (EZB) zunehmend unter Zugzwang bringt. Zudem sind auch die Inflationserwartungen an den Märkten kräftig nach oben gegangen.

Mit der EZB-Sitzung im März sei die geldpolitische Wende in der Euro-Zone eingeleitet worden, sagte Nagel. „Und jetzt müssen die nächsten Schritte kommen.“ Zu lange dürfe nicht gewartet werden. Er sei aber positiv optimistisch, dass das 2022 gelingen könne. Nagel verwies dabei auf die Gefahr, dass sich die über das EZB-Inflationsziel von zwei Prozent hinaus gestiegenen Inflationserwartungen verfestigen könnten. Dies würde am Ende einen höheren volkswirtschaftlichen Preis einfordern als wenn jetzt gehandelt werde, erläuterte der Bundesbank-Präsident.

Im Juni werde sich der EZB-Rat die Datenlage zur Wirtschaft anschauen, sagte Nagel. „Wenn die Zahlen so bleiben wie sie jetzt sind, dann sprechen die eine eindeutige Sprache.“ Erst mal würden dann die Anleihenkäufe beendet. Und dann werde geschaut, wann und in welcher Abfolge die nächsten Schritte kommen könnten. Eine Prognose, wann ein erster Zinsschritt zu erwarten sei und wie hoch dieser dann ausfallen werde, gab der Bundesbank-Präsident nicht. Letztmalig hatte die EZB im Jahr 2011 Leitzinsen angehoben.

Bundesbank-Chef für rasche Schritte gegen die hohe Inflation

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Pictet holt Experten zum Ausbau des Geschäfts mit alternativen Anlagen

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Zürich, 06. Mai (Reuters) – Der Schweizer Vermögensverwalter Pictet baut das Geschäft mit alternativen Anlagen weiter aus. Edmund Buckley hat die Leitung des Bereichs Direct Private Equity übernommen, wie ein Sprecher des Genfer Traditionsinstituts am Freitag sagte. In der Vergangenheit hatte Pictet für Kunden vor allem in Private-Equity-Fonds investiert.

Buckley, der bisher Manager bei der Private-Equity-Gesellschaft THI Investments war, soll nun das Geschäft mit Direktinvestitionen in Firmen ankurbeln. Bei Buckley handelt es sich um die erste prominente Ernennung von Elif Aktug, die die Division Pictet Alternative Advisors leitet und im September in den Kreis der acht geschäftsführenden Teilhaber von Pictet aufgenommen worden war.

Alternative Anlagen gehören zu den wichtigsten Wachstumsfeldern von Pictet. In Hedge Fonds, Private Equity und Immobilienfonds lagen Ende 2021 Kundengelder von 32 Milliarden Franken. Insgesamt kam Pictet damals auf Vermögen von 698 Milliarden Franken von reichen Privatkunden (Wealth Management) sowie Profi-Anlegern wie Pensionskassen oder Versicherungen (Asset Management).

Pictet

Andreas Klein besetze die ebenfalls neu geschaffene Position des Head of Private Debt, sagte der Sprecher. Der Bereich ermöglicht Anlegern, in Kredite an Unternehmen zu investieren. Private Debt tritt zunehmend in Konkurrenz zu klassischen Bankdarlehen. Klein hatte zuvor bei Intermediate Capital Group gearbeitet.

Alternativen Anlagen wird ein deutlich schnelleres Wachstum vorausgesagt als herkömmliche Anlagen in börsennotierte Aktien oder Anleihen. Der Berater Boston Consulting Group geht davon aus, dass die in diesem Bereich verwalteten Vermögen bis 2025 weltweit auf 22 Billionen Dollar klettern dürften von 15 Billionen 2020. Ein Treiber sind dabei die höheren Rendite-Erwartungen. Auch andere große Asset Manager wie der Brancheriese BlackRockBLK.Nsetzen auf diesen Trend. 

Pictet holt Experten zum Ausbau des Geschäfts mit alternativen Anlagen

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Nach Zwangslandung – Freundin von Regierungskritiker in Belarus verurteilt

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Berlin, 06. Mai (Reuters) – In Belarus ist die bei einer umstrittenen Zwangslandung eines Passagierflugzeugs festgenommene Freundin eines Oppositionellen zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ihr werde Anstachelung zum Hass vorgeworfen, teilte die Menschenrechtsgruppe Vyasna am Freitag mit.

Die 24 Jahre alte Russin Sofia Sapega befand sich im Mai 2020 zusammen mit ihrem Freund, dem bekannten belarussischen Blogger Roman Protasewitsch, an Bord einer Ryanair-Maschine, die auf dem Flug von Griechenland nach Litauen von der belarussischen Luftwaffe zu einer Zwischenlandung gezwungen worden war. Protasewitsch und Sapega direkt nach der Landung in Minsk verhaftet. Belarus begründete die Unterbrechung des Fluges mit einer angeblichen Bombendrohung. 

Die erzwungene Landung und die Festnahme der beiden Oppositionellen hatten scharfen Protest in Europa ausgelöst und Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko nach sich gezogen. Er warf dem regierungskritischen Blogger Protasewitsch vor, eine „blutige Rebellion“ geplant zu haben. Protasewitsch und Sapega hatten die Vorwürfe in Videos gestanden. Im Westen geht man davon aus, dass die Geständnisse unter Druck zustande gekommen waren. 2020 wurde Belarus von Massenprotesten gegen Lukaschenko und seine umstrittene Wiederwahl erschüttert, die der Präsident mit Rückendeckung Russlands niederschlagen ließ.

„Es tut mir leid für Sofia und ihre Familie“, teilte die ins Exil geflohene Oppositionsführerin Swiatlana Zichanuskaja mit. „Niemand sollte unter einer Diktatur leiden.“ Ein Verfahren gegen Protasewitsch steht noch aus.

Nach Zwangslandung – Freundin von Regierungskritiker in Belarus verurteilt

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