Dienstag, März 24, 2026
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Bietergruppe kauft Londoner Premier-League-Club Chelsea

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Club Chelsea
Flag football club Chelsea, England

07. Mai (Reuters) – Ein Konsortium unter der Führung des US-Unternehmers Todd Boehly übernimmt den Londoner Fußballclub Chelsea. Man habe sich mit den Käufern auf die Bedingungen der Transaktion über ein Gesamtvolumen von 4,25 Milliarden Pfund (4,97 Milliarden Euro)geeinigt, teilte Chelsea in der Nacht auf Samstag mit. Zur Käufergruppe zählten unter anderem der Finanzinvestor Clearlake Capital, der Schweizer Milliardär Hansjörg Wyss und der US-Unternehmer Mark Walter.

Die Übernahme solle bis Ende Mai über die Bühne gehen. 2,5 Milliarden Pfund steckten die neuen Eigentümer in den Erwerb der Chelsea-Aktien, 1,75 Milliarden Pfund sollten dem Club direkt zugutekommen und in das Stadion Stamford Bridge, die Frauenmannschaft, die Akademie und die Chelsea Stiftung fließen, erklärte der Premier-League-Verein. Boehly und Walter sind am US-Baseballteam Los Angeles Dodgers beteiligt. Trainer bei Chelsea ist der Deutsche Thomas Tuchel.

Der vorherige Chelsea-Besitzer, der russischstämmige Oligarch Milliardär Roman Abramowitsch, hatte den Verein nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zum Verkauf gestellt. Er ist mit Sanktionen belegt. Chelsea teilte mit, die Erlöse gingen auf ein eingefrorenes britisches Bankkonto. Abramowitsch werde diese für wohltätige Zwecke spenden. Dazu sei die Genehmigung der britischen Regierung erforderlich.

Ein Auge auf den Club aus der Premier League hatten einige geworfen, so etwa die Familie Ricketts, Eigentümer des US-Baseball-Teams Chicago Cubs, der US-Investor Stephen Pagliuca, Miteigentümer des US-Basketball-Klubs Boston Celtics wie auch der Investor Martin Broughton.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Musk will Umsatz von Twitter verfünffachen

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Musk Tesla Elon Twitter
Elon Musk, CEO of Tesla Motors Inc., speaks during a delivery ceremony for Tesla Model S sedan in Beijing, China, 22 April 2014. Tesla Motors Inc. began deliveries of the Model S sedan in China as Chief Executive Officer Elon Musk tested the reluctance of consumers in the worlds largest auto market to buy electric cars. The billionaire chairman hosted an event on Tuesday (22 April 2014) to mark the occasion, according to the Palo Alto, California-based company. The electric-car maker has been taking orders since August and opened an 800-square-meter (8,600 square feet) store in a Beijing shopping mall late last year to showcase its vehicles.

07. Mai (Reuters) – Tesla-Chef Elon Musk will den Umsatz von Twitter einem Zeitungsbericht zufolge deutlich hochschrauben. Er plane bis 2028 einen jährlichen Umsatz von 26,4 Milliarden Dollar nach fünf Milliarden Dollar im vergangenen Jahr, berichtete die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf Unterlagen für Investoren.

Twitter Musk

Demnach solle der Werbeanteil am Umsatz auf 45 Prozent fallen von 90 Prozent im Jahr 2020 und dann zwölf Milliarden Umsatz bringen, weitere zehn Milliarden Dollar sollten aus Abonnements kommen. Der Cashflow solle ebenfalls steigen auf 3,2 Milliarden Dollar 2025 und dann auf 9,4 Milliarden Dollar 2028, schrieb die Zeitung.

Musk rechne damit, dass die Zahl der Twitter-Mitarbeiter bis 2025 auf rund 11.100 Mitarbeiter zulege von jetzt rund 7500. Musk war für einen Kommentar nicht erreichbar, Twitter gab zunächst keine Stellungnahme ab. 

Musk will Twitter für 44 Milliarden Dollar kaufen. Erst vergangene Woche hatte der US-Kurznachrichtendienst der Übernahme durch Musk zugestimmt. Im Moment zählt Twitter rund 217 Millionen Nutzer.

Musk will Umsatz von Twitter verfünffachen

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Ukraine aktuell 07.05.22

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07. Mai (Reuters)– Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.55 Uhr – WHO – 200 Angriffe auf ukrainische Gesundheitseinrichtungen dokumentiert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben ihres Notfalldirektors Mike Ryan bereits 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine dokumentiert. Die Ergebnisse würden weitergegeben, um zu klären, ob dabei Verbrechen begangen seien. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagt in Kiew, seine Organisation stehe den Ukrainern in dem Konflikt mit Russland zur Seite. Russland müsse den Krieg stoppen. 

19.33 Uhr – Russland teilt mit, Hochpräzisionsraketen hätten auf Flughäfen in den Regionen Arzis, Odessa und Wosnessensk ukrainisches Fluggerät zerstört. Was genau dabei zerstört wurde, blieb zunächst offen. Das Verteidigungsministerium erklärt zudem, russische Iskander-Raketen hätten nahe der Stadt Charkiw für die Ukraine bestimmte Ausrüstung aus den USA und Europa getroffen. 

18.40 Uhr – Die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk erklärt, es seien alle Kinder, Frauen und ältere Personen aus dem Stahlwerkskomplex Asowstal in Mariupol evakuiert worden. „Dieser Teil des humanitären Einsatzes in Mariupol ist beendet.“


15.50 Uhr – Duma-Chef – USA sind militärische Beteiligte in Ukraine

Der einflussreiche russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin bezichtigt die USA einer unmittelbaren Beteiligung am Krieg in der Ukraine. „Washington koordiniert und entwickelt wesentlich militärische Operationen und beteiligt sich damit unmittelbar an Militäraktionen gegen unser Land“, schreibt der Gefolgsmann von Präsident Wladimir Putin auf dem Nachrichtendienst Telegram. Wolodin ist Vorsitzender der Duma, des Unterhauses des russischen Parlaments. Die USA und ihre Verbündeten in der Nato unterstützen zwar nach eigenen Angaben die Ukraine unter anderem mit Waffen, haben aber erklärt, damit seien sie keine Kriegspartei. Russland bezeichnet sein Vorgehen nicht als Krieg, sondern als militärische Spezialoperation.

15.10 Uhr – Gouverneur – Museum für ukrainisch-russischen Philosophen zerstört

Bei den Kämpfen in der Region Charkiw ist nach ukrainischen Angaben ein Literaturmuseum zerstört worden, das dem sowohl in der Ukraine als auch in Russland verehrten Philosophen Hryhorij Skoworoda gewidmet war. Das historische Gebäude sei durch russischen Beschuss in Brand geraten und zerstört worden, teilt der Gouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, mit. Die wertvollsten Teile des Inventars seien an einem sicheren Ort ausgelagert. Der Philosoph und Dichter, der in Russland unter dem Namen Grigori Skoworoda bekannt ist und dort am Zarenhof gewirkt hatte, war vor 300 Jahren geboren worden.

14.45 Uhr – Gouverneur – Raketenangriffe im Norden der Ukraine

Auch aus dem Norden der Ukraine melden örtliche Behörden Raketenangriffe. In den Gemeinden Myropilske and Chotin in der Region Sumy seien Raketen eingeschlagen, teilt Gouverneur Dmytro Schywyzkyj mit. Dabei sei ein Grenzschutzbeamter verletzt worden. Die russischen Streitkräfte hatten sich im April aus dieser Region zurückgezogen.

14.30 Uhr – In der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Angaben der Regionalverwaltung mehrere Raketen eingeschlagen. Vor den Angriffen auf das Stadtgebiet seien heute bereits Ziele im Umland von vier Raketen getroffen worden, sagt eine Sprecher der Regionalverwaltung im Fernsehen.

14.20 Uhr – Russland – Bombe in von Journalisten bewohntem Haus in Berlin entschärft

Die Polizei in Berlin untersucht nach eigenen Angaben einen Vorfall, der sich am Freitag in einem Wohnhaus ereignet haben soll, in dem russische Journalisten leben. Die russische Botschaft in Berlin erklärt, durch ein Fenster des Gebäudes sei eine Flasche geworfen worden, und spricht von einer Bombe, die von deutschen Sicherheitskräften entschärft worden sei. Die Polizei erklärt, ein Konstrukt mit einer Flasche sei in einem Lichthof vor dem Haus entdeckt und dann von Kriminaltechnikern kontrolliert zerstört worden. Ermittlungen des Staatsschutzes und der Generalstaatsanwaltschaft dauerten an. Das russische Außenministerium erklärt, Behörden in Deutschland und anderen Staaten der EU und der Nato müssten russische Journalisten schützen. Diese würden in westlichen Staaten drangsaliert. Die EU hat russische Staatsmedien mit Sanktionen belegt und ihnen vorgeworfen, Lügen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu verbreiten. Westliche Staaten sowie internationale Medien haben Russland wiederholt vorgeworfen, Journalisten zu bedrängen und die Meinungsfreiheit zu beschränken.

13.15 Uhr – Nach Darstellung der Separatisten im ostukrainschen Gebiet Donezk sind 50 weitere Zivilisten aus dem Asowstal-Werk in Mariupol in Sicherheit gebracht worden. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Hauptquartier der Streitkräfte der selbst ernannten Volksrepublik Donezk.

12.40 Uhr – Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hofft auf weitere Evakuierungen von Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk Asowstal in Mariupol. Die Erfahrung habe gezeigt, dass erfolgreiche Evakuierungen den Weg für weitere bereiten könnten, weil beide Seiten sähen, dass es funktioniere, sagt Dominik Stillhart, Direktor für Operationen beim IKRK, der „Neuen Zürcher Zeitung“ (Samstagausgabe). Er hoffe, dass man auf dieses Minimum an Vertrauen aufbauen könne. Er glaube nicht, dass der Konflikt bald vorüber sei.

10.10 Uhr – Russland – Lager mit Militärgerät aus USA und Europa zerstört

Russland hat eigenen Angaben zufolge ein großes Lager mit militärischem Gerät aus Europa und den USA zerstört. Das Lager habe sich in der Nähe des Bahnhofs Bohoduchiw in der Region Charkiw befunden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. In der Nacht seien 18 ukrainische Militäreinrichtungen getroffen worden, darunter drei Munitionsdepots in Datschne nahe der Stadt Odessa.

08.25 Uhr – Großbritannien – Ukraine-Krieg belastet russische Einheiten deutlich

Der Krieg in der Ukraine setzt dem britischen Militärgeheimdienst zufolge einigen der modernsten und leistungsfähigsten Einheiten der russischen Streitkräfte deutlich zu. Mindestens ein russischer T-90M, der modernste russische Panzer, sei bei Kämpfen zerstört worden, wie das britische Verteidigungsministerium in einem Lagebericht auf Twitter schreibt. Bei den am besten ausgerüsteten russischen Einheiten seien rund 100 T-90M im Einsatz, darunter auch die in der Ukraine.

04.15 Uhr – Nato-Chef fordert mehr Waffenlieferungen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ruft den Westen zu weiteren Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine auf. „Die Ukraine benötigt dringend weitere schwere Waffen, der Westen sollte seine Lieferungen intensivieren, noch mehr tun und sich auf ein langfristiges Engagement vorbereiten“, sagt Stoltenberg der „Welt am Sonntag“ einem Vorabbericht zufolge. Nur so könne Kiew die russische Invasion erfolgreich abwehren. Die Ukraine müsse sich auf einen „langen Krieg“ mit Russland einstellen, der noch Monate oder gar Jahre dauern könnte. 

03.25 Uhr – Bei der Aufklärung mutmaßlicher Kriegsverbrechen an Zivilisten helfen nun auch Spezialisten des Bundeskriminalamts (BKA) mit Know-how und Ausrüstung. Das Bundesinnenministerium bestätigt auf Anfrage der „Bild“-Zeitung einem Vorabbericht zufolge, dass erste Forensik-Materialien unterwegs in Richtung Ukraine seien. BKA-Forensiker sollen bei der Untersuchung von Leichen helfen und Schulungen für Tatortarbeiten anbieten. Dies soll zunächst aus Sicherheitsgründen „in Deutschland oder in einem Nachbarland der Ukraine“ erfolgen.

01.20 Uhr – US-Präsident Joe Biden kündigt am Freitag ein Sicherheitspaket für die Ukraine an, das zusätzliche Artilleriemunition, Radare und andere Ausrüstungsgegenstände umfasst. Der Wert der Ausstattung liegt bei 150 Millionen US-Dollar, teilt ein Beamter mit.

Ukraine aktuell 07.05.22

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Erste Ergebnisse deuten auf Sieg von Sinn Fein in Nordirland hin

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Belfast, 06. Mai (Reuters) – Bei der Parlamentswahl in der britischen Provinz Nordirland steht die katholisch-nationalistische Partei Sinn Fein ersten Ergebnissen zufolge vor einem historischen Sieg. Nach der Auszählung für 16 der 90 Sitze am Freitagnachmittag lag sie bei zehn und die pro-britische Democratic Unionist Party (DUP) bei zwei Sitzen.

„Sinn Fein wird mit Sicherheit die größte Partei“, sagte der Politikwissenschaftler Nicholas Whyte. DUP-Chef Jeffrey Donaldson erklärte dagegen, der Ausgang des engen Rennens könne nicht vorhergesagt werden. Eine Auszählung aller Ergebnisse nach der Abstimmung vom Donnerstag könnte bis Samstagmorgen dauern. Bei den zeitgleichen Kommunalwahlen in Großbritannien wurden Premierminister Boris Johnson und seine Konservativen abgestraft.

Bei einem Sieg würde mit der als politische Vertretung der früheren militanten Untergrundorganisation IRA bekanntgewordenen Sinn Fein erstmals eine nationalistische Partei stärkste Kraft in der Regierung in Belfast werden. Sie tritt für eine Vereinigung der Provinz mit dem EU-Staat Irland ein. Nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 müssen Vertreter des katholischen und des protestantischen Lagers immer zusammen regieren.

Demnach kann die britische Regierung ein Referendum anberaumen, wenn sich eine Mehrheit für eine Vereinigung Nordirlands mit der Republik Irland abzeichnet. Der EU-Austritt Großbritanniens hat der Nordirland-Frage neue Brisanz verliehen und vor allem zu Diskussionen über die Grenze zwischen der britischen Provinz und dem EU-Mitglied Irland geführt.

Erste Ergebnisse deuten auf Sieg von Sinn Fein in Nordirland hin

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Zinssorgen drücken Europas Börsen ins Minus

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Dax fällt Zins

Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Die Spekulationen an den Börsen auf größere Zinssprünge in den USA reißen nicht ab. Europas Aktienanleger zogen sich am Freitag weiter zurück: Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils rund anderthalb Prozent. Der deutsche Leitindex fiel auf Wochensicht um drei Prozent auf 13.674 Punkte. Auch ein überraschend starker Stellenaufbau in den USA hellte die Stimmung nicht auf. Die Wall Street blieb nach ihrem Ausverkauf von Donnerstag angeschlagen und notierte bei Handelsschluss in Europa bis zu 0,9 Prozent tiefer. Grafik: AgenaTrader, Grafikdownload

Dax fällt Zins
Screenshot: AgenaTrader 6.5.2022

„Die Stimmung an den Börsen ist schlecht und im aktuellen Umfeld fehlen die Kaufanreize für Aktien“, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets. Die Furcht vor einer Rezession infolge des Ukraine-Krieges und rasch steigenden Zinsen treibt die Anleger um. Die Signale vom Arbeitsmarkt lieferten der Fed Experten zufolge keinen Grund, den geldpolitischen Straffungskurs der US-Notenbank Fed in Frage zu stellen – im Gegenteil.

Im vergangenen Monat entstanden 428.000 neue Jobs, von Reuters befragte Volkswirte hatten lediglich mit 391.000 gerechnet. „Die Investoren wollen einerseits einen starken Arbeitsmarkt sehen, der verhindert, dass die Wirtschaft in eine Rezession fällt“, sagte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst von CMC Markets. „Andererseits darf dieser aber auch nicht zu stark werden, damit sie den Worten von Fed-Chef Jerome Powell Glauben schenken können, dass es keine Zinsschritte über 50 Basispunkte geben wird.“

ANLEGER SPEKULIEREN AUF STEIGENDE ZINSEN IM EURO-RAUM 

Neben der US-Notenbank lässt aber auch das Vorgehen der Europäischen Zentralbank (EZB) in puncto Zinswende die Anleger nicht los. Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung im Euro-Raum nahmen zu, nachdem das französische EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau sich für ein Ende der Anleihenkäufe in der zweiten Jahreshälfte ausgesprochen hatte – was als Voraussetzung für eine Zinserhöhung gilt. Der EuroEUR= verteuerte sich in der Spitze um 0,6 Prozent auf 1,0599 Dollar.

Am Anleihenmarkt trennten sich die Investoren von Staatspapieren – dies trieb die Rendite der zehnjährigen deutschen Bonds auf 1,140 Prozent, den höchsten Stand seit September 2014. Die US-Pendants rentierten bei bis zu 3,131 Prozent. Mit steigenden Zinsen werden Anleihen im Vergleich zu Aktien zunehmend attraktiver für Investoren.

RTL KANN MIT UMSATZZAHLEN NICHT PUNKTEN

Adidas vergraulte die Anleger mit einem Gewinneinbruch zu Jahresbeginn und schraubte seine Ziele für 2022 zurück. Grund für den schwindenden Optimismus ist das Geschäft in China, das unter Boykottaufrufen gegen westliche Marken und den neuerlichen Corona-Lockdowns in großen Städten leidet. Die Aktien des Sportartikelkonzerns rutschten im Dax um 3,6 Prozent ab. Für die Aktien des Rivalen Puma ging es 1,6 Prozent abwärts. 

Im MDax musste RTL trotz eines Umsatzwachstums zum Jahresauftakt Federn lassen. Die Aktien des europäischen Fernsehkonzerns fielen um 5,7 Prozent. Laut einem Händler lagen die Umsatzzahlen leicht unter den Markterwartungen. Ein Kursfeuerwerk zündete dagegen SAF Holland, die im SDax 13,2 Prozent auf 7,64 Euro zulegten. Der bayerische Lkw-Zulieferer hat nach einem Anstieg im ersten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erhöht. 

An der Londoner Börse brockten ein überraschend hoher Quartalsverlust und gekappte Gesamtjahresziele IAG Leinen Kursrutsch ein. Die Aktien der British-Airways-Mutter gaben in London 6,9 Prozent nach.

Zinssorgen drücken Europas Börsen ins Minus

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

EU-Kreise – Kommission kommt Osteuropäern bei Öl-Embargo entgegen

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Brüssel, 06. Mai (Reuters) – Im Ringen um ein Öl-Embargo gegen Russland geht die EU-Kommission Diplomatenkreisen zufolge auf osteuropäische Staaten zu. Ungarn, Tschechien und die Slowakei sollten längere Übergansfristen bis zu einem Stopp der Einfuhren bekommen, sagte ein EU-Diplomat am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

So sei für Ungarn und die Slowakei eine Frist bis Ende 2024 für russisches Öl geplant. Für Tschechien soll sie bis Mitte 2024 gelten, es sei denn, eine neue Pipeline über Südeuropa werde früher fertig. Die Ausnahmeregelungen sollten grundsätzlich nur für Pipeline-Öl gelten. Zudem soll es Hilfen für neue Öl-Versorgungsanlagen geben. Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte, wenn es am Wochenende keine Einigung der Staaten auf das Embargo gebe, werde er ein Außenminister-Sondertreffen einberufen. 

Die Kommission hatte am Mittwoch ein sechstes Sanktionspaket einschließlich eines Öl-Embargos beschlossen. Danach sollten in sechs Monaten alle Rohöl-Einfuhren gestoppt und bis Ende des Jahres auch alle verarbeiteten Öl-Produkte nicht mehr eingeführt werden. Ungarn und die Slowakei sollten EU-Kreisen zufolge eine Ausnahme bis Ende 2023 bekommen. Dennoch hatten die Regelungen bei mehreren osteuropäischen Ländern, die besonders abhängig von russischem Öl sind, für Kritik gesorgt, 

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban lehnte das gesamte Paket, das auch Sanktionen gegen Banken und gegen mutmaßlich Verantwortliche für Kriegsverbrechen einschließt, ab. Sein Land könne es in der gegenwärtigen Form nicht unterstützen, sagte er dem staatlichen Rundfunk. Die Vorschläge der EU-Kommission kämen dem Abwurf einer Atombombe auf die ungarische Wirtschaft gleich. Ungarn sei aber bereit zu verhandeln, sollte es einen neuen Vorschlag geben, der den ungarischen Interessen entspreche. Ungarn ist in der EU das Land, mit den engsten Beziehungen zu Russland. 

Auch die Slowakei und Tschechien hatten eine dreijährige Übergangsfrist bei den Öl-Importen gefordert. Bulgarien hat ebenfalls auf Ausnahmen gedrängt. In EU-Kreisen hieß es, sie hätten dafür aber keine ausreichende Begründung. Eine Verlängerung bis ins Jahr 2024 der Fristen würde den Ländern in diesem Punkt aber so schon ein Stück entgegenkommen. 

DEUTSCHLAND WANDELTE SICH ZUM EMBARGO-UNTERSTÜTZER

Um ein Öl-Embargo wird seit Wochen intensiv gerungen. Experten-Schätzungen zufolge haben die EU-Länder seit Kriegsbeginn Russland etwa 20 Milliarden Euro für Öl überwiesen. Deutschland hatte nach anfänglicher Skepsis seinen Widerstand aufgegeben und die Embargo-Pläne unterstützt. Hintergrund ist, dass die Abhängigkeit von russischen Importen schneller als vermutet von einst 35 Prozent auf rund zwölf Prozent gesunken ist. Eine Regierungssprecherin sagte, die Sanktionen müssten vor allem Russland treffen. In diesem Lichte seien die Beratungen über mögliche Ausnahmen oder Verlängerungen zu sehen. 

Wirtschaftsminister Habeck hatte die ursprünglich geplanten Fristen für Deutschland als lang genug eingestuft, um Alternativen bei den Lieferungen zu finden. Dennoch könne es Probleme geben, hatte er mit Blick auf Ostdeutschland gesagt. „Wir können natürlich nicht in der Situation garantieren, dass es nicht stockend wird, vor allem regional stocken wird.“ Tendenziell könnten auch die Preise steigen, man könne da aber nur spekulieren.

Habeck zufolge werden die verbliebenen zwölf Prozent Anteil russischen Öls im Wesentlichen von der Raffinerie Schwedt an der Oder verarbeitet, die vom russischen Rosneft-KonzernROSN.MM kontrolliert wird. Hier wird ein neue Konstruktion bei den Eigentümern gesucht, um dann die Öl-Lieferungen für Schwedt umzustellen. Habeck will die Raffinerie, die ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Brandenburg ist, am Montag besuchen.

EU-Kreise – Kommission kommt Osteuropäern bei Öl-Embargo entgegen

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Schweizer Abgeordnete lehnen Bankgeheimnis-Lockerung für Journalisten ab

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Zürich, 06. Mai (Reuters) – Ein Vorstoß zur weiteren Aufweichung des Bankgeheimnisses in der Schweiz hat schlechte Karten. Eine Parlamentskommission sprach sich am Freitag gegen zwei Anträge aus, die über eine Änderung des Bankengesetzes die Pressefreiheit in Bezug auf Finanzplatz-Fragen stärken wollten.

Die Schweizer Banken hätten sich über die vergangenen Jahre in Bezug auf die Prävention von Geldwäsche und anderen wirtschaftskriminellen Aktivitäten stark weiterentwickelt und würden den internationalen Standards entsprechen. Mit einer Änderung des Bankengesetzes bestehe das Risiko, dass öffentlichen Vorverurteilungen von Privatpersonen Vorschub geleistet würde, erklärte die Kommission.

Auslöser der Kontroverse war die Veröffentlichung von Medienberichten unter der Überschrift „Suisse Secrets“, wonach die Schweizer Großbank Credit Suisse über viele Jahre hinweg korrupte Politiker, Autokraten und Kriminelle als Kunden akzeptiert haben soll. Die Recherche ging auf der „Süddeutschen Zeitung“ zugespielte Unterlagen zurück. Die Schweizer Mediengruppe Tamedia verzichtete aus Angst vor einer Verletzung des Bankgeheimnisses darauf, sich an der Recherche zu beteiligen. 

Dies rief die Vereinten Nationen auf den Plan. Die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, Irene Khan, wandte sich im März an die Schweizer Regierung und kritisierte, dass das Bankengesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Medienfreiheit einschränke. Die Parlamentskommission erklärte nun, dass bis anhin noch nie ein Journalist aufgrund einer Verletzung dieser Gesetzesbestimmung verurteilt worden sei.

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Versicherern geht Gesetz zur virtuellen Hauptversammlung nicht weit genug

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München, 06. Mai (Reuters) – Die deutsche Versicherungswirtschaft sieht im Gesetzentwurf zur dauerhaften Einführung virtueller Hauptversammlungen von Firmen eine verpasste Chance. „Die hohen rechtlichen Hürden des vorliegenden Entwurfs dürften die meisten Unternehmen von rein virtuellen Versammlungen abschrecken“, befürchtet der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes GDV, Jörg Asmussen.

Mit dem Versuch, die traditionelle Hauptversammlung in großen Sälen oder Hallen möglichst vollständig in ein Online-Format zu übersetzen, „werden bestenfalls Präsenzveranstaltungen mit virtuellem Anstrich errreicht“, sagte Asmussen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Das sei „ein deutlicher Rückschritt für die Digitalisierung des Wirtschaftslebens“.

Der GDV vertritt zahlreiche große börsennotierte Unternehmen wie die Allianz und die Münchener Rück. Das Gesetz soll die während der Corona-Pandemie eingeführte virtuelle Hauptversammlung über August 2022 hinaus ermöglichen. Es wird in der kommenden Woche in erster Lesung im Bundestag behandelt. Die Bundesregierung hatte den Referentenentwurf nachgebessert, weil Aktionärsvertreter zu wenig Mitspracherecht im Vergleich zur Präsenz-Hauptversammlung moniert hatten.

Damit wüchsen aber die Risiken für die Unternehmen, mahnte Asmussen. Nötig sei unter anderem eine Begrenzung der vorab eingereichten Fragen und der schriftlichen Stellungnahmen von Aktionären oder der zulässigen Dauer von deren Reden. Auch die Auflage, die Aktionäre alle fünf Jahre neu über die Form der Hauptversammlung abstimmen zu lassen, stört den GDV.

Versicherern geht Gesetz zur virtuellen Hauptversammlung nicht weit genug

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Talfahrt an Wall Street hält an – Under Armour unter Druck

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Frankfurt, 06. Mai (Reuters) – Die Zinssorgen halten die Wall Street im Klammergriff. Die Aktienkurse gingen am Freitag erneut in die Knie. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 fielen um je rund ein Prozent auf 32.634 und 4092 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,9 Prozent auf 12.072 Zähler.

Angesichts der steigenden Inflation zweifeln die Investoren daran, dass die Notenbank Fed weitere Anhebungen der Zinsen im größeren Stil von 75 Basispunkten tatsächlich vermeiden kann. Die Signale vom Arbeitsmarkt lieferten der Fed Experten zufolge auch keinen Grund, den geldpolitischen Straffungskurs in Frage zu stellen. Im vergangenen Monat entstanden 428.000 neue Jobs, von Reuters befragte Volkswirte hatten lediglich mit 391.000 gerechnet.

Die Papiere von Under Armour brachen um mehr als 21 Prozent ein. Ähnlich wie Rivale Adidas leidet der Sportartikel-Hersteller unter den Corona-Lockdowns in China und rechnet mit einem Gesamtjahresergebnis unter Markterwartungen. Aktien von Nike gaben ebenfalls um 4,5 Prozent nach.

Ein Quartalsumsatz über Markterwartungen und angehobene Gesamtjahresziele bewahrten DoorDash nicht vor einem Kursverlust von mehr als elf Prozent. Die Gewinnaussichten seien verhalten, weil der Essenslieferant viel Geld in seine Expansion stecke, kommentierte Analyst Jake Fuller vom Brokerhaus BTIG.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Schweizer Börse steuert auf deutliches Wochen-Minus zu

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Zürich, 06. Mai (Reuters) – Zinssorgen haben die Schweizer Börse am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. Angesichts der steigenden Inflation befürchteten die Anleger, dass die US-Notenbank Fed um kräftige Zinserhöhung von 75 Basispunkten nicht herumkommen könnte. Der SMI sank bis kurz vor Handelsschluss um 1,4 Prozent auf 11.713 Punkte. Im Verlauf der gesamten Woche steuerte das Börsebarometer damit auf ein Minus von rund 3,4 Prozent zu, der stärkste Abschlag seit zwei Monaten.

VT Wealth Management-Anlagechef George Alevrofas rechnete in den kommenden Wochen mit weiteren Abgaben. Um die fallenden Kurse zur Aufstockung von Positionen zu nutzen, sei es noch zu früh. „Insgesamt müssen wir uns mit Blick auf die Gesamtmengenlage wohl auf einen schwierigen Sommer einstellen.“

Von den 20 Schweizer Blue chips gaben 18 nach. Sika sackten um 4,6 Prozent ab. Die marokkanische Wettbewerbsbehörde hat eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 1,2 Millionen Franken gegen den Bauchemiekonzern verhängt. Auch Novartis standen unter Druck. Der Pharmakonzern hat die Produktion von zwei Krebsmedikamenten in zwei Werken vorübergehend eingestellt.

Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, weil Qualitätsmängel nicht ausgeschlossen werden könnten, so das Unternehmen. Dagegen holten Swiss ReSRENH.Seinen Teil der im Anschluss an ein enttäuschendes Quartalsergebnis verbuchten Kursverluste wieder auf und gewannen 0,8 Prozent. 

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