Samstag, März 21, 2026
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Bundesregierung besorgt wegen China – „Neue Lieferengpässe denkbar“

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Berlin, 13. Mai (Reuters) – Die Bundesregierung blickt mit Sorge auf die Folgen der Corona-Politik beim wichtigsten deutschen Handelspartner China. „Sollte China weiterhin von Lockdowns betroffen sein, sind neue Lieferengpässe und eine Verlangsamung des Welthandels denkbar“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Auch deshalb falle der Ausblick für den deutschen Außenhandel in den kommenden Monaten „gemischt aus“. 

China betreibt eine rigide „Null-Covid“-Politik mit harten regionalen Lockdowns, was die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zunehmend zu spüren bekommt. „Rund 3 Prozent der weltweiten Containerfrachtkapazität steht zurzeit vor dem Hafen Shanghai im Stau“, heißt es im Monatsbericht. China ist seit 2016 der wichtigste Handelspartner Deutschlands: Zwischen beiden Ländern wurden allein im vergangenen Jahr Waren im Wert von 245,4 Milliarden Euro gehandelt.

Insgesamt rechnet das Haus von Ressortchef Robert Habeck weiter mit Gegenwind für die deutsche Wirtschaft. Der Ausblick stehe „unter dem Vorzeichen des nach wie vor hohen Preisdrucks und der immer noch ungewissen Dauer und dem Ausgang des russischen Angriffskriegs in der Ukraine“. In den kommenden Monaten dürften die Inflation und die Verunsicherung wegen des Ukraine-Kriegs etwa das Konsumklima belasten.

Am Arbeitsmarkt habe trotz des russischen Angriffskriegs die Frühjahrsbelebung eingesetzt. „Die Dynamik am Arbeitsmarkt dürfte allerdings in den nächsten Monaten auf Grund der konjunkturellen Dämpfung und einer zunehmenden Normalisierung nachlassen“, so das Ministerium.

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal mit einem Wachstum von 0,2 Prozent knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,2 Prozent. Das sind 1,4 Prozentpunkte weniger als im Januar im Jahreswirtschaftsbericht angenommen.

Bundesregierung besorgt wegen China – „Neue Lieferengpässe denkbar“

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

G7 beraten Ukraine-Krise – Mehr Waffen gefordert

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Weißenhaus, 13. Mai (Reuters) – Die Ukraine braucht nach den Worten der britischen Außenministerin Liz Truss mehr Waffen. Die Lieferungen und weitere Sanktionen gegen Russland seien sehr wichtig, um den Druck auf Präsident Wladimir Putin aufrecht zu erhalten, sagte Truss am Freitag zum Auftakt des Treffens der G7-Außenminister in Weißenhaus in Schleswig-Holstein.

Die Europäische Union stellt der Ukraine weitere 500 Millionen Euro als Militärhilfe zur Verfügung, wie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in Weißenhaus ankündigte. Damit erhöht sich die Militärhilfe der EU für die Ukraine laut Borrell auf insgesamt zwei Milliarden Euro. 

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock erklärte auf Twitter, niemals seit Ende des Kalten Krieges seien die sieben führenden westlichen Industriestaaten einer größeren Herausforderung ausgesetzt gewesen als derzeit. „Niemals waren wir geschlossener. Unsere gemeinsamen Werte sind unsere Stärke.“ Deutschland hat derzeit die G7-Präsidentschaft inne.

Weitere Mitglieder sind die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan, deren Außenminister Baerbock nach Schloss Weißenhaus in Schleswig-Holstein eingeladen hat. Am Freitagvormittag nahmen auch die Außenminister der Ukraine und von Moldawien, Dmytro Kuleba und Nicu Popescu, an dem Treffen teil.

G7 beraten Ukraine-Krise – Mehr Waffen gefordert

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Dax setzt erneut zur Erholung an – 14.000er Marke wieder im Blick

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Frankfurt, 13. Mai (Reuters) – Zum Abschluss einer turbulenten Börsenwoche steigen Anleger wieder am deutschen Aktienmarkt ein. Der Dax legte zur Eröffnung am Freitag 0,6 Prozent auf 13.823 Punkte zu. „Wer an diesem Morgen allerdings die positiven Nachrichten sucht, die für die Erholung verantwortlich sind, wird keine finden“, gibt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets zu bedenken. Es handele sich lediglich um eine Reaktion auf vorangegangene Verluste und um die Folgen aufgelöster Wetten auf einen weiteren Kursverfall. 

Bei den Unternehmen rückte die Deutsche Telekom ins Rampenlicht. Der Ex-Monopolist blickt nach einem starken Quartalsergebnis optimistischer auf das Gesamtjahr. Die neuen Ziele blieben aber etwas hinter den Markterwartungen zurück, monierte ein Börsianer. Die T-Aktie büßte ein Prozent ein.

Dax setzt erneut zur Erholung an – 14.000er Marke wieder im Blick

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Aktien von Freenet nach Zahlen gefragt

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Berlin, 13. Mai (Reuters) – Die Aktien des Mobilfunkanbieters Freenet haben nach einem guten Jahresstart auf den Kauflisten der Anleger gestanden. Die im MDAX gelisteten Papiere legten zum Handelsstart am Freitag 4,8 Prozent zu. Das Unternehmen aus dem norddeutschen Büdelsdorf punktete mit einer verbesserten Profitabilität.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) legte im ersten Quartal um 9,2 Prozent auf 118 Millionen Euro zu, vor allem weil umfangreiche Einsparungen griffen. Die starke Profitabilität helfe der Aktie, sagte ein Händler. Der Umsatz hingegen sank um 2,3 Prozent auf 616,8 Millionen Euro. Das Minus hing mit schlechteren Geschäften der Mobilfunksparte zusammen, die allerdings größtenteils von höheren Einnahmen des Internetfernsehangebots waipu.tv ausgeglichen wurden.

Für das laufende Jahr erwartet der größte Mobilfunkanbieter in Deutschland ohne eigenes Netz weiterhin einen Anstieg des Ebitda auf 450 und 470 Millionen Euro. Freenet kauft den Netzbetreibern Telefon-Minuten und Daten-Pakete ab und vermarktet diese unter eigenem Namen sowie über verschiedene Marken. Allerdings will das Unternehmen nun stärker mit der Dachmarke Freenet in die Öffentlichkeit treten und verabschiedet sich deswegen langsam von der eigenen Marke Mobilcom-Debitel.

Aktien von Freenet nach Zahlen gefragt

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

China will Jobchancen von Hochschulabsolventen verbessern

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Peking, 13. Mai (Reuters) – Die chinesische Regierung will mehr Hochschulabsolventen in Lohn und Brot bringen. Kleinere Unternehmen, die solche Kandidaten einstellen, sollen mit Subventionen gefördert werden, wie der Staatsrat am Freitag in Peking mitteilte.

Wer als Absolvent ein Startup gründet, soll mit Steuererleichterungen und besseren Kreditkonditionen unter die Arme gegriffen werden. Im Rahmen eines staatlichen Programms zur Förderung des Unternehmertums werden künftig auch kostenlose Geschäfts- und Büroräume angeboten. China wolle eine gesunde Entwicklung der Online-Plattform-Wirtschaft fördern, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen, hieß es dazu.

Angesichts der zunehmenden Konjunkturrisiken und zugleich einer Rekordzahl von auf den Arbeitsmarkt drängenden Berufsanfängern wächst derzeit der Druck auf die Regierung, genügend Job-Möglichkeiten zu schaffen. Getrübt werden die wirtschaftlichen Aussichten zum einen durch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine, zum anderen durch die neue Corona-Welle in der Volksrepublik.

China betreibt eine rigide „Null-Covid“-Politik mit harten regionalen Lockdwons, was die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zunehmend zu spüren bekommt. Einige Fachleute sehen sogar Rezessionsrisiken und plädieren für mehr Konjunkturimpulse der Politik. Die Regierung in Peking hat bereits die Unternehmenssteuern gesenkt und mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt. Außerdem wurde die Unterstützung für einige Wirtschaftsbereiche angehoben.

China will Jobchancen von Hochschulabsolventen verbessern

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Russland droht Zahlungsausfall am 25. Mai

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Rohstoffexport Russland Türkei China Brasilien

Ein Kommentar von Cathy Hepworth, Head of Emerging Markets Debt bei PGIM Fixed Income:

„Schwellenländeranleihen leiden weiterhin unter den Unsicherheiten in Bezug auf das Wirtschaftswachstum und die Politik in der ganzen Welt. Dies gilt insbesondere für China, wo ein langsameres Wachstum auf laue staatliche Konjunkturprogramme trifft. Die Kreditdaten für den Monat April, die diese Woche in China veröffentlicht werden sollen, könnten Aufschluss über das Wachstum geben.

Auch die Geopolitik belastet weiterhin die EM-Anleihen. Die Lizenz des U.S. Office of Foreign Asset Control (OFAC) für Russland zur Bedienung seiner Auslandsschulden wird am 25. Mai auslaufen. Wenn die OFAC beschließt, diese Lizenz nicht zu verlängern, könnte die russische Regierung zahlungsunfähig werden.

Die Anleger reduzieren weiterhin ihr Risiko in Schwellenländeranleihen, insbesondere in den niedrigeren Qualitätssegmenten. Die Spreads für hochverzinsliche Staatsanleihen der Schwellenländer weiteten sich beispielsweise in dieser Woche um 13 Basispunkte aus. Afrikanische Schuldner waren mit einer Ausweitung um 30 Basispunkte in dieser Woche am stärksten betroffen, da die Anleger ihre Risiken gegenüber Regierungen reduzierten, die angesichts der jüngsten Dollarstärke besonders anfällig für höhere Schuldendienstkosten sind.

Auf den Lokalwährungsmärkten der Schwellenländer stehen die Maßnahmen der Zentralbanken im Zentrum der Aufmerksamkeit. Polen beispielsweise hat letzte Woche die Zinssätze um 75 Basispunkte angehoben. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, solange die Inflation weiterhin höher ausfällt als erwartet. Die Renditekurven der Schwellenländer in lokaler Währung werden ebenfalls steiler, da das Risiko einer Stagflation zunimmt.

Daher haben wir die Duration unserer Lokalwährungspositionen verlängert, z. B. von ein- bis zweijährigen Positionen auf fünf- bis siebenjährige Positionen. Wir halten jedoch weiterhin an einer Untergewichtung von Schwellenländer-Lokalwährungsanleihen fest, da wir davon ausgehen, dass die Stärke der US-Wirtschaft die der Schwellenländer-Volkswirtschaften, insbesondere Chinas, weiterhin übertreffen wird.“

Russland droht Zahlungsausfall am 25. Mai

Foto von Cathy Hepworth (Quelle: PGIM Fixed Income)

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

13. Mai 2022 Marktentwicklungen

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13. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

CREDIT SUISSE- Bangalore: Der Verwaltungsrat der krisengeplagten Schweizer Bank erwägt einem Medienbericht zufolge die Absetzung von Konzernchef Thomas Gottstein. Der Verwaltungsrat des Geldhauses habe erste Gespräche geführt, um Gottstein möglicherweise bereits in diesem Jahr zu ersetzen, berichtet die Agentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einige Verwaltungsratsmitglieder seien besorgt, dass Gottstein die Probleme der Bank nicht in Griff bekommen könnte. Die Bank teilte mit, dass Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann klar hinter Gottstein stehe. Daran habe sich nichts geändert. Die Bank konnte sich zum Start des neuen Jahres nicht aus der Abwärtsspirale befreien. Der Quartalsabschluss fiel noch schlechter aus als von Analysten erwartet. Die Erträge der Großbank brachen um 42 Prozent ein und unter dem Strich standen mit einem Verlust von 273 Millionen Franken erneut rote Zahlen. 

BOEING- Seattle/Washington: Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA ist Insidern zufolge nicht zufrieden mit der Dokumentation, die der Jet-Hersteller für eine neue Liefergenehmigung seines Großraumflugzeugs 787 eingereicht hat. Die FAA halte die Unterlagen für unvollständig, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei noch nicht klar, ob die Bedenken der Behörde den Lieferbeginn verzögern würden, sagte eine Person. Boeing hatte die Auslieferungen der 787 wegen technischer Probleme in der Produktion für ein Jahr unterbrochen.

GERRY WEBER INTERNATIONAL – Frankfurt: Bei dem westfälischen Modekonzern haben die Verluste des vergangenen Geschäftsjahres das Grundkapital zur Hälfte aufgezehrt. Wie vom Aktiengesetz vorgeschrieben, beruft das Unternehmen nun eine Hauptversammlung ein, um die Aktionäre über den Verlust zu informieren. Der Großteil der Verluste sei im Rahmen eines Gewinnabführungsvertrags von der Tochter Gerry Weber Retail GmbH übernommen worden, die während der Corona-Pandemie Geschäfte habe schließen müssen. Außerdem habe das Unternehmen Abschreibungen auf Beteiligungen vornehmen müssen.

BILFINGER – Frankfurt: Der Industriedienstleister beginnt ein neues Aktienrückkaufprogramm. Ab dem 1. Juli könnten bis zu 4,1 Millionen eigene Aktien für maximal 100 Millionen Euro über die Börse erworben werden, teilte Bilfinger mit. Das Programm laufe längstens bis zum 17. März 2023. Die Hauptversammlung 2022 hatte dem Unternehmen genehmigt, bis 2027 maximal zehn Prozent seines Grundkapitals zurückzukaufen.

RHEINMETALL – Frankfurt: Der Rüstungskonzern strebt den Aufstieg in den obersten deutschen Börsenindex Dax an. Vorstandschef Armin Papperger sagte der „Rheinischen Post“, ein Aufstieg vom MDax in den Dax wäre erstrebenswert. „Da wir aktuell auf Platz 33 nach Marktwert sind, wäre das auch denkbar.“ Angesichts der anhaltenden Chip-Versorgungskrise habe das Unternehmen seine Vorräte an Halbleitern und anderen Materialien in diesem Jahr um 500 Millionen Euro erhöht: „Wir haben so viele Halbleiter beziehungsweise Elektronikbauteile zugekauft, dass wir für fünf Jahre wenig Nachschubprobleme haben dürften.“ . 

HONDA- Tokio: Der japanische Autohersteller schraubt seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022/23 zurück. Wegen der anhaltenden Rohstoff- und Chipknappheit werde nun ein Gewinnrückgang von sieben Prozent erwartet anstelle eines Anstiegs, begründete Honda die Prognosesenkung. Der Betriebsgewinn werde bei 810 Milliarden Yen (6,05 Milliarden Euro) erwartet. In dem im März beendeten Quartal sank der Betriebsgewinn um sechs Prozent auf 199,5 Milliarden Yen, er lag damit aber über den Analystenschätzungen von 152,2 Milliarden Yen.

WACKER CHEMIE – München: Der Münchner Spezialchemie-Konzern hat es mit dem Ausstieg bei der ehemaligen Tochter SiltronicWAFGn.DEnicht eilig. „Mittelfristig geben wir unsere Beteiligung an der Siltronic ab. Daran halten wir fest“, sagte Vorstandschef Christian Hartel laut Redetext für die Hauptversammlung am kommenden Freitag. Der geplante Verkauf des 30,8-Prozent-Pakets an dem Chip-Zulieferer an die taiwanische GlobalWafers6488.TWO war Anfang des Jahres geplatzt. „Klar ist auch: Wir haben beim Verkauf der Anteile keinen Zeitdruck“, bekräftigte Hartel. Die Siltronic-Papiere haben nach dem Scheitern der Übernahme deutlich an Wert verloren.

STEAG – Duisburg: Der Energiekonzern Steag hat im vergangenen Jahr mehr verdient und peilt auch 2022 steigende Ergebnisse an. Der Umsatz kletterte 2021 um 37 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro, wie Steag mitteilte. Der Konzern mit 5700 Mitarbeitern profitierte sowohl von höheren Strompreisen als auch von einer gestiegenen Produktion. Infolge der hohen Erdgaspreise habe sich auch die Wirtschaftlichkeit der Steinkohle-Kraftwerke verbessert. Im operativen Geschäft habe das Ergebnis um ein Fünftel auf 234 Millionen Euro zugelegt. Für das laufende Jahr erwartet Steag bei allen relevanten Kennzahlen deutliche Steigerungen, konkrete Prognosen seien aber schwer. Das Unternehmen will voraussichtlich im Herbst entscheiden, ob es sich unter dem Dach der Steag in einem „schwarzen“ Teil mit Kohlekraftwerken und einen „grünen“ mit Erneuerbaren Energien aufteilt.

NORWEGIAN AIR- Oslo: Die norwegische Billigfluglinie hat ihren Verlust im ersten Quartal verringert, befürchtet durch die steigenden Kerosinpreise aber einen Rückschlag auf ihrem Weg aus der Sanierung. „Der Anstieg der Treibstoffpreise wird die Erholung des Unternehmens teilweise dämpfen“, erklärte Norwegian Airlines, die durch eine drastische Verkleinerung aus der Insolvenz gerettet wurde.

„Die Buchungen vor der Sommersaison sind deutlich gestiegen“, sagte Konzernchef Geir Karlsen. Im ersten Quartal sank der Nettoverlust auf eine (Vorjahr: 1,2) Milliarde norwegische Kronen (98 Millionen Euro). Wegen der Corona-Pandemie war die Airline Ende 2020 in ein Konkursverfahren geschlittert, aus dem sie mit einer kleineren Flotte und ohne Langstreckenflüge, aber auch mit weniger Schulden hervorging. Seitdem hat das Unternehmen seinen Betrieb schrittweise wieder aufgebaut und rechnet damit, die Zahl der Flugzeuge von 51 Ende 2021 bis Mitte 2023 auf 85 zu erhöhen, etwa die Hälfte der Flotte aus der Zeit vor der Pandemie.

CARL ZEISS MEDITEC – Frankfurt: Der Medizintechnikanbieter hat Umsatz und Ergebnis gesteigert, warnt aber vor Engpässen in den Lieferketten. Die Risiken von Lieferstörungen seien deutlich gestiegen, im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 seien weitere Engpässe zu erwarten, teilte Carl Zeiss mit. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz um 11,5 Prozent auf 855 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg wegen Investitionen in Vertrieb, Marketing und die Forschung aber nur leicht auf 177 (VJ: 163) Millionen Euro. Deshalb sank die Ebit-Marge auf 20,7 (VJ: 21,2) Prozent. Im ersten Quartal hatte die Marge mit 18,1 Prozent aber noch niedriger gelegen und die Anleger enttäuscht. Der Auftragseingang schnellte im ersten Halbjahr um 30,7 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen.

TWITTER- Dallas: Zwei hochrangige Führungskräfte müssen im Zuge der Umstrukturierung des Social-Media-Unternehmens, das von Elon Musk übernommen wird, bereits ihren Hut nehmen. Dies teilt Twitter-CEO Parag Agrawal seinen Mitarbeitern in einer Nachricht mit, die von Reuters eingesehen werden konnte. „Wir müssen uns weiterhin Gedanken über unsere Teams, Einstellungen und Kosten machen“, so Agrawal. Die meisten Einstellungen würden derzeit pausieren, alle bestehenden Jobangebote würden zudem überprüft um festzustellen, ob einige zurückgezogen werden sollten. Der CEO begründet die Entscheidung damit, dass Twitter nicht in der Lage war, das Nutzerwachstum und die Wachstumsziele zu erreichen, die es sich gesetzt hatte. Das Unternehmen strebte eigentlich bis Ende 2023 einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar und 315 Millionen tägliche Nutzer an, zog diese Ziele aber in seinem jüngsten Ergebnisbericht zurück.

13. Mai 2022 Marktentwicklungen

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

13. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Frankfurt, 13. Mai (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

13.55 Uhr – Aktien des finnischen Energiekonzerns Fortum steigen um rund elf Prozent. Für den geplanten Verkauf seiner Russland-Geschäfte stehen lokalen Medienberichten zufolge mehrere Interessenten aus der russischen Energiewirtschaft parat, darunter Töchter von Gazprom und Inter RAO. Auch das dortige Stromerzeugungsgeschäft seiner deutschen Tochter Uniper will Fortum abstoßen. Uniper-Aktien stehen rund neun Prozent im Plus. Händlern zufolge halfen den Titeln auch beschlossene Regelungen des Bundestages bis hin zur Enteignung von Firmen im Falle eines Energie-Notstands.

12.20 Uhr – Ein mögliches aus für die 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Tesla-Chef Elon Musk löst eine Erleichterungsrally bei dem Elektroauto-Bauer aus. Die Papiere steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut sechs Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn seit fast zwei Monaten zu. Börsianer befürchten, dass Musk einen erheblichen Teil seiner Tesla-Anteile zur Finanzierung einer Twitter-Übernahme verkaufen müsste. Musk zufolge liegt der Deal vorübergehend auf Eis, bis Details zum Umfang von Spam- und Fake-Accounts bei Twitter vorgelegt würden. Twitter-Titel stürzen um fast 25 Prozent ab, so stark wie noch nie.

11.55 Uhr – Spekulationen auf ein Aus für die Übernahme durch Elon Musk schickt Twitter auf Talfahrt. Die Aktien des Kurznachrichtendienstes fallen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 17 Prozent. Der Tesla-Chef sagte, der 44 Milliarden Dollar schwere Deal liege vorübergehend auf Eis, bis Details zum Umfang von Spam- und Fake-Accounts vorgelegt würden.

07.40 Uhr – Der Verzicht auf eine Dividende für 2021 zum Schuldenabbau schickt Orpea auf Talfahrt. Die Aktien des wegen angeblicher Fälle der Misshandlung von Senioren in die Kritik geratenen Altenheim-Betreibers fallen in Paris um 4,5 Prozent. Für 2021 gab das Unternehmen einen Umsatzeinbruch auf 65,2 Millionen von 160 Millionen Euro bekannt. Zugleich wuchs der Schuldenberg um 1,23 auf 7,89 Milliarden Euro an.

07.33 Uhr – Nach dem jüngsten Ausverkauf decken sich Anleger wieder mit Bitcoin ein. Die Cyber-Devise verteuert sich um knapp acht Prozent auf 30.716 Dollar. „Abzuwarten bleibt, ob sich der Erholungsversuch nachhaltig ausgestaltet“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. „Sämtliche zuletzt zu beobachtende Gegenbewegungen waren temporärer Natur und wurden regelmäßig wieder abverkauft.“ Die Zinserhöhungsängste und die Furcht vor den Folgen des Kurskollapses des Stablecoins TerraUSD seien ja nicht aus der Welt.

07.08 Uhr – Folgende Aktien werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:

Deutsche UnternehmenAngaben in EuroSchlusskursDividende
Adidas<ADSGn.DE>180,483,30
E.ON<EONGn.DE>9,950,49
FMC<FMEG.DE>56,601,35
HeidelbergCement<HEIG.DE>52,182,40
Volkswagen<VOWG_p.DE>146,447,56
K+S<SDFGn.DE>28,130,20
Nemetschek<NEKG.DE>62,880,39

13. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Ukraine aktuell 13.05.22

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13. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.01 Uhr – Baerbock verteidigt Scholz‘ diplomatische Initiative

Die Bundesregierung bemüht sich nach den Worten von Außenministerin Annalena Baerbock auf verschiedensten Wegen, die Ukraine zu unterstützen und für ein Ende des Krieges zu sorgen. „Wir versuchen auf allen Kanälen, nicht nur den Ukrainern zur Seite zu stehen, dass sie sich verteidigen können, sondern den Druck auf den russischen Präsidenten maximal zu erhöhen, damit diese brutale Bombardierung eingestellt wird und die russischen Truppen sich zurückziehen“, sagt Baerbock in der ARD. Neben humanitärer Hilfe und militärischer Unterstützung werde aber auch weiter auf Diplomatie gesetzt. Damit die Menschen in der Ukraine in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben könnten, müssten als allererstes die Waffen schweigen. „Es ist so richtig und wichtig, dass der Bundeskanzler heute gegenüber dem russischen Präsidenten nochmal deutlich gemacht hat, dass diese Bombardierung von unschuldigen Menschen unverzüglich aufhören muss.“ 

21.10 Uhr – Die Verhandlungen mit Russland über eine Befreiung der ukrainischen Soldaten im eingekesselten Stahlwerk Asowstal in der Hafenstadt Mariupol gestalten sich nach Angaben der stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sehr schwierig. Details nennt Wereschtschuk nicht. „Das Ergebnis gefällt vielleicht nicht jedem, aber unsere Aufgabe besteht darin, unsere Soldaten zu evakuieren. Alle von ihnen. Lebendig“, schreibt sie in einem Online-Post. 

19.52 Uhr – In Georgien planen die Behörden der abtrünnigen Region Südossetien laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass für den 17. Juli ein Referendum über einen Anschluss an Russland. In den vergangenen Tagen hatten sich die Pläne bereits abgezeichnet. Die georgische Regierung hat ein solches Votum als inakzeptabel bezeichnet. Südossetien mit seinen rund 60.000 Einwohnern grenzt an das zu Russland gehörende Nordossetien. Nach einem kurzen Krieg gegen Georgien im Jahr 2008 hatte Russland neben Südossetien auch die Küstenregion Abchasiens als unabhängig anerkannt. Beide Regionen unterstützt Russland bereits finanziell und hat dort zudem Tausende Soldaten stationiert. Der Bevölkerung wurde die russische Staatsbürgerschaft angeboten.

19.01 Uhr – US-Verteidigungsminister telefoniert mit russischem Kollegen

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat erstmals seit Beginn des Kriegs in der Ukraine mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu telefoniert. In dem Gespräch habe Austin einen sofortigen Waffenstillstand gefordert, teilt das US-Verteidigungsministerium mit. Austin habe betont, wie wichtig es sei, die Kommunikationskanäle zwischen Russland und den USA offenzuhalten. US-Regierungskreisen zufolge hatte Austin seit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine am 24. Februar wiederholt versucht, mit Schoigu zu sprechen. Die Regierung in Moskau schien daran aber nicht interessiert gewesen zu sein. Nach dem Telefonat am Freitag erklärt das russische Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass, das Gespräch sei auf amerikanische Initiative hin zustande gekommen. „Aktuelle Fragen der internationalen Sicherheit wurden besprochen, darunter die Situation in der Ukraine“, meldet Tass. Aus der US-Regierung verlautet, in dem rund einstündigen Gespräch seien keine konkreten Probleme gelöst worden. Russland spricht von einer Spezialoperation in der Ukraine.

18.31 Uhr – Scholz – Putin hat Bedingung für Frieden nicht verstanden

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Worten von Kanzler Olaf Scholz immer noch nicht verstanden, dass sich Russland nicht mit Gewalt ein Stück der Ukraine einverleiben kann. Mit Hinweis auf sein Telefonat mit Putin sagt Scholz in Köln auf einer SPD-Wahlveranstaltung: „Es ist klar, dass da noch nicht verstanden worden ist, dass nur eine Sache den Frieden möglich macht … nur indem es eine Verständigung, eine Vereinbarung gibt, einen Friedensschluss zwischen der Ukraine und Russland, der kein Diktatfrieden ist.“ Der SPD-Politiker fügt hinzu: „Wir werden keinen Diktatfrieden akzeptieren, die Ukrainerinnen und Ukraine auch nicht.“

18.09 Uhr – Der russische Versorger Inter RAOI stellt nach Angaben des finnischen Netzbetreibers Fingrid ab Samstag 01.00 Uhr (Ortszeit) seine Stromlieferungen nach Finnland bis auf weiteres ein. Grund sei, dass über die Energiebörse Nord Pool seit dem 6. Mai keine Zahlungen bei der russischen Firma eingegangen seien, teilt Fingrid unter Verweis auf eine Erklärung von Inter RAO mit. Fingrid sei nicht für die Zahlungen zuständig. Nord Pool lehnt eine Stellungnahme ab. Fingrid betont, dass die Stromversorgung in Finnland nicht gefährdet sei. Die Energie aus Russland mache rund zehn Prozent des gesamten Verbrauchs aus und könne durch Importe aus Schweden und zum Teil durch heimische Stromerzeugung ausgeglichen werden.

17.55 Uhr – Scholz – Ausstieg aus russischem Öl gegen Ende 2022 möglich

Deutschland kann nach Angaben von Kanzler Olaf Scholz gegen Ende des Jahres auf russisches Öl verzichten. Man könne auf russische Kohle bis Herbst verzichten, sagt der SPD-Politiker auf der Abschluss-Wahlveranstaltung der SPD in Nordrhein-Westfalen in Köln. Auch der Kohleausstieg sei „nicht so leicht, aber wird wohl klappen“, sagt Scholz. Bei Öl gebe es gerade in Ostdeutschland für Raffinerien mit Anschluss an russische Ölpipelines Probleme. Man werde dies „wohl so zu Ende des Jahres“ schaffen, fügt er mit Blick auf das diskutierte sechste EU-Sanktionspaket hinzu.

16.38 Uhr – Baltische Häfen im Gespräch für ukrainische Agrar-Exporte

Die Ukraine lotet nach Worten ihres Agrarministers Mykola Solskyj in Gesprächen mit baltischen Staaten die Möglichkeit aus, über deren Häfen Agrar-Exporte zu verschiffen. Es gebe dort einige große Häfen, die nicht ausgelastet seien, weil Transitlieferungen aus Russland und Belarus ausblieben, sagt Solskyj nach einem Treffen mit den G7-Agrarministern in Stuttgart. Lettland und Litauen würden sich nach seinen Worten freuen, wenn sie mit der Ukraine zusammenarbeiten könnten. Es gebe aber ein großes Problem, wie die Waren dort hingelangen sollten. In der Ukraine sind die Häfen bis auf Odessa durch den russischen Einmarsch blockiert.

16.24 Uhr – Özdemir – Wollen Agrar-Exporte aus Ukraine unterstützen

Die Agrarminister der sieben größten Industrienationen haben der Ukraine nach Worten des deutschen Ressortchefs Cem Özdemir Hilfe zugesagt, um trotz des russischen Angriffkrieges Getreide zu exportieren. Es gelte, über Schienen, Straßen und die Donau soviel Getreide aus den vollen Silos in der Ukraine auf die Teller der Menschen zu bringen, die in Not seien, sagt der Grünen-Politiker nach Beratungen der G7-Agrarminister mit ihrem ukrainischen Kollegen Mykola Solskyj in Stuttgart. Allerdings sei nicht alles kompensierbar, was Russland an Exportwegen blockiere. 

14.02 Uhr – Die Ukraine wirft Russland vor, seit Beginn seiner Invasion am 24. Februar mehr als 210.000 Kinder zwangsweise deportiert zu haben. Sie sollten zu russischen Staatsbürgern gemacht werden, erklärt die Ombudsfrau für Menschenrechte, Ljudmyla Denissowa. Die Kinder gehörten zu den 1,2 Millionen Menschen, die nach Angaben der ukrainischen Führung gegen ihren Willen weggebracht wurden. Russland hat von „Flüchtlingen“ gesprochen, die nach Russland kommen, um den Kämpfen zu entkommen, insbesondere aus der südukrainischen Stadt Mariupol.

Türkei – Nato-Beitritte Schweden/Finnland wären nicht positiv

13:52 Uhr – Das Nato-Mitglied Türkei steht einen möglichen Beitritt Schwedens und Finnlands zum Militärbündnis nicht positiv gegenüber. Das sei seinem Land nicht möglich, da die beiden Staaten „Heimat vieler terroristischer Organisationen“ seien, sagt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Finnland, das eine rund 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt, hat seinen Beitrittswunsch bereits bekundet. Dass Schweden dem Beispiel folgt, wird erwartet. Für einen Beitritt ist ein einstimmiger Beschluss der Nato-Staaten notwendig.

13.24 Uhr – Putin berät mit Sicherheitsrat möglichen Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit seinem nationalen Sicherheitsrat den möglichen Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands beraten. Das meldet die russische Nachrichtenagentur RIA. Putin selbst sitzt dem Sicherheitsrat vor. Am Donnerstag hat das Präsidialamt in Moskau erklärt, ein Nato-Beitritt der beiden Länder würde als feindseliger Schritt gewertet, der die Sicherheit Russlands bedrohen würde. Darauf würde Russland entsprechend reagieren. 

13.22 Uhr – Bundesfinanzminister Christian Lindner will russisches Vermögen für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen. „Beim Vermögen des russischen Staates spricht mein Gerechtigkeitsgefühl dafür, sagt der FDP-Chef dem „Spiegel“. Skeptischer sei er bei konfisziertem Besitz von Oligarchen. „Bei privaten Vermögenswerten würde es sich um eine Enteignung handeln. Da sind die Hürden in unserem Rechtsstaat hoch.“ 

13.18 Uhr – Bundeskanzler Olaf Scholz fordert in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin nach eigenen Angaben ein sofortiges Ende des Ukraine-Krieges. „Es muss schnellstmöglich einen Waffenstillstand in der Ukraine geben“, erklärt der SPD-Politiker via Twitter. „Die Behauptung, dass dort Nazis herrschen, ist falsch. Und ich habe ihn auf die Verantwortung Russlands für die globale Lebensmittellage hingewiesen“, schreibt Scholz mit Blick auf Putin.

13.05 Uhr – Die Gasversorgung in Deutschland ist nach Angaben der Bundesnetzagentur stabil. Über den Ukrainetransit ausbleibende Mengen würden weiterhin durch höhere Flüsse insbesondere aus Norwegen und den Niederlanden kompensiert, teilt die Behörde in ihrem täglichen Lagebericht mit. „Die aktuellen Füllstände der Speicher in Deutschland liegen bei 39,3 Prozent.“ Sie seien mittlerweile zum Teil deutlich höher als im Frühjahr 2015, 2017, 2018 sowie 2021.

12.53 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Olaf Scholz haben nach Angaben des russischen Präsidialamtes in Moskau über die Lage im Ukraine-Krieg telefoniert. Putin habe dem Kanzler gesagt, dass die Friedensgespräche von der Führung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew blockiert würden, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Putin und Scholz hätten vereinbart, die Gespräche zur Ukraine auf verschiedenen Ebenen fortzuführen, zitiert die Agentur Interfax das Präsidialamt in Moskau. Von der Bundesregierung war eine Stellungnahme zunächst nicht zu erhalten.

12.30 Uhr – Kuleba bittet bei G7-Treffen um mehr Waffen

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba fordert beim G7-Treffen im schleswig-holsteinischen Weissenhaus weitere Waffenlieferungen. Die Waffen-Situation habe sich zwar gebessert, sagt Kuleba. Aber die Lieferungen sollten fortgesetzt werden, damit die Ukraine alle Mittel erhalte, um Russland zu besiegen. Dringend brauche die Ukraine etwa Mehrfachraketenwerfer. Auf russischer Seite könne er derzeit keine Bereitschaft für Friedensverhandlungen und Gespräche über die Sicherheit der Nahrungsmittelversorgung erkennen. Er habe die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) zudem gebeten, beschlagnahmte russische Vermögenswerte zur Unterstützung beim Wiederaufbau der Ukraine zu nutzen. Auch hoffe er, dass sich die EU auf ein Öl-Embargo gegen Russland einigen könne.

12.28 Uhr – Außenministerin – Schwedens Nato-Beitritt würde stabilisierend wirken

Ein Nato-Beitritt Schwedens würde nach Einschätzung von Außenministerin Ann Linde stabilisierend wirken und den Ostsee-Anrainern zugutekommen. „Schwedens Nato-Mitgliedschaft würde die Schwelle für militärische Konflikte erhöhen und damit eine konfliktverhindernde Wirkung in Nordeuropa haben“, sagt sie vor der Presse bei der Vorstellung eines Berichtes zur Sicherheitslage. Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist rechnet mit einer Reaktion Russlands bei einem Nato-Beitritt seines Landes. In einem solchen Fall sei Schweden bereit, mit jeder Gegenreaktion umzugehen. Finnland, das eine rund 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt, hat bereits am Donnerstag seinen Willen zum Nato-Beitritt bekundet. Es wird erwartet, dass Schweden dem Beispiel folgt und am Montag einen Antrag auf Nato-Mitgliedschaft stellen könnte.

12.04 Uhr – Das russische Militär hat nach eigenen Angaben die Öl-Raffinerie in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk beschossen. Dabei seien die Produktionsfähigkeit der Anlage und Treibstofftanks zerstört worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zudem sei ein ukrainischer Kampfjet vom Typ Su-27 in der östlichen Region Charkiw abgeschossen worden.

11.48 Uhr –  Scholz um Gespräch mit Putin bemüht

Bundeskanzler Olaf Scholz ist nach Angaben eines Regierungssprechers um ein neues Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bemüht. Es sei richtig, dass der Kanzler dies am Freitag im Verteidigungsausschuss mitgeteilt habe, sagt Sprecher Steffen Hebestreit: „Wenn wir dann dazu etwas mitzuteilen haben, werden wir das sehr zeitnah tun.“

11.30 Uhr – Die Ukraine will so lange wie nötig um die abgelegene Schlangeninsel im Schwarzen Meer kämpfen. Wer die Insel kontrolliere, könne zu jeder Zeit die Bewegung ziviler Schiffe in alle Richtungen zur Südukraine blockieren, sagt der Chef des Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, im Fernsehen. Die erneuten Gefechte rings um die Insel in den vergangenen Tagen könnten sich zu einem Kampf um die Kontrolle über die westliche Schwarzmeerküste entwickeln.

11.00 Uhr – FDP – Kanzler wird nochmals in Verteidigungsausschuss kommen

Die FDP-Politikerin und Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, spricht nach der Befragung von Kanzler Olaf Scholz von einem sehr konstruktiven Gespräch. „Der Kanzler hat uns angeboten, nochmal wiederzukommen, um mit uns im Gespräch zu bleiben.“ Es solle vor allem bei den möglichen Nato-Beitrittsanträgen aus Finnland und Schweden eine engere Kooperation zwischen Kanzleramt und Bundestag geben. Scholz habe weitere humanitäre, militärische und wirtschaftliche Hilfen für die Ukraine gegeben, solange der Krieg nach der russischen Invasion andauere.

10.00 Uhr – EU-Außenbeauftragter dringt auf schnelles Öl-Embargo

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell dringt auf eine schnelle Entscheidung der Mitgliedstaaten für ein Öl-Embargo gegen Russland. „Ich bin sicher, wir werden eine Einigung bekommen, und wir brauchen diese Einigung“, sagt Borrell beim Treffen der G7-Außenminister in Weißenhaus. Sollten die Botschafter der EU-Staaten sich nicht einigen können, müssten die Außenminister bei ihrem Treffen am kommenden Montag den Durchbruch erzielen. Vor allem Ungarn lehnt ein Embargo gegen russisches Öl weiter ab.

09.34 Uhr – EU gibt Ukraine weitere 500 Millionen Euro Militärhilfe

Die Europäische Union stellt der Ukraine weitere 500 Millionen Euro als Militärhilfe zur Verfügung. Das kündigt der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell beim Treffen der G7-Außenminister in Weißenhaus an. Damit erhöht sich die Militärhilfe der EU für die Ukraine laut Borrell auf insgesamt zwei Milliarden Euro.

08.59 Uhr – Großbritannien – Ukraine braucht mehr Waffen

Die Ukraine braucht nach den Worten der britischen Außenministerin Liz Truss mehr Waffen. Dies und weitere Sanktionen seien sehr wichtig, um den Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufrecht zu erhalten, sagt sie bei der Ankunft beim G7-Treffen in Weißenhaus in Schleswig-Holstein.

08.30 Uhr – Bundesfinanzminister Christian Lindner wehrt sich gegen Vorwürfe der Opposition, die inflationsbedingten Steuermehreinnahmen nicht an die Bürger zurückzugeben. „Das tue ich“, sagt der FDP-Vorsitzende im Deutschlandfunk. Dies geschehe über mehrere milliardenschwere Entlastungspakete. Eine vierköpfige Familie bekomme Mitte des Jahres mehrere Hundert Euro, je nach Einzelfall deutlich über 500 Euro. Lindner ergänzt, der Staat könne sich nicht alles leisten, müsse aber nicht „brutal mit dem Rotstift arbeiten“. Die Wirtschaft müsse schneller wachsen als die Ausgaben des Staates. „Wenn das gelingt, dann befreit sich unser Staat über die nächsten Jahre aus der Verschuldungssituation.“

08.05 Uhr – Ukrainische Einheiten haben nach britischen Angaben verhindert, dass russische Truppen den Fluss Siwerskji Donez im Donbass überqueren. Dieser fließt westlich der Stadt Sewerodonezk. Bilder zeigten, dass das russische Militär unter anderem die eingesetzte Ausrüstung zur Bildung von Ponton-Brücken verloren habe, teilt das britische Verteidigungsministerium mit. Es beruft sich auf den jüngsten Lagebericht des britischen Militärgeheimdienstes. Die russischen Truppen hätten versucht, Richtung Slowjansk und Kramatorsk durchzubrechen.

07.50 Uhr – Russland hat seine Buchungskapazität für den Gastransit durch die Ukraine über die Sudscha-Route nach ukrainischen Angaben gekürzt. Sie liege für Freitag bei 60,8 Millionen Kubikmeter von zuvor angekündigten 65,7 Millionen Kubikmetern, teilt der ukrainische Pipelinebetreiber mit. Für Donnerstag hatte der russische Gasriese Gazprom den Angaben zufolge eine Transitkapazität von 53,45 Millionen Kubikmetern gebucht. Die Ukraine hatte am Mittwoch den Gastransit über die Schlüsselroute Sochranowka gestoppt, weil dort eine Verdichterstation kriegsbedingt nicht mehr betrieben werden könne und pro-russische Separatisten Gas von der Leitung abzweigen würden. Sie forderte Gazprom auf, die Sudscha-Leitung als Ausweichroute zu nutzen. Russland und Gazprom wiesen die Vorwürfe zurück und erklärten, die geforderte Umleitung sei technisch nicht möglich. 

07.20 Uhr – Bundesagrarminister Cem Özdemir wirft Russland vor, Hunger gezielt als Kriegswaffe einzusetzen, indem der Export ukrainischen Getreides durch Blockade der Häfen verhindert werde. Die gelte innerhalb der Ukraine, aber auch weltweit, da allein die Ukraine die Hälfte des Getreides für das Welternährungsprogramm liefere, sagt der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk vor der G7-Agrarministerkonferenz in Stuttgart. „Das ist bewusste Kriegsstrategie – die Verknappung, die Erhöhung der Preise.“ Derzeit sei Odessa der einzige freie Seehafen der Ukraine. Es dürfe „nicht fallen.“ Mit der EU und den europäischen Partnern werde nach alternativen Transportwegen für ukrainisches Getreide gesucht – auf dem Landweg, über die Donau, auf der Schiene. All das werde aber den Seeweg nicht ersetzen können. Die Seewege müssten frei werden.

05.45 Uhr – Satellitenbilder des US-Unternehmens Maxar zeigen ein vermutlich durch einen ukrainischen Raketenangriff getroffenes russisches Versorgungsschiff der Serna-Klasse im Schwarzen Meer. Nach Angaben des Unternehmens befindet sich das beschädigte Landungsschiff unweit der Schlangeninsel nahe der ukrainischen Seegrenze zu Rumänien. Ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte für den Militärbezirk Odessa hatte bereits mitgeteilt, dass das russische Schiff „Wsewolod Bobrow“ von ukrainischen Streitkräften getroffen und in Brand gesetzt worden sei. Die Angaben konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

03.15 Uhr – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) warnt vor einer neuen Wirtschaftskrise und Stagflation in Deutschland durch ein mögliches Gasembargo. „Ein einseitiges Gasembargo Deutschlands gegenüber Russland etwa würde uns in eine Doppel-Krise stürzen, dann wären wir in einer Stagflation, also in einer Wirtschaftskrise und noch stärker steigenden Preisen“, sagt Heil der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ einem Vorabbericht zufolge.

Im Moment könne man sich auf zwar auf das Wirtschaftswachstum und den stabilen Arbeitsmarkt verlassen, falls die Lage aber eskaliere, werde man entschlossen handeln. Bei einer anhaltenden hohen Inflation soll dann ein Entlastungspaket im Umfang von 30 Milliarden Euro helfen, soziale Härten abzufedern, so der Minister. Dabei könne der Staat nicht alle Einbußen ausgleichen, sondern es gehe vielmehr darum, Menschen mit normalen und geringen Einkommen zu unterstützen. „Spitzenverdiener werden keine staatliche Unterstützung bekommen“, betont der Arbeitsminister.

02.20 Uhr – Die Angehörigen der ukrainischen Kämpfer im Stahlwerk Asowstal in Mariupol bitten die Regierung in Kiew weiter darum, die Soldatinnen und Soldaten zu retten. „Wir haben eine neue Verhandlungsrunde über einen Fahrplan für eine Evakuierungsoperation begonnen und wir werden mit den Schwerverletzten beginnen“, sagt die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk dem Fernsehsender 1+1. Man arbeite eng mit dem Roten Kreuz sowie den Vereinten Nationen zusammen. „Wir wollen, dass ein Dokument unterzeichnet wird, in dem festgelegt wird, wie eine Evakuierung von Asowstal erfolgen soll“, sagt sie und fügt hinzu, dass die Türkei angeboten hat, in den Verhandlungen als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine zu agieren.

00.15 Uhr – Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk erwartet von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz für den EU-Beitritt der Ukraine. „Neben Waffenlieferungen und der Verschärfung von Sanktionen ist unser Hauptziel, Unterstützung zu bekommen für einen Beitritt zur EU“, sagt Melnyk dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. Da die Entscheidung über den Kandidatenstatus seitens der EU bis Ende Juni getroffen werde, sei es wichtig wenn die Deutschen dabei helfen würden, andere Skeptiker zu überzeugen. Dies sei schließlich im Interesse Deutschlands und der EU, so Melnyk.

Ukraine aktuell 13.05.22

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

13.Mai Dax niedriger erwartet – Zinsen bleiben Thema

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Frankfurt, 13. Mai (Reuters) – Der Dax wird am Freitag Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Abschlägen starten. Zins- und Rezessionssorgen hatten ihn am Donnerstag 0,6 Prozent ins Minus auf 13.739,64 Punkte gedrückt. Hier lesen.

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Dax gibt
ScreenShot: AgenaTrader 12. Mai 2022

Börsianer sind weiterhin mit der Nachlese der in den vergangenen Tagen veröffentlichten Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten aus den USA beschäftigt. Sie versuchen, aus ihnen zu deuten, ob die Notenbank Fed das Tempo bei den Zinserhöhungen anzieht und damit die weltgrößte Volkswirtschaft eventuell in eine Rezession stürzt. Dem könnte sich Europa kaum entziehen, da hier zusätzlich die Folgen des Ukraine-Kriegs die Konjunktur beeinträchtigen.

Bei der Bilanzsaison kehrt vor dem Wochenende etwas Ruhe ein. Zu den wenigen Firmen, die Geschäftszahlen vorlegen, gehören die Deutsche Telekom und die MediaMarkt/Saturn-Mutter Ceconomy.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.739,64
Dax-Future<FDXc1>13.890,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.613,43
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.634,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>31.730,30-0,3 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.370,96+0,1 Prozent
S&P 500<.SPX>3.930,08-0,1 Prozent
Asiatische Indizes am FreitagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.398,95+2,5 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.072,12+0,6 Prozent
Hang Seng<.HSI>19.767,36+2,0 Prozent

13.Mai Dax niedriger erwartet – Zinsen bleiben Thema

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