Donnerstag, März 19, 2026
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Stabwechsel im Aufsichtsrat der Deutschen Bank – Wynaendts soll übernehmen

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Frankfurt, 19. Mai (Reuters) – Bei der Deutschen Bank beginnt eine neue Ära. Nach einem holprigen Jahrzehnt, in dem Deutschlands größtes Bankhaus Milliardenverluste schrieb, den Einbruch des Aktienkurses sah, aber auch die Weichen für eine Neuaufstellung legte, verlässt Aufsichtsratschef Paul Achleitner das Frankfurter Geldhaus.

Sollte alles nach Plan laufen, werden die Anteilseigner dem ehemaligen Chef des niederländischen Versicherungsriesen Aegon, Alexander Wynaendts, am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung den Weg freimachen, um Achleitner als Chefkontrolleur nachzufolgen. Im November hatte die Bank den 61-jährigen Niederländer nach langer Suche zur Wahl vorgeschlagen.

„Ich blicke heute zurück auf bewegte Jahre in einer schwierigen Phase für unsere Bank“, sagte Achleitner auf dem virtuellen Treffen. „Ich verlasse die Deutsche Bank in der tiefen Überzeugung, dass wir alle gemeinsam in den vergangenen Jahren die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben“, führte der 65-jährige aus. Als Achleitner den Aufsichtsratsvorsitz 2012 übernommen habe, sei die Bank nur vordergründig stark und stabil gewesen, schrieb Konzern-Chef Christian Sewing in einer email an die Beschäftigten. „Heute wissen wir: Es brauchte viele Jahre und tiefgreifende Veränderungen, um die Deutsche Bank wieder in die Spur zu bringen.“ 

Der Stabswechsel fällt in eine Zeit, in der der Finanzkonzern wieder an Stabilität gewonnen hat. Erst kürzlich meldete die Bank den siebten Quartalsgewinn in Folge – den höchsten seit neun Jahren.

Vorstandschef Sewing hatte 2019 einen umfassenden Konzernumbau eingeleitet, um das Geldhaus wieder auf einen stabilen Gewinnkurs zu führen. Abteilungen wurden geschlossen, besonders riskante Teile des Investmentbanking abgestoßen und es wurden harte Sparschritte auf den Weg gebracht. Im Zuge der Rosskur sollen weltweit 18.000 Stellen wegfallen. 

Mit Herrn Wynaendts beginne für die Deutsche Bank eine neue Ära, sagte Andreas Thomae, Portfoliomanager der Fondsgesellschaft Deka – ein wichtiger Anteileigner der Bank – laut Redetext. Anders als sein Vorgänger werde er hoffentlich die Bank durch eine etwas ruhigere Phase steuern. Die Deka halte ihn für den richtigen Mann an der Aufsichtsratsspitze. Kritisch hatte sich im Vorfeld des Aktionärstreffens dagegen die Fondsgesellschaft Union Investment geäußert. Sie hatte angekündigt, sich gegen Wynaendts als Nachfolger von Achleitner auszusprechen. Fondsmanagerin Alexandra Annecke nannte als Grund dafür Ämterhäufung.

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Warum der Weltwirtschaft eine Triple-Rezession droht

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Berlin, 19. Mai (Reuters) – Ein Unglück kommt selten allein, lautet ein altes Sprichwort. Für die Weltwirtschaft könnte es in diesem Jahr zutreffen, droht ihr doch das Triple – eine parallele Rezession der drei wichtigsten Wirtschaftsmächte USA, China und Euro-Zone. „Die Risiken eines weltweiten rezessionären Dreiklangs steigen derzeit von Tag zu Tag“, warnt Havard-Ökonom Kenneth Rogoff. Dabei sind die Gründe für den möglichen Absturz durchaus verschieden: In den Vereinigten Staaten könnte der Aufschwung von den Zinserhöhungen der mächtigen Notenbank Fed abgewürgt werden, in der Volksrepublik droht Ungemach durch die strikte Null-Covid-Politik Pekings, während Europa die ökonomischen Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine zu schaffen machen.

USA

Wie ernst es um die US-Konjunktur steht, zeigt ein Blick auf das Verbrauchervertrauen: Dieses Barometer ist im Mai auf den tiefsten Stand seit 2011 abgestürzt, weil die hohe Inflation von aktuell 8,3 Prozent an der Kaufkraft der Konsumenten nagt. Und wenn die anfangen zu knausern, gerät der Aufschwung in Gefahr: Schließlich machen die Konsumausgaben etwa 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der weltgrößten Volkswirtschaft aus. Die Notenbank Fed hat die Gefahr erkannt. Sie hat jüngst die größte Zinserhöhung seit 22 Jahren gewagt und will weitere folgen lassen, um die Inflation in Schach zu halten. Das allerdings hat einen unschönen Nebeneffekt. Da dadurch Zinsen für Kredite – etwa für Investitionen von Unternehmen oder auch für den Konsum – teurer werden, kann das den Aufschwung bremsen.

Am Immobilienmarkt schlägt das schon durch. Die Zahl der neu begonnenen Projekte für den Wohnungsbau fiel im April, ebenso die der Baugenehmigungen. Mit einem Durchschnittszins von 5,30 Prozent bei Verträgen zur Baufinanzierung mit 30-jähriger Laufzeit wurde zuletzt der höchste Wert seit Juli 2009 erreicht. Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten mehr als 100 Ökonomen beziffern daher die Gefahr, dass die US-Wirtschaft in den nächsten 24 Monaten in eine Rezession abtaucht, auf 40 Prozent.

„Da die Fed scheinbar das Bedürfnis verspürt, ‚aufzuholen‘, um die Kontrolle über die Inflation und die Inflationserwartungen wiederzuerlangen, erhöht ein schnelles Tempo aggressiver Zinserhöhungen die Wahrscheinlichkeit eines geldpolitischen Fehltritts“, warnt ING-Chefökonom James Knightley. „Der könnte ausreichen, um die Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen.“ Der Chefanlagestratege der Bank of America, Michael Hartnett, wird noch deutlicher: „‚Inflationsschock‘ verschlimmert sich, ‚Zinsschock‘ beginnt gerade, ‚Rezessionsschock‘ kommt“, schrieb er kurz und knapp an Kunden.

CHINA

China hat nicht mit Inflation und steigenden Zinsen zu kämpfen, sondern mit seiner Corona-Politik. Bestes Beispiel dafür ist die Finanzmetropole Shanghai: Die mehr als 25 Millionen Einwohner zählende Riesenstadt steckt seit Wochen in einem Lockdown fest, der die Wirtschaft lähmt. Dutzenden anderen Großstädten geht es ähnlich. Mindestens 373 Millionen Menschen in Städten, die 40 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung ausmachen, sind einer Analyse der Ökonomen der japanischen Finanzgruppe Nomura davon betroffen. Die Folgen lassen sich an den Konjunkturdaten ablesen.

Die Immobilienverkäufe brachen im April so stark ein wie seit 16 Jahren nicht mehr, während die Industrie ihre Produktion drosselte, der Einzelhandel weniger umsetzte und die Investitionen unerwartet schwach wuchsen. Zugleich schnellte die Arbeitslosenquote auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. „Die Pandemie hat relativ große Auswirkungen auf den Wirtschaftsbetrieb“, musste der Sprecher des Statistikamtes, Fu Linghui, in dieser Woche einräumen. „Womöglich steckt die chinesische Volkswirtschaft bereits in der Rezession“, warnt Top-Ökonom Rogoff. Auf Hilfe von außen kann der Exportweltmeister kaum zählen. „Denn gleichzeitig lässt die hohe globale Nachfrage als wichtige Konjunkturstütze nach“, sagt DZ-Bank-Ökonomin Monika Boven. Schließlich kühlt die Konjunktur auf den wichtigen Absatzmärkten USA und Europa gerade ab.

Die staatlich unterstützte nationalistische Boulevardzeitung „Global Times“ sah sich angesichts der geballten Risiken bereits zu einer Warnung gezwungen, die verdeutlich, wie nervös die Führung in Peking geworden ist: „Wer darauf setzt, dass China von einer selbstverschuldeten Rezession bedroht ist, wird die Folgen seiner Fehler tragen“.

EURO-ZONE

Europa macht wie den USA die hohe Inflation zu schaffen, mehr noch aber der Krieg in der Ukraine. „Mit jeder Woche, die der Krieg andauert, wächst der wirtschaftliche Schaden für Europa“, warnt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Besonders ein Lieferstopp oder ein Embargo von russischem Erdgas und -öl können die Konjunktur abstürzen lassen. „Solche Beschränkungen würden die europäische Wirtschaft in den kommenden beiden Jahren in eine Rezession treiben“, betont Fratzscher.

Ein abruptes Ausbleiben russischer Gaslieferungen dürfte die Produktion in Europas größer Volkswirtschaft Deutschland in den ersten zwölf Monaten um 114 bis 286 Milliarden Euro einbrechen lassen, wie aus einer Studie des Wissenschaftlers Tom Krebs von der Universität Mannheim hervorgeht. Das entspräche einem Verlust von rund drei bis acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zusätzlich könnten die Verbraucher wegen steigender Energiepreise weniger für andere Güter ausgeben und die Unsicherheit zunehmen, was die Wirtschaftsleistung um weitere zwei bis vier Prozent reduzieren würde.

Damit wäre durch ein kurzfristiges Erdgas-Embargo ein wirtschaftlicher Einbruch auf das Niveau des Corona-Jahres 2020 oder der Finanzkrise im Jahr 2009 zu erwarten, schreibt der Professor für Volkswirtschaftslehre. Es „könnte jedoch auch zu einer Wirtschaftskrise führen, wie sie (West)Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat“, warnt Krebs. Kommt es so, würden wohl die gesamte Euro-Zone und die EU schrumpfen.

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Impfpflicht für Pflegepersonal verfassungsgemäß

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Karlsruhe, 19. Mai (Reuters) – Die Impfpflicht für Pflegekräfte und medizinisches Personal ist verfassungsgemäß. Mit der am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung wies das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde zahlreicher Betroffener zurück. „Der sehr geringen Wahrscheinlichkeit von gravierenden Folgen einer Impfung steht die deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung von Leib und Leben vulnerabler Menschen gegenüber“, begründeten die Karlsruher Richter ihre Entscheidung. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie mit der Omikron-Variante begründe keine abweichende Beurteilung. (AZ: 1 BvR 2649/21) 

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht war im Dezember 2021 beschlossen worden, um besonders verletzliche Menschen etwa in Pflegeheimen besser zu schützen. Seit Mitte März 2022 müssen Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen oder Arztpraxen einen vollen Corona-Impfschutz oder eine Genesung nachweisen. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, muss das ebenfalls nachweisen. Allerdings hakt es bei der Umsetzung der Impfpflicht. Auch wurden nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht im April die Rufe lauter, die einrichtungsbezogene Impfpflicht wieder abzuschaffen.

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Kryptowährungen sind „Portfolio-Kryptonit“ – Chancen bestehen im breiteren Ökosystem

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Kryptowährungen

Der aktuelle Kryptocrash, der größtenteils auf die mangelhafte Struktur eines so genannten „Stablecoins” zurückzuführen ist, veranschaulicht nur einen der vielen Gründe, warum Kryptowährungen eine schlechte Wahl für langfristig orientierte Anleger sind. Diesen Standpunkt vertritt PGIM, der globale Investmentmanager des Versicherungskonzerns Prudential, Inc. (NYSE:PRU)1 mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1,4 Billionen US-Dollar.

In PGIMs neustem Megatrends-Paper, „Cryptocurrency Investing: Powerful Diversifier or Portfolio Kryptonite?“, analysieren zahlreiche Anlageexperten aus den PGIM-Geschäftsbereichen Fixed Income, Equity, Real Estate, Private Debt und Alternatives die gängigsten Argumente, die für Investitionen in Kryptowährungen sprechen. Dabei kommen sie zu dem Fazit, dass Direktinvestitionen in Kryptowährungen institutionellen Anlegern nur wenige Vorteile bieten, dabei jedoch hohe Volatilität und hohes Risiko mit sich bringen.

„Für uns als langfristiger Anleger und Vermögensverwalter müssen im Interesse unserer Kunden drei Dinge zutreffen, damit wir eine Anlageklasse in ein Portfolio aufnehmen: Der Vermögenswert braucht einen klaren regulatorischen Rahmen, sollte eine effektive Wertanlage sein und eine kalkulierbare Korrelation mit anderen Anlageklassen aufweisen“, so PGIM-CEO David Hunt. „Kryptowährungen erfüllen derzeit keines dieser drei Kriterien. Vielmehr als um eine Kapitalanlage handelt es sich dabei um eine reine Spekulation.“

Die PGIM-Studie zeigt, dass Investitionen in Kryptowährungen zur Portfoliodiversifikation nur unzuverlässig beitragen, eine ungeeignete Safe-Haven-Anlage sind und unzureichend vor Inflation schützen. Darüber hinaus unterscheiden sich die jüngsten risikobereinigten Renditen nicht wesentlich von denen anderer Anlageklassen, erleiden dabei jedoch häufiger und deutlichere Rückschläge. Gegen Kryptowährungen spricht für langfristig orientierte Anleger zudem der unsichere regulatorische Hintergrund und die erheblichen Bedenken in Bezug auf ESG-Aspekte.

„Kryptowährungen mögen ein mutiger Versuch sein, ein funktionsfähiges, dezentralisiertes Peer-to-Peer-Zahlungssystem zu schaffen, doch ihre Kursbildung basiert in erster Linie auf Spekulation und nicht auf einer fundierten Wert- oder Nutzentheorie“, sagt Shehriyar Antia, Head of Thematic Research bei PGIM. „Darüber hinaus gibt es kaum Belege dafür, dass Kryptowährungen ein wirksamer Inflationsschutz oder eine Safe-Haven-Anlage sind, weshalb wir keinen Grund sehen, sie in institutionelle Portfolios aufzunehmen.“

MIT DEN MYTHEN ÜBER KRYPTOWÄHRUNGEN AUFRÄUMEN

Kryptowährungen sind keine wirksame Absicherung gegen die Inflation: 
Der Kurs von Bitcoin und anderen Kryptowährungen entwickelte sich 2021 nur für kurze Zeit analog zur Inflation, bevor er stark fiel. Bei Gold hingegen hat sich seit den 1970er Jahren gezeigt, dass es wirksam und zuverlässig gegen die Inflation schützen kann.

Bitcoin fungiert nicht als Safe-Haven-Anlage: Die vorherrschende Kryptowährung Bitcoin erwies sich zu Beginn des Jahres 2020 angesichts der weltweiten coronabedingten Lockdowns nicht als stabilisierende Kraft, als weltweit die Kurse von Wertpapieren abstürzten. So verlor die Kryptowährung deutlicher an Wert als dies bei herkömmlichen Safe-Haven-Vermögenswerten der Fall war.

Kryptowährungen kollidieren mit ESG-Zielen: Eine einzige Transaktion über die Bitcoin-Blockchain entspricht zwei Millionen Transaktionen über das Visa-Netz oder ungefähr der Energie, die benötigt wird, um einen durchschnittlichen amerikanischen Haushalt über zwei Monate mit Strom zu versorgen. Unter dem Governance-Aspekt betrachtet, macht die Anonymität und die Schwierigkeit, die Identität der Besitzer nachzuverfolgen, Bitcoin zu einem bevorzugten Tauschmittel für illegale Aktivitäten – wie z. B. die potenzielle Umgehung von Sanktionen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

KONKRETE CHANCEN IM BEREICH BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE

„Kryptowährungen erleben zwar einen regelrechten Hype, doch die wirklich interessanten Investitionsmöglichkeiten finden sich in der zugrundeliegenden Technologie“, sagt Taimur Hyat, Chief Operating Officer bei PGIM. „Bei Unternehmen, die reale Blockchain-Anwendungen wie das Clearing und die Abwicklung von Transaktionen, die Betrugsprävention und die Tokenisierung von realen Vermögenswerten ermöglichen, ist eine deutlich höhere Wertschöpfung in den kommenden zehn Jahren zu erwarten. Hier gilt der alte Spruch: Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.“

Private Blockchains und Smart Contracts: Die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und Smart Contracts können einzelne Bereiche der Finanzdienstleistungen, der Logistik und des Lieferkettenmanagements revolutionieren, da sie die Überprüfung der Gegenpartei und des Handels sowie den Abgleich von Transaktionen und Unterlagen überflüssig machen.

Verbriefung der nächsten Generation: Die Tokenisierung von Immobilien- und Infrastrukturanlagen kann Transaktions- und Verwaltungskosten erheblich reduzieren, die Liquidität erhöhen, Transaktionen vereinfachen, die Preistransparenz steigern und einen präziseren Portfolioaufbau ermöglichen.

Infrastruktur und Ökosysteme zur Unterstützung von Blockchains und künftigen digitalen Währungen der Zentralbanken: Weitere Innovationen in Bereichen wie Betrugsprävention, Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und anderen wichtigen Faktoren eines umfassenden Krypto-Ökosystems haben Potenzial, Unternehmen, die diese Dienstleistungen anbieten, attraktive Renditen zu bescheren.

Weitere Informationen finden Sie in PGIMs Research-Serie Megatrends: „Cryptocurrency Investing: Powerful Diversifier or Portfolio Kryptonite?

Kryptowährungen sind „Portfolio-Kryptonit“ – Chancen bestehen im breiteren Ökosystem

Foto von David Hunt (Bildquelle: PGIM)

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Scholz sagt Ukraine Hilfe bis zum Umdenken Putins zu

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Scholz Kohle Scholz AKW Deutschland Gaspreis Energie Leopard Banken
Brussels, Belgium. 25th May 2018.German finance minister, Olaf Scholz talks to media at the results of European Union's finance ministers meeting at the European Council .

Berlin, 19. Mai (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz hat der Ukraine weitere Hilfe für die Verteidigung gegen den Angriff Russlands zugesagt. „Noch immer glaubt Putin, dass er einen Diktatfrieden herbeibomben könne“, sagte Scholz am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Diesen Diktatfrieden werde es aber nicht geben, weil ihn die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht akzeptieren würden – „und wir auch nicht“.

Der Kanzler fügte hinzu: „Erst wenn Putin das begreift, erst wenn er versteht, dass er die Verteidigung der Ukraine nicht brechen kann, dann wird er bereit sein, ernsthaft über Frieden zu verhandeln.“ Putin habe die Entschlossenheit der Ukraine und die Geschlossenheit des Westens unterschätzt. Zugleich betonte Scholz, dass die militärische Hilfe mit schweren Waffen keine Eskalation bedeute. „Einem brutal angegriffenen Land bei der Verteidigung zu helfen, darin liegt keine Eskalation“, sagte er. Dies sei vielmehr ein Beitrag, den Angriff abzuwehren „und damit schnellstmöglich die Gewalt zu beenden“. 

Zugleich forderte Scholz, schon auf die Nachkriegszeit zu schauen. Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur und Wirtschaft in der Ukraine werde Milliarden kosten. „Daher müssen wir als Europäische Union jetzt die Vorarbeiten für einen Solidaritätsfonds beginnen, der sich aus Beiträgen der EU und unserer internationalen Partner speist.“

Scholz sagt Ukraine Hilfe bis zum Umdenken Putins zu

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Lindner will neue Ukraine-Finanzhilfen gleich in Haushalt einspeisen

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Lindner Deutschland Steuern Geldwäsche China

Königswinter, 19. Mai (Reuters) – Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will bis spätestens Freitag Klarheit über weitere finanzielle Hilfen für die Ukraine schaffen. Womöglich könne er schon am Donnerstag eine konkrete Summe nennen, sagte er vor dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs aus den sieben führenden Industrienationen (G7) auf dem Petersberg bei Bonn.

„Deutschland geht nicht unvorbereitet in diese Gespräche.“ Die Ukraine braucht in etwa 15 Milliarden Euro, um in den nächsten drei Monaten liquide zu bleiben. Es wird erwartet, dass die USA einen Großteil der Summe übernehmen. Deutschland als Gastgeber des G7-Treffens steht aber auch in der Pflicht. 

„Es geht darum, die Handlungsfähigkeit des ukrainisches Staates sicherzustellen“, so Lindner. Der deutsche Beitrag solle dann gleich in die sogenannte Bereinungssitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag eingebracht werden. Dieser soll ab Donnerstag die letzten Details zum Haushalt für 2022 klären. Die Sitzung dürfte sich erfahrungsgemäß bis in den Freitagmorgen ziehen. 

Lindner ergänzte, beim G7-Treffen gehe es darum, die Finanzstabilität trotz der sehr hohen Inflation zu sichern. Außerdem gebe es Sorgen wegen hoch verschuldeter Schwellen- und Entwicklungsländer. Die zentrale Rolle werde aber der russische Angriff auf die Ukraine spielen. Dazu werde der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal zugeschaltet. Russlands Präsident Wladimir Putin werde seine Kriegsziele in der Ukraine nicht erreichen. 

Es gehe jetzt darum, Risiken für die Wirtschaft zu bekämpfen, so Lindner. „Das betrifft die Inflation, aber auch die ausbleibende Erholung nach der Pandemie.“ Es dürfe keine Stagflation geben, also eine Phase niedriger Wachstumsraten bei gleichzeitig hoher Inflation. „Es geht darum, Druck von Preisen zu nehmen.“ Ziel müsse es sein, für mehr Produktivität und ein größeres Angebot von Unternehmen zu sorgen.

Lindner will neue Ukraine-Finanzhilfen gleich in Haushalt einspeisen

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Evotec vereinbart millionenschwere Dermatologie-Partnerschaft

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Frankfurt, 19. Mai (Reuters) – Die Biotechfirma Evotec hat mit dem spanischen Pharmaunternehmen Almirall eine millionenschwere Partnerschaft im Bereich der Hauterkrankungen vereinbart. Zusammen wollen die beiden Konzerne neuartige Therapien für schwere Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis und helle Hautkrebsarten wie Basalzellkarzinom entwickeln.

Evotec erhält von Almirall eine Abschlagszahlung, Forschungszahlungen sowie erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen mit einem Potenzial von bis zu 230 Millionen Euro pro Programm, wie das Hamburger Unternehmen mitteilte. Sollten es Produkte aus der Partnerschaft auf den Markt schaffen, winken Beteiligungen am Nettoumsatz im hohen einstelligen Prozentbereich.

Almirall wird für die klinische Entwicklung und Vermarktung zuständig sein.

Bei Anleger kam die Partnerschaft gut an: Die Aktien von Evotec setzten sich im vorbörslichen Handel mit einem Plus von einem Prozent an die MDax-Spitze.

Evotec vereinbart millionenschwere Dermatologie-Partnerschaft

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Kursrutsch an der Wall Street drückt Dax ins Minus

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Frankfurt, 19. Mai (Reuters) – Nach den deutlichen Verlusten an der Wall Street ist der Dax am Donnerstag schwächer in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex verlor 1,4 Prozent auf 13.819 Zähler. Die US-Börsen waren angesichts der Furcht vor drastischeren Zinserhöhungen der Notenbank Federal Reserve am Mittwoch in die Knie gegangen. 

„Auf dem Parkett machen Schlagworte wie Rezession und Gewinneinbruch die Runde“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Immer weniger glauben, dass der Fed eine softe Landung der US-Wirtschaft gelingen wird. Stattdessen wachsen die Sorgen vor den Folgen der Zinserhöhungen.“

Weitere Rückschlüsse auf das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen erhoffen sich die Investoren von den am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten. Auf dem Terminplan steht unter anderem das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia, das Prognosen zufolge im Mai auf 16 Punkte von 17,6 Zählern im Vormonat gesunken ist.

Zu den schwächsten Werten im Dax zählten in den ersten Minuten unter anderem HelloFresh und Adidas mit Abschlägen von 3,4 und 2,5 Prozent. Im MDax gehörte die Commerzbank zu den wenigen Werten, die im Plus lagen. Die Titel gewannen gut ein Prozent. Schon am Mittwoch waren sie fester aus dem Handel gegangen, weil ein Bericht der „Financial Times“ alte Übernahmespekulationen um die Commerzbank und UnicreditCRDI.MI wieder zum Leben erweckt hatte.

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Valneva – EMA akzeptiert Zulassungsantrag für Corona-Totimpfstoff

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Wien, 19. Mai (Reuters) – Der französisch-österreichische Biotechkonzern Valneva ist im Zulassungsprozess für seinen Corona-Totimpfstoff einen Schritt weiter gekommen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) habe den Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten akzeptiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Die Annahme des Zulassungsantrags durch die EMA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Produktzulassung“, sagte Vorstandschef Thomas Lingelbach. 

Vom sogenannten rollierenden Prüfverfahren gehe man damit in ein formales Prüfverfahren durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) über. Wenn der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung akzeptiert werde, rechnet Valneva im Juni mit einer positiven Stellungnahme vom CHMP. Die Europäische Kommission werde danach die Empfehlung überprüfen und eine endgültige Entscheidung über den Zulassungsantrag treffen. Gibt die EU-Kommission grünes Licht, wäre die Marktzulassung in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen gültig. 

„Wir sind weiterhin fest entschlossen, gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden, den europäischen Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission daran zu arbeiten, den Menschen in Europa eine traditionellere und bewährte Covid-19-Impfstofftechnologie zur Verfügung zu stellen“, sagte Lingelbach. Die von Valneva verwendete Technologie wird schon seit Jahrzehnten eingesetzt, etwa bei Impfstoffen gegen Polio, Influenza sowie Hepatitis A.

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Ukraine aktuell 19.05.22

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19. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.58 Uhr – Scholz und Rutte rechnen nicht mit türkischer Nato-Blockade

Kanzler Olaf Scholz und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sind überzeugt davon, dass die Türkei den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands nicht verhindern wird. „Meine Zuversicht ist sehr groß, dass das bald alles gut zusammen passt“, sagt Scholz bei einem Besuch in Den Haag. „Wir werden unseren Beitrag leisten“, fügt er hinzu. Er vertraue darauf, dass man in der Nato eine gemeinsame Entscheidung finde, sagt Rutte. 

19.25 Uhr – Der US-Senat hat ein rund 40 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket für die Ukraine abgesegnet. Für die Unterstützung der Ukraine stimmten 86 Abgeordnete, dagegen elf. Es wird erwartet, dass Präsident Joe Biden das Gesetz zügig unterzeichnen wird. Das von Russland angegriffene Land erhält damit sieben Milliarden Dollar mehr als von Biden im April beantragt. Das Paket umfasst militärische und humanitäre Hilfe für die Ukraine. 

19.10 Uhr – Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat davor gewarnt, der Ukraine Panzerhaubitzen ohne ausreichende Ausbildung zu liefern. „Das dauert Wochen oder vielleicht länger“, sagt er auf die Frage, ob die Artilleriegeschütze schnell an die Ukraine geliefert werden könnten. Er sehe zudem nicht, dass die Zahl von zwölf Panzerhaubitzen, die die Niederlande und Deutschland liefern wollen, derzeit erhöht werden könne. In Deutschland hat die Ausbildung ukrainischer Soldaten an den Haubitzen begonnen.

18.30 Uhr – Rutte will Finanzhilfen an Ukraine mit Reformen verbinden

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte begrüßt finanzielle Hilfen der EU für die Ukraine, will sie aber an Reformen knüpfen. „Es ist wichtig, Wiederaufbauhilfe mit Reformen zu verbinden, die erforderlich sind, um die Ukraine noch enger an die EU heranzuführen“, sagt Rutte nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz.

18.19 Uhr – US-Präsident Joe Biden wird Insidern zufolge möglicherweise noch heute weitere Rüstungsgüter im Wert von 100 Millionen Dollar für die Ukraine genehmigen. Dazu gehörten zusätzliche Artillerie-Munition sowie Radar-Geräte, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

17.47 Uhr – Ukrainische Getreideausfuhr im Mai sinkt um zwei Drittel

Die ukrainische Getreideausfuhr erreicht nach offiziellen Angaben im Mai bislang gut ein Drittel der Menge des Vorjahres. Zunächst seien 643.000 Tonnen exportiert worden, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. Darunter seien etwa 617.000 Tonnen Mais und 16.000 Tonnen Weizen. Im Mai 2021 seien dagegen 1,8 Millionen Tonnen Getreide ins Ausland geliefert worden. Wie es nun transportiert wurde, gibt das Ministerium nicht bekannt. Logistische Probleme wegen des Krieges sowie die russische Blockade ukrainische Häfen verhindern einen Export über die bislang wichtigsten Routen.

17.33 Uhr – Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow und sein US-Amtskollege Mark Milley haben einem russischen Medienbericht zufolge bei einem Telefonat Fragen „des gemeinsamen Interesses“ besprochen. Dazu gehörte die Ukraine, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Gespräch fand sechs Tage nach einem Telefonat der beiden Verteidigungsminister statt, ihr erstes seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

17.16 Uhr – Russland hebt Devisen-Einschränkungen auf – außer für Dollar und Euro

Russische Bürger sollen ab morgen bei ihren Banken wieder ohne Einschränkungen mit den meisten ausländischen Devisen handeln dürfen. Die beiden Ausnahmen seien US-Dollar und Euro, teilt die Zentralbank in Moskau mit. Für sie sollen die Beschränkungen bis zum 9. September bestehen bleiben.

16.58 Uhr – Konzern-Chef – Indien verhandelt mit Russland über billiges Erdöl

Indien verhandelt einem staatlichen Energiekonzern zufolge mit Russland über den Kauf von Öl zu verbilligten Preisen. Die Gespräche fänden auf Regierungsebene statt, sagte der Vorsitzende von Hindustan PetroleumHPCL.NS, Pushp Kumar Joshi, bei der Vorstellung von Geschäftszahlen. Er lehnte Angaben zur diskutierten Menge und der Höhe etwaiger Preisnachlässe ab. „Wir werden definitiv jede zukünftige Möglichkeit nutzen, russisches Rohöl zu verwenden, abhängig von den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen“, sagt Joshi. Indien hat zwar einen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert, die russische Invasion jedoch nicht ausdrücklich verurteilt. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat das Land seit dem russischen Einmarsch bereits zweimal so viel Öl aus Russland importiert wie im ganzen Jahr 2021.

16.48 Uhr – Nato-Chef – Erwarte schnelle Entscheidung zu Schweden und Finnland

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet nach eigener Aussage eine schnelle Entscheidung zur Aufnahme von Finnland und Schweden in die Militärallianz. Es sei in der Nato nicht ungewöhnlich, unterschiedlicher Meinung zu sein, sagt Stoltenberg zu den Einwänden der Regierung in Ankara. Die Nato habe Erfahrung damit, „sich hinzusetzen und Lösungen zu finden“, erklärt er. „Wir gehen auf die türkischen Bedenken ein.“

16.30 Uhr – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mahnt eine „schnelle Einschätzung“ der EU zum Beitrittsantrag der Republik Moldau an. In den kommenden Wochen müsse das Land eine klare Antwort erhalten, sagt Macron bei einem Treffen mit Präsidentin Maia Sandu in Paris. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland auf Nachbarstaaten überreife. Moldau mit 3,5 Millionen Einwohnern – etwa so viele wie Berlin – liegt zwischen der Ukraine und dem EU-Mitglied Rumänien. Die ehemalige Sowjetrepublik stellte den formellen Antrag auf eine EU-Mitgliedschaft eine Woche nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

15.33 Uhr – China verhandelt mit Russland über Öl-Käufe

China verhandelt nach Bloomberg-Informationen mit Russland über den Kauf zusätzlicher Öllieferungen, um seine strategischen Rohölvorräte aufzustocken. Die Gespräche würden auf Regierungsebene ohne direkte Beteiligung von Ölunternehmen geführt, berichtet die Agentur unter Berufung auf eine mit dem Plan vertraute Person. Die USA haben kurz nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine die Einfuhr von russischem Öl verboten, während die EU ein schrittweises Embargo in Erwägung zieht.

14.51 Uhr – IWF-Chefin – Job der Notenbanken wird durch Krieg noch schwieriger

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa sagt der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des G7-Treffens in Königswinter, es werde schwerer für Notenbanken, die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, ohne eine Rezession heraufzuschwören. Denn der Preisdruck bei Energie und Lebensmitteln nehme durch den Krieg in der Ukraine noch zu.

14.40 Uhr – Der in der Ukraine wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen vor Gericht stehende russische Soldat hat sich bei der Witwe seines mutmaßlichen Opfers entschuldigt. „Ich erkenne meine Schuld an“, sagt der 21-jährige frühere Panzerkommandant. „Ich bitte Sie um Vergebung.“ Der Soldat wird beschuldigt, am 28. Februar einen unbewaffneten 62-jährigen Zivilisten in einer Ortschaft im Nordosten der Ukraine erschossen zu haben. Vor Gericht hat der Angeklagte die Tat gestanden. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

14.05 Uhr – Russland fordert für ein Ende der Blockade ukrainischer Schwarzmeer-Häfen auch ein Überdenken der westlichen Sanktionen. Man dürfe nicht nur an Russland appellieren, sondern müsse sich den ganzen Komplex der Gründe ansehen, der die derzeitige Nahrungsmittelkrise verursacht habe, sagt Vize Außenminister Andrei Rudenko laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. „Und das sind in erster Linie die Sanktionen, die von den USA und der EU gegen Russland verhängt wurden und die den normalen freien Handel mit Nahrungsmitteln, einschließlich Weizen, Düngemitteln und anderen, behindern.“ UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte am Mittwoch an Russland appelliert, „die sichere Ausfuhr von in ukrainischen Häfen gelagertem Getreide“ zu ermöglichen und russischen Lebensmitteln und Düngemitteln „vollen und uneingeschränkten Zugang zu den Weltmärkten“ zu gewähren. Wegen der Hafen-Blockade sind mehrere afrikanische Staaten von einer Hungersnot bedroht.

13.40 Uhr – General – Ukrainische Soldaten werden weiter aus Mariupol gebracht

Aus der südukrainischen Hafenstadt Mariupol werden nach ukrainischen Militärangaben weiterhin Soldaten gebracht. „In Richtung Mariupol werden Maßnahmen ergriffen, um unsere Helden in Sicherheit zu bringen“, sagt Olexij Gromow, der Vize-Chef der operativen Hauptabteilung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, bei einem Online-Briefing. Nach russischen Angaben haben sich in Mariupol innerhalb dreier Tage 1730 ukrainische Kämpfer ergeben, davon 771 in den vergangenen 24 Stunden.

11.50 Uhr – Putin-Berater – Russische Wirtschaft schrumpft maximal fünf Prozent

Die russische Wirtschaft wird nach den Worten von Präsidentenberater Maxim Oreschkin in diesem Jahr weit weniger einbrechen als angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde um maximal fünf Prozent fallen, sagte Oreschkin am Donnerstag, Das Wirtschaftsministerium hatte erst am Dienstag ein Minus von 7,8 Prozent vorausgesagt, nachdem es zuvor sogar einen Einbruch von mehr als zwölf Prozent prognostiziert hatte.

11.11 Uhr – Russland wird von Europa abgewiesenes Öl dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge nach Asien und andere Regionen exportieren. Europa müsse das benötigte Öl dann anderswo und teurer beschaffen. Russland werde Exportmärkte finden, der Sektor befände sich nicht in einer Krise.

10.40 Uhr – Marin – Keine Atomwaffen und Stützpunkte der Nato in Finnland geplant

10.40 Uhr – Die Nato plant nach Angaben der Regierung in Helsinki keine Stationierung von Atomwaffen oder Stützpunkten in Finnland. Es gebe nicht einmal ein Interesse innerhalb der NATO daran, sagte Regierungschefin Sanna Marin der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“, wie ihr Büro mitteilte.Marin zeigt sich zudem zuversichtlich, dass der Widerstand der Türkei gegen einen finnischen und schwedischen Nato-Beitritt durch Dialog gelöst werden könne. „Ich denke, dass es in dieser Phase wichtig ist, ruhig zu bleiben, Gespräche mit der Türkei und allen anderen Mitgliedsländern zu führen, Fragen zu beantworten und eventuelle Missverständnisse zu korrigieren“, erklärt sie.

10.20 Uhr – 771 weitere Kämpfer aus Stahlwerk haben sich ergeben

Hunderte weitere ukrainische Kämpfer aus dem belagerten Stahlwerk in Mariupol haben sich russischen Angaben zufolge ergeben. In den vergangenen 24 Stunden seien es 771 gewesen, meldet die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Damit hätten seit Montag 1730 ukrainische Kämpfer dort kapituliert. Die Ukraine und Russland machen widersprüchliche Angaben darüber, wie viele Kämpfer, die sich seit Wochen in den Bunkern und Tunneln des riesigen Werkgeländes verschanzt haben, sich den russischen Truppen ergeben haben. 

10.15 Uhr – Die Hälfte der 54 GazpromGAZP.MM-Kunden hat nach Angaben des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten, Alexander Nowak, ein Konto bei der Gazprombank eröffnet. Einige große Unternehmen hätten bereits im Rahmen des neuen Systems für russisches Gas gezahlt, sagt Nowak. Moskau werde bald endgültig wissen, welche Unternehmen gezahlt und welche dies abgelehnt haben. Die Gazprombank ist einer der wichtigsten Zahlungskanäle für russisches Öl und Gas. Moskau will, dass Energiekäufer Konten bei der Gazprombank eröffnen, wo Zahlungen in Euro oder Dollar in die russische Währung Rubel umgerechnet werden sollen. Russland hatte von als unfreundlich bezeichneten Ländern für Gaslieferungen eine Zahlung in Rubel verlangt und damit die Furcht vor einem Lieferstopp geschürt.

09.35 Uhr – Merz fordert Entlassung von Lambrecht

Oppositionsführer Friedrich Merz fordert die Entlassung von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Die SPD-Politikerin sei seit Wochen viel mehr mit Selbstverteidigung als mit der Verteidigung des Landes beschäftigt, sagt der CDU-Chef im Bundestag. Bundeskanzler Olaf Scholz fordert er auf, sich von Lambrecht zu trennen. Dies werde der Kanzler sowieso tun müssen, also sollte er es sofort machen.

09.30 Uhr – Oppositionsführer Friedrich Merz sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu. „Wir wollen und wir müssen dem Land finanziell und humanitär weiter helfen“, sagt der CDU-Chef im Deutschen Bundestag. Dazu gehörten auch Waffenlieferungen, „damit dieses Land sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen kann“.

09.23 Uhr – Westlicher Balkan gehört zur Europäischen Union

Bundeskanzler Olaf Scholz sagt den Ländern des westlichen Balkans konkret eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union zu. Der westliche Balkan gehöre zur EU, sagt Scholz in seiner Regierungserklärung im Deutschen Bundestag. Dies werde er bei seiner anstehenden Reise in die Länder der Region deutlich machen.

09.15 Uhr – Scholz – Werden Diktatfrieden nicht akzeptieren

Bundeskanzler Olaf Scholz lehnt einen „Diktatfrieden“ für die Ukraine ab. Dies würden weder die Ukrainer selbst noch die westliche Welt akzeptieren, sagt Scholz in einer Regierungserklärung im Bundestag. Erst wenn der russische Präsident Wladimir Putin dies verstehe, seien Friedensverhandlungen möglich.

09.10 Uhr – Bundeskanzler Olaf Scholz mahnt im Zuge des Ukraine-Kriegs auch zu einer Weiterentwicklung der Europäischen Union. Bei vielen Reformen sei nicht zwingend eine Vertragsänderung erforderlich, sagt Scholz in seiner Regierungserklärung im Deutschen Bundestag zum kommenden EU-Gipfel. Als größtes Mitgliedsland trage Deutschland dabei eine besondere Verantwortung. 

09.05 Uhr – Mehr als die Hälfte der im Stahlwerk Asowstal eingekesselten ukrainischen Kämpfer sollen das Werk verlassen haben. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Anführer der pro-russischen Separatisten, Denis Puschilin. Reuters konnte die Aussagen nicht überprüfen. Die Ukraine und Russland machen widersprüchliche Angaben darüber, wie viele Kämpfer das Werk verlassen haben.

08.42 Uhr – Ukrainischer Ministerpräsident wird zu G7 zugeschaltet

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal wird laut Bundesfinanzminister Christian Lindner zum G7-Treffen zugeschaltet.

08.38 Uhr – Bundesfinanzminister Christian Lindner stellt der Ukraine vor dem G7-Treffen in Bonn weitere Hilfen in Aussicht. Das von Russland angegriffene Land brauche eine signifikante Größenordnung. Deutschland gehe nicht unvorbereitet in die Beratungen. Er werde in Kürze eine konkrete Zahl nennen. Die neue Hilfe solle noch in die Bereinigungssitzung im Bundestag zum Haushalt 2022 eingebracht werden. Hier wird spätestens in der Nacht zu Freitag mit einem Ergebnis gerechnet.

07.50 Uhr – Japan will seine bereits zugesagten Hilfen für die Ukraine nach Angaben von Ministerpräsident Fumio Kishida auf 600 Millionen Dollar verdoppeln. „Unser Land steht zur Ukraine“, sagt Kishida. Beim Gipfeltreffen zwischen den USA und Japan in der kommenden Woche und einem Treffen der Quad-Gruppe mit Australien und Indien werde Japan seine grundlegende Haltung betonen, die Ukraine zusammen mit anderen Nationen zu unterstützen.

06.35 Uhr – Ukrainische Truppen haben einen Grenzort in der russischen Region Kursk mit Granaten beschossen, wie Gouverneur Roman Starowoit auf dem Messengerdienst Telegram schreibt. Dabei sei mindestens ein Zivilist ums Leben gekommen. In der Ortschaft Tjotkino seien eine Alkohol-Fabrik sowie weiteren Gebäude getroffen worden.

04.14 Uhr – Der US-Senat bestätigt einstimmig die erfahrene Diplomatin Bridget Brink als Botschafterin in der Ukraine. Der Posten war seit drei Jahren unbesetzt. Die aus Michigan stammende Brink spricht Russisch und ist derzeit US-Botschafterin in der Slowakei. Sie ist seit 25 Jahren Diplomatin und hat in Usbekistan und Georgien sowie in verschiedenen leitenden Positionen im Außenministerium und im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses gearbeitet. Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch ihre Auslandsvertretung in Kiew wieder eröffnet. US-Diplomaten verließen die Botschaft fast zwei Wochen vor Beginn der russischen Invasion.

03.26 Uhr – Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj widerspricht der Darstellung ukrainischer Reservisten, sie hätten mit einem Sprengsatz direkt unter einem Waggon einen gepanzerten Zug mit russischen Truppen an Bord in einem besetzten Teil der Ukraine in die Luft gesprengt. „Die Reservisten haben ihn getroffen, obwohl sie den gepanzerten Zug selbst nicht in die Luft gesprengt haben“, sagt Olexij Arestowitsch in einem Video in den sozialen Medien. Es seien die Gleise vor dem Zug gesprengt worden. Die Russen seien „glimpflich davongekommen“. Der Vorfall zeige aber, dass der ukrainische Widerstand die russischen Streitkräfte massiv behindere. Zum Ausmaß der Schäden werden keine Angaben gemacht. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums liegt nicht vor.

Ukraine aktuell 19.05.22

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