Donnerstag, März 19, 2026
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Berliner Startup denkt Kinderunterhaltung neu

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aumio

Aumio sammelt 3 Millionen Euro ein, um das Disney für Mental Health zu werden

Das Berliner Startup Aumio verkündet heute eine Seed-Finanzierung in Höhe von 3 Millionen Euro. Als Hauptinvestoren konnten die international renommierten VCs Partech aus Paris sowie der Community-Fond ByFounders aus Kopenhagen gewonnen werden. Mit dem frischen Investment wird Aumio das Team von aktuell 10 Mitarbeitenden verdreifachen und expandiert in Europa und USA. Die Meditations- und Schlaf-App wird heute bereits von mehr als 200.000 Familien in der DACH Region genutzt. Die Vision des Gründerteams ist es, Aumio in den nächsten fünf Jahren zur ersten globalen Mental Health Plattform für die ganze Familie zu entwickeln. Mit dem Geld expandiert Aumio noch in diesem Jahr in Europa und USA.

“Der Digitalmarkt an mentalen Gesundheitsprodukten für Erwachsene wächst seit Jahren kontinuierlich. Für junge Menschen gibt es aber kaum Angebote. Mit Aumio haben wir die erste App entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern zugeschnitten ist und ihnen spielerisch dabei hilft, im Alltag mit Stress, Angst oder Schlafproblemen umzugehen. Aumio ist die App, die ich früher als Kind mit ADHS selber gerne gehabt hätte.” – Jean Ochel, Psychologe und Gründer von Aumio

Neue Ära von Kinderunterhaltung
Die Gründer haben sich im Silicon Valley kennengelernt und entwickelten die Aumio-App gemeinsam mit PsychologInnen und (Tech-) ExpertInnen an der Freien Universität Berlin. In mehreren Studien zeigte die App Wirksamkeit bei Schlaf-, Angst-, Stress- und Konzentrationsstörungen. Kinder haben über die App Zugriff auf eine ständig wachsende Auswahl an kindgerechter Unterhaltung in Form von Meditationen, Hörspielen, Yogaübungen und Einschlafgeschichten. Seit dem Launch im März 2021 konnten mehr als 200.000 Familien in der DACH Region überzeugt werden. Das Startup kooperiert bereits mit führenden deutschen Krankenkassen, darunter u. a. die Allianz, TK und KKH. Für Schulen bietet Aumio ein extra Paket mit zugeschnittenen Inhalten für den Unterricht. Mehr als 900 LehrerInnen verwenden Aumio bereits im Klassenzimmer.

“Wir beobachten eine neue Generation von Eltern und PädagogInnen, denen es wichtig ist, dass ihre Kinder von klein auf qualitativ hochwertige und kindgerechte Inhalte erleben. Mit Aumio starten wir eine neue Ära von Unterhaltung, die Kindern nicht nur Spaß macht, sondern auch ihre mentale Gesundheit nachhaltig und achtsam fördert. Wir wollen das Disney für Mental Health werden” – Tilman Wiewinner, Mitgründer von Aumio

Große Vision in einem Milliardenmarkt
Laut Prognose steigt das Marktvolumen des weltweiten Digital-Health-Markts bis 2026 weltweit auf rund 640 Milliarden US-Dollar. Die Vision von Aumio ist es, in den nächsten fünf Jahren zur ersten globalen Mental Health Plattform für die ganze Familie zu werden. Noch in diesem Jahr expandiert Aumio in Europa und USA. Das Team aus PsychologInnen, PädagogInnen und Tech-ExpertInnen soll sich in den nächsten Monaten von aktuell 10 Mitarbeitenden verdreifachen. Anfang dieses Monats wurden neben deutschen und englischen erstmalig auch ukrainische Inhalte veröffentlicht. Bis Ende 2022 soll eine vierte Sprache folgen.

“Der Trend zeigt, dass mentale Gesundheit in den nächsten Jahren den gleichen Stellenwert wie körperliche Gesundheit einnehmen wird. Aumio hilft heute bereits tausenden Familien bei einer achtsamen Erziehung. Nach dem enormen Wachstum in der ersten Unternehmensphase sind wir stolz, als Hauptinvestor mit an Board zu sein und die ambitionierte Mission zu begleiten.” – Finn Weise, Investor bei Partech

Namhafte internationale Geldgeber
Das Startup Aumio hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 3 Millionen Euro abgeschlossen. Neben den bestehenden Early-Stage-Investoren Capacura und BACB Beteiligungsgesellschaft konnten zwei neue internationale VCs gewonnen werden. Hauptinvestor ist der international führende VC Partech, der u. a. Unicorns wie Sorare, Jellysmack, oder CoachHub. Des Weiteren schließt sich der nordische Community-Fond byFounders aus Kopenhagen der Runde an, der u. a. in Startups wie Contractbook, Cobalt oder Safetywing investiert ist. Als Business Angel konnten u. a. die Gründer von Urban Sports Club, Amboss, Vivino und Researchgate überzeugt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle
Aumio GmbH

Aaron.ai erhält 3,5 Mio. Euro für digitalen Praxismitarbeiter der Zukunft

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aaron.ai

Das Berliner Unternehmen Aaron.ai löst das Problem mit einem digitalen Praxismitarbeiter, der Anrufe entgegennimmt und automatisch bearbeitet, wenn das Praxis-Team nicht verfügbar ist.

Das Berliner Unternehmen Aaron.ai hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. An der Runde beteiligt sind der Münchener Impact Investor BonVenture, IBB Ventures aus Berlin sowie der Venture Fund von Futury Capital aus Frankfurt. 

Das KI-Health-Tech-Unternehmen hat den digitalen Praxismitarbeiter „Aaron” entwickelt. Er nimmt Anrufe von Patienten entgegen und bearbeitet sie automatisch, wenn das Praxis-Team nicht verfügbar ist. Mithilfe von künstlicher Intelligenz schlägt die Technologie eine Brücke zwischen dem wachsenden medizinischen Fachkräftemangel und der alternden Gesellschaft. Durch die mit wenigen Klicks online buchbare Lösung macht Aaron.ai künstliche Intelligenz einfach zugänglich, um den Fachkräftemangel entgegenzutreten. 

Über 2.000 Ärzt:innen nutzen den KI-Mitarbeiter „Aaron” bereits, um Patient:innenanrufe automatisch entgegenzunehmen, zu priorisieren und dadurch Mitarbeiter:innen in Arztpraxen zu entlasten. Zuletzt entlastete der KI-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Institut für Public Health an der Charité – Universitätsmedizin Berlin deutschlandweit auch Gesundheitsämter bei Anfragen rund um Corona. 

Mehrere Jahre hatten die Gründer Tobias Wagenführer, Richard von Schaewen und Iwan Lappo- Danilewski die Firma durch Business Angels, Umsätze und Fördermittel finanziert. Nun wurde die Nachfrage so groß, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, starke Partner:innen an Bord zu holen. „Unsere Reise hat gerade erst begonnen. Heute gehen noch täglich tausende Notrufe in Arztpraxen ins Leere. Dem werden wir mit Aaron nicht nur in Deutschland, sondern europaweit ein Ende setzen. Daher freuen wir uns über Investoren, denen nicht nur Wachstum, sondern auch Wirkung genauso wichtig ist wie uns”, sagt CEO Tobias Wagenführer. 

Das Kapital soll nun neben dem Produkt selbst vor allem in Mitarbeiter:innen investiert werden: „Wer unsere Gesundheitsversorgung für die nächsten Jahrzehnte nachhaltig zum Positiven verändern möchte, ist bei uns genau richtig”, sagt Mitgründer Richard von Schaewen. „Vielseitige Stellen von Vertrieb über Forschung und Entwicklung bis hin zur Kundenbetreuung warten nun auf Mitarbeiter, die einen Unterschied mit ihrer Arbeit machen möchten.“

Weitere Informtionen finden Sie hier

Quelle Aaron GmbH

19.Mai 2022 Marktentwicklungen

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19. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

SNAPCHAT- Berlin: Der Betreiber des Foto-Messengerdienstes Snapchat und der Axel Springer Verlag bündeln in einer globalen Partnerschaft rund um digitalen Journalismus die Kräfte. Die Newsrooms von Springers Medienmarken sollen Inhalte für Snapchats Discover-Bereich liefern, wie der Berliner Konzern mitteilte. Neben „Bild“ und „Insider“, die bereits auf Snapchat aktiv sind, werden demnach auch die Redaktionen von „Welt“ in Deutschland, „Politico“ in den USA und „Upday“ in Deutschland, Spanien und Italien Shows für Discover produzieren. Zudem soll es eine Kooperation zu Augmented-Reality (AR) mit der FreeTech – Axel Springer Academy of Journalism and Technology geben. Mit Unterstützung von Snap werde die FreeTech die Grundlagen von AR unterrichten und junge Reportern darauf vorbereiten, mit Augmented-Reality-Storytelling auf Snapchat zu experimentieren. „Gemeinsam werden wir spannende neue Nachrichtenformate entwickeln, die sich an ein junges Publikum richten“, sagte Springer-Manager Peter Würtenberger.

XIAOMI – Shenzhen: Die rigiden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in China sowie eine nachlassende Nachfrage im Ausland haben dem chinesischen Handyhersteller zugesetzt. Der Umsatz fiel im ersten Quartal auf 73,35 Milliarden Yuan (10,33 Milliarden Euro) von 76,88 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten etwas mehr erwartet. Xiaomi lieferte 38,5 Millionen Smartphones aus, ein Rückgang von rund 22 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn brach auf 2,85 Milliarden Yuan ein von 6,09 Milliarden Yuan.

FORDF.N – Washington: Nach Bränden im Motorraum bei 16 Fahrzeugen hat der US-Autobauer 39.000 SUVs in die Werkstatt zurückbeordert. Der Rückruf betrifft Fahrzeuge vom Typ Ford Expedition und Lincoln Navigator des Modelljahres 2021. Firmenangaben zufolge könnten die Brände im Motorraum bei fahrenden wie auch parkenden Autos entstehen, selbst bei ausgeschalteter Zündung.

TIKTOK – Hongkong/Hanoi: Der chinesische Kurzvideodienst will einen Fuß in das Online-Spielegeschäft bekommen. In Vietnam könnten Nutzer bereits probeweise auf der Plattform Spiele testen, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Angebot solle auf den gesamten südostasiatischen Raum ausgeweitet werden. Das könne bereits im dritten Quartal geschehen. TikTok-Eigner ByteDance wollte keine Stellung nehmen. Experten gehen davon, dass sich der Einstieg in das Spielegeschäft positiv auf die Werbeeinnahmen auswirkt und die Zeit, die Nutzer auf der Plattform verbringen, dadurch erhöht wird. Online-Spieleanbieter ZyngaZNGA.O ist vor allem mit seinen FacebookFB.O-Angeboten bekannt geworden.

RODENSTOCK – München: Der Münchner Brillenkonzern will mit einem Zukauf in Spanien stärker wachsen. Rodenstock übernimmt den spanischen Brillenglashersteller Indo Optical, wie das dem Finanzinvestor Apax Partners gehörende Unternehmen mitteilte. Indo sei Marktführer für Brillengläser und Diagnosegeräte in Spanien. Das Unternehmen beschäftigt 440 Mitarbeiter. Insidern zufolge lag der Kaufpreis bei mehr als 150 Millionen Euro. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Rodenstock-Chef Anders Hedegaard hatte im Reuters-Interview Anfang Mai bereits eine verstärkte Präsenz im Süden und Westen Europas – auch durch Übernahmen – in Aussicht gestellt.

IAG- Sydney/Bangalore: Die British-Airways-Mutter will von BoeingBA.N 50 Flugzeuge des Typs 737-MAX kaufen. Die Maschinen, die auf der Kurzstrecke fliegen sollen, würden zwischen 2023 und 2027 geliefert, teilte der Konzern mit, zu dem noch die spanische Iberia, die irische Aer Lingus und Vueling gehören. Zu Listenpreisen hat die Bestellung ein Volumen von 6,25 Milliarden Dollar. IAG sagte, man habe einen deutlichen Rabatt ausgehandelt. Das ist in der Branche üblich. Die Boeing 737-MAX war nach zwei Abstürzen mit mehreren hundert Toten in die Schlagzeilen geraten und hatte längere Zeit nicht abheben dürfen.

EASYJET – London: Der britische Billigflieger hat im ersten Geschäftshalbjahr einen Verlust von 545 Millionen Pfund erzielt. Das Minus lag im Rahmen seiner Erwartungen. Im dritten Quartal würde Easyjet auf 90 Prozent der Kapazität des gleichen Quartals 2019 kommen. „Die aufgestaute Nachfrage und die Aufhebung der Reisebeschränkungen sorgten für eine starke und anhaltende Erholung des Geschäfts, die durch unsere Maßnahmen noch verstärkt wurde“, sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Eine genauere Prognose für das zweite Geschäftshalbjahr wollte er nicht machen. Allerdings dürften höhere Treibstoffpreise und festerer Dollar für zusätzliche Kosten sorgen.

SCHOELLER-BLECKMANN- Wien: Der Ölfeldausrüster hat zum Jahresauftakt dank einer hohen Nachfrage kräftig zugelegt. Der operative Gewinn (Ebit) habe sich auf 15,5 Millionen Euro mehr als vervierfacht, teilte der Konzern mit. Unter dem Strich stieg der Gewinn auf 11,4 (Vorjahr: 1,0) Millionen Euro. Der Auftragseingang habe sich auf 129,1 (60,0) Millionen Euro mehr als verdoppelt. „Der Krieg in der Ukraine hat in vielen Regionen verstärkte Investitionen in Exploration und Produktion ausgelöst, um Versorgungssicherheit mit Öl- und Gas zu gewährleisten“, sagte Vorstandschef Gerald Grohmann. Er geht davon aus, dass die Dynamik anhält: „Natürlich bleiben in diesem Umfeld Unsicherheiten betreffend des Krieges, der Sanktionen und der Lieferketten-Engpässe bestehen. Alles in allem sollten für unser Geschäft aber die positiven Effekte der steigenden Nachfrage überwiegen.“

UNIQA – Wien: Der österreichische Versicherer prüft alle Optionen für seine Zukunft im russischen Versicherungsmarkt bis hin zu einem vollständigen Ausstieg. Bereits im Februar wurde beschlossen, alle Investitionen in Russland zu stoppen. Im Kerngeschäft sieht sich Uniqa sehr stabil. Wie der Wiener Versicherungskonzern mitteilte, stieg der Nettogewinn im ersten Quartal um 19 Prozent auf 106,4 Millionen Euro. Die verrechneten Prämieneinnahmen legten um 4,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu. Abschreibungen auf Kapitalanlagen ukrainischer oder russischer Emittenten seien nicht vorgenommen worden. Einen Ausblick wagte Uniqa aufgrund der Unsicherheiten rund um den Krieg in der Ukraine nicht. 

GENERALI – Mailand: Abschreibungen wegen des Krieges in der Ukraine haben den Gewinn des italienischen Versicherers belastet. Das Nettoergebnis fiel im ersten Quartal um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 727 Millionen Euro, wie Generali mitteilte. Darin enthalten sind Wertminderungen von 136 Millionen Euro im Zusammenhang mit russischen festverzinslichen Papieren und der Beteiligung an einem russischen Versicherer. Von Generali befragte Analysten hatten mit einem deutlicheren Gewinnrückgang auf 651 Millionen Euro gerechnet. Der operative Gewinn stieg um 1,1 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro.

SULZER – Zürich: Der Schweizer Maschinenbauer schließt seine beide Niederlassungen in Polen. Das polnische Innenministerium habe es abgelehnt, Sulzer von der Sanktionsliste zu streichen, auf die das Unternehmen wegen des russischen Großaktionärs Viktor Vekselberg gekommen war, teilte Sulzer mit. Der Konzern werde jegliche rechtlichen Mittel nutzen, um die Entscheidung anzufechten. Sulzer beschäftige in den beiden polnischen Niederlassungen 192 Mitarbeiter, die alle von der Schließung betroffen seien. Sulzer bekräftigt, dass gegen das Unternehmen in keinem anderen Land Sanktionen verhängt worden seien. 

NEW YORK TIMES – New York: Der Verlag der prominenten US-Zeitung setzt die Rückkehr in das Büro wegen der steigenden Covid-19-Erkrankungen zunächst wieder aus. Diese Anweisung gelte, bis sich die Situation verbessere, teilte die New York Times mit. Zugleich werde empfohlen, Masken zu tragen, sollte es nicht möglich sein, Abstand zu halten. Ursprünglich sollten die Mitarbeiter ab Juni wieder von den Verlagsgebäuden aus arbeiten und nicht mehr zu Hause. In den USA erkranken Reuters-Berechnungen zufolge derzeit täglich fast 97.000 Menschen an Covid-19. In der Vorwoche waren es noch 73.000.

CREDIT SUISSE – Zürich: Die Ratingagentur Fitch hat die Schweizer Großbank Credit Suisse auf „BBB+“ von „A-“ zurückgestuft. Der Ausblick sei stabil. Fitch begründete die Rückstufung mit der im Vergleich zur Konkurrenz schwachen operativen Rentabilität der Credit Suisse. Die Umsetzung der Restrukturierung in einem schwierigen Marktumfeld und die Verbesserung der Firmenleistung in den kommenden zwei Jahren seien mit erheblichen Risiken verbunden. Zu Wochenbeginn hatte bereits Standard&Poor`s das Rating für die Credit Suisse Group AG gesenkt.

19.Mai 2022 Marktentwicklungen

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Kommende Livestreamtermine im Mai.

19.Mai 2022 Dax niedriger erwartet – US-Daten im Fokus

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Frankfurt, 19. Mai (Reuters) – Nach dem deutlichen Kursrutsch an der Wall Street wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag niedriger starten. Am Mittwoch hatte er 1,3 Prozent schwächer bei 14.007,76 Punkten geschlossen. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader, Grafik-Download

Dax gibt
Screenshot: AgenaTrader 18. Mai 2022

Die US-Börsen waren angesichts der Furcht vor drastischeren Zinserhöhungen der Notenbank Fed in die Knie gegangen. Der Dow Jones verlor 3,6 Prozent, der Nasdaq4,7 Prozent und der S&P 500 büßte vier Prozent ein.

Die Inflation, die Reaktionen der Notenbanken darauf und die Folgen für die Weltwirtschaft bleiben neben dem Ukraine-Krieg die wichtigsten Themen auf dem Börsenparkett. Daher warten Investoren auf weitere US-Konjunkturdaten, von denen sie sich Rückschlüsse auf das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der Notenbank Fed versprechen. Auf dem Terminplan steht unter anderem das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia, das Prognosen zufolge im Mai auf 16 Punkte von 17,6 Zählern im Vormonat gesunken ist.

Daneben legen einige Unternehmen Geschäftszahlen vor. So öffnet unter anderem der Zucker-Produzent Südzucker seine Bücher. Im Ausland veröffentlichen unter anderem der Dufry, ein Betreiber von Duty-Free-Shops, sowie der Brief- und Paketzusteller Royal Mail Ergebnisse. Außerdem lädt die Deutsche Bank zu ihrer Hauptversammlung ein.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>14.007,76
Dax-Future<FDXc1>13.893,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.690,74
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.644,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>31.490,07-3,6 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.418,15-4,7 Prozent
S&P 500<.SPX>3.923,68-4,0 Prozent
Asiatische Indizes am DonnerstagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.446,82-1,7 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.086,87+0,0 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.198,16-2,2 Prozent

Dax niedriger erwartet – US-Daten im Fokus

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US-Wohnbaugeschäft kühlt sich im April ab – Deutlich weniger Genehmigungen

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Washington, 18. Mai (Reuters) – Angesichts steigender Hypothekenkosten hat der Wohnbau in den USA im April eine Dämpfer erlitten. Die Zahl der neu begonnenen Projekte fiel im April um 0,2 Prozent auf – hochgerechnet auf das gesamte Jahr – 1,724 Millionen, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Im Vormonat waren es abwärts revidiert 1,728 Millionen. Die Zahl der Baugenehmigungen fiel zugleich im April deutlich – und zwar um 3,2 Prozent auf annualisiert 1,819 Millionen.

Die US-Notenbank hat im Kampf gegen die stark steigende Inflation jüngst den größten Zinsschritt seit 22 Jahren unternommen. Mit dem aktuellen Zinsniveau von 0,75 bis 1,00 Prozent sind auch Hypotheken teurer geworden. Mit einem Durchschnittszins von 5,30 Prozent bei Verträgen zur Baufinanzierung mit 30-jähriger Laufzeit wurde zuletzt der höchste Wert seit Juli 2009 erreicht. Die kräftig gestiegenen Preise für Holz und Baumaterialien sorgen überdies für höhere Kosten.

US-Wohnbaugeschäft kühlt sich im April ab – Deutlich weniger Genehmigungen

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Rasant steigende Kosten und Lieferengpässe belasten Süßwarenindustrie

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Berlin, 18. Mai (Reuters) – Stark anziehende Preise für Rohstoffe und Energie sowie Lieferprobleme setzen der mittelständisch geprägten Süßwarenindustrie in Deutschland zu. Schon mit der Corona-Pandemie hätten sich Energie, Agrarrohstoffe, Verpackungen, aber auch Transport und Logistik massiv verteuert, teilte der Branchenverband BDSI am Mittwoch mit. Der Ukraine-Krieg verschärfe die Situation nun drastisch. „Diese in dieser Form noch nie dagewesenen Belastungen treffen die Betriebe in der Breite und immer häufiger in existenzbedrohendem Maße.“ Im April seien die Preise für wichtige Rohstoffe für Süßwaren weiter gestiegen, etwa für Sonnenblumenöl (plus 151 Prozent), Butter (plus 78,4 Prozent), Palmöl (plus 73,3 Prozent), Weizen (plus 71,8 Prozent) sowie Magermilchpulver (plus 69,6 Prozent). 

Rund 83 der Unternehmen melden laut einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) Engpässe bei Verpackungsmaterialien. Etwa 72 Prozent verzeichnen ernsthafte Versorgungsprobleme mit agrarischen Rohstoffen wie Weizen, Pflanzenölen, Glukose, Eiern und Milchpulver. „Die Bundesregierung muss der konsequenten Stärkung der heimischen Wirtschaft oberste Priorität einräumen, denn nur dann können Arbeitsplätze und Investitionen am Standort Deutschland langfristig gesichert werden“, sagte der BDSI-Vorsitzende und Katjes-Chef Bastian Fassin. Immer neue Auflagen könnten in der jetzigen Situation aber gerade die kleineren und mittleren Unternehmen nicht mehr zusätzlich stemmen. 

Die Branche in Deutschland hat rund 50.000 Beschäftigte, gut die Hälfte der Produktion geht ins Ausland.

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Verfassungsgericht entscheidet Donnerstag über Impfpflicht für Pflege-Personal

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Frankfurt, 18. Mai (Reuters) – Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird am Donnerstag seine Entscheidung zur Corona-Impfpflicht für das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen veröffentlichen. Das kündigte das Gericht am Mittwoch an. Zahlreiche Eilanträge gegen das Inkrafttreten der Impfpflicht, die seit Mitte März gilt, hatten die Karlsruher Richter im Februar zurückgewiesen. Nun folgt die Entscheidung im Hauptsacheverfahren.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht war im Dezember 2021 beschlossen worden, um besonders verletzliche Menschen etwa in Pflegeheimen besser zu schützen.

Seit Mitte März 2022 müssen Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen oder Arztpraxen einen vollen Corona-Impfschutz oder eine Genesung nachweisen. Allerdings hakt es bei der Umsetzung der Impfpflicht. Auch wurden nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht im April die Rufe lauter, die einrichtungsbezogene Impfpflicht wieder abzuschaffen.

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Börsenkandidat Ottobock wechselt unerwartet Finanzchef aus

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München, 18. Mai (Reuters) – Der weltgrößte Prothesen-Hersteller Ottobock trennt sich nach gut neun Monaten von seiner Finanzvorständin Kathrin Dahnke, die das Unternehmen eigentlich an die Börse führen sollte. Den Posten der 61-Jährigen übernimmt Arne Kreitz (42), der seit 2018 in der erweiterten Geschäftsführung bereits für die Strategie und für Übernahmen (M&A) zuständig war.

„Damit vollziehen wir den geplanten Wechsel im Finanzressort früher als ursprünglich geplant“, sagte Mehrheitseigentümer und Verwaltungsratschef Hans Georg Näder am Mittwoch. Kreitz könne „neue Impulse auf dem erfolgreichen Weg zu nachhaltigem Ergebniswachstum setzen“. An dem Unternehmen aus dem niedersächsischen Duderstadt ist der Finanzinvestor EQT mit 20 Prozent beteiligt.

Als Dahnke im September 2021 das Amt vom erkrankten Jörg Wahlers übernahm, war keine Rede davon gewesen, dass sie nur als Interimslösung gedacht war. Die ehemalige Finanzvorständin von Osram hatte gerade erst bei der Umstellung auf den internationalen Bilanzierungsstandard IFRS Vollzug gemeldet.

Er ist die Voraussetzung für einen Gang an den Kapitalmarkt. Ein Ottobock-Sprecher sagte, der Wechsel ändere nichts an den Plänen. Reuters hatte berichtet, dass das Medizintechnik-Unternehmen den Schritt angesichts der wackligen Kapitalmärkte nun frühestens für die Zeit nach dem Sommer ins Auge fasst.

Börsenkandidat Ottobock wechselt unerwartet Finanzchef aus

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Pariser Gericht hält an Anklage gegen Lafarge im Syrien-Fall fest

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Paris, 18. Mai (Reuters) – Weiterer Rückschlag für den Schweizer Zementhersteller Holcim in einem Verfahren wegen des Verhaltens der Vorgängerfirma Lafarge im syrischen Bürgerkrieg: Ein Berufungsgericht in Paris urteilte am Mittwoch einem beteiligten Anwalt zufolge, eine Anklage wegen „Komplizenschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen Lafarge aufrechtzuerhalten. Im vergangenen September hatte das höchste französische Berufungsgericht entschieden, dass der Syrien-Fall neu aufgerollt werden kann.

Die jetzige Entscheidung des Pariser Gerichts ist ein weiterer Schritt in dem seit Jahren andauernden Verfahren. Lafarge kündige Berufung gegen das Urteil an. Dem französischen Konzern, der 2015 mit Holcim fusionierte, wird vorgeworfen, den Islamischen Staat (IS) bezahlt zu haben, um seine Fabriken in den von der Gruppierung kontrollierten Gebieten weiter betreiben zu können.

An der Börse gingen die Holcim-Aktien nach dem Urteil auf Talfahrt. Mit 2,5 Prozent Kursabschlag gehörten sie zu den größten Verlierern unter den europäischen Baustoffwerten.SXOP.

Pariser Gericht hält an Anklage gegen Lafarge im Syrien-Fall fest

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Lauterbach – Werden für 830 Millionen Euro Impfstoffe beschaffen

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Berlin, 18. Mai (Reuters) – Die Bundesregierung wird für den Herbst weitere Corona-Impfstoffdosen kaufen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Mittwoch in Berlin an. Dafür würden 830 Millionen Euro im Haushalt zusätzlich zur Verfügung gestellt. „Wir setzen auf ein breites Portfolio“, sagte er angesichts der Ungewissheit, welche Virusvariante im Herbst dominant sein wird. „Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.“ 

Für die sogenannte Wuhan-Variante wie Delta habe man ausreichend Impfstoff, sagte der SPD-Politiker. Für die Omikron-Variante sei bei der Firma BioNTech ein angepasster Impfstoff bestellt worden. Von der US-Firma Moderna werde nun ein sogenannter bivalenter Impfstoff bezogen, der gegen beide Varianten wirken kann. Dafür würden die 830 Millionen Euro eingesetzt. 

„Ich muss soviel Impfstoff haben, dass ich im Notfall so viel habe, dass ich alle impfen lassen kann“, sagte der Gesundheitsminister. Die Impfzentren würde mit einer maximalen Unterstützung von 100 Millionen Euro pro Monat vom Bund weiter finanziert, kündigte er an.

Lauterbach – Werden für 830 Millionen Euro Impfstoffe beschaffen

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