Sonntag, März 15, 2026
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Lombard Odier Investment Managers lanciert nachhaltige Private Credit-Strategie

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Fond Lombard Odier Investment

Britischer Environment Agency Pension Fund ist erster Hauptinvestor

Lombard Odier Investment Managers („LOIM“) gibt heute den ersten Abschluss seiner Sustainable Private Credit-Strategie bekannt. Die Zusage des britischen Environment Agency Pension Fund („EAPF“) unterstreicht die Vorreiterrolle von LOIM im Bereich nachhaltiger Investitionen. Mit der Sustainable Private Credit-Strategie will LOIM bei Unternehmen den Übergang zu einer Netto-Null-Zukunft fördern. Sie ist nach Art. 9 der europäischen Sustainable Finance Disclosure Regulations (SFDR-Verordnung) klassifiziert.

Der EAPF, Teil des britischen Local Government Pension Scheme (LGPS), verwaltet im Namen der aktiven und geschlossenen Pensionsfonds der Environment Agency („EA“) ein Vermögen von rund 4,5 Milliarden Pfund. Die EA ist eine öffentliche Einrichtung, die vom britischen Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten gefördert wird. Sie ist in England die führende öffentliche Einrichtung zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt. Der EAPF ist zudem einer der Unterzeichner der Paris Aligned Investment Initiative, mit der sich 53 Vermögensinhaber mit einem Gesamtvermögen von 2,9 Billionen US-Dollar verpflichtet haben, bis spätestens 2050 eine Netto-Null-Ausrichtung zu erreichen.

Die LOIM Sustainable Private Credit-Strategie zielt darauf ab, hauptsächlich bilaterale, vorrangig besicherte Privatkredite für diversifizierte nordamerikanische, auf den Klimawandel ausgerichtete Branchen bereitzustellen. Sie ist darauf ausgerichtet, maßgeschneiderte, lösungsbasierte und strukturierte Liquidität in weniger effizient finanzierten Märkten bereitzustellen und gleichzeitig überzeugende risikobereinigte Renditen zu erzielen, die voraussichtlich weniger stark mit dem Markt korrelieren als bei traditionellen Direktkreditstrategien.

Ritesh Bamania, Leiter des institutionellen Vertriebs in Großbritannien und Irland bei LOIM, kommentiert: „Der EAPF ist für seinen starken Nachhaltigkeitsfokus bekannt und wir freuen uns, mit ihm als wichtigem Partner zusammenzuarbeiten. Viele Kunden haben sich aus Diversifikationsgründen für Private Debt entschieden, um stabile Cashflows zu erzielen. Unsere Strategie zielt darauf ab, sowohl diese traditionellen Ziele als auch eine nachhaltige Ausrichtung zu erreichen, um den Übergang zu einer Netto-Null-Zukunft zu beschleunigen. Das britische institutionelle Geschäft ist ein wichtiger Schwerpunkt für LOIM, da wir unser Angebot an nachhaltigen Anlagen ausbauen. Der erfolgreiche erste Abschluss dieser Strategie und der Beginn einer Partnerschaft mit dem EAPF ist eine Bestätigung unserer Nachhaltigkeitsexpertise.“

Foto: Peter Pulkkinnen (links) und Rhys Marsh (rechts), Portfolio Manager Quelle: LOIM

Graham Cook, Chief Investment Officer beim EAPF, fügt hinzu: „Der Übergang zu einer globalen Netto-Null-Zukunft wird in hohem Maße von der gezielten Bereitstellung von Fremdfinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen abhängen, um sie bei den notwendigen Änderungen ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Dies war etwas, was der Environment Agency Pension Fund als Priorität für Investitionen in unsere Net-Zero-Strategie identifiziert hat. Wir waren daher sehr erfreut über die Auflegung des nachhaltigen Private Credit Fonds von Lombard Odier Investment Managers, dessen Schwerpunkt auf der Erleichterung des Übergangs durch einen wissenschaftlich fundierten Ansatz liegt. Wir sind davon überzeugt, dass der Fonds die gewünschte doppelte Bilanz aufweisen wird, das heißt hohe Anlagerenditen einerseits und eine reale Wirkung bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels andererseits.“

Jean-Pascal Porcherot, Co-Leiter von LOIM und geschäftsführender Partner bei Lombard Odier, fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass der EAPF die Expertise und die Referenzen von LOIM im Bereich nachhaltiger Investitionen anerkannt hat. Peter Pulkkinen und Rhys Marsh sind letztes Jahr zu LOIM gekommen, um diese innovative und wirkungsvolle Strategie zu entwickeln, und der erste Abschluss markiert einen wichtigen Schritt in den strategischen Plänen von LOIM. Wir werden unser Angebot an nachhaltigen Investitionen auf öffentlichen und privaten Märkten weiter ausbauen und differenzierte Lösungen anbieten, die sowohl Nachhaltigkeitsergebnisse als auch potenziell attraktive finanzielle Renditen liefern.“

Lombard Odier Investment Managers lanciert nachhaltige Private Credit-Strategie

Titelfoto: Jean Pascal Porcherot (Quelle: Lombard Odier IM)

Foto im Text: Peter Pulkkinnen (links) und Rhys Marsh (rechts) (Quelle: LOIM)

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23. Mai 2022 Marktentwicklungen

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23. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

AIRBNB – Bangalore: Der Zimmer-Vermittler will einem Medienbericht zufolge sein Geschäft mit Wohnmöglichkeiten in China aufgeben. Bis zum Sommer würden alle Angebote auf dem chinesischen Festland gestrichen, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Mitarbeiter in China sollten möglicherweise ab Dienstagmorgen Ortszeit informiert werden. Dagegen sollten chinesische Reisende weiter Angebote für Zimmer im Ausland erhalten. Eine Stellungnahme von Airbnb lag nicht vor.

KLARNA – Stockholm: Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna streicht mit Verweis auf die anziehende Inflation und den Ukraine-Krieg zehn Prozent seiner Stellen. Auch die volatilen Aktienmärkte und die Aussicht auf eine „wahrscheinliche Rezession“ hätten zu der Entscheidung beigetragen, erklärte das Unternehmen, das mit Kaufabwicklungen und Konsumentenkrediten im Internethandel groß geworden ist. „Es macht mich traurig, zu sagen, dass davon etwa zehn Prozent unserer Kollegen und Freunde in allen Bereichen des Unternehmens betroffen sein werden“, sagte CEO und Mitgründer Sebastian Siemiatkowski.

TOSHIBA – Tokio: Der japanische Mischkonzern will Insidern zufolge zwei seiner größten Hedgefonds-Aktionäre einen Platz im Board geben. Manager von Elliott sowie Farallon Capital würden nominiert, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Juni steht die Hauptversammlung von Toshiba an. Ein Toshiba-Sprecher sagte, die Nominiertenliste stehe noch nicht fest. Farallon hält sechs Prozent an Toshiba und Elliott Insidern zufolge knapp unter fünf Prozent. Das 1875 gegründete Konglomerat hangelt sich seit einem Bilanzierungsskandal 2015 von Krise zu Krise.

EPIC SUISSE – Zürich: Die Schweizer Gewerbeimmobilienfirma steuert beim geplanten Börsengang auf einen Ausgabepreis am unteren Ende der angestrebten Bandbreite zu. Die Aktien solle zwischen 67 und 69 Franken platziert werden, wie eine der die Transaktion begleitenden Banken erklärte. Ursprünglich wurden 67 bis 77 Franken angepeilt. Zur revidierten Preisspanne sei das Angebot überzeichnet. Epic will am 25. Mai an der Schweizer Börse SIX debütieren und mit dem Initial Public Offering (IPO) brutto rund 200 Millionen Franken bei Investoren einsammeln.

CREDIT AGRICOLEA – Mailand: Die italienische Tochter der französischen Großbank hat die Versicherungsaktivitäten der italienischen Banco BPM ins Visier genommen. „Wir haben Interesse bekundet und werden sehen, wie sich Banco BPM entscheidet“, sagte Giampiero Maioli, Vorstandschef von Credit Agricole Italy. Italiens drittgrößte Bank kündigte derweil an, angesichts des Interesses, das ihr Versicherungsgeschäft auf sich gezogen habe, auch Angebote potenzieller anderer Partner zu prüfen. Credit Agricole Italy ist mit 9,2 Prozent an der Banco BPM beteiligt. 

DEUTSCHE TELEKOM ERICSSON – Berlin: Der deutsche Telekomkonzern und der schwedische Netzwerkausrüster testen angesichts steigender Energiekosten den Einsatz von Sonnen- und Windkraft für die Versorgung von 5G-Funkmasten. Ein Standort in der bayerischen Gemeinde Dittenheim verfüge nun über zwölf Quadratmeter Solarmodule sowie eine Windturbine, die bis zu fünf Kilowatt zusätzliche Leistung liefern könne, teilte der Bonner Dax-Konzern mit. Es gehe um die Optimierung des Energieverbrauchs, sagte der zuständige Telekom-Manager Leif Heitzer. In der nächsten Projektphase sollen weitere Funktionen zur effizienten Nutzung der erzeugten Energie und der Speicherkapazitäten entwickelt werden.

KINGFISHER – London: Die britische Baumarktkette hat im ersten Quartal Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Mit 3,2 Milliarden Pfund liegen die Erlöse im Auftaktquartal 2022 um 5,4 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, aber 16,2 Prozent über dem Wert im Vor-Corona-Jahr 2019, wie Kingfisher mitteilte. Auch im zweiten Quartal setzte sich diese Entwicklung fort. Der flachenbereinigte Rückgang liege bislang bei 2,5 Prozent. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele. Baumarktketten haben in den Corona-Jahren vom verstärkten Trend zum Heimwerkern profitiert und kräftige Zuwächse in der Zeit erzielt.

HOLCIM – Zürich: Der Schweizer Zementhersteller baut sein Fertigbeton-Geschäft in den USA mit einem Zukauf aus. Holcim übernimmt nach eigenen Angaben die Firma Cajun Ready Mix Concrete zu einem ungenannten Preis. Cajun betreibe im Großraum Baton Rouge, Louisiana, acht Fertigbeton-Werke.

ALCON – Zürich: Der schweizerisch-amerikanische Augenheilkonzern übernimmt von der US-Firma Kala Pharmaceuticals die Tropfen Eysuvis zur Befeuchtung der Augen sowie das Medikament Inveltys zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Auge. Der Kaufpreis beträgt 60 Millionen Dollar und Kala kann bei Erreichen bestimmter Meilensteine weitere Zahlungen erhalten. Der Umsatz von Eysuvis betrug vergangenes Jahr 6,3 Millionen Dollar und der von Inveltys 4,9 Millionen Dollar.

23. Mai 2022 Marktentwicklungen

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Wohnungsbauboom unterbrochen – Erstmals seit 2011 weniger gebaut

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Berlin, 23. Mai (Reuters) – Der Wohnungsbauboom in Deutschland hat 2021 ein vorläufiges Ende gefunden. Nur 293.393 Wohnungen wurden fertiggestellt, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das waren 4,2 Prozent oder 12.983 weniger als 2020, als erstmals mehr als 300.000 neue Wohnungen entstanden.

„Der 2011 begonnene jährliche Anstieg der Zahl fertiggestellter Wohnungen setzte sich damit 2021 nicht weiter fort“, hieß es dazu. Das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen wurde damit deutlich verfehlt. In den Zahlen sind sowohl die Baufertigstellungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg 2021 um 3,3 Prozent auf 380.736. Sie lag damit weiter deutlich höher als die der Baufertigstellungen. Dies führte zu einem Überhang von genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen von insgesamt 846.467 – ein Plus von 67.035.

„Der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs beschleunigte sich somit im Jahr 2021 und erreichte den höchsten Stand seit 1996“, erklärten die Statistiker. Dazu beigetragen haben dürften Lieferengpässe und Rohstoffknappheit, deutliche Preissteigerungen als Folge einer erhöhten Nachfrage nach Baustoffen wie Holz und Stahl im In- und Ausland sowie die hohe Auslastung beziehungsweise Personalknappheit im Baugewerbe.

Die Zahl der neuen Einfamilienhäuser sank im vergangenen Jahr um 10,4 Prozent auf 78.209, die der Mehrfamilienhäusern um 3,6 Prozent auf 147.925. Bei Zweifamilienhäusern gab es einen Rückgang von 1,7 Prozent auf 20.118 Wohnungen.

Anhaltender Materialmangel und steigende Baupreise, mehr Stornierungen und drohende Kurzarbeit: Der Ukraine-Krieg trifft die lange Jahre boomende deutsche Bauindustrie mit voller Wucht und sorgt dafür, dass die Branche ihre Ziele für 2022 einkassiert. Man erwarte für die realen Umsätze nur noch „eine Entwicklung zwischen Null und minus zwei Prozent“, sagte Präsident Peter Hübner vom Branchenverband HDB. „Wir wollen bauen, wir sollen bauen, aber wir können oft nicht bauen.“

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Großaktionär Otto will Deutsche Euroshop komplett übernehmen

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Berlin, 23. Mai (Reuters) – Großaktionär Alexander Otto will sich den Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop komplett einverleiben und tut sich dafür mit dem US-Finanzinvestor Oaktree Capital zusammen. Es würden insgesamt 1,4 Milliarden Euro geboten, teilte das Bieterkonsortium Hercules BidCo am Montag mit, das von Oaktree sowie Ottos Vermögensverwaltung Cura kontrolliert wird. Vorstand und Aufsichtsrat von Deutsche Euroshop hätten sich bereits hinter die Offerte gestellt. Die Transaktion soll noch im dritten Quartal über die Bühne gehen.

Konkret offeriert Hercules BidCo zusätzlich einer Dividende 22,50 Euro je Aktie und damit einen Aufschlag von 44 Prozent zum Schlusskurs von Freitag. Die Deutsche-Euroshop-Aktien sprangen vorbörslich mehr als 30 Prozent in die Höhe.

Der Unternehmer Alexander Otto hält bereits rund ein Fünftel an der Hamburger Firma. Das Angebot unterliegt einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent zuzüglich einer Aktie. 

Deutsche Euroshop gehört wie der Projektentwickler ECE zum Einflussbereich der Familie Otto. Das SDAX-Unternehmen ist zurzeit an 21 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn beteiligt. Zum Portfolio gehören das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig.

Großaktionär Otto will Deutsche Euroshop komplett übernehmen

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Bieterkonsortium will Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop kaufen

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Berlin, 23. Mai (Reuters) – Ein Bieterkonsortium will den Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop übernehmen. Es würden 1,4 Milliarden Euro geboten, teilte Hercules BidCo am Montag mit. Konkret offeriert Hercules BidCo 21,50 Euro je Aktie und damit einen Aufschlag von 44 Prozent zum Schlusskurs von Freitag. Die Aktien sprangen vorbörslich mehr als 30 Prozent in die Höhe.

Hercules Bidco wird vom Finanzinvestor Oaktree Capital sowie der Cura Vermögensverwaltung kontrolliert, die wiederum Alexander Otto gehört. Der Unternehmer Otto hält bereits rund ein Fünftel an der Hamburger Firma Deutsche Euroshop.

Bieterkonsortium will Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop kaufen

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Tokioter Börse startet mit Gewinnen in die Woche

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Frankfurt/Tokio, 23. Mai (Reuters) – Trotz der anhaltenden Konjunktursorgen hat die japanische Börse zu Wochenbeginn ein Plus verbucht. Der Nikkei-Index<.N225> rückte um ein Prozent auf 27.002 Zähler vor, der breiter gefasste Topix<.TOPX> gewann 0,9 Prozent.

Die Kauflaune könne jedoch schnell wieder verschwinden, erklärten Börsianer. „Viele Investoren wollen erst einmal sehen, wie die Wall Street in die Woche startet“, sagte ein Händler. Die US-Börsen hatten in den vergangenen Wochen stark unter zunehmenden Rezessionssorgen gelitten. Anleger fürchten, dass eine zu aggressive Straffung der US-Geldpolitik durch die Notenbank Fed die Konjunktur abwürgen könnte.

In China kamen die Börsen am Montag auf keinen grünen Zweig. Gewinnmitnahmen machten den wichtigsten Indizes zu schaffen. Die Börse in Shanghai<.SSEC> lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen<.CSI300> verlor 0,7 Prozent. Konjunkturstützende Maßnahmen der chinesischen Zentralbank hatten die Börsen am Freitag deutlich nach oben getrieben.

Sorgen bereitete den Anlegern jedoch weiterhin die grassierende Omikron-Welle. Chinas Wirtschaft spürt inzwischen massiv die Folgen der Null-Covid-Strategie mit ihren strikten Beschränkungen. 

Nachfolgend eine Übersicht mit den Kursveränderungen ausgewählter Aktienindizes und Währungen:

Indizes StandVeränderung in Prozent
Nikkei<.N225>27.001,52 +1,0 
Topix<.TOPX>1.894,57 +0,9 
Shanghai<.SSEC>3.143,12 -0,1 
CSI300<.CSI300>4.047,99 -0,7 
Hang Seng<.HSI>20.446,16 -1,3 
Kospi<.KS11>2.647,77 +0,3 
Euro/Dollar<EUR=>1,0600 
Pfund/Dollar<GBP=>1,2558 
Dollar/Yen<JPY=>127,73 
Dollar/Franken<CHF=>0,9725 
Dollar/Yuan<CNY=>6,6604 
Dollar/Won<KRW=>1.263,72 

Tokioter Börse startet mit Gewinnen in die Woche

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Broadcom verhandelt über Milliardenkauf von VMware

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New York, 23. Mai (Reuters) – Der US-Chipkonzern Broadcom streckt Insidern zufolge die Hände nach dem Cloudspezialisten VMware aus. Broadcom führe Kaufgespräche, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zu Montag.

Die Verhandlungen dauerten an und ein Deal stehe nicht unmittelbar bevor. Weitere Details waren nicht zu erfahren. Bloomberg hatte zuerst über die Gespräche berichtet. Broadcom wie auch VMware waren zunächst nicht erreichbar.

Durch den Kauf von VMware könnte Broadcom sein vor allem auf Halbleiter fokussiertes Geschäft weiter diversifizieren. Mit Großübernahmen kennt sich das Unternehmen aus. So übernahm Broadcom für fast 19 Milliarden Dollar CA Technologies und kaufte für 10,7 Milliarden Dollar die Sicherheitssparte von Symantec. Zum Schlusskurs am Freitag kam VMware auf einen Marktwert von mehr als 40 Milliarden Dollar. Der US-amerikanische Geschäftsmann und Dell-Gründer Michael Dell hält 40 Prozent an VMware.

Broadcom verhandelt über Milliardenkauf von VMware

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Profit vor Patientenwohl

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Gastbeitrag Patientenwohl

Besorgniserregend: Immer mehr Praxen in Investorenhand

Gebrochene Knochen, Darm- oder Brustkrebs und Thrombosen? In der Bundesrepublik schlagen immer mehr reiche, multinationale Investmentfirmen Profit aus der Gesundheit von Menschen. Wie ein aktuelles Gutachten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern1 zeigt, erhöhte sich innerhalb von zwei Jahren allein in Bayern die Zahl der Praxen in Investorenhand um 72 Prozent. Konkret bedeutet das: Unabhängig von der Fachrichtung gilt beinahe jedes zehnte Medizinische Versorgungszentrum als Private-Equity(PE)-Praxis. Auch die Radiologie wird stark von diesem Trend beeinflusst – mit negativen Folgen für Ärzte und Patienten.

Spekulation und ihre Folgen

Selbst im medizinischen Bereich müssen Kapitalanlagen wirtschaftlich sein und Renditen abwerfen. Für Patienten von investorengeführten Praxen geht das oft mit einer schlechteren Versorgung bei dennoch höheren Kosten einher. Laut KVB-Gutachten rechnen sogenannte PE-Praxen etwa 10 Prozent mehr Honorar ab als ihre inhabergeführten Pendants. Außerdem werden Patienten häufiger Zusatzleistungen verkauft, die nicht nur aus medizinischer Sicht unnötig sind, sondern selbst gezahlt werden müssen.

Aber nicht nur Menschen in Behandlung haben ein Nachsehen, auch Mediziner verlieren durch die absolute Profitorientierung. Mit einem oder mehreren Investoren im Hintergrund geht vor allem die Therapiefreiheit verloren. Ärzte entscheiden nicht mehr unabhängig, welche Behandlung am besten ist, sondern orientieren sich daran, womit sich am meisten Geld verdienen lässt. In der Folge verschiebt sich das Leistungsspektrum vom Patientenwohl in Richtung Rendite und führt zu einer verstärkten Konzentration auf rentable

Versorgungsbereiche und Regionen. Dadurch finden sich investorengeführte Praxen häufig in Ballungsgebieten. Anstelle eines flächendeckenden und wohnortnahen medizinischen Angebots droht Ausdünnung und damit die Gefährdung der im Sozialgesetzbuch festgeschriebenen Versorgungssicherheit. Überhaupt stehen riesige, oft durch Investmentfirmen finanzierte Medizinische Versorgungszentren diesem Ziel entgegen, da das gesamte Private-Equity-System nur so lange funktioniert, wie die Niedrigzinsphase anhält. Werfen andere risikoarme Anlagemöglichkeiten mehr Rendite ab, kann es passieren, dass Investoren ihr Geld aus den Praxen zurückziehen.

Was aber geschieht dann mit den medizinischen Spekulationsobjekten? Übliche Exit-Strategien wie der schnelle Weiterverkauf an neue Finanzinvestoren gehen zulasten der Daseinsvorsorge und des Solidarsystems. Letzteres ist sogar in doppelter Hinsicht gefährdet, denn hinter Medizinischen Versorgungszentren stehen häufig internationale Unternehmen, wodurch dem Fiskus Millionen entgehen.

Gastbeitrag Patientenwohl
Dr. Philipp Schlechtweg © Tuan Truong.

Orientierungshilfe absolut nötig

Drohende Versorgungsengpässe werden oft von inhabergeführten Praxen aufgefangen – allen voran in ruralen Gebieten. Dort sind Ärzte selbst Eigentümer und können frei Entscheidungen im Sinne des Patientenwohles treffen, ohne den Druck von Geldgebern. Aufgrund intransparenter Strukturen ist jedoch oftmals noch nicht einmal für Ärztekammern und Krankenkassen ersichtlich, wer hinter einer Praxis steckt. Aktuell gibt es weder eine Kennzeichnungspflicht noch ein öffentliches Register, das etwa Private- Equity-Praxen inklusive Kapitalgeber listet. Entsprechend bleibt häufig keine andere Option, als direkt bei der Praxis nachzufragen, ob sie inhaber- oder investorengeführt ist. Alternativ dazu bieten Verbände inhabergeführter Praxen eine erste Orientierung. So pflegt etwa die Radiologie Initiative Bayern ein Verzeichnis ihrer unabhängigen Mitglieder.

Was der Gesetzgeber jetzt tun sollte

Niedergelassene, freiberuflich tätige Ärzte müssen als Goldstandard ambulanter Versorgung geschützt werden. Hier ist die Politik gefragt: Neben der Schaffung von Transparenz bedeutet das eine Anpassung der gesetzlichen Vorgaben zur Bildung von Medizinischen Versorgungszentren, sodass die Mehrheit der Gesellschaftsanteile und Stimmrechte der Trägergesellschaft bei Vertragsärzten liegt. Zudem sollte die Zahl der Arztsitze in von Krankenhäusern gegründeten Medizinischen Versorgungszentren auf einen bestimmten Prozentsatz der Bedarfsplanung beschränkt und die Möglichkeit eines planungsbereichsübergreifenden Erwerbs von Arztstellen gestrichen werden. Daneben gilt es die Freiberuflichkeit zu stärken und eine marktbeherrschende Stellung von investorengeführten Praxisketten zu verhindern.

Ein Ausschreibungsverfahren für Niederlassungswillige, das Mediziner vorrangig berücksichtigt, die die Praxis als Vertragsärzte fortführen wollen, bildet einen ersten Schritt. Eine Obergrenze für die Zahl der in einem Medizinischen Versorgungszentrum tätigen angestellten Ärzte stellt eine weitere notwendige regulatorische Maßnahme dar. Zudem sollte die Möglichkeit gestrichen werden, dass Vertragsärzte auf ihre Zulassung verzichten können, um sich von einem Medizinischen Versorgungszentrum anstellen zu lassen. Und auch eine sogenannte „Konzeptbewerbung“ sollte aus dem Gesetz gestrichen werden, da sie die Grundsätze eines fairen Auswahlverfahrens verletzt.

Weitere Informationen unter www.radiologie-initiative-bayern.de

Zur Person:

Dr. Philipp Schlechtweg ist Facharzt für diagnostische Radiologie und stellvertretender Vorsitzender der Radiologie Initiative Bayern, eines Zusammenschlusses von inhabergeführten radiologischen Praxen in ganz Bayern. Gegründet wurde sie 2021, um auf politische Missstände im Gesundheitssystem aufmerksam zu machen. Sie sieht sich als Stimme niedergelassener Nuklearmediziner und Radiologen und setzt sich gegen Praxissterben und für eine bessere Versorgungsqualität ein. Inzwischen gehören der Radiologie Initiative Bayern mehr als 340 Ärzte an 115 Standorten an. Insgesamt gewährleisten sie jährlich die Versorgung von über 1,3 Millionen Patienten in Bayern.

1 Versorgungsanalysen zu MVZ im Bereich der KV Bayerns mit besonderem Augenmerk auf MVZ im Eigentum von Finanzinvestoren: https://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/UeberUns/Gesundheitspolitik/IGES-MVZ-Gutachten- April-2022-Kurzfassung.pdf

Foto: Dr. Philipp Schlechtweg Copyright © Tuan Truong

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp Schlechtweg. Aussagen des Autors und des Interview-Partners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlages wieder. 

Profit vor Patientenwohl

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Lambrecht erwartet Einigung über Bundeswehr-Sondervermögen

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Düsseldorf, 23. Mai (Reuters) – Im Streit über die Einrichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr erwartet Verteidigungsministerin Christine Lambrecht eine Einigung mit der Union. „Ich habe momentan das Gefühl, dass wirklich alle – CDU/CSU, SPD, Grüne und auch FDP – hier an einem Strang ziehen wollen und die Bundeswehr so ausstatten wollen, wie sie es dringend braucht“, sagte die SPD-Politikerin am Montag in der ARD.

„Daher gehe ich noch davon aus, dass diese konstruktiven Gespräche auch zu einem Ergebnis führen vor der Sommerpause.“ Wer sich zu der Bundeswehr öffentlich bekenne und erkenne, dass großer Handlungsbedarf besteht, der müsse jetzt auch Farbe bekennen. „Deswegen bin ich sehr optimistisch.“

Die Notwendigkeit eines Alleingangs der Ampelkoalition, wie es SPD-Fraktionschef, Rolf Mützenich, zuletzt in die Diskussion brachte, sieht Lambrecht nicht. „Wir sind im Moment in guten Gesprächen und diese Möglichkeiten sollten wir nutzen.“ 

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ein Sondervermögen Bundeswehr mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro angekündigt, das im Grundgesetz verankert werden soll. Dazu braucht die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP auch die Zustimmung der Union. CDU und CSU haben dafür Bedingungen gestellt. Dazu gehört etwa, dass die 100 Milliarden ausschließlich für eine bessere Ausstattung der Bundeswehr verwendet werden sollen.

Mützenich hatte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erklärt, wenn CDU und CSU sich mit Blick auf die nötige Zweidrittelmehrheit für eine Grundgesetzänderung querstellten, dann gebe es auch andere Wege, um die 100 Milliarden Euro bereitzustellen. „Wenn sich Deutschland in einer Notsituation befindet, erlaubt Artikel 115 eine Schuldenaufnahme mit einfacher Mehrheit.“

Lambrecht erwartet Einigung über Bundeswehr-Sondervermögen

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BMW-Produktionschef – Bei reduzierter Gasversorgung droht Branche der Stillstand

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München, 23. Mai (Reuters) – BMW droht nach Einschätzung von Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic bei einer geringeren Gasversorgung der Stillstand. „Rund 37 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs entfallen auf unseren Industriezweig“, sagte Nedeljkovic der Nachrichtenagentur Reuters. „Somit würde nicht nur BMW, sondern die gesamte Automobilindustrie zum Stehen kommen.“ Derzeit beobachte das Unternehmen die volatile Lage genau und sei im Austausch mit den Behörden und den Lieferanten.

Die Bundesnetzagentur muss bei einem Mangel an Erdgas entscheiden, in welcher Reihenfolge Betriebe weiter beliefert werden oder nicht. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatte kürzlich erklärt, dass zu den geschützten Kunden neben Feuerwehr, Krankenhäusern, der Polizei, Schulen, Kitas, Gefängnissen und der Bundeswehr auch alle Privathaushalte mit einem Gasverbrauch von bis zu 10.000 Kilowattstunden Gas im Jahr gehörten.

Zu den ersten Betrieben, denen der Hahn zugedreht werden könnte, gehören Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) will Insidern zufolge der Bundesregierung ein Konzept vorliegen, damit im Fall einer Gasnotlage besonders auf den Brennstoff angewiesene Firmen ihren Betrieb aufrechterhalten können.

Die Autobranche benötigt Erdgas unter anderem für die Trocknungsöfen in der Lackiererei. BMW baut derzeit im ungarischen Debrecen ein neues Werk, das gänzlich ohne Erdgas auskommen soll. Für die Trockner dort solle eine Kombination aus Strom und Wärmetauschern genutzt werden, sagte Nedeljkovic. BMW setze dort verstärkt auf Solarenergie und untersuche zudem die Möglichkeiten der Geothermie. „Die Potenziale des Energieträgers Wasserstoff wollen wir in unserem Werk Leipzig intensiv nutzen“, sagte Nedeljkovic. Wasserstoff sei sehr gut geeignet, den Gasbedarf zu senken und sogar vollkommen zu kompensieren. „Zusammen mit der Stadt planen wir, eine Infrastruktur zu installieren und Wasserstoff in hohem Umfang ins Werk zu bringen.“

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