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23.Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Frankfurt, 23. Mai (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.05 Uhr – Aktien von JP Morgan nehmen Fahrt auf und legen 5,5 Prozent auf ein Zweieinhalb-Wochen-Hoch von 123,85 Dollar zu. Im Rahmen einer Investorenkonferenz hob die Großbank ihre Prognose für Zinserträge an und bekräftigte ihr Rentabilitätsziel. Der Kreditgeber rechnet mit einem Nettozinsertrag exklusive des Marktsegmentes (NII) von 56 Milliarden Dollar in diesem Jahr.

11.09 Uhr – Die Aussicht auf ein baldiges Ende der Negativzinsen der EZB treibt den Euro<EUR=> weiter in die Höhe. Die Gemeinschaftswährung steigt in der Spitze um ein Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1,0664 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde wohl noch im Sommer den Negativzinsen ein Ende bereiten. An den Finanzmärkten wird allgemein für Juli mit einer Zinserhöhung der EZB gerechnet.

10.48 Uhr – Nach dem Übernahmeangebot von Großaktionär Alexander Otto und dem US-Finanzinvestor Oaktree Capital legen die Aktien der Deutschen Euroshop in der Spitze um 44 Prozent auf 22,50 Euro zu. Die im SDax notierten Titel des Shoppingcenter-Investors sind damit so teuer wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Konkret offeriert das Bieterkonsortium Hercules BidCo 21,50 Euro je Aktie zuzüglich einer Dividende von einem Euro. Vorstand und Aufsichtsrat von Deutsche Euroshop haben sich laut dem Konsortium bereits hinter die Offerte gestellt.

10.30 Uhr – Die Freude der Aktienanleger über den unerwarteten Anstieg des Ifo-Index währt nur kurz. Die Gewinne im Dax bröckeln ab. Der deutsche Leitindex notiert am späten Vormittag noch 0,8 Prozent fester bei 14.094 Zählern nach einem Plus von zuvor 1,4 Prozent. Der Euro baut seine Gewinne dagegen aus und legt in der Spitze 0,7 Prozent auf 1,0635 Dollar zu.

10.17 Uhr – Die anvisierte Komplettübernahme durch Siemens Energy treibt Siemens Gamesa auf den höchsten Stand seit gut zwei Monaten. Die Aktien steigen in der Spitze um 6,6 Prozent auf 17,85 Euro. Siemens Energy notieren im MDax mit 17,56 Euro zeitweise 3,7 Prozent fester. Das Unternehmen will seine spanische Windkraft-Tochter komplett schlucken und bietet dafür 18,05 Euro je Aktie in bar. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hofft, das Sorgenkind enger an die Kandare nehmen zu können und dessen Sanierung zu beschleunigen. Dieser Schritt ergebe strategisch Sinn, urteilen die Analysten der Credit Suisse. Auch ein Börsianer kommentiert: „Das Risiko, das von Siemens Gamesa ausgeht, unter Kontrolle zu bekommen, ist das Wichtigste für Siemens Energy.“ Der Preis von 18,05 Euro sei angemessen.

10.01 Uhr – Dax und Euroziehen nach der Veröffentlichung des Ifo-Index kurzzeitig etwas an. Der deutsche Leitindex gewinnt 1,4 Prozent auf 14.170 Zähler nach einem Plus von zuvor 1,2 Prozent. Der Euro markiert mit 1,0619 Dollar ein frisches 2-1/2-Wochen-Hoch. Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai überraschend leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 93,0 Punkte von 91,9 Zählern im Vormonat und damit das zweite Mal in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang auf 91,4 Punkte erwartet.

09.37 Uhr – Der Euro macht zu Wochenbeginn Boden gut. Die Gemeinschaftswährung klettert in der Spitze um 0,5 Prozent auf 1,0614 Dollar, den höchsten Stand seit zweieinhalb Wochen. Der Dollar-Index verliert dagegen bis zu 0,6 Prozent auf 102,56 Stellen. Die Spekulationen auf steigende Zinsen im Euro-Raum blieben präsent, stellen die Analysten der Helaba fest. Gleichzeitig würden die Konjunktursorgen in den USA größer. Die meisten Volkswirte gehen angesichts hohen Inflationsraten inzwischen davon aus, dass die EZB im Juli geldpolitisch die Zügel anzieht und noch dieses Jahr die Ära der Negativzinsen beendet.

07.30 Uhr – Folgende Aktien werden am Montag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:

Deutsche UnternehmenAngaben in EuroSchlusskursDividende
Wacker Chemie AG167,308,00
Stratec SE101,200,95
S&T AG16,840,35

23.Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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UN – Mehr als 100 Millionen Flüchtlinge weltweit

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Genf, 23. Mai (Reuters) – Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen erstmals mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht. „Das ist ein Rekord, den es niemals hätte geben dürfen“, sagte der Hohe Flüchtlingskommissar der UN, Filippo Grandi, am Montag. Die Zahl sei alarmierend und sollte als Weckruf genutzt werden. Zurückzuführen sei die hohe Zahl auf den Krieg in der Ukraine, aber auch auf Konflikte wie in Äthiopien oder im Kongo. Die Daten des UNHCR berücksichtigen Menschen, die aus ihrem Land fliehen, aber auch im Land selber auf der Flucht sind. Zudem werden Asylsuchende mit aufgenommen.

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23. Mai 2022 Dax höher erwartet – Ifo-Index im Blick

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Frankfurt, 23. Mai (Reuters) – Zum Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Am Freitag hatte er dank der Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Konjunktur 0,7 Prozent auf 13.981,91 Punkte zugelegt. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader, Grafikdownload.

Dax mit
Screenshot: Agena Trader 20. Mai 2022

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der Aussicht auf steigende Zinsen warten Investoren gespannt auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Analysten erwarten für Mai einen Rückgang auf 91,4 Punkte von 91,8 Zählern im Vormonat. „Auf mittel- bis langfristige Sicht allerdings dürfte für die Börse entscheidend sein, ob den Notenbanken der Spagat gelingt, auf dem Weg der Normalisierung ihrer Geldpolitik die Nachfrage so zu schwächen, dass der Druck auf die Preise zwar nachlässt, aber auch nicht so weit, dass dies der konsumgetriebenen Wirtschaft den Boden unter den Füßen wegzieht“, sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets.

Unter den Einzelwerten dürfte Siemens Energy in den Fokus rücken. Das Unternehmen will seine spanische Windkraft-Tochter Siemens Gamesa komplett übernehmen. Siemens Energy bietet 18,05 Euro je Aktie in bar, wie das Energietechnik-Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung am Samstag in München mitteilte. Hier lesen.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.981,91
Dax-Future<FDXc1>14.114,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.657,03
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.679,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>31.261,90+0,0 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.354,62-0,3 Prozent
S&P 500<.SPX>3.901,36+0,0 Prozent
Asiatische Indizes am MontagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.892,01+0,6 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.129,38-0,6 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.310,87-2,0 Prozent

23. Mai 2022 Dax höher erwartet – Ifo-Index im Blick

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Ukraine aktuell 23.05.22

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23. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.53 Uhr – Soldaten aus Kolumbien bilden Ukrainer zu Minenräumern aus

Kolumbianische Soldaten werden ukrainische Militärs zu Minenräumern ausbilden. Das teilt das Verteidigungsministerium des südamerikanischen Landes mit. Kolumbien ist nach 60 Jahren Bürgerkriegs-ähnlicher Kämpfe zwischen Militär, linken Revolutionären, paramilitärischen Milizen und Drogenkartellen nach UN-Angaben eines der Länder mit der größten Dichte an Minenfeldern. Nach Angaben der Regierung in Bogota sind seit 1990 2342 Menschen durch Minen zu Tode gekommen, rund 10.000 wurden verletzt. 

21.33 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geht davon aus, dass sich die EU innerhalb von wenigen Tagen auf ein Öl-Embargo gegen Russland einigen wird. Das sagt der Grünen-Politiker im ZDF-heutejournal nach Vorabbericht. Ein Embargo von Öl führe aber „nicht automatisch dazu, dass Putin geschwächt ist“, erklärt er. Bei der Verkündung des US-Öl-Embargos seien die Preise global hochgegangen. Und so hätte Putin „in den letzten Wochen weniger Öl verkauft und mehr Einnahmen gehabt“. Eine Überlegung auf staatlicher Ebene sei daher, in Zukunft „nicht mehr jeden Preis“ für den Barrel Öl zu bezahlen und sich auf Höchstpreise zu einigen. 

21.05 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würde sich mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin als einzigen russischen Vertreter treffen. Dabei würde es auch nur ein einziges Thema geben, das Ende des Krieges, sagt Selenskyj per Videoschalte vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Angesichts des russischen Vorgehens gegen Zivilisten in den besetzten Teilen der Ukraine werde es jedoch immer schwieriger, irgendwie geartete Gespräche zu organisieren.

20.33 Uhr – Die EU will ihre geplanten gemeinsamen Erdgas-Käufe vor dem Winter aufnehmen. Damit erhielten die EU-Staaten Zugang zu Vorräten, die sonst nicht erreichbar sein, sagt die EU-Energiekommissarin Kadri Simson der Nachrichtenagentur Reuters. Die Geschäfte sollen über eine EU-Plattform laufen, die im vergangenen Monat in Betrieb genommen wurde.

19.07 Uhr – Russische Exporteure müssen weniger Devisen in Rubel tauschen

Russische Exporteure müssen nicht mehr einen so großen Anteil ihrer Einnahmen in Form ausländischer Währungen in Rubel umtauschen. Die Quote sei von 80 Prozent auf 50 gesenkt worden, teilt das Finanzministerium mit. Dies stehe im Zusammenhang mit der Stabilisierung des Wechselkurses des Rubel, hieß es. Russland hatte die Quote als Reaktion auf die westlichen Sanktionen nach der Invasion festgesetzt. Seitdem hat der Rubel allerdings zugelegt und in diesem Jahr etwa 30 Prozent zum Dollar gewonnen. Die Entwicklung hat in Russland die Sorge geweckt, eine starke Währung könne die Staatseinnahmen durch Exporte beeinträchtigen.

18.40 Uhr – USA – Dänemark liefert Anti-Schiffs-Rakete Harpoon an Ukraine

Dänemark wird US-Verteidigungsminister Lloyd Austin zufolge die Ukraine mit Anti-Schiffs-Raketen des Typs Harpoon sowie entsprechenden Abschussvorrichtungen versorgen. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr zuletzt aus US-Regierungskreisen, dass das ukrainische Militär mit dem fortgeschrittenen Waffensystem in die Lage versetzt werden soll, die russischen Blockaden der Häfen zu brechen.

18.18 Uhr – Litauen zieht Botschafter aus Russland zum 1. Juni ab

Litauen beruft zum 1. Juni seinen Botschafter aus Russland ab, ohne dass ein Nachfolger benannt worden ist. Das geht aus einem Präsidialdekret hervor. Das baltische Land verwies den russischen Botschafter am 4. April des Landes.

18.13 Uhr – Gasnetzbetreiber – Versorgung von Donezk und Luhansk ausgesetzt

Die Gasversorgung der umkämpften östlichen Regionen Donezk und Luhansk ist nach Darstellung des ukrainischen Netzbetreibers ausgesetzt. Die Haupt-Erdgas-Pipeline in die Region sei durch russischen Beschuss beschädigt worden, heißt es.

18.07 Uhr – Ukraine – Gehen über 13.000 mutmaßlichen Kriegsverbrechen nach

Die Ukraine geht nach eigenen Angaben mehr als 13.000 mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechen nach. Dies sei der gegenwärtige Stand, sagt Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa der Zeitung „Washington Post“. 

17.45 Uhr – Die staatliche russische Entwicklungsbank Vneschekonombank (VEB) hat nach eigenen Angaben Zinszahlung für einen in Dollar laufenden Eurobond in Rubel bedienen müssen. Für die zwei PapiereRU099316268=RU055991596= sei das Äquivalent von 68,2 Millionen Dollar in der russischen Landeswährung bezahlt worden, da eine Überweisung in ausländischen Devisen unmöglich gewesen sei. In zwei Tagen läuft eine US-Ausnahmeregelung aus, die es Russland erlaubt, im Ausland eingefrorene Devisenreserven zur Bedienung von Anleihen zu nutzen. Damit würde Russland am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehen.

17.40 Uhr – Russischer Diplomat bei den UN in Genf wirft hin

Ein russischer Diplomat bei den Vereinten Nationen (UN) in Genf ist wegen der Invasion der Ukraine von seinem Posten zurückgetreten. Er habe schon vor ein paar Jahren mit dem Gedanken gespielt, aber der Angriff habe ihn dazu getrieben, den Schritt zu vollziehen, sagte Boris Bondarew der Nachrichtenagentur Reuters. Gemäß seinem LinkedIn-Profil arbeitete er als Berater bei der ständigen Vertretung Russlands bei den Vereinten Nationen und war für Rüstungskontrolle zuständig. „Ich ging zur Gesandtschaft wie an jedem anderen Montagmorgen, übergab mein Rücktrittsschreiben und ging hinaus“, erklärte er. Er habe seine Besorgnis über den Einmarsch mehrmals gegenüber leitenden Botschaftsmitarbeitern geäußert. „Mir wurde gesagt, ich solle den Mund halten, um Konsequenzen zu vermeiden“, sagte er weiter.

17.25 Uhr – Auch führende US-Republikaner stellen sich hinter Nato-Erweiterung

Im US-Senat unterstützen auch führende Republikaner eine Erweiterung der Nato um Finnland und Schweden. Minderheitsführer Mitch McConnell stellt mit den Demokraten den gemeinsamen Entwurf für eine Zustimmung vor. Der Senat muss mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit die Vorlage annehmen. Damit müssten nicht nur alle Demokraten von Präsident Joe Biden, sondern auch mindestens 17 Republikaner in der Kongresskammer sich dafür aussprechen. Im Kongress folgen jedoch zahlreiche Abgeordnete dem Ansatz von Ex-Präsident Donald Trump und fordern eine stärker national orientierte Politik. So stimmten in der vergangenen Woche elf Republikaner gegen das 40-Milliarden-Dollar Hilfspaket für die Ukraine und verlangten, das Geld US-Bürgern zukommen zu lassen.

16.58 Uhr – Agentur – Russland will mit Brics-Staaten Öl- und Gas-Anlagen aufbauen

Russland schlägt einem Medienbericht zufolge den anderen Brics-Staaten vor, gemeinsame Ölraffinerien und Anlagen zur Erdgas-Verarbeitung zu errichten. Die fünf Staaten der Schwellenländer-Gruppe – Brasilien, Russland selbst, Indien, China und Südafrika – könnten sich damit bei der Energieversorgung weniger abhängig von „nicht verlässlichen Partnern“ machen, sagt Industrieminister Denis Manturow laut der Nachrichtenagentur Tass.

15.37 Uhr – Ukraine fordert sicheres Geleit für Getreide-Exporte

Die Ukraine fordert von der internationalen Staatengemeinschaft sicheres Geleit zum Export von Getreide, das vor allem im Hafen von Odessa blockiert ist. „Es würde uns fünf, sechs, sieben Jahre kosten, all das Getreide über Straße oder Schiene zu transportieren“, zitiert die BBC die stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko. „Deshalb ist es jetzt so wichtig für uns, die Häfen freizubekommen.“ Die russische Marine blockiert alle Zugänge zu den ukrainischen Häfen. Deswegen ausbleibende Exporte von Getreide heizen Hungersnöte in Nordafrika und dem Nahen Osten bereits zusätzlich an.

15.30 Uhr – Die belarussischen Streitkräfte überprüfen ihre Kampfbereitschaft, wie das Verteidigungsministerium in Minsk mitteilt. Die Tests umfassen demnach das militärische Gerät wie auch die Logistik. 

15.25 Uhr – Die drei baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen sowie die Slowakei fordern die Beschlagnahme der von der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte, um den Wiederaufbau der Ukraine nach einem Ende des Krieges zu finanzieren. Dies geht aus einem Schreiben der vier Länder hervor, in das Reuters Einblick hatte. Am 3. Mai habe die Ukraine den Finanzbedarf für den Wiederaufbau nach der von Russland verursachten Zerstörung auf rund 600 Milliarden Dollar geschätzt. Da der Krieg aber immer noch in vollem Gange sei, dürfte die Summe stark gestiegen sein, heißt es. „Ein wesentlicher Teil der Kosten für den Wiederaufbau der Ukraine, einschließlich der Entschädigung für die Opfer der russischen Militäraggression, muss von Russland getragen werden“, heißt es in dem Papier, das den EU-Finanzministern am Dienstag vorgelegt werden soll. Zudem soll die Europäische Union neue Sanktionen gegen Russland vorbereiten.

12.50 Uhr – Ukrainer können ab Dienstag Hrywnja in Euro tauschen

Geflüchtete aus der Ukraine können von Dienstag an für zunächst drei Monate in Deutschland Banknoten ihrer einheimischen Währung Hrywnja in Euro tauschen. Wie das Bundesfinanzministerium mitteilt, dürfen sie einen Betrag von insgesamt bis zu 10.000 Hrywnja bei den teilnehmenden deutschen Banken und Sparkassen umtauschen. Das entspricht derzeit einem Betrag von rund 317 Euro. Der Umtausch erfolge zu dem von der Bundesbank bekanntgegebenen Wechselkurs. Etwaige Verluste, die sich für Banken aus dem Wechselkursrisiko ergeben könnten, soll der Bundeshaushalt tragen. Dafür sind im Haushaltsentwurf für 2022 Ausgaben von bis zu 52,5 Millionen Euro vorgesehen. 

12.44 Uhr – Bei einem Luftangriff auf Desna in der Region Tschernihiw im Norden der Ukraine sind in der vergangenen Woche nach Angaben des ukrainischem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj 87 Menschen getötet worden. Das sagte Selenskyj bei einer Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die ukrainischen Rettungsdienste hatten am Dienstag vergangener Woche von acht Toten gesprochen.

11.58 Uhr – Russischer Soldat in Ukraine zu lebenslanger Haft verurteilt

Im ersten Kriegsverbrecherprozess in der Ukraine in Zusammenhang mit der russischen Invasion ist ein russischer Soldat zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im wurde vorgeworfen, einen unbewaffneten ukrainischen Zivilisten in den Kopf geschossen zu haben. Der 21-Jährige Panzerkommandant hatte sich schuldig bekannt, den 62-jährigen Mann getötet zu haben.

11.52 Uhr – Mehr als 6,5 Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR seit Beginn des Kriegs aus der Ukraine geflohen.

11.44 Uhr – Rosneft – Österreichs Ex-Ministerin Kneissl gibt Posten auf

Österreichs ehemalige Außenministerin Karin Kneissl räumt nach Angaben des russischen Ölkonzerns Rosneft ihren Aufsichtsratposten bei dem staatlichen Unternehmen. Der Rückzug erfolgt auf das Ausscheiden des ehemaligen deutschen Kanzlers Gerhard Schröder und des deutschen Geschäftsmanns Matthias Warnig bei Rosneft.

11.41 Uhr – Selenskyj – Sanktionen gegen Russland haben noch nicht Maximum erreicht

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Das Maximum sei noch nicht erreicht, sagt er zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos per Videoschalte. Es sei ein Öl-Embargo nötig. Mit Russland sollte kein Handel betrieben werden. Die Welt müsse einen Präzedenzfall schaffen.

11.32 Uhr – Russland – Westliche Sanktionen sind Grund für Nahrungsmittelkrise

Das russische Präsidialamt wirft dem Westen vor, mit seinen Sanktionen einen weltweite Nahrungsmittelkrise hervorgerufen zu habe. „Russland war immer eher ein verlässlicher Exporteur von Getreide“, sagt Sprecher Dmitri Peskow. „Wir sind nicht die Ursache des Problems.“

11.10 Uhr – Russland zu Verhandlungen mit Kiew bereit

Russland hat einem Medienbericht zufolge seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit der Ukraine signalisiert. Voraussetzung sei, dass Kiew eine „konstruktive Position“ einnehme, berichtete die Agentur Ria unter Berufung auf den stellvertretenden Außenminister Russlands, Andrej Rudenko. Er wolle zudem nicht ausschließen, dass über den Austausch der Gefangenen aus dem Stahlwerk Asowstal gesprochen werde.

09.30 Uhr – Polen will Vertrag zu Jamal-Pipeline kündigen

Polen will ein bilaterales Abkommen mit Russland über die Jamal-Gaspipeline aufkündigen, wie Klimaministerin Anna Moskwa auf Twitter mitteilt. Ziel Polens sei es, vollkommen unabhängig von russischem Gas zu werden, fügt sie hinzu. Die Jamal-Pipeline liefert Gas von der Jamal-Halbinsel in Sibirien durch Russland, Belarus und Polen bis nach Deutschland.

05.24 Uhr – Russische Soldaten durchsuchen das Gelände des Stahlwerks Azowstal in Mariupol nach Minen und Sprengfallen, die sowohl ukrainische als auch russische Truppen platziert haben. „Die Aufgabe ist extrem schwierig, der Feind hat seine eigenen Landminen gelegt und wir haben auch Tretminen gelegt, um ihn zu blockieren. Wir haben noch etwa zwei Wochen Arbeit vor uns“, sagt ein russischer Soldat, der als Namen nur seinen Kampfnamen ‚Babai‘ angibt. Die Minen werden kontrolliert gesprengt und die Straßen des Stahlwerks mit Bulldozern von Trümmern befreit.

„In den letzten zwei Tagen wurden über 100 Sprengkörper zerstört. Die Arbeiten gehen weiter.“ Russland hatte am Freitag erklärt, die letzten ukrainischen Kämpfer aus Azowstal hätten sich ergeben. Die Ukraine hat diese Entwicklung bislang nicht bestätigt.

02.00 Uhr – Bundesjustizminister Marco Buschmann und der CDU-Außenexperte und Europa-Abgeordnete Michael Gahler zeigen sich besorgt über die Kriegsgefangenen von Mariupol. „Die massiven Verstöße Russlands gegen das Völkerrecht sind völlig inakzeptabel – sie erfüllen uns aber auch mit großer Sorge mit Blick auf die Bevölkerung der Ukraine und die nun in Gefangenschaft geratenen Soldaten“, sagt der Buschmann der Zeitung „Rheinische Post“. „Der Krieg ist eine blutige Bestie, aber kein regelfreier Zustand.“ Aus Sicht von Gahler besteht die Befürchtung von Schauprozessen, obwohl Russland kein Recht habe, die Gefangenen von Mariupol anders zu behandeln als alle anderen ukrainischen Kriegsgefangenen.

Ukraine aktuell 23.05.22

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Koalition in Israel hat wieder genauso viele Mandate wie Opposition

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Jerusalem, 22. Mai (Reuters) – In Israel hat die Koalition von Ministerpräsident Naftali Bennett nach der Rückkehr einer arabischen Abgeordneten im Parlament wieder genauso viele Stimmen wie die Opposition. Ghaida Rinawie Soabi von der linken Meretz-Partei rechtfertigte am Sonntag ihren Kurswechsel damit, dass sie in der Koalition besser der arabischen Gemeinschaft helfen könne. Außerdem sei sie von lokalen Anführern unter großen Druck gesetzt worden. 

Außenminister Yair Lapid begrüßte Soabi Rückkehr. Er habe mit der Politikerin „ein offenes, ehrliches und umfassendes Gespräch über die wahren Bedürfnisse der arabischen Gemeinschaft“ geführt. Mit Soabis Wiedereingliederung in das Bündnis verfügt die Koalition über 60 der 120 Mandate in der Knesset.

Ihre knappe Mehrheit von einem Mandat hatte die Koalition bereits im Mai verloren, als ihr ein Abgeordneter aus Bennetts eigener nationalkonservativer Partei die Unterstützung entzog. Soabi hatte ihr jetzt rückgängig gemachtes Ausscheiden aus der Koalition mit der Eskalation der Gewalt zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern begründet.

Die israelische Polizei war zudem gegen Teilnehmer des Trauermarsches für eine palästinensische Journalistin vorgegangen, die bei einem israelischen Militäreinsatz getötet wurde. „Ich kann nicht länger das Bestehen einer Koalition unterstützen, die auf schändliche Weise die Gesellschaft drangsaliert, aus der ich komme“, hatte Soabi erklärt. 

Das Regierungsbündnis war im vergangenen Juni aus weit rechts stehenden Parteien, der Mitte, der Linken und einer arabischen Fraktion geschmiedet worden. Sie einte vor allem der Wunsch, Benjamin Netanjahu vom rechten Likud-Block nach zwölf Jahren als Ministerpräsident abzulösen. Derzeit ist der Nationalkonservative Bennett Ministerpräsident. Laut Koalitionsvereinbarung soll er nach der Hälfte der Amtszeit, also im Sommer 2023, von Lapid von der liberalen Partei Jesch Atid abgelöst werden.

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Gemeinsame Kritik von RWE und Öko-Institut an EU-Plänen für Emissionshandel

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Berlin, 22. Mai (Reuters) – Die von der EU-Kommission geplanten Änderungen am Emissionshandelssystem stoßen auf Kritik beim Energiekonzern RWE und dem Freiburger Öko-Institut. Die Architektur des Emissionshandels werde „durch den Plan der EU-Kommission zum Einsturz gebracht“, schreiben RWE-Vorstandschef Markus Krebber und der Regierungsberater des Öko-Instituts, Felix Matthes, in einem gemeinsamen „Handelsblatt“-Gastbeitrag (Montagausgabe). „Die Folgen werden dramatisch sein: Es gibt keinen verlässlichen Pfad der Emissionsminderungen mehr, die Preise für Verschmutzungsrechte werden sinken und damit die Anreize zur Umstellung auf grüne Technologien.“

Hintergrund sind laut „Handelsblatt“ die Pläne der EU-Kommission, Zertifikate aus der Marktstabilitätsreserve des Emissionshandelssystems zu verkaufen, um Finanzmittel zu generieren. Ziel der Kommission ist es demnach, so viele Zertifikate zu verkaufen, bis Einnahmen in Höhe von 20 Milliarden Euro erreicht werden. „Europa wird seines funktionierenden, marktbasierten und effizienten Instrumentariums zur Erreichung der Emissionsminderungen beraubt“, schreiben Krebber und Matthes weiter. „Man zerstört ein zentrales Instrument, weil man sich über andere Finanzierungsmechanismen nicht einigen kann.“

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Verkehrsminister Wissing nennt Neun-Euro-Ticket „voll ausfinanziert“

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Berlin, 22. Mai (Reuters) – Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat die Finanzierung des Neun-Euro-Tickets für Berufspendler und andere Reisende gegen Kritik aus den Bundesländern verteidigt. Das Ticket sei „voll ausfinanziert“, sagte der FDP-Politiker der ARD am Sonntagabend im „Bericht aus Berlin“ laut Vorabbericht.

Die dafür auf den Tisch gelegten 2,5 Milliarden Euro seien ein Viertel der Ticket-Einnahmen, die die Länder für dieses Jahr erwarteten. Die Monate Juni, Juli, August seien aber nicht die einnahmenstarken Monate. „Trotzdem haben wir ein volles Viertel der Jahreseinnahmen auf den Tisch gelegt. Nach unseren Berechnungen sind die tatsächlichen Kosten deutlich unterhalb von 2,5 Milliarden Euro anzusetzen.“ 

Es werde alles bereitgestellt, was die Länder bräuchten, nämlich den vollen Ersatz für die Ticketausfälle in dieser Zeit. „Das, was die Länder an mehr Geld wollen, darüber sprechen wir im Herbst. Da geht es um die Finanzierung des ÖPNV in den nächsten Jahren“, kündigte Wissing an.

Käufer des Tickets können Busse und Bahnen zwischen Juni und August für neun Euro pro Monat bundesweit nutzen. Der Bundesrat stimmte am Freitag dem Gesetz zu, das den verantwortlichen Ländern den Ausfall von 2,5 Milliarden Euro an Einnahmen für die drei Monate aus dem Bundeshaushalt sichert. Das Ticket gilt im gesamten Nahverkehr – also in allen öffentlichen Verkehrsmitteln abgesehen von Fernzügen etwa der Deutschen BahnDBN.UL oder von Flixtrain. Die DB will es ab Montag verkaufen.

Die Bundesländer müssen das Vorhaben mit Verkehrsverbünden und Unternehmen umsetzen. Sie hatten weitere 1,5 Milliarden Euro angesichts gestiegener Energie- und Personalkosten gefordert, konnten sich aber nicht durchsetzen. Verankert im Gesetz sind aber Zahlungen von 1,2 Milliarden Euro zum Verlust-Ausgleich wegen der Corona-Pandemie.

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Österreichs erster Affenpocken-Verdachtsfall in Wien

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Wien, 22. Mai (Reuters) – Österreichs erster Verdachtsfall auf Affenpocken wird einem Medienbericht zufolge aus Wien gemeldet. Ein 35-jähriger Mann sei in der Nacht mit typischen Symptomen in eine Wiener Klinik eingeliefert worden, meldete der öffentlich-rechtliche Sender ORF am Sonntag unter Berufung auf einen Sprecher des zuständigen Gesundheitsstadtrates.

Ob es sich tatsächlich um Affenpocken handelt, solle bis zum Sonntagabend feststehen. In Deutschland und der Schweiz waren bereits Fälle bekanntgeworden, wie zuvor auch schon in Großbritannien, den USA, Portugal, Spanien, Italien und Kanada. Affenpocken treten hauptsächlich in Afrika auf, was die gegenwärtigen Ausbrüche ungewöhnlich macht. 

Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge. Die Krankheit verläuft in der Regel mild.

Österreichs erster Affenpocken-Verdachtsfall in Wien

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Biden will mit neuer Initiative Wirtschaftbeziehungen zu Asien stärken

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Tokio, 22. Mai (Reuters) – Die USA wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Staaten aus dem Indo-Pazifik-Raum als Gegengewicht zum Einfluss des Rivalen China ausbauen. US-Präsident Joe Biden traf am Sonntag zu einem Besuch in Japan ein, wo er zu Wochenbeginn den Startschuss für ein neues Kooperationsprojekt geben will. Einige Vertreter von Mitgliedern des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) würden an der Gründungsfeier teilnehmen, hieß es aus diplomatischen Kreisen. Wie viele Staaten sich der Initiative letzlich anschließen werden, blieb zunächst unklar. Der von China als abtrünnige Provinz angesehene Inselstaat Taiwan wird nach US-Angaben jedoch nicht dabei sein.

Das geplante Indo-Pazifische Wirtschaftliche Rahmenwerk für Wohlstand – kurz IPEF – soll die Mitglieder enger zusammenschweißen. Dabei geht es beispielsweise um gemeinsame Standards zur Schaffung stabiler Lieferketten. Weitere Arbeitsfelder sollen saubere Energie, digitaler Handel und Verkehrsinfrastruktur sein. Die Initiative ist ein Versuch Washingtons, die wirtschaftlichen Verbindungen zu Asien zu stärken. Die USA hatten sich unter Bidens Vorgänger Donald Trump aus der einstigen Transpazifischen Partnerschaft (TPP) zurückgezogen. Sie galt als wichtiges wirtschaftliches Gegengewicht zu Chinas wachsendem regionalen Einfluss.

Auch wenn Taiwan dem neuen IPEF nicht beitreten wird, so haben die USA laut dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan doch ein Interesse daran, die wirtschaftlichen Verbindungen zu dem Inselstaat zu vertiefen. Dabei gehe es auch um Fragen der Hochtechnologie – etwa Halbleiter und Lieferketten. Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als Bestandteil des eigenen Territoriums und strebt eine Wiedervereinigung mit der Inselrepublik an. Taiwan hat seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine seine Alarmstufe erhöht. Es befürchtet, dass China militärisch gegen die Insel vorgehen könnte. Konkrete Anzeichen dafür gibt es bisher nicht.

Biden will mit neuer Initiative Wirtschaftbeziehungen zu Asien stärken

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HSBC-Chef betont Klima-Ziele – Umstrittene Äußerungen aus Führungsriege

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HSBC
AUCKLAND,NZ - JUNE 01 2014:HSBC Bank New Zealand branche in Auckland, New Zealand. It's one of the world's largest banks,it has around 7,200 offices in 85 countries and around 89 million customers.

London, 22. Mai (Reuters) – Nach umstrittenen Äußerungen zur Klimapolitik aus der Führungsriege der britischen Großbank HSBC versucht Konzernchef Noel Quinn die Wogen zu glätten. Sein Institut werde sich nicht von dem Vorhaben abbringen lassen, die Wirtschaft weltweit bei der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen zu unterstützen, erklärte Quinn am Wochenende in einem Beitrag auf dem Karriere-Netzwerk LinkedIn.

Die jüngsten Äußerungen des HSBC-Chefs für verantwortungsbewusste Investments, Stuart Kirk, seien nicht vereinbar mit der Strategie der Bank und spiegelten nicht die Ansichten der obersten HSBC-Führung wider. Kirk war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Banker hatte am Donnerstag auf einer Branchen-Konferenz erklärt, unter anderem die Zentralbanken würden die finanziellen Risiken des Klimawandels übertreiben. Damit zog er Kritik von Klimaschützern auf sich. HSBC-Chef Quinn bekräftigte auf LinkedIn das Engagement seiner Bank für das sogenannte „Netto-Null-Ziel“ zur Reduzierung von Treibhausgasen. Quinns Mitteilung fand auf der Online-Plattform Unterstützung durch mehrere HSBC-Banker wie dem Vermögensmanagement-Chef Nuno Matos.

HSBC-Chef betont Klima-Ziele – Umstrittene Äußerungen aus Führungsriege

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