Dienstag, März 17, 2026
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HeidelbergCement setzt sich höhere Klimaschutzziele

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Der Baustoffhersteller HeidelbergCement will seinen CO2-Ausstoß schneller senken als bisher geplant. „Wir verpflichten uns, die CO2-Emissionen fast um 50 Prozent auf 400 Kilogramm pro Tonne bis 2030 zu senken“, kündigte Vorstandschef Dominik von Achten am Dienstag an. Das Etappenziel bis 2030 für die rund 140 Zementwerke weltweit war bislang „unter 500 Kilogramm“ CO2-Ausstoß pro Tonne zementartigen Materials.

Im vergangenen Jahr waren es noch 565 Tonnen, ein Viertel weniger als 1990. Der Dax-Konzern sieht die Umstellung auf klimafreundlichere und wiederverwertete Baustoffe zudem als Wachstumstreiber. „Wir machen den Übergang zu einem erfolgreichen Geschäft“, betonte von Achten. HeidelbergCement wolle als erster Hersteller weltweit CO2-freien Zement und Beton in großen Mengen anbieten. Die Nachfrage nach klimaschonenden Baustoffen werde durch die CO2-Regulierung getrieben und höhere Preise ermöglichen als für traditionelle Produkte.

Die Kurpfälzer stellen zudem ein jährliches Umsatzwachstum von fünf Prozent bis 2025 in Aussicht. Bis 2030 soll die Hälfte der Erlöse mit nachhaltigen Produkten erwirtschaftet werden. Die operative Umsatzrendite vor Abschreibungen (Ebitda) soll bis Mitte des Jahrzehnts bei 20 bis 22 Prozent liegen und die Kapitalrendite über zehn Prozent.

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Südafrikas Präsident will im Ukraine-Krieg neutral bleiben

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Südafrikas Präsident Matamela Cyril Ramaphosa hat betont, dass sein Land in dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine keine Partei beziehen will. Bundeskanzler Olaf Scholz habe im Gespräch Verständnis dafür gehabt, dass einige Länder sich in der UN-Abstimmung enthalten hätten, sagte Ramaphosa am Dienstag in Pretoria nach einem Treffen mit Scholz. Der bezeichnete es als inakzeptabel, dass einige Staaten sogar mit Russland gegen eine Verurteilung des russischen Angriffs auf die Ukraine gestimmt hatten. „Das kann ich nicht akzeptieren“, sagte er. Südafrika selbst hatte sich bei der UN-Abstimmung im März enthalten.

Ramaphosa übte indirekte Kritik an den westlichen Sanktionen gegen Russland, weil diese Auswirkungen auch auf Drittstaaten hätten. Südafrika hatte sich den Sanktionen nicht angeschlossen. Nur Dialog und Verhandlungen könnten zu einem Ende des Krieges führen, sagte der Präsident. Die Afrikanische Union befürworte, dass AU-Präsident Macky Sall sowohl Moskau als auch Kiew besuche.

Scholz räumte unterschiedliche Sichtweisen ein und betonte dagegen, dass es sich um einen russischen Angriffskrieg handele und man sich eigentlich einig sei, dass Grenzen nicht mehr mit Gewalt verschoben werden sollten. „Es ist wichtig, alles zu tun, dass die Kriegshandlungen eingestellt werden, dass Russlands seine Truppen zurückzieht“, forderte Scholz. Man müsse dann friedlich verhandeln, wie die Ukraine ihre territoriale Integrität und Souveränität wieder erlangen könne.

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DIHK – Inflation wird nicht schnell wieder verschwinden

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Die deutsche Industrie wird nach Einschätzung des Branchenverbandes DIHK weite Teile ihrer eigenen Kostensteigerungen erst noch an Kunden weitergeben. „Wir werden in Zukunft noch einiges an Preiserhöhungen sehen“, sagte DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen am Dienstag in Berlin. Auf Basis einer Umfrage mit mehr als 25.000 Antworten von Unternehmen aus allen Branchen rechnet der Verband in diesem Jahr mit einer mehr als verdoppelten Inflation von 7,0 Prozent. Für 2023 wollte Zenzen noch keine Prognose wagen. Viele Erhöhungen kämen aber erst mit Verzögerung bei den Endkunden an. „Das wird sich noch eine Weile hinziehen.“ 

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte – also die Preise der Hersteller – waren im April um durchschnittlich 33,5 Prozent nach oben geschossen. Das war laut Statistischem Bundesamt der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Auf dem Bau werde es beispielsweise viele Preissteigerungen noch nächstes Jahr geben, so Zenzen. 

Zum Vergleich: 2021 hatte die Teuerung in Deutschland mit 3,1 Prozent bereits über dem EZB-Ziel für die Euro-Zone von zwei Prozent gelegen. Jahrelang hatte die Europäische Zentralbank über eine zu niedrige Inflation geklagt und diese mit Anleihekäufen und Nullzinsen bekämpft. Wegen rasant gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise hat sich das Bild nun aber gewandelt. Verstärkt wurde dies zusätzlich noch durch den Krieg in der Ukraine.

79 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit höheren Einkaufspreisen bei Energie, 70 Prozent bei Rohstoffen und Vorprodukten. Über höhere Arbeitskosten klagen 57 Prozent. Über alle Branchen hinweg geben 39 Prozent der Betriebe an, Kunden jetzt mehr in Rechnung stellen zu wollen. 34 Prozent wollen dies nicht. Vor allem in der Industrie und im Handel erklärt mehr als jedes zweite Unternehmen, Kostenerhöhungen weitergeben zu wollen. 

TOP-RISIKO FÜR UNTERNEHMEN: HOHE ENERGIEPREISE

Der russische Angriff auf die Ukraine hat auch die Lieferkettenengpässe der Industrie noch verstärkt und zu geringeren Wachstumserwartungen geführt. So rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 2022 nur noch mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent, nach 2,9 Prozent im Jahr 2021. Einer der wesentlichen Treiber dürfte der private Konsum sein.

Hier rechnet der Verband mit einem Plus von 3,0 (2021: 0,1) Prozent. Der staatliche Konsum dürfte dagegen stagnieren, nachdem es im vergangenen Jahr noch ein Plus von gut drei Prozent gab. Auch der Export dürfte auf der Stelle treten. Sollte sich der private Konsum schlechter als gedacht entwickeln, sei auch ein Wachstum von nur 1,0 Prozent denkbar, so der DIHK. Es gebe noch keine Signale, dass Konsumenten ihre Ersparnisse wegen der hohen Inflation auflösten – aus Sorge vor einem drohenden Wertverfall.

Ilja Nothnagel aus der DIHK-Hauptgeschäftsführung sagte, die deutschen Unternehmen stünden vor einer schwierigen Phase. Die Aufträge seien zwar da. „Sie können aber nicht abgearbeitet werden.“ Die hohen Energiepreise im Zuge des Krieges seien für 78 Prozent der Firmen derzeit das Top-Risiko für ihr Geschäft, ein Rekordwert. In der Industrie seien es sogar 93 Prozent. Bei den Lieferkettenproblemen werde es eine gewisse Gewöhnung geben – mit dann weniger starken Auswirkungen. Sie würden aber nicht einfach verschwinden. Viele gehen derzeit auf die strikte Null-Covid-Strategie in China zurück, die ganze Unternehmen, Häfen und Städte schon lahmgelegt hat.

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Banker zurück ins Büro – Firmen locken mit schöneren Arbeitsplätzen

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Nach Monaten im Corona-bedingten Homeoffice sollen Banker einer Umfrage zufolge bald wieder ins Büro zurückkehren – wenn es nach dem Willen des Managements geht. Fast 80 Prozent der Finanzfirmen streben bis Mitte des Jahres eine regelmäßigere Präsenz im Büro an, wie eine Umfrage der Immobilienberatungsfirma CBRE unter Geldhäusern der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) ergeben hat.

In der Gesamtheit aller Wirtschaftszweige ist die Entschlossenheit demnach mit 68 Prozent zwar auch groß, aber geringer als in der Finanzbranche. Insgesamt geben sich die meisten Unternehmen (70 Prozent) dabei mit einer Aufteilung der Arbeitszeit auf Büro und Homeoffice zufrieden oder setzen auf eine freiwillige Rückkehr ihrer Teams.

Um den Angestellten den Schritt schmackhaft zu machen und die Zusammenarbeit bei sogenannten hybriden Arbeitsplatzmodellen zu erleichtern, blicken die Unternehmen laut CBRE verstärkt auf ihren Gebäudebestand: Fast 90 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie als Folge der Pandemie Änderungen an ihrer Immobilienstrategie vornehmen würden. 36 Prozent der Befragten erklärten, dass eine Verbesserung oder Erweiterung der Arbeitsplatzausstattung von Bedeutung sei. Das ist ein vier Mal so großer Anteil wie noch vor einem Jahr. Binnen Jahresfrist stieg auch der Anteil jener, die mehr Bereiche für gemeinsames Arbeiten schaffen wollen, von 36 auf 63 Prozent. 

Der Trend zum Homeoffice während der Corona-Pandemie hatte auf dem Markt für Büroimmobilien zunächst für Verunsicherung gesorgt. Viele Experten, die wie der Immobiliendienstleister CBRE auch von Objekte vermitteln, hatten aber früh prognostiziert, dass die Nachfrage nach Büroflächen dennoch nicht sinken werde. Begründet wurde dies damit, dass angesichts von Abstandsregeln sowie wegen der wechselnden Präsenz von Angestellten mehr Platz für Schreibtische und Konferenzräume benötigt werde. Zudem gelten flexible Flächen als Möglichkeit, sich zugleich für wachsende Geschäftsfelder und eine unsichere Nachfrage zu wappnen.

Diese Prognose könnte durch den jüngsten „EMEA Occupier Sentiment Survey“, für die CBRE 130 Unternehmen befragte, bestätigt werden. Während vor einem Jahr nur ein Drittel der Firmen davon ausging, dass sie in den nächsten drei Jahren räumlich expandieren würden, sind es nun mehr als 40 Prozent.

Im Technologiesektor gaben demnach sogar 60 Prozent der Unternehmen an, eine Erweiterung ihrer Büroflächen zu planen. Zugleich sind Firmen in dieser Branche laut der Umfrage überdurchschnittlich entspannt, was die Rückkehr ihrer Teams ins Büro betrifft: Mehr als ein Drittel der Tech-Unternehmen gibt keinen Zeitplan vor.

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Lufthansa bietet für 20 Prozent an ITA Airways

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Lufthansa Gerber
Frankfurt, Germany - September 17, 2014: Lufthansa Airbus A380 and Boeing 747 aircraft at Frankfurt Airport (FRA). Lufthansa is the German flag carrier and Europe's largest airline with some 665 planes. Frankfurt Airport is its biggest hub.

Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Die Lufthansa will sich einem Insider zufolge mit 20 Prozent an der bislang staatlichen italienischen Airline ITA Airways beteiligen. Lufthansa biete für 20 Prozent, ihr Kooperationspartner MSC für 60 Prozent, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Die übrigen 20 Prozent werde der italienische Staat zunächst behalten. In italienischen Medienberichten hieß es, die Alitalia-Nachfolgerin sei zwischen rund ein und zwei Milliarden Euro wert. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich zu den Zahlen nicht äußern. 

Das Duo Lufthansa-MSC hatte am Montag eine Offerte zur Übernahme eines Mehrheitsanteils an ITA abgegeben. Insidern zufolge liegt ein Konkurrenzgebot des US-Finanzinvestors Certares zusammen mit Air France-KLM und der amerikanischen Fluggesellschaft Delta vor. In den kommenden Wochen soll entschieden werden, mit welcher der beiden Bietergruppen exklusive Verhandlungen geführt werden. Der Verkauf soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

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Scholz -Haben genug Kohle-Lieferanten für Verzicht auf Russland-Kohle

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Brussels, Belgium. 25th May 2018.German finance minister, Olaf Scholz talks to media at the results of European Union's finance ministers meeting at the European Council .

Berlin, 24. Mai (Reuters) – Deutschland hat Bundeskanzler Olaf Scholz zufolge weltweit genügend Lieferanten, um bis zum Herbst aus dem Import russischer Kohle auszusteigen. „Das wird funktionieren, denn es gibt viele aktive Lieferanten weltweit, die bereit und in der Lage sind, ihre Kohle zu verkaufen“, sagte Scholz am Dienstag nach einem Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten Matamela Cyril Ramaphosa in Pretoria. Südafrika gehöre dazu.

Bei Öl aus Russland gebe es in der EU „am Ende eine große Bereitschaft“, aus dem Import auszusteigen. Deutschland könne dies bis Ende des Jahres. Einige andere EU-Staaten hätten aber größere Schwierigkeiten, sagte Scholz. Damit man auch auf die Einfuhr russischen Gases verzichten könne, müsse man in Flüssiggas-Infrastruktur investieren, um LNG-Gas kaufen zu können. „Das ist der Weg, den viele Länder gehen.“ Zuvor hatte Scholz angekündigt, dass die hohen Energiepreise weltweit wichtiges Thema beim Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) in Elmau Ende Juni werden. 

Scholz –Haben genug Kohle-Lieferanten für Verzicht auf Russland-Kohle

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Bei Affenpocken-Infektion Isolation von mindestens 21 Tagen

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Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt bei einer Infektion mit Affenpocken eine Isolation von mindestens 21 Tagen. Darüber hinaus gebe es auch eine dringende Empfehlung für Kontaktpersonen, sich für mindestens 21 Tage in Isolation zu begeben, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler.

Mit dieser Maßnahme wolle man das Ausbruchsgeschehen in Deutschland in den Griff bekommen. „Wir haben gute Chancen diesen Erreger zu stoppen, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa“, sagte Lauterbach. Es handele sich nicht um den Beginn einer neuen Pandemie.

Laut Wieler sind Stand Dienstagvormittag in Deutschland fünf Fälle an das RKI übermittelt worden. Dabei handele es sich ausschließlich um Männer. Die Gefährdung für die allgemeine Gesundheit in Deutschland werde als gering eingeschätzt, es seien aber weitere Fälle zu erwarten.

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UBS bringt in Asien neue Anlage-App an den Start

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Zürich, 24. Mai (Reuters) – Die UBS startet ein soziales Netzwerk für Anleger. Reiche Kunden in der Region Asien-Pazifik können die Handy-App Circle One ab diesem Dienstag nutzen, wie die Schweizer Großbank mitteilte. Im kommenden Jahr solle der Dienst auch Kunden in Europa und den USA zur Verfügung gestellt werden.

In einer ersten Phase biete die UBS in der App Videos, Podcasts und Online-Seminare mit Markteinschätzungen und Anlage-Ideen. Transaktionen könnten die Kunden dann über die bereits bestehenden Mobile Banking-App vornehmen. Wie etwa bei Reise-Portalen will die Bank dabei den Informationsaustausch von Transaktionen trennen, indem sie zwei getrennte Apps anbietet. 

Im nächsten Ausbau-Schritt sollen sich die Kunden untereinander und mit Experten austauschen können. Dabei könnten sie sich Gruppen zu Themen wie Anlegen, Vermögensplanung, Nachhaltigkeit, Kunst oder gemeinnützige Projekte anschließen. Circle One habe die UBS zusammen mit 100 Technologie-interessierten Kunden in Singapur und Hongkong entwickelt. 

Konzernchef Ralph Hamers will den weltgrößten Vermögensverwalter für Millionäre und Milliardäre früheren Angaben zufolge zum „Netflix des Bankings“ umbauen und den Zugang zu Bankdienstleistungen einfacher und intuitiver machen.

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Deutschland fehlen 320.600 MINT-Arbeitskräfte im Technik-Bereich

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Berlin, 24. Mai (Reuters) – Mit dem Umbau der Wirtschaft vor allem im Energiebereich wächst die Nachfrage nach Personal in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) auf Rekordniveau. Diese Fachkräftelücke lag im April bei 320.600 und damit rund doppelt so hoch wie vor Jahresfrist, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Mint-Report hervorgeht, den das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zweimal jährlich erstellt. „In den letzten Jahren sind die Beschäftigungszahlen und Engpässe in den Bereichen Energie/Elektro und IT besonders stark gestiegen.“ IW-Experte Axel Plünnecke sagte, ohne die Zuwanderung in den vergangenen Jahren läge die sogenannte Mint-Lücke sogar schon über 600.000.

„Der Mint-Nachwuchs droht immer weniger zu werden“, warnte Geschäftsführerin Indra Hadeler vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. „Die negativen Effekte der pandemiebedingten Schulschließungen auf die Mint-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und der Rückgang der Mint-Studienanfängerzahlen hinterlassen tiefe Spuren.“ Rund 36 Prozent der Mint-Beschäftigten seien in der Metall- und Elektro-Industrie tätig. Daher sei die Sicherung des technisches Nachwuchses für die Industrie besonders wichtig, um über Innovationen die Weichen für Digitalisierung und Dekarbonisierung und damit für nachhaltiges Wachstum zu stellen. 

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) betonte, durch eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung müsse man vor allem auch mehr Frauen für die mathematisch-technischen Berufe begeistern. „Die sind hier weiter stark unterrepräsentiert“, sagte Christina Ramb, Mitglied der BDA-Hauptgeschäftsführung. Von gut neun Millionen Mint-Fachkräften 2019 in Deutschland waren laut Report nur knapp 980.000 Frauen. Die Zahl der Mint-Akademikerinnen stieg allerdings von 2011 bis 2019 um rund 47 Prozent.

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Baerbock fordert von China Aufklärung zu Vorgehen gegen Uiguren

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Baerbock EU Iran

Berlin, 24. Mai (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock fordert von China Aufklärung zu jüngsten Enthüllungen über Menschenrechtsverletzungen gegen die muslimische Minderheit der Uiguren. Nach einer einstündigen Videokonferenz mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi sprach Baerbock am Dienstag in Berlin von „schockierenden Berichten“. Die Vorwürfe „schwerster Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang“ müssten jetzt transparent aufgeklärt werden. 

Baerbock bezog sich auf Berichte mehrerer internationaler Medien, darunter auch der „Spiegel“ und der Bayerische Rundfunk, die sich auf Fotos aus chinesischen Internierungslagern stützen. Darin ist auch von einem geheimen Schießbefehl in den Lagern die Rede. „Die Daten belegen auf extrem anschauliche Weise die willkürliche und massenhafte Internierung von Uiguren in Xinjiang, im Nordwesten Chinas“, schreibt der „Spiegel“. Baerbock betonte: „Ein elementarer Bestandteil der internationalen Ordnung sind die Menschenrechte, für deren Schutz sich Deutschland weltweit einsetzt.“ 

Bei dem Gespräch mit Wang habe Baerbock auf die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hingewiesen, teilte das Auswärtige Amt weiter mit. „Eine solche Zusammenarbeit kann jedoch nur auf der Grundlage der fundamentalen Normen der internationalen Ordnung geschehen, die von allen geachtet und verteidigt werden müssen.“ Deutschland appelliere daher „deutlich an alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft, dass sie den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg verurteilen und ihre Verantwortung zum Schutz des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen wahrnehmen“. China verhält sich zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine bislang neutral. 

Zum Thema Klimaschutz betonte Baerbock, alle Länder müssten ihre Ziele ambitionierter ausgestalten. Dazu werde Deutschland seine Zusammenarbeit mit China intensivieren.

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Foto: © gruene.de https://annalena-baerbock.de/lebenslauf/

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